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MPT-Reifen Tragfähigkeit – Load Index, PR, Speed Symbol, Achslast und Radlast

FT Wissenswelt – MPT-Reifen

MPT-Reifen Tragfähigkeit – Load Index, PR, Speed Symbol, Achslast und Radlast verstehen

MPT-Reifen werden häufig an Fahrzeugen eingesetzt, deren Belastung stark wechseln kann. Unimog, Kommunalfahrzeuge, Geräteträger und andere Arbeitsfahrzeuge können durch Anbaugeräte, Aufbauten, Ballast, Ladung oder unterschiedliche Einsatzbedingungen völlig verschiedene Achs- und Radlasten erreichen.

Deshalb reicht es nicht, nur auf die Reifengröße zu schauen. Für die technische Belastbarkeit sind insbesondere Load Index, Speed Symbol, gegebenenfalls PR beziehungsweise Ply Rating, Reifenfülldruck, Geschwindigkeit und tatsächliche Radlast entscheidend.

Load Index

Ein Zahlencode für eine definierte Tragfähigkeitsklasse des Reifens.

Speed Symbol

Die Geschwindigkeitskennzeichnung gehört zur technischen Lastangabe und darf nicht getrennt betrachtet werden.

Radlast

Die tatsächliche Belastung des einzelnen Reifens ist die Grundlage für die technische Lastbewertung.

MPT ist keine Tragfähigkeitsklasse. Zwei MPT-Reifen derselben Dimension können unterschiedliche Last-, Geschwindigkeits- und Druckfreigaben besitzen.

Was bedeutet der Load Index bei einem MPT-Reifen?

Was ist der Load Index?

Der Load Index, kurz LI, ist ein standardisierter Zahlencode, der einer bestimmten Tragfähigkeit zugeordnet wird.

Die Zahl selbst ist kein Kilogrammwert.

Ein Beispiel:

LI 136 bedeutet nicht 136 kg.

Der LI muss über die entsprechende Zuordnungstabelle in eine Tragfähigkeit übersetzt werden.

Der Load Index ist ein Code für eine Lastklasse – nicht die direkt in Kilogramm angegebene Radlast.

Warum steht der LI häufig zusammen mit einem Buchstaben?

Weil zur Lastangabe auch die Geschwindigkeitsauslegung gehört.

Eine Kennzeichnung kann beispielsweise nach dem Prinzip:

136 G

aufgebaut sein.

Dabei bezeichnet:

  • 136 den Load Index
  • G das Speed Symbol
Load Index und Speed Symbol sollten deshalb immer gemeinsam gelesen werden.

Warum Tragfähigkeit und Geschwindigkeit bei MPT-Reifen zusammengehören

Warum beeinflusst Geschwindigkeit die Reifenbelastung?

Mit zunehmender Fahrgeschwindigkeit durchläuft ein Reifen seine Aufstandszone häufiger pro Zeiteinheit.

Dabei steigen unter anderem:

  • Walkfrequenz
  • dynamische Karkassenbeanspruchung
  • Wärmeentwicklung

Kann ein Reifen bei niedriger Geschwindigkeit mehr Last tragen?

Bei bestimmten MPT-Reifen können die technischen Herstellertabellen für niedrige Geschwindigkeiten höhere zulässige Lasten ausweisen als für schnelle Transportfahrt.

Gerade bei Arbeitsfahrzeugen kann zwischen unterschiedlichen Betriebszuständen unterschieden werden.

Ein bei niedriger Arbeitsgeschwindigkeit zulässiger Lastwert darf deshalb nicht automatisch auf höhere Straßengeschwindigkeit übertragen werden.

Warum sind Hersteller-Lasttabellen so wichtig?

Weil die tatsächliche zulässige Belastung je nach Reifenmodell von mehreren Parametern abhängen kann:

  • Geschwindigkeit
  • Reifenfülldruck
  • Betriebsart
  • Reifendimension
Die Reifenflankenkennzeichnung ist die wichtige Grundinformation. Für die genaue Last-/Druck-/Geschwindigkeitszuordnung sind jedoch die technischen Daten des konkreten Reifenmodells entscheidend.

Achslast und Radlast – zwei unterschiedliche Größen

Was ist die Achslast?

Die Achslast beschreibt die gesamte Last, die im jeweiligen Betriebszustand auf einer Achse liegt.

Was ist die Radlast?

Die Radlast beschreibt die tatsächliche Belastung eines einzelnen Rades beziehungsweise Reifens.

Bei einer Achse mit zwei Rädern kann die Achslast als erste Orientierung auf beide Reifen verteilt werden.

Im realen Betrieb können jedoch beispielsweise:

  • seitliche Fahrzeugneigung
  • asymmetrische Anbaugeräte
  • Kurvenfahrt
  • dynamische Lastwechsel

zu einer zeitweise ungleichen Belastung führen.

Für die grundsätzliche Reifenauslegung ist die Achslast wichtig – für die Belastung des einzelnen Reifens muss daraus die tatsächliche Radlast betrachtet werden.

Warum Gesamtgewicht geteilt durch vier bei MPT-Fahrzeugen zu einfach ist

Ist die Fahrzeugmasse gleichmäßig auf alle Reifen verteilt?

In vielen Fällen nicht.

Ein Unimog oder Geräteträger kann beispielsweise durch:

  • Frontanbaugeräte
  • Heckanbaugeräte
  • Aufbauten
  • Wassertanks
  • Streuer
  • Kranaufbauten
  • Ballast
  • Ladung

sehr unterschiedliche Achslasten besitzen.

Warum ist Fahrzeuggewicht geteilt durch vier deshalb problematisch?

Eine solche Rechnung würde eine gleichmäßige Gewichtsverteilung voraussetzen.

Gerade bei Mehrzweckfahrzeugen entspricht das häufig nicht dem tatsächlichen Betriebszustand.

Gesamtgewicht ÷ Anzahl der Reifen ist deshalb keine zuverlässige Methode zur Bestimmung der tatsächlichen Reifenbelastung.

Anbaugeräte und Aufbauten – warum die Lastverteilung stark wechseln kann

Warum ist ein MPT-Fahrzeug besonders variabel belastet?

Viele dieser Fahrzeuge sind gerade dafür gebaut, unterschiedliche Aufgaben zu übernehmen.

Je nach Arbeit können montiert sein:

  • Schneepflug
  • Streuer
  • Mähgerät
  • Frontlader
  • Kran
  • Kommunalaufbau
  • Transportaufbau

Warum reicht das Gerätegewicht allein nicht?

Auch die Position des Gerätes relativ zu den Achsen kann die Lastverteilung beeinflussen.

Ein schweres Frontanbaugerät kann die Vorderachse stärker belasten und gleichzeitig die Hinterachse relativ entlasten.

Ein schwerer Aufbau oder Heckanbau kann dagegen die Hinterachslast deutlich erhöhen.

Für die Reifen zählt deshalb der tatsächliche Betriebszustand des kompletten Fahrzeugs – nicht nur das Gewicht des nackten Grundfahrzeugs.

Warum eine Verwiegung bei wechselnden MPT-Einsätzen sinnvoll sein kann

Welche Information liefert eine Achsverwiegung?

Sie zeigt, welche Last tatsächlich auf Vorder- und Hinterachse wirkt.

Besonders aussagekräftig ist eine Messung in einem realistischen Betriebszustand.

Was sollte dabei möglichst berücksichtigt werden?

Je nach Fahrzeug beispielsweise:

  • montierte Anbaugeräte
  • typischer Aufbau
  • übliche Ladung
  • Ballast
  • Betriebsstoffe

Warum kann eine Leer-Verwiegung zu wenig aussagen?

Weil das Fahrzeug später mit völlig anderer Lastverteilung arbeiten kann.

Je stärker sich der Einsatz eines MPT-Fahrzeugs verändert, desto wichtiger wird die tatsächliche Achs- und Radlast im relevanten Arbeitszustand.

PR beziehungsweise Ply Rating – was bedeutet die Angabe?

Wofür steht PR?

PR steht für Ply Rating.

Die Kennzeichnung stammt historisch aus der Einordnung unterschiedlicher Festigkeits- beziehungsweise Belastbarkeitsstufen von Reifen.

Bezeichnungen können beispielsweise lauten:

10 PR, 12 PR, 14 PR oder 16 PR.

Bedeutet 16 PR, dass der Reifen exakt 16 Karkassenlagen besitzt?

Nein.

Die PR-Zahl darf heute nicht einfach mit der tatsächlichen Anzahl verbauter Gewebelagen gleichgesetzt werden.

Ply Rating ist eine Festigkeits- beziehungsweise Ausführungskennzeichnung – keine direkte Zählung der realen Karkassenlagen.

Ist ein Reifen mit höherer PR-Zahl automatisch besser?

Nein.

Eine höhere PR-Ausführung kann innerhalb bestimmter Reifenfamilien mit einer anderen Last- oder Druckauslegung verbunden sein.

Sie bedeutet jedoch nicht automatisch:

  • bessere Traktion
  • mehr Fahrkomfort
  • besseren Geländeeinsatz
  • geringeren Verschleiß
Die passende PR-Ausführung richtet sich nach der technisch benötigten Reifenbelastung und dem konkreten Reifenmodell – nicht nach „je höher, desto besser“.

Load Index und PR – warum beides nicht dasselbe ist

Kann eine PR-Zahl direkt in einen Load Index umgerechnet werden?

Nicht pauschal.

Load Index und Ply Rating sind unterschiedliche Kennzeichnungssysteme.

Der Load Index ordnet den Reifen einer definierten Tragfähigkeitsklasse zu.

PR beschreibt eine Festigkeits- beziehungsweise Ausführungsstufe.

Können LI und PR am selben MPT-Reifen angegeben sein?

Je nach Reifenmodell und Hersteller können beide Angaben beziehungsweise beide Informationssysteme in den technischen Daten vorkommen.

Eine Aussage wie „16 PR entspricht immer LI X“ wäre deshalb technisch zu pauschal.

Reifenfülldruck – warum er zur Tragfähigkeit dazugehört

Trägt die Karkasse allein das Fahrzeuggewicht?

Nein.

Der Luftdruck im Reifen ist ein wesentlicher Bestandteil des tragenden Systems.

Je nach Radlast muss innerhalb der technischen Vorgaben ein geeigneter Reifenfülldruck vorhanden sein.

Kann ein ausreichend hoher Load Index durch zu niedrigen Druck trotzdem problematisch werden?

Ja.

Ein Reifen kann grundsätzlich die passende Tragfähigkeitsklasse besitzen und trotzdem außerhalb seines vorgesehenen Last-/Druck-Bereichs betrieben werden.

Ein hoher Load Index erlaubt deshalb nicht automatisch beliebig niedrigen Reifenfülldruck.

Ist maximaler Reifenfülldruck automatisch am sichersten?

Nein.

Der richtige Betriebsdruck richtet sich nach den technischen Vorgaben für:

  • Radlast
  • Geschwindigkeit
  • Reifendimension
  • Reifenmodell
  • Einsatzart
Der richtige Reifenfülldruck ist nicht der höchstmögliche Wert, sondern der zur Last und zum Einsatz passende Betriebswert.

Wie MPT-Reifen im praktischen Betrieb hinsichtlich Reifenfülldruck und Belastung beurteilt werden, behandeln wir in der FT Praxiswelt MPT-Reifen.

Transport, Gelände und Arbeit – warum dieselbe Radlast unterschiedlich anspruchsvoll sein kann

Was unterscheidet Transportfahrt von langsamem Arbeitseinsatz?

Bei schneller Straßenfahrt ist die Walkfrequenz deutlich höher als bei sehr langsamer Arbeit.

Dadurch verändert sich die thermische und dynamische Reifenbeanspruchung.

Was kann im Gelände hinzukommen?

Geländeeinsatz kann zusätzliche Belastungen erzeugen durch:

  • Steine
  • Kanten
  • Unebenheiten
  • Schlagbelastungen
  • Seitenneigung
  • starke Lastwechsel

Was ist bei langsamem Arbeitsbetrieb anders?

Bei bestimmten Reifen können niedrige Geschwindigkeiten andere zulässige Lastbereiche ermöglichen als Transportgeschwindigkeit.

Dieselbe statische Radlast bedeutet deshalb nicht automatisch dieselbe Reifenbeanspruchung in jedem Betriebszustand.

Loader-, Arbeits- und Transportbetrieb – warum die Betriebsart eine Rolle spielen kann

Warum unterscheiden technische Reifentabellen verschiedene Betriebszustände?

Weil ein Reifen im langsamen Arbeitseinsatz anders beansprucht wird als bei längerer schneller Fahrt.

Je nach Reifenmodell können technische Tabellen deshalb unterschiedliche Werte für beispielsweise:

  • Transport
  • niedrige Arbeitsgeschwindigkeit
  • Loader-Betrieb
  • statische Belastung

ausweisen.

Darf man einen Loader-Lastwert für normale Straßenfahrt verwenden?

Nein, nicht automatisch.

Eine für einen speziellen langsamen Betriebszustand freigegebene Last ist keine allgemeine Dauer-Tragfähigkeit für jede Geschwindigkeit und jede Anwendung.

Warum hohe statische Tragfähigkeit nicht automatisch hohe Fahrtragfähigkeit bedeutet

Was ist eine statische Belastung?

Eine statische Belastung wirkt bei stehendem beziehungsweise praktisch nicht rollendem Reifen.

Warum kann ein Reifen dabei mehr Last aufnehmen als bei schneller Fahrt?

Bei Stillstand fehlt die fortlaufende Walkbewegung der Karkasse.

Bei Fahrt wird dagegen jede Reifenpartie wiederholt:

belastet → verformt → entlastet.

Warum darf ein statischer Lastwert nicht als normale Fahrtragfähigkeit verwendet werden?

Weil die Betriebsbedingungen technisch völlig unterschiedlich sind.

Statische Belastbarkeit, langsamer Arbeitseinsatz und Transportfahrt müssen deshalb sauber voneinander getrennt werden.

Unimog – warum Tragfähigkeit stark vom tatsächlichen Aufbau abhängt

Kann man die benötigte Tragfähigkeit allein aus dem Fahrzeugmodell ableiten?

Nicht zuverlässig.

Ein Unimog kann je nach Ausführung und Einsatz völlig unterschiedlich aufgebaut sein.

Beispielsweise mit:

  • Kommunaltechnik
  • Schneepflug
  • Streuer
  • Kran
  • landwirtschaftlichen Geräten
  • Transportaufbau
  • Sonderaufbau

Warum ist deshalb der gleiche Reifen nicht automatisch für jeden Unimog-Einsatz geeignet?

Weil sich Achslasten, Geschwindigkeit und Betriebsbedingungen erheblich unterscheiden können.

„Passt auf Unimog“ ist deshalb noch keine vollständige Aussage zur erforderlichen Tragfähigkeit.

Kommunalfahrzeuge – wechselnde Lasten zwischen Sommer und Winter

Warum kann ein Kommunalfahrzeug saisonal völlig unterschiedlich belastet sein?

Im Sommer können beispielsweise Mäh-, Pflege- oder Transportarbeiten dominieren.

Im Winter kommen je nach Fahrzeug hinzu:

  • Schneepflug
  • Streuer
  • Streugut
  • zusätzlicher Ballast

Warum muss dadurch die Reifenbelastung neu betrachtet werden?

Weil sich insbesondere Vorder- und Hinterachslasten deutlich verändern können.

Eine Reifen- und Druckeinstellung, die für einen leichten Sommeraufbau passend ist, muss nicht automatisch zum schweren Winterdienst-Aufbau passen.

Dynamische Radlast – warum Unebenheiten kurzfristig höhere Kräfte erzeugen

Ist die gewogene Radlast immer die höchste Belastung?

Nein.

Eine Verwiegung zeigt zunächst die statische beziehungsweise quasistatische Belastung.

Während der Fahrt können zusätzliche dynamische Kräfte entstehen.

Wann treten solche Lastspitzen auf?

Beispielsweise bei:

  • Schlaglöchern
  • Geländekanten
  • Bodenwellen
  • Bremsmanövern
  • schnellen Richtungsänderungen
Die reale Reifenbeanspruchung besteht deshalb nicht nur aus der ruhenden Radlast, sondern auch aus dynamischen Kräften während Fahrt und Arbeit.

Reifengröße und Tragfähigkeit – warum beides getrennt geprüft werden muss

Ist jeder Reifen derselben Größe gleich belastbar?

Nein.

Zwei Reifen können dieselbe Größenbezeichnung tragen und unterschiedliche:

  • Load Indizes
  • PR-Ausführungen
  • Geschwindigkeitskennzeichnungen
  • zulässige Betriebsdrücke

besitzen.

Warum ist das bei einer Ersatzbereifung wichtig?

Eine geometrisch passende Größe kann hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit trotzdem ungeeignet sein.

Reifengröße beantwortet die Frage „passt der Reifen geometrisch?“. Tragfähigkeit beantwortet die zusätzliche Frage „kann dieser konkrete Reifen die erforderliche Last unter den vorgesehenen Betriebsbedingungen tragen?“.

Achslast, Radlast, LI und PR im Überblick

Begriff Bedeutung Wichtige Einordnung
Fahrzeugmasse Gesamtmasse des Fahrzeugs im jeweiligen Betriebszustand Reicht allein nicht zur Reifenbewertung
Achslast Belastung einer kompletten Achse Kann sich durch Aufbau und Anbaugeräte stark verändern
Radlast Belastung des einzelnen Rades beziehungsweise Reifens Wesentliche Grundlage für die Reifenbelastung
Load Index Code für eine definierte Tragfähigkeitsklasse Kein direkter Kilogrammwert
Speed Symbol Kennzeichnet den zugehörigen Geschwindigkeitsbereich Gehört zur Lastbewertung
PR Ply Rating beziehungsweise Festigkeits-/Ausführungskennzahl Nicht die reale Anzahl der Karkassenlagen
Reifenfülldruck Betriebsparameter des Reifens Muss zur Last, Geschwindigkeit und Reifenausführung passen
Betriebsart Zum Beispiel Transport oder langsamer Arbeitseinsatz Kann unterschiedliche Lastbedingungen ermöglichen

Typische Irrtümer zur Tragfähigkeit von MPT-Reifen

Behauptung Richtige Einordnung
„MPT-Reifen sind automatisch besonders tragfähig.“ Nein. MPT beschreibt den Mehrzweckcharakter, nicht eine bestimmte Tragfähigkeitsklasse.
„LI 136 bedeutet 136 kg.“ Nein. Der Load Index ist ein Zahlencode und muss einer Tragfähigkeit zugeordnet werden.
„Der Load Index gilt unabhängig von der Geschwindigkeit.“ Nein. Last- und Geschwindigkeitskennzeichnung müssen gemeinsam betrachtet werden.
„16 PR bedeutet 16 reale Gewebelagen.“ Nein. PR ist eine Festigkeits- beziehungsweise Ausführungskennzeichnung.
„Je höher die PR-Zahl, desto besser der Reifen.“ Nein. Entscheidend ist die passende technische Ausführung für Fahrzeug und Einsatz.
„PR lässt sich immer direkt in LI umrechnen.“ Nein. Es handelt sich um unterschiedliche Kennzeichnungssysteme.
„Gesamtgewicht geteilt durch vier ergibt die richtige Radlast.“ Bei Fahrzeugen mit Aufbauten und Anbaugeräten meist zu einfach.
„Ein hoher Load Index erlaubt beliebig niedrigen Luftdruck.“ Nein. Reifenfülldruck muss zur tatsächlichen Radlast und Geschwindigkeit passen.
„Maximaler Reifenfülldruck ist immer am sichersten.“ Nein. Maßgeblich ist der vom Hersteller vorgesehene Betriebsdruck für die konkrete Belastung.
„Eine hohe statische Lastfreigabe gilt auch bei schneller Straßenfahrt.“ Nein. Statische, langsame Arbeits- und Transportbedingungen müssen getrennt betrachtet werden.

Tragfähigkeit bei MPT-Reifen ist ein Zusammenspiel mehrerer Größen

Die Fahrzeugseite beginnt mit:

Fahrzeug → Aufbau → Anbaugerät → Ladung → Achslast → Radlast.

Dann folgt die Reifenseite:

Reifendimension → Load Index beziehungsweise PR → Speed Symbol → Reifenfülldruck.

Und schließlich der Betrieb:

Transport → Arbeit → Gelände → Geschwindigkeit → dynamische Belastung.

Die passende Tragfähigkeit entsteht deshalb nicht aus einer möglichst hohen Zahl auf der Reifenflanke, sondern aus der richtigen Kombination von Reifen, Radlast, Betriebsdruck, Geschwindigkeit und Einsatz.

MPT-Reifen bei FT-Reifen

Bei FT-Reifen finden Sie MPT-Reifen in unterschiedlichen Dimensionen, Tragfähigkeitsklassen, Bauarten und Profilkonzepten für Mehrzweck-, Kommunal-, Arbeits-, Straßen- und Geländeeinsätze.

Bei der Auswahl sollten insbesondere Reifendimension, tatsächliche Achs- und Radlast, Load Index beziehungsweise PR, Geschwindigkeitskennzeichnung, Reifenfülldruck und Einsatzprofil berücksichtigt werden.

MPT-Reifen ansehen MPT-Reifen nach Reifengröße, Hersteller und technischer Ausführung auswählen.

Häufige Fragen zur Tragfähigkeit von MPT-Reifen

Was bedeutet der Load Index bei einem MPT-Reifen?

Der Load Index ist ein Zahlencode für eine definierte Tragfähigkeitsklasse. Der Wert selbst ist kein direkt angegebener Kilogrammwert.

Was bedeutet das Speed Symbol?

Das Speed Symbol kennzeichnet den zugehörigen Geschwindigkeitsbereich. Load Index und Speed Symbol müssen gemeinsam betrachtet werden.

Was bedeutet PR bei MPT-Reifen?

PR steht für Ply Rating und bezeichnet eine Festigkeits- beziehungsweise Ausführungsstufe des Reifens.

Bedeutet 16 PR sechzehn Karkassenlagen?

Nein. Die PR-Zahl entspricht nicht zwingend der tatsächlichen Anzahl verbauter Gewebelagen.

Kann man PR direkt in Load Index umrechnen?

Nicht pauschal. PR und Load Index sind unterschiedliche Kennzeichnungssysteme. Maßgeblich sind die technischen Daten des konkreten Reifens.

Ist jeder MPT-Reifen besonders tragfähig?

Nein. Die Bezeichnung MPT sagt allein nichts über die konkrete Tragfähigkeit aus.

Wie bestimme ich die Radlast eines MPT-Fahrzeugs?

Besonders aussagekräftig ist eine Achs- beziehungsweise Radverwiegung im realistischen Betriebszustand mit den tatsächlich verwendeten Aufbauten, Anbaugeräten und Lasten.

Warum hängt die Tragfähigkeit von der Geschwindigkeit ab?

Bei höherer Geschwindigkeit steigt die dynamische und thermische Reifenbeanspruchung. Deshalb können je nach Reifen unterschiedliche Lastwerte für verschiedene Geschwindigkeiten gelten.

Kann ein MPT-Reifen bei niedriger Geschwindigkeit mehr tragen?

Bei bestimmten Reifen können Hersteller für langsame Arbeitszustände höhere Lasten freigeben als für schnelle Transportfahrt. Maßgeblich ist die konkrete Lasttabelle des Reifenherstellers.

Warum ist der Reifenfülldruck für die Tragfähigkeit wichtig?

Der Reifenfülldruck ist Teil des tragenden Reifensystems. Er muss zur tatsächlichen Radlast, Geschwindigkeit, Reifengröße und Reifenausführung passen.

Bei MPT-Reifen reicht eine Tragfähigkeitszahl allein nicht aus

Die tatsächliche Belastung beginnt beim Fahrzeug:

Aufbau → Anbaugerät → Ladung → Achslast → Radlast.

Der Reifen bringt seine technische Auslegung mit:

Dimension → Load Index beziehungsweise PR → Speed Symbol → Reifenfülldruck.

Und der Einsatz bestimmt die Betriebsbedingungen:

Geschwindigkeit → Straße → Gelände → Arbeit → dynamische Belastung.

Der passende MPT-Reifen ist deshalb nicht der Reifen mit der höchsten PR-Zahl oder dem höchsten Load Index, sondern der Reifen, dessen Tragfähigkeits-, Druck- und Geschwindigkeitsauslegung zur tatsächlichen Belastung und zum realen Einsatz des Fahrzeugs passt.

FT-Reifen verbindet über 35 Jahre Erfahrung im Reifenhandel mit verständlichem Reifenwissen und praktischer Erfahrung.

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