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Klebegewichte an Alufelgen richtig anbringen und korrigieren

FT Praxiswelt – Alufelgen

Klebegewichte an Alufelgen richtig anbringen und korrigieren

Klebegewichte werden bei Alufelgen häufig eingesetzt, weil sie auf der Innenseite der Felge angebracht und je nach Felgendesign sogar hinter den Speichen verborgen werden können. Für ein dauerhaft gutes Ergebnis reicht es jedoch nicht, einfach die von der Wuchtmaschine angezeigte Grammzahl irgendwo aufzukleben.

Entscheidend sind eine saubere Felgenoberfläche, vollständig entfernte alte Klebereste, die richtige Wuchtebene, die exakte Position und die korrekte Beurteilung einer möglichen Restunwucht nach dem Kontrolllauf.

Nicht einfach immer weitere Gewichte dazukleben

Zeigt die Wuchtmaschine nach dem ersten Kontrolllauf beispielsweise noch 5 Gramm an, bedeutet das nicht automatisch, dass weitere 5 Gramm zusätzlich auf die Felge gehören.

Erst das vorhandene Gewicht beurteilen

Bei einer Restunwucht wird zuerst geprüft, wo sich das bereits vorhandene Gewicht dieser Wuchtebene befindet, wenn die Maschine das Rad auf die angezeigte Korrekturposition stellt. Danach wird entschieden, ob Gewicht entfernt, ergänzt oder versetzt werden muss.

Grundprinzip: zwei Wuchtebenen

Beim dynamischen Auswuchten eines normalen PKW-Rades werden eine innere und eine äußere Wuchtebene korrigiert. Entsprechend sollte jede Wuchtebene sauber mit ihrem vorgesehenen Gewicht korrigiert werden, statt viele kleine Zusatzgewichte über die Felge zu verteilen.

Äußere Wuchtebene

Das Gewicht für die Außenseite kann bei Alufelgen häufig verdeckt weiter innen oder hinter einer Speiche geklebt werden, sofern die Wuchtmaschine diese Position entsprechend berechnet.

Innere Wuchtebene

Das zweite Gewicht korrigiert die innere Wuchtebene und wird an der dafür vorgesehenen Position angebracht.

Sauberes Wuchtbild statt Gewichtssammlung

Das Ziel ist, die notwendige Masse pro Wuchtebene möglichst sauber an der richtigen Stelle zu platzieren und vorhandene Gewichte bei einer Restabweichung gezielt zu korrigieren.

Alte Klebegewichte vollständig entfernen

Vor dem Anbringen neuer Klebegewichte müssen alte Gewichte und ihre Kleberückstände entfernt werden. Ein neues Gewicht darf nicht einfach auf einen alten Kleberest gesetzt werden.

FT Praxiserfahrung: Gummiradierscheibe im Akkuschrauber

Wir entfernen hartnäckige Klebereste mit einer dafür geeigneten Gummiradierscheibe, die in einen Akkuschrauber eingespannt wird. Damit lassen sich Klebstoffreste kontrolliert von der Felgenoberfläche abtragen, ohne mit einem scharfkantigen Metallwerkzeug direkt auf der Felge arbeiten zu müssen.

Alte Klebereste sauber entfernen

Altes Gewicht ablösen

Das Gewicht vorsichtig von der Felge lösen und dabei Lack beziehungsweise Beschichtung möglichst nicht beschädigen.

Grobe Rückstände entfernen

Dicke Klebereste können zunächst mit einem geeigneten Kunststoffwerkzeug reduziert werden.

Gummiradierscheibe verwenden

Verbleibende Klebereste mit kontrollierter Drehzahl und geringem Druck entfernen.

Oberfläche beobachten

Nicht unnötig lange auf derselben Stelle arbeiten und Wärmeentwicklung vermeiden.

Abrieb entfernen

Gummireste und gelösten Klebstoff vollständig beseitigen.

Klebefläche entfetten

Anschließend mit einem für Oberfläche und Klebesystem geeigneten Reiniger sauber, trocken und fettfrei vorbereiten.

Gummiradierscheibe kontrolliert einsetzen

Auch eine Gummiradierscheibe kann bei zu hoher Drehzahl, starkem Druck oder langem Arbeiten auf einer Stelle Wärme erzeugen. Besonders glanzgedrehte, polierte oder empfindlich beschichtete Felgen müssen sorgfältig behandelt werden.

Die Klebefläche muss tragfähig sein

Sauber

Kein Bremsstaub, Straßenschmutz oder alter Klebeabrieb.

Trocken

Keine Restfeuchtigkeit zwischen Felge und Klebeband.

Fettfrei

Kein Öl, Wachs, Silikon oder rückfettendes Pflegemittel.

Fest

Lack und Beschichtung müssen sicher auf dem Felgenmaterial haften.

Nicht auf losen Lack oder Korrosion kleben

Ein Klebegewicht kann selbst hervorragend am Lack haften und trotzdem zusammen mit einer losen Lackschicht von der Felge abfallen.

Untergrund vor dem Kleben prüfen

Lose Beschichtung, unterwanderter Klarlack oder starke Korrosion sind keine geeignete Klebefläche.

Temperatur von Felge und Klebegewicht beachten

Sehr kalte Felgen und Klebegewichte können die Anfangshaftung des Klebesystems verschlechtern. Das ist besonders beim Winterradwechsel relevant, wenn Räder direkt aus einem kalten Lager kommen.

  • Felge möglichst nicht eiskalt bekleben
  • Klebegewichte unter geeigneten Werkstattbedingungen lagern
  • Herstellerangaben zur Verarbeitung beachten
  • frisch geklebtes Gewicht nicht unnötig sofort belasten

Gewicht erst unmittelbar vor dem Kleben vorbereiten

  • erforderliche Masse bestimmen
  • endgültige Position festlegen
  • Schutzfolie erst unmittelbar vor dem Aufkleben entfernen
  • Klebeschicht nicht mit den Fingern berühren
  • Gewicht sauber und ohne unnötiges Nachkorrigieren ansetzen
  • anschließend über die gesamte Länge kräftig andrücken

Gewichtsposition wird von der Wuchtmaschine bestimmt

Die Wuchtmaschine gibt die notwendige Masse und die Wuchtposition vor. Ein Gewicht sollte nicht einfach an eine optisch angenehmere Stelle versetzt werden, ohne dass diese Änderung von der Maschine berücksichtigt wird.

Wuchtebene

Innere und äußere Ebene müssen korrekt ausgewählt und eingegeben sein.

Position

Die Winkelposition des Gewichtes ist genauso wichtig wie seine Masse.

Verdeckte Montage

Bei Gewichten hinter Speichen muss eine entsprechende Split- beziehungsweise Hidden-Weight-Funktion verwendet werden.

Klebegewichte hinter den Speichen verstecken

Bei Alufelgen kann das Gewicht der äußeren Wuchtebene häufig so verteilt werden, dass es bei montiertem Rad hinter den Speichen kaum sichtbar ist.

Nicht einfach frei verschieben

Die Wuchtmaschine muss berechnen, wie die benötigte Masse auf die vorhandenen Speichenpositionen verteilt wird. Nur so bleibt die notwendige Wuchtwirkung erhalten.

Restunwucht richtig beurteilen

Nach dem ersten Kontrolllauf kann die Wuchtmaschine trotz korrekt gesetztem Gewicht noch eine kleine Restabweichung anzeigen. Dann wird nicht sofort ein weiteres Gewicht geklebt. Zuerst wird das vorhandene Gewicht dieser Wuchtebene beurteilt.

Wir drehen das Rad auf der Wuchtmaschine in die angezeigte Korrekturposition. Dann betrachten wir, wo das bereits vorhandene Gewicht steht.

Beispiel: Wuchtmaschine zeigt noch 5 Gramm

Zeigt die Maschine beispielsweise noch 5 Gramm Restunwucht, ergeben sich je nach Position des vorhandenen Gewichtes unterschiedliche Korrekturen.

Vorhandenes Gewicht bei 6 Uhr

Steht das bereits geklebte Gewicht unten auf 6 Uhr, ist auf dieser Wuchtebene zu viel Gewicht vorhanden.

Praxis: 5 Gramm entfernen und erneut kontrollieren.

Vorhandenes Gewicht bei 12 Uhr

Steht das vorhandene Gewicht genau oben auf 12 Uhr, ist an dieser Stelle noch zu wenig Masse vorhanden.

Praxis: 5 Gramm ergänzen und erneut kontrollieren.

Vorhandenes Gewicht bei 9 Uhr

Steht das Gewicht seitlich auf ungefähr 9 Uhr, ist häufig nicht die Masse das eigentliche Problem, sondern die Position.

Praxis: Das vorhandene Gewicht ein kleines Stück in Richtung 12 Uhr versetzen und einen neuen Kontrolllauf durchführen.

Vorhandenes Gewicht bei 3 Uhr

Steht das Gewicht auf ungefähr 3 Uhr, liegt die Situation spiegelbildlich zur 9-Uhr-Position vor.

Praxis: Auch hier das vorhandene Gewicht etwas in Richtung 12 Uhr versetzen und erneut kontrollieren.

5 Gramm Restunwucht bedeuten nicht automatisch 5 Gramm zusätzlich

Eine Restanzeige kann bedeuten, dass das vorhandene Gewicht zu schwer, zu leicht oder nur etwas falsch positioniert ist.

Erst korrigieren, dann ergänzen

So vermeiden wir, dass auf einer Wuchtebene immer weitere 5-Gramm-Stücke an unterschiedlichen Stellen aufgeklebt werden, obwohl das vorhandene Gewicht lediglich korrigiert werden müsste.

Warum die Uhrstellung funktioniert

Die Wuchtmaschine zeigt die Position an, an der eine bestimmte Masse zur Korrektur wirken müsste. Befindet sich das bereits vorhandene Gewicht gegenüber dieser Position, kann bereits zu viel Masse vorhanden sein. Befindet es sich an der angezeigten Position, fehlt entsprechende Masse.

Steht das vorhandene Gewicht seitlich daneben, kann eine kleine Positionskorrektur ausreichen.

Wichtig

Diese Methode setzt voraus, dass Rad, Felgendaten, Wuchtebene und vorhandene Gewichte korrekt auf der Wuchtmaschine erfasst wurden. Das vollständige Vorgehen beim professionellen Auswuchten behandeln wir separat.

Ziel: vorhandenes Gewicht optimieren

  • bei Restanzeige nicht reflexartig weiteres Gewicht aufkleben
  • vorhandenes Gewicht derselben Wuchtebene suchen
  • Gewicht relativ zur angezeigten Korrekturposition beurteilen
  • bei 6 Uhr Masse reduzieren
  • bei 12 Uhr Masse ergänzen
  • bei seitlicher Abweichung Position korrigieren
  • nach jeder Änderung Kontrolllauf durchführen
  • saubere Gewichtsverteilung beibehalten

Nicht mehrere kleine Gewichte rund um die Felge verteilen

Eine Ansammlung verschiedener Zusatzgewichte auf derselben Wuchtebene ist häufig ein Hinweis darauf, dass beim Nachkorrigieren nur der neuen Maschinenanzeige gefolgt wurde, ohne das vorhandene Gewicht zu berücksichtigen.

Eine saubere Korrektur besteht darin, Masse und Position des bereits vorhandenen Gewichtes zu optimieren.

Wann ein falsch gesetztes Klebegewicht ersetzt werden sollte

Muss ein bereits fest angedrücktes Klebegewicht vollständig entfernt werden, sollte es nicht einfach erneut verwendet werden.

  • Klebeschicht kann verschmutzt sein
  • Kleber kann beim Abziehen beschädigt werden
  • Haftkraft ist nicht mehr zuverlässig
  • neues Gewicht mit frischer Klebefläche verwenden
  • Klebefläche an der Felge erneut vollständig reinigen

Gewicht über die gesamte Länge kräftig andrücken

Nach dem Ansetzen muss jedes Segment des Klebegewichtes vollständig Kontakt zur Felgenoberfläche bekommen.

  • Gewicht exakt ansetzen
  • über die gesamte Länge gleichmäßig andrücken
  • besonders die Enden kontrollieren
  • keine Hohlstellen unter längeren Gewichtsstreifen
  • anschließend festen Sitz prüfen

Schwarze oder silberne Klebegewichte

Die Farbe verändert die Wuchtwirkung nicht. Bei dunklen Felgen verwenden wir häufig schwarze Klebegewichte, damit sie optisch weniger auffallen.

Schwarz

Optisch unauffälliger bei schwarzen und dunklen Alufelgen.

Silber

Passend für viele klassische helle oder silberne Felgenoberflächen.

Technisch entscheidend bleiben Masse, Position, Bauhöhe und sichere Haftung.

Bauhöhe der Klebegewichte beachten

Auch bei korrekter Wuchtposition muss genügend Platz zwischen Klebegewicht und Bremsanlage vorhanden sein.

  • flaches Gewicht bei engem Bauraum wählen
  • Bremssattel berücksichtigen
  • Bremssattelhalter berücksichtigen
  • Felgenbett über den gesamten Umfang kontrollieren
  • Rad nach dem Kleben vollständig von Hand drehen

Freigängigkeit erst mit montierten Gewichten endgültig prüfen

Eine Felge kann ohne Klebegewicht problemlos am Bremssattel vorbeilaufen und nach dem Auswuchten durch die zusätzliche Bauhöhe des Gewichtes plötzlich schleifen.

Rad vollständig drehen

Nicht nur den Bereich des Gewichtes kurz ansehen. Das Rad mindestens eine vollständige Umdrehung drehen und auf Schleifspuren oder Geräusche achten.

Warum Klebegewichte abfallen können

Schmutzige Fläche

Bremsstaub und Straßenschmutz reduzieren die Haftung.

Fett oder Wachs

Pflegemittel verhindern einen sicheren Klebekontakt.

Alte Klebereste

Das neue Gewicht liegt nicht direkt auf der Felgenoberfläche.

Kalte Verarbeitung

Sehr niedrige Temperatur kann die Anfangshaftung verschlechtern.

Lose Beschichtung

Das Gewicht löst die Beschichtung zusammen mit sich von der Felge.

Starke Rundung

Das Gewicht liegt nicht über seine komplette Fläche an.

Zu wenig Druck

Die Klebeschicht wird nicht ausreichend mit der Felgenfläche verbunden.

Bauteilkontakt

Bremssattel oder andere Bauteile können ein Gewicht beschädigen beziehungsweise ablösen.

Praxisablauf beim Anbringen und Korrigieren

Rad auswuchten

Wuchtebenen, Masse und Position mit der korrekt eingestellten Wuchtmaschine bestimmen.

Alte Gewichte entfernen

Nicht mehr benötigte Gewichte und Klebereste vollständig beseitigen.

Klebefläche vorbereiten

Sauber, trocken, fettfrei und tragfähig herstellen.

Gewicht anbringen

Exakt an der vorgesehenen Position kleben und vollständig andrücken.

Kontrolllauf durchführen

Rad erneut auf der Wuchtmaschine prüfen.

Restanzeige beurteilen

Nicht sofort neues Gewicht hinzufügen, sondern zuerst Position des vorhandenen Gewichtes prüfen.

Gewicht korrigieren

Je nach Uhrstellung Masse entfernen, ergänzen oder Position leicht versetzen.

Erneut kontrollieren

Nach jeder Korrektur einen neuen Wuchtlauf durchführen.

Freigängigkeit prüfen

Nach Abschluss das Rad vollständig drehen und Abstand zur Bremsanlage kontrollieren.

Typische Fehler bei Klebegewichten

Alten Kleber stehen lassen

Die neue Klebeschicht liegt nicht sauber auf der Felge.

Auf Schmutz kleben

Bremsstaub und Rückstände reduzieren die Haftung.

Kleber berühren

Finger übertragen Fett auf die Klebeschicht.

Auf losen Lack kleben

Gewicht und Beschichtung können gemeinsam abfallen.

Restunwucht einfach zukleben

Weitere Gewichte werden ergänzt, obwohl das vorhandene Gewicht nur korrigiert werden müsste.

Gewicht falsch verschoben

Die Position wird verändert, ohne anschließend erneut auszuwuchten.

Gewicht wiederverwendet

Die bereits belastete Klebeschicht hält möglicherweise nicht mehr zuverlässig.

Freigängigkeit vergessen

Das Gewicht kann später am Bremssattel schleifen.

Kontrollliste vor dem Kleben

  • alte Gewichte entfernt
  • alte Klebereste vollständig beseitigt
  • Felgenoberfläche geprüft
  • kein loser Lack
  • keine ungeeignete Korrosionsstelle
  • Klebefläche sauber
  • Klebefläche trocken
  • Klebefläche fettfrei
  • Felge und Gewicht ausreichend temperiert
  • richtige Wuchtebene ausgewählt
  • Gewichtsmasse und Position bestimmt

Kontrollliste nach dem Wuchten

  • Klebegewichte sitzen vollständig auf der Felgenfläche
  • keine angehobenen Enden
  • Gewichte vollständig angedrückt
  • Kontrolllauf durchgeführt
  • Restunwucht gegebenenfalls über vorhandenes Gewicht korrigiert
  • keine unnötigen Zusatzgewichte verteilt
  • Rad lässt sich vollständig frei drehen
  • ausreichender Abstand zur Bremsanlage
  • keine Schleif- oder Klackgeräusche
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Grundlagenwissen zu Alufelgen, Felgenmaßen und der technisch richtigen Fahrzeugzuordnung.

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Passende Alufelgen und Reifen bei FT Reifen

Felge, Reifen, Auswuchtung und Fahrzeugzuordnung müssen als vollständiges System funktionieren.

Häufige Fragen zu Klebegewichten an Alufelgen

Müssen alte Klebereste vollständig entfernt werden?

Ja. Das neue Gewicht sollte direkt auf einer sauberen, trockenen, fettfreien und tragfähigen Felgenoberfläche angebracht werden.

Wie entfernt FT Reifen hartnäckige Klebereste?

Wir verwenden dafür unter anderem eine geeignete Gummiradierscheibe im Akkuschrauber und arbeiten mit kontrollierter Drehzahl und geringem Druck.

Warum klebt man nicht einfach weitere 5 Gramm dazu?

Weil eine Restanzeige nicht automatisch bedeutet, dass Masse fehlt. Das vorhandene Gewicht kann auch zu schwer sein oder lediglich etwas falsch positioniert sitzen.

Was bedeutet es, wenn das vorhandene Gewicht bei der angezeigten Korrekturposition auf 6 Uhr steht?

In unserer Praxis ist auf dieser Wuchtebene dann zu viel Gewicht vorhanden. Bei einer 5-Gramm-Anzeige werden entsprechend 5 Gramm entfernt und anschließend erneut ausgewuchtet.

Was bedeutet ein Gewicht auf 12 Uhr?

Steht das vorhandene Gewicht an der angezeigten Korrekturposition oben auf 12 Uhr, fehlt dort Masse. Bei einer 5-Gramm-Anzeige werden entsprechend 5 Gramm ergänzt.

Was macht man bei einem Gewicht auf 3 oder 9 Uhr?

Dann kann das vorhandene Gewicht seitlich zur optimalen Position liegen. Es wird etwas in Richtung 12 Uhr versetzt und anschließend erneut kontrolliert.

Darf ein Klebegewicht auf losen Lack geklebt werden?

Nein. Löst sich die Beschichtung von der Felge, kann sie zusammen mit dem Gewicht abfallen.

Kann ein Gewicht hinter einer Speiche versteckt werden?

Ja. Die Position beziehungsweise Aufteilung muss dafür von der Wuchtmaschine berechnet werden.

Darf ein abgezogenes Klebegewicht erneut verwendet werden?

Das sollte vermieden werden. Die Klebeschicht kann bereits verschmutzt oder in ihrer Haftwirkung beeinträchtigt sein.

Warum müssen Klebegewichte auf Bremsfreigängigkeit geprüft werden?

Das Gewicht baut zusätzlich auf dem Felgenbett auf und kann bei engem Bauraum den Bremssattel oder Bremssattelhalter berühren.

Technischer Hinweis

Die richtige Gewichtsmasse und Position werden mit einer geeigneten und korrekt eingestellten Wuchtmaschine ermittelt. Die hier beschriebene Korrektur einer Restanzeige setzt voraus, dass Rad, Wuchtebenen und Felgendaten korrekt erfasst wurden. Das vollständige professionelle Auswuchten einschließlich Aufspannung, Zentrierung, Rundlauf, Matchen und Fehlersuche behandeln wir in einer eigenen ausführlichen FT-Praxiswelt-Seite.

Klebegewichte sauber anbringen und richtig korrigieren

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