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Landwirtschaftsreifen bei Hanglage und seitlicher Belastung richtig beurteilen

FT Praxiswelt – Landwirtschaftsreifen

Landwirtschaftsreifen bei Hanglage und seitlicher Belastung richtig beurteilen

Landwirtschaftliche Fahrzeuge und Maschinen arbeiten nicht nur auf ebenen Flächen. Bei Fahrten quer zum Hang verschiebt sich ein Teil der Fahrzeuglast zur Talseite. Dadurch können talseitige Reifen deutlich stärker belastet werden als die bergseitigen Reifen.

Zusätzlich wirken seitliche Kräfte auf Reifen, Wulst, Felge und Radbefestigung. Gerade bei schweren Maschinen, hohen Aufbauten, gefüllten Tanks oder Frontladerarbeiten sollte deshalb nicht nur die durchschnittliche Radlast auf ebener Fläche betrachtet werden.

Hanglage verändert die Belastung der einzelnen Reifen

Auf ebener Fläche können linke und rechte Reifen vergleichbare Lasten tragen. Quer zum Hang verschiebt sich ein Teil dieser Last zur Talseite.

Die talseitigen Reifen können deutlich stärker belastet werden

Wie stark die Lastverlagerung ausfällt, hängt unter anderem von Hangneigung, Fahrzeugbreite, Schwerpunkt, Beladung und Maschinenkonstruktion ab.

Was sich bei Hangfahrt am Reifen verändert

Radlast

Die talseitige Radlast kann steigen, während die bergseitige Radlast sinkt.

Seitenwandarbeit

Der stärker belastete Reifen kann sichtbar mehr einfedern und seitlich arbeiten.

Seitenführung

Der Reifen muss zusätzliche Querkräfte zwischen Fahrzeug und Boden übertragen.

Wulstbelastung

Seitliche Kräfte werden über den Wulst in die Felge eingeleitet.

Felgenbelastung

Felgenhorn und Radkörper müssen die seitlichen Kräfte mit übertragen.

Freigängigkeit

Durch stärkere Einfederung und Seitenverformung können Abstände zu Fahrzeugteilen kleiner werden.

Aufstandsfläche

Die stärker belastete Talseite kann sich sichtbar anders auf dem Boden abstützen.

Fahrverhalten

Boden, Hangneigung und Reifenzustand beeinflussen gemeinsam die Seitenführung.

Talseite und Bergseite nicht direkt miteinander verwechseln

Ein talseitiger Reifen kann während der Hangfahrt deutlich stärker zusammengedrückt aussehen als der Reifen auf der Bergseite.

Talseitiger Reifen

Kann durch die höhere Radlast stärker einfedern und mehr Seitenwandverformung zeigen.

Bergseitiger Reifen

Kann im selben Moment sichtbar weniger belastet sein.

Stärkere Einfederung bedeutet nicht automatisch zu wenig Luft

Die Ursache kann die erhöhte Radlast durch Hanglage sein. Für eine saubere Beurteilung Reifen später auf ebener Fläche und unter vergleichbaren Bedingungen erneut ansehen.

FT Praxistipp

Reifen nicht ausschließlich im maximal belasteten Hangzustand beurteilen. Maschine sicher auf ebener Fläche abstellen und anschließend Luftdruck, Reifenform und Seitenwand links und rechts erneut vergleichen.

Ein hoher Schwerpunkt verstärkt die Lastverlagerung

Je höher der Fahrzeugschwerpunkt liegt, desto stärker kann sich Querhang auf Lastverteilung und Fahrstabilität auswirken.

Gefüllter Tank

Große Flüssigkeits- oder Erntebehälter können Gewicht hoch im Fahrzeug aufbauen.

Hohe Ladung

Aufbauten und hoch gelagertes Ladegut verändern den Schwerpunkt.

Frontlader

Aufgenommene und besonders angehobene Last verändert Fahrzeugschwerpunkt und Achslasten.

Erntemaschine

Große Fahrzeughöhe und wechselnde Tankfüllstände können die Belastungsverteilung beeinflussen.

Reifenwissen ersetzt keine Fahrzeug-Sicherheitsgrenze am Hang

Zulässige Hangneigung, Bedienung von Anbaugeräten, Fahrgeschwindigkeit und sichere Maschinenführung richten sich nach den Vorgaben des jeweiligen Fahrzeug- und Geräteherstellers. Der Reifen ist nur ein Teil des Gesamtsystems.

Frontladerarbeit am Hang verändert mehrere Belastungen gleichzeitig

Bei einem Traktor mit Frontlader können sich Vorderachslast, Fahrzeugschwerpunkt und seitliche Lastverlagerung gleichzeitig verändern.

Mehr Vorderachslast

Aufgenommene Last erhöht die Beanspruchung der Vorderreifen.

Höherer Schwerpunkt

Angehobene Last kann die Seitenlastverlagerung stärker beeinflussen.

Hanglage

Talseitige Vorder- und Hinterreifen können zusätzlich unterschiedlich belastet werden.

Die Kombination ist entscheidend

Frontlader, Anbaugeräte, Ballastierung und Hanglage nicht einzeln betrachten. Sie verändern gemeinsam die tatsächlichen Radlasten.

Seitenwandverformung am Hang richtig einordnen

Landwirtschaftsreifen können unter hoher Radlast sichtbar arbeiten. Bei Querhang kommt zusätzlich seitliche Verformung hinzu.

Normale Einfederung

Der Reifen verformt sich innerhalb seines vorgesehenen Betriebszustandes und normalisiert sich später wieder.

Starke Seitenwölbung

Bei auffälliger Verformung Luftdruck und tatsächliche Radlast kontrollieren.

Dauerhafte Beule

Bleibt eine lokale Auswölbung auch auf ebener Fläche bestehen, muss genauer geprüft werden.

Scheuerkontakt

Berührt der Reifen Fahrzeugteile, ist die Freigängigkeit nicht ausreichend.

Bleibende Verformung nach Entlastung ist keine normale Hangarbeit

Wenn eine lokale Beule, ungewöhnliche Auswölbung oder andere starke Verformung auch auf ebener Fläche bestehen bleibt, sollte der Reifen fachgerecht beurteilt werden.

Freigängigkeit kann sich unter Seitenlast verändern

Ein Reifen kann auf ebener Fläche ausreichend Abstand zu Fahrzeugteilen besitzen und unter starker Einfederung beziehungsweise seitlicher Belastung trotzdem näher an Bauteile kommen.

Kotflügel

Bei größeren oder breiteren Reifen kann der Abstand unter Last kleiner werden.

Rahmen

Innere Seitenwand und Rahmenabstand kontrollieren.

Leitungen

Hydraulik-, Brems- oder andere Leitungen dürfen nicht in Kontakt mit dem Reifen kommen.

Fahrwerksteile

Auch Achs- und Lenkbauteile müssen ausreichend Abstand besitzen.

FT Praxistipp bei Umbereifung

Freigängigkeit nicht nur unbelastet und geradeaus prüfen. Bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen muss berücksichtigt werden, dass sich Reifen unter hoher Last und seitlicher Beanspruchung deutlich anders verformen können.

Breitere Reifen besonders berücksichtigen

Bei Umbereifungen auf breitere Landwirtschaftsreifen kann auf ebener Fläche ausreichend Platz vorhanden sein, während unter Seitenlast der Abstand zur Maschine geringer wird.

  • Innenflanke zum Rahmen prüfen
  • Abstand zu Kotflügeln berücksichtigen
  • Lenkeinschlag beachten
  • Seitenwandverformung unter Last mitdenken
  • Fahrzeug- und Reifenfreigaben berücksichtigen

Zwillingsbereifung am Hang als gemeinsames System betrachten

Bei Zwillingsbereifung arbeiten zwei Reifen nebeneinander. Hanglage kann die Belastungsverteilung zusätzlich verändern.

Ähnliche Reifenhöhe

Große Außendurchmesserunterschiede können eine ungleichmäßige Lastaufnahme fördern.

Passender Luftdruck

Beide Reifen sollten entsprechend der vorgesehenen technischen Abstimmung betrieben werden.

Zwischenraum

Steine, Holz oder andere Fremdkörper zwischen den Reifen entfernen.

Verschleiß

Große Profiltiefenunterschiede können die Lastverteilung zwischen beiden Reifen beeinflussen.

Deutlich unterschiedlich hohe Zwillingsreifen sind am Hang besonders ungünstig

Der größere Reifen kann einen höheren Lastanteil übernehmen. Deshalb Abmessungen, Verschleiß und Luftdruck der beiden Reifen zusammen beurteilen.

Seitenkräfte wirken bis in Felge und Radbefestigung

Seitliche Reifenkräfte enden nicht an der Lauffläche. Sie werden über den gesamten Radaufbau weitergeleitet.

Lauffläche

Überträgt Seitenführung und Bodenkräfte.

Karkasse

Leitet Kräfte durch den Reifenaufbau weiter.

Wulst und Felge

Übertragen die Seitenkräfte in das Rad.

Radbefestigung

Überträgt die Kräfte weiter auf Nabe, Achse und Fahrzeug.

Neue Bewegungsspuren im Radbereich nicht ignorieren

Blank geriebene Bereiche, ungewöhnliche Rostspuren, beschädigte Sitzflächen oder auffällige Veränderungen an Radbohrungen sollten nach hoher Seitenbelastung genauer beurteilt werden.

TT-Reifen: Ventilstellung nach starker Seitenbelastung beobachten

Bei Schlauchreifen kann eine deutlich veränderte Ventilstellung darauf hinweisen, dass sich Schlauch oder Reifen im Radsystem bewegt haben.

FT Praxistipp

Steht ein TT-Ventil nach dem Einsatz plötzlich deutlich schief, nicht einfach nur am Ventil ziehen oder es geradebiegen. Zuerst klären, warum sich seine Stellung verändert hat.

Schiefes TT-Ventil kann verschiedene Ursachen haben

Schlauchbewegung

Der Schlauch kann sich innerhalb des Reifens verschoben haben.

Reifenbewegung

Bei hoher Belastung kann sich das Zusammenspiel von Reifen, Schlauch und Felge verändern.

Ventilspannung

Ein schräg stehender Ventilfuß kann dauerhaft belastet werden.

Untergrund verändert die Seitenführung erheblich

Die gleiche Hangneigung kann sich je nach Boden völlig unterschiedlich anfühlen.

Untergrund Typisches Verhalten Was beachten?
trockener fester Boden vergleichsweise hohe Seitenführung möglich hohe Seitenkräfte auf Reifen und Fahrwerk
feuchtes Gras Seitenführung kann stark abnehmen Hersteller- und Sicherheitsgrenzen besonders beachten
lockerer Acker Reifen kann seitlich einsinken oder schieben Spurbild und Reifenflanken beobachten
schlammiger Boden geringe Seitenführung möglich Fahrzeugstabilität nicht allein über Reifen beurteilen
steiniger Hang zusätzliche punktuelle Belastungen Flanken- und Profilschäden kontrollieren

Mehr Luftdruck ist keine Lösung für die grundsätzliche Hangstabilität

Der Reifenfülldruck muss zur tatsächlichen Radlast, Geschwindigkeit und Reifenfreigabe passen. Fahrzeugschwerpunkt, Spurweite, Beladung, Hangneigung und Herstellergrenzen lassen sich nicht einfach durch höheren Luftdruck ersetzen.

Nach starker Hangarbeit Reifen auf ebener Fläche vergleichen

Nach dem Einsatz lässt sich besser beurteilen, ob eine sichtbare Reifenverformung nur durch die momentane Hangbelastung entstanden ist oder eine Auffälligkeit bestehen bleibt.

Maschine sicher auf ebener Fläche abstellen

Seitliche Lastverlagerung möglichst reduzieren.

Luftdruck links und rechts vergleichen

Unter möglichst gleichen Bedingungen messen.

Seitenwandform ansehen

Dauerhafte Beulen oder starke Verformungen ausschließen.

Scheuerstellen suchen

Innen- und Außenflanke sowie angrenzende Fahrzeugteile kontrollieren.

Wulstbereich ansehen

Keine sichtbare Verschiebung oder Beschädigung.

Felgen kontrollieren

Felgenhorn, Radkörper und Befestigungsbereich prüfen.

Bei TT Ventilstellung vergleichen

Neue Schrägstellung als Hinweis behandeln.

Erwärmung vergleichen

Talseitig stark belastete Reifen mit technisch vergleichbaren Reifen gegenüberstellen.

Erwärmung nach Hangarbeit richtig einordnen

Reifen ähnlich warm

Bei vergleichbarer Belastung zunächst plausibel.

Talseitiger Reifen deutlich wärmer

Höhere Radlast, Luftdruck und Reifenarbeit genauer prüfen.

Radnabe besonders heiß

Auch Bremse oder Lager als mögliche Wärmequelle berücksichtigen.

Temperatur immer im Zusammenhang betrachten

Ein warmer Reifen ist nicht automatisch beschädigt. Auffällig ist vor allem ein deutlicher Unterschied zu vergleichbaren Reifen oder Wärme in Verbindung mit Druckverlust, Beule oder starker Verformung.

Typische Beobachtungen bei Hangarbeit richtig einordnen

Beobachtung Mögliche Einordnung Was prüfen?
talseitiger Reifen stärker eingefedert höhere Radlast durch Hanglage möglich später auf ebener Fläche erneut vergleichen
Reifen bleibt auf ebener Fläche stark verformt nicht nur normale Hangbelastung Reifenstruktur und Druck prüfen
nur ein Reifen scheuert Freigängigkeit oder Radposition auffällig Abstände und Reifengröße kontrollieren
Innenflanke zeigt neue Abriebspur Kontakt unter Last möglich Rahmen- und Fahrwerksabstand prüfen
TT-Ventil plötzlich schief Bewegung im Schlauch-/Radsystem möglich Ventilstellung und Schlauchposition prüfen
Zwillingsreifen unterschiedlich stark belastet Höhen-, Druck- oder Verschleißunterschied möglich beide Reifen zusammen beurteilen
Felgenhorn zeigt neue Kontaktspur hohe Seitenbelastung oder Bewegung möglich Wulst und Felge prüfen
talseitiger Reifen deutlich wärmer höhere Radlast oder stärkere Reifenarbeit möglich Druck, Last und Radbereich kontrollieren
nur eine Fahrzeugseite dauerhaft stärker verschlissen wiederkehrende Last- oder Einsatzunterschiede möglich Fahrprofil, Achsstellung und Radlast prüfen

Praxis-Check für Landwirtschaftsreifen bei Hanglage

Reifen und Fahrzeugkonfiguration kennen

Größe, Bauart, Anbaugeräte und Ballastierung berücksichtigen.

Radlast nicht nur auf ebener Fläche denken

Seitliche Lastverlagerung bei Hangfahrt mit einbeziehen.

Luftdruck korrekt einstellen

Passend zu Reifen, Radlast und Herstellerangaben.

Freigängigkeit berücksichtigen

Breitere Reifen und Umbereifungen unter Belastung mitdenken.

Zwillingsbereifung zusammen prüfen

Reifenhöhe, Verschleiß und Druck vergleichen.

TT-Ventile beobachten

Neue Schrägstellung nicht ignorieren.

Nach starker Hangarbeit auf ebener Fläche kontrollieren

Reifenform, Luftdruck und Wulstbereich erneut ansehen.

Felge und Radbefestigung berücksichtigen

Seitliche Kräfte wirken durch das gesamte Radsystem.

Auffällige Erwärmung vergleichen

Technisch vergleichbare Reifen gegenüberstellen.

Fahrzeugherstellergrenzen beachten

Reifenkontrolle ersetzt keine Sicherheitsvorgaben für Hangarbeit.

Kontrollliste nach starker seitlicher Belastung

  • Maschine auf ebener Fläche abgestellt
  • Luftdruck links und rechts verglichen
  • talseitige Reifenform erneut beurteilt
  • keine dauerhafte Beule vorhanden
  • keine auffällige Seitenwandauswölbung
  • Innenflanken soweit zugänglich kontrolliert
  • keine neuen Scheuerstellen
  • Freigängigkeit ausreichend
  • Wulstbereich kontrolliert
  • Felgenhorn geprüft
  • Radbefestigung angesehen
  • bei TT Ventilstellung kontrolliert
  • bei Zwillingsbereifung beide Reifen verglichen
  • Reifentemperaturen gegenübergestellt
  • Fahrzeug- und Geräteherstellervorgaben berücksichtigt

Wann ein Reifen nach Hangarbeit genauer geprüft werden sollte

  • dauerhafte Seitenwandbeule
  • bleibende starke Verformung auf ebener Fläche
  • neue Scheuerstelle an der Flanke
  • Reifen berührt Fahrzeug- oder Fahrwerksteil
  • tiefer Schnitt oder sichtbare tragende Reifenbestandteile
  • Wulst sichtbar beschädigt oder verschoben
  • Felge zeigt neue Verformung oder auffällige Spuren
  • Radbefestigung zeigt Bewegungsspuren
  • TT-Ventil steht plötzlich deutlich schief
  • ein Reifen wird wesentlich wärmer als vergleichbare Reifen
  • Zwillingsreifen tragen sichtbar sehr unterschiedlich
P

FT Praxiswelt

Weiterführendes Praxiswissen zu landwirtschaftlichen Reifen, Montage, Luftdruck und typischen Belastungen bei unterschiedlichen Einsatzbedingungen.

W

FT Wissenswelt

Grundlagenwissen zu Landwirtschaftsreifen, Reifenbauarten und unterschiedlichen landwirtschaftlichen Einsatzbereichen.

S

Landwirtschaftsreifen bei FT-Reifen

Bei Reifen für Fahrzeuge mit Hang- und Feldeinsatz sollten Größe, Tragfähigkeit, Reifenbauart, Radlast, Felge, Freigängigkeit und die tatsächlichen Einsatzbedingungen gemeinsam berücksichtigt werden.

Häufige Fragen zu Landwirtschaftsreifen bei Hanglage

Warum sieht der talseitige Reifen am Hang stärker zusammengedrückt aus?

Bei Querhang verschiebt sich ein Teil der Fahrzeuglast zur Talseite. Dadurch kann der talseitige Reifen stärker einfedern. Auf ebener Fläche sollte anschließend geprüft werden, ob sich das Reifenbild wieder normalisiert.

Bedeutet starke Einfederung am Hang automatisch zu wenig Luftdruck?

Nein. Eine höhere talseitige Radlast kann dieselbe optische Wirkung erzeugen. Deshalb Luftdruck unter geeigneten Bedingungen messen und Reifen später auf ebener Fläche vergleichen.

Warum ist Freigängigkeit bei Hangarbeit wichtig?

Unter hoher Radlast und Seitenverformung kann ein Reifen näher an Rahmen, Kotflügel, Leitungen oder andere Fahrzeugteile kommen als im unbelasteten Zustand.

Was bedeutet ein plötzlich schief stehendes Ventil bei einem TT-Reifen?

Eine veränderte Ventilstellung kann auf Bewegung von Schlauch oder Reifen innerhalb des Radsystems hinweisen. Das Ventil sollte nicht einfach nur geradegezogen werden, ohne die Ursache zu prüfen.

Kann mehr Luftdruck die Sicherheit am Hang erhöhen?

Der Luftdruck muss zur technischen Radlast und Reifenfreigabe passen. Er ersetzt jedoch keine Vorgaben zu Hangneigung, Schwerpunkt, Spurweite, Beladung oder sicherer Fahrzeugführung.

Technischer Hinweis

Hanglage verändert die tatsächliche Radlast und die Seitenkräfte auf Reifen, Wulst, Felge und Radbefestigung. Wie stark diese Effekte ausfallen, hängt von Fahrzeuggeometrie, Schwerpunkt, Spurweite, Beladung, Reifenbauart, Luftdruck und Untergrund ab. Für zulässige Hangneigungen, Fahrgeschwindigkeiten und den sicheren Betrieb gelten die Vorgaben des jeweiligen Fahrzeug- und Geräteherstellers.

Am Hang arbeitet nicht jeder Landwirtschaftsreifen unter derselben Last

FT-Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen zu Landwirtschaftsreifen, Hanglage, Seitenlast, Freigängigkeit, Zwillingsbereifung, TT-Systemen und typischen Belastungen landwirtschaftlicher Fahrzeuge und Maschinen.

FT-Reifen – der Reifenhändler, der sein Wissen teilt.

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