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Sommerreifen nach dem Winter richtig kontrollieren – Profil, Schäden, Luftdruck und Alter prüfen

FT Praxiswelt – PKW-Sommerreifen

Sommerreifen nach dem Winter richtig kontrollieren – Profil, Schäden, Luftdruck und Alter prüfen

Sommerreifen sollten nach der Winterlagerung nicht einfach wieder montiert werden, nur weil sie im Herbst noch unauffällig waren. Der Saisonwechsel ist ein guter Zeitpunkt, den kompletten Reifensatz gründlich zu kontrollieren.

Besonders wichtig sind Profiltiefe, Innenschulter, Reifenflanken, Risse, Fremdkörper, Reifenalter, Ventile, RDKS und der Zustand der Felgen. Solange das Rad demontiert ist, lassen sich gerade die sonst schlecht sichtbaren Bereiche besonders gut beurteilen.

Der Saisonwechsel ist gleichzeitig ein kompletter Reifencheck

Profil

Innen, Mitte und außen messen und auf ungleichmäßigen Verschleiß achten.

Reifenzustand

Seitenwände, Profilgrund, Risse, Beulen und Fremdkörper vollständig kontrollieren.

Rad und Technik

Felge, Ventil, RDKS, Luftdruck und Radposition gehören ebenfalls zur Prüfung.

FT Praxisgrundsatz

Sommerreifen sollten nach der Winterlagerung nicht einfach montiert werden, nur weil sie im Herbst noch in Ordnung waren. Vor der neuen Saison gehören Profil, Verschleißbild, Seitenwände, Reifenalter, Luftdruck, Ventile und Felgen erneut kontrolliert.

Vor der Montage besonders gründlich kontrollieren

Ein demontiertes Rad bietet freien Blick auf Bereiche, die am Fahrzeug häufig nur schwer erreichbar sind.

1. Kontrolle am besten durchführen, solange das Rad noch demontiert ist

So lassen sich besonders gut prüfen:

  • innere Reifenflanke
  • äußere Reifenflanke
  • gesamte Lauffläche
  • Innenschulter
  • Felgeninnenseite
  • Ventil
  • Reifenalter
  • Fremdkörper
Innenseite bewusst nutzen

Gerade der innere Schulterbereich ist am montierten Fahrzeug häufig schlecht sichtbar. Beim Saisonwechsel kann er ohne großen Aufwand vollständig kontrolliert werden.

2. „Im Herbst war alles gut“ reicht für die neue Saison nicht

Während der Lagerung entsteht zwar normalerweise kein nennenswerter Profilverschleiß. Trotzdem können Auffälligkeiten bereits vorher vorhanden gewesen und bei der Einlagerung übersehen worden sein.

Neue Frage für den Saisonstart

Nicht nur: „War der Reifen im Herbst noch fahrbar?“ Sondern: „Reicht sein Zustand noch für die geplante Sommersaison?“

Profiltiefe richtig messen

Ein einzelner Messpunkt reicht für eine vollständige Beurteilung nicht aus.

3. Profiltiefe an mehreren Stellen über den Umfang messen

Der Abrieb kann innerhalb eines einzelnen Reifens unterschiedlich sein.

Erste Position messen

Innen, Mitte und außen kontrollieren.

Rad weiterdrehen

Einen anderen Bereich der Lauffläche auswählen.

Messung wiederholen

Lokale Unterschiede erkennen.

Niedrigste Werte dokumentieren

Den Reifen realistisch beurteilen.

4. Innen, Mitte und außen miteinander vergleichen

Innen

Kann bei Spur-, Sturz- oder Fahrwerksauffälligkeiten stärker verschleißen.

Mitte

Zeigt den zentralen Profilzustand.

Außen

Kann durch Luftdruck, Fahrstil oder Achsgeometrie stärker beansprucht werden.

5. Innenschulter besonders sorgfältig prüfen

Ein Reifen kann von außen noch sehr ordentlich aussehen und auf der Innenseite deutlich weniger Profil besitzen.

Von außen leicht zu übersehen

Gerade bei breiteren Reifen oder engen Radhäusern ist der Innenbereich im montierten Zustand häufig schlecht einsehbar.

6. Gesetzliche Mindestprofiltiefe nicht mit sinnvoller Sommerreserve verwechseln

Für PKW-Reifen gilt in Deutschland eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm.

Für die praktische Saisonentscheidung sollte zusätzlich berücksichtigt werden:

  • geplante Kilometerleistung
  • Autobahnanteil
  • Starkregen
  • Urlaubsfahrten
  • erwartete Nutzung bis zum Herbst
Vorausschauend beurteilen

Ein Sommerreifen sollte nicht nur heute ausreichend sein, sondern auch zur geplanten Nutzung der kommenden Monate passen.

Verschleißbild lesen

Ungleichmäßiger Abrieb kann Hinweise auf Reifenfülldruck, Achsgeometrie, Fahrwerk oder Nutzung geben.

7. Beide Schultern stärker abgefahren

Mögliche Zusammenhänge können sein:

  • längerfristig zu niedriger Reifenfülldruck
  • hohe Belastung
  • fahrzeug- oder einsatzbedingter Abrieb
Verschleißbild ist ein Hinweis, keine fertige Diagnose

Fahrzeug, Fahrprofil und tatsächliche Druckwerte sollten gemeinsam betrachtet werden.

8. Profilmitte stärker abgefahren

Auch hier sollten Reifenfülldruck, Fahrzeugvorgabe, Beladung und Einsatz geprüft werden.

Nicht einfach nach Gefühl den Luftdruck verändern

Zuerst den vorgesehenen Kaltdruck des Fahrzeugs ermitteln und mit den tatsächlichen Werten vergleichen.

9. Einseitiger Verschleiß innen oder außen

Mögliche Zusammenhänge:

  • Spur
  • Sturz
  • Fahrwerk
  • fahrzeugspezifische Achsgeometrie
Technische Ursache prüfen

Ein neuer Reifen würde bei unveränderter Ursache möglicherweise wieder ähnlich verschleißen.

10. Sägezahnbildung erkennen

Bei Sägezahn nutzen sich die Kanten einzelner Profilblöcke unterschiedlich ab.

Mögliche Erscheinungen:

  • Brummen
  • Dröhnen
  • verändertes Abrollgeräusch
  • kantig fühlbare Profilblöcke
Mit der Hand kontrollierbar

Fährt man vorsichtig über die Profilblöcke, kann sich eine Richtung glatter und die Gegenrichtung kantiger anfühlen.

Reifenflanken vollständig kontrollieren

Die Seitenwand sollte außen und innen betrachtet werden.

11. Äußere Reifenflanke prüfen

Achten auf:

  • Schnitte
  • Risse
  • Scheuerstellen
  • Beulen
  • ungewöhnliche Verformungen

12. Innere Reifenflanke nicht vergessen

Der saisonale Radwechsel ist dafür einer der besten Kontrollzeitpunkte.

Demontiertes Rad drehen

Die komplette Innenseite kann ohne Radhaus oder Fahrzeugteile im Blickfeld kontrolliert werden.

13. Beule ist kein normaler Alters- oder Verschleißeffekt

Eine lokale Auswölbung kann auf eine Beschädigung der Reifenstruktur hinweisen.

Profiltiefe ist dann nicht das entscheidende Kriterium

Eine mögliche strukturelle Beschädigung sollte unabhängig vom vorhandenen Restprofil fachkundig beurteilt werden.

Lauffläche auf Fremdkörper prüfen

Nicht jeder eingedrungene Fremdkörper führt sofort zu einem vollständig platten Reifen.

14. Nach Nägeln und Schrauben suchen

Besonders kontrollieren:

  • Nägel
  • Schrauben
  • Metallteile
  • andere eingedrungene Fremdkörper
Schleichender Luftverlust ist möglich

Ein Fremdkörper kann die Verletzung teilweise verschließen und der Reifen trotzdem langsam Luft verlieren.

15. Kleine Profilsteine und eingedrungene Fremdkörper unterscheiden

Kleine Steine in einer Profilrille sind etwas anderes als ein Gegenstand, der tatsächlich in die Reifenstruktur eingedrungen ist.

Nagel oder Schraube genauer beurteilen

Bei einem eingedrungenen Gegenstand sollte die Dichtheit und Reparierbarkeit fachgerecht geprüft werden.

16. Eingedrungenen Fremdkörper nicht unüberlegt herausziehen

Steckt beispielsweise eine Schraube im Reifen und hält der Reifen noch Luft, kann das Herausziehen den vorhandenen Luftkanal vollständig öffnen.

Vorher weiteres Vorgehen planen

Reifendruck und Zustand prüfen und den Reifen gegebenenfalls fachkundig untersuchen lassen.

Reifenalter und DOT

Der Saisonwechsel ist ein guter Zeitpunkt, das Alter des Reifensatzes erneut einzuordnen.

17. DOT beim Saisonstart kontrollieren

Die vierstellige Datumsangabe zeigt Produktionswoche und Produktionsjahr.

Beispiel: 2523

Der Reifen wurde in der 25. Kalenderwoche des Jahres 2023 produziert.

18. Reifenalter nicht isoliert bewerten

Zur Gesamtbeurteilung gehören:

  • Alter
  • Profiltiefe
  • Rissbildung
  • Gummizustand
  • bisherige Nutzung
  • geplante weitere Nutzung

19. Wenig gefahren bedeutet nicht automatisch neuwertig

Ein Fahrzeug mit geringer Jahresfahrleistung kann nach mehreren Jahren noch viel Profil besitzen.

Alterung findet trotzdem statt

Temperatur, UV-Einwirkung, Lagerung und Zeit beeinflussen einen Reifen auch bei geringer Kilometerleistung.

Risse genauer beurteilen

Nicht jede kleine Oberflächenveränderung ist automatisch ein struktureller Schaden.

20. Oberflächliche Veränderungen und tiefere Risse unterscheiden

Besonders kritisch sind:

  • deutlich geöffnete Risse
  • tiefe Risse
  • sichtbare Gewebestrukturen
  • Materialablösungen
  • weitere strukturell wirkende Schäden
Im Zweifel fachkundig prüfen

Der Zustand einer tragenden Reifenstruktur lässt sich nicht allein über eine oberflächliche Sichtkontrolle sicher beurteilen.

21. Profilgrund mit kontrollieren

Risse können auch zwischen den Profilblöcken beziehungsweise in den Profilrillen auftreten.

Nicht nur die Seitenwand ansehen

Der gesamte sichtbare Gummibereich gehört zur Zustandskontrolle.

Reifenfülldruck nach der Montage

Der eingelagert vorhandene Druck ist kein verlässlicher Betriebswert für die neue Saison.

22. Luftdruck nach der Winterlagerung neu einstellen

Nach mehreren Monaten Lagerzeit sollte jeder Reifen neu gemessen werden.

Nicht einfach den vorhandenen Wert übernehmen

Der Reifenfülldruck wird nach den Fahrzeugangaben für die verwendete Rad-Reifen-Kombination eingestellt.

23. Fahrzeugherstellerangaben verwenden

Der passende Wert kann abhängen von:

  • Fahrzeugmodell
  • Reifengröße
  • Vorder- oder Hinterachse
  • Beladungszustand
Kein pauschaler Wert für alle PKW

Eine Aussage wie „Sommerreifen immer mit 2,5 bar fahren“ wäre technisch zu allgemein.

24. Reifenfülldruck möglichst kalt kontrollieren

Die normale Sollwertkontrolle sollte am kalten beziehungsweise nicht durch längere Fahrt stark erwärmten Reifen erfolgen.

Ventile und RDKS beim Saisonwechsel

Reifenfülldruck kann nur zuverlässig gehalten und überwacht werden, wenn Ventile und System in Ordnung sind.

25. Ventile kontrollieren

Prüfen auf:

  • Risse bei Gummiventilen
  • Beschädigungen
  • Korrosion bei Metallventilen
  • Ventileinsatz
  • Ventilkappe

26. RDKS-Warnmeldung nach dem Radwechsel nicht ignorieren

Je nach Fahrzeug und System kann erforderlich sein:

  • Initialisierung
  • Anlernen
  • Speichern neuer Referenzwerte
  • Lernfahrt
Fahrzeugspezifisch vorgehen

Nicht jedes RDKS arbeitet nach demselben Verfahren.

27. Druckverlust nach dem Radwechsel beobachten

Muss ein Reifen bereits kurze Zeit nach der Montage wieder deutlich nachgefüllt werden, sollte die Ursache geprüft werden.

Mögliche Stellen:

  • Reifen
  • Ventil
  • RDKS-Ventil
  • Felge
  • Wulstsitz
Nicht dauerhaft nur nachpumpen

Wiederkehrender Druckverlust ist ein Hinweis auf eine mögliche Undichtigkeit.

Felgen beim Saisonwechsel mit kontrollieren

Reifen und Felge bilden gemeinsam die Rad-Reifen-Einheit.

28. Felgenhorn ansehen

Besonders aufmerksam nach:

  • Bordsteinkontakt
  • Schlagloch
  • früherem Luftverlust
  • bekannten Radschäden

29. Felgeninnenseite kontrollieren

Auf der Innenseite können Auffälligkeiten vorhanden sein, die von außen kaum sichtbar sind.

Zum Beispiel:

  • Verformungen
  • Beschädigungen
  • Korrosion
  • Spuren eines früheren Kontakts

30. Anlageflächen und Radbefestigung beachten

Bei der Montage müssen die vorgesehenen Anlageflächen sauber und für die jeweilige Radbefestigung geeignet sein.

Anzugsdrehmoment beachten

Radschrauben beziehungsweise Radmuttern werden nach den Vorgaben des Fahrzeug- beziehungsweise Felgenherstellers angezogen.

Radpositionen vor der Montage festlegen

Sommerreifen sollten nicht ohne Prüfung beliebig zwischen den Fahrzeugpositionen vertauscht werden.

31. Vorder- und Hinterräder nicht wahllos umsetzen

Zu berücksichtigen sind:

  • Laufrichtung
  • unterschiedliche Reifengrößen
  • Profiltiefenunterschiede
  • Fahrzeugherstellerangaben
  • Antriebskonzept

32. Laufrichtungsgebundene Sommerreifen korrekt montieren

Typische Kennzeichnung:

  • ROTATION
  • Pfeilsymbol
Drehrichtung prüfen

Der Pfeil muss bei montiertem Rad zur vorgesehenen Vorwärtsdrehrichtung passen.

33. Asymmetrische Sommerreifen richtig zuordnen

Typische Kennzeichnungen:

  • INSIDE
  • OUTSIDE
OUTSIDE gehört nach außen

Asymmetrisch und laufrichtungsgebunden sind unterschiedliche Konstruktionsmerkmale. Die konkrete Reifenflanke sollte immer gelesen werden.

34. Mischbereifung auf Vorder- und Hinterachse beachten

Manche Fahrzeuge verwenden unterschiedliche Reifendimensionen an den Achsen.

Dann ist kein beliebiger Achswechsel möglich

Vorder- und Hinterachsreifen müssen in den jeweils freigegebenen Positionen bleiben.

Nach der Montage die erste Fahrt bewusst beobachten

Die Kontrolle endet nicht mit dem Absenken des Fahrzeugs.

35. Auf Fahrverhalten und Geräusche achten

Nach dem Wechsel beobachten:

  • Vibrationen
  • Lenkradflattern
  • Fahrzeug zieht zur Seite
  • ungewöhnliches Brummen
  • Hoppeln

36. Neue Vibration bedeutet nicht automatisch nur Unwucht

Mögliche Ursachen können sein:

  • Massenunwucht
  • Reifenrundlauf
  • Felgenrundlauf
  • Reifenschaden
  • Montageproblem
  • ungünstiges Verschleißbild
Ursache gezielt suchen

Auswuchten kann eine Massenunwucht korrigieren, aber nicht jeden Reifen-, Felgen- oder Fahrwerksschaden.

37. Reifenfülldruck bei Auffälligkeiten erneut kontrollieren

Besonders wenn:

  • RDKS warnt
  • ein Reifen sichtbar weicher wirkt
  • das Fahrzeug ungewohnt fährt
  • vorher bereits Druckverlust bekannt war

38. Radbefestigung nach den jeweiligen Vorgaben behandeln

Für Montage, Anzugsdrehmoment und eine gegebenenfalls vorgesehene Nachkontrolle gelten die Vorgaben des Fahrzeug-, Felgen- beziehungsweise Montagebetriebs.

Sommerreifen aus Keller oder Garage – kurze Praxisübersicht

Die wichtigsten Kontrollstellen auf einen Blick.

39. Was sollte vor der Montage kontrolliert werden?

Prüfstelle Worauf achten? Mögliche Konsequenz
Profil innen stärker abgefahren? Ursache prüfen
Profil Mitte Restprofil Sommerreserve beurteilen
Profil außen Schulterverschleiß Verschleißbild prüfen
Seitenwand außen Risse, Schnitt, Beule Schaden beurteilen
Seitenwand innen verdeckte Schäden genauer prüfen
Lauffläche Nagel, Schraube, Fremdkörper Dichtheit prüfen
DOT Reifenalter Gesamtzustand einordnen
Profilgrund Risse Alterung beurteilen
Ventil Risse, Beschädigung, Korrosion Dichtheit prüfen
Felge Schaden oder Verformung Rundlauf und Dichtheit prüfen
RDKS Warnmeldung Druck und System prüfen
Reifendruck Fahrzeugvorgabe korrekt einstellen

40. FT-Prüfreihenfolge zum Start der Sommersaison

Reifen vor der Montage vollständig ansehen

Gesamtzustand erfassen.

Innere Seitenwand kontrollieren

Verdeckte Schäden suchen.

Äußere Seitenwand kontrollieren

Risse, Schnitte und Verformungen prüfen.

Beulen ausschließen

Mögliche Strukturverletzungen ernst nehmen.

Schnitte suchen

Mechanische Schäden kontrollieren.

Profiltiefe innen messen

Innenschulter bewusst beurteilen.

Profiltiefe Mitte messen

Zentralen Profilzustand erfassen.

Profiltiefe außen messen

Außenschulter kontrollieren.

Mehrere Umfangspositionen vergleichen

Lokalen Verschleiß erkennen.

Verschleißbild beurteilen

Innen, außen, Mitte und Achsen vergleichen.

Innenschulter besonders prüfen

Von außen unsichtbaren Abrieb ausschließen.

Sägezahn kontrollieren

Profilblöcke und Laufgeräusch berücksichtigen.

Fremdkörper suchen

Nägel, Schrauben und andere Gegenstände prüfen.

Profilgrund ansehen

Risse zwischen den Profilblöcken erkennen.

Risse beurteilen

Oberflächliche Veränderungen von tieferen Schäden unterscheiden.

DOT kontrollieren

Produktionsdatum einordnen.

Alter und Zustand gemeinsam bewerten

DOT nicht isoliert betrachten.

Felgenhorn prüfen

Bordstein- und Schlaglochschäden suchen.

Felgeninnenseite ansehen

Verdeckte Verformungen oder Schäden erkennen.

Ventil kontrollieren

Gummi-, Metall- und RDKS-Ventile beachten.

RDKS-Komponenten berücksichtigen

Fahrzeugspezifische Zuordnung beachten.

Laufrichtung prüfen

ROTATION und Pfeilsymbol kontrollieren.

INSIDE und OUTSIDE beachten

Asymmetrische Reifen korrekt montieren.

Vorder- und Hinterachsgröße vergleichen

Mischbereifung nicht vertauschen.

Radposition festlegen

Verschleiß und technische Vorgaben berücksichtigen.

Rad fachgerecht montieren

Anlageflächen und Befestigung beachten.

Vorgeschriebenes Drehmoment verwenden

Fahrzeug- und Felgenherstellerangaben beachten.

Reifenfülldruck einstellen

Fahrzeugvorgabe für Reifengröße und Beladung verwenden.

RDKS gegebenenfalls initialisieren

Systemabhängige Vorgehensweise beachten.

Erste Fahrt durchführen

Reifen und Fahrzeug beobachten.

Auf Vibrationen, Ziehen und Geräusche achten

Neue Auffälligkeiten nicht ignorieren.

Bei Auffälligkeiten Ursache klären

Nicht einfach die ganze Sommersaison weiterfahren.

Passendes Wissen aus der FT Wissenswelt

Weitere Grundlagen zu Sommerreifen, Reifenkennzeichnungen und technischen Zusammenhängen finden Sie in der FT Wissenswelt.

PKW-Sommerreifen bei FT Reifen

Reicht der vorhandene Reifensatz aufgrund von Profiltiefe, Schäden, Alterung oder Fehlverschleiß nicht mehr für die kommende Sommersaison, finden Sie bei FT Reifen Sommerreifen für zahlreiche Fahrzeuge und Reifengrößen.

Sommerreifen PKW-Sommerreifen verschiedener Hersteller, Größen, Last- und Geschwindigkeitsindizes entdecken.

Passende Sommerreifen über den Fahrzeug-Konfigurator finden

Welche Sommerreifen technisch zu Ihrem Fahrzeug passen, hängt unter anderem von Reifengröße, Tragfähigkeitsindex, Geschwindigkeitsindex, Fahrzeugausführung und den jeweiligen Freigaben ab. Über den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite können passende Reifen gezielt für Ihr Fahrzeug gesucht werden.

Sommerreifen über den Fahrzeug-Konfigurator suchen FT-Reifen Startseite öffnen, Fahrzeug auswählen und passende Sommerreifen für Ihr Fahrzeug anzeigen lassen.
Zwei Wege zum passenden Sommerreifen

Wer seine Reifengröße bereits kennt, kann direkt in der Sommerreifen-Kategorie suchen. Wer die Auswahl über sein Fahrzeug vornehmen möchte, nutzt den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite.

Herstellerwissen aus der FT Herstellerwelt

Sommerreifen unterscheiden sich je nach Hersteller, Profilkonzept, Reifenkonstruktion, Fahrzeuganwendung und technischem Schwerpunkt. Die FT Herstellerwelt hilft dabei, Marken und Reifenbereiche besser einzuordnen.

FT Herstellerwelt Hersteller, Marken, Reifenbereiche und weiterführendes Herstellerwissen bei FT Reifen kennenlernen.

Service rund um Ihre Bestellung

Wenn zum Saisonstart neue Sommerreifen benötigt werden, finden Sie bei FT Reifen Informationen zu Bestellung, Bearbeitung, Versand und dem weiteren Ablauf.

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FT-Reifen auf Instagram und TikTok

Auf unseren Social-Media-Kanälen zeigen wir regelmäßig Reifen, Felgen, Produkte, Praxistipps und Einblicke in die FT-Reifen Wissenswelt, Praxiswelt und Herstellerwelt.

Häufige Fragen zum Sommerreifen-Check nach dem Winter

Was sollte ich an Sommerreifen vor der Montage kontrollieren?

Profiltiefe, innere und äußere Seitenwand, Verschleißbild, Risse, Beulen, Fremdkörper, DOT, Ventile, RDKS und die Felgen sollten kontrolliert werden.

Warum sollte ich Sommerreifen vor der Montage und nicht erst am Fahrzeug prüfen?

Bei demontiertem Rad sind Innenschulter, innere Reifenflanke und Felgeninnenseite deutlich besser sichtbar.

Reicht es, die Profiltiefe nur in der Mitte zu messen?

Nein. Innen, Mitte und außen sowie mehrere Stellen über den Umfang sollten miteinander verglichen werden.

Warum ist die Innenschulter so wichtig?

Sie kann deutlich stärker abgefahren sein, obwohl der Reifen von außen noch gut aussieht.

Wie viel Mindestprofiltiefe brauchen Sommerreifen?

In Deutschland gilt eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Für die praktische Sommerreserve sollten jedoch Nässe, geplante Laufleistung und Einsatz berücksichtigt werden.

Was bedeutet es, wenn beide Reifenschultern stärker verschlissen sind?

Ein möglicher Zusammenhang kann längerfristig zu niedriger Reifenfülldruck sein. Fahrprofil und Fahrzeugtechnik sollten zusätzlich berücksichtigt werden.

Warum kann die Profilmitte stärker verschleißen?

Unter anderem kann ein über längere Zeit ungünstiger Reifenfülldruck beteiligt sein. Eine Diagnose sollte aber nicht allein aus dem Profilbild erfolgen.

Was bedeutet einseitiger Verschleiß?

Spur, Sturz, Fahrwerk oder fahrzeugspezifische Achsgeometrie können beteiligt sein.

Was ist Sägezahnbildung?

Dabei nutzen sich Kanten einzelner Profilblöcke unterschiedlich ab. Das kann sich durch Brummen oder verändertes Abrollgeräusch bemerkbar machen.

Ist eine Beule im Sommerreifen unkritisch, wenn genug Profil vorhanden ist?

Nein. Eine Beule kann auf eine strukturelle Beschädigung hinweisen und sollte unabhängig von der Profiltiefe fachkundig beurteilt werden.

Was mache ich mit einer Schraube im Reifen?

Einen eingedrungenen Fremdkörper sollte man nicht unüberlegt herausziehen. Reifen und Dichtheit sollten fachkundig geprüft werden.

Muss ich beim Saisonwechsel die DOT prüfen?

Sie hilft, das Reifenalter einzuordnen. Für die Entscheidung sind zusätzlich Profil, Risse, Gummizustand und Nutzung relevant.

Sind ältere Sommerreifen mit viel Profil automatisch noch gut?

Nein. Auch bei viel Restprofil können Alterungserscheinungen, Risse oder andere Schäden vorhanden sein.

Sollte ich den Profilgrund auf Risse prüfen?

Ja. Rissbildung kann auch zwischen den Profilblöcken beziehungsweise in den Profilrillen sichtbar werden.

Muss der Reifenfülldruck nach der Winterlagerung neu eingestellt werden?

Ja. Der vorhandene Lagerdruck sollte nicht als Betriebsdruck übernommen werden. Maßgeblich ist die Fahrzeugvorgabe.

Brauchen alle vier Sommerreifen denselben Luftdruck?

Nicht unbedingt. Vorder- und Hinterachse sowie unterschiedliche Beladungszustände können verschiedene Vorgaben besitzen.

Was muss ich beim RDKS nach dem Wechsel beachten?

Je nach Fahrzeug kann eine Initialisierung, Sensorzuordnung oder Lernfahrt erforderlich sein.

Warum verliert ein Reifen nach dem Saisonwechsel Luft?

Mögliche Ursachen sind Reifenverletzung, Ventil, RDKS-Ventil, Felge oder Wulstsitz.

Warum sollte die Felgeninnenseite kontrolliert werden?

Verformungen, Beschädigungen oder Korrosion können auf der Innenseite vorhanden und von außen schlecht sichtbar sein.

Kann ich Sommerreifen vorne und hinten einfach tauschen?

Nicht immer. Laufrichtung, asymmetrische Bauart, Mischbereifung, Reifengröße und Fahrzeugvorgaben müssen berücksichtigt werden.

Was bedeuten ROTATION, INSIDE und OUTSIDE?

ROTATION gibt die vorgeschriebene Drehrichtung an. INSIDE und OUTSIDE kennzeichnen bei asymmetrischen Reifen die vorgesehene Innen- und Außenseite.

Warum vibriert das Fahrzeug nach dem Reifenwechsel?

Mögliche Ursachen sind Unwucht, Reifen- oder Felgenrundlauf, Reifenbeschädigung, Montage oder ein auffälliges Verschleißbild.

Wie finde ich passende neue Sommerreifen?

Wenn die Reifengröße bekannt ist, kann direkt in der Sommerreifen-Kategorie gesucht werden. Alternativ lassen sich passende Reifen über den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite auswählen.

Technischer Hinweis

Diese Praxisinformationen ersetzen keine fahrzeug- und reifenspezifische Prüfung. Beulen, tiefe Schnitte, sichtbare Gewebestrukturen, starke Risse, wiederkehrender Druckverlust, deutlicher Fehlverschleiß oder ungewöhnliche Vibrationen sollten vor weiterer normaler Nutzung fachkundig beurteilt werden. Für Reifenfülldruck, Radbefestigung, Anzugsdrehmoment, RDKS, Reifengröße und Radposition gelten die jeweiligen Fahrzeug-, Reifen- und Felgenherstellerangaben.

Über 35 Jahre praktische Erfahrung rund um Reifen und Felgen

FT Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen rund um PKW-Sommerreifen, Saisonwechsel, Profiltiefe, Reifenalter, Luftdruck, RDKS, Felgen, Reifenverschleiß und die richtige Reifen-Fahrzeug-Zuordnung.

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