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Stollenrisse und Stollenabrisse bei Bagger- & Radladerreifen richtig beurteilen

FT Praxiswelt – Bagger- & Radladerreifen

Stollenrisse und Stollenabrisse bei Bagger- & Radladerreifen richtig beurteilen

Die großen Profilblöcke von Bagger- und Radladerreifen müssen hohe Antriebs-, Brems- und Seitenkräfte übertragen. Im Steinbruch, auf Baustellen, Recyclinghöfen oder auf grobem Schotter kommen zusätzlich scharfkantige Steine, Metallteile und hohe Stoßbelastungen hinzu.

Ein beschädigter Stollen bedeutet nicht automatisch, dass der komplette Reifen unbrauchbar ist. Entscheidend sind Tiefe, Lage und Entwicklung des Schadens sowie die Frage, ob nur der Profilblock oder bereits der tragende Reifenaufbau betroffen ist.

Stollenriss ist nicht gleich Stollenriss

Ein oberflächlicher Schnitt an einer Stollenkante muss anders beurteilt werden als ein tiefer Riss am Stollenfuß oder ein Profilblock, der sich bereits großflächig vom Reifenkörper löst.

Besonders wichtig: Übergang zwischen Stollen und Reifenkörper

Reicht ein Riss tief in den Stollenfuß oder weiter in den Profilgrund, sollte genauer geprüft werden, ob tragende Bereiche des Reifens betroffen sind.

Stollenriss, Stollenausbruch und Stollenabriss unterscheiden

Stollenriss

Der Profilblock ist noch vorhanden, zeigt aber einen mehr oder weniger tiefen Riss.

Stollenausbruch

Ein Teil des Profilblocks ist herausgebrochen oder abgeschlagen.

Stollenabriss

Ein größerer Teil oder nahezu der komplette Profilblock hat sich vom Reifenkörper gelöst.

Stollenfuß besonders sorgfältig prüfen

Der Übergang zwischen Profilblock und Reifenkörper wird im Arbeitseinsatz stark belastet. Dort wirken beim Beschleunigen, Bremsen, Lenken und Durchdrehen hohe Kräfte.

Feiner Oberflächenriss

Kann zunächst nur den äußeren Gummibereich betreffen.

Tiefer Riss

Reicht sichtbar weit in den Stollenfuß und muss genauer beurteilt werden.

Beginnende Ablösung

Der Profilblock lässt sich sichtbar vom Untergrund abheben oder zeigt eine breite Trennstelle.

Riss bis Profilgrund

Kann deutlich kritischer sein als ein reiner Oberflächenschaden.

Nicht nur auf die Länge eines Risses schauen

Ein langer oberflächlicher Riss kann weniger kritisch sein als ein kurzer, aber sehr tiefer Riss am Stollenfuß. Tiefe und Lage sind deshalb wichtiger als die reine sichtbare Länge.

Scharfkantiger Untergrund als typische Ursache

Steinbruch, Bauschutt, grober Schotter, Recyclingmaterial und andere scharfkantige Untergründe können Profilblöcke anschneiden oder Stücke aus den Stollen herausbrechen.

  • scharfe Steinkanten
  • Metallstücke
  • Betonbruch
  • Schrottteile
  • Glasscherben
  • harte Kanten in verdichtetem Schotter

Ein einzelner beschädigter Stollen spricht oft für lokalen Kontakt

Ist nur ein einzelner Profilblock deutlich beschädigt, während die übrigen Stollen vergleichsweise unauffällig sind, sollte besonders an einen lokalen Kontakt mit Stein, Metall oder einer harten Kante gedacht werden.

Immer auch den Profilgrund prüfen

Unter einem ausgebrochenen Stollen kann ein tieferer Schnitt oder Riss verborgen sein, der auf den ersten Blick nicht auffällt.

Viele beschädigte Stollen deuten eher auf die Einsatzbedingungen

Zeigen zahlreiche Profilblöcke ähnliche Risse, Ausbrüche oder stark abgerundete Kanten, ist ein einzelner Fremdkörper als Ursache weniger wahrscheinlich.

Hoher Schlupf

Profilblöcke werden stark über den Untergrund gezogen.

Harte Oberfläche

Asphalt und Beton erzeugen hohe Reibkräfte.

Hohe Last

Stollen werden stärker verformt und belastet.

Profil passt nicht zum Einsatz

Ein sehr grober Reifen kann bei dauerhafter harter Fahrbahn anders beansprucht werden als im vorgesehenen Gelände.

Hoher Schlupf belastet Stollen besonders stark

Wenn ein Rad unter Last durchdreht, gleiten die Profilblöcke mit hoher Kraft über den Untergrund. Dabei werden die Stollen nicht nur abgerieben, sondern auch stark gebogen und auf Scherung belastet.

  • abgerundete Stollenkanten
  • Schnitte an den Antriebskanten
  • Materialausbrüche
  • Risse am Stollenfuß
  • starke Erwärmung bei längerem Schlupf

Durchdrehende Räder nicht nur als Verschleißthema sehen

Starker Schlupf kann neben erhöhtem Abrieb auch tiefe Profilverletzungen und Stollenrisse begünstigen, insbesondere auf grobem oder scharfkantigem Untergrund.

Häufige Vorwärts- und Rückwärtswechsel

Beim Radlader wechseln die Kräfte im Profil ständig ihre Richtung. Beim Einfahren in Material wirken starke Antriebskräfte, beim Zurücksetzen werden die Stollen anschließend in Gegenrichtung beansprucht.

Antriebskante

Wird beim Vorwärtsfahren stark belastet.

Gegenkante

Übernimmt beim Rückwärtsfahren hohe Kräfte.

Stollenfuß

Muss die wechselnden Kräfte in den Reifenkörper übertragen.

Lenken unter hoher Last

Enge Lenkbewegungen mit belasteter Schaufel oder auf stark griffigem Untergrund erzeugen hohe Seitenkräfte. Die Profilblöcke werden dabei seitlich über den Boden geschoben und verdreht.

  • Stollen seitlich abgeschliffen
  • Schulterblöcke besonders beansprucht
  • Risse an seitlichen Stollenfüßen
  • stark gerundete Profilkanten
  • lokale Ausbrüche möglich

Lenken im Stand vermeiden, wenn es der Einsatz zulässt

Wird eine schwere Maschine auf griffigem Untergrund im Stand stark eingelenkt, müssen die Reifen die gesamte Querbewegung über die Profilblöcke aufnehmen. Das kann den Profilverschleiß und die Belastung der Stollen erhöhen.

Harter Untergrund beansprucht grobe Profile anders

Asphalt

Hohe Reibung belastet Stollenkanten bei Lenken und Beschleunigen stark.

Beton

Raue Oberflächen können die Profilblöcke intensiv abschleifen.

Schotter

Kombiniert Abrieb mit möglichen Schnitten und Ausbrüchen.

Lockerer Boden

Erzeugt häufig mehr Schlupf, aber andere mechanische Belastungen als feste Flächen.

Profilwahl und Einsatz müssen zusammenpassen

Ein Reifen, der auf losem Untergrund sehr gute Traktion bietet, muss nicht automatisch der beste Reifen für lange Fahrten auf Beton oder Asphalt sein. Wiederkehrende Stollenrisse können deshalb auch ein Hinweis auf eine ungünstige Kombination aus Reifen und Einsatzprofil sein.

Luftdruck bei Stollenschäden mitprüfen

Der Luftdruck beeinflusst die Verformung des gesamten Reifens und damit auch die Bewegung der Profilblöcke im Kontakt mit dem Untergrund.

Zu niedriger Luftdruck

Kann die Verformung und Walkarbeit erhöhen und damit auch die Stollen stärker bewegen.

Zu hoher Luftdruck

Kann Aufstandsfläche und Druckverteilung verändern und damit das Verschleißbild beeinflussen.

Nicht pauschal diagnostizieren

Ein Stollenriss ist nicht automatisch ein Luftdruckfehler. Reifenbauart, Achslast, Untergrund und Fahrweise müssen gemeinsam betrachtet werden.

Überlastung als Mitursache berücksichtigen

Hohe Achslasten erhöhen die Kräfte, die Reifen und Profilblöcke übertragen müssen. Beim Radlader ist besonders die belastete Vorderachse während Schaufelarbeiten relevant.

  • volle Schaufel
  • hohe Materialdichte
  • dynamische Last beim Fahren
  • harte Brems- und Beschleunigungsvorgänge
  • Lenken unter hoher Vorderachslast

Stollenrisse zusammen mit starker Erwärmung ernst nehmen

Zeigt ein Reifen gleichzeitig ungewöhnlich starke Erwärmung, deutliche Verformung oder andere Auffälligkeiten, sollte nicht nur der einzelne Profilblock beurteilt werden. Auch Luftdruck, Last und Reifenaufbau gehören zur Prüfung.

Fremdkörper zwischen den Profilblöcken

Steine und Metallteile können sich zwischen den großen Stollen festsetzen und bei jeder Radumdrehung weiter auf Profilgrund und Stollen einwirken.

Eingeklemmter Stein

Kann Kanten des Profilblocks beschädigen und den Profilgrund unter Druck setzen.

Metallteil

Kann Stollen einschneiden oder in den Reifenkörper eindringen.

Scharfer Fremdkörper

Kann einen bereits vorhandenen kleinen Riss bei weiterer Fahrt vergrößern.

Fremdkörper regelmäßig entfernen und Fundstelle prüfen

  • Zwischenräume des Profils kontrollieren
  • lose Steine entfernen
  • Fundstelle auf Schnitte prüfen
  • bei eingedrungenem Metall nicht unüberlegt herausziehen
  • bei Verdacht Luftdruck und Dichtheit kontrollieren

Oberflächenschaden oder tiefer Riss?

Für die erste Einordnung sollte die Schadstelle sauber sein und bei guter Beleuchtung betrachtet werden.

Oberflächlich

Nur ein kleiner Bereich des Profilgummis ist angeraut oder angeschnitten.

Tiefer Schnitt

Die Verletzung reicht sichtbar tief in den Profilblock hinein.

Riss am Stollenfuß

Der Übergang zum Reifenkörper ist betroffen.

Tragende Bestandteile sichtbar

Dann handelt es sich nicht mehr um einen reinen Profiloberflächenschaden.

Sichtbare Karkassenbestandteile sind ein klares Warnsignal

Werden im Bereich eines Stollenrisses tragende Gewebe- oder Karkassenbestandteile sichtbar, sollte der Reifen nicht wie ein Reifen mit einer rein oberflächlichen Profilverletzung behandelt werden.

Profilgrund unter beschädigten Stollen prüfen

Ein teilweise abgerissener Stollen kann den Blick auf den darunterliegenden Schaden verdecken. Deshalb muss nicht nur der noch vorhandene Profilblock, sondern auch sein Übergang zum Profilgrund kontrolliert werden.

  • Riss endet im Profilblock oder läuft weiter?
  • Profilgrund ebenfalls eingeschnitten?
  • Material unter dem Stollen gelöst?
  • Fremdkörper unter dem beschädigten Bereich?
  • sichtbare tragende Bestandteile?

Schadstelle markieren und Entwicklung kontrollieren

Bei kleineren, zunächst nicht eindeutig einzuordnenden Oberflächenrissen kann eine dokumentierte Nachkontrolle zeigen, ob sich der Schaden verändert.

Bereich reinigen

Schmutz und lose Partikel entfernen, damit der Rissverlauf sichtbar wird.

Position markieren

Die Schadstelle so kennzeichnen, dass sie später schnell wiedergefunden wird.

Foto erstellen

Schaden und Größenverhältnis dokumentieren.

Nach Einsatz erneut prüfen

Kontrollieren, ob Länge, Breite oder Tiefe zugenommen haben.

Beobachten ist nur bei unkritischen und unklaren Oberflächenstellen sinnvoll

Ein tiefer Riss am Stollenfuß, eine größere Ablösung oder sichtbare tragende Reifenbestandteile dürfen nicht einfach nur markiert und weiter beobachtet werden.

Mehrere gleiche Stollenrisse systematisch vergleichen

Treten ähnliche Risse an vielen Profilblöcken auf, lohnt sich eine systematische Kontrolle der Maschine und des Einsatzes.

  • alle betroffenen Stollen zählen beziehungsweise dokumentieren
  • Luftdruck kontrollieren
  • Vorder- und Hinterachse vergleichen
  • linke und rechte Maschinenseite vergleichen
  • Schlupf und Fahrweise betrachten
  • Untergrund und Einsatzstrecke bewerten
  • Achslast beziehungsweise Überlastung berücksichtigen

Stollenabrisse auf nur einer Achse

Sind beispielsweise fast ausschließlich die Vorderreifen eines Radladers betroffen, kann die unterschiedliche Belastung der Achsen eine wichtige Rolle spielen.

Schaufellast

Erhöht die Radlast an der Vorderachse.

Materialaufnahme

Hohe Antriebskräfte und Schlupf wirken direkt auf die Vorderreifen.

Lenk- und Bremskräfte

Kommen zusätzlich zur hohen Last hinzu.

Nach einem harten Hinderniskontakt mehr als nur den Stollen prüfen

Ist ein Profilblock durch einen massiven Stein oder eine harte Kante beschädigt worden, können gleichzeitig andere Bereiche des Rades belastet worden sein.

  • Reifenflanke prüfen
  • Profilgrund prüfen
  • Reifenwulst kontrollieren
  • Felgenhorn ansehen
  • Ventil kontrollieren
  • Luftdruck nachkontrollieren

Ein harter Schlag kann mehrere Schäden gleichzeitig verursachen

Ein sichtbarer Stollenausbruch kann der auffälligste Schaden sein, während eine Flankenquetschung oder Felgenverformung zunächst unbemerkt bleibt.

Typische Schadensbilder und mögliche Ursachen

Schadensbild Mögliche Ursache Was prüfen?
Ein einzelner Stollen angeschnitten scharfkantiger Stein oder lokaler Fremdkörper Risstiefe und Profilgrund prüfen
Einzelnes Stück herausgebrochen Steinkontakt oder harter Stoß Übergang zum Reifenkörper kontrollieren
Viele Stollenkanten stark rund Schlupf, Fahrtrichtungswechsel oder harter Untergrund Einsatz und Fahrweise beurteilen
Viele Stollen am Fuß eingerissen hohe Belastung, Verformung, Schlupf oder ungeeigneter Einsatz Luftdruck, Last und Einsatzbedingungen prüfen
Stollen teilweise vom Reifen gelöst tiefer Riss oder starke mechanische Belastung Reifenaufbau fachgerecht beurteilen
Riss reicht in Profilgrund tiefer mechanischer Schaden nicht nur Profilblock betrachten
Tragende Bestandteile sichtbar tiefe Profil- oder Karkassenverletzung Reifen nicht ungeprüft weiter einsetzen
Stollenrisse nur an Vorderachse höhere Radlast, Schaufelbetrieb, Schlupf Achslast und Einsatz vergleichen
Stollenrisse plus hohe Reifentemperatur Luftdruck, Überlastung oder intensive Belastung gesamten Reifen und Einsatz prüfen

Praxis-Check bei einem beschädigten Stollen

Schadstelle reinigen

Erst dann lässt sich der Rissverlauf zuverlässig erkennen.

Tiefe beurteilen

Oberflächlicher Schnitt oder tiefer Riss bis zum Stollenfuß?

Profilgrund prüfen

Kontrollieren, ob sich der Schaden unter dem Profilblock fortsetzt.

Nach Fremdkörpern suchen

Steine, Metall oder andere scharfkantige Gegenstände berücksichtigen.

Andere Stollen vergleichen

Einzelschaden oder wiederkehrendes Schadensbild?

Luftdruck prüfen

Besonders bei mehreren ähnlichen Schäden.

Einsatz beurteilen

Schlupf, Untergrund, Fahrtrichtungswechsel und Belastung einbeziehen.

Weitere Radbereiche prüfen

Nach starkem Schlag auch Flanke, Wulst und Felge kontrollieren.

Kontrollliste für Stollenrisse

  • Risslänge betrachtet
  • Risstiefe beurteilt
  • Stollenfuß kontrolliert
  • Profilgrund kontrolliert
  • keine sichtbaren Karkassenbestandteile
  • keine großflächige Ablösung
  • weitere Profilblöcke verglichen
  • Fremdkörper ausgeschlossen
  • Luftdruck geprüft
  • Untergrund und Schlupf berücksichtigt
  • bei starkem Stoß Flanke und Felge mitkontrolliert

Wann ein Reifen nicht ungeprüft weiter eingesetzt werden sollte

  • tiefer Riss am Stollenfuß
  • größere Ablösung eines Profilblocks
  • Riss reicht sichtbar in den Profilgrund
  • tragende Reifenbestandteile sichtbar
  • mehrere fortschreitende tiefe Risse
  • zusätzlich Beule oder starke Flankenverformung
  • gleichzeitiger Luftverlust
  • unklarer Schaden nach massivem Hinderniskontakt
P

FT Praxiswelt

Weiterführendes Praxiswissen für Bagger-, Radlader- und Arbeitsreifen.

S

Passende Reifen für Baumaschinen und Arbeitsfahrzeuge

Wenn Stollenrisse oder Profilabrisse einen Austausch erforderlich machen, sollte der neue Reifen zum tatsächlichen Einsatz, zur Maschine, zur Last und zum Untergrund passen.

Häufige Fragen zu Stollenrissen und Stollenabrissen

Ist jeder Stollenriss ein Grund, den Reifen sofort zu ersetzen?

Nein. Entscheidend sind Tiefe, Lage und Entwicklung des Schadens. Ein oberflächlicher Schnitt ist anders zu bewerten als ein tiefer Riss bis zum Stollenfuß oder Profilgrund.

Warum ist der Stollenfuß besonders wichtig?

Dort werden hohe Kräfte vom Profilblock in den Reifenkörper übertragen. Tiefe Risse in diesem Bereich müssen deshalb besonders sorgfältig beurteilt werden.

Warum brechen einzelne Stollen heraus?

Häufig sind lokale Kontakte mit scharfkantigen Steinen, Metallteilen oder anderen harten Hindernissen die Ursache.

Warum reißen viele Stollen gleichzeitig?

Dann sollten zusätzlich Luftdruck, Schlupf, Belastung, Untergrund und die Eignung des Reifens für den tatsächlichen Einsatz geprüft werden.

Kann hoher Schlupf Stollenrisse verursachen?

Er kann sie begünstigen. Durchdrehende Reifen belasten die Profilblöcke stark auf Abrieb, Biegung und Scherung.

Warum leiden Radladerreifen bei häufigem Vorwärts- und Rückwärtsfahren?

Die Kräfte wechseln ständig ihre Richtung. Dadurch werden Stollenkanten und Stollenfuß wiederholt in entgegengesetzte Richtungen belastet.

Kann ein falscher Luftdruck Stollenrisse verursachen?

Der Luftdruck kann die Reifenverformung und damit die Stollenbelastung beeinflussen. Ein Riss sollte aber nicht allein anhand des Luftdrucks diagnostiziert werden.

Was bedeutet ein Riss bis zum Profilgrund?

Der Schaden geht über den reinen Profilblock hinaus und muss deutlich sorgfältiger beurteilt werden.

Darf man einen kleinen Riss einfach beobachten?

Bei einer rein oberflächlichen, unklaren Stelle kann eine dokumentierte Nachkontrolle sinnvoll sein. Tiefe Risse, Ablösungen oder sichtbare Karkassenbestandteile dürfen nicht nur beobachtet werden.

Warum sollte nach einem Stollenabriss auch die Felge geprüft werden?

Wenn der Schaden durch einen starken Hinderniskontakt entstanden ist, können gleichzeitig Flanke, Wulst und Felge belastet worden sein.

Technischer Hinweis

Diese Praxisinformationen dienen der ersten Einordnung von Stollenrissen, Ausbrüchen und Profilablösungen. Die tatsächliche Weiterverwendbarkeit hängt von Tiefe, Lage, Reifenbauart und betroffenem Reifenaufbau ab. Bei tiefen Rissen, größeren Ablösungen, sichtbaren Karkassenbestandteilen, Beulen oder zusätzlichem Luftverlust ist eine fachgerechte Beurteilung erforderlich.

Stollenschäden nicht nur ansehen – richtig beurteilen

FT Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen zu Baggerreifen, Radladerreifen, Stollenrissen, Profilabrissen, Schlupf und schweren Einsatzbedingungen.

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