Sägezahnbildung bei Reifen einfach erklärt
FT Wissenswelt – Reifenwissen
Sägezahnbildung bei Reifen einfach erklärt
Ein Reifen wird während seiner Laufzeit nicht immer völlig gleichmäßig abgenutzt. Ein typisches Verschleißbild ist die sogenannte Sägezahnbildung. Dabei nutzen sich die Kanten einzelner Profilblöcke unterschiedlich stark ab.
Das kann zunächst kaum sichtbar sein. Häufig wird der Sägezahn zuerst durch ein zunehmend brummendes oder dröhnendes Abrollgeräusch bemerkt – oder beim Prüfen des Profils mit der Hand ertastet.
Diese FT Wissenswelt erklärt, wie Sägezahnbildung entsteht, warum sie häufig an der Hinterachse auffällt, welche Rolle Fahrwerk, Achsgeometrie, Luftdruck und Reifenposition spielen und warum ein lauter Reifen nicht automatisch einen Produktionsfehler haben muss.
Wichtiger Hinweis zur Beurteilung
Sägezahnbildung ist ein Verschleißbild. Die Ursache lässt sich nicht allein anhand des Reifenprofils sicher auf einen einzigen Faktor zurückführen.
Je nach Fahrzeug können mehrere Einflüsse zusammenkommen:
- Achsgeometrie
- Fahrwerkskonstruktion
- Stoßdämpfer und Fahrwerkslager
- Reifendruck
- Reifenprofil
- Fahrweise
- Fahrzeuglast
- dauerhafte Radposition
Bei starkem Sägezahn oder ungewöhnlichen Laufgeräuschen sollten Reifen, Fahrwerk und Achsgeometrie gemeinsam betrachtet werden.
Was ist Sägezahnbildung?
Bei einem gleichmäßig ablaufenden Reifen nutzen sich die Profilblöcke über ihre Oberfläche vergleichsweise gleichmäßig ab.
Bei Sägezahnbildung wird dagegen eine Kante eines Profilblocks stärker abgetragen als die gegenüberliegende Kante. Dadurch entsteht eine stufenartige Form.
Profilblock
Ein einzelner Block des Reifenprofils wird während des Abrollens belastet und anschließend wieder entlastet.
Ungleichmäßiger Abrieb
Eine Blockkante nutzt sich stärker ab als die andere.
Stufen entstehen
Die Profiloberfläche fühlt sich beim Darüberstreichen zunehmend kantig an.
Sägezahn ist häufig eher fühlbar als sichtbar. Deshalb gehört die Handprobe für uns zu einer einfachen und sinnvollen Reifenprüfung.
Die Handprobe: Sägezahn früh erkennen
Eine der einfachsten Kontrollen benötigt kein Spezialwerkzeug. Beim Luftdruckprüfen kann zusätzlich mit der flachen Hand vorsichtig über die Lauffläche gestrichen werden.
Profil auf ungleichmäßigen Verschleiß und Schäden kontrollieren.
Über mehrere Profilblöcke hinweg fühlen.
Dasselbe Profil anschließend in die andere Richtung ertasten.
Fühlt sich eine Richtung glatt und die andere deutlich rauer oder kantiger an, kann Sägezahnbildung vorhanden sein.
Wenn man beim Darüberstreichen an einzelnen Profilblockkanten deutlich hängen bleibt, ist das Laufbild häufig schon besser fühlbar als sichtbar.
Warum ein Reifen mit Sägezahn lauter wird
Die unterschiedlich hohen Profilblockkanten treffen beim Abrollen nicht mehr völlig gleichmäßig auf die Fahrbahn.
Dadurch können zusätzliche Schwingungen und Abrollgeräusche entstehen.
- Brummen
- Dröhnen
- geschwindigkeitsabhängige Laufgeräusche
- je nach Straßenbelag unterschiedlich starke Geräusche
Eine Unwucht erzeugt typischerweise eher Vibrationen. Sägezahnbildung kann dagegen vor allem als zunehmendes Abrollgeräusch auffallen.
Sägezahn, Auswaschung, Unwucht oder Höhenschlag?
In der Praxis werden verschiedene Lauf- und Verschleißbilder häufig miteinander verwechselt.
| Auffälligkeit | Typisches Merkmal |
|---|---|
| Sägezahn | stufenartige beziehungsweise kantige Abnutzung der Profilblöcke |
| Auswaschung | unregelmäßige, muldenartige oder wellenförmige Vertiefungen im Profil |
| Unwucht | ungleichmäßige Massenverteilung des kompletten Rades, häufig als Vibration wahrnehmbar |
| Höhenschlag | auffälliger radialer Rundlauf von Reifen oder Felge |
| Standplatte | vorübergehende oder dauerhafte Verformung nach längerer Standzeit |
Ein brummendes oder unruhig laufendes Fahrzeug sollte deshalb nicht ausschließlich anhand des Geräuschs beurteilt werden.
Was sind Auswaschungen?
Bei Auswaschungen ist das Profil nicht nur an den Blockkanten unterschiedlich hoch. Stattdessen entstehen örtliche Vertiefungen beziehungsweise wellenförmige Verschleißbereiche.
Solche Verschleißbilder können beispielsweise mit Problemen bei Dämpfung, Fahrwerk oder Radführung zusammenhängen.
Beides kann Laufgeräusche erzeugen. Die tatsächliche Profilform und das gesamte Fahrzeug sollten deshalb fachgerecht kontrolliert werden.
Warum Sägezahnbildung häufig an der Hinterachse auffällt
Bei vielen Fahrzeugen werden Vorder- und Hinterreifen im normalen Fahrbetrieb unterschiedlich belastet.
Die Vorderachse übernimmt häufig zusätzlich:
- Lenkkräfte
- einen großen Anteil der Bremsarbeit
- bei Frontantrieb zusätzlich Antriebskräfte
Hinterreifen können dagegen über lange Zeit vergleichsweise gleichförmig geradeaus laufen. Je nach Fahrzeugkonstruktion und Profil kann dadurch ein sägezahnartiges Verschleißbild begünstigt werden.
Fahrzeuge mit leichter beziehungsweise wenig belasteter Hinterachse und viel Geradeaus- oder Autobahnbetrieb können hierfür anfälliger sein.
Frontantrieb und Sägezahn richtig einordnen
Bei frontgetriebenen Fahrzeugen übernimmt die Vorderachse gleichzeitig Lenkung und Antrieb. Beim Bremsen wird sie zusätzlich stark belastet.
Dadurch können sich Profilblöcke an der Vorderachse anders abnutzen als hinten.
Vorderachse
Mehr wechselnde Kräfte durch Lenken, Bremsen und Antrieb.
Hinterachse
Je nach Fahrzeug häufig gleichförmigeres Abrollen mit geringerer zusätzlicher Profilblockbelastung.
Sägezahnbildung kann auch an anderen Achsen und bei anderen Antriebskonzepten auftreten. Entscheidend ist das konkrete Fahrzeug- und Verschleißbild.
Welche Fahrzeuge können häufiger betroffen sein?
Eine feste Fahrzeugliste wäre nicht sinnvoll. Es gibt jedoch Einsatzbedingungen, bei denen Sägezahnbildung häufiger beobachtet wird.
Viel Geradeausfahrt
Lange Autobahn- und Überlandstrecken erzeugen eine andere Profilbelastung als häufig wechselnde Kurvenfahrt.
Wenig belastete Hinterachse
Je nach Fahrzeugkonzept und Beladung kann die Hinterachse vergleichsweise gering belastet sein.
Breite Reifen
Große Profilblöcke und breite Reifendimensionen können bestimmte ungleichmäßige Laufbilder deutlich hörbar machen.
Achsgeometrie: Spur und Sturz beeinflussen das Reifenlaufbild
Ein Reifen läuft nicht isoliert. Seine Stellung zur Fahrbahn wird wesentlich durch die Achsgeometrie bestimmt.
Spur
Beeinflusst, wie die Räder in Fahrtrichtung zueinander stehen und wie die Profilblöcke über die Straße laufen.
Sturz
Beeinflusst die Lastverteilung über die Reifenbreite und kann einseitigen Verschleiß begünstigen.
Starker oder wiederkehrender Sägezahn kann ein Anlass sein, Achswerte und Fahrwerk prüfen zu lassen.
Stoßdämpfer und Fahrwerkslager als mögliche Einflussfaktoren
Die Radführung soll den Reifen möglichst kontrolliert auf der Fahrbahn halten. Verschlissene Fahrwerkskomponenten können diese Bewegung beeinflussen.
- Stoßdämpfer
- Fahrwerkslager
- Lenker
- Radführung
- weitere Achskomponenten
Deutlich wellige oder muldenartige Verschleißbilder sollten immer Anlass sein, neben dem Reifen auch die Fahrzeugseite zu kontrollieren.
Welche Rolle spielt der Reifendruck?
Der Reifendruck beeinflusst Form und Belastung der Reifenaufstandsfläche. Ein dauerhaft ungeeigneter Luftdruck kann deshalb auch das Verschleißbild beeinflussen.
Zu niedriger Druck
Erhöht die Reifenverformung und verändert die Belastung der Lauffläche.
Ungeeignet hoher Druck
Verändert ebenfalls die Druckverteilung innerhalb der Aufstandsfläche.
Wer ohnehin regelmäßig den Reifenfülldruck kontrolliert, kann gleichzeitig die Profiloberfläche auf beginnende Unregelmäßigkeiten prüfen.
Laufrichtungsgebundene Reifen und eingeschränkter Radtausch
Bei laufrichtungsgebundenen Reifen muss die auf der Reifenflanke angegebene Drehrichtung eingehalten werden.
Das beeinflusst auch die Möglichkeiten, Räder zwischen den Fahrzeugpositionen zu tauschen.
- Fahrtrichtung des Reifens beachten
- achsweiser Wechsel vorne/hinten kann möglich sein
- Seitenwechsel ist bei montiertem Reifen nicht ohne Weiteres möglich
- technische Fahrzeugvorgaben beachten
Bei einem links/rechts-Tausch eines laufrichtungsgebundenen Reifens müsste die Laufrichtung weiterhin stimmen. Gegebenenfalls wäre dafür eine fachgerechte Ummontage auf der Felge erforderlich.
Asymmetrische Reifen sind ein anderes Thema
Bei asymmetrischen Reifen befinden sich auf der Seitenwand Kennzeichnungen wie Inside und Outside. Diese Reifen sind nicht automatisch laufrichtungsgebunden.
Directional
Die vorgeschriebene Drehrichtung ist entscheidend.
Asymmetrisch
Innen- und Außenseite des Reifens müssen korrekt montiert sein.
Kann ein früher Sägezahn durch Achswechsel wieder geringer werden?
Ist das Laufbild erst schwach ausgeprägt, kann ein zulässiger Wechsel der Reifen auf eine anders belastete Achse das weitere Verschleißbild verändern.
Bei einem Fronttriebler wird der Reifen an der Vorderachse beispielsweise zusätzlich durch Lenk-, Brems- und Antriebskräfte beansprucht.
Bei leicht beginnendem Sägezahn sehen wir in der Praxis häufig, dass sich die Profilkanten nach einem rechtzeitigen und technisch zulässigen Achswechsel wieder gleichmäßiger entwickeln können.
Ein stark ausgeprägter Sägezahn lässt sich durch einen Radtausch nicht automatisch beseitigen. Das bestehende Laufbild und die daraus entstandenen Geräusche können dauerhaft erhalten bleiben.
Wann sollten Reifen nicht einfach vorne und hinten getauscht werden?
Ein Achswechsel ist nur möglich, wenn die Rad-Reifen-Kombination dies zulässt.
- unterschiedliche Reifengrößen vorne und hinten
- unterschiedliche Felgenbreiten
- achsbezogene Felgen- oder Reifenfreigaben
- unterschiedliche Einpresstiefen
- Mischbereifung
- besondere Fahrzeughersteller-Vorgaben
Besonders bei Fahrzeugen mit breiteren Hinterrädern ist ein Wechsel zwischen Vorder- und Hinterachse häufig technisch nicht vorgesehen.
Wann ist der Sägezahn bereits stark ausgeprägt?
| Stadium | Typische Wahrnehmung |
|---|---|
| sehr früh | mit der Hand leichte Unterschiede zwischen den Profilblockkanten fühlbar |
| beginnend | deutliche Rauigkeit in einer Richtung, optisch noch wenig auffällig |
| fortgeschritten | Profilstufen sichtbar und zunehmendes Brummen hörbar |
| stark ausgeprägt | deutlich kantige Profilblöcke und dauerhaft starkes Laufgeräusch möglich |
Sägezahn oder Radlager – warum die Geräusche verwechselt werden
Sowohl ein ungleichmäßig abgefahrener Reifen als auch ein Radlagerproblem kann ein brummendes oder dröhnendes Geräusch verursachen.
Hinweise auf den Reifen
- Profil ist mit der Hand deutlich kantig
- Geräusch verändert sich mit dem Straßenbelag
- Laufgeräusch entstand mit zunehmendem Reifenverschleiß
Radlager als mögliche Ursache
- Geräusch kann sich bei Kurvenfahrt verändern
- Reifenprofil muss nicht auffällig sein
- fahrzeugseitige Prüfung notwendig
Bei unklaren Laufgeräuschen sollten Reifen, Radlager, Felge und Fahrwerk gemeinsam geprüft werden.
Sägezahn oder Unwucht?
Sägezahnbildung
Fällt häufig durch Brummen und ein kantiges Profilgefühl auf.
Unwucht
Zeigt sich typischerweise eher durch geschwindigkeitsabhängige Vibrationen im Lenkrad oder Fahrzeug.
Ein Reifen mit Sägezahn kann zusätzlich eine Unwucht besitzen. Deshalb sollte die Diagnose nicht auf nur ein Merkmal reduziert werden.
Warum Auswuchten keinen Sägezahn beseitigt
Beim Auswuchten wird eine ungleichmäßige Massenverteilung des Rades mit Gewichten ausgeglichen.
Sägezahnbildung ist dagegen bereits in die Profiloberfläche eingelaufen.
Auswuchtgewichte können eine vorhandene Profilstufe nicht entfernen. Ein korrekt ausgewuchteter Reifen kann deshalb trotzdem aufgrund von Sägezahnbildung deutlich laut sein.
Warum nur Profiltiefe messen nicht reicht
Ein Reifen kann noch eine gute durchschnittliche Profiltiefe besitzen und trotzdem ein deutlich ungleichmäßiges Laufbild zeigen.
- Profilstufen ertasten
- Innen- und Außenschulter prüfen
- Profil über die gesamte Breite ansehen
- unterschiedliche Blockhöhen beachten
- Geräuschentwicklung berücksichtigen
Profiltiefenmesser und Handprobe ergänzen sich. Die Profiltiefe zeigt die Resthöhe – die Handprobe zeigt zusätzlich, wie gleichmäßig die Profilblöcke tatsächlich abgelaufen sind.
Passendes Praxiswissen bei FT Reifen
Zur Sägezahnbildung gehören zwei praktische Themen besonders eng dazu: die richtige Reifen-Laufrichtung und der passende Reifendruck. Beide Punkte beeinflussen, wie Reifen montiert, kontrolliert und gegebenenfalls zwischen den Achsen gewechselt werden können.
FT-Prüfreihenfolge bei Sägezahnbildung
In beiden Richtungen über die Lauffläche streichen.
Über die gesamte Lauffläche und nicht nur an einem einzelnen Punkt prüfen.
Vorder- und Hinterachse miteinander vergleichen.
Fahrzeug- und Beladungsvorgaben berücksichtigen.
Laufrichtungsgebunden, asymmetrisch oder andere Vorgaben beachten.
Feststellen, ob ein Achswechsel technisch zulässig ist.
Bei starkem oder wiederkehrendem Verschleiß Spur und Sturz berücksichtigen.
Stoßdämpfer, Lager und Radführung bei entsprechendem Verdacht kontrollieren.
Veränderungen nach technischen Maßnahmen dokumentieren.
FT-Reifen Praxiswissen: Sägezahn früh fühlen statt spät hören
In der Reifen- und Reklamationspraxis erleben wir regelmäßig, dass zunächst ein defekter Reifen vermutet wird, weil das Fahrzeug immer stärker brummt.
Die Profiloberfläche zeigt dann häufig ein deutliches stufenartiges Laufbild.
Beim regelmäßigen Luftdruckprüfen einmal mit der flachen Hand über jeden Reifen fahren. Gerade an der Hinterachse lässt sich beginnende Sägezahnbildung dadurch oft sehr früh erkennen.
Wird ein solches Laufbild rechtzeitig erkannt, kann anschließend geprüft werden, ob Reifenposition, Fahrwerk, Achsgeometrie oder Betriebsbedingungen angepasst werden müssen.
Passende Reifenbereiche bei FT Reifen
Sägezahnbildung kann bei unterschiedlichen saisonalen Reifenarten auftreten. Entscheidend sind Reifen, Fahrzeug und Einsatz als Gesamtsystem.
Service rund um Ihre Bestellung
Ablauf Bestellung Informationen zu Bestellung, Bearbeitung, Versand und dem weiteren Ablauf bei FT Reifen.Häufige Fragen zur Sägezahnbildung bei Reifen
Was ist Sägezahnbildung bei Reifen?
Dabei nutzen sich die Vorder- und Hinterkanten einzelner Profilblöcke unterschiedlich stark ab. Dadurch entsteht eine stufenartige Profiloberfläche.
Wie erkenne ich Sägezahn frühzeitig?
Mit der flachen Hand vorsichtig in beide Richtungen über das Reifenprofil fahren. Fühlt sich eine Richtung glatt und die Gegenrichtung deutlich kantiger an, kann Sägezahnbildung vorhanden sein.
Warum werden Reifen mit Sägezahn laut?
Die unterschiedlich hohen Profilblockkanten laufen nicht mehr gleichmäßig über die Fahrbahn und können dadurch Brumm- oder Dröhngeräusche erzeugen.
Warum tritt Sägezahn häufig an der Hinterachse auf?
Je nach Fahrzeug werden Hinterreifen weniger durch Lenk-, Brems- und Antriebskräfte beansprucht und laufen über lange Strecken vergleichsweise gleichförmig.
Ist Sägezahn automatisch ein Reifenfehler?
Nein. Sägezahnbildung ist ein Verschleißbild, das durch mehrere Faktoren wie Fahrzeuggeometrie, Fahrwerk, Reifenposition, Luftdruck und Einsatzbedingungen beeinflusst werden kann.
Kann sich ein leichter Sägezahn wieder reduzieren?
Im frühen Stadium kann sich das weitere Laufbild nach einem technisch zulässigen Achswechsel günstiger entwickeln. Eine vollständige Rückbildung lässt sich jedoch nicht garantieren.
Kann stark ausgeprägter Sägezahn wieder verschwinden?
Starke Profilstufen und daraus entstandene Laufgeräusche können dauerhaft bestehen bleiben.
Hilft Auswuchten gegen Sägezahn?
Nein. Auswuchten korrigiert eine Massenunwucht des Rades, nicht die bereits ungleichmäßig abgefahrene Profiloberfläche.
Kann Sägezahn wie ein defektes Radlager klingen?
Ja. Beide können brummende oder dröhnende Geräusche verursachen. Deshalb sollten Reifenprofil und Fahrzeugseite bei unklaren Geräuschen gemeinsam geprüft werden.
Was ist der Unterschied zwischen Sägezahn und Auswaschungen?
Sägezahn zeigt sich hauptsächlich als stufenartige Kanten an Profilblöcken. Auswaschungen wirken eher wie örtliche mulden- oder wellenförmige Vertiefungen.
Darf ich Reifen mit Sägezahn vorne und hinten tauschen?
Nur wenn Reifengröße, Felgenausführung, Laufrichtung und Fahrzeugvorgaben einen Achswechsel zulassen.
Warum sollte der Reifendruck regelmäßig geprüft werden?
Ein ungeeigneter Reifendruck verändert die Aufstandsfläche und kann das Verschleißverhalten beeinflussen. Gleichzeitig bietet die Druckkontrolle eine gute Gelegenheit für die Handprobe am Profil.
Technischer Hinweis
Diese FT Wissenswelt dient der allgemeinen technischen Orientierung. Ungleichmäßiger Reifenverschleiß und Laufgeräusche können unterschiedliche Ursachen haben. Maßgeblich sind der Zustand des konkreten Reifens, Fahrzeug, Fahrwerk, Achsgeometrie, Reifendruck, Rad-Reifen-Kombination und Einsatzbedingungen. Bei starken Verschleißbildern, ungewöhnlichen Geräuschen oder Unsicherheit sollte die Ursache fachgerecht geprüft werden.
Sägezahn früh erkennen, bevor der Reifen dauerhaft laut wird
FT Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung im Reifenhandel mit verständlichem Wissen rund um Reifenverschleiß, Laufgeräusche, Achsgeometrie, Reifendruck und die technische Beurteilung von Reifen.
FT-Reifen – der Reifenhändler, der sein Wissen teilt.
Produktwissen, Praxiswissen, Herstellerwissen und Reifenhandel miteinander verbunden.