Landwirtschaftsreifen richtig lagern – Räder, Reifen und Schläuche außerhalb der Saison schützen
FT Praxiswelt – Landwirtschaftsreifen
Landwirtschaftsreifen richtig lagern – Räder, Reifen und Schläuche außerhalb der Saison schützen
Landwirtschaftsreifen, Kompletträder, Ersatzschläuche und Wulstbänder werden häufig über Monate gelagert. In dieser Zeit werden sie zwar nicht gefahren, können aber trotzdem durch Sonne, Feuchtigkeit, Chemikalien, ungünstige Lagerpositionen oder mechanische Belastung altern und beschädigt werden.
Eine gute Lagerung beginnt deshalb nicht erst beim Abstellen. Reifen und Räder sollten vor der Einlagerung kontrolliert, gereinigt und so abgelegt werden, dass Wulst, Seitenwand, Ventil und Felge nicht unnötig belastet werden.
Auch ein unbenutzter Landwirtschaftsreifen kann während der Lagerung Schaden nehmen
Fehlende Kilometer bedeuten nicht, dass während der Lagerzeit nichts mit dem Reifen passiert.
Direkte Sonne, chemische Einwirkungen, schwere Gegenstände, scharfe Kanten oder dauerhaft ungünstige Verformungen können den Zustand eines Reifen- oder Radsystems verschlechtern.
Was bei der Lagerung von Landwirtschaftsreifen wichtig ist
Lichtschutz
Reifen möglichst vor dauerhafter direkter Sonneneinstrahlung schützen.
Trockenheit
Dauerhafte Feuchtigkeit vermeiden, besonders bei Kompletträdern und Felgen.
Sauberkeit
Starke Verschmutzungen und aggressive Rückstände vor langer Lagerung entfernen.
Keine Chemikalien
Reifen nicht dauerhaft neben Öl, Diesel, Lösungsmitteln oder aggressiven Mitteln lagern.
Keine scharfen Kanten
Reifenwulst und Seitenwand dürfen nicht punktuell auf scharfkantigem Metall aufliegen.
Keine Quetschung
Schwere Gegenstände nicht auf lose Reifen, Schläuche oder Wulstbänder stellen.
Geeignete Lagerposition
Reifen so lagern, dass keine starke dauerhafte Verformung entsteht.
Kennzeichnung
Gebrauchte Reifen und Räder vor der Lagerung eindeutig zuordnen.
Sonne und Witterung möglichst vermeiden
Auf landwirtschaftlichen Betrieben werden Reifen oft unter Vordächern, an Hallenwänden oder im Außenbereich gelagert. Dabei kann ein Reifen trotz Überdachung über Monate direkter Sonne ausgesetzt sein.
Direkte Sonne
Dauerhafte UV- und Wärmebelastung kann die Alterung der Gummioberfläche fördern.
Regen und Feuchtigkeit
Besonders bei Kompletträdern können Felge, Ventilöffnung und Befestigungsbereiche betroffen sein.
Temperaturwechsel
Starke Wechsel zwischen Hitze und Frost sollten nach Möglichkeit reduziert werden.
Wenn die Reifen dort täglich stundenlang direkter Sonne ausgesetzt sind oder ständig Feuchtigkeit vom Boden aufnehmen, ist der Lagerplatz trotzdem ungünstig.
Öl, Diesel und Chemikalien vom Reifen fernhalten
Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb können Reifen leicht mit verschiedenen Betriebsstoffen in Kontakt kommen.
Dieselkraftstoff
Ausgelaufener Kraftstoff sollte nicht über längere Zeit mit dem Reifenmaterial in Kontakt bleiben.
Hydrauliköl
Leckagen können Reifen, Schläuche oder Wulstbänder über Monate benetzen.
Lösungsmittel
Ungeeignete chemische Mittel können Gummi verändern.
Agrarchemie
Pflanzenschutz- und andere Mittel nicht unmittelbar zusammen mit Reifen lagern.
Ein Reifenlager ist kein Platz für offene Betriebsstoffbehälter
Ein ausgelaufener Kanister neben einem Ersatzreifen kann über lange Lagerzeit zu einer lokalen Materialveränderung führen, obwohl der Reifen nie gefahren wurde.
Auch Ozonquellen bei der Lagerung berücksichtigen
Reifen und andere Gummiprodukte sollten möglichst nicht dauerhaft unmittelbar neben Geräten oder elektrischen Einrichtungen gelagert werden, die erhöhte Ozonbelastungen verursachen können.
Wenn genügend Lagerfläche vorhanden ist, Reifen nicht direkt neben laufenden elektrischen Maschinen, starken Wärmequellen oder anderen technisch ungünstigen Bereichen abstellen. Ein ruhiger, trockener und lichtgeschützter Lagerplatz ist die bessere Lösung.
Lose Reifen und Kompletträder unterschiedlich betrachten
Reifen ohne Felge
Wulst und Seitenwände dürfen nicht geknickt, gequetscht oder durch schwere Gegenstände belastet werden.
Komplettrad
Zusätzlich müssen Luftdruck, Ventil, Felgenzustand und das deutlich höhere Eigengewicht berücksichtigt werden.
Große Landwirtschaftsreifen besitzen erhebliches Eigengewicht
Je größer der Reifen, desto wichtiger wird eine geeignete und sichere Lagerposition.
- nicht auf scharfe Metallkante stellen
- nicht unter schweren Fahrzeugteilen einklemmen
- nicht dauerhaft stark schräg verspannen
- Wulstbereich nicht punktuell belasten
- Reifen gegen unbeabsichtigtes Umkippen sichern
- große Reifen standsicher lagern
Große aufrecht stehende Reifen gegen Umfallen sichern
Ein schwerer Landwirtschaftsreifen kann beim Umkippen Personen verletzen oder selbst am Wulst beziehungsweise an der Seitenwand beschädigt werden.
Reifenwulst besonders schützen
Der Wulst muss den Reifen später sicher auf der Felge halten und bei TL-Systemen einen wesentlichen Teil der Abdichtung übernehmen.
Nicht knicken
Wulst nicht gewaltsam zusammendrücken, um Lagerplatz zu sparen.
Nicht quetschen
Keine schweren Gegenstände auf dem Wulst abstellen.
Nicht über Kanten ziehen
Scharfes Metall kann Gummi und Wulstbereich beschädigen.
Nicht punktuell aufhängen
Schmale Haken, Draht oder Ketten können hohe lokale Belastungen erzeugen.
Große Landwirtschaftsreifen nicht mit Draht, Kette oder schmalem Haken am Wulst aufhängen. Das hohe Reifengewicht wirkt dabei punktuell auf einen kleinen und technisch wichtigen Bereich.
Staplergabeln können einen Reifen ebenfalls beschädigen
Auf landwirtschaftlichen Betrieben werden große Reifen häufig mit Stapler, Frontlader oder anderen Hebegeräten bewegt. Dabei sollte der Reifenwulst nicht mit scharfkantiger oder punktueller Belastung aufgenommen werden.
Ein Reifen darf beim Umsetzen nicht beschädigt werden, nur weil sein Eigengewicht eine maschinelle Handhabung erforderlich macht.
Kompletträder vor längerer Lagerung reinigen
Ein Rad muss vor der Einlagerung nicht optisch neuwertig sein. Starke und problematische Verschmutzungen sollten jedoch entfernt werden.
- grobe Erde entfernen
- Pflanzenreste entfernen
- Dünger- und aggressive Rückstände beseitigen
- Salz- und Straßenreste nicht monatelang auf der Felge lassen
- Ventilbereich sichtbar machen
- Felgenbefestigung kontrollierbar halten
Erst auf einer ausreichend sauberen Oberfläche lassen sich Risse, tiefe Roststellen, Scheuerstellen oder Beschädigungen zuverlässig erkennen.
Felge vor der Einlagerung kontrollieren
Die Lagerzeit ist ein guter Zeitpunkt, um Probleme zu erkennen und nicht erst am ersten Einsatztag der nächsten Saison.
Felgenhorn
Auf Verformung und stärkere Korrosion achten.
Ventilöffnung
Rost und Beschädigungen kontrollieren.
Befestigungsbereich
Radbohrungen und Sitzflächen ansehen.
Lackschäden
Offene korrodierende Bereiche vor der langen Standzeit beachten.
Beschädigte Felge nicht einfach bis zur nächsten Saison „mit einlagern“
Wenn ein technischer Schaden bereits bekannt ist, sollte er dokumentiert und vor dem nächsten Einsatz geklärt werden. Sonst wird das Problem beim Saisonstart leicht vergessen.
Kompletträder während der Lagerung nicht vergessen
Auch montierte Reifen können während mehrmonatiger Lagerzeit Druck verlieren.
Vor Einlagerung Druck prüfen
Ungewöhnlichen Druckverlust bereits vorher erkennen.
Ventil kontrollieren
Beschädigungen und Undichtigkeiten beachten.
Während langer Lagerzeit gelegentlich prüfen
Bei besonders wichtigen Ersatzrädern Zustand nicht jahrelang ungeprüft lassen.
Vor Einsatz erneut kalt messen
Nicht vom Druckwert bei Einlagerung ausgehen.
Ein Ersatzrad, das nach jeder Lagerperiode fast leer ist, hat ein Problem
Starker wiederkehrender Luftverlust sollte nicht als normale Folge der Lagerung angesehen werden. Ventil, Wulst, Reifen beziehungsweise Schlauch müssen überprüft werden.
Schläuche separat sorgfältig lagern
Ersatzschläuche können ebenfalls durch ungünstige Lagerbedingungen geschädigt werden.
Nicht knicken
Dauerhafte scharfe Falten und Quetschungen vermeiden.
Lichtgeschützt
Nicht monatelang in direkter Sonne lagern.
Trocken
Geeigneten sauberen Lagerplatz verwenden.
Ventil schützen
Ventilfuß und Ventilschaft nicht unter dauerhafte mechanische Spannung setzen.
Schlauch nicht unter Reifenstapel oder schweren Ersatzteilen lagern
Punktuelle Druckbelastung und starke Falten können über lange Zeit ungünstig auf das Material wirken.
Wulstbänder richtig aufbewahren
Auch ein neues oder noch gut erhaltenes Wulstband sollte so gelagert werden, dass es seine Form und Elastizität behält.
- nicht scharf geknickt lagern
- nicht unter schweren Gegenständen quetschen
- nicht direkter Sonne aussetzen
- nicht mit Öl oder Chemikalien lagern
- vor Einbau trotzdem erneut kontrollieren
Gebrauchte Reifen und Räder eindeutig kennzeichnen
Nach mehreren Monaten oder Jahren ist oft nicht mehr sicher bekannt, von welchem Fahrzeug und welcher Radposition ein eingelagerter Reifen stammt.
Fahrzeug
Zuordnung zur Maschine oder zum Anhänger notieren.
Achsposition
Vorne, hinten beziehungsweise entsprechende Achsposition festhalten.
Links / rechts
Kann bei späterer Zustands- oder Verschleißbeurteilung hilfreich sein.
Reifendaten
Größe, Hersteller, Typ und gegebenenfalls Profiltiefe dokumentieren.
Einen gebrauchten Ersatzreifen vor der Einlagerung mit Fahrzeugzuordnung, Reifengröße, Restprofil und bekannten Auffälligkeiten kennzeichnen. Dann muss beim nächsten Bedarf nicht erst rekonstruiert werden, woher der Reifen stammt.
Ersatzreifen vor der Einlagerung wirklich prüfen
Ein beschädigter Reifen wird nicht dadurch wieder einsatzfähig, dass er zwei Jahre in der Halle liegt.
- Seitenwände ansehen
- Profilgrund kontrollieren
- Wulst prüfen
- Fremdkörper suchen
- alte Reparaturstellen ansehen
- Reifenalter berücksichtigen
- Verwendungszweck dokumentieren
Den vermeintlichen Ersatzreifen nicht erst im Pannenfall prüfen
Wenn ein Fahrzeug dringend gebraucht wird, ist es zu spät festzustellen, dass der eingelagerte Ersatzreifen selbst einen Wulstschaden, tiefen Riss oder ungeklärten Fremdkörper besitzt.
Auch während der Lagerung können neue Schäden entstehen
Druckstellen
Durch schwere Gegenstände oder ungünstige Auflagepunkte.
Verformung
Durch lange falsche Lagerposition oder Quetschung.
Chemischer Kontakt
Durch später abgestellte Kanister oder Leckagen.
Nagetierschäden
Bei langer Lagerung können auch äußere mechanische Einwirkungen auftreten.
Gelagerten Reifen vor der Montage erneut kontrollieren
Auch ein Reifen, der beim Einlagern technisch unauffällig war, sollte vor der nächsten Montage noch einmal vollständig angesehen werden.
Kennzeichnung prüfen
Stimmt der Reifen wirklich zum vorgesehenen Fahrzeug?
Seitenwände kontrollieren
Neue Risse, Druckstellen und Verformungen ausschließen.
Wulst ansehen
Keine Lager-, Transport- oder Quetschschäden.
Profil kontrollieren
Fremdkörper und Alterungsveränderungen prüfen.
Bei Komplettrad Felge prüfen
Korrosion, Ventil und Befestigungsbereich ansehen.
Reifendaten abgleichen
Tragfähigkeit und Größe müssen weiterhin zum vorgesehenen Fahrzeug passen.
Typische Lagerfehler und mögliche Folgen
| Lagerfehler | Mögliche Folge | Besser |
|---|---|---|
| dauerhaft direkte Sonne | stärkere Oberflächenalterung möglich | lichtgeschützt lagern |
| dauerhafte Feuchtigkeit | Felgenkorrosion und ungünstige Lagerbedingungen | trocken lagern |
| Kontakt mit Öl oder Diesel | lokale Gummiveränderung möglich | Betriebsstoffe getrennt lagern |
| schwere Teile auf losem Reifen | Verformung oder lokale Belastung | Reifen frei von Auflast lagern |
| Wulst auf scharfer Kante | Wulstbeschädigung möglich | breite und saubere Auflage verwenden |
| Reifen am Draht aufgehängt | hohe punktuelle Wulstbelastung | geeignete Lagerung ohne schmale Aufhängung |
| Komplettrad stark verschmutzt eingelagert | Korrosion oder Schäden bleiben unbemerkt | vorher grob reinigen und prüfen |
| Schlauch scharf gefaltet | dauerhafte Materialbelastung möglich | spannungsarm lagern |
| Ventil unter schweren Teilen | Ventilschaden möglich | Ventil frei und geschützt halten |
| Reifen ohne Kennzeichnung | spätere falsche Zuordnung möglich | Fahrzeug und Radposition dokumentieren |
| beschädigter Ersatzreifen eingelagert | im Pannenfall nicht einsatzfähig | vor Lagerung vollständig kontrollieren |
Lagerung von Reifen, Rädern und Schläuchen unterscheiden
| Bauteil | Besonders beachten |
|---|---|
| loser Reifen | Wulst, Verformung, scharfe Kanten und sichere Lagerposition |
| Komplettrad | Luftdruck, Ventil, Felgenkorrosion und hohes Eigengewicht |
| Schlauch | keine scharfen Falten, Ventil schützen, lichtgeschützt lagern |
| Wulstband | nicht knicken, quetschen oder chemisch belasten |
| gebrauchter Ersatzreifen | Zustand und spätere Fahrzeugzuordnung dokumentieren |
Praxisablauf vor der Einlagerung
Reifen beziehungsweise Rad reinigen
Groben Schmutz und problematische Rückstände entfernen.
Reifenzustand prüfen
Flanken, Profilgrund und Wulst kontrollieren.
Felge kontrollieren
Korrosion, Beschädigungen und Ventilbereich ansehen.
Komplettrad auf Druckverlust prüfen
Ungewöhnliche Undichtigkeit vor der Lagerung klären.
Reifen eindeutig kennzeichnen
Fahrzeug, Achsposition und Reifendaten notieren.
Geeigneten Lagerplatz wählen
Trocken, lichtgeschützt und frei von aggressiven Betriebsstoffen.
Wulst und Seitenwand schützen
Keine scharfen Kanten oder Punktbelastungen.
Reifen standsicher ablegen
Besonders große Reifen gegen Umkippen sichern.
Schläuche und Wulstbänder getrennt schützen
Nicht quetschen, knicken oder unter schwere Gegenstände legen.
Kontrollliste für die Lagerung von Landwirtschaftsreifen
- Reifen vor Einlagerung kontrolliert
- grobe Verschmutzungen entfernt
- kein dauerhafter Kontakt mit Öl oder Diesel
- keine aggressiven Chemikalien am Lagerplatz
- direkte Sonneneinstrahlung möglichst vermieden
- dauerhafte Feuchtigkeit vermieden
- keine scharfen Kanten am Wulst
- keine schweren Teile auf Reifen oder Schlauch
- große Reifen gegen Umkippen gesichert
- Komplettrad auf Felgenkorrosion geprüft
- Ventil geschützt
- auffälliger Druckverlust vor Lagerung geklärt
- Schläuche nicht scharf gefaltet
- Wulstbänder nicht gequetscht
- gebrauchte Reifen eindeutig gekennzeichnet
- Ersatzreifen vor Lagerung auf Einsatzfähigkeit geprüft
- Reifen vor späterer Montage erneut kontrolliert
Wann ein eingelagerter Reifen vor der Montage genauer geprüft werden sollte
- Reifen lag jahrelang ohne Kontrolle
- direkte Sonne wirkte dauerhaft auf den Reifen
- Kontakt mit Öl, Diesel oder Chemikalien möglich
- Wulst wurde gequetscht oder punktuell belastet
- Reifen stand stark verformt
- Komplettrad hat deutlich Luft verloren
- Felge zeigt starke Korrosion
- Reifen besitzt neue Druckstellen oder Risse
- Zuordnung des Reifens zum Fahrzeug ist unklar
- Reifentragfähigkeit für den vorgesehenen Einsatz ist nicht mehr bekannt
FT Praxiswelt
Weiterführendes Praxiswissen zur Montage und Kontrolle landwirtschaftlicher Reifen, Schläuche, Wulstbänder und kompletter Radsysteme.
FT Wissenswelt
Grundlagenwissen zu Landwirtschaftsreifen, Reifenbauarten, Alterung und unterschiedlichen landwirtschaftlichen Einsatzbereichen.
Landwirtschaftsreifen, Schläuche und Wulstbänder bei FT-Reifen
Wenn ein eingelagerter Reifen oder ein komplettes Rad ersetzt werden muss, sollten Größe, Tragfähigkeit, Geschwindigkeit, Reifenbauart, Felge und der tatsächliche Einsatz der Maschine berücksichtigt werden.
Häufige Fragen zur Lagerung von Landwirtschaftsreifen
Können Landwirtschaftsreifen auch während der Lagerung altern?
Ja. Direkte Sonne, Witterung, chemische Einflüsse und ungünstige Lagerbedingungen können das Reifenmaterial auch dann beanspruchen, wenn der Reifen nicht gefahren wird.
Sollte ein loser Landwirtschaftsreifen einfach irgendwo aufrecht an die Wand gestellt werden?
Der Reifen sollte standsicher und ohne scharfe Punktbelastung am Wulst gelagert werden. Bei sehr großen und schweren Reifen muss zusätzlich verhindert werden, dass sie unbeabsichtigt umkippen.
Warum sollte der Wulst bei der Lagerung besonders geschützt werden?
Der Wulst ist für den sicheren Sitz auf der Felge entscheidend. Quetschungen, scharfe Kanten oder punktuelle Belastungen können später Montage und Dichtheit beeinträchtigen.
Was ist bei eingelagerten Schläuchen wichtig?
Schläuche sollten sauber, trocken, lichtgeschützt und ohne scharfe Falten gelagert werden. Besonders der Ventilfuß sollte nicht dauerhaft mechanisch belastet werden.
Warum sollte ein Ersatzreifen bereits vor der Einlagerung geprüft werden?
Damit im späteren Pannenfall nicht erst festgestellt wird, dass der eingelagerte Reifen selbst einen tiefen Riss, Wulstschaden oder andere technische Auffälligkeiten besitzt.
Technischer Hinweis
Die geeignete Lagerung hängt auch von Reifengröße, Bauart, Eigengewicht und davon ab, ob der Reifen lose oder als Komplettrad gelagert wird. Große und schwere Landwirtschaftsreifen müssen standsicher gehandhabt werden. Reifenwülste, Seitenwände, Schläuche und Ventile dürfen bei Transport und Lagerung nicht geknickt, gequetscht oder durch ungeeignete Hebe- beziehungsweise Aufhängemittel beschädigt werden.
Ein guter Ersatzreifen muss auch nach der Lagerung noch ein guter Reifen sein
FT-Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen zu Landwirtschaftsreifen, Lagerung, Reifenwulst, Schläuchen, Wulstbändern, Felgen und typischen Schäden während längerer Standzeiten.
FT-Reifen – der Reifenhändler, der sein Wissen teilt.