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Rollerreifen richtig montieren – Laufrichtung, Wulstsitz, Ventil und Felge prüfen

FT Praxiswelt – Rollerreifen

Rollerreifen richtig montieren – Laufrichtung, Wulstsitz, Ventil und Felge prüfen

Rollerreifen wirken durch ihre kleinen Felgendurchmesser kompakt, können bei der Montage aber durchaus anspruchsvoll sein. Ein relativ steifer Reifenwulst, wenig Platz auf der Felge und unterschiedliche Vorder- und Hinterradgrößen verlangen eine saubere Arbeitsweise.

Die richtige Montage endet deshalb nicht beim Aufziehen des Reifens. Reifengröße, Laufrichtung, Felgenbreite, TL- oder TT-Ausführung, Ventil beziehungsweise Schlauch, Wulstsitz, Rundlauf und der korrekte Einbau des Rades am Roller gehören zusammen.

Rollerreifen immer als komplette Rad-Reifen-Einheit betrachten

Reifen

Dimension, Laufrichtung, Achszuordnung und Reifenwulst müssen stimmen.

Felge

Felgendurchmesser, Felgenbreite, Wulstsitz und Felgenhorn müssen technisch geeignet sein.

Montage

Ventil, Schlauch, Rundlauf, Betriebsdruck und Radbefestigung bilden den Abschluss der Reifenarbeit.

FT Praxisgrundsatz

Bei Rollerreifen entscheidet nicht nur die passende Reifengröße. Laufrichtung, Felgenbreite, Ventil, Wulstsitz und die korrekte Montage auf der Rollerfelge müssen als komplette Einheit stimmen.

1. Reifengröße vor der Montage vollständig prüfen

Bevor der alte Reifen demontiert oder der neue Reifen aufgezogen wird, sollte die komplette technische Zuordnung geklärt sein.

  • vollständige Reifendimension
  • Felgendurchmesser
  • zulässige Felgenbreite
  • Tragfähigkeitskennung
  • Geschwindigkeitskennung
  • TL oder TT
  • Laufrichtung
  • Vorder- oder Hinterachszuordnung
Ähnlich aussehende Rollergrößen nicht verwechseln

Bereits kleine Unterschiede in Breite, Querschnitt oder Felgendurchmesser können eine andere Reifen-Felgen-Kombination ergeben.

2. Kleine Felgendurchmesser machen die Montage nicht automatisch einfacher

Auf einer kleinen Rollerfelge steht weniger Weg zur Verfügung, um den Reifenwulst über das Felgenhorn zu führen.

Typische Schwierigkeiten

  • steifer Reifenwulst
  • kleiner Felgendurchmesser
  • wenig Montageweg
  • breiter Reifen auf kompakter Felge

Praxisfolge

Das Tiefbett muss konsequent genutzt werden. Wird der gegenüberliegende Wulst nicht tief genug geführt, steigt die notwendige Montagekraft unnötig an.

3. Felge vor der Montage technisch beurteilen

Ein neuer Reifen kann eine beschädigte oder undichte Felge nicht reparieren.

  • Felgenhorn auf Schäden prüfen
  • Wulstsitz kontrollieren
  • Korrosion beziehungsweise Oxidation beachten
  • Verformungen ausschließen
  • Risse suchen
  • Ventilbohrung prüfen
  • alte Montageschäden beachten
Felgenzustand ist Teil der Reifenmontage

Gerade bei Tubeless-Rädern können Schäden oder Korrosion im Wulstsitzbereich später zu schleichendem Luftverlust führen.

4. Felgenbett und Wulstsitz reinigen

Vor der Neumontage sollten störende Rückstände entfernt und die Dicht- beziehungsweise Sitzflächen kontrolliert werden.

Schmutz

Staub und alte Ablagerungen entfernen.

Rückstände

Alte Gummi-, Dichtmittel- oder Montageproduktreste beurteilen und entfernen.

Beschichtung

Lose Lack- oder Oxidationsstellen im Sitzbereich nicht einfach überdecken.

Bei Tubeless ist der Wulstsitz gleichzeitig Dichtfläche

Eine saubere Felge erleichtert sowohl die Montage als auch die spätere Dichtheitsprüfung.

5. Neuen Reifenwulst vor dem Aufziehen prüfen

Auch ein neuer Reifen sollte vor der Montage kurz kontrolliert werden.

  • Schnitte am Wulst
  • Quetschstellen
  • Gummiausbrüche
  • sichtbare innere Bestandteile
  • auffällige Transportspuren
Beschädigten Wulst nicht mit zusätzlicher Kraft montieren

Ein bereits vorgeschädigter Bereich kann bei der Montage weiter belastet werden.

6. Geeignetes Reifenmontageprodukt verwenden

Ein dafür vorgesehenes Montageprodukt reduziert die Reibung zwischen Reifenwulst und Felge und unterstützt das gleichmäßige Setzen.

Geeignet

Reifenmontagepaste beziehungsweise ein für Reifen und Felgen vorgesehenes Montageprodukt entsprechend der Anwendung.

Nicht verwenden

  • Öl
  • Fett
  • Benzin
  • Diesel
  • ungeeignete Haushaltsmittel

7. Tiefbett der Felge richtig nutzen

Das Tiefbett ist einer der wichtigsten Punkte bei der Rollerreifen-Montage.

Während eine Seite des Reifens über das Felgenhorn geführt wird, muss die gegenüberliegende Seite möglichst weit in den tieferen Felgenbereich gedrückt werden.

  • weniger Montagekraft
  • geringere Wulstbelastung
  • geringeres Risiko für Felgenschäden
  • kontrolliertere Montage
Wenn der Reifen kaum über die Felge geht, zuerst das Tiefbett prüfen

Sehr hohe Montagekraft ist häufig ein Hinweis darauf, dass der Reifen geometrisch ungünstig auf der Felge positioniert ist.

8. Reifen nicht trocken mit Gewalt montieren

Wenn sich der Reifen nur mit ungewöhnlich hoher Kraft montieren lässt, sollte die Arbeit unterbrochen werden.

Tiefbett

Sitzt der gegenüberliegende Wulst wirklich tief genug?

Dimension

Sind Reifen- und Felgengröße korrekt?

Montageprodukt

Ist der Wulst ausreichend und gleichmäßig vorbereitet?

Mehr Kraft ist nicht automatisch bessere Montage

Eine falsche Position kann Reifenwulst und Felgenhorn unnötig belasten.

9. Laufrichtung vor dem Aufziehen bestimmen

Viele Rollerreifen sind laufrichtungsgebunden. Deshalb sollte die Einbaurichtung geklärt werden, bevor der Reifen vollständig montiert ist.

Radposition festlegen

Vorder- oder Hinterrad eindeutig bestimmen.

Fahrtrichtung bestimmen

Beachten, wie sich das Rad im eingebauten Zustand dreht.

Richtungspfeil suchen

Herstellerkennzeichnung auf der Reifenflanke kontrollieren.

Reifen entsprechend ausrichten

Erst danach endgültig montieren.

10. Vorder- und Hinterreifen nicht nach Optik zuordnen

Je nach Rollermodell können sich Vorder- und Hinterreifen erheblich unterscheiden.

  • andere Reifengröße
  • andere Tragfähigkeit
  • andere Profilgestaltung
  • achsbezogene Herstellerkennzeichnung
Die technische Kennzeichnung entscheidet

Ähnliche Profilbilder oder gleiche Felgendurchmesser bedeuten nicht automatisch, dass Vorder- und Hinterreifen austauschbar sind.

11. Profiloptik nicht mit Laufrichtung verwechseln

Manche Profile sehen auf den ersten Blick so aus, als müssten sie entgegen der angegebenen Richtung montiert werden.

Richtungspfeil hat Vorrang

Ist der Reifen laufrichtungsgebunden, wird er entsprechend der vom Reifenhersteller angegebenen Drehrichtung montiert.

12. TL und TT vor der Montage eindeutig unterscheiden

TL – Tubeless

Für schlauchlosen Betrieb konstruiert. Auch Felge und Ventil müssen für diese Betriebsart geeignet sein.

TT – Tube Type

Für die Verwendung mit einem passenden Schlauch vorgesehen.

Reifen, Felge und Ventilsystem müssen zusammenpassen

Die Reifenaufschrift allein beschreibt nicht automatisch die komplette Radkonstruktion.

13. Einen Schlauch nicht als Schnelllösung für ein undichtes Tubeless-Rad einsetzen

Verliert ein schlauchloses Rollerrad Luft, sollte zuerst die Ursache gefunden werden.

  • Reifen kontrollieren
  • Ventil prüfen
  • Wulstsitz kontrollieren
  • Felgenhorn ansehen
  • Oxidation oder Korrosion berücksichtigen
Undichtigkeit diagnostizieren statt verdecken

Ein Schlauch sollte nicht einfach ein technisch ungeklärtes Felgen- oder Wulstproblem ersetzen.

14. Bei TT den passenden Schlauch verwenden

Der Schlauch muss zur vollständigen Reifenabmessung und Felgenausführung passen.

Zu großer Schlauch

  • kann Falten bilden
  • kann scheuern
  • kann eingeklemmt werden

Zu kleiner Schlauch

  • wird stärker gedehnt
  • Ventilfuß kann stärker belastet werden
  • Material arbeitet unter höherer Spannung

15. Schlauch leicht vorformen

Eine geringe Luftmenge kann helfen, den Schlauch vor der vollständigen Montage sauber im Reifen zu positionieren.

  • weniger Faltenbildung
  • geringeres Verdrehungsrisiko
  • bessere Ventilposition
  • kontrolliertere Montage
Nur leicht vorformen

Der Schlauch soll seine Grundform annehmen, aber nicht auf normalen Betriebsdruck aufgeblasen werden.

16. Beim zweiten Reifenwulst den Schlauch besonders schützen

Gerade bei kleinen Felgen ist die Gefahr groß, den Schlauch zwischen Werkzeug, Reifen und Felge einzuklemmen.

  • Schlauchposition kontrollieren
  • Montierwerkzeug bewusst führen
  • Ventilbereich schützen
  • gegenüberliegenden Wulst im Tiefbett halten
Quetschschaden kann erst später auffallen

Ein leicht verletzter Schlauch kann zunächst dicht wirken und nach einiger Zeit Luft verlieren.

17. Schlauchventil nach der Montage kontrollieren

Das Ventil sollte sauber und ohne starke seitliche Spannung durch die Felgenbohrung stehen.

  • keine deutliche Schrägstellung
  • keine erkennbare Zugspannung
  • Ventilfuß nicht verkantet
  • Ventil gut zugänglich
Schräges Ventil als Diagnosehinweis nutzen

Es kann auf eine ungünstige Schlauchlage oder Bewegung zwischen Reifen und Felge hinweisen.

18. Tubeless-Ventil beim Reifenwechsel mitprüfen

Gummiventil

  • Risse
  • Verhärtung
  • Alterung
  • mechanische Beschädigung

Metallventil

  • Korrosion
  • Verschraubung
  • Dichtungen
  • Ventileinsatz
Neuer Reifen bedeutet nicht automatisch dichtes Rad

Ein altes oder defektes Ventil kann auch nach dem Reifenwechsel weiterhin Luftverlust verursachen.

19. Reifenwulst beim Setzen beobachten

Nach der Montage sollte kontrolliert werden, ob der Reifen rundum gleichmäßig auf der Felge sitzt.

  • Montagelinie links
  • Montagelinie rechts
  • gleichmäßiger Abstand zur Felgenkante
  • keine lokalen Einschnürungen
Ungleichmäßiger Wulstsitz kann Hoppeln verursachen

Das Rad kann geometrisch unrund laufen, obwohl keine klassische Unwucht vorliegt.

20. Schlecht sitzenden Reifenwulst nicht mit immer mehr Druck erzwingen

Wenn der Reifen lokal nicht sauber sitzt, sollte die Ursache behoben und nicht nur der Druck weiter erhöht werden.

Druck reduzieren

Reifen wieder in einen kontrollierbaren Montagezustand bringen.

Wulst lösen

Betroffenen Bereich neu positionieren.

Felge kontrollieren

Schmutz, Oxidation oder Verformung ausschließen.

Montageprodukt erneuern

Sauberes Gleiten des Wulsts ermöglichen.

Reifen erneut setzen

Montagelinie auf beiden Seiten beobachten.

Mehr Druck ersetzt keine korrekte Montage

Montage- und Druckgrenzen des Reifen- und Fahrzeugherstellers müssen eingehalten werden.

21. Montagelinie auf beiden Reifenseiten kontrollieren

Die sichtbare Kontrolllinie sollte möglichst gleichmäßig zur Felgenkante verlaufen.

Lokaler Tiefsitz

Kann auf einen noch nicht vollständig gesetzten Wulst hinweisen.

Ungleichmäßiger Abstand

Kann Rundlauf und Fahrverhalten beeinflussen.

Innenseite

Muss genauso kontrolliert werden wie die gut sichtbare Außenseite.

22. Reifenrundlauf und Felgenrundlauf getrennt prüfen

Nach dem Setzen lässt sich beim langsamen Drehen erkennen, ob Reifen oder Felge auffällig laufen.

Reifen beobachten

  • Lauffläche
  • Seitenwand
  • Montagelinie
  • radialer Lauf

Felge beobachten

  • Felgenhorn
  • radialer Lauf
  • seitlicher Lauf
  • lokale Verformung
Höhenschlag und Unwucht sind unterschiedliche Fehler

Auswuchten korrigiert die Massenverteilung, nicht eine geometrische Verformung.

23. Erst nach korrektem Wulstsitz auswuchten

Ein falsch sitzender Reifen darf nicht durch zusätzliche Gewichte kompensiert werden.

  • Wulstsitz zuerst prüfen
  • Reifenrundlauf kontrollieren
  • Felgenrundlauf kontrollieren
  • erst danach Auswuchtung beurteilen

24. Nach dem Setzen auf den richtigen Betriebsdruck einstellen

Der Druck während der Montage beziehungsweise beim Setzen des Wulsts ist nicht automatisch der spätere Fahrdruck.

  • Fahrzeugherstellerangaben beachten
  • Vorder- und Hinterrad getrennt betrachten
  • Beladung berücksichtigen
  • Soziusbetrieb berücksichtigen
  • kalten Reifen als Vergleich verwenden

25. Rad korrekt am Roller montieren

Die Arbeit am Reifen ist erst abgeschlossen, wenn das komplette Rad wieder technisch korrekt am Fahrzeug sitzt.

  • Anlageflächen sauber
  • Achse korrekt eingesetzt
  • Distanzstücke richtig positioniert
  • Radbefestigung nach Fahrzeugvorgabe
  • Bremsbauteile korrekt eingebaut
Distanzstücke und Achsbauteile nicht vertauschen

Gerade beim Rollerrad können kleine Bauteile für die korrekte Position des Rades entscheidend sein.

26. Bremse und Freigängigkeit vor der ersten Fahrt prüfen

Nach dem Einbau das Rad kontrolliert drehen und auf freie Bewegung achten.

  • Reifen berührt keine Fahrzeugteile
  • Bremse schleift nicht ungewöhnlich
  • Rad dreht frei
  • Ventil bleibt erreichbar
  • keine Bauteile falsch positioniert
Freigängigkeit gehört zum Montageabschluss

Ein technisch passender Rollerreifen darf nach dem Einbau nicht an Fahrwerk, Bremse oder Karosserieteilen schleifen.

27. Erste Fahrt kontrolliert durchführen

Nach einem Reifenwechsel sollte das Fahrverhalten aufmerksam beobachtet werden.

  • Geradeauslauf
  • Lenkverhalten
  • Hoppeln
  • Vibrationen
  • ungewöhnliche Geräusche
Deutliche Auffälligkeiten nicht einfach „einfahren“

Ein falsch sitzender Wulst, Felgenschlag oder Montagefehler wird durch längere Fahrt nicht automatisch behoben.

28. Nach kurzer Nutzung nochmals kontrollieren

Eine Nachkontrolle kann helfen, schleichende Probleme früh zu erkennen.

  • Reifendruck nochmals prüfen
  • sichtbaren Wulstsitz kontrollieren
  • Ventil ansehen
  • auffällige Vibrationen ernst nehmen
Neumontage einige Tage beobachten

Ventil-, Wulst- oder Felgenprobleme können sich erst im Betrieb durch langsamen Druckverlust bemerkbar machen.

29. Typische Auffälligkeiten bei der Rollerreifen-Montage

Auffälligkeit Mögliche Ursache Besonders prüfen
Reifen sehr schwer montierbar Wulst nicht ausreichend im Tiefbett Montageposition
Wulst sitzt lokal tiefer Reifen nicht vollständig gesetzt Montagelinie
TL-Reifen verliert Luft Ventil, Wulst oder Felge Dichtheit
Schlauchventil steht schräg Schlauch- oder Reifenbewegung Schlauchlage
Roller hoppelt Höhenschlag oder Wulstsitz Reifen- und Felgenrundlauf
Felge pendelt seitlich Seitenschlag Felgenzustand
Reifen läuft entgegen der Vorgabe Laufrichtung übersehen Richtungspfeil
Vibration direkt nach Montage Wulstsitz, Rundlauf oder Unwucht komplette Rad-Reifen-Einheit
neuer Reifen, Luftverlust bleibt Ventil oder Felge nicht nur den Reifen
Bremse schleift nach Radeinbau Einbau- oder Positionierungsproblem Radmontage

30. FT-Prüfreihenfolge für die Rollerreifen-Montage

Reifengröße prüfen

Komplette Dimension mit Fahrzeug und Felge abgleichen.

Achszuordnung klären

Vorder- und Hinterreifen eindeutig bestimmen.

Felgendurchmesser und Felgenbreite prüfen

Passende Reifen-Felgen-Kombination sicherstellen.

TL oder TT feststellen

Schlauch- oder Tubeless-Aufbau berücksichtigen.

Laufrichtung bestimmen

Richtungspfeil vor der Montage beachten.

Felge reinigen

Schmutz und alte Rückstände entfernen.

Felgenhorn und Wulstsitz prüfen

Schäden, Korrosion und Oxidation ausschließen.

Reifenwulst kontrollieren

Beschädigungen vor der Montage erkennen.

Ventil oder Schlauch vorbereiten

Passende Ausführung verwenden.

Montageprodukt verwenden

Wulst kontrolliert über die Felge führen.

Tiefbett konsequent nutzen

Gegenüberliegenden Reifenwulst tief halten.

Reifen kontrolliert aufziehen

Keine unnötige Gewalt einsetzen.

Bei TT Schlauch schützen

Einklemmen und Werkzeugkontakt vermeiden.

Ventilstellung prüfen

Schrägstellung und Zugspannung vermeiden.

Reifenwulst kontrolliert setzen

Montagelinie während des Setzens beobachten.

Montagelinie auf beiden Seiten prüfen

Gleichmäßigen Abstand zur Felgenkante kontrollieren.

Reifenrundlauf prüfen

Höhenschlag erkennen.

Felgenrundlauf prüfen

Radial- und Seitenschlag unterscheiden.

Bei Bedarf auswuchten

Erst nach technisch korrektem Wulstsitz und Rundlauf.

Betriebsdruck einstellen

Fahrzeugvorgaben berücksichtigen.

Rad korrekt montieren

Achse, Distanzstücke und Befestigung richtig einsetzen.

Bremse und Freigängigkeit prüfen

Vor der ersten Fahrt kontrollieren.

Erste Fahrt aufmerksam durchführen

Hoppeln, Vibration und Lenkverhalten beobachten.

Nach kurzer Nutzung nachkontrollieren

Druck, Ventil und Wulstsitz nochmals ansehen.

Passendes Wissen aus der FT Wissenswelt

Weitere Grundlagen zu Zweiradreifen und zur richtigen Reifen-Laufrichtung finden Sie in der FT Wissenswelt.

Herstellerwissen aus der FT Herstellerwelt

Rollerreifen können sich je nach Hersteller und Produktfamilie bei Karkassenaufbau, Wulststeifigkeit, Profilgestaltung, Laufrichtung und vorgesehenem Einsatz unterscheiden.

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Häufige Fragen zur Montage von Rollerreifen

Warum sind kleine Rollerreifen teilweise schwer zu montieren?

Ein kleiner Felgendurchmesser und ein relativ steifer Reifenwulst reduzieren den verfügbaren Montageweg. Das Tiefbett der Felge muss deshalb besonders konsequent genutzt werden.

Warum ist das Tiefbett bei der Montage so wichtig?

Liegt der gegenüberliegende Reifenwulst tief in der Felge, kann die andere Seite mit deutlich weniger Kraft über das Felgenhorn geführt werden.

Wie erkenne ich die richtige Laufrichtung?

Bei laufrichtungsgebundenen Reifen befindet sich ein Richtungspfeil auf der Seitenwand. Entscheidend ist die Drehrichtung des eingebauten Rades.

Kann ich mich nach dem Profilbild richten?

Nein. Ist eine Laufrichtung angegeben, hat die Herstellerkennzeichnung auf der Reifenflanke Vorrang.

Was bedeutet TL?

TL steht für Tubeless. Der Reifen ist grundsätzlich für schlauchlosen Betrieb konstruiert, wobei auch Felge und Ventil dafür geeignet sein müssen.

Was bedeutet TT?

TT steht für Tube Type. Der Reifen ist für die Verwendung mit einem passenden Schlauch vorgesehen.

Kann ich eine undichte Tubeless-Felge einfach mit Schlauch fahren?

Das sollte nicht pauschal erfolgen. Zuerst sollten Reifen, Ventil, Wulstsitz und Felgenzustand geprüft werden.

Warum wird ein Schlauch leicht vorgeformt?

Eine geringe Luftmenge erleichtert die Positionierung und hilft, Falten oder Verdrehungen zu vermeiden.

Warum ist der zweite Reifenwulst bei Schlauchmontage kritisch?

Beim Aufziehen besteht die Gefahr, den Schlauch zwischen Reifen und Felge oder mit Montierwerkzeug einzuklemmen.

Was bedeutet ein schräges Schlauchventil?

Es kann auf eine ungünstige Schlauchlage oder Bewegung zwischen Reifen und Felge hinweisen.

Warum sollte ein altes Ventil beim Reifenwechsel geprüft werden?

Ein beschädigtes oder undichtes Ventil kann auch mit einem neuen Reifen weiterhin Druckverlust verursachen.

Wie erkenne ich einen korrekt sitzenden Reifenwulst?

Die Montagelinie sollte auf beiden Reifenseiten möglichst gleichmäßig zur Felgenkante verlaufen.

Kann ich einen schlecht sitzenden Wulst mit mehr Luft in Position bringen?

Nicht beliebig. Wenn der Wulst nicht sauber sitzt, sollte die Ursache durch erneute Positionierung, Kontrolle der Felge und geeignetes Montageprodukt behoben werden.

Warum hoppelt ein Roller nach dem Reifenwechsel?

Mögliche Ursachen sind ein ungleichmäßig sitzender Reifenwulst, Reifen-Höhenschlag oder eine verformte Felge.

Wann sollte ein Rollerreifen ausgewuchtet werden?

Wenn eine Auswuchtung erforderlich ist, sollte sie erst erfolgen, nachdem Wulstsitz sowie Reifen- und Felgenrundlauf technisch kontrolliert wurden.

Was muss nach dem Einbau des Rades geprüft werden?

Radbefestigung, Distanzstücke, Bremse, Freigängigkeit, Ventilzugang und anschließend das Fahrverhalten bei einer kontrollierten ersten Fahrt.

Technischer Hinweis

Diese Praxisinformationen ersetzen keine Montageanweisung des Fahrzeug-, Reifen- oder Felgenherstellers. Reifenmontage erfordert geeignetes Werkzeug und Fachkenntnis. Maßgeblich sind die technischen Vorgaben zur Reifendimension, Felgenzuordnung, Laufrichtung, Betriebsart, Montage und Radbefestigung. Bei beschädigtem Reifenwulst, Felgenriss, starkem Rundlauffehler, unklarem TL-/TT-System oder wiederkehrendem Luftverlust sollte die Ursache vor weiterer Nutzung fachgerecht geklärt werden.

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