Alufelgen mit RDKS-Sensoren richtig montieren
FT Praxiswelt – Alufelgen & RDKS
Alufelgen mit RDKS-Sensoren richtig montieren
Direkt messende Reifendruckkontrollsysteme sitzen im Inneren des Rades und müssen bei der Reifenmontage gezielt geschützt werden. Besonders beim Abdrücken, bei der Demontage des alten Reifens und beim Aufziehen des neuen Reifens kann der Reifenwulst einen Sensor beschädigen, wenn seine Position nicht berücksichtigt wird.
In der Praxis kommt es deshalb darauf an, den Sensor während des gesamten Montageablaufs bewusst zu positionieren. Bei den üblichen Ventilsensoren lässt sich seine Lage über das Ventil erkennen. Bei manchen, insbesondere älteren US-Systemen, kann der Sensor dagegen mit einem Stahlband im Felgenbett befestigt sein – dann ist seine Position von außen nicht eindeutig erkennbar.
Der Reifenwulst darf nicht über den Sensor gedrückt werden
RDKS-Sensoren werden bei der Reifenmontage vor allem dann beschädigt, wenn Reifenwulst, Montagewerkzeug oder Abdrücker unkontrolliert auf das Sensorgehäuse wirken.
Bei einem üblichen Ventilsensor zeigt das Ventil die ungefähre Position des Sensors an. Demontage und Montage werden so durchgeführt, dass der Reifenwulst am Sensor vorbeiläuft und nicht über das Sensorgehäuse gezogen oder gedrückt wird.
Direktes und indirektes RDKS unterscheiden
Direktes RDKS
Im Rad sitzt ein elektronischer Drucksensor. Er misst den Reifenfülldruck direkt und überträgt die Daten an das Fahrzeug.
Indirektes RDKS
Es befindet sich kein Drucksensor in der Felge. Das System wertet unter anderem die Raddrehzahlen beziehungsweise fahrzeugseitige Sensordaten aus.
Nur dort befindet sich ein Sensor im Rad, der während der Reifenmontage mechanisch beschädigt werden kann.
Wo sitzt der RDKS-Sensor?
Ventilsensor
Die heute sehr häufige Bauform sitzt direkt am Ventil beziehungsweise ist mit diesem verbunden.
Gummiventil mit Sensor
Auch sogenannte Snap-in-Systeme besitzen das Sensorgehäuse im Inneren der Felge hinter dem Ventil.
Bandbefestigter Sensor
Bei bestimmten Systemen sitzt der Sensor unabhängig vom Ventil und wird mit einem Stahlband am Felgenbett gehalten.
Besondere Vorsicht bei bandbefestigten RDKS-Sensoren
Bei einigen US-Fahrzeugen und älteren RDKS-Ausführungen kann der Sensor mit einem Stahlband im Felgenbett befestigt sein. Seine Position lässt sich dann nicht über das Ventil bestimmen.
- beim Abdrücken nicht davon ausgehen, dass der Sensor am Ventil sitzt
- Reifenwulst besonders kontrolliert lösen
- keine unnötig hohe Abdrückkraft verwenden
- bei unbekanntem Radsystem mit einem bandbefestigten Sensor rechnen
- nach der Demontage Stahlband, Halterung und Sensor kontrollieren
Vor der Demontage Sensorposition feststellen
Bei einem üblichen direkt messenden Ventilsensor wird zuerst die Ventilposition festgestellt. Damit ist auch bekannt, in welchem Bereich das Sensorgehäuse auf der Innenseite der Felge sitzt.
- Ventilposition vor Beginn beachten
- Sensorart möglichst vor der Arbeit bestimmen
- bei unbekannter Ausführung besonders vorsichtig abdrücken
- Sensorposition während der Demontage nicht aus den Augen verlieren
- bei bereits beschädigtem Ventil nicht von einer normalen Sensorstellung ausgehen
Reifenwulst richtig abdrücken
Beim Abdrücken darf das Werkzeug nicht mit voller Kraft auf den Sensorbereich drücken. Der Reifenwulst wird kontrolliert vom Felgenhorn gelöst und der Bereich um das Ventil beziehungsweise den bekannten Sensor besonders aufmerksam behandelt.
Abdrücker positionieren
So ansetzen, dass weder Ventil noch Sensor durch die Bewegung des Wulstes gequetscht werden.
Wulst beobachten
Der Reifen soll sich kontrolliert vom Wulstsitz lösen und nicht schlagartig auf das Sensorgehäuse gedrückt werden.
Unbekannte Sensorposition
Bei bandbefestigten Systemen besonders vorsichtig und abschnittsweise arbeiten.
Direktes Abdrücken auf einem Sensor kann ihn zerstören
Das Sensorgehäuse ist nicht dafür konstruiert, die hohe Kraft eines Abdrückers oder eines unter Spannung stehenden Reifenwulstes aufzunehmen.
Demontage: Montagehebel gezielt im Sensorbereich ansetzen
Bei einem Ventilsensor setzen wir in der Praxis den Montagehebel bewusst dort an, wo sich der Sensor befindet. Dadurch wird der erste Reifenwulst so angehoben, dass der Sensor frei liegt und anschließend nicht vom Reifenwulst überfahren oder eingeklemmt wird.
Das Ziel ist nicht, möglichst weit vom Sensor entfernt zu beginnen. Entscheidend ist, dass der Sensor beim Abziehen des Reifens frei liegt und keinen Kontakt mit dem über das Felgenhorn laufenden Reifenwulst bekommt.
Warum diese Position bei der Demontage wichtig ist
Sensor liegt frei
Der angehobene Reifenwulst wird nicht über das Sensorgehäuse gezogen.
Wulst läuft vorbei
Die weitere Drehbewegung der Montagemaschine führt den Reifen vom Sensor weg.
Weniger Hebelkraft am Sensor
Der Wulst kann seine Spannung nicht direkt auf das Sensorgehäuse übertragen.
Bessere Kontrolle
Der Monteur weiß während der gesamten Demontage, wo sich der gefährdete Bauteilbereich befindet.
Montagehebel niemals gegen das Sensorgehäuse drücken
Der Hebel wird im Bereich des Sensors angesetzt, darf aber selbstverständlich nicht auf dem Sensor selbst aufliegen oder diesen als Gegenlager benutzen.
Reifenwulst beim Demontieren ins Tiefbett führen
Wie bei jeder fachgerechten Reifenmontage muss die gegenüberliegende Wulstseite tief im Felgentiefbett liegen. Dadurch wird die notwendige Spannung reduziert und der Reifen kann mit weniger Kraft über das Felgenhorn geführt werden.
- gegenüberliegende Wulstseite tief ins Tiefbett drücken
- Wulsthalter oder geeignete Hilfsarme verwenden
- keine unnötige Gewalt am Montagehebel
- bei Niederquerschnitt- und Runflat-Reifen zusätzliche Spannung berücksichtigen
- Sensorbereich während der gesamten Drehung beobachten
Zweiten Reifenwulst ebenfalls kontrolliert demontieren
Nach dem ersten Wulst darf auch der zweite Reifenwulst nicht unkontrolliert auf Sensor oder Ventil gedrückt werden. Die Position des Sensors bleibt deshalb weiterhin Bestandteil des Montageablaufs.
Dass der obere Reifenwulst bereits demontiert ist, bedeutet nicht, dass der Sensorbereich anschließend unbeachtet bleiben darf.
Vor der Montage des neuen Reifens Sensor prüfen
Wenn der Reifen von der Felge entfernt ist, ist der beste Zeitpunkt für eine Sichtkontrolle des RDKS-Sensors und des Ventils.
Sensorgehäuse
Keine Risse, Brüche, starken Scheuerstellen oder fehlenden Gehäuseteile.
Ventil
Keine Verformung, Korrosion oder Beschädigung am Schaft.
Befestigung
Sensor muss entsprechend seiner Konstruktion sicher am Ventil beziehungsweise Felgensystem befestigt sein.
Felgenbereich
Ventilloch und Auflagebereich müssen sauber und unbeschädigt sein.
Neuen Reifen so montieren, dass der Wulst den Sensor nicht berührt
Beim Aufziehen des neuen Reifens wird die Sensorposition so gewählt, dass der Reifenwulst während des Montagevorgangs am Sensor vorbeiläuft und nicht über ihn hinweg gedrückt wird.
Die richtige Sensorposition richtet sich nach Montagemaschine, Drehrichtung, Reifenbauart und dem jeweiligen Montageablauf. Entscheidend ist immer dasselbe Ziel: Der Reifenwulst darf keinen direkten Kontakt mit dem Sensorgehäuse bekommen.
Ersten und zweiten Wulst getrennt betrachten
Erster Reifenwulst
Sensorposition so wählen, dass der Wulst ohne Druck auf Sensor und Ventil in die Felge geführt wird.
Zweiter Reifenwulst
Besonders aufmerksam arbeiten, weil hier Wulstspannung, Montagekopf und Tiefbettführung gleichzeitig auf den Reifen wirken.
Wulst immer sauber ins Tiefbett führen
- gegenüberliegende Seite ausreichend tief halten
- geeignete Niederhalter verwenden
- Reifenwulst nicht unnötig überdehnen
- ausreichende geeignete Montagepaste verwenden
- Wulst nicht zwischen Sensor und Felge einklemmen
- Sensorposition bis zum Abschluss des zweiten Wulstes beachten
Montagepaste gezielt verwenden
Montagepaste gehört an die vorgesehenen Reifenwulst- und Felgenbereiche. Sensor, elektrische Bauteile und Ventilkomponenten sollten nicht unnötig mit Montagepaste verschmutzt werden.
Metallventile bei RDKS-Sensoren
Viele direkte Sensoren verwenden verschraubte Metallventile. Bei einer Wiederverwendung müssen Ventil, Dichtteile und Befestigung sorgfältig geprüft werden.
Dichtung
Muss zur Ventilausführung passen und darf nicht beschädigt oder verhärtet sein.
Befestigungsmutter
Nur mit dem für das jeweilige Ventilsystem vorgesehenen Drehmoment montieren.
Ventilschaft
Auf Korrosion, Beschädigungen und Materialverlust kontrollieren.
Sensorlage
Sensor entsprechend der Herstellervorgabe spannungsfrei an der Felge positionieren.
RDKS-Ventilmutter nicht nach Gefühl festziehen
Bei Metallventilen können bereits kleine Bauteile und Dichtungen entscheidend sein. Zu hohes Drehmoment kann Ventil, Gewinde oder Dichtung beschädigen; zu geringes Drehmoment kann Undichtigkeit verursachen.
RDKS-Servicekit kontrollieren
Je nach Sensor- und Ventilbauart bestehen Servicekits aus verschiedenen Verschleiß- und Dichtteilen. Bei der Reifenmontage sollte geprüft werden, welche Teile nach Herstellervorgabe erneuert werden müssen.
- Dichtung
- Befestigungsmutter
- Unterleg- oder Dichtscheibe
- Ventileinsatz
- Ventilkappe
- Gummiventil bei Snap-in-Systemen
Korrosion an RDKS-Metallventilen
Aluminiumventile können durch Feuchtigkeit, Streusalz und Materialkontakt korrodieren. Besonders bei älteren Sensoren sollte der Ventilzustand vor einer Wiederverwendung sorgfältig geprüft werden.
Weiße Oxidation
Kann auf Korrosion des Aluminiumventils hinweisen.
Beschädigtes Gewinde
Ventilmutter oder Ventilkappe dürfen nicht auf beschädigte Gewinde gezwungen werden.
Festkorrodierte Kappe
Gewaltsames Lösen kann den Ventilschaft beschädigen oder verdrehen.
Materialverlust
Ein deutlich geschwächter Ventilschaft sollte nicht wiederverwendet werden.
Der elektronische Sensor kann noch funktionieren, während das Ventil bereits mechanisch geschwächt ist. Sensor und Ventil müssen getrennt beurteilt werden.
Snap-in-RDKS mit Gummiventil
Bei bestimmten Sensoren ist der elektronische Sensor mit einem austauschbaren Gummiventil verbunden. Auch hier muss die für den Sensor vorgesehene Ventilausführung verwendet werden.
- nur kompatibles Ventil einsetzen
- Gummi auf Alterung und Risse kontrollieren
- Sensorbefestigung prüfen
- Ventil fachgerecht durch das Felgenloch ziehen
- nicht am Sensorgehäuse ziehen
- anschließend Dichtheit kontrollieren
OE-Sensor, Universalsensor und geklonter Sensor
OE-Sensor
Ein für bestimmte Fahrzeuganwendungen vorgesehenes Sensorsystem mit passender Funk- und Fahrzeugkommunikation.
Universalsensor
Kann für unterschiedliche Fahrzeuge programmiert werden, sofern Sensor und Protokoll zur Anwendung passen.
Geklonter Sensor
Übernimmt die ID eines vorhandenen Sensors. Dadurch kann je nach Fahrzeug ein zusätzlicher Anlernvorgang vereinfacht oder vermieden werden.
Mechanisch passende Sensoren sind nicht automatisch elektronisch kompatibel
Ventilform oder Befestigung allein reichen nicht aus. Frequenz, Protokoll, Fahrzeugzuordnung und Programmierung müssen ebenfalls passen.
Neue Sensor-ID und Anlernen
Wird ein Sensor mit einer neuen ID montiert, muss das Fahrzeug diese je nach RDKS-System selbstständig lernen oder über einen vorgesehenen Anlernprozess beziehungsweise ein Diagnosegerät registrieren.
- richtige Fahrzeugzuordnung prüfen
- richtige Funkfrequenz verwenden
- Sensor gegebenenfalls vor Montage programmieren
- Sensor-ID korrekt hinterlegen
- vorgesehenen Lernprozess durchführen
- nach Abschluss Systemanzeige kontrollieren
Dichtheitsprüfung nach der Reifenmontage
Betriebsdruck einstellen
Reifen nach vollständigem Wulstsitz auf den vorgesehenen Reifenfülldruck einstellen.
Ventilsitz kontrollieren
Übergang zwischen Ventil und Felge mit geeignetem Lecksuchmittel prüfen.
Ventileinsatz prüfen
Auch am Ventileinsatz darf keine Blasenbildung beziehungsweise Luftverlust auftreten.
Ventilkappe montieren
Passende Kappe vollständig aufsetzen.
Systemfunktion prüfen
Kontrollieren, ob Fahrzeug beziehungsweise Diagnosegerät den Sensor erkennt.
RDKS-Warnmeldung nach dem Radwechsel nicht ignorieren
Eine Warnmeldung kann auf fehlendes Anlernen, falsche Programmierung, inkompatiblen Sensor, leere Sensorbatterie oder tatsächlichen Druckverlust hinweisen.
Sensor nach Montage nicht automatisch als defekt einstufen
Wenn das Fahrzeug einen Sensor nicht erkennt, kann die Ursache auch außerhalb eines mechanischen Sensorschadens liegen.
Nicht programmiert
Ein Universalsensor besitzt noch nicht das passende Fahrzeugprotokoll.
Neue ID
Das Fahrzeug kennt den neuen Sensor noch nicht.
Falsche Anwendung
Frequenz oder Protokoll passen nicht zum Fahrzeug.
Batterie erschöpft
Bei älteren Sensoren kann die fest verbaute Batterie ihre Lebensdauer erreicht haben.
Typische mechanische Schäden an RDKS-Sensoren
- abgebrochenes Sensorgehäuse
- Sensor vom Ventil getrennt
- verbogener Ventilschaft
- gebrochenes Snap-in-Ventil
- beschädigte Befestigungsschraube
- gerissene oder gequetschte Dichtung
- beschädigtes Stahlband bei bandbefestigten Sensoren
- Scheuerspuren vom Reifenwulst
Typische Fehler bei der Reifenmontage mit RDKS
Sensorposition vergessen
Der Reifenwulst wird während der Demontage direkt über das Sensorgehäuse gezogen.
Falsch abgedrückt
Abdrücker oder Reifenwulst wirken mit hoher Kraft auf den Sensorbereich.
Montagehebel falsch geführt
Der Hebel liegt am Sensor an oder benutzt ihn als Gegenlager.
Tiefbett nicht genutzt
Zu hohe Wulstspannung erhöht die Gefahr von Reifen- und Sensorschäden.
Sensor beim Aufziehen überfahren
Der zweite Reifenwulst wird direkt über das Sensorgehäuse gedrückt.
Ventilmutter überzogen
Dichtung, Gewinde oder Ventilkörper können beschädigt werden.
Servicekit ignoriert
Gealterte oder beschädigte Dichtteile werden ungeprüft wiederverwendet.
System nicht geprüft
Ein Programmierungs- oder Sensorproblem fällt erst beim Kunden auf.
Bei unbekannten US-Rädern besonders vorsichtig arbeiten
Ist nicht sicher bekannt, welche Sensorbauart verbaut ist, darf die Ventilposition nicht automatisch als Sensorposition angenommen werden. Ein im Felgenbett befestigter Bandsensor kann an einer völlig anderen Stelle sitzen.
Typische Befunde und ihre möglichen Ursachen
| Beobachtung | Mögliche Ursache | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Sensor nach Demontage abgebrochen | Reifenwulst oder Montagewerkzeug hat den Sensor getroffen | Sensor ersetzen und Montageablauf prüfen |
| Ventil nach Montage undicht | Dichtung, Ventileinsatz, Korrosion oder falsches Drehmoment | Ventil und Servicekit kontrollieren |
| Sensor wird nicht erkannt | nicht programmiert, neue ID, falsche Anwendung oder defekter Sensor | Sensor mit Diagnosegerät prüfen |
| Sensor liegt lose in der Felge | Befestigung beschädigt oder Schraube gelöst | Rad demontieren und Sensorbefestigung erneuern |
| Stahlband beschädigt | Abdrücker oder Reifenwulst hat bandbefestigten Sensor getroffen | Sensor- und Bandsystem vollständig prüfen |
| Metallventil stark korrodiert | Alterung, Salz oder Materialkontakt | Ventil beziehungsweise Servicekomponenten erneuern |
| Warnmeldung erst nach Radwechsel | Sensor-ID oder Anlernprozess nicht abgeschlossen | Fahrzeugzuordnung und Lernvorgang prüfen |
| Druck fällt langsam ab | Ventilsitz, Ventileinsatz oder Wulst undicht | systematische Dichtheitsprüfung durchführen |
Kontrollliste vor der Demontage
- prüfen, ob direktes RDKS vorhanden ist
- Sensorbauart möglichst feststellen
- Ventilposition markieren
- bei US-Fahrzeugen mögliche Bandbefestigung berücksichtigen
- Reifendruck kontrolliert ablassen
- Ventil und Felge auf Vorschäden ansehen
- Abdrückposition bewusst wählen
Kontrollliste bei der Demontage
- Sensorposition jederzeit bekannt
- Abdrücker belastet Sensor nicht direkt
- Montagehebel im Sensorbereich angesetzt, ohne den Sensor zu berühren
- Sensor liegt beim Abziehen des Wulstes frei
- gegenüberliegender Wulst sitzt tief im Tiefbett
- keine unnötige Gewalt eingesetzt
- auch zweiten Reifenwulst kontrolliert demontiert
Kontrollliste bei der Montage
- Sensor und Ventil vorher sichtbar geprüft
- Servicekit nach Vorgabe erneuert
- Sensorposition passend zum Montageablauf gewählt
- erster Reifenwulst ohne Sensorkontakt montiert
- zweiter Reifenwulst ohne Sensorkontakt montiert
- Reifenwulst sauber im Tiefbett geführt
- Sensor nicht mit Montagekopf oder Hilfsarm belastet
- Metallventil mit vorgeschriebenem Drehmoment befestigt
- Reifen und Ventil anschließend auf Dichtheit geprüft
Kontrollliste nach der Montage
- richtiger Betriebsdruck eingestellt
- Ventil dicht
- Ventileinsatz dicht
- Ventilkappe montiert
- Sensor wird vom Diagnosegerät beziehungsweise Fahrzeug erkannt
- Programmierung korrekt
- gegebenenfalls Anlernprozess abgeschlossen
- keine RDKS-Warnmeldung
- angezeigte Druckwerte plausibel
FT Wissenswelt
Grundlagenwissen zu Alufelgen, Felgenmaßen und der richtigen technischen Zuordnung.
FT Praxiswelt
Weiterführendes Praxiswissen zu Alufelgen, Reifenmontage und der richtigen Radmontage.
Alufelgen und RDKS-Sensoren bei FT Reifen
Sensor, Ventil, Felge und Fahrzeug müssen technisch zusammenpassen. Bei Universal- und Ersatzsensoren sind zusätzlich Fahrzeugprotokoll, Programmierung und Anlernverfahren zu berücksichtigen.
Häufige Fragen zur Alufelgen-Montage mit RDKS
Wo sitzt ein normaler direkter RDKS-Sensor?
Bei den heute üblichen Systemen sitzt der Sensor im Felgeninneren direkt am beziehungsweise hinter dem Ventil.
Wo setzt man bei der Demontage den Montagehebel an?
Bei einem üblichen Ventilsensor wird der Montagehebel im Sensorbereich angesetzt, ohne den Sensor selbst zu berühren. Dadurch liegt der Sensor frei und der Reifenwulst wird beim weiteren Demontagevorgang nicht über das Sensorgehäuse gezogen.
Warum muss der Sensor beim Aufziehen des neuen Reifens neu positioniert werden?
Die Position muss zum jeweiligen Montageablauf passen, damit der Reifenwulst beim Aufziehen nicht über das Sensorgehäuse läuft oder darauf gedrückt wird.
Darf der Montagehebel den RDKS-Sensor berühren?
Nein. Der Hebel wird zwar gezielt im Sensorbereich eingesetzt, der Sensor selbst darf aber niemals als Auflage- oder Hebelpunkt dienen.
Warum ist das Tiefbett bei RDKS besonders wichtig?
Ein sauber ins Tiefbett gedrückter Reifenwulst benötigt weniger Kraft beim Überführen über das Felgenhorn. Dadurch sinkt auch die Gefahr, Reifen oder Sensor zu beschädigen.
Sitzt der Sensor immer am Ventil?
Nein. Bei einigen, insbesondere älteren US-Systemen, können Sensoren mit einem Stahlband im Felgenbett befestigt sein. Ihre Position ist dann von außen nicht eindeutig erkennbar.
Was muss bei einem bandbefestigten Sensor beachtet werden?
Beim Abdrücken ist besondere Vorsicht notwendig, weil die genaue Sensorposition unbekannt sein kann. Nach der Demontage müssen Stahlband, Halterung und Sensor kontrolliert werden.
Müssen RDKS-Servicekits bei jedem Reifenwechsel erneuert werden?
Welche Dicht- und Serviceteile erneuert werden sollen, richtet sich nach Sensortyp und Herstellervorgabe. Gealterte oder beschädigte Dichtteile sollten nicht ungeprüft wiederverwendet werden.
Warum sollte ein Metallventil nicht nach Gefühl festgezogen werden?
Das vorgeschriebene Drehmoment ist auf Ventil, Dichtung und Felge abgestimmt. Zu hohe oder zu geringe Vorspannung kann Beschädigung beziehungsweise Undichtigkeit verursachen.
Warum zeigt das Fahrzeug nach dem Radwechsel eine RDKS-Warnung?
Mögliche Ursachen sind ein nicht programmierter Universalsensor, eine neue noch nicht angelernte Sensor-ID, falsche Fahrzeugzuordnung, ein defekter Sensor oder tatsächlicher Druckverlust.
Technischer Hinweis
RDKS-Systeme unterscheiden sich je nach Fahrzeug, Sensorhersteller und Bauart. Sensorposition, Ventilmontage, Drehmomente, Servicekits, Programmierung und Anlernverfahren müssen deshalb nach den jeweiligen Herstellerangaben ausgeführt werden. Bei unbekannter Sensorbauart ist besonders beim Abdrücken und bei der ersten Demontage vorsichtig zu arbeiten.
RDKS-Sensoren bei der Reifenmontage schützen
FT Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen zu Alufelgen, Reifenmontage, Ventilsensoren, bandbefestigten RDKS-Sensoren, Servicekits und fachgerechter Montage.
Wir verkaufen nicht einfach Reifen, Felgen und Sensoren. Wir erklären sie.