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16 Zoll

FT Wissenswelt – PKW-Ganzjahresreifen

Ganzjahresreifen bei Elektroautos – Gewicht, Drehmoment, Rollwiderstand und Reichweite

Ganzjahresreifen können grundsätzlich auch auf Elektroautos eingesetzt werden. Entscheidend ist nicht allein die Antriebsart, sondern ob die konkrete Reifenausführung die technischen Anforderungen des Fahrzeugs erfüllt.

Bei Elektrofahrzeugen rücken jedoch einige Eigenschaften besonders in den Vordergrund: Fahrzeuggewicht, Tragfähigkeit, unmittelbar verfügbares Antriebsmoment, Rollwiderstand, Geräusch und Verschleiß.

Tragfähigkeit

Das häufig hohe Fahrzeuggewicht kann entsprechend hohe Load Indizes oder verstärkte Reifenausführungen erfordern.

Rollwiderstand

Ein Teil der gespeicherten Energie wird benötigt, um die Rollverluste der Reifen zu überwinden.

Drehmoment

Elektromotoren können Antriebsmoment sehr unmittelbar bereitstellen. Die Reifen müssen diese Kräfte kontrolliert auf die Fahrbahn übertragen.

Ein Elektroauto benötigt nicht allein deshalb einen speziellen Reifen, weil es elektrisch angetrieben wird. Entscheidend sind immer die konkreten Anforderungen des Fahrzeugs.

Warum stellen Elektroautos besondere Anforderungen an Reifen?

Viele technische Grundanforderungen sind bei Elektroautos dieselben wie bei anderen PKW.

Der Reifen muss:

  • Fahrzeuglast tragen
  • Bremskräfte übertragen
  • Antriebskräfte übertragen
  • Seitenführung erzeugen
  • Wasser verdrängen
  • bei Ganzjahresreifen zusätzlich winterliche Bedingungen abdecken

Bei Elektrofahrzeugen können einige dieser Anforderungen jedoch stärker ausgeprägt sein.

Der Unterschied liegt deshalb häufig nicht in völlig neuen Reifenaufgaben, sondern in höheren oder anders gewichteten Anforderungen an bekannte Reifeneigenschaften.

Warum können Elektroautos vergleichsweise schwer sein?

Ein wesentlicher Bestandteil eines batterieelektrischen Fahrzeugs ist die Hochvoltbatterie.

Dadurch kann die Fahrzeugmasse bei vielen Modellen höher ausfallen als bei vergleichbaren leichteren Fahrzeugkonzepten.

Mehr Fahrzeuggewicht bedeutet für den Reifen höhere Anforderungen an:

  • Tragfähigkeit
  • Karkassenstabilität
  • Profilstabilität
  • Wärmeentwicklung
  • Brems- und Seitenführungskräfte
Das tatsächliche Fahrzeuggewicht ist entscheidend – nicht die pauschale Annahme, jedes Elektroauto sei besonders schwer.

Warum ist der Load Index beim Elektroauto besonders wichtig?

Der Load Index beschreibt die Tragfähigkeitsklasse der konkreten Reifenausführung.

Bei einem Fahrzeug mit hohen Achslasten muss der Reifen entsprechend ausgelegt sein.

Deshalb findet man bei vielen schwereren Fahrzeugen Reifenausführungen mit:

  • höherem Load Index
  • XL beziehungsweise Extra Load
  • bei dafür vorgesehenen Dimensionen auch HL beziehungsweise High Load
Nicht der Elektroantrieb bestimmt den Load Index, sondern die technischen Anforderungen und Achslasten des konkreten Fahrzeugs.

Was bedeutet XL beim Elektroauto?

XL steht für Extra Load und kennzeichnet eine entsprechend verstärkte PKW-Reifenausführung.

Viele Elektrofahrzeuge werden mit XL-Reifen ausgerüstet, weil ihre Achslasten eine entsprechende Reifenausführung erfordern können.

Das bedeutet jedoch nicht:

Elektroauto = automatisch XL.

Ob XL erforderlich ist, ergibt sich aus Fahrzeug und Reifengröße – nicht allein aus der Antriebsart.

Was bedeutet HL bei Reifen?

Bei bestimmten modernen Reifendimensionen gibt es zusätzlich die Kennzeichnung:

HL – High Load

High-Load-Reifen sind für besonders hohe Lastanforderungen innerhalb der dafür vorgesehenen Dimensionen entwickelt.

Sie können deshalb bei schweren Fahrzeugen und bestimmten Elektroautos eine Rolle spielen.

HL ist nicht einfach eine andere Schreibweise für XL, sondern kennzeichnet eine eigene höhere Lastkategorie innerhalb der entsprechenden technischen Systematik.

Warum ist das hohe Drehmoment eines Elektromotors für Reifen interessant?

Ein Elektromotor kann sein Antriebsmoment sehr unmittelbar zur Verfügung stellen.

Dadurch können hohe Antriebskräfte schnell an den Reifen anliegen.

Die Lauffläche muss diese Kräfte über ihre vergleichsweise kleine Aufstandsfläche auf die Fahrbahn übertragen.

Entscheidend für den tatsächlichen Reifenverschleiß ist jedoch nicht das theoretisch verfügbare Drehmoment allein, sondern wie häufig und wie stark es tatsächlich genutzt wird.

Warum bedeutet viel Drehmoment nicht automatisch hohen Reifenverschleiß?

Ein ruhig gefahrenes leistungsstarkes Elektroauto kann seine Reifen anders beanspruchen als ein häufig stark beschleunigtes Fahrzeug.

Der Verschleiß hängt unter anderem ab von:

  • Fahrstil
  • Fahrzeuggewicht
  • Antriebsleistung
  • Achseinstellung
  • Reifendruck
  • Reifenmischung
  • Fahrbahnbelag
  • Reifengröße
„Elektroautos fressen Reifen“ ist deshalb als pauschale Aussage technisch zu einfach.

Warum kann starkes Beschleunigen den Verschleiß erhöhen?

Beim Beschleunigen muss der Reifen Antriebskräfte auf die Fahrbahn übertragen.

Hohe Antriebskräfte führen zu entsprechend hoher Beanspruchung der Lauffläche.

Wird diese Belastung häufig genutzt, kann der Abrieb steigen.

Das gilt grundsätzlich auch für leistungsstarke Verbrenner und Hybridfahrzeuge – beim Elektroauto kann das unmittelbar verfügbare Drehmoment diesen Effekt besonders deutlich machen.

Warum ist der Rollwiderstand beim Elektroauto besonders interessant?

Während der Reifen abrollt, wird er ständig verformt.

Dabei entstehen Energieverluste.

Diese Verluste werden als Rollwiderstand beschrieben.

Beim Elektroauto wird die dafür benötigte Energie aus der Batterie bereitgestellt.

Ein niedrigerer Rollwiderstand kann deshalb dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren und die verfügbare Reichweite zu unterstützen.

Bestimmt der Reifen allein die Reichweite?

Nein.

Die tatsächliche Reichweite eines Elektroautos hängt von vielen Faktoren ab:

  • Geschwindigkeit
  • Außentemperatur
  • Heizung und Klimatisierung
  • Fahrzeuggewicht
  • Fahrstil
  • Streckenprofil
  • Wind
  • Reifendruck
  • Reifen und Felgendimension
  • Rollwiderstand
Der Reifen beeinflusst den Energieverbrauch – er ist aber nur ein Teil des gesamten Fahrzeugsystems.

Warum ist Rollwiderstand nicht alles?

Ein Reifen soll möglichst wenig Energie verlieren.

Gleichzeitig muss er jedoch ausreichend:

  • Nasshaftung
  • Trockenhaftung
  • Bremsleistung
  • Winterfunktion
  • Laufleistung

bereitstellen.

Ein besonders niedriger Rollwiderstand allein macht deshalb noch keinen guten Ganzjahresreifen für ein Elektroauto.

Warum ist dieser Zielkonflikt bei Ganzjahresreifen besonders anspruchsvoll?

Ein Ganzjahresreifen muss gleichzeitig:

  • bei Kälte ausreichend flexibel bleiben
  • bei Sommerhitze stabil arbeiten
  • Nässe bewältigen
  • Schneetraktion erzeugen
  • möglichst wenig Energie verlieren
  • ausreichend verschleißfest sein

Bei einem schweren und leistungsstarken Elektroauto kommen zusätzlich hohe Last- und Antriebsanforderungen hinzu.

Gerade hier zeigt sich, warum ein Reifen immer als Gesamtkonstruktion betrachtet werden muss.

Welche Rolle spielt das EU-Reifenlabel?

Das EU-Reifenlabel ermöglicht unter anderem den Vergleich von:

  • Rollwiderstand beziehungsweise Energieeffizienz
  • Nasshaftung
  • externem Rollgeräusch

Für Elektrofahrzeuge kann insbesondere die Rollwiderstandsklasse interessant sein.

Das Reifenlabel ersetzt jedoch auch beim Elektroauto keinen vollständigen Reifenvergleich.

Warum können zwei Reifen derselben Größe unterschiedlich effizient sein?

Auch bei identischer Dimension unterscheiden sich Reifen unter anderem bei:

  • Gummimischung
  • Karkassenkonstruktion
  • Reifengewicht
  • Profilgestaltung
  • Kontur

Dadurch entstehen unterschiedliche Rollwiderstände.

Die Reifengröße allein sagt deshalb noch nichts über die Energieeffizienz des konkreten Reifenmodells aus.

Warum kann auch die Reifengröße die Reichweite beeinflussen?

Unterschiedliche Reifen- und Radgrößen können verschiedene Auswirkungen auf:

  • Rollwiderstand
  • Gewicht
  • Luftwiderstand des Rades
  • Aufstandsfläche
  • Fahrkomfort

haben.

Deshalb können verschiedene zulässige Rad-Reifen-Kombinationen desselben Fahrzeugs auch unterschiedliche Verbrauchswerte ermöglichen.

„Größer“ oder „breiter“ bedeutet jedoch nicht automatisch einen festen Verbrauchsnachteil – die konkrete Kombination entscheidet.

Warum spielt der Reifenfülldruck beim Elektroauto eine wichtige Rolle?

Ungeeignet niedriger Reifenfülldruck erhöht die Verformung des Reifens.

Dadurch können unter anderem:

  • Rollwiderstand
  • Wärmeentwicklung
  • Verschleiß

zunehmen.

Bei höherem Fahrzeuggewicht können die Auswirkungen eines falschen Betriebsdrucks zusätzlich relevant werden.

Der passende Reifen kann seine vorgesehenen Eigenschaften nur mit einem geeigneten Betriebsdruck nutzen.

Warum fällt Reifengeräusch beim Elektroauto stärker auf?

Elektromotoren verursachen insbesondere bei niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten weniger klassische Antriebsgeräusche als viele Verbrennungsmotoren.

Dadurch können andere Geräuschquellen stärker wahrgenommen werden.

Dazu gehören:

  • Abrollgeräusch
  • Windgeräusch
  • Fahrwerksgeräusche
Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Elektroauto spezielle Reifen benötigt – Reifenakustik kann lediglich stärker wahrnehmbar werden.

Warum gibt es Reifen mit Schaumstoff im Inneren?

Einige Reifenhersteller bieten Reifenausführungen mit speziellen schallabsorbierenden Materialien auf der Innenseite der Lauffläche an.

Diese Systeme sollen bestimmte Reifengeräusche beziehungsweise Resonanzen im Fahrzeuginnenraum reduzieren.

Je nach Hersteller tragen solche Technologien unterschiedliche Bezeichnungen.

Solche Silent-Technologien sind nicht ausschließlich für Elektroautos gedacht und machen einen Reifen nicht automatisch zu einem EV-Reifen.

Braucht ein Elektroauto spezielle EV-Reifen?

Nicht grundsätzlich.

Viele moderne Reifen werden so entwickelt, dass sie sowohl für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor als auch für Hybrid- und Elektrofahrzeuge geeignet sein können.

Entscheidend ist, dass der konkrete Reifen:

  • die richtige Dimension besitzt
  • ausreichende Tragfähigkeit bietet
  • den erforderlichen Geschwindigkeitsindex erfüllt
  • gegebenenfalls erforderliche Fahrzeugfreigaben erfüllt
  • bei Ganzjahresbetrieb die notwendige Winterkennzeichnung besitzt
Die technische Eignung ist wichtiger als ein Marketingbegriff wie „EV-ready“ oder eine spezielle Elektroauto-Bezeichnung.

Was bedeuten EV-Kennzeichnungen der Reifenhersteller?

Hersteller verwenden teilweise eigene Kennzeichnungen oder Produktbezeichnungen, um Reifen für Elektrofahrzeuge beziehungsweise für verschiedene Antriebsarten einzuordnen.

Solche Bezeichnungen sind jedoch nicht mit einer einheitlichen gesetzlichen EV-Reifenklasse gleichzusetzen.

Eine Herstellerkennzeichnung kann Informationen über die Produktstrategie liefern – entscheidend bleibt die konkrete technische Reifenausführung.

Muss ein Ganzjahresreifen für ein Elektroauto 3PMSF haben?

Die Elektroantriebsart ändert die Anforderungen der deutschen situativen Winterreifenregelung nicht.

Soll der Ganzjahresreifen bei entsprechenden winterlichen Straßenverhältnissen genutzt werden, ist die erforderliche winterliche Kennzeichnung entscheidend.

Bei modernen PKW-Ganzjahresreifen ist dafür insbesondere das:

Alpine-/3PMSF-Symbol

relevant.

Elektroauto oder Verbrenner macht bei dieser Kennzeichnung keinen Unterschied.

Warum ist Rekuperation ebenfalls eine Reifenbelastung?

Beim Rekuperieren wird das Fahrzeug über den elektrischen Antrieb verzögert und Bewegungsenergie zurückgewonnen.

Die dafür erforderlichen Verzögerungskräfte müssen ebenfalls über die Reifen auf die Fahrbahn übertragen werden.

Wie stark ein Reifen dadurch beansprucht wird, hängt unter anderem von:

  • Fahrzeug
  • Rekuperationsstrategie
  • Fahrstil
  • Fahrbahnbedingungen

ab.

Auch Rekuperation ändert nichts am Grundprinzip: Sämtliche Längskräfte müssen letztlich über die Reifenaufstandsfläche übertragen werden.

Warum bleibt das Bremssystem trotz Rekuperation wichtig?

Rekuperation ersetzt nicht in jeder Situation die mechanische Bremse.

Bei stärkeren Verzögerungen und abhängig von Fahrzeug, Batteriezustand und Fahrsituation wird zusätzlich beziehungsweise vollständig über die Radbremsen verzögert.

Für den Reifen bleibt die Aufgabe dieselbe:

Er muss die entstehenden Bremskräfte auf die Fahrbahn übertragen.

Warum ist Nasshaftung bei schweren Elektroautos besonders relevant?

Ein höheres Fahrzeuggewicht bedeutet bei Verzögerung entsprechend große Kräfte.

Deshalb ist eine gute Nassperformance ein wichtiges Auswahlkriterium.

Das EU-Reifenlabel kann mit seiner Nasshaftungsklasse eine erste Orientierung bieten.

Auch hier gilt: Die Nasshaftungsklasse bildet nicht sämtliche Nässeeigenschaften wie Aquaplaning oder Nasshandling vollständig ab.

Warum muss ein EV-Ganzjahresreifen auch im Sommer stabil bleiben?

Hohe Fahrzeuglast, hohe Antriebskräfte und sommerliche Fahrbahntemperaturen können die Profilblöcke stark beanspruchen.

Gleichzeitig besitzt ein Ganzjahresreifen Lamellen und winterliche Profilstrukturen.

Die Profilkonstruktion muss deshalb:

  • ausreichend Winterkanten bereitstellen
  • und bei Wärme trotzdem ausreichend stabil bleiben
Bei schweren oder leistungsstarken Elektrofahrzeugen wird dieser Zielkonflikt besonders interessant.

Warum muss derselbe Reifen im Winter flexibel bleiben?

Bei niedrigen Temperaturen darf die Gummimischung nicht so stark versteifen, dass die notwendige Anpassungsfähigkeit deutlich verloren geht.

Zusätzlich müssen Lamellen und Profilkanten auf Schnee arbeiten können.

Ein Ganzjahresreifen für ein Elektroauto muss deshalb dieselben großen Temperaturunterschiede bewältigen wie auf jedem anderen PKW – möglicherweise jedoch bei hoher Fahrzeuglast.

Welche Eigenschaften sind bei einem Elektroauto-Ganzjahresreifen wichtig?

Eigenschaft Warum relevant?
Tragfähigkeit Muss zu Fahrzeug- und Achslasten passen
Load Index Definiert die Tragfähigkeitsklasse der konkreten Reifenausführung
XL / HL Kann bei entsprechend hohen Lastanforderungen erforderlich sein
Rollwiderstand Beeinflusst den Energiebedarf des Fahrzeugs
Nasshaftung Wichtig für Brems- und Seitenführungskräfte auf nasser Fahrbahn
Profilstabilität Muss Gewicht und Antriebskräfte kontrolliert übertragen
Winterfunktion Ganzjahresreifen müssen auch bei Schnee und Kälte funktionieren
Geräusch Kann im leisen Elektrofahrzeug stärker wahrgenommen werden
Verschleiß Wird von Fahrzeuggewicht, Fahrweise, Reifen und Fahrwerk beeinflusst

Typische Irrtümer zu Ganzjahresreifen auf Elektroautos

Behauptung Richtige Einordnung
„Jedes Elektroauto braucht spezielle EV-Reifen.“ Nein. Entscheidend sind die technischen Anforderungen des konkreten Fahrzeugs und die Eignung des Reifens.
„Ein Reifen ohne EV-Schriftzug darf nicht aufs Elektroauto.“ Nein. Eine spezielle EV-Marketingkennzeichnung ist nicht grundsätzlich Voraussetzung.
„Elektroautos brauchen immer XL-Reifen.“ Nein. XL ist erforderlich, wenn die konkrete Fahrzeug- und Reifenkombination diese Last-Ausführung benötigt.
„Je niedriger der Rollwiderstand, desto besser der Reifen.“ Nein. Nasshaftung, Winterfunktion, Verschleiß und weitere Eigenschaften müssen ebenfalls stimmen.
„Ein energieeffizienter Reifen bestimmt allein die Reichweite.“ Nein. Geschwindigkeit, Temperatur, Heizung, Fahrstil und viele weitere Faktoren beeinflussen den Verbrauch.
„Elektroautos verschleißen Reifen grundsätzlich extrem schnell.“ Zu pauschal. Gewicht und hohe Antriebskräfte können den Verschleiß erhöhen, entscheidend sind aber auch Fahrweise, Reifendruck, Achsgeometrie und Reifenmodell.
„Rekuperation belastet die Reifen nicht.“ Doch. Auch diese Verzögerungskraft wird über die Reifen auf die Fahrbahn übertragen.
„Silent-Reifen sind automatisch EV-Reifen.“ Nein. Geräuschreduzierende Reifentechnologien können auch bei anderen Fahrzeugarten eingesetzt werden.
„3PMSF ist beim Elektroauto nicht erforderlich.“ Die winterliche Reifenanforderung hängt nicht von der Antriebsart ab.

Der richtige Reifen für ein Elektroauto wird nicht über einen EV-Schriftzug bestimmt

Eine spezielle EV-Bezeichnung kann Hinweise auf die Entwicklungsstrategie eines Herstellers geben.

Für die tatsächliche technische Eignung müssen jedoch die entscheidenden Daten stimmen:

  • Reifendimension
  • Load Index
  • Speed Symbol
  • gegebenenfalls XL oder HL
  • Winterkennzeichnung
  • weitere fahrzeugspezifische Anforderungen
Die Fahrzeuganforderungen sind entscheidend – nicht allein die Produktbezeichnung des Reifens.

Felgen und Kompletträder passend zum Fahrzeug finden

Neben einzelnen Ganzjahresreifen finden Sie bei FT-Reifen auch Felgen und Kompletträder für viele Fahrzeuge – darunter selbstverständlich auch zahlreiche Elektrofahrzeuge.

Über den Felgen- und Komplettradkonfigurator auf der FT-Reifen Startseite können Sie Ihr Fahrzeug auswählen und sich passende Felgen- und Komplettradlösungen anzeigen lassen.

Felgen- & Komplettradkonfigurator starten Fahrzeug auswählen und passende Felgen sowie Kompletträder finden.
Der Konfigurator dient zur Auswahl von Felgen und Kompletträdern. Einzelne Reifen werden über die jeweiligen Reifenkategorien ausgewählt.

PKW-Ganzjahresreifen bei FT-Reifen

Bei FT-Reifen finden Sie PKW-Ganzjahresreifen verschiedener Hersteller, Dimensionen und technischer Ausführungen.

Auch bei Elektroautos müssen insbesondere Reifengröße, Load Index, Speed Symbol, gegebenenfalls XL oder HL sowie die Winterkennzeichnung zur konkreten Fahrzeuganforderung passen.

PKW-Ganzjahresreifen ansehen Ganzjahresreifen nach Reifengröße, Hersteller und technischer Ausführung auswählen.

Häufige Fragen zu Ganzjahresreifen bei Elektroautos

Können Ganzjahresreifen auf Elektroautos gefahren werden?

Ja, sofern die konkrete Reifenausführung alle technischen Anforderungen des Fahrzeugs erfüllt.

Braucht ein Elektroauto spezielle EV-Reifen?

Nicht grundsätzlich. Entscheidend sind unter anderem Dimension, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitskategorie und weitere Fahrzeugvorgaben.

Müssen Elektroautos immer XL-Reifen fahren?

Nein. Ob eine XL-Ausführung erforderlich ist, hängt von Fahrzeug, Achslast und Reifengröße ab.

Was bedeutet HL bei Reifen?

HL steht für High Load und bezeichnet eine Reifenkategorie für besonders hohe Lastanforderungen innerhalb dafür vorgesehener Dimensionen.

Warum ist Rollwiderstand bei Elektroautos wichtig?

Rollwiderstand verursacht Energieverluste beim Abrollen. Diese Energie muss beim Elektrofahrzeug aus der Batterie bereitgestellt werden.

Beeinflussen Reifen die Reichweite?

Ja. Rollwiderstand, Reifendruck, Dimension und weitere Faktoren können den Energieverbrauch beeinflussen. Die Reichweite hängt jedoch zusätzlich von vielen Fahrzeug- und Umweltfaktoren ab.

Warum können Elektroautos Reifen stärker beanspruchen?

Hohes Fahrzeuggewicht und unmittelbar verfügbares Antriebsmoment können hohe Kräfte am Reifen erzeugen. Die tatsächliche Beanspruchung hängt aber stark von Fahrzeug und Fahrweise ab.

Verschleißen Reifen bei Elektroautos grundsätzlich schneller?

Nicht zwangsläufig. Fahrzeuggewicht, Leistung, Fahrstil, Reifenfülldruck, Achseinstellung und Reifenmodell beeinflussen den Verschleiß gemeinsam.

Was hat Rekuperation mit Reifen zu tun?

Die Verzögerungskräfte beim Rekuperieren werden ebenfalls über die Reifen auf die Fahrbahn übertragen.

Sind leise Reifen automatisch EV-Reifen?

Nein. Geräuschreduzierende Reifentechnologien können auch bei Verbrennern und Hybridfahrzeugen eingesetzt werden.

Braucht ein Elektroauto im Winter das Alpine-Symbol?

Die winterliche Reifenanforderung hängt nicht von der Antriebsart ab. Für entsprechend winterliche Straßenverhältnisse ist bei modernen Ganzjahresreifen die erforderliche Alpine-/3PMSF-Kennzeichnung maßgeblich.

Ist die beste Rollwiderstandsklasse automatisch die beste Wahl?

Nein. Ein Ganzjahresreifen muss zusätzlich Nasshaftung, Winterfunktion, Tragfähigkeit, Verschleiß und weitere Eigenschaften erfüllen.

Technischer Hinweis

Die Eignung eines Ganzjahresreifens für ein Elektrofahrzeug ergibt sich aus der konkreten Fahrzeug- und Reifenkombination.

Eine spezielle EV-Bezeichnung allein ist weder Voraussetzung noch Nachweis dafür, dass ein Reifen für jedes Elektrofahrzeug geeignet ist.

Entscheidend sind die zulässige Reifengröße, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitskategorie, gegebenenfalls XL- oder HL-Ausführung, Winterkennzeichnung und weitere fahrzeugspezifische Vorgaben.

Beim Elektroauto zählt die technische Eignung – nicht der EV-Schriftzug

Ganzjahresreifen können auch auf Elektrofahrzeugen sehr unterschiedliche Anforderungen innerhalb eines Reifens verbinden.

Besonders wichtig können dabei Tragfähigkeit, Profilstabilität, Rollwiderstand, Verschleiß, Geräusch und Winterfunktion sein.

Ein schweres und leistungsstarkes Elektroauto stellt andere Anforderungen als ein leichter Kleinwagen mit Elektroantrieb.

Deshalb ist die Aussage:

„Elektroautos brauchen spezielle Reifen“

zu pauschal.

Entscheidend ist vielmehr:

Passt die konkrete Reifenausführung mit Dimension, Load Index, Speed Symbol und den übrigen technischen Eigenschaften zum Fahrzeug?

Auch beim Ganzjahresreifen bleibt der Reifen ein Gesamtsystem aus:

Gummimischung → Profil → Karkasse → Tragfähigkeit → Rollwiderstand → Winterfunktion.

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