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Alufelgen nach der Montage auf Freigängigkeit prüfen

FT Praxiswelt – Alufelgen

Alufelgen nach der Montage auf Freigängigkeit prüfen

Eine Fahrzeugzuordnung, ABE, ECE-Genehmigung oder ein Teilegutachten bildet die technische Grundlage für die Montage einer Alufelge. Trotzdem muss das fertig montierte Rad am konkreten Fahrzeug praktisch kontrolliert werden. Felgenspeichen, Felgenbett, Reifen, Bremssattel, Fahrwerk, Radhaus und Klebegewichte benötigen ausreichend Freiraum.

Die Kontrolle darf nicht nur bei angehobenem Fahrzeug und gerade stehender Lenkung erfolgen. Entscheidend sind auch der vollständige Lenkeinschlag, das Fahrzeuggewicht, die Einfederung, eine mögliche Beladung und die Position der nach dem Auswuchten angebrachten Klebegewichte.

Eine laut Unterlagen passende Felge kann trotzdem falsch montiert sein

Ein verkanteter Zentrierring, ungeeignete Radschrauben, eine falsche Felgenausführung oder ungünstig angebrachte Klebegewichte können dazu führen, dass das Rad trotz korrekter Fahrzeugzuordnung nicht richtig sitzt oder nicht ausreichend freigängig ist.

Freigängigkeit immer am fertig montierten Rad prüfen

Erst nach Reifenmontage, Auswuchten, Einsetzen des Zentrierrings und Befestigen des Rades lässt sich die tatsächliche Freigängigkeit zuverlässig beurteilen.

Welche Bereiche müssen kontrolliert werden?

Bremssattel

Felgenspeichen, Felgenbett und Klebegewichte dürfen den Bremssattel oder seine Halterung nicht berühren.

Fahrwerk

Abstand zu Federbein, Federteller, Achsschenkel, Spurstange und weiteren Fahrwerksteilen prüfen.

Radhaus

Der Reifen benötigt bei Lenkeinschlag, Einfederung und Beladung genügend Freiraum.

Radbefestigung

Zentrierring, Radschrauben, Radmuttern und Auflageflächen müssen technisch zusammenpassen.

Freigängigkeit an jeder Achse getrennt prüfen

Vorder- und Hinterachse können unterschiedliche Bremsanlagen, Fahrwerksbauteile und Platzverhältnisse besitzen. Selbst innerhalb derselben Fahrzeugbaureihe können Motorisierung, Ausstattung und Bremsanlage voneinander abweichen.

  • Vorderachse links und rechts kontrollieren
  • Hinterachse links und rechts kontrollieren
  • unterschiedliche Bremssattelgrößen beachten
  • Fahrwerks- und Bremsvarianten berücksichtigen
  • Auflagen aus ABE, ECE oder Teilegutachten umsetzen
  • nicht von einer Radposition auf alle anderen schließen

Bremsfreigängigkeit an Alufelgen

Die Bremsfreigängigkeit wird nicht allein durch den Felgendurchmesser bestimmt. Auch Speichenform, Felgenbett, Einpresstiefe und die Position der Auswuchtgewichte beeinflussen den verfügbaren Raum.

Speichen zum Bremssattel

Nach innen verlaufende, stark konkave oder besonders geformte Speichen können dem Bremssattel sehr nahekommen.

Felgenbett zur Bremsanlage

Das innere Felgenbett muss über den gesamten Umfang frei an Bremssattel und Bremssattelhalter vorbeilaufen.

Klebegewichte zur Bremse

Nach dem Auswuchten können Klebegewichte den vorhandenen Abstand deutlich verkleinern.

Ein minimaler sichtbarer Abstand reicht nicht immer aus

Fertigungstoleranzen, eine leichte Felgenverformung, Schmutz oder ungünstig angebrachte Klebegewichte können einen sehr knappen Freiraum weiter verkleinern.

Die Felge muss über den gesamten Radumfang frei laufen. Es darf keine punktuelle Berührung geben.

Rad nach der Montage vollständig von Hand drehen

Fahrzeug sicher anheben

Nur geeignete Hebepunkte und Sicherungen verwenden. Das Rad muss sich gefahrlos drehen lassen.

Rad langsam drehen

Felgenbett, Speichen und Klebegewichte über mindestens eine vollständige Umdrehung beobachten.

Auf Geräusche achten

Schleifen, Klacken oder ein punktueller Widerstand können auf fehlende Freigängigkeit hinweisen.

Engste Bereiche prüfen

Besonders Bremssattel, Bremssattelhalter, Achsschenkel und Klebegewichte kontrollieren.

Alle Radpositionen kontrollieren

Die Prüfung an beiden Fahrzeugseiten und gegebenenfalls auch an der Hinterachse wiederholen.

Klebegewichte können die Freigängigkeit verändern

Eine ungewuchtete Felge kann zunächst frei am Bremssattel vorbeilaufen. Nach dem Anbringen der Klebegewichte kann der Abstand jedoch zu klein sein.

  • Gewichte nicht in einen zu engen Bremssattelbereich kleben
  • vorgesehene Wuchtebenen der Felge verwenden
  • Abstand nach dem Auswuchten erneut prüfen
  • Klebegewichte dürfen keine Fahrwerksbauteile berühren
  • Klebefläche muss sauber, trocken und tragfähig sein
  • keine Gewichte auf losen Lack oder Korrosion kleben
  • alte Klebereste vor dem erneuten Auswuchten entfernen
  • Rad anschließend vollständig von Hand drehen
Schleifendes Klebegewicht sofort korrigieren

Ein Gewicht, das Bremssattel oder Fahrwerk berührt, kann sich lösen, Bauteile beschädigen und die Auswuchtung verändern.

Blanke Kontaktspuren am Bremssattel

Frische blanke Stellen, Abrieb oder wiederkehrende Schleifgeräusche können zeigen, dass Felge oder Klebegewicht die Bremsanlage berühren.

Speichenkontakt

Eine Speiche kann bei zu geringem Abstand am Bremssattel schleifen.

Gewichtskontakt

Ein zu hoch aufgebautes oder ungünstig gesetztes Klebegewicht kann den Bremssattel berühren.

Felgenbettkontakt

Das innere Felgenbett kann am Bremssattelhalter oder an Bremskomponenten anliegen.

Kontaktspuren nicht einfach abschleifen

Weder Felge noch Bremssattel dürfen eigenmächtig bearbeitet werden, um zusätzlichen Platz zu schaffen. Die Ursache muss mit einer passenden und technisch freigegebenen Felgenausführung behoben werden.

Freigängigkeit bei vollem Lenkeinschlag

An der Vorderachse muss die Reifenfreigängigkeit über den gesamten Lenkbereich kontrolliert werden. Der geringste Abstand entsteht nicht immer erst am vollständigen Lenkanschlag.

Räder gerade stellen

Grundabstand zu Federbein, Federteller, Achsschenkel, Spurstange und Radhaus kontrollieren.

Voll nach links lenken

Innere und äußere Reifenflanke sowie die Felgenkante auf möglichen Kontakt prüfen.

Voll nach rechts lenken

Die Kontrolle auf beiden Fahrzeugseiten wiederholen.

Zwischenstellungen prüfen

Mehrere Lenkpositionen kontrollieren, weil Reifen und Fahrzeugteile bogenförmig aneinander vorbeilaufen.

Diese Bereiche an der Vorderachse beachten

Federbein

Die innere Reifenflanke und Felgenkante benötigen einen sicheren Abstand.

Federteller

Breitere Reifen können dem unteren Federteller besonders nahekommen.

Spurstange

Felge und Reifen dürfen bei keiner Lenkstellung die Spurstange berühren.

Achsschenkel

Die innere Felgenkontur muss vollständig am Achsschenkel vorbeilaufen.

Radhausschale

Der Reifen darf weder vorne noch hinten im Innenradhaus schleifen.

Kotflügelkante

Bei größerer Radbreite oder geringerer Einpresstiefe kann die Außenkante kritisch werden.

Leitungen und Halter

Bremsleitungen, Kabel und Halter dürfen nicht in den Bewegungsbereich des Reifens gelangen.

Karosseriebauteile

Stoßfänger, Schwellerbereiche und Verkleidungen müssen bei allen Lenkstellungen frei bleiben.

Niemals bei laufendem Motor im Radhaus kontrollieren

Die Prüfung muss unter sicheren Bedingungen erfolgen. Niemand darf sich im möglichen Quetschbereich befinden, während Lenkung, Fahrwerk oder Fahrzeug bewegt werden können.

Freigängigkeit bei eingefedertem Fahrzeug

Auf der Hebebühne hängt das Fahrwerk aus. Dadurch können Abstände größer erscheinen als im normalen Fahrzustand. Erst unter Fahrzeuggewicht nehmen Fahrwerk, Rad und Reifen ihre tatsächliche Position ein.

Kotflügel

Beim Einfedern bewegt sich der Reifen weiter in Richtung Radhauskante.

Innenradhaus

Der Reifen kann bei Bodenwellen oder Lenkbewegungen an Verkleidungen schleifen.

Fahrwerksgeometrie

Beim Einfedern verändern sich Sturz, Spur und die seitliche Position des Rades.

Beladung

Insassen, Gepäck und Anhängestützlast können die Einfederung verstärken.

Besonders genau prüfen bei

  • breiteren Felgen oder Reifen
  • veränderter Einpresstiefe
  • tiefergelegten Fahrzeugen
  • Sportfahrwerken
  • Distanzscheiben
  • Karosserie- oder Fahrwerksänderungen
  • hoher Zuladung
  • unterschiedlichen Radgrößen an Vorder- und Hinterachse
  • Auflagen zur Radabdeckung

Eine Kontrolle im Stand ersetzt keine Prüfung unter Fahrbedingungen

Bei Kurvenfahrt, Bodenwellen und Beladung verändern sich Radstellung und Reifenverformung. Deshalb sind eine vorsichtige Probefahrt und eine anschließende Nachkontrolle notwendig.

Felgenbreite und Einpresstiefe verstehen

Geringere Einpresstiefe

Das Rad steht weiter nach außen. Dadurch können Reifenüberstand, Kontakt zur Kotflügelkante und Schleifen beim Einfedern entstehen.

Größere Einpresstiefe

Das Rad steht weiter nach innen. Der Abstand zu Federbein, Spurstange, Achsschenkel und Bremse kann kleiner werden.

Nur die Felgengröße reicht nicht aus

Eine Felge in 8x18 kann je nach Einpresstiefe, Felgenbett und Speichenkontur völlig unterschiedlich am Fahrzeug stehen.

Reifenbreite ebenfalls berücksichtigen

Die Felge kann ausreichend Abstand besitzen, während der montierte Reifen an Fahrwerk oder Karosserie schleift. Auch Reifen derselben Nenngröße können je nach Hersteller und Modell unterschiedlich breit ausfallen.

  • tatsächliche Reifenbreite berücksichtigen
  • Felgenbreite und Reifenfreigabe beachten
  • Felgenschutzleiste kann zusätzlich auftragen
  • Reifenschulter und Seitenwandform vergleichen
  • Abstand unter Fahrzeuggewicht kontrollieren
  • Beladung und Einfederung berücksichtigen

Zentrierringe vollständig und plan einsetzen

Viele Zubehörfelgen werden über einen Zentrierring an den Nabendurchmesser des Fahrzeugs angepasst. Der Ring muss exakt zur Felge und Radnabe passen.

Außendurchmesser

Muss zur Mittenbohrung der Alufelge passen.

Innendurchmesser

Muss zum Nabendurchmesser des Fahrzeugs passen.

Planer Sitz

Der Ring darf nicht verkanten oder zwischen Rad und Nabe eingeklemmt werden.

Unbeschädigter Zustand

Gerissene, verformte oder stark korrodierte Zentrierringe müssen ersetzt werden.

Ein falsch sitzender Zentrierring kann das Rad verkanten

Liegt das Rad nicht vollständig plan auf der Nabe an, können Vibrationen, ungleichmäßige Schraubenbelastung und eine fehlerhafte Zentrierung entstehen.

Zentrierring vor dem Befestigen kontrollieren

  • richtige Abmessung verwendet
  • Ring vollständig in der Felge eingesetzt
  • keine zwei Zentrierringe übereinander montiert
  • keine Risse oder Verformungen
  • Radnabe sauber und frei von groben Ablagerungen
  • Ring beim Aufsetzen nicht herausgedrückt
  • Rad liegt vollständig an der Nabe an

Radschrauben und Radmuttern prüfen

Originale Radschrauben oder Radmuttern passen nicht automatisch zu einer Zubehörfelge. Entscheidend sind Gewinde, Bundform, Länge und die Vorgaben aus den Felgenunterlagen.

Bundform

Kegelbund, Kugelbund und Flachbund dürfen nicht miteinander verwechselt werden.

Gewinde

Durchmesser und Gewindesteigung müssen exakt zum Fahrzeug passen.

Länge

Schrauben müssen ausreichenden Gewindeeingriff besitzen, dürfen innen aber nicht anstoßen.

Felgenfreigabe

Die vorgesehenen Befestigungsteile ergeben sich aus ABE, ECE oder Teilegutachten.

Zu lange Radschrauben können innen anstoßen

Eine zu lange Schraube kann innerhalb der Radnabe oder Bremse an Bauteilen anschlagen. Das Rad wirkt möglicherweise fest, obwohl die Felge noch nicht vollständig an der Nabe anliegt.

Rad nach der Montage frei drehen

Blockiert oder schleift das Rad nach dem Anziehen, müssen Schraubenlänge, Felgensitz und Bremsfreigängigkeit sofort geprüft werden.

Zu kurze Radschrauben sind ebenfalls gefährlich

Eine zu kurze Schraube erreicht nicht den erforderlichen Gewindeeingriff. Dadurch kann die Radbefestigung trotz korrektem Anzugsgefühl unzureichend sein.

  • Schraubenlänge nach Felgenunterlagen auswählen
  • Gewindeeingriff fachgerecht kontrollieren
  • Distanzscheiben bei der Länge berücksichtigen
  • Radschlösser mit denselben Anforderungen prüfen
  • keine Befestigungsteile allein nach Optik auswählen

RDKS-Sensor und Ventil nach der Montage kontrollieren

Bei direkt messenden Reifendruckkontrollsystemen sitzt der Sensor auf der Innenseite der Felge am Ventil. Für die Freigängigkeitskontrolle zum Fahrzeug spielt der Sensor keine Rolle. Nach der Reifen- und Radmontage müssen jedoch Dichtheit, Befestigung und Systemfunktion geprüft werden.

Ventilzustand

Ventilkörper, Dichtung, Ventileinsatz und Ventilkappe müssen unbeschädigt und passend montiert sein.

Dichtheit

Der Übergang zwischen Ventil und Felge darf keine Luft verlieren.

Sensorbefestigung

Der Sensor muss entsprechend der Herstellervorgabe sicher am Ventil beziehungsweise an der Felge befestigt sein.

Systemfunktion

Nach der Montage muss geprüft werden, ob das Fahrzeug den Sensor erkennt und keine RDKS-Warnmeldung anzeigt.

Metallventile und RDKS-Ventile prüfen

  • Ventil sitzt gerade und spannungsfrei in der Felge
  • Dichtung und Befestigungsmutter korrekt montiert
  • vorgegebenes Anzugsdrehmoment eingehalten
  • keine Korrosion am Ventilkörper
  • Ventileinsatz und Ventilkappe vollständig montiert
  • kein Luftverlust am Ventilsitz
  • Ventil beim Befüllen nicht unnötig seitlich belasten

Ventil nicht zum Tragen oder Bewegen des Rades verwenden

Seitliche Kräfte können Metallventil, Dichtung oder RDKS-Sensor beschädigen und später einen schleichenden Luftverlust verursachen.

Nabenkappe und Felgendeckel kontrollieren

Auch Nabenkappen und dekorative Felgendeckel müssen sicher sitzen und zur jeweiligen Felge passen.

  • richtige Kappe für die Felge verwendet
  • Halteclips vollständig und unbeschädigt
  • Kappe liegt plan an
  • keine lose Abdeckung nach der Probefahrt
  • Radschrauben und Radschloss weiterhin zugänglich
  • keine beschädigten oder angebrochenen Haltenasen

Vorsichtige Probefahrt nach der Montage

Langsam anfahren

Zunächst bei geringer Geschwindigkeit auf Schleifen, Klacken oder Vibrationen achten.

Lenkung vorsichtig bewegen

Langsame Kurven in beide Richtungen fahren und mögliche Kontaktgeräusche prüfen.

Unebenheiten kontrolliert überfahren

Auf Geräusche bei leichter Einfederung achten, ohne das Fahrzeug unnötig stark zu belasten.

Bremsverhalten beobachten

Ungewöhnliche Geräusche oder Veränderungen nach der Felgenmontage müssen geprüft werden.

Nachkontrolle durchführen

Radhaus, Bremssattelbereich, Felgenbett, Klebegewichte und Reifen erneut ansehen.

Schleifgeräusche nach der Montage nicht als normal einstufen

Neue Geräusche müssen vor der weiteren Fahrt untersucht werden. Ein nur in Kurven oder bei Bodenwellen auftretendes Schleifen weist häufig auf fehlende Freigängigkeit unter Bewegung hin.

Typische Kontakt- und Warnspuren

Blanke Stelle am Bremssattel

Felge oder Klebegewicht kann die Bremse berührt haben.

Schleifspur im Felgenbett

Kontakt zu Bremssattel, Halter oder Fahrwerk ist möglich.

Beschädigtes Klebegewicht

Das Gewicht hat möglicherweise an einem Bauteil geschliffen.

Gummiabrieb im Radhaus

Der Reifen berührt Innenradhaus, Kotflügel oder Fahrwerk.

Kratzer am Federbein

Innere Reifenflanke oder Felgenkante besitzt zu wenig Abstand.

Vibrationen

Mögliche Ursachen sind Zentrierring, Felgensitz, Auswuchtung oder Rundlauf.

Rhythmisches Klacken

Ein Klebegewicht oder Felgenbereich kann einmal pro Radumdrehung Kontakt erhalten.

RDKS-Warnmeldung

Der Sensor wurde nicht erkannt, beschädigt oder das Ventil ist undicht.

Typische Befunde und mögliche Ursachen

Beobachtung Mögliche Ursache Nächster Schritt
Rad schleift am Bremssattel ungeeignete Speichenkontur, Felgenbett oder falsche Felgenausführung Rad nicht weiterverwenden und Fahrzeugzuordnung prüfen
Klebegewicht berührt Bremse Gewicht ungünstig positioniert oder zu hoch aufgebaut Rad neu auswuchten und Gewicht anders positionieren
Reifen schleift am Federbein ungeeignete Einpresstiefe, zu breiter Reifen oder unpassende Felgenbreite Rad-Reifen-Kombination prüfen
Reifen berührt Kotflügel Rad steht zu weit außen oder besitzt zu wenig Einfederungsraum Auflagen und Kombination kontrollieren
Rad blockiert nach dem Anziehen Radschrauben zu lang oder innerer Bauteilkontakt sofort demontieren und Befestigung prüfen
Vibrationen nach Felgenwechsel Zentrierring, Felgensitz, Auswuchtung oder Rundlauf fehlerhaft Rad demontiert vollständig kontrollieren
Schleifen nur beim Lenken Kontakt zu Radhaus, Spurstange, Federbein oder Verkleidung gesamten Lenkbereich prüfen
Schleifen nur bei Beladung unzureichende Freigängigkeit beim Einfedern Beladungs- und Fahrwerkszustand berücksichtigen
RDKS-Warnung nach Montage Sensor nicht erkannt, beschädigt oder Ventil undicht Sensor, Ventil und Systemfunktion prüfen

Kontrollliste direkt nach der Montage

  • Felge entspricht der Fahrzeugzuordnung
  • alle Auflagen aus ABE, ECE oder Gutachten umgesetzt
  • richtiger Zentrierring vollständig eingesetzt
  • Rad liegt plan an der Nabe an
  • richtige Radschrauben oder Radmuttern verwendet
  • Rad lässt sich vollständig frei drehen
  • Speichen und Felgenbett haben Abstand zur Bremse
  • Klebegewichte besitzen ausreichend Freiraum
  • Reifen hat Abstand zu Federbein und Fahrwerk
  • Lenkeinschlag links, rechts und in Zwischenstellungen geprüft
  • RDKS-Ventil ist dicht und unbeschädigt
  • Nabenkappe sitzt sicher
  • keine Schleif- oder Klackgeräusche

Kontrollliste nach der Probefahrt

  • keine neuen Geräusche
  • keine Vibrationen
  • keine blanken Stellen am Bremssattel
  • keine Schleifspuren im Felgenbett
  • Klebegewichte vollständig vorhanden
  • kein Gummiabrieb im Radhaus
  • keine sichtbaren Kontaktspuren an Fahrwerk oder Karosserie
  • RDKS arbeitet ohne Warnmeldung
  • Radbefestigungen nach Herstellervorgabe kontrolliert
  • keine sichtbare Beschädigung an Felge oder Reifen

Wann das Fahrzeug nicht weitergefahren werden darf

  • Felge oder Klebegewicht berührt den Bremssattel
  • Reifen schleift am Fahrwerk oder Radhaus
  • Rad lässt sich nicht frei drehen
  • Radschrauben stoßen innen an
  • Zentrierring fehlt, ist beschädigt oder sitzt verkantet
  • Rad liegt nicht plan an der Nabe an
  • Radschrauben oder Radmuttern passen nicht zum Felgensitz
  • starke Vibrationen direkt nach der Montage
  • Felge besitzt einen sichtbaren Riss
  • RDKS-Ventil verliert Luft
W

FT Wissenswelt

Grundlagenwissen zu Alufelgen, Felgengrößen, Einpresstiefe, Fahrzeugzuordnung und technischen Anforderungen.

P

FT Praxiswelt

Praktisches Montagewissen für Reifen und Alufelgen sowie wichtige Kontrollen nach der Montage.

S

Passende Alufelgen, Reifen und RDKS-Sensoren

Felge, Reifen, Befestigungsteile und RDKS müssen zum Fahrzeug sowie zu den technischen Vorgaben aus ABE, ECE oder Gutachten passen.

Häufige Fragen zur Freigängigkeit von Alufelgen

Reicht eine ABE als Nachweis für die Freigängigkeit?

Die ABE bildet eine technische Grundlage. Zusätzlich müssen alle Auflagen eingehalten und die praktische Freigängigkeit am konkreten Fahrzeug geprüft werden.

Warum muss das Rad nach dem Auswuchten erneut kontrolliert werden?

Klebegewichte können den Abstand zum Bremssattel oder zu Fahrwerksbauteilen verkleinern.

Wie wird die Bremsfreigängigkeit geprüft?

Das montierte Rad wird vollständig von Hand gedreht. Dabei werden Speichen, Felgenbett und Klebegewichte über den gesamten Umfang kontrolliert.

Warum muss bei vollem Lenkeinschlag geprüft werden?

Reifen und Fahrwerksbauteile bewegen sich relativ zueinander. Kontakt kann nur in bestimmten Lenkstellungen auftreten.

Kann eine Felge auf der Hebebühne passen und später trotzdem schleifen?

Ja. Unter Fahrzeuggewicht, bei Einfederung und Beladung verändern sich Radstellung und verfügbare Abstände.

Was bewirkt eine geringere Einpresstiefe?

Das Rad steht weiter nach außen. Dadurch können Reifenüberstand und Kontakt zur Kotflügelkante entstehen.

Was bewirkt eine größere Einpresstiefe?

Das Rad steht weiter nach innen. Dadurch kann der Abstand zu Federbein, Achsschenkel, Bremse und Spurstange kleiner werden.

Warum ist der Zentrierring wichtig?

Er passt die Mittenbohrung der Zubehörfelge an die Radnabe an. Ein falsch sitzender Ring kann Zentrierung und Felgensitz beeinträchtigen.

Können originale Radschrauben für jede Zubehörfelge verwendet werden?

Nein. Bundform, Länge, Gewinde und Freigabe müssen zur jeweiligen Felge passen.

Gehört der RDKS-Sensor zur Bremsfreigängigkeitskontrolle?

Nein. Der Sensor sitzt innerhalb des Reifens. Nach der Montage werden beim RDKS vor allem Dichtheit, Befestigung und Systemfunktion kontrolliert.

Technischer Hinweis

Diese Praxisinformationen ersetzen keine Fahrzeugzuordnung, ABE, ECE-Genehmigung, Begutachtung oder fachgerechte Radmontage. Maßgeblich sind die Angaben des Fahrzeug-, Felgen-, Reifen- und Befestigungsteileherstellers. Bei Kontakt zu Bremse, Fahrwerk oder Karosserie darf die Rad-Reifen-Kombination nicht weiterverwendet werden, bis die Ursache fachgerecht behoben ist.

Alufelgen sicher montieren mit über 35 Jahren Reifenerfahrung

FT Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen zu Alufelgen, Bremsfreigängigkeit, Einpresstiefe, Zentrierringen, Radschrauben, Klebegewichten und RDKS.

Wir verkaufen nicht einfach Reifen und Felgen. Wir erklären sie.

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