MPT-Reifen mit ungleichmäßigem Verschleiß, Sägezahn und Auswaschungen richtig beurteilen
FT Praxiswelt – MPT-Reifen
MPT-Reifen mit ungleichmäßigem Verschleiß, Sägezahn und Auswaschungen richtig beurteilen
Ungleichmäßiger Verschleiß an MPT-Reifen entsteht häufig aus dem Zusammenspiel von Reifenfülldruck, Achslast, Fahrwerk, Achsgeometrie, Antriebs- und Bremskräften sowie dem tatsächlichen Einsatz des Fahrzeugs.
Gerade grobstollige MPT-Profile können Verschleißbilder zeigen, die optisch deutlich stärker wirken als bei klassischen Straßenreifen. Deshalb sollte nicht jede abgerundete, stufige oder unterschiedlich belastete Profilkante sofort als Reifenfehler eingeordnet werden.
Verschleißbild als Hinweis auf das Gesamtsystem verstehen
Reifen
Profilkonstruktion, Reifenfülldruck und Karkasse beeinflussen Aufstandsfläche und Bewegung der Profilblöcke.
Fahrzeug
Achsgeometrie, Lager, Fahrwerk und Radführung beeinflussen die Kräfte am Reifen.
Einsatz
Asphalt, Gelände, Baustelle, Rangieren und hohe Lasten erzeugen sehr unterschiedliche Verschleißbedingungen.
Ungleichmäßiger MPT-Reifenverschleiß ist ein Hinweis auf den Betriebszustand des gesamten Fahrzeugs. Reifenfülldruck, Achsgeometrie, Radführung, Last, Untergrund und Einsatz müssen gemeinsam betrachtet werden.
Warum MPT-Reifen unterschiedliche Verschleißbilder entwickeln
Typische Untergründe
- Asphalt
- Beton
- Schotter
- Baustelle
- Gelände
- unbefestigte Wege
Typische Belastungen
- hohe Achslasten
- starke Antriebskräfte
- Bremskräfte
- Lenk- und Scherkräfte
- häufiges Rangieren
- wechselnde Aufbauten
Große Profilblöcke können sich unter Last stärker bewegen, verkanten und an ihren Vorder- oder Hinterkanten unterschiedlich abnutzen.
Gleichmäßiger Verschleiß bedeutet nicht identische Blockkanten
Bei grobstolligen MPT-Reifen müssen nicht alle Profilblöcke exakt gleich aussehen. Je nach Laufrichtung, Achsposition und Belastung können sich einzelne Kanten unterschiedlich abrunden.
Noch nicht automatisch auffällig
- leichte Abrundung einzelner Blockkanten
- gleichmäßige laufleistungsbedingte Abnutzung
- ähnliches Verschleißbild links und rechts
Genauer prüfen
- eine Schulter deutlich stärker
- starke Stufenbildung
- lokale Mulden
- stark unterschiedliche Reifen derselben Achse
Sägezahnbildung bei MPT-Reifen
Beim sogenannten Sägezahn verschleißt eine Kante eines Profilblocks stärker als die gegenüberliegende Kante. Das Profil fühlt sich in einer Richtung vergleichsweise glatt und in der anderen deutlich stufig an.
Antriebs- und Bremskräfte
Können Profilblöcke bei jedem Kontakt mit dem Untergrund in eine bevorzugte Richtung belasten.
Achsgeometrie
Spur und weitere fahrzeugseitige Einflüsse können die Blockbelastung verändern.
Einsatzprofil
Hoher Straßenanteil, Rangieren und eine grobe Profilgestaltung können Sägezahnbildung begünstigen.
Die Ursache kann aus mehreren Faktoren gleichzeitig entstehen und sollte nicht automatisch dem Reifen selbst zugeschrieben werden.
Vorderachse: Lenk-, Brems- und Scherkräfte berücksichtigen
Auf der Vorderachse eines MPT-Fahrzeugs wirken neben der Radlast insbesondere Lenk- und Seitenführungskräfte.
Typische Kräfte
- Lenkkräfte
- Bremskräfte
- Seitenführung
- Scherkräfte beim Rangieren
Bei Geräteträgern zusätzlich
- Schneepflug
- Frontmähwerk
- weitere Frontanbaugeräte
- stark erhöhte Vorderachslast
Ein Vorderreifen kann dadurch ein deutlich anderes Verschleißbild entwickeln als derselbe Reifentyp auf der Hinterachse.
Hinterachse und Antriebskräfte
Auf angetriebenen Achsen wirken zusätzliche Zug- und Schlupfkräfte auf die Profilblöcke.
Drehmoment
Hohe Antriebskräfte belasten die Profilblöcke besonders beim Anfahren und Arbeiten.
Schlupf
Auf losem Untergrund kann stärkerer Schlupf die Blockkanten zusätzlich abtragen.
Beladung
Hohe Hinterachslast erhöht die Kontaktkräfte zwischen Reifen und Untergrund.
Stärkerer Schulterverschleiß
Ein deutlich stärkerer Verschleiß an beiden Reifenschultern kann unter anderem mit zu niedrigem Reifenfülldruck zusammenhängen.
Mögliche Zusammenhänge
- zu niedriger Reifenfülldruck
- starke Walkarbeit
- hohe Radlast
- Kurven- und Rangierbelastung
- Geländeeinsatz
Zusätzlich prüfen
- Achsgeometrie
- tatsächliche Achslast
- Einsatzbereich
- Reifenherstellerangaben
Schulterverschleiß kann mehrere Ursachen haben. Der tatsächliche Reifenfülldruck muss gemessen und passend zu Last und Einsatz beurteilt werden.
Stärkere Abnutzung in der Reifenmitte
Ein stärker verschlissener mittlerer Laufflächenbereich kann unter bestimmten Betriebsbedingungen mit einem zu hohen Reifenfülldruck zusammenhängen.
Reifenfülldruck
Ein hoher Betriebsdruck verändert Aufstandsfläche und Reifenverformung.
Straßenanteil
Lange Fahrten auf festem Untergrund können den mittleren Profilbereich stärker beanspruchen.
Profilkonzept
Bei groben MPT-Reifen ist das Verschleißbild nicht immer so eindeutig interpretierbar wie bei Straßenreifen.
Auch Mittelverschleiß sollte immer zusammen mit Reifenfülldruck, Achslast, Profilkonstruktion und Einsatz bewertet werden.
Einseitiger Verschleiß innen oder außen
Ist nur eine Seite der Lauffläche deutlich stärker abgenutzt, sollte die Fahrzeuggeometrie genauer geprüft werden.
Mögliche Ursachen
- Spurabweichung
- Sturz beziehungsweise Achsgeometrie
- verschlissene Lager
- Radführungsproblem
- verformte Fahrwerks- oder Achsteile
Wichtig
Ein neuer MPT-Reifen wird bei unveränderter Ursache häufig erneut ein ähnliches Verschleißbild entwickeln.
Bei stark einseitigem Verschleiß sollte vor oder spätestens mit dem Reifenwechsel die fahrzeugseitige Ursache geklärt werden.
Auswaschungen und Muldenverschleiß
Bei sogenannten Auswaschungen sind einzelne Bereiche des Reifenprofils stärker abgetragen als benachbarte Bereiche. Es entsteht ein welliges oder muldenförmiges Verschleißbild.
Fahrwerk
Schwache oder beschädigte Dämpfung kann den Bodenkontakt des Rades verändern.
Radlager und Führung
Spiel kann zusätzliche Bewegungen des Rades ermöglichen.
Rundlauf und Unwucht
Periodische Radbewegungen können bestimmte Laufflächenbereiche stärker beanspruchen.
Reifen, Felge, Radlager, Fahrwerk und Radbalance sollten gemeinsam betrachtet werden.
Unwucht kann ungleichmäßigen Verschleiß mit begünstigen
Eine deutliche Massenunwucht kann das Rad in bestimmten Geschwindigkeitsbereichen periodisch stärker belasten.
Mögliche Wirkung
- zusätzliche Schwingung
- ungleichmäßiger Bodenkontakt
- periodisch wechselnde Radlast
- lokaler Profilverschleiß
Vorher aber prüfen
- Reifenrundlauf
- Felgenrundlauf
- Wulstsitz
- Standverformung
Vor dem Auswuchten sollte zuerst geklärt werden, ob das Rad geometrisch sauber läuft.
Höhenschlag und Standplatten können Verschleißmuster erzeugen
Wenn ein Rad bei jeder Umdrehung an derselben Stelle stärker belastet wird, kann sich dies langfristig auch im Profil zeigen.
Reifen-Höhenschlag
Kann zu einer periodisch wechselnden Aufstandsbelastung führen.
Felgen-Höhenschlag
Überträgt seine Geometrie auf den montierten Reifen.
Standverformung
Kann nach längeren Standzeiten zunächst oder dauerhaft einen lokalen Rundlauffehler erzeugen.
Stark begrenzte Verschleißstellen sollten Anlass sein, Reifen und Felge auf geometrische Auffälligkeiten zu kontrollieren.
Falscher Reifenfülldruck beeinflusst mehrere Verschleißbilder
Zu wenig Druck kann begünstigen
- stärkere Schulterbeanspruchung
- höhere Walkarbeit
- Erwärmung
- stärkere Profilblockbewegung
Zu viel Druck kann begünstigen
- veränderte Aufstandsfläche
- härteres Abrollen
- stärkere Belastung mittlerer Profilbereiche
- geringere Bodenanpassung
Der passende Betriebsdruck richtet sich nach Reifen, tatsächlicher Achslast, Geschwindigkeit und Einsatz.
Achslast und Fahrzeugaufbau mit in die Diagnose nehmen
Ein Geräteträger kann je nach Jahreszeit und Arbeitsaufgabe völlig unterschiedliche Radlasten und Verschleißbedingungen besitzen.
Frontlast
Schneepflug oder Mähgerät kann die Vorderreifen erheblich stärker beanspruchen.
Hecklast
Streuer, Kran oder Transportaufbau kann die Hinterachse stärker belasten.
Wechselnde Ladung
Kann die tatsächliche Aufstandsbelastung während des Einsatzes verändern.
Das Verschleißbild sollte immer zum tatsächlichen Fahrzeugeinsatz und nicht nur zum Fahrzeugmodell eingeordnet werden.
Hoher Straßenanteil verändert grobe MPT-Profile
Ein grobes Traktionsprofil wird auf Asphalt anders belastet als auf lockerem Untergrund.
Mögliche Folgen
- stärkere Abrundung der Profilblöcke
- Sägezahnbildung
- schnellere Profilabnutzung
- verändertes Laufgeräusch
Besonders relevant bei
- langen Straßenfahrten
- höherer Geschwindigkeit
- stark grobstolligen Profilen
- hoher Fahrzeuglast
Ein Profil, das stark auf Traktion und Gelände ausgelegt ist, kann bei überwiegendem Straßeneinsatz ein anderes Verschleißbild entwickeln.
Häufiges Rangieren belastet Profilblöcke stark
Kommunal- und Arbeitsfahrzeuge rangieren häufig auf Asphalt, Beton oder befestigten Betriebshöfen.
Lenkkräfte
Profilblöcke werden bei eingeschlagenen Rädern seitlich stark verschoben.
Scherkräfte
Bei geringer Fahrgeschwindigkeit und hoher Radlast können große Kräfte in der Aufstandsfläche entstehen.
Antrieb
Zusätzliche Zugkräfte können Blockkanten bei häufigem Vor- und Zurücksetzen stärker abtragen.
Starker Profilblockverschleiß an einem häufig rangierenden Kommunalfahrzeug sollte immer im Zusammenhang mit dem tatsächlichen Arbeitsablauf betrachtet werden.
Links und rechts unterschiedlich verschlissene Reifen
Unterscheiden sich die Reifen derselben Achse deutlich, sollte nicht automatisch von normalem Verschleiß ausgegangen werden.
Links und rechts vergleichen
- Reifenfülldruck
- Profiltiefe
- Profilform
- Temperatur
- sichtbare Schäden
Fahrzeugseitig prüfen
- Radlast
- Achsgeometrie
- Radlager
- Bremsanlage
- Felgenzustand
Wenn beide Reifen derselben Achse denselben Einsatz haben, ist ein großer Unterschied ein sinnvoller Anlass für eine technische Ursachenprüfung.
Neue Reifen beseitigen die Ursache nicht automatisch
Wird nur der ungleichmäßig verschlissene Reifen ersetzt, ohne die Ursache zu beheben, kann sich das gleiche Verschleißbild am neuen Reifen erneut entwickeln.
Spurfehler
Bleibt nach Reifenwechsel bestehen.
Lagerspiel
Wirkt auch auf den neuen Reifen weiter.
Fahrwerksproblem
Kann erneut Auswaschungen oder ungleichmäßigen Bodenkontakt erzeugen.
Vor dem Ersatz stark ungleichmäßig verschlissener MPT-Reifen sollte die Ursache möglichst zuerst gefunden und behoben werden.
Reifenposition wechseln oder Reifen drehen?
Ein Wechsel der Rad- oder Achsposition kann bei manchen Anwendungen technisch möglich sein, darf aber nicht als allgemeine Reparaturmaßnahme für ungleichmäßigen Verschleiß verstanden werden.
Vorher prüfen
- Laufrichtung
- Reifenkonstruktion
- Achsposition
- Allradanforderungen
- Herstellerangaben
Wichtig
Ein Positionswechsel kann das weitere Verschleißverhalten verändern, beseitigt aber keine falsche Spur, kein Lagerspiel und keinen ungeeigneten Reifenfülldruck.
Profiltiefe an mehreren Stellen messen
Eine einzelne Profiltiefenmessung reicht bei einem auffälligen MPT-Reifen häufig nicht aus.
Über die Breite
Innen, Mitte und außen vergleichen.
Über den Umfang
An mehreren Radpositionen messen.
Zwischen den Reifen
Linke und rechte Seite sowie Vorder- und Hinterachse vergleichen.
einseitiger Verschleiß, lokale Auswaschungen, Umfangsunterschiede und stark unterschiedliche Achs- beziehungsweise Seitenbelastungen.
Auffälligen Verschleiß dokumentieren
Bei wiederkehrenden oder schwer erklärbaren Verschleißbildern kann eine einfache Dokumentation helfen, Veränderungen besser einzuordnen.
- Profiltiefen notieren
- Reifenfülldruck dokumentieren
- Achslast beziehungsweise Fahrzeugaufbau festhalten
- Fotos der Lauffläche aufnehmen
- Einsatzart beschreiben
- Laufleistung beziehungsweise Betriebszeit notieren
Nach einer Korrektur von Spur, Reifenfülldruck oder Fahrwerk lässt sich so besser erkennen, ob sich das Verschleißverhalten tatsächlich verbessert.
Typische Verschleißbilder bei MPT-Reifen praktisch einordnen
| Verschleißbild | Möglicher Zusammenhang | Besonders prüfen |
|---|---|---|
| Sägezahn | Brems-, Antriebs- oder Scherkräfte, Geometrie, Profil | Achse und Einsatz |
| Beide Schultern stärker verschlissen | Unterdruck möglich | Druck, Last und Geometrie |
| Reifenmitte stärker verschlissen | Überdruck möglich | Druck, Profil und Einsatz |
| Nur Innenseite stark verschlissen | Achsgeometrie möglich | Spur, Lager und Fahrwerk |
| Nur Außenseite stark verschlissen | Geometrie oder hohe Lenkbelastung möglich | Achse und Einsatz |
| Mulden oder Auswaschungen | Fahrwerk, Radlager, Rundlauf oder Unwucht möglich | Rad und Fahrwerk |
| Ein Reifen derselben Achse deutlich stärker | Druck, Radlast, Lager oder Bremse möglich | Seitenvergleich |
| Grobes Profil wird auf Straße schnell rund | hoher Asphaltanteil | Einsatzprofil |
| Neuer Reifen verschleißt schnell wieder ähnlich | Ursache nicht behoben | Fahrzeugtechnik |
| Lokale einzelne Stellen stark verschlissen | Rundlauf, Standplatte oder Fahrwerk möglich | Reifen und Felge |
| Starke Blockkantenabnutzung beim Rangieren | Scher- und Lenkkräfte | Arbeitsablauf und Achslast |
Wann sollte ungleichmäßiger Verschleiß genauer untersucht werden?
- einseitiger Verschleiß stark ausgeprägt ist
- linker und rechter Reifen deutlich unterschiedlich aussehen
- starke Auswaschungen vorhanden sind
- Sägezahnbildung sehr schnell zunimmt
- Vibrationen gleichzeitig auftreten
- Reifen ungewöhnlich heiß werden
- Reifenfülldruck regelmäßig stark abweicht
- neue Reifen nach kurzer Zeit dasselbe Muster entwickeln
- Radlager oder Fahrwerk Spiel zeigen
- Felge beziehungsweise Reifen unrund laufen
Ein auffälliges Profilbild kann ein früher Hinweis auf ein Druck-, Fahrwerks-, Lager- oder Achsgeometrieproblem sein.
FT-Prüfreihenfolge bei ungleichmäßigem MPT-Reifenverschleiß
Links, rechts sowie Vorder- und Hinterachse vergleichen.
Innen, Mitte und außen erfassen.
Lokale Auswaschungen und Umfangsunterschiede erkennen.
Achsaufgabe und Verschleißbild getrennt beurteilen.
Große Seitenunterschiede dokumentieren.
Front- und Heckgeräte sowie Beladung einordnen.
Spur und weitere relevante Werte kontrollieren.
Spiel, Dämpfung und Radführung beurteilen.
Geometrische Ursachen ausschließen.
Balance nicht mit Höhenschlag oder Felgenschlag verwechseln.
Straßenanteil, Gelände, Rangieren und Arbeitsbedingungen berücksichtigen.
Damit sich das gleiche Verschleißbild nicht am neuen Reifen wiederholt.
Weiterführende Praxis und Wissen zu MPT-Reifen
Weitere praktische Themen und technische Grundlagen rund um Verschleiß, Fahrverhalten, Reifenfülldruck, Rundlauf und Einsatz finden Sie in den zentralen FT-Themenwelten.
MPT-Reifen bei FT-Reifen
Wenn ein MPT-Reifen aufgrund von Verschleiß ersetzt werden muss und die Ursache eines auffälligen Verschleißbildes geprüft wurde, finden Sie bei FT-Reifen MPT-Reifen für unterschiedliche Fahrzeuge und Einsatzbereiche.
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Häufige Fragen zu ungleichmäßigem Verschleiß bei MPT-Reifen
Ist Sägezahnbildung bei einem MPT-Reifen automatisch ein Reifenfehler?
Nein. Sägezahn kann unter anderem durch Antriebs-, Brems- und Scherkräfte, Achsgeometrie, Reifenfülldruck, Fahrwerk, Einsatz und das Profilkonzept beeinflusst werden.
Was kann starker Schulterverschleiß bedeuten?
Zu niedriger Reifenfülldruck kann eine mögliche Ursache sein. Zusätzlich müssen Achslast, Achsgeometrie, Rangierbelastung und Einsatzbedingungen berücksichtigt werden.
Warum verschleißt ein MPT-Reifen nur auf einer Seite?
Stark einseitiger Verschleiß kann auf Spur-, Achsgeometrie-, Lager- oder Fahrwerksprobleme hinweisen und sollte fahrzeugseitig geprüft werden.
Was sind Auswaschungen?
Dabei entstehen über den Reifenumfang einzelne stärker und schwächer verschlissene Bereiche. Mögliche Zusammenhänge bestehen unter anderem mit Fahrwerk, Radlagern, Rundlauf oder Unwucht.
Warum verschleißen grobe MPT-Reifen bei viel Straßenfahrt anders?
Grobstollige Profile werden auf festem Untergrund stärker geschert und gebogen. Dadurch können Profilblöcke abrunden, Sägezahn entwickeln oder schneller abgetragen werden.
Reicht es, einen ungleichmäßig verschlissenen Reifen einfach zu ersetzen?
Nicht unbedingt. Liegt die Ursache in Achsgeometrie, Fahrwerk, Radlager, Rundlauf oder ungeeignetem Reifenfülldruck, kann sich das gleiche Verschleißbild am neuen Reifen erneut entwickeln.
Technischer Hinweis
Diese Praxisinformationen ersetzen keine fachgerechte Reifen-, Felgen-, Fahrwerks- oder Achsprüfung. Verschleißbilder können mehrere Ursachen gleichzeitig besitzen. Maßgeblich sind der konkrete Reifen, Fahrzeugzustand, tatsächliche Achs- und Radlasten, Reifenfülldruck, Achsgeometrie, Geschwindigkeit und Einsatzbedingungen.
MPT-Verschleißbilder als Hinweis auf das gesamte Fahrzeug verstehen
Sägezahn, Schulterverschleiß, Mittelverschleiß, Auswaschungen oder einseitige Abnutzung entstehen nicht automatisch durch einen fehlerhaften Reifen. Reifenfülldruck, Achslast, Fahrwerk, Achsgeometrie, Rundlauf, Profilkonzept und Einsatz müssen gemeinsam betrachtet werden.
FT-Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen rund um MPT-Reifen, Verschleißbilder, Fahrwerk, Reifenfülldruck und unterschiedliche Mehrzweckeinsätze.
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