Motorradreifen richtig lagern
FT Praxiswelt – Motorradreifen
Motorradreifen richtig lagern
Motorradreifen altern auch dann, wenn sie nicht gefahren werden. Deshalb spielt es eine Rolle, ob ein Reifen lose ohne Felge, als montierter Reifen auf einer Felge oder als komplettes Motorrad-Rad eingelagert wird.
Für eine gute Lagerung sind vor allem Licht, Temperatur, Feuchtigkeit, chemische Belastungen und mechanische Verformung entscheidend. Bei kompletten Motorradrädern kommen zusätzlich empfindliche Bauteile wie Bremsscheiben, ABS-Sensorringe, Ventile und Radlagerbereiche hinzu.
Reifenlagerung ist mehr als „einfach in den Keller legen“
Ein trockener Keller oder eine Garage kann gut geeignet sein – entscheidend sind aber die tatsächlichen Bedingungen am Lagerplatz.
Direkte Sonne, starke Wärme, Öl, Kraftstoff, aggressive Chemikalien und schwere Gegenstände auf dem Reifen sollten vermieden werden.
Welche Bedingungen für Motorradreifen ungünstig sind
Direkte Sonne
Dauerhafte UV- und Wärmeeinwirkung sollte vermieden werden.
Starke Wärme
Reifen nicht dauerhaft direkt neben Heizkörpern, Öfen oder anderen starken Wärmequellen lagern.
Hohe Feuchtigkeit
Ein trockener Lagerplatz ist für Reifen, Felgen und weitere Radbauteile günstiger.
Starke Temperaturschwankungen
Ein möglichst gleichmäßiges Raumklima ist günstiger als ständig wechselnde extreme Bedingungen.
Öl
Dauerhaften direkten Kontakt zwischen Reifen und Öl vermeiden.
Kraftstoff
Benzin und andere Betriebsstoffe gehören nicht auf die Reifenoberfläche.
Lösungsmittel
Aggressive Reiniger und Lösungsmittel nicht unmittelbar neben Reifen lagern oder verschütten.
Mechanischer Druck
Reifen nicht über Monate stark zusammendrücken, knicken oder unter schweren Gegenständen einquetschen.
Motorradreifen möglichst trocken, sauber und lichtgeschützt lagern. Der Reifen sollte während der Lagerzeit weder mit Kraftstoff und Öl noch mit scharfkantigen oder schweren Gegenständen in Kontakt kommen.
Lose Reifen und komplette Räder unterscheiden
Ein loser Motorradreifen ohne Felge wird anders mechanisch gestützt als ein bereits montierter Reifen. Deshalb sollte die Lagerung entsprechend angepasst werden.
Reifen ohne Felge
Wulst und Reifenkontur dürfen nicht über längere Zeit stark verformt, zusammengedrückt oder geknickt werden.
Reifen auf Felge
Die Felge stützt die Reifenform. Dafür müssen zusätzlich Ventil, Luftdruck und Felgenzustand berücksichtigt werden.
Lose Motorradreifen nicht als Ablagefläche verwenden
Werkzeugkisten, Felgen, Motorenteile oder schwere Kartons gehören nicht über Monate auf einen losen Reifen.
Reifenwulst bei loser Lagerung schützen
Der Wulst stellt später die Verbindung zwischen Reifen und Felge her. Deshalb sollte dieser Bereich während der Lagerung nicht unnötig beschädigt oder dauerhaft verformt werden.
Nicht knicken
Den Reifen nicht stark zusammendrücken, um Lagerplatz zu sparen.
Nicht quetschen
Keine schweren Bauteile auf den Wulst stellen.
Sauber halten
Wulstbereich frei von scharfkantigen Verschmutzungen und Chemikalien halten.
Mechanische Verformungen lassen sich vermeiden, wenn lose Motorradreifen ohne hohe Punkt- oder Stapellast gelagert werden.
Montierte Motorradreifen während der Lagerung kontrollieren
Ist der Reifen bereits auf einer Felge montiert, sollte nicht nur der Reifen selbst betrachtet werden.
Luftdruck
Auch ein nicht gefahrenes Rad kann während längerer Lagerzeit langsam Druck verlieren.
Ventil
Ventilschaft, Ventileinsatz und Ventilkappe gehören zur Kontrolle.
Felge
Auf Korrosion, Beschädigungen oder andere Auffälligkeiten achten.
Reifensitz
Bei Wiederinbetriebnahme Wulst- und Felgenbereich nochmals kontrollieren.
Auch während einer langen Lagerzeit den Luftdruck nicht völlig vergessen. Ein sehr stark abgesunkener Druck sollte vor der nächsten Nutzung beziehungsweise Montage geklärt werden.
Komplette Motorradräder nicht auf der Bremsscheibe abstellen
Bei ausgebauten Rädern ist nicht nur der Reifen empfindlich. Bremsscheiben sollten nicht als Abstellfläche oder tragende Auflage verwendet werden.
Bremsscheibe
Keine schweren Gegenstände darauf legen und das Rad nicht ungünstig auf der Scheibe belasten.
Radlagerbereich
Sauber halten und nicht unnötig mit Schmutz oder Feuchtigkeit belasten.
Ventil
Nicht als Auflagepunkt benutzen oder gegen ein Regal drücken.
Bremsscheibe nicht als Standfuß missbrauchen
Ein komplettes Motorrad-Rad sollte so gelagert werden, dass keine unnötige mechanische Belastung auf die Bremsscheibe wirkt.
Ausgebaute Motorradräder nicht einfach auf die Bremsscheibe legen. Reifen und Felge sind vergleichsweise robust – Bremsscheibe und ABS-Sensorring sollten aber nicht als Auflagefläche oder Abstellkante dienen.
ABS-Sensorring beim Lagern schützen
Viele moderne Motorräder besitzen einen Sensorring für das ABS beziehungsweise die Raddrehzahlerfassung. Dieser kann je nach Konstruktion relativ offen am Rad sitzen.
Nicht verbiegen
Der Ring sollte nicht unter seitlicher oder punktueller Last stehen.
Nicht als Auflage verwenden
Das Rad nicht auf dem Sensorring abstellen.
Vor Stößen schützen
Werkzeuge und andere Räder nicht dagegen lehnen.
Deshalb beim Einlagern kompletter Räder nicht nur auf Reifen und Felge schauen.
Radposition und Laufrichtung vor der Lagerung kennzeichnen
Eine einfache Markierung kann beim späteren Einbau Verwechslungen vermeiden.
- Vorderrad kennzeichnen
- Hinterrad kennzeichnen
- Laufrichtung berücksichtigen
- gegebenenfalls Einbauposition dokumentieren
- Reifenmodell und DOT bei Bedarf notieren
Vor dem Einlagern eine kleine Kennzeichnung für Vorder-/Hinterrad beziehungsweise die Einbaurichtung anbringen. Das erleichtert die spätere Montage und verhindert unnötige Verwechslungen.
Reifen vor dem Einlagern prüfen
Ein bereits vorhandenes Problem verschwindet während der Winterpause nicht. Deshalb sollte der Reifen möglichst vor der Lagerung vollständig kontrolliert werden.
Profiltiefe
Prüfen, ob der Reifen für die nächste Nutzung noch sinnvoll geeignet ist.
Fremdkörper
Nägel, Schrauben oder andere Teile im Profil erkennen.
Seitenwand
Auf Risse, Schnitte und neue Beulen achten.
Luftverlust
Bei montierten Reifen ungewöhnlichen Druckverlust vor der Lagerung klären.
Vor dem Einlagern den Reifen kontrollieren. Eine Schraube, eine Seitenwandbeule oder ein fast abgefahrener Reifen wird über den Winter nicht besser – die Entscheidung wird sonst nur bis zum Saisonstart verschoben.
Beschädigte Reifen nicht einfach für die nächste Saison einlagern
Ist bereits klar, dass ein Reifen wegen Schaden oder Verschleiß nicht mehr weiterverwendet werden sollte, ist eine erneute technische Beurteilung vor dem Frühjahr vermeidbar.
Ersatzreifen nicht jahrelang ungeprüft im Lager vergessen
Ein ungefahrener Motorradreifen kann während langer Lagerzeit ebenfalls altern. Vor der späteren Montage sollte deshalb sein tatsächlicher Zustand geprüft werden.
DOT
Produktionsdatum als Teil der Gesamtbeurteilung berücksichtigen.
Seitenwand
Auf Rissbildung und ungewöhnliche Alterungsmerkmale achten.
Wulst
Darf nicht beschädigt oder stark verformt sein.
Reifenform
Keine auffällige dauerhafte Quetschung oder Verformung.
Produktionsdatum, Lagerbedingungen und sichtbarer Zustand müssen bei einem lange gelagerten Reifen gemeinsam betrachtet werden.
Reifen nicht pauschal luftdicht in Folie einschließen
Eine Verpackung kann vor Staub und Licht schützen. Entscheidend bleibt aber, dass der Reifen trocken und sauber eingelagert wird und sich keine ungünstige Feuchtigkeitssituation entwickelt.
Sauber
Groben Schmutz und chemische Rückstände vor der Lagerung entfernen.
Trocken
Keine nassen Reifen dauerhaft verpacken.
Lichtgeschützt
Direkte Sonnen- und UV-Einstrahlung möglichst vermeiden.
Keller oder Garage – der Raumname entscheidet nicht
Beide Lagerorte können geeignet sein, wenn die Bedingungen stimmen.
Keller
Kann gut geeignet sein, wenn er trocken ist und Reifen nicht direkt an starke Wärmequellen oder Chemikalien gestellt werden.
Garage
Kann gut geeignet sein, wenn sie trocken, vor direkter Sonne geschützt und nicht dauerhaft extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.
Ein trockener kühler Lagerplatz ist günstiger als ein sonniger, feuchter oder stark aufgeheizter Bereich – unabhängig davon, ob er Keller, Garage oder Werkstatt heißt.
Elektrische Geräte und Ozonquellen nicht direkt neben Reifen
Bei längerer Lagerung ist es sinnvoll, Reifen nicht unmittelbar neben Geräten oder Anlagen zu lagern, die Ozon beziehungsweise starke elektrische Entladungen erzeugen können.
Abstand halten
Reifen nicht direkt an entsprechende Geräte stellen.
Keine Überbewertung
Der wichtigste Lagergrundsatz bleibt ein sauberer, trockener und geschützter Lagerplatz.
Gesamtsituation
Licht, Wärme und Chemikalien spielen in der Praxis ebenfalls eine große Rolle.
Motorradschläuche richtig lagern
Bei TT-Bereifung sollten auch Ersatz- oder ausgebaute Schläuche vor unnötiger mechanischer und chemischer Belastung geschützt werden.
Trocken
Schlauch nicht in feuchter oder verschmutzter Umgebung lagern.
Lichtgeschützt
Direkte Sonne vermeiden.
Nicht quetschen
Keine schweren Gegenstände auf dem Schlauch lagern.
Nicht stark knicken
Dauerhafte mechanische Knickstellen vermeiden.
Schläuche nicht zusammen mit scharfkantigem Werkzeug lagern
Schraubendreher, Montiereisen, Felgenkanten oder lose Metallteile können einen Schlauch bereits während der Lagerung beschädigen.
Felgenband beziehungsweise Wulstband mit berücksichtigen
Bei entsprechenden Speichenrad- und Schlauchkonstruktionen schützt das Felgenband beziehungsweise Wulstband den Schlauch vor Felgen- oder Speichenbereichen.
Keine Risse
Vor Wiederverwendung auf Materialschäden prüfen.
Keine starke Verformung
Nicht unnötig verdreht oder gequetscht lagern.
Passende Ausführung
Bei Ersatz auf richtige Größe und Anwendung achten.
Vor der nächsten Montage nicht nur den Schlauch kontrollieren. Felgenband beziehungsweise Wulstband und die Felgeninnenseite gehören ebenfalls zum System und sollten technisch unauffällig sein.
Vor der späteren Montage den eingelagerten Reifen erneut prüfen
Reifengröße kontrollieren
Sicherstellen, dass der Reifen weiterhin zur vorgesehenen Anwendung passt.
DOT berücksichtigen
Produktionsdatum zusammen mit Lagerzustand und Gesamtzustand beurteilen.
Seitenwand ansehen
Keine neuen Risse, Beulen oder Beschädigungen.
Lauffläche kontrollieren
Keine Fremdkörper oder Lagerbeschädigungen.
Wulst prüfen
Keine starken Verformungen oder mechanischen Schäden.
Reifenform beurteilen
Auffällige dauerhafte Quetschungen ausschließen.
Laufrichtung berücksichtigen
Bei der späteren Montage Herstellerkennzeichnung beachten.
Nach Montage Reifensitz kontrollieren
Wulst und Felgenhorn rundum prüfen.
Nach der Montage sollte das Fahrverhalten auf den ersten Kilometern kontrolliert kennengelernt werden. Luftdruck, Laufrichtung, Wulstsitz und mögliche Vibrationen gehören zur ersten Kontrolle.
Typische Lagerfehler bei Motorradreifen und Rädern
| Lagerfehler | Warum ungünstig? | Besser |
|---|---|---|
| Reifen in direkter Sonne | dauerhafte UV- und Wärmeeinwirkung | lichtgeschützt lagern |
| Reifen direkt neben Heizkörper | dauerhafte lokale Wärme | Abstand zur Wärmequelle halten |
| Kontakt mit Öl oder Kraftstoff | unerwünschte chemische Einwirkung | sauber und getrennt lagern |
| schwere Gegenstände auf losem Reifen | mechanische Quetschung und Verformung | Reifen unbelastet lagern |
| Rad auf Bremsscheibe abstellen | unnötige mechanische Belastung der Scheibe | Rad sicher an Reifen beziehungsweise Felge abstützen |
| ABS-Ring als Auflage verwenden | Sensorring kann beschädigt oder verbogen werden | Ring frei von Belastung halten |
| Reifen jahrelang ungeprüft lagern | Alterung und Schäden bleiben unbemerkt | vor Montage erneut vollständig prüfen |
| Schlauch stark geknickt lagern | unnötige mechanische Belastung | sauber und ohne starke Knickstellen lagern |
| beschädigten Reifen ungeprüft einlagern | das Problem wird nur bis zum Saisonstart verschoben | vor der Lagerung Zustand klären |
Praxisablauf vor dem Einlagern
Reifen reinigen und trocknen
Groben Schmutz und problematische Rückstände entfernen.
Reifenzustand prüfen
Profil, Seitenwand, Fremdkörper und Schäden kontrollieren.
Bei montierten Rädern Luftdruck prüfen
Ungewöhnlichen Druckverlust nicht bis zum Frühjahr ignorieren.
Lagerplatz auswählen
Trocken, lichtgeschützt und ohne starke Wärmequelle.
Chemikalien fernhalten
Öl, Kraftstoff und Lösungsmittel nicht direkt am Reifen lagern.
Mechanische Belastung vermeiden
Reifen nicht quetschen oder unter schweren Gegenständen lagern.
Bei kompletten Rädern empfindliche Teile schützen
Bremsscheibe, ABS-Ring und Ventil frei von Belastung halten.
Radposition kennzeichnen
Vorne, hinten und gegebenenfalls Einbaurichtung dokumentieren.
Vor Wiederverwendung erneut kontrollieren
Lagerung ersetzt keine technische Prüfung vor Montage oder Fahrt.
Kontrollliste für die Lagerung von Motorradreifen
- Reifen vor Lagerung kontrolliert
- keine Fremdkörper im Profil
- keine neue Seitenwandbeule vorhanden
- keine kritischen Schnitte oder Risse sichtbar
- Reifen sauber und trocken
- Lagerplatz vor direkter Sonne geschützt
- keine starke Wärmequelle direkt daneben
- kein direkter Kontakt mit Öl oder Kraftstoff
- keine aggressiven Chemikalien am Reifen
- lose Reifen nicht stark zusammengedrückt
- Wulst nicht gequetscht
- keine schweren Gegenstände auf Reifen
- bei montierten Rädern Luftdruck berücksichtigt
- Ventil geschützt
- Bremsscheibe nicht als Auflagefläche verwendet
- ABS-Sensorring geschützt
- Radposition gekennzeichnet
- Schläuche trocken und ohne starke Knickstellen gelagert
- Felgenband beziehungsweise Wulstband kontrolliert
- vor späterer Montage Reifen erneut vollständig geprüft
Wann ein lange gelagerter Reifen vor der Montage genauer geprüft werden sollte
- deutliche Rissbildung sichtbar
- Reifen wurde über längere Zeit stark gequetscht
- Wulst ist sichtbar beschädigt oder verformt
- Reifen hatte direkten Kontakt mit Öl oder Kraftstoff
- Lagerbedingungen waren sehr heiß oder dauerhaft sonnig
- Seitenwand zeigt eine Beule
- Produktionsdatum liegt weit zurück und Gesamtzustand ist unklar
- Reifen wurde bereits vor Lagerung beschädigt
- bei montiertem Rad ist der Luftdruck stark abgesunken
- Bremsscheibe oder ABS-Ring wurden während der Lagerung beschädigt
- technische Eignung für das Motorrad ist unklar
FT Wissenswelt für Zweiradreifen
Weiterführendes Wissen rund um Motorrad-, Roller- und Mopedreifen, Reifenkonstruktion, Kennzeichnungen, Auswahl und typische Anforderungen motorisierter Zweiräder.
Motorrad- und Zweiradreifen bei FT-Reifen
Muss ein eingelagerter Motorradreifen nach der Kontrolle ersetzt werden, sollten Reifengröße, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitskennung, Fahrzeugfreigabe und die technisch zulässige Kombination von Vorder- und Hinterreifen berücksichtigt werden.
Verwandte Reifenbereiche
Je nach Fahrzeug, Reifenbauart und Radkonstruktion können auch weitere Bereiche aus der FT-Reifen Zweirad- und Spezialreifenwelt interessant sein.
Service und Orientierung bei FT-Reifen
Von der Auswahl des passenden Motorradreifens bis zur Bestellung bieten unsere Service- und Herstellerbereiche zusätzliche Orientierung.
FT-Reifen auf Instagram und TikTok
Auf unseren Social-Media-Kanälen zeigen wir regelmäßig Reifen, Produkte, Praxistipps und Einblicke in die FT-Reifen Wissenswelt, Praxiswelt und Herstellerwelt. Unsere Reels verbinden kurze praktische Informationen mit weiterführendem Wissen auf unserer Website.
Häufige Fragen zur Lagerung von Motorradreifen
Kann ein Motorradreifen auch ohne gefahren zu werden altern?
Ja. Auch während der Lagerung wirken Zeit, Temperatur, Licht und Umgebungsbedingungen auf das Material. Deshalb sollte ein lange gelagerter Reifen vor der späteren Montage erneut vollständig beurteilt werden.
Sollte ein loser Motorradreifen einfach flach hingelegt und beschwert werden?
Nein. Ein loser Reifen sollte nicht über längere Zeit stark zusammengedrückt, geknickt oder unter schweren Gegenständen gelagert werden. Besonders der Wulstbereich sollte vor mechanischer Verformung geschützt werden.
Darf ein komplettes Motorrad-Rad auf der Bremsscheibe liegen?
Eine Bremsscheibe sollte nicht als tragende Lager- oder Auflagefläche verwendet werden. Das Rad besser so abstützen, dass Bremsscheibe, ABS-Sensorring und Ventil nicht unnötig belastet werden.
Ist eine Garage grundsätzlich ein schlechter Lagerplatz für Motorradreifen?
Nein. Eine trockene, lichtgeschützte Garage ohne starke Wärmequellen oder dauerhaften Chemikalienkontakt kann geeignet sein. Entscheidend sind die tatsächlichen Lagerbedingungen.
Was muss bei einem eingelagerten Motorradschlauch beachtet werden?
Schläuche sollten sauber, trocken, lichtgeschützt und ohne starke Quetsch- oder Knickbelastung gelagert werden. Vor der Montage sollten Schlauch, Reifeninnenseite und gegebenenfalls Felgenband beziehungsweise Wulstband erneut kontrolliert werden.
Technischer Hinweis
Motorradreifen sollten bei längerer Lagerung vor direkter Sonne, starker Wärme, Chemikalien und unnötiger mechanischer Verformung geschützt werden. Bei kompletten Rädern sind zusätzlich Bremsscheiben, ABS-Sensorringe, Ventile und Felgen vor Belastung beziehungsweise Beschädigung zu schützen. Ein lange gelagerter Reifen sollte vor der Montage erneut auf Reifengröße, Zustand, Wulst, Alterung, Schäden und technische Eignung für das jeweilige Motorrad geprüft werden.
Gute Motorradreifen-Lagerung schützt mehr als nur die Lauffläche
FT-Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen zu Motorradreifen, Lagerung, kompletten Rädern, Bremsscheiben, ABS-Sensorringen, Schläuchen, Wulstbändern und der richtigen Kontrolle vor der Wiederverwendung.
FT-Reifen – der Reifenhändler, der sein Wissen teilt.