MPT-Reifen auswuchten: wann sinnvoll und wann liegt die Ursache woanders?
FT Praxiswelt – MPT-Reifen
MPT-Reifen auswuchten: wann sinnvoll und wann liegt die Ursache woanders?
Vibrationen an einem MPT-Fahrzeug werden schnell mit einer Reifenunwucht in Verbindung gebracht. Gerade bei großen und schweren MPT-Rädern können jedoch auch Höhenschlag, Seitenschlag, ein ungleichmäßiger Wulstsitz, Standverformung, Felgenschäden, Radlager oder die Radbefestigung ein ähnliches Fehlerbild verursachen.
Deshalb sollte das Auswuchten erst dann erfolgen, wenn Reifen, Felge und Wulstsitz geometrisch geprüft wurden. Je nach Rad-, Felgen- und Fahrzeugkonstruktion können klassische Auswuchtgewichte oder geeignete interne Auswuchtsysteme eingesetzt werden.
Auswuchten korrigiert Masse – nicht Geometrie
Unwucht
Die Masse der kompletten Rad-Reifen-Einheit ist nicht gleichmäßig um die Drehachse verteilt.
Höhenschlag
Reifen oder Felge besitzen eine geometrische radiale Abweichung und laufen sichtbar auf und ab.
Seitenschlag
Felge beziehungsweise Rad laufen seitlich nicht sauber in einer Ebene.
Auswuchten korrigiert die Massenverteilung. Es korrigiert keinen Höhenschlag, keinen Seitenschlag und keinen falsch sitzenden Reifenwulst.
Warum ein großes MPT-Rad überhaupt Unwucht entwickeln kann
Beim Auswuchten wird die komplette montierte Rad-Reifen-Einheit betrachtet. Bei MPT-Rädern kommen mehrere relativ schwere Bauteile zusammen.
Zur rotierenden Masse gehören
- MPT-Reifen
- Felge
- Ventil
- Auswuchtgewichte
Bei TT-Bereifung zusätzlich
- Reifenschlauch
- je nach Bauart Wulstband beziehungsweise Felgenschutz
- Schlauchventil
Bei einem großen MPT-Rad können bereits vergleichsweise kleine prozentuale Unterschiede in der Materialverteilung eine deutlich größere absolute Unwucht erzeugen als bei einem kleinen PKW-Rad.
Nicht jede Vibration ist eine Reifenunwucht
Rad- und reifenseitig möglich
- Reifen-Höhenschlag
- Felgen-Höhenschlag
- Seitenschlag
- falscher Wulstsitz
- Standverformung
- Reifenformabweichung
Fahrzeugseitig möglich
- Radlager
- Radbefestigung
- Fahrwerk
- Antriebsstrang
- verschmutzte oder ungeeignete Anlageflächen
Eine Auswuchtprüfung ist erst sinnvoll, wenn geometrische und fahrzeugseitige Ursachen ausreichend eingegrenzt wurden.
Reifenfülldruck vor Rundlauf und Auswuchten prüfen
Der Reifen sollte sich vor der Rundlauf- und Balanceprüfung in einem technisch vorgesehenen Betriebszustand befinden.
Zu niedriger Druck
Kann den Reifen stärker verformen und zusätzliche Walkbewegungen erzeugen.
Radlast
Beeinflusst die tatsächliche Verformung des MPT-Reifens.
Herstellerangaben
Der Betriebsdruck muss zur Radlast, Geschwindigkeit und vorgesehenen Anwendung passen.
Einen sichtbar stark unterfüllten Reifen nicht als Ausgangspunkt für eine zuverlässige Rundlauf- oder Auswuchtbeurteilung verwenden.
Montagelinie und Wulstsitz zuerst kontrollieren
Ein ungleichmäßig sitzender Reifen kann radial auffällig laufen und beim Fahren Vibrationen oder Hoppeln erzeugen.
Prüfen
- Montagelinie rundum
- beide Reifenseiten
- lokale Einschnürungen
- Abstand zur Felgenkante
Auffällig
- Reifen sitzt lokal tiefer
- Montagelinie verschwindet
- Abstand verändert sich deutlich
- Wulst ist nicht vollständig gesetzt
Der Reifen muss zuerst korrekt auf der Felge sitzen. Erst danach lässt sich die tatsächliche Radbalance sinnvoll bestimmen.
Reifen- und Felgenrundlauf getrennt beobachten
Am Reifen beobachten
- Lauffläche
- Seitenwand
- Montagelinie
- lokale Formveränderungen
An der Felge beobachten
- Felgenhorn
- radiale Bewegung
- seitliche Bewegung
- lokale Dellen oder Verformungen
Läuft bereits die Felge geometrisch auffällig, sollte der Reifen nicht durch Auswuchtgewichte für diesen Fehler verantwortlich gemacht werden.
Höhenschlag lässt sich nicht auswuchten
Höhenschlag beschreibt eine geometrische radiale Abweichung. Der wirksame Radius des Rades verändert sich über eine Umdrehung.
Reifenform
Eine tatsächliche Formabweichung des Reifens kann einen radialen Lauf erzeugen.
Standplatte
Nach langer Standzeit kann eine lokale Abflachung entstehen.
Felgen-Höhenschlag
Eine radial verformte Felge überträgt ihre Geometrie auf das komplette Rad.
Ein geometrischer Rundlauffehler muss an seiner Ursache beurteilt werden.
Seitenschlag ist ebenfalls kein Auswuchtproblem
Wenn das Rad beim Drehen deutlich seitlich pendelt, liegt ein anderes Fehlerbild vor als bei einer reinen Massenunwucht.
- Felgenverformung prüfen
- Anlageflächen kontrollieren
- Radbefestigung prüfen
- Radlager beurteilen
- Felgenrundlauf beobachten beziehungsweise messen
Eine seitlich verzogene Felge wird durch zusätzliches Gewicht nicht gerade.
Standplatten vor der Balanceprüfung berücksichtigen
MPT-Fahrzeuge können lange stehen und dabei temporäre Standverformungen entwickeln.
Typisches Verhalten
- Hoppeln unmittelbar nach Standzeit
- rhythmische Vertikalbewegung
- sichtbare lokale Abflachung
- Symptom verändert sich während des Betriebs
Wichtig
Eine temporäre geometrische Standverformung sollte nicht mit einer statischen oder dynamischen Massenunwucht verwechselt werden.
Normalisiert sich eine Standplatte erst während des Betriebs, kann eine vorherige Balanceprüfung ein anderes Ergebnis liefern als nach der Stabilisierung des Reifens.
Statische und dynamische Unwucht unterscheiden
Statische Unwucht
Eine Stelle der kompletten Rad-Reifen-Einheit besitzt eine größere Masse als die gegenüberliegende Seite. Die Unwucht wirkt hauptsächlich bezogen auf den Radumfang.
Dynamische Unwucht
Zusätzlich ist die Masse über die Radbreite beziehungsweise unterschiedliche Ausgleichsebenen ungünstig verteilt. Dadurch können seitliche Schwingungen entstehen.
Das hängt von Radbreite, Felgenbauart, Fahrzeug, Fahrgeschwindigkeit und verfügbarer Auswuchttechnik ab.
Ungewöhnlich viel Auswuchtgewicht als Diagnosehinweis nutzen
Große MPT-Räder können größere Auswuchtmengen erfordern. Sehr hohe Werte sollten trotzdem nicht völlig unkritisch übernommen werden.
Wulstsitz
Prüfen, ob der Reifen gleichmäßig auf der Felge sitzt.
Rundlauf
Reifen und Felge getrennt auf Höhen- und Seitenschlag prüfen.
Montage
Vorhandene Altgewichte, Schlauchlage und Zustand der kompletten Rad-Einheit berücksichtigen.
Ein ungewöhnlich hoher Auswuchtbedarf kann ein Hinweis darauf sein, dass zusätzlich ein Montage-, Reifen- oder Rundlaufproblem vorhanden ist.
Grobe MPT-Profile können die Rundlaufprüfung erschweren
Einzelne große Profilblöcke können unterschiedlich geformt oder verschlissen sein und dadurch optisch einen stärkeren Ausschlag vortäuschen.
- nicht nur eine einzelne Stollenkante beobachten
- mehrere Profilblöcke vergleichen
- zentrale Lauffläche als Referenz nutzen
- Montagelinie mit einbeziehen
- Felgenhorn separat beobachten
Bei grobstolligen Profilen sollte die Beurteilung immer über mehrere Referenzpunkte erfolgen.
Schlauch und Ventil gehören bei TT-MPT-Reifen zur Balance
Bei Tube-Type-Bereifung wird nicht nur Reifen und Felge betrachtet. Schlauch, Ventil und gegebenenfalls Wulstband beziehungsweise Felgenschutz gehören zur montierten Rad-Einheit.
Schlauch
Besitzt eine eigene Materialverteilung und kann die Gesamtbalance beeinflussen.
Ventil
Bildet einen konzentrierten Massepunkt an einer bestimmten Position des Rades.
Wulstband
Gehört bei entsprechender Konstruktion ebenfalls zum tatsächlich montierten System.
Die Balance sollte in dem Montagezustand beurteilt werden, in dem das Rad später tatsächlich eingesetzt wird.
Alte Auswuchtgewichte nach Reifenwechsel nicht automatisch übernehmen
Mit einem neuen Reifen verändert sich die Massenverteilung der kompletten Rad-Einheit.
- neuer Reifen besitzt eine andere Massenverteilung
- Schlauch oder Ventil können erneuert worden sein
- Montageposition verändert sich
- alter Auswuchtzustand gehört zur vorherigen Kombination
Nach einem Reifenwechsel Balance neu beurteilen, statt frühere Gewichtspositionen ungeprüft zu übernehmen.
Klassische Auswuchtgewichte bei MPT-Rädern
Bei der klassischen Auswuchtung wird die gemessene Unwucht durch gezielt positionierte Gewichte korrigiert.
Vorteile
- definierte Gewichtsmenge
- definierte Position
- direkt messbares Ergebnis
- kein loses Auswuchtmedium im Reifeninneren
Je nach Einsatz beachten
- Befestigungsmöglichkeit an der Felge
- erforderliche Gewichtsmenge
- Gelände- und Steinkontakt
- möglicher Verlust äußerer Gewichte
Art und Befestigung der Auswuchtgewichte müssen für die konkrete Felgenkonstruktion geeignet sein.
Interne Auswuchtmedien bei großen MPT-Rädern
Bei großen Nutzfahrzeug-, Spezial- und MPT-Rädern können je nach Anwendung auch interne Auswuchtmedien eingesetzt werden. Diese befinden sich im Reifeninneren und verteilen sich während der Rotation.
Mögliche Vorteile
- keine äußeren Auswuchtgewichte
- Verteilung während der Rotation
- bei großen Rädern technisch interessant
- kann sich je nach System an veränderte Unwuchtzustände anpassen
Voraussetzungen
- System für Reifen und Anwendung geeignet
- richtige Füllmenge
- Ventil kompatibel
- Herstellerangaben beachten
Eine Massenunwucht kann beeinflusst werden. Höhenschlag, Seitenschlag, Standplatten oder eine beschädigte Felge werden dadurch nicht beseitigt.
Ventil und Feuchtigkeit bei internen Auswuchtsystemen beachten
Ventilsystem
- Ventileinsatz berücksichtigen
- gegebenenfalls erforderlichen Ventilfilter verwenden
- Systemvorgaben beachten
- korrekte Druckmessung sicherstellen
Feuchtigkeit
- kann je nach Medium Verklumpungen verursachen
- freie Verteilung kann eingeschränkt werden
- Wirkung kann sich verschlechtern
- Druckluftqualität und Herstellerangaben beachten
Internes Auswuchtmedium, Reifen, Felge, Ventilsystem und gegebenenfalls vorhandene Drucküberwachung müssen technisch zusammenpassen.
Was verrät die Geschwindigkeit über die mögliche Ursache?
Vibration in bestimmtem Geschwindigkeitsbereich
Passt eher zu einer möglichen Unwucht oder Resonanz, sofern Reifen und Felge geometrisch sauber laufen.
Starkes Hoppeln schon bei geringer Geschwindigkeit
Spricht eher dafür, zuerst Wulstsitz, Standplatte, Reifenrundlauf und Felgenrundlauf zu prüfen.
Auch Radlager, Fahrwerk, Radbefestigung und Antriebsstrang können geschwindigkeitsabhängige Auffälligkeiten verursachen.
Vibration unmittelbar nach Schlag oder Reifenmontage
Nach Schlagloch, Bordstein oder Steinkontakt
- Reifenseitenwand auf Beulen prüfen
- Felgenhorn kontrollieren
- Wulstsitz prüfen
- Reifen- und Felgenrundlauf kontrollieren
- Radlager und Radbefestigung mitprüfen
Direkt nach Reifenmontage
- Montagelinie kontrollieren
- Wulstsitz prüfen
- Reifenrundlauf beurteilen
- Reifenfülldruck kontrollieren
- bei TT Schlauchlage und Ventilstellung prüfen
Ein Stoß oder eine neue Montage kann einen geometrischen beziehungsweise mechanischen Fehler verursachen. Dieser sollte nicht durch zusätzliche Gewichte verdeckt werden.
Klassische Gewichte und internes Auswuchtmedium im Vergleich
| Merkmal | Klassische Gewichte | Internes Auswuchtmedium |
|---|---|---|
| Position | definiert an geeigneter Felgenposition | verteilt sich im Reifeninneren |
| Ausgleich | gezielt nach Messung | dynamische Verteilung während der Rotation |
| Sichtbare Bauteile außen | ja | nein |
| Große Räder | je nach Felge möglich | je nach System mögliche Alternative |
| Ventilanforderung | abhängig von Felge und Gewichtssystem | Systemkompatibilität besonders wichtig |
| Feuchtigkeit im Reifen | für das äußere Gewicht selbst nicht relevant | kann je nach Medium problematisch sein |
| Höhenschlag korrigierbar? | nein | nein |
| Seitenschlag korrigierbar? | nein | nein |
| Standplatte korrigierbar? | nein | nein |
Auffälligkeiten beim Auswuchten praktisch einordnen
| Auffälligkeit | Mögliche Ursache | Vorgehen |
|---|---|---|
| Vibration nur bei bestimmtem Tempo | Unwucht oder Resonanz möglich | Balance und Fahrzeug prüfen |
| Hoppeln bereits bei niedriger Geschwindigkeit | Höhenschlag oder Standplatte möglich | Rundlauf prüfen |
| Reifen läuft radial sichtbar auf und ab | geometrischer Fehler | nicht nur auswuchten |
| Felgenhorn läuft radial | Felgen-Höhenschlag | Felge prüfen |
| Felge pendelt seitlich | Seitenschlag | Rad und Felge prüfen |
| Montagelinie ungleichmäßig | Wulst sitzt nicht korrekt | Reifen fachgerecht neu setzen |
| Sehr viel Auswuchtgewicht erforderlich | weitere Ursache möglich | Rundlauf erneut prüfen |
| Vibration direkt nach Reifenwechsel | Montage oder Balance | Wulst und komplette Einheit prüfen |
| Vibration direkt nach Schlag | Reifen- oder Felgenschaden möglich | komplette Rad-Einheit prüfen |
| Internes Auswuchtmedium verklumpt | Feuchtigkeit oder Systemproblem möglich | Reifeninneres und Systemvorgaben prüfen |
FT-Prüfreihenfolge vor dem Auswuchten eines MPT-Rades
Technisch geeignete Ausgangsbedingungen herstellen.
Beide Reifenseiten rundum vergleichen.
Lokale Einschnürungen oder zu tief sitzende Bereiche ausschließen.
Lauffläche und Seitenwand beim Drehen beobachten.
Höhen- und Seitenschlag der Felge beurteilen.
Lange Standzeiten und mögliche temporäre Standplatten einordnen.
Stoßschäden, Beulen und Felgenverformungen ausschließen.
Fahrzeugseitige Ursachen berücksichtigen.
Erst jetzt die tatsächliche Massenverteilung betrachten.
Klassische Gewichte oder geeignetes internes System entsprechend der konkreten Anwendung.
Gewichtsmenge, Befestigung beziehungsweise Füllmenge und Ventilvorgaben beachten.
Balance und Fahrverhalten nach der Arbeit erneut beurteilen.
Wann sollte nicht einfach weiter ausgewuchtet werden?
- Reifen besitzt deutlichen Höhenschlag
- Felge ist radial oder seitlich sichtbar verformt
- Montagelinie verläuft ungleichmäßig
- Wulst sitzt nicht sauber
- Seitenwand zeigt eine Beule
- Reifen ist nach langer Standzeit noch deutlich abgeflacht
- Vibration entstand unmittelbar nach einem harten Stoß
- Radlager oder Radbefestigung sind auffällig
- ungewöhnlich große Gewichtsmenge wird erforderlich
- internes Auswuchtmedium passt nicht zum Reifen- oder Ventilsystem
Bei MPT-Reifen sollten Wulstsitz, Reifenrundlauf, Felgenrundlauf und Fahrzeugzustand zuerst technisch stimmen. Erst danach ist eine verbleibende Massenunwucht sinnvoll korrigierbar.
Weiterführende Praxis und Wissen zu MPT-Reifen
Weitere praktische Themen und technische Grundlagen rund um MPT-Reifen finden Sie in den zentralen FT-Themenwelten und den passenden Fachartikeln.
MPT-Reifen bei FT-Reifen
Wenn ein MPT-Reifen wegen eines bestätigten Schadens, einer nicht akzeptablen geometrischen Auffälligkeit, starker Alterung oder Verschleiß ersetzt werden muss, finden Sie bei FT-Reifen MPT-Reifen für unterschiedliche Fahrzeuge und Einsatzbereiche.
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Häufige Fragen zum Auswuchten von MPT-Reifen
Müssen MPT-Reifen immer ausgewuchtet werden?
Nein. Ob eine Auswuchtung sinnvoll oder erforderlich ist, hängt unter anderem von Fahrzeug, Geschwindigkeit, Radkonstruktion, Einsatz und vorhandenem Vibrationsverhalten ab.
Kann ein MPT-Reifen mit Höhenschlag ausgewuchtet werden?
Eine zusätzliche Massenunwucht kann unabhängig davon vorhanden sein. Der Höhenschlag selbst wird durch Auswuchtgewichte oder interne Auswuchtmedien jedoch nicht beseitigt.
Warum sollte vor dem Auswuchten die Montagelinie geprüft werden?
Ein ungleichmäßig sitzender Reifenwulst kann einen radial unrunden Lauf erzeugen. Dieses Montageproblem muss zuerst behoben beziehungsweise beurteilt werden.
Warum können große MPT-Räder viel Auswuchtgewicht benötigen?
Reifen, Felge, Schlauch und Ventil besitzen bei großen Dimensionen eine hohe Gesamtmasse. Dadurch können größere absolute Unwuchtwerte auftreten. Ungewöhnlich hohe Werte sollten trotzdem zu einer erneuten Rundlaufprüfung führen.
Ist internes Auswuchtmedium besser als klassische Gewichte?
Nicht pauschal. Beide Verfahren besitzen unterschiedliche Voraussetzungen. Entscheidend sind Reifen, Felge, Fahrzeug, Ventilsystem, Einsatzbedingungen und die Vorgaben des jeweiligen Auswuchtsystems.
Warum kann ein MPT-Fahrzeug trotz ausgewuchtetem Rad vibrieren?
Dann können unter anderem Reifen- oder Felgenrundlauf, Standverformung, Wulstsitz, Radlager, Fahrwerk, Radbefestigung oder Antriebsstrang die Ursache sein.
Technischer Hinweis
Diese Praxisinformationen ersetzen keine fachgerechte Reifen-, Felgen-, Rad- und Fahrzeugprüfung. Große MPT-Räder besitzen hohe Eigengewichte und können erhebliche Kräfte entwickeln. Montage, Rundlaufprüfung und Auswuchten dürfen nur mit geeigneter Technik und unter Beachtung der Vorgaben von Reifen-, Felgen-, Fahrzeug- und gegebenenfalls Auswuchtsystemhersteller durchgeführt werden.
MPT-Reifen richtig diagnostizieren – erst Rundlauf, dann Balance
Vibrationen entstehen nicht automatisch durch Unwucht. Wulstsitz, Standverformung, Reifenrundlauf, Felgenrundlauf, Radbefestigung und Fahrzeugtechnik müssen zuerst geprüft werden. Erst wenn die Geometrie stimmt, lässt sich eine verbleibende Massenunwucht sinnvoll korrigieren.
FT-Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen rund um MPT-Reifen, Felgen, Rundlauf, Auswuchten und die systematische Diagnose von Vibrationen.
FT-Reifen – der Reifenhändler, der sein Wissen teilt.