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Oldtimer-Reifen verstehen – Diagonalreifen, Weißwandreifen, historische Felgen und H-Kennzeichen

FT WISSENSWELT · OLDTIMER & HISTORISCHE BEREIFUNG

Oldtimer-Reifen verstehen – Diagonalreifen, Weißwandreifen, historische Felgen und H-Kennzeichen

Oldtimer-Reifen verbinden historische Fahrzeugtechnik mit heutigen Anforderungen an Sicherheit, Fahrverhalten und Zulassung. Ob klassischer Diagonalreifen, Weißwandreifen, historische Radialbereifung oder mehrteilige Motorsportfelge: Bei älteren Fahrzeugen müssen Reifen und Felgen besonders sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.

Viele Oldtimer besitzen Reifengrößen und Felgenkonstruktionen, die sich von modernen Fahrzeugen unterscheiden. Hinzu kommen lange Standzeiten, besondere Montageanforderungen und die Frage, welche Bereifung zum historischen Erscheinungsbild und zum H-Kennzeichen passt.

Dieser FT-Reifen Ratgeber erklärt die wichtigsten technischen Unterschiede und hilft dabei, typische Fehler bei Auswahl, Umrüstung und Pflege zu vermeiden.

Über 35 Jahre Erfahrung Diagonal- & Radialreifen Weißwandreifen BBS E30 & mehrteilige Felgen DOT & H-Kennzeichen
Historische TechnikDiagonalreifen und klassische Radialreifen verstehen.
Originalität erhaltenReifengrößen und zeitgenössische Optik berücksichtigen.
Felgen richtig beurteilenSpeichenräder und mehrteilige Felgen unterscheiden.
Sicher unterwegsAlterung, Standplatten und Zulassung beachten.

Was unterscheidet Oldtimer-Reifen von modernen Reifen?

Oldtimer-Reifen sind Reifen, deren Dimensionen, Bauarten oder Gestaltung für historische Fahrzeuge geeignet sind. Dabei kann es sich um nach historischen Vorbildern gefertigte Neureifen handeln oder um klassische Reifenmodelle, die weiterhin angeboten werden.

Neben der technischen Eignung spielen bei historischen Fahrzeugen häufig auch zeitgenössische Proportionen, Profilgestaltung und Seitenwandoptik eine Rolle.

Historische Reifengrößen

Ältere Fahrzeuge verwenden teilweise Zollgrößen oder klassische metrische Bezeichnungen.

Diagonalreifen

Bei vielen frühen Fahrzeugen gehörten sie zur ursprünglichen technischen Ausstattung.

Klassische Radialreifen

Bei späteren Oldtimern und Youngtimern waren Radialreifen bereits serienmäßig verbreitet.

Weißwandreifen

Die helle Seitenwand prägt das Erscheinungsbild zahlreicher klassischer Fahrzeuge und US-Cars.

Schlauchbereifung

Historische Felgenkonstruktionen können weiterhin einen geeigneten Schlauch benötigen.

Besondere Felgen

Speichenräder und mehrteilige Motorsportfelgen erfordern eine auf die Konstruktion abgestimmte Montage.

FT-Reifen Fachwissen: Ein Reifen mit historischer Optik ist nicht automatisch technisch passend. Tragfähigkeit, Geschwindigkeitsfreigabe, Felgenzuordnung und Fahrzeugvorgaben müssen unabhängig vom Erscheinungsbild erfüllt sein.

Diagonalreifen oder Radialreifen – welche Bauart passt zum Oldtimer?

Die Reifenbauart beeinflusst das Fahrverhalten eines historischen Fahrzeugs. Besonders bei frühen Oldtimern ist die Unterscheidung zwischen Diagonal- und Radialreifen wichtig.

Merkmal Diagonalreifen Radialreifen
Karkassenaufbau Schräg verlaufende, sich kreuzende Karkasslagen Radial verlaufende Karkassfäden mit davon getrenntem Gürtelaufbau
Historische Verwendung Bei vielen frühen Fahrzeugen verbreitet Bei späteren Klassikern und Youngtimern verbreitet
Fahrverhalten Charakteristisch für die jeweilige historische Konstruktion Je nach Ausführung häufig präziseres Lenk- und Laufverhalten
Wärmeentwicklung Abhängig von Bauart, Belastung und Geschwindigkeit Bei geeigneter Auslegung häufig geringere Walkverluste
Originalität Kann für ältere Fahrzeuge die historisch passende Bauart sein Kann bei jüngeren Klassikern bereits der Originalausstattung entsprechen

Warum Diagonalreifen zum Fahrgefühl älterer Fahrzeuge gehören

Fahrwerke, Lenkungen und Radaufhängungen früher Fahrzeuge wurden häufig unter Berücksichtigung der damals üblichen Reifenbauarten entwickelt. Die Reifenkonstruktion kann deshalb Einfluss auf Rückmeldung, Lenkverhalten und Fahrkomfort haben.

Ein Wechsel zu einer anderen Reifenbauart verändert möglicherweise das Zusammenspiel zwischen Reifen und Fahrwerk.

Wann kann eine Umrüstung auf Radialreifen sinnvoll sein?

Eine Umrüstung kann bei geeigneten Fahrzeugen Vorteile bieten. Dafür müssen jedoch die zulässigen Dimensionen, Felgen, Tragfähigkeiten und das Fahrverhalten berücksichtigt werden.

Wichtig bei der Umrüstung: Diagonal- und Radialreifen dürfen nicht beliebig kombiniert werden. Fahrzeugfreigaben, zulässige Achskombinationen und gegebenenfalls erforderliche Abnahmen sind zu beachten. Unterschiedliche Reifenbauarten an derselben Achse sind grundsätzlich nicht zulässig.

Historische Reifengrößen verstehen – Zollangaben und klassische Dimensionen

Bei Oldtimern finden sich unterschiedliche Systeme zur Reifenkennzeichnung. Einige ältere Fahrzeuge verwenden Zollbezeichnungen, andere bereits metrische Größen.

Eine moderne Reifengröße lässt sich deshalb nicht allein durch eine einfache Umrechnung aus der historischen Bezeichnung bestimmen.

Klassische Zollgrößen

Historische Angaben können Reifenbreite und Felgennennmaß in Zoll enthalten. Die genaue Bedeutung richtet sich nach dem jeweiligen Bezeichnungssystem.

Ältere metrische Größen

Bei vielen europäischen Klassikern sind traditionelle metrische Größen verbreitet, deren Abmessungen von heutigen Reifenformaten abweichen können.

Historische Reifenproportionen

Seitenwandhöhe, Außendurchmesser und Profilgestaltung beeinflussen sowohl Optik als auch Fahrverhalten.

Moderne Ersatzbereifung

Eine alternative Dimension muss hinsichtlich Abrollumfang, Tragfähigkeit, Geschwindigkeit und Felgenpassung geprüft werden.

Warum der Außendurchmesser wichtig ist

Verändert sich der Abrollumfang, können sich unter anderem die tatsächliche Geschwindigkeit bei gleicher Tachoanzeige und die Fahrzeugübersetzung im Fahrbetrieb verändern.

Auch Freigängigkeit, Fahrzeughöhe und das Erscheinungsbild können betroffen sein.

FT-Reifen Empfehlung: Bei seltenen historischen Reifengrößen möglichst die vollständige bisherige Kennzeichnung, Fahrzeugdaten und Felgenabmessungen erfassen. Eine ähnlich aussehende Größe ist noch keine zulässige Ersatzbereifung.

Weißwandreifen – historische Optik, Bauarten und richtige Pflege

Weißwandreifen sind besonders bei klassischen US-Cars, Limousinen und historischen Fahrzeugen beliebt. Die weiße Seitenwand kann als breiter Weißwandbereich oder als schmaler Weißwandring ausgeführt sein.

Die Gestaltung muss zur jeweiligen Fahrzeugepoche passen, wenn eine möglichst originale oder zeitgenössische Optik gewünscht ist.

Warum Weißwandreifen verfärben können

Straßenschmutz

Schmutz, Staub und Rückstände können sich auf der hellen Oberfläche ablagern.

Bremsstaub

Partikel aus dem Bremsbetrieb können sichtbare Verschmutzungen verursachen.

Materialbedingte Verfärbungen

Bestandteile der Gummimischung oder Kontakt mit anderen Materialien können je nach Reifenaufbau Verfärbungen begünstigen.

Ungeeignete Reinigungsmittel

Aggressive Reiniger und Lösungsmittel können die Oberfläche angreifen.

Wie sollten Weißwandreifen gereinigt werden?

Für die Reinigung sollten geeignete, vom Reifenhersteller freigegebene Produkte und weiche Reinigungswerkzeuge verwendet werden. Hartes Scheuern und aggressive Lösungsmittel können die Oberfläche beschädigen.

Nach der Reinigung sollten Rückstände vollständig entfernt und die Reifen auf sichtbare Schäden geprüft werden.

Vorsicht bei nachträglichen Weißwandringen: Aufgesetzte oder zwischen Reifen und Felge befestigte Zierelemente sind nicht mit einem konstruktiv integrierten Weißwandreifen gleichzusetzen. Ihre Verwendung muss technisch zulässig sein und darf Reifenwulst, Seitenwand oder Felgensitz nicht beeinträchtigen.

Schlauchreifen, Speichenräder und historische Stahlfelgen

Bei vielen klassischen Fahrzeugen sind Reifen und Felgen ursprünglich für den Betrieb mit Schlauch vorgesehen. Besonders historische Speichenräder und bestimmte ältere Stahlfelgen besitzen Konstruktionen, die sich von modernen schlauchlosen Rad-Reifen-Systemen unterscheiden.

TT und TL bei Oldtimer-Reifen

TT – Tube Type

Der Reifen ist für den Betrieb mit einem passenden Schlauch vorgesehen. Schlauchgröße, Ventil und Felgenkonstruktion müssen geeignet sein.

TL – Tubeless

Der Reifen ist grundsätzlich für schlauchlosen Betrieb ausgelegt. Die Felge muss dafür geeignet und entsprechend freigegeben sein.

Besonderheiten klassischer Speichenräder

Bei traditionellen Speichenrädern können Speichennippel im Felgenbett liegen. Je nach Konstruktion sind deshalb geeignete Schutzbänder und Schläuche erforderlich.

Es existieren auch spezielle schlauchlose Speichenradkonstruktionen. Entscheidend ist immer die konkrete technische Ausführung.

Warum der Zustand alter Stahlfelgen wichtig ist

Korrosion, beschädigte Felgenhörner, scharfe Kanten und verformte Bereiche können Reifen oder Schläuche beeinträchtigen.

FT-Reifen Praxiswissen: Wiederkehrender Luftverlust muss nicht ausschließlich vom Reifen stammen. Auch Schlauch, Ventil, Felgenzustand oder die Abdichtung einer schlauchlosen Kombination können die Ursache sein.
Wichtig: Nicht jeder TL-Reifen ist automatisch für Schlauchbetrieb geeignet. Ebenso darf nicht jede historische Felge schlauchlos betrieben werden. Reifen- und Felgenherstellerangaben müssen berücksichtigt werden.

BBS E30 und mehrteilige Motorsportfelgen – besondere Technik bei klassischen Fahrzeugen

Mehrteilige Felgen gehören zur Geschichte zahlreicher klassischer Sportwagen und Rennfahrzeuge. Bekannte Beispiele sind bestimmte BBS RS Ausführungen und die BBS E30 Motorsportfelge.

Solche Räder unterscheiden sich konstruktiv von vielen modernen einteiligen Aluminiumfelgen. Die jeweilige Bauart bestimmt, welche Arbeiten bei Reifenmontage, Reparatur und Abdichtung erforderlich sind.

Wie sind mehrteilige Felgen aufgebaut?

Felgenstern

Der zentrale Bereich verbindet das Rad mit der Radnabe und überträgt die auftretenden Kräfte.

Innen- und Außenbett

Je nach Konstruktion bilden mehrere Felgenkomponenten die Reifenaufnahme.

Verschraubungen

Verbindungselemente halten die vorgesehenen Felgenkomponenten zusammen.

Abdichtung

Bei schlauchlosen mehrteiligen Ausführungen können spezielle Dichtsysteme erforderlich sein.

Empfindliche Oberflächen

Polierte Felgenbetten und historische Oberflächen erfordern eine schonende Behandlung.

Modellspezifische Konstruktion

Montageverfahren und Ersatzteile unterscheiden sich zwischen verschiedenen Felgentypen.

Warum die Reifenmontage besondere Fachkenntnisse erfordert

Bei bestimmten mehrteiligen Motorsportfelgen unterscheidet sich die Montage deutlich von der Arbeit an gewöhnlichen einteiligen Felgen. Abhängig von der Konstruktion können spezielle Verfahren oder eine fachgerechte Demontage von Felgenkomponenten notwendig sein.

Eine pauschale Vorgehensweise für sämtliche mehrteiligen Felgen gibt es nicht. Entscheidend sind die jeweiligen Herstellervorgaben.

Dichtungen und Schrauben richtig beurteilen

Dichtringe, Dichtflächen und Verbindungselemente können durch Alterung, Korrosion oder frühere unsachgemäße Arbeiten beeinträchtigt sein.

Ob Dichtungen oder Schrauben wiederverwendet werden dürfen, hängt vom konkreten Felgensystem und den Herstellervorgaben ab. Insbesondere vorgeschriebene Einmalverbindungen müssen entsprechend ersetzt werden.

Wichtiger FT-Reifen Sicherheitshinweis: Mehrteilige Felgen dürfen nicht ohne geeignete Fachkenntnisse zerlegt, verändert oder wieder zusammengesetzt werden. Falsche Schrauben, ungeeignete Dichtmittel oder fehlerhafte Montage können zu Undichtigkeiten oder strukturellen Schäden führen. Es gelten ausschließlich die modellspezifischen Herstellervorgaben.
FT-Reifen Praxiswissen: Gerade bei historischen Motorsportfelgen sollten vor der Montage Felgentyp, Aufbau, Dichtsystem und vorhandene Beschädigungen eindeutig festgestellt werden. Die Bezeichnung „mehrteilig“ allein sagt noch nichts darüber aus, welches Montageverfahren zulässig ist.

DOT-Nummer und Reifenalter – warum wenig Kilometer nicht automatisch sichere Reifen bedeuten

Oldtimer werden häufig nur saisonal gefahren. Dadurch besitzen manche Reifen auch nach vielen Jahren noch eine hohe Profiltiefe.

Reifen altern jedoch unabhängig von ihrer Laufleistung. Temperatur, UV-Strahlung, Feuchtigkeit, Belastung und Lagerbedingungen beeinflussen die Materialeigenschaften.

Was bedeutet die DOT-Kennzeichnung?

Bei Reifen mit vierstelliger Produktionsdatumskennzeichnung geben die letzten vier Ziffern die Produktionswoche und das Produktionsjahr an.

Beispiel: Die Kennzeichnung 1522 bedeutet Herstellung in der 15. Kalenderwoche des Jahres 2022. Bei sehr alten Reifen können abweichende frühere Kennzeichnungssysteme vorkommen.

Welche Alterungserscheinungen sind besonders wichtig?

Risse in der Seitenwand

Rissbildung kann auf Alterung oder andere Beanspruchungen hinweisen.

Verhärtung

Die Materialeigenschaften können sich über längere Zeit verändern.

Verformungen

Standplatten oder andere dauerhafte Verformungen können das Fahrverhalten beeinträchtigen.

Strukturelle Schäden

Beulen, Ablösungen und auffällige Beschädigungen müssen fachgerecht beurteilt werden.

Wichtig: Die DOT-Nummer allein entscheidet nicht über die Verkehrssicherheit eines Reifens. Alter, Zustand, Nutzung und Herstellervorgaben müssen gemeinsam beurteilt werden. Eine geringe Laufleistung ist kein Nachweis für einen sicheren Reifen.

Standplatten bei Oldtimer-Reifen – Ursachen und Vorbeugung

Viele Oldtimer verbringen mehrere Monate in der Garage. Steht ein Fahrzeug lange auf derselben Reifenaufstandsfläche, kann sich die Reifenkontur vorübergehend oder dauerhaft verändern.

Wie entstehen Standplatten?

Bei längerer Standzeit wird derselbe Reifenbereich kontinuierlich belastet. Niedriger Luftdruck, ungünstige Temperaturen und bestimmte Reifenbauarten können das Auftreten von Standplatten begünstigen.

Vorübergehende Verformung

Leichte Standplatten können sich während des Fahrbetriebs teilweise zurückbilden.

Dauerhafte Verformung

Bei anhaltendem unrundem Lauf kann eine fachliche Prüfung oder ein Reifenwechsel erforderlich sein.

Vibrationen

Standplatten können sich durch Lenkradvibrationen oder unruhigen Fahrzeuglauf bemerkbar machen.

Reifenalterung

Ältere und vorgeschädigte Reifen können auf längere Standzeiten empfindlicher reagieren.

Wie lassen sich Standplatten reduzieren?

Der vom Hersteller empfohlene Reifenfülldruck, geeignete Lagerbedingungen und eine sachgerechte Entlastung bei längeren Stillstandszeiten können helfen. Dabei müssen die Empfehlungen des Fahrzeug- und Reifenherstellers berücksichtigt werden.

FT-Reifen Praxiswissen: Ein unrunder Lauf nach längerer Standzeit muss nicht ausschließlich auf einen Standplatten zurückzuführen sein. Auch Felgenschlag, ungleichmäßiger Reifensitz oder andere technische Ursachen können ähnliche Symptome verursachen.

H-Kennzeichen, TÜV und Oldtimer-Reifen – was ist zulässig?

Bei Fahrzeugen mit H-Kennzeichen ist neben der technischen Sicherheit auch die historische Einstufung relevant. Die Bereifung sollte zum Fahrzeug und zur jeweiligen Epoche passen.

Für die Oldtimer-Einstufung gelten die einschlägigen Anforderungen, insbesondere nach § 23 StVZO und der dazugehörigen Begutachtungsrichtlinie.

Drei Fragen müssen getrennt beantwortet werden

1. Technische Zulässigkeit

Entsprechen Größe, Tragfähigkeit, Geschwindigkeit und Felgenkombination den geltenden Anforderungen?

2. Historische Eignung

Passt die Bereifung zur Fahrzeughistorie und zu den Kriterien für die Oldtimer-Einstufung?

3. Abnahme oder Eintragung

Ist die Kombination bereits zulässig oder wird eine zusätzliche technische Prüfung benötigt?

Ist ein moderner Reifen mit H-Kennzeichen erlaubt?

Ein H-Kennzeichen bedeutet nicht, dass ausschließlich Reifen aus der ursprünglichen Herstellungszeit verwendet werden dürfen. Moderne Neureifen können geeignet sein, wenn die technischen Anforderungen und die Kriterien der historischen Einstufung erfüllt werden.

Was gilt bei anderen Reifengrößen oder Felgen?

Bei Änderungen können unter anderem Freigängigkeit, Abrollumfang, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitsindex und die historische Einordnung geprüft werden müssen.

FT-Reifen Hinweis: Eine Reifen- oder Felgenumrüstung ist nicht allein deshalb zulässig, weil sie optisch zeitgenössisch erscheint. Vor dem Kauf sollten bei unklaren Kombinationen die Fahrzeugunterlagen und gegebenenfalls die zuständige Prüforganisation einbezogen werden.

Oldtimer-Reifen richtig auswählen – praktische Kaufberatung

Bei historischen Fahrzeugen sollten vor dem Reifenkauf möglichst vollständige Angaben zum Fahrzeug und zur vorhandenen Rad-Reifen-Kombination vorliegen.

Prüfpunkt Warum wichtig?
Fahrzeughersteller und Modell Grundlage für die technische Zuordnung
Baujahr und Ausführung Historische Fahrzeugvarianten können unterschiedliche Bereifungen besitzen
Reifengröße Abgleich der vorgesehenen Dimension
Reifenbauart Diagonal- oder Radialreifen entsprechend der zulässigen Kombination
Tragfähigkeit und Geschwindigkeit Einhaltung der technischen Mindestanforderungen
Felgenabmessungen Prüfung der Reifen-Felgen-Kompatibilität
Schlauchbetrieb Berücksichtigung von TT/TL, Felge, Schlauch und Ventil
H-Kennzeichen Historische Eignung und gegebenenfalls notwendige Abnahme

Welche Unterlagen und Fotos helfen bei seltenen Oldtimer-Reifen?

Hilfreich sind die Fahrzeugpapiere, die vollständige Reifenkennzeichnung, Angaben zur Felge und gegebenenfalls vorhandene Gutachten oder historische Fahrzeugunterlagen.

Bei besonderen Felgen können Fotos der Vorder- und Rückseite sowie vorhandene Kennzeichnungen die Zuordnung erleichtern.

FT-Reifen Empfehlung: Bei historischen Fahrzeugen immer zuerst die technische Eignung prüfen. Originalgetreue Optik, passende Reifengröße und rechtliche Zulässigkeit sollten gemeinsam berücksichtigt werden.

Reifen mit historischer Profilgestaltung

Ein klassisches Profil kann zum Erscheinungsbild eines Oldtimers beitragen. Die technische Eignung richtet sich dennoch nach den konkreten Reifendaten.

Reifenmischung und Fahrverhalten

Auch bei optisch historischen Neureifen können sich Konstruktion und Materialeigenschaften von damaligen Originalreifen unterscheiden. Das Fahrverhalten sollte deshalb nicht allein anhand der Profiloptik beurteilt werden.

Empfindliche Felgenoberflächen

Historische Aluminium- und Speichenfelgen können empfindliche Oberflächen besitzen. Eine fachgerechte Montage mit geeigneter Ausrüstung hilft, Beschädigungen zu vermeiden.

Nach längerer Standzeit

Vor der ersten Fahrt sollten Reifenfülldruck, sichtbarer Zustand, Ventile und gegebenenfalls die gesamte Rad-Reifen-Kombination geprüft werden.

Weiterführendes Reifenwissen für Oldtimer und Youngtimer

Weitere technische Zusammenhänge rund um Reifenbauarten, Kennzeichnungen und Konstruktionen erklären wir in unserer FT Wissenswelt.

Oldtimer-Reifen kaufen – passende historische Bereifung entdecken

Ob klassischer Diagonalreifen, Weißwandreifen oder historische Radialbereifung: Bei FT-Reifen finden Sie Reifenlösungen für unterschiedliche Oldtimer und Youngtimer.

Vor der Auswahl sollten Reifengröße, Bauart, Felgenpassung und Fahrzeugvorgaben geprüft werden.

Häufige Fragen zu Oldtimer-Reifen

1. Darf ich bei meinem Oldtimer Diagonalreifen durch Radialreifen ersetzen?

Eine Umrüstung kann bei geeigneten Fahrzeugen möglich sein. Dafür müssen Reifengröße, Felgenpassung, Tragfähigkeit, Fahrverhalten und die Fahrzeugvorgaben geprüft werden. Gegebenenfalls ist eine technische Abnahme erforderlich.

2. Sind Weißwandreifen für ein H-Kennzeichen erlaubt?

Weißwandreifen können bei historisch passenden Fahrzeugen geeignet sein. Entscheidend sind die technische Zulässigkeit und die Kriterien für die Oldtimer-Einstufung. Die weiße Seitenwand allein begründet keine Zulässigkeit.

3. Wie alt dürfen Oldtimer-Reifen sein?

Für gewöhnliche Oldtimer-Pkw gibt es keine allgemeine gesetzliche Altersgrenze allein aufgrund des Reifenalters. Entscheidend sind Zustand, Verkehrssicherheit und gegebenenfalls besondere Anforderungen. Sichtbare Schäden und Alterungserscheinungen müssen ernst genommen werden.

4. Warum benötigen BBS E30 und andere mehrteilige Felgen besondere Aufmerksamkeit?

Je nach Konstruktion besitzen sie mehrere Felgenkomponenten, Schraubverbindungen und spezielle Dichtsysteme. Montage und Reparatur müssen nach den jeweiligen Herstellervorgaben durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

5. Was muss ich beim Kauf einer historischen Reifengröße beachten?

Wichtig sind die vollständige Reifengröße, Bauart, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitsfreigabe, Felgenpassung und die Fahrzeugunterlagen. Eine moderne Ersatzgröße muss technisch und rechtlich geeignet sein.

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Unsere drei zentralen FT-Reifen Welten verbinden technisches Reifenwissen mit praktischen Erfahrungen und Informationen über Reifenhersteller.

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Oldtimer-Reifen – historische Optik und technische Sicherheit verbinden

Die richtige Bereifung eines Oldtimers berücksichtigt mehr als nur die passende Reifengröße. Reifenbauart, historische Originalität, Felgenkonstruktion, Alterungszustand und rechtliche Anforderungen müssen zusammenpassen.

Ob Diagonalreifen, Weißwandreifen, klassische Radialreifen oder besondere Motorsportfelgen: Eine sorgfältige technische Prüfung hilft, historische Fahrzeuge sicher und möglichst originalgetreu zu erhalten.

FT-Reifen verbindet über 35 Jahre Erfahrung im Reifenhandel mit technischem Fachwissen und praxisorientierter Beratung.

FT-Reifen – der Reifenhändler, der sein Wissen teilt.

Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen technischen Orientierung. Maßgeblich sind Fahrzeugpapiere, gegebenenfalls CoC-Unterlagen, Herstellerfreigaben und die geltenden technischen und rechtlichen Anforderungen. Bei Änderungen an historischen Rad-Reifen-Kombinationen kann eine Begutachtung durch eine zuständige Prüforganisation erforderlich sein.