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Landwirtschaftsreifen bei wechselnder Beladung richtig einstellen und kontrollieren

FT Praxiswelt – Landwirtschaftsreifen

Landwirtschaftsreifen bei wechselnder Beladung richtig einstellen und kontrollieren

Landwirtschaftliche Fahrzeuge und Maschinen arbeiten selten den ganzen Tag unter derselben Last. Ein Anhänger fährt leer zum Feld und beladen zurück, ein Güllefass verändert sein Gewicht mit dem Füllstand, ein Traktor übernimmt unterschiedliche Anbaugeräte und eine Erntemaschine wird während der Arbeit zunehmend schwerer.

Damit verändert sich auch die Belastung der Reifen. Ein Luftdruck, der für einen bestimmten Betriebszustand passt, muss deshalb nicht automatisch bei völlig anderer Radlast und Geschwindigkeit ebenfalls passend sein.

Ein Luftdruck ist nicht automatisch für jeden Lastzustand richtig

Leerfahrt, Feldarbeit, Vollbeladung und Straßenfahrt können denselben Reifen sehr unterschiedlich beanspruchen.

Bei deutlichen Lastwechseln den Betriebszustand neu beurteilen

Entscheidend sind tatsächliche Radlast, Reifenbauart, Fahrgeschwindigkeit und die Last-/Druckangaben des jeweiligen Reifenherstellers.

Typische Lastwechsel in der Landwirtschaft

Anhänger leer

Die Radlast ist vergleichsweise gering und das Fahrverhalten kann deutlich härter wirken als im beladenen Zustand.

Anhänger voll

Die Reifen müssen einen wesentlich höheren Anteil des Gesamtgewichts tragen.

Güllefass leer

Das Fahrzeuggewicht ist deutlich geringer als mit gefülltem Behälter.

Güllefass voll

Hohe Nutzlast verändert Radlast, Reifenverformung und Anforderungen an den Betriebsdruck.

Traktor ohne Gerät

Vorder- und Hinterachse arbeiten ohne zusätzliche Anbaugeräte unter einer bestimmten Grundlast.

Traktor mit Frontgerät

Die Vorderachslast kann erheblich zunehmen.

Traktor mit Heckgerät

Die Hinterachslast steigt und die Lastverteilung zwischen den Achsen verändert sich.

Erntemaschine

Tankfüllung, Erntegut und Arbeitszustand können die Radlast während des Einsatzes verändern.

Leerfahrt und Vollbeladung getrennt betrachten

Ein Landwirtschaftsreifen muss im Leerzustand deutlich weniger Last tragen als bei maximaler Beladung. Der Reifen arbeitet deshalb in beiden Situationen unterschiedlich.

Leer oder leicht beladen

Ein auf hohe Last abgestimmter Betriebsdruck kann je nach Reifen und Freigabe zu einem sehr harten Fahrverhalten führen.

Voll beladen

Die deutlich höhere Radlast verlangt einen Betriebszustand, bei dem Tragfähigkeit, Luftdruck und Geschwindigkeit sicher zusammenpassen.

FT Praxisgrundsatz

Die Frage lautet nicht nur: „Wie viel Luft gehört in den Reifen?“, sondern: „Welche Last muss dieser Reifen bei welcher Geschwindigkeit tatsächlich tragen?“

Front- und Heckanbaugeräte verändern die Achslasten

Beim Traktor kann ein Anbaugerät die Belastungsverteilung stärker verändern, als es das Gesamtgewicht des Fahrzeugs vermuten lässt.

Frontlader und Frontgerät

Belasten die Vorderachse stärker und können insbesondere bei zusätzlicher Nutzlast hohe Vorderreifenlasten erzeugen.

Schweres Heckgerät

Erhöht die Hinterachslast und kann gleichzeitig die Belastung der Vorderachse verändern.

Ballastierung

Front- oder Heckgewichte verändern die Radlasten zusätzlich und müssen in die Reifenbeurteilung einfließen.

Gesamtgewicht allein zeigt nicht, welche Achse tatsächlich belastet wird

Ein Traktor kann mit zwei verschiedenen Anbaugeräten nahezu dasselbe Gesamtgewicht besitzen und trotzdem völlig unterschiedliche Vorder- und Hinterachslasten aufweisen.

Bei Flüssigkeitstanks kann sich die Last zusätzlich bewegen

Güllefässer, Pflanzenschutzgeräte und andere Maschinen mit Flüssigkeitsbehältern verändern ihre Last nicht nur durch den Füllstand. Bei Teilfüllung kann sich Flüssigkeit innerhalb des Behälters während der Fahrt bewegen.

Beschleunigen

Flüssigkeit kann sich im Behälter verlagern und kurzfristig andere Kräfte erzeugen.

Bremsen

Dynamische Lastverschiebungen können einzelne Achsen zeitweise stärker beanspruchen.

Kurvenfahrt

Seitliche Bewegung des Mediums kann die Lastverteilung zwischen den Fahrzeugseiten verändern.

Unebener Boden

Fahrwerksbewegung und Flüssigkeitsbewegung können gleichzeitig auftreten.

Der Luftdruck wird deshalb nicht ständig während der Fahrt verändert

Er muss aber zu den realistisch zu erwartenden Lastzuständen und zum vorgesehenen Einsatz des Fahrzeugs passen.

Leerfahrt nicht unnötig hart fahren

Ist ein Reifen dauerhaft auf einen sehr hohen Lastzustand eingestellt, kann das Fahrzeug im Leerzustand je nach Reifenbauart und Herstellerfreigabe unnötig hart laufen.

  • geringere Eigendämpfung
  • stärkere Stoßübertragung auf Fahrwerk und Gerät
  • unruhigeres Fahrverhalten auf schlechtem Untergrund
  • veränderte Aufstandsfläche
  • stärkeres Hoppeln leichter Fahrzeuge möglich

Aber nicht nach Gefühl einfach Luft ablassen

Ein angenehmeres Fahrverhalten ist nicht automatisch ein Beweis dafür, dass ein noch niedrigerer Druck technisch zulässig wäre. Die Tragfähigkeit des Reifens muss weiterhin zur tatsächlichen Radlast und Geschwindigkeit passen.

Volllast nicht mit einem zu niedrigen Betriebsdruck fahren

Ein Betriebsdruck, der bei geringer Radlast ausreichend ist, kann bei voller Beladung zu niedrig sein.

Stärkere Walkarbeit

Der Reifen verformt sich bei jeder Umdrehung stärker.

Mehr Erwärmung

Hohe Last und starke Reifenarbeit können die Temperatur erhöhen.

Starke Flankenarbeit

Die Seitenwand kann deutlich stärker beansprucht werden.

Reifenaufbau

Ein dauerhaft ungeeigneter Betriebszustand kann die Karkasse übermäßig belasten.

Besonders kritisch: mehr Last und gleichzeitig mehr Geschwindigkeit

Wenn ein Fahrzeug nach der Beladung zusätzlich schneller auf der Straße gefahren wird, ändern sich zwei wichtige Betriebsbedingungen gleichzeitig.

Typischer Praxisfall: leer zum Feld – voll beladen zurück

Das ist einer der häufigsten Lastwechsel im landwirtschaftlichen Alltag.

Leerfahrt

Gerät fährt mit geringer Nutzlast zum Einsatzort.

Beladung

Erntegut, Flüssigkeit oder anderes Ladegut erhöht die Achs- und Radlast.

Rückfahrt

Das Gerät fährt möglicherweise mit wesentlich höherer Radlast auf die Straße.

Geschwindigkeit steigt

Die Belastung unterscheidet sich damit deutlich vom vorherigen Feldzustand.

Betriebszustand prüfen

Herstellerwerte für tatsächliche Radlast und Straßengeschwindigkeit heranziehen.

FT Praxistipp

Gerade beim Wechsel von leerer Feldanfahrt zu voller Straßenrückfahrt nicht automatisch davon ausgehen, dass derselbe Betriebsdruck für beide Zustände optimal beziehungsweise zulässig ist.

Achs- und Radlast sind wichtiger als die zusätzliche Gesamtladung allein

Wird beispielsweise eine Nutzlast von mehreren Tonnen aufgenommen, verteilt sich dieses Gewicht nicht automatisch gleichmäßig auf alle Reifen.

Stützlast

Ein Teil der Last kann auf das Zugfahrzeug übertragen werden.

Achsposition

Je nach Konstruktion tragen einzelne Achsen unterschiedliche Lastanteile.

Beladungsverteilung

Vorne, hinten oder seitlich ungleich verteiltes Ladegut verändert die Radlast.

Fahrwerk

Tandem-, Tridem- und andere Achskonstruktionen beeinflussen die tatsächliche Lastverteilung.

Zusätzliche 4.000 kg Nutzlast bedeuten nicht automatisch 1.000 kg mehr auf jedem von vier Reifen

Diese Rechnung wäre nur bei einer vollkommen gleichmäßigen Lastverteilung richtig. In der Praxis können Achskonstruktion, Stützlast und Ladeposition die Belastung deutlich anders verteilen.

Reifen links und rechts direkt vergleichen

Bei wechselnder Beladung können sichtbare Unterschiede zwischen vergleichbaren Reifen wichtige Hinweise liefern.

  • steht eine Fahrzeugseite sichtbar tiefer?
  • verformt sich ein Reifen stärker?
  • wirkt eine Seitenwand deutlich stärker belastet?
  • zeigt ein Reifen ein anderes Aufstandsbild?
  • wird ein Reifen nach dem Einsatz deutlich wärmer?
  • entwickelt sich langfristig unterschiedlicher Verschleiß?

Sichtbare Reifenverformung nicht sofort als Überlastung bewerten

Unterschiedlicher Luftdruck kann ähnlich aussehen wie eine unterschiedliche Radlast. Deshalb Reifenbild und Druck immer zusammen betrachten.

Wenn eine Seite deutlich stärker belastet wirkt

Gerät auf möglichst ebenen Boden stellen

Hanglage und Bodenunterschiede als Einfluss reduzieren.

Luftdruck vergleichen

Technisch vergleichbare Reifen unter gleichen Messbedingungen prüfen.

Beladung ansehen

Einseitige oder ungünstige Lastverteilung ausschließen.

Füllstände berücksichtigen

Tanks und Behälter mit in die Lastbeurteilung einbeziehen.

Fahrwerk prüfen

Bei Tandem und Tridem alle Radpositionen vergleichen.

Bei Bedarf Radlast messen

Wenn die Ursache weiterhin unklar bleibt, tatsächliche Belastung ermitteln.

Nach schwerem Einsatz Erwärmung vergleichen

Landwirtschaftsreifen können während des Betriebs warm werden. Wichtig ist vor allem der Vergleich zwischen technisch vergleichbaren Reifen.

Ähnliche Erwärmung

Bei vergleichbarer Belastung zunächst plausibel.

Ein Reifen deutlich wärmer

Luftdruck, Radlast und Reifenbild genauer prüfen.

Radnabe sehr heiß

Auch Bremse oder Radlager als mögliche Wärmequelle berücksichtigen.

Warm bedeutet nicht automatisch Reifenschaden

Entscheidend sind Temperaturunterschiede, weitere Auffälligkeiten und die Frage, ob die Wärme tatsächlich vom Reifen oder aus dem Radbereich kommt.

Bei wiederkehrenden Lastzuständen Betriebswerte dokumentieren

Viele landwirtschaftliche Maschinen arbeiten immer wieder in denselben typischen Konfigurationen. Dann kann eine saubere Dokumentation der vorgesehenen Betriebswerte die tägliche Arbeit erleichtern.

Leerzustand

Typische Achs- und Radlast ohne Nutzlast dokumentieren.

Feldarbeit

Arbeitsgerät, Ballastierung und typische Geschwindigkeit berücksichtigen.

Volllast

Maximalen realistischen Arbeitszustand erfassen.

Straßenfahrt

Zulässigen Betriebszustand für höhere Geschwindigkeit festhalten.

FT Praxistipp

Bei häufig wiederkehrenden Maschinenkonfigurationen können dokumentierte Achslasten und die dazugehörigen freigegebenen Reifenfülldrücke helfen, Fehler durch reine Gewohnheitswerte zu vermeiden.

Dokumentierte Werte gelten nur für die jeweilige Konfiguration

Wird ein anderes Anbaugerät verwendet, verändert sich die Ballastierung oder die Reifenausführung gewechselt, müssen die Werte neu beurteilt werden.

Nicht jede landwirtschaftliche Maschine verändert ihre Last gleich

Der Begriff Landwirtschaftsreifen umfasst sehr unterschiedliche Fahrzeuge und Arbeitsgeräte. Deshalb sind pauschale Drucktabellen für alle Maschinen nicht sinnvoll.

Maschine Typischer Lastwechsel Besonderheit
Traktor wechselnde Front- und Heckanbaugeräte starke Veränderung der Achslastverteilung möglich
Landwirtschaftlicher Anhänger leer zu voll beladen große Veränderung der Nutzlast
Güllefass leer, teilgefüllt, voll Flüssigkeitsbewegung zusätzlich berücksichtigen
Ladewagen zunehmende Beladung während des Einsatzes Radlast steigt im Arbeitsprozess
Pflanzenschutzgerät Tankfüllung nimmt während der Arbeit ab Maschine wird im Einsatz leichter
Erntemaschine wechselnde Tank- oder Erntegutfüllung Achslasten können sich erheblich ändern
Frontlader-Traktor leer gegen aufgenommene Last Vorderreifen zeitweise sehr hoch belastet

Typische Auffälligkeiten bei wechselnder Beladung

Beobachtung Mögliche Ursache Was prüfen?
Reifen läuft leer sehr hart hoher Betriebsdruck bei geringer Radlast möglich Herstellerwerte für den realen Lastzustand prüfen
Reifen walkt voll beladen stark Betriebsdruck möglicherweise zu niedrig Radlast und Last-/Drucktabelle prüfen
Eine Seite steht tiefer Druck- oder Lastunterschied möglich auf ebener Fläche links/rechts vergleichen
Vorderreifen nach Frontladerarbeit stark verformt hohe Vorderachslast tatsächliche Vorderachslast und Reifendaten prüfen
Reifen wird beladen deutlich wärmer höhere Radlast und Walkarbeit Druck und Tragfähigkeit kontrollieren
Nur ein Reifen stark warm Druck-, Last- oder Radproblem möglich Vergleichsreifen und Radposition prüfen
Gerät fährt im Feld ruhig, auf Straße beladen unruhig Betriebszustand passt möglicherweise nicht zur höheren Geschwindigkeit Last-/Geschwindigkeitsvorgaben prüfen
Ein Reifen verschleißt schneller dauerhaft höhere Radlast oder Druckabweichung möglich Beladung, Fahrwerk und Luftdruck prüfen

Praxisablauf bei stark wechselnder Beladung

Reifen eindeutig identifizieren

Größe, Hersteller, Typ, LI, PR und Geschwindigkeitskennzeichnung erfassen.

Typische Lastzustände festlegen

Leer, Arbeitsbetrieb, Teilbeladung und Volllast unterscheiden.

Achs- und Radlast berücksichtigen

Anbaugeräte, Tankfüllung und Stützlast mit einbeziehen.

Geschwindigkeit festlegen

Feld- und Straßenbetrieb getrennt betrachten.

Herstellertabellen prüfen

Passenden Betriebsdruck für die tatsächliche Belastung bestimmen.

Luftdruck kalt messen

Nicht nur auf Reifenform oder Erfahrungswerte verlassen.

Reifen im Betrieb vergleichen

Links/rechts sowie alle Achspositionen beobachten.

Nach hoher Last nachkontrollieren

Erwärmung, Verformung und Verschleißbild prüfen.

Bei wiederkehrenden Zuständen dokumentieren

Freigegebene Betriebswerte für bekannte Konfigurationen festhalten.

Kontrollliste bei wechselnder Beladung

  • Reifen eindeutig identifiziert
  • Leerzustand bekannt
  • maximaler Arbeitszustand bekannt
  • Anbaugeräte berücksichtigt
  • Ballastierung berücksichtigt
  • Tank- und Behälterfüllung berücksichtigt
  • Achs- und Radlast möglichst realistisch eingeschätzt
  • Feld- und Straßenbetrieb getrennt betrachtet
  • Hersteller-Last-/Drucktabellen verwendet
  • Luftdruck kalt gemessen
  • Reifen links und rechts verglichen
  • Tandem- oder Tridemfahrwerk vollständig betrachtet
  • Erwärmung nach schwerem Einsatz verglichen
  • auffällige Einzelreifen technisch geprüft
  • wiederkehrende Betriebszustände dokumentiert

Wann der Betriebsdruck nach einer Laständerung neu beurteilt werden sollte

  • deutlich höhere Nutzlast als bisher
  • neues oder schwereres Frontgerät
  • neues oder schwereres Heckgerät
  • zusätzliche Ballastierung
  • Wechsel von leerem zu vollem Tank
  • erstmalig längere Straßenfahrt unter Volllast
  • Reifen verformt sich stärker als erwartet
  • ein Reifen wird deutlich wärmer als Vergleichsreifen
  • Fahrverhalten verändert sich nach Beladung deutlich
  • anderer Reifentyp oder anderes Fabrikat wurde montiert
P

FT Praxiswelt

Weiterführendes Praxiswissen zu landwirtschaftlichen Reifen, Luftdruck, Montage und unterschiedlichen Lastzuständen auf Feld und Straße.

W

FT Wissenswelt

Grundlagenwissen zu Landwirtschaftsreifen, Reifenbauarten und technischen Zusammenhängen.

S

Landwirtschaftsreifen bei FT-Reifen

Bei stark wechselnden Lastzuständen sollte der Reifen nicht nur nach Größe ausgewählt werden. Tragfähigkeit, Geschwindigkeit, Reifenbauart, Felge und der tatsächliche Einsatz der Maschine müssen gemeinsam berücksichtigt werden.

Häufige Fragen zu Landwirtschaftsreifen bei wechselnder Beladung

Muss der Luftdruck bei Leerfahrt und voller Beladung immer gleich sein?

Nicht automatisch. Ob unterschiedliche Lastzustände unterschiedliche Betriebsdrücke erfordern oder zulassen, hängt vom konkreten Reifen, der tatsächlichen Radlast, Geschwindigkeit und den Herstellerangaben ab.

Warum verändert ein Frontlader die Anforderungen an die Vorderreifen?

Durch das Gewicht des Frontladers und insbesondere durch aufgenommene Last kann die Vorderachslast erheblich steigen. Dadurch erhöht sich die Belastung der Vorderreifen.

Warum ist ein volles Güllefass anders zu beurteilen als ein leeres?

Der Füllstand verändert die Fahrzeugmasse und damit die Radlast erheblich. Bei Teilfüllung können zusätzlich dynamische Lastverlagerungen durch die Bewegung der Flüssigkeit entstehen.

Warum sollte die Straßenfahrt nach dem Beladen neu betrachtet werden?

Nach der Beladung steigt häufig nicht nur die Radlast. Auf der Straße kommen zusätzlich höhere Geschwindigkeit, längere Belastungsdauer und stärkere Erwärmung hinzu.

Kann man den passenden Luftdruck nur anhand der Reifengröße bestimmen?

Nein. Der konkrete Reifen, seine Tragfähigkeitsdaten, tatsächliche Radlast, Geschwindigkeit und die technischen Herstellerangaben müssen berücksichtigt werden.

Technischer Hinweis

Der passende Betriebsdruck bei wechselnder Beladung hängt vom konkreten Landwirtschaftsreifen, seiner Bauart, tatsächlicher Achs- und Radlast, Geschwindigkeit sowie den Vorgaben des Reifenherstellers ab. Pauschale Druckänderungen allein nach Sichtbild oder Fahrgefühl sind nicht sinnvoll. Bei großen Lastunterschieden kann eine tatsächliche Achs- oder Radlastmessung die beste Grundlage für die Beurteilung liefern.

Landwirtschaftsreifen müssen zur aktuellen Belastung passen – nicht nur zur Maschine

FT-Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen zu Landwirtschaftsreifen, wechselnder Beladung, Radlast, Luftdruck, Front- und Heckanbaugeräten sowie typischen Einsatzbedingungen auf Feld und Straße.

FT-Reifen – der Reifenhändler, der sein Wissen teilt.

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