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FT Wissenswelt – PKW-Sommerreifen

EU-Reifenlabel bei Sommerreifen – Rollwiderstand, Nasshaftung und Geräusch richtig einordnen

Das EU-Reifenlabel soll wichtige Eigenschaften eines Reifens auf einen Blick vergleichbar machen. Bei PKW-Sommerreifen stehen dabei insbesondere Rollwiderstand beziehungsweise Energieeffizienz, Nasshaftung und externes Rollgeräusch im Mittelpunkt.

Das Label ist damit ein nützliches Vergleichswerkzeug – aber kein vollständiger Reifentest.

Rollwiderstand

Zeigt die Energieeffizienzklasse des Reifens auf einer Skala von A bis E.

Nasshaftung

Ordnet die definierte Nassbremsleistung ebenfalls in die Klassen A bis E ein.

Externes Rollgeräusch

Wird als Messwert in dB(A) und zusätzlich über eine Geräuschklasse von A bis C angegeben.

Das EU-Reifenlabel beantwortet wichtige Einzelfragen – es sagt aber nicht vollständig aus, welcher Sommerreifen insgesamt der beste ist.

Warum gibt es das EU-Reifenlabel?

Reifen besitzen viele technische Eigenschaften, die beim Kauf von außen kaum zu erkennen sind.

Das EU-Reifenlabel schafft deshalb eine einheitliche Vergleichsbasis für ausgewählte Eigenschaften.

Es soll dabei helfen, Reifen hinsichtlich:

  • Energieeffizienz
  • Sicherheit bei Nässe
  • externem Rollgeräusch

leichter miteinander zu vergleichen.

Das Label ist damit eine standardisierte Orientierungshilfe und keine vollständige Bewertung sämtlicher Reifeneigenschaften.

Welche Informationen stehen auf dem aktuellen EU-Reifenlabel?

Das aktuelle Label enthält mehrere Informationen zur konkreten Reifenausführung.

Dazu gehören unter anderem:

  • Hersteller beziehungsweise Marke
  • Reifentyp-Identifikator
  • Reifendimension
  • Load Index
  • Speed Symbol
  • Reifenklasse
  • Energieeffizienzklasse
  • Nasshaftungsklasse
  • externes Rollgeräusch in dB(A)
  • Geräuschklasse
  • QR-Code
Bei Reifen, die entsprechende Anforderungen erfüllen, können zusätzlich Schnee- beziehungsweise Eisgriffigkeitssymbole vorhanden sein.

Was bedeutet die Energieeffizienzklasse?

Die Energieeffizienzklasse des Reifenlabels basiert auf dem Rollwiderstand des Reifens.

Die Skala reicht von:

A B C D E

A steht dabei für die bessere Einstufung innerhalb der Labelskala, E für eine höhere Rollwiderstandseinstufung.

Die Energieeffizienzklasse beschreibt nicht die gesamte Qualität eines Sommerreifens, sondern einen bestimmten technischen Bereich.

Was ist Rollwiderstand?

Ein Reifen wird beim Abrollen ständig verformt.

Die Karkasse und die Lauffläche werden im Bereich der Aufstandsfläche belastet und nehmen anschließend wieder ihre ursprüngliche Form an.

Dabei geht ein Teil der eingesetzten Energie als Wärme verloren.

Dieser Energiebedarf gehört zum Rollwiderstand des Reifens.

Je geringer diese Verluste ausfallen, desto weniger Energie muss das Fahrzeug allein zur Überwindung der Reifenrollverluste bereitstellen.

Warum beeinflusst Rollwiderstand den Kraftstoff- oder Energieverbrauch?

Das Fahrzeug muss ständig Energie aufbringen, um unterschiedliche Fahrwiderstände zu überwinden.

Dazu gehören unter anderem:

  • Luftwiderstand
  • Steigungen
  • Beschleunigung
  • Rollwiderstand der Reifen

Ein Reifen mit geringerem Rollwiderstand kann deshalb zu einem niedrigeren Energiebedarf beitragen.

Der Reifen allein bestimmt den Kraftstoffverbrauch oder die Reichweite jedoch nicht.

Welche Rolle spielt Rollwiderstand bei Elektroautos?

Beim Elektrofahrzeug wird die zur Überwindung des Rollwiderstands benötigte Energie aus der Batterie bereitgestellt.

Deshalb kann die Energieeffizienz eines Reifens auch für die Reichweite interessant sein.

Die tatsächliche Reichweite hängt jedoch zusätzlich von vielen Faktoren ab:

  • Geschwindigkeit
  • Außentemperatur
  • Fahrweise
  • Heizung und Klimatisierung
  • Fahrzeuggewicht
  • Streckenprofil
  • Reifendruck
Eine bessere Rollwiderstandsklasse kann die Effizienz unterstützen, ist aber kein alleiniger Reichweitenwert.

Was bedeutet die Nasshaftungsklasse?

Die Nasshaftung wird ebenfalls in den Klassen:

A B C D E

dargestellt.

Sie beschreibt eine standardisiert geprüfte Eigenschaft des Reifens beim Bremsen auf nasser Fahrbahn.

Gerade bei Sommerreifen ist diese Information wichtig, weil Regen und nasse Straßen zu den typischen Einsatzbedingungen gehören.

Warum ist Nasshaftung für Sommerreifen so wichtig?

Bei Regen muss der Reifen weiterhin Brems-, Lenk- und Seitenführungskräfte übertragen.

Die tatsächliche Nassperformance entsteht dabei aus dem Zusammenspiel von:

  • Gummimischung
  • Profil
  • Reifenkontur
  • Aufstandsfläche

Das EU-Reifenlabel liefert dazu eine standardisierte Nasshaftungseinstufung.

Die Nasshaftungsklasse ist eine wichtige Information – sie bildet aber nicht alle Eigenschaften auf nasser Straße ab.

Was sagt die Nasshaftungsklasse nicht aus?

Das Reifenlabel zeigt nicht vollständig, wie sich ein Reifen in allen Nässe-Situationen verhält.

Es bewertet insbesondere nicht als eigene Labelklassen:

  • Aquaplaning längs
  • Aquaplaning quer
  • Nasshandling
  • Seitenführung auf nasser Fahrbahn
  • Lenkgefühl im Grenzbereich
Zwei Sommerreifen mit derselben Nasshaftungsklasse können deshalb bei Aquaplaning oder Nasshandling unterschiedlich reagieren.

Ist Nasshaftungsklasse A automatisch der beste Sommerreifen bei Regen?

Nein.

Klasse A zeigt eine sehr gute Einstufung innerhalb der definierten Labelprüfung.

Andere Eigenschaften werden dadurch jedoch nicht automatisch bewertet.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Aquaplaning
  • Kurvenverhalten
  • Trockenbremsen
  • Lenkpräzision
  • Verschleiß
Eine einzelne Labelklasse sollte deshalb nie mit einem vollständigen Qualitätsurteil gleichgesetzt werden.

Was bedeutet das externe Rollgeräusch?

Das Reifenlabel enthält zusätzlich einen Messwert für das externe Rollgeräusch.

Dieser Wert wird in:

dB(A)

angegeben.

Zusätzlich wird eine Geräuschklasse dargestellt:

A B C

Der Messwert beschreibt das Geräusch, das der Reifen nach außen abstrahlt – nicht direkt die Lautstärke, die der Fahrer im Innenraum wahrnimmt.

Warum ist externes Rollgeräusch nicht dasselbe wie Innenraumkomfort?

Das im Fahrzeug wahrgenommene Geräusch hängt nicht allein vom Reifen ab.

Einfluss haben beispielsweise:

  • Fahrzeugdämmung
  • Radhauskonstruktion
  • Fahrbahnbelag
  • Reifengröße
  • Reifenluftvolumen
  • Fahrzeuggeschwindigkeit
Ein Reifen mit niedrigem externem dB-Wert muss deshalb nicht in jedem Fahrzeug automatisch subjektiv der leiseste Reifen sein.

Warum werden Dezibelwerte nicht wie normale Zahlen wahrgenommen?

Die Dezibelskala ist logarithmisch aufgebaut.

Deshalb darf der Unterschied zwischen beispielsweise 69 und 72 dB(A) nicht so verstanden werden, als wären dies lediglich drei gleichartige lineare Einheiten.

Beim Vergleich reicht deshalb die reine Differenz der Zahlen nicht aus, um die subjektive Lautstärkewahrnehmung exakt vorherzusagen.

Was bedeutet der QR-Code auf dem EU-Reifenlabel?

Auf dem aktuellen EU-Reifenlabel befindet sich ein QR-Code.

Er führt zu den hinterlegten Produktinformationen des entsprechenden Reifentyps in der europäischen Produktdatenbank EPREL.

Dort können weitere Angaben zur konkreten Reifenausführung hinterlegt sein.

Der QR-Code verbindet das gedruckte beziehungsweise digitale Label mit den hinterlegten Produktdaten des Reifentyps.

Was ist EPREL?

EPREL ist die europäische Produktdatenbank für energieverbrauchsrelevante beziehungsweise entsprechend gekennzeichnete Produkte.

Auch Reifen sind dort erfasst.

Die Datenbank ermöglicht unter anderem die Suche nach:

  • Reifentyp
  • Reifendimension
  • Load Index
  • Speed Symbol
  • Energieeffizienzklasse
  • Nasshaftungsklasse
  • Rollgeräusch
Das Label und der EPREL-Eintrag gehören deshalb zusammen.

Warum kann dieselbe Reifenserie unterschiedliche Labelwerte besitzen?

Ein Reifenmodell wird häufig in vielen Größen und Ausführungen angeboten.

Eine Produktfamilie kann beispielsweise Varianten besitzen mit:

  • unterschiedlichen Reifendimensionen
  • unterschiedlichem Load Index
  • unterschiedlichem Speed Symbol
  • XL-Ausführungen
  • unterschiedlichen Fahrzeugkennzeichnungen

Dadurch können sich auch die jeweiligen Labelwerte unterscheiden.

Der Labelwert sollte deshalb immer zur konkreten Reifenausführung betrachtet werden – nicht nur zum Namen der Reifenserie.

Warum können zwei Größen desselben Sommerreifens unterschiedlich eingestuft sein?

Eine andere Reifengröße verändert unter anderem:

  • Reifenbreite
  • Querschnitt
  • Tragfähigkeit
  • Konstruktion
  • Profilgeometrie

Dadurch kann sich auch das Verhalten im jeweiligen Prüfverfahren verändern.

„Dieses Reifenmodell hat Klasse A“ ist deshalb ohne die konkrete Dimension nicht immer ausreichend präzise.

Warum kann eine XL-Version andere Labelwerte besitzen?

Eine XL- beziehungsweise Extra-Load-Ausführung kann konstruktiv anders ausgelegt sein als eine Standard-Load-Variante.

Das kann Unterschiede bei:

  • Karkasse
  • Tragfähigkeit
  • Materialeinsatz
  • Rollwiderstand

mit sich bringen.

Auch deshalb sollte das Label immer der exakten Artikel- und Reifenausführung zugeordnet werden.

Was sagt das EU-Reifenlabel über Trockenhaftung aus?

Keine eigene Labelklasse.

Das Label enthält keine separate Bewertung für:

  • Trockenbremsweg
  • Trockenhandling
  • Lenkpräzision
  • Kurvenstabilität auf trockener Straße
Gerade bei sportlichen Sommerreifen können diese Eigenschaften jedoch sehr wichtig sein.

Was sagt das EU-Reifenlabel über Aquaplaning aus?

Aquaplaning wird nicht als eigene Labelklasse dargestellt.

Die Wasserverdrängung eines Reifens hängt unter anderem ab von:

  • Profilgeometrie
  • Profiltiefe
  • Geschwindigkeit
  • Wassertiefe
  • Reifenbreite
Eine gute Nasshaftungsklasse darf deshalb nicht mit einer vollständigen Aquaplaning-Bewertung verwechselt werden.

Was sagt das EU-Reifenlabel über Laufleistung und Verschleiß aus?

Das aktuelle Reifenlabel besitzt keine eigene allgemeine Laufleistungsklasse für PKW-Sommerreifen.

Damit lässt sich aus dem Label nicht direkt ablesen, wie viele Kilometer ein Reifen im individuellen Fahrzeugbetrieb erreichen wird.

Die Laufleistung hängt zusätzlich ab von:

  • Gummimischung
  • Fahrzeug
  • Fahrweise
  • Reifendruck
  • Achsgeometrie
  • Fahrbahn
Ein guter Labelwert ist deshalb keine automatische Aussage über hohe Kilometerleistung.

Was sagt das Label über Komfort aus?

Auch für Federungskomfort und Abrollkomfort gibt es keine eigene Labelklasse.

Diese Eigenschaften werden unter anderem beeinflusst durch:

  • Seitenwandkonstruktion
  • Karkassensteifigkeit
  • Reifendimension
  • Fahrwerk
  • Reifenfülldruck
Das externe Rollgeräusch darf deshalb nicht als allgemeine Komfortnote verstanden werden.

Was sagt das Label über Sportlichkeit aus?

Keine der Labelklassen bewertet direkt, wie sportlich oder präzise sich ein Sommerreifen fährt.

Eigenschaften wie:

  • Lenkansprache
  • Seitenführung
  • Grenzbereich
  • Profilblockstabilität
  • Hochgeschwindigkeitsverhalten

werden durch das Label nicht vollständig dargestellt.

Ein Reifen mit sehr guten Labelwerten muss deshalb nicht automatisch der sportlichste Reifen seiner Größe sein.

Kann man Reifen nur nach dem Label kaufen?

Das Label kann eine wichtige erste Orientierung geben.

Für eine technisch sinnvolle Auswahl sollten jedoch weitere Eigenschaften berücksichtigt werden.

Dazu gehören unter anderem:

  • richtige Reifendimension
  • Load Index
  • Speed Symbol
  • Fahrzeuganforderungen
  • Fahrprofil
  • gewünschter Einsatzbereich
Das Label beantwortet ausgewählte Fragen – nicht die gesamte Reifenauswahl.

Warum sind Zielkonflikte bei Reifen wichtig?

Reifenentwickler müssen viele Eigenschaften miteinander verbinden.

Typische Zielkonflikte können bestehen zwischen:

  • Rollwiderstand und Haftung
  • Grip und Verschleiß
  • Profilstabilität und Komfort
  • Wasserverdrängung und Kontaktfläche
Deshalb darf eine Verbesserung eines einzelnen Labelwertes nicht automatisch als Verbesserung sämtlicher Reifeneigenschaften verstanden werden.

EU-Reifenlabel bei Sommerreifen im Überblick

Labelangabe Darstellung Was wird eingeordnet?
Energieeffizienz A bis E Rollwiderstand des Reifens
Nasshaftung A bis E Definierte Nassbremsleistung
Externes Rollgeräusch dB(A) + Klasse A bis C Nach außen abgegebenes Rollgeräusch
QR-Code QR-Symbol Verbindung zu den Produktdaten in EPREL
Reifendaten Größe, LI, SI und weitere Angaben Identifikation der konkreten Reifenausführung

Was das EU-Reifenlabel nicht vollständig zeigt

Eigenschaft Eigene Labelbewertung?
Trockenbremsen Nein
Trockenhandling Nein
Aquaplaning Keine eigene Labelklasse
Nasshandling Keine vollständige eigene Labelklasse
Laufleistung Keine allgemeine PKW-Labelklasse
Innenraumgeräusch Nein
Fahrkomfort Nein
Lenkpräzision Nein
Sportlichkeit Nein

Typische Irrtümer zum EU-Reifenlabel

Behauptung Richtige Einordnung
„Klasse A bedeutet bester Reifen.“ Nein. Klasse A beschreibt die beste Einstufung innerhalb der jeweiligen Labelkategorie, nicht die Gesamtqualität.
„Nasshaftung A bedeutet kein Aquaplaning.“ Nein. Aquaplaning wird nicht vollständig durch die Nasshaftungsklasse beschrieben.
„Ein leiser Reifen im Label ist innen automatisch leise.“ Nein. Das Label bewertet das externe Rollgeräusch.
„72 dB sind nur etwas lauter als 69 dB.“ Die Dezibelskala ist logarithmisch und darf nicht wie eine einfache lineare Zahlenskala gelesen werden.
„Alle Größen einer Reifenserie haben dieselben Labelwerte.“ Nein. Die Werte können sich je nach Dimension und Reifenausführung unterscheiden.
„Das Label zeigt die Laufleistung.“ Für PKW-Sommerreifen gibt es derzeit keine allgemeine Kilometer- oder Laufleistungsklasse auf dem Label.
„Ein A-Reifen beim Rollwiderstand verbraucht immer weniger als jeder B-Reifen.“ Die Klasse beschreibt die Reifenprüfung. Der reale Fahrzeugverbrauch wird zusätzlich von vielen weiteren Faktoren beeinflusst.
„Der QR-Code ist nur Werbung.“ Nein. Er führt zu den hinterlegten Produktinformationen des Reifentyps in EPREL.

Das EU-Reifenlabel ist ein Vergleichswerkzeug – kein Reifentest

Das Label liefert wertvolle Informationen zu ausgewählten Eigenschaften eines Sommerreifens.

Besonders interessant sind:

  • Rollwiderstand
  • Nasshaftung
  • externes Rollgeräusch

Andere Eigenschaften wie Trockenhandling, Aquaplaning, Laufleistung oder Fahrkomfort werden dadurch jedoch nicht vollständig beschrieben.

Für eine sinnvolle Reifenbeurteilung sollte das Label deshalb als Teil der technischen Gesamtinformation verstanden werden.

PKW-Sommerreifen bei FT-Reifen

Bei FT-Reifen finden Sie PKW-Sommerreifen verschiedener Hersteller, Dimensionen und technischer Ausführungen.

Das EU-Reifenlabel kann bei der Auswahl eine zusätzliche Orientierung bieten. Entscheidend bleiben jedoch auch Reifengröße, Load Index, Speed Symbol, Fahrzeuganforderungen und das persönliche Fahrprofil.

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Häufige Fragen zum EU-Reifenlabel bei Sommerreifen

Was zeigt das EU-Reifenlabel bei Sommerreifen?

Es zeigt unter anderem die Energieeffizienzklasse, die Nasshaftungsklasse, das externe Rollgeräusch, Reifendaten und einen QR-Code zum entsprechenden EPREL-Eintrag.

Welche Klassen gibt es beim Rollwiderstand?

Die aktuelle Skala reicht von A bis E.

Welche Klassen gibt es bei der Nasshaftung?

Auch die Nasshaftung wird von A bis E eingestuft.

Was bedeutet Klasse A?

A ist die beste Einstufung innerhalb der jeweiligen Labelkategorie. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Reifen in allen Eigenschaften der beste Reifen ist.

Was bedeutet die dB-Angabe?

Sie gibt das gemessene externe Rollgeräusch des Reifens in dB(A) an.

Ist externes Rollgeräusch dasselbe wie Innenraumgeräusch?

Nein. Die Geräuschwahrnehmung im Fahrzeug wird zusätzlich von Fahrzeugdämmung, Fahrbahn und weiteren Faktoren beeinflusst.

Was bedeutet der QR-Code?

Der QR-Code führt zu den hinterlegten Produktinformationen des entsprechenden Reifentyps in der europäischen EPREL-Datenbank.

Was sagt die Nasshaftungsklasse über Aquaplaning aus?

Sie bewertet Aquaplaning nicht vollständig. Ein Reifen kann eine sehr gute Nasshaftungsklasse besitzen und dennoch eine eigene Aquaplaning-Grenze haben.

Zeigt das Reifenlabel den Trockenbremsweg?

Nein. Trockenbremsen besitzt keine eigene Labelklasse.

Zeigt das Reifenlabel die Laufleistung?

Für PKW-Sommerreifen wird auf dem aktuellen Label keine allgemeine Laufleistungsklasse dargestellt.

Haben alle Größen einer Reifenserie dieselben Labelwerte?

Nicht unbedingt. Die Einstufungen können sich je nach Dimension und konkreter Reifenausführung unterscheiden.

Kann man den besten Sommerreifen allein am Label erkennen?

Nein. Das Label ist eine wichtige Orientierung, bildet aber nicht alle für die Reifenauswahl relevanten Eigenschaften ab.

Das EU-Reifenlabel zeigt wichtige Werte – aber nicht den ganzen Reifen

Das EU-Reifenlabel macht ausgewählte Eigenschaften von Sommerreifen leichter vergleichbar.

Besonders wichtig sind:

Rollwiderstand → Nasshaftung → externes Rollgeräusch.

Der QR-Code verbindet die konkrete Reifenausführung zusätzlich mit den hinterlegten Produktinformationen in EPREL.

Das Label beantwortet jedoch nicht jede Frage zum Reifen.

Eigenschaften wie Aquaplaning, Trockenhandling, Laufleistung, Lenkpräzision und Fahrkomfort werden dadurch nicht vollständig dargestellt.

Deshalb sollte die entscheidende Frage nicht lauten:

„Welcher Reifen hat überall den besten Buchstaben?“

Sondern:

„Welche Kombination aus Labelwerten, technischer Ausführung und Reifeneigenschaften passt zu meinem Fahrzeug und meinem tatsächlichen Einsatz?“

FT Reifen verbindet über 35 Jahre Erfahrung im Reifenhandel mit verständlichem Reifenwissen und praktischer Erfahrung.

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