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Reifengrößen bei LKW-Reifen richtig lesen und verstehen

FT Wissenswelt – LKW-Reifen

Reifengrößen bei LKW-Reifen richtig lesen und verstehen

LKW-Reifengrößen sehen auf den ersten Blick ähnlich aus wie Größen bei PKW-Reifen. Typische Bezeichnungen sind beispielsweise 315/70 R22.5, 385/65 R22.5 oder 295/80 R22.5.

Im Nutzfahrzeugbereich gibt es daneben aber auch traditionelle Größen wie 12 R22.5 oder andere Schreibweisen, bei denen kein Querschnittsverhältnis ausdrücklich angegeben wird.

Wer einen LKW-Reifen technisch richtig einordnen möchte, muss deshalb verstehen, welche Zahl für Reifenbreite, Querschnitt, Bauart und Felgendurchmesser steht – und welche Angaben zusätzlich für Tragfähigkeit und Geschwindigkeit erforderlich sind.

Breite

Beschreibt bei modernen metrischen Größen die nominelle Reifenbreite in Millimetern.

Querschnitt

Beschreibt das Verhältnis zwischen Seitenwandhöhe und Reifenbreite.

R

Kennzeichnet die Radialbauweise des Reifens.

Felgendurchmesser

Wird bei typischen LKW-Größen in Zoll angegeben.

Die Reifengröße beschreibt die Dimension – nicht die vollständige technische Eignung

Lastindex, Geschwindigkeitsindex, Achsposition, Felge und Einsatzbereich müssen zusätzlich geprüft werden.

Was bedeutet 315/70 R22.5?

315/70 R22.5

Diese Größe gehört zu den typischen modernen metrischen LKW-Reifengrößen.

315

Nominelle Reifenbreite in Millimetern.

70

Nominelles Verhältnis der Seitenwandhöhe zur Reifenbreite.

R

Radialreifen.

22.5

Nomineller Felgendurchmesser in Zoll.

315 Millimeter und 22.5 Zoll stehen innerhalb derselben Größenbezeichnung

Diese Mischung aus metrischer Reifenbreite und zölligem Felgendurchmesser ist bei LKW-Reifen üblich.

Was bedeutet die Zahl 315?

Die erste Zahl einer Größe wie 315/70 R22.5 beschreibt die nominelle Reifenbreite.

Sie wird bei dieser Größenlogik in Millimetern angegeben.

315 bedeutet nicht Außendurchmesser

Die Zahl beschreibt die nominelle Breite des Reifenquerschnitts.

Ist ein 315er LKW-Reifen exakt 315 mm breit?

Nicht zwingend.

315 ist ein Nennmaß. Die tatsächliche Breite eines konkreten Reifens kann durch mehrere Faktoren beeinflusst werden:

  • Hersteller
  • Reifenmodell
  • Karkassenkonstruktion
  • Profil
  • verwendete Felgenbreite
Nennbreite und tatsächliche Reifenbreite sind nicht exakt dasselbe

Für technische Bauraum- oder Umrüstprüfungen sind die konkreten Herstellerabmessungen entscheidend.

Was bedeutet die Zahl 70?

Bei 315/70 R22.5 beschreibt die Zahl 70 das nominelle Querschnittsverhältnis.

Vereinfacht bedeutet das:

Die nominelle Seitenwandhöhe entspricht ungefähr 70 Prozent der nominellen Reifenbreite.

70 bedeutet nicht 70 Millimeter

Es handelt sich um einen Verhältniswert.

Warum beeinflusst der Querschnitt den Außendurchmesser?

Je höher die Seitenwand bei gleicher Reifenbreite und gleichem Felgendurchmesser ist, desto größer wird grundsätzlich auch der gesamte Reifendurchmesser.

Niedrigeres Querschnittsverhältnis

Führt bei ansonsten gleicher Dimension grundsätzlich zu einer niedrigeren Seitenwand.

Höheres Querschnittsverhältnis

Führt grundsätzlich zu einer höheren Seitenwand.

Der Querschnitt gehört deshalb unmittelbar zur gesamten Reifengeometrie

Was bedeutet das R?

Das R in einer Größe wie 315/70 R22.5 steht für die Radialbauweise des Reifens.

Bei einem Radialreifen verlaufen die tragenden Karkassenfäden im Wesentlichen radial von einem Reifenwulst zum anderen.

R beschreibt die Karkassenbauart – nicht das Profil

Was bedeutet 22.5?

Die letzte Zahl beschreibt den nominellen Felgendurchmesser in Zoll.

Ein Reifen der Größe 315/70 R22.5 gehört damit auf eine für diesen Reifen vorgesehene 22.5-Zoll-Felge.

Die Felgenbreite ist damit noch nicht beschrieben

Auch bei gleichem Felgendurchmesser können unterschiedliche Felgenbreiten und Felgenausführungen existieren.

Warum 22.5 Zoll nicht bedeutet, dass jede 22.5-Zoll-Felge passt

Der Felgendurchmesser ist nur ein Teil der Reifen-Felgen-Zuordnung.

Zusätzlich müssen unter anderem stimmen:

  • Felgenbreite
  • Felgenkontur
  • Tragfähigkeit der Felge
  • Radbefestigung
  • Herstellerfreigabe
Gleicher Durchmesser bedeutet nicht automatisch gleiche Felge

Was bedeutet 385/65 R22.5?

385/65 R22.5

385

Nominelle Reifenbreite von 385 Millimetern.

65

Nominelles Querschnittsverhältnis von 65 Prozent.

R

Radialbauweise.

22.5

Nomineller Felgendurchmesser von 22.5 Zoll.

385/65 R22.5 ist deutlich breiter als 315/70 R22.5, besitzt aber ein niedrigeres Querschnittsverhältnis.

Breiter bedeutet deshalb nicht automatisch proportional höher

Breite und Querschnitt müssen gemeinsam betrachtet werden.

Warum 315/70 R22.5 und 385/65 R22.5 trotz gleicher Felgengröße unterschiedliche Reifen sind

Merkmal 315/70 R22.5 385/65 R22.5
Nennbreite 315 mm 385 mm
Querschnitt 70 % 65 %
Bauart Radial Radial
Felgendurchmesser 22.5 Zoll 22.5 Zoll
Automatisch austauschbar? Nein. Breite, Außendurchmesser, Felge, Tragfähigkeit, Freigängigkeit und Fahrzeugfreigabe müssen geprüft werden.
Gleicher Felgendurchmesser macht zwei Reifen nicht zu Alternativgrößen

Was bedeutet 295/80 R22.5?

295/80 R22.5

295

Nominelle Reifenbreite von 295 Millimetern.

80

Nominelles Querschnittsverhältnis von 80 Prozent.

R

Radialbauweise.

22.5

Nomineller Felgendurchmesser von 22.5 Zoll.

Obwohl 295/80 R22.5 schmaler als 315/70 R22.5 ist, besitzt er ein höheres Querschnittsverhältnis.

Schmaler bedeutet deshalb nicht automatisch kleinerer Gesamtdurchmesser

Warum man LKW-Reifengrößen nicht nur nach der ersten Zahl vergleichen sollte

Die erste Zahl zeigt nur die nominelle Reifenbreite.

Für die gesamte Reifengröße sind zusätzlich wichtig:

  • Querschnittsverhältnis
  • Felgendurchmesser
  • tatsächlicher Außendurchmesser
  • Abrollumfang
Ein breiterer Reifen kann je nach Querschnitt eine völlig andere Gesamtgeometrie besitzen

Was bedeutet 12 R22.5?

12 R22.5

Diese Schreibweise folgt nicht derselben modernen metrischen Logik wie 315/70 R22.5.

12

Traditionelle nominelle Breitenangabe in Zoll.

R

Radialbauweise.

22.5

Nomineller Felgendurchmesser in Zoll.

Bei 12 R22.5 fehlt ein ausdrücklich angegebenes Querschnittsverhältnis

Die Größe gehört zu einer anderen beziehungsweise traditionellen Größenfamilie und sollte nicht nach dem Schema einer metrischen 315/70-Größe gelesen werden.

Warum ältere LKW-Größen anders geschrieben werden

Reifengrößen haben sich historisch entwickelt. Deshalb existieren im Nutzfahrzeugbereich mehrere Bezeichnungssysteme nebeneinander.

Man findet beispielsweise:

  • moderne metrische Größen mit Querschnittsangabe
  • traditionelle Zollgrößen
  • Größen ohne ausgeschriebenes Querschnittsverhältnis
Die Schreibweise muss immer als vollständiges Größensystem gelesen werden

Warum 12 R22.5 nicht einfach mit 12 × 25,4 mm in eine moderne Größe übersetzt werden sollte

Eine Zollbreite lässt sich mathematisch in Millimeter umrechnen.

Das erzeugt aber keine technisch identische moderne Reifengröße.

Zusätzlich unterscheiden sich unter anderem:

  • Größensystem
  • Querschnitt
  • reale Breite
  • Außendurchmesser
  • Tragfähigkeit
  • Felgenzuordnung
Mathematische Breitenähnlichkeit bedeutet keine technische Austauschbarkeit

Warum der tatsächliche Außendurchmesser wichtig ist

Der Außendurchmesser beeinflusst die gesamte Radgeometrie.

Eine Änderung kann Auswirkungen haben auf:

Fahrzeughöhe

Ein größerer Reifen hebt die entsprechende Radposition an.

Bodenfreiheit

Der Abstand zwischen Fahrzeug beziehungsweise Achse und Fahrbahn kann sich verändern.

Abrollumfang

Ein größerer Reifen legt grundsätzlich mehr Strecke pro Radumdrehung zurück.

Freigängigkeit

Breitere oder größere Reifen benötigen mehr Bauraum.

Bei einer Umrüstung zählt deshalb das reale Herstellermaß – nicht nur eine theoretische Berechnung

Was bedeutet Abrollumfang?

Der Abrollumfang beschreibt vereinfacht die Strecke, die ein Reifen bei einer Radumdrehung unter definierten Bedingungen zurücklegt.

Er hängt eng mit dem tatsächlichen Reifendurchmesser zusammen.

Außendurchmesser und Abrollumfang sind verwandt, aber nicht identisch

Für technische Vergleiche sind Herstellerdaten aussagekräftiger als eine reine Kreisumfangsberechnung.

Warum theoretischer Durchmesser und realer Reifen nicht millimetergleich sein müssen

Aus Reifenbreite, Querschnitt und Felgendurchmesser lässt sich ein theoretischer Wert berechnen.

Der reale Reifen wird zusätzlich beeinflusst durch:

  • Profilhöhe
  • Karkassenkonstruktion
  • Herstellerdesign
  • Felgenbreite
  • Reifenausführung
Für Freigängigkeit und technische Umrüstung immer die konkreten Herstellerabmessungen verwenden

Warum gleiche LKW-Reifengröße unterschiedliche reale Maße haben kann

Zwei Reifen mit derselben Größenbezeichnung können sich je nach Hersteller und Modell bei den realen Außenmaßen unterscheiden.

Mögliche Unterschiede betreffen:

  • tatsächliche Breite
  • Außendurchmesser
  • Abrollumfang
  • Profiltiefe
Nennmaß ist eine Größenbezeichnung – keine Garantie für millimetergleiche Reifen

Warum sogar Profile derselben Größe unterschiedlich ausfallen können

Ein Lenkachsreifen, Antriebsachsreifen oder Baustellenreifen derselben Nennmaßgröße kann konstruktiv anders aufgebaut sein.

Unterschiede können durch:

  • Profiltiefe
  • Schultergestaltung
  • Karkasse
  • Gummivolumen

entstehen.

Bei engem Bauraum sollte deshalb immer der konkrete Reifen betrachtet werden

Warum die Felgenbreite zusätzlich geprüft werden muss

Eine Größe wie 315/70 R22.5 nennt den Felgendurchmesser, aber nicht die vollständige Felgenbreite.

Der Reifenhersteller kann für einen Reifen eine bestimmte Felge beziehungsweise mehrere zulässige Felgenbreiten vorgeben.

Reifenbreite

Beschreibt den nominellen Reifenquerschnitt.

Felgenbreite

Beeinflusst die Form des montierten Reifens und muss technisch freigegeben sein.

Reifenbreite und Felgenbreite sind zwei unterschiedliche technische Größen

Warum eine breitere LKW-Reifengröße nicht einfach auf die vorhandene Felge gehört

Bei einer Umrüstung auf eine andere Reifenbreite muss geprüft werden, ob die vorhandene Felge dafür geeignet ist.

Zu berücksichtigen sind:

  • Felgendurchmesser
  • Felgenbreite
  • Felgenkontur
  • Tragfähigkeit
  • Freigabe der Reifen-Felgen-Kombination
Eine passende Zollzahl reicht für die Felgenfreigabe nicht aus

Warum die Reifengröße nichts über die Tragfähigkeit allein aussagt

Reifen derselben Dimension können mit unterschiedlichen Lastindizes angeboten werden.

Deshalb müssen zusätzlich betrachtet werden:

  • Load Index
  • Single- und Dual-Ausführung
  • Geschwindigkeitsindex
  • Reifenfülldruck
  • tatsächliche Achslast
315/70 R22.5 beschreibt die Größe – nicht automatisch die komplette Belastbarkeit

Warum LKW-Reifen häufig zwei Lastindizes tragen

Bei Nutzfahrzeugreifen findet man häufig eine Kennzeichnung in der Form:

LI / LI + Geschwindigkeitsbuchstabe

Die zwei Lastindizes können für unterschiedliche Montagearten stehen.

Single

Tragfähigkeitsangabe für Einzelbereifung.

Dual

Tragfähigkeitsangabe für Zwillingsbereifung.

Diese Werte gehören nicht zur eigentlichen Größenangabe, sind für die technische Eignung aber entscheidend

Warum gleiche Größe auf unterschiedlichen Achsen verwendet werden kann

Eine Reifengröße kann je nach Fahrzeug auf unterschiedlichen Achspositionen vorkommen.

Das bedeutet aber nicht, dass jedes Profil dieser Größe für jede Achse optimiert ist.

Steer

Schwerpunkt auf Führung und Seitenstabilität.

Drive

Schwerpunkt auf Traktion und Kraftübertragung.

Trailer

Schwerpunkt auf Tragfähigkeit, Laufleistung und frei rollender Anwendung.

Größe und Achsfunktion sind zwei unterschiedliche Ebenen der Reifenauswahl

Warum eine Alternative mit ähnlichem Außendurchmesser trotzdem ungeeignet sein kann

Selbst wenn zwei Reifen einen ähnlichen Außendurchmesser besitzen, können sich unterscheiden:

  • Reifenbreite
  • Felgenanforderung
  • Lastindex
  • Geschwindigkeitsfreigabe
  • Achszuordnung
  • Freigängigkeit
Ähnlicher Durchmesser allein macht keine zulässige Alternativgröße

Warum bei Zwillingsbereifung der Außendurchmesser besonders wichtig ist

Bei einer Zwillingsbereifung arbeiten zwei Reifen unmittelbar nebeneinander.

Unterschiedliche reale Durchmesser können dazu führen, dass die Last nicht gleichmäßig zwischen beiden Reifen verteilt wird.

Bei Zwillingsbereifung müssen Größe, Ausführung und tatsächlicher Reifenzustand besonders sorgfältig zusammenpassen

Warum abgefahrene Reifen einen kleineren Außendurchmesser haben

Während der Nutzung wird Profilgummi abgetragen.

Dadurch reduziert sich der tatsächliche Außendurchmesser des Reifens.

Zwei Reifen derselben Nennmaßgröße können deshalb bei stark unterschiedlicher Profiltiefe unterschiedliche reale Durchmesser besitzen

Warum Nachschneiden die Größenbezeichnung nicht verändert

Bei dafür vorgesehenen LKW-Reifen kann vorhandenes Untergummi fachgerecht nachgeschnitten werden.

Die Größenbezeichnung des Reifens bleibt dadurch unverändert.

Reifengröße und aktuelle Profiltiefe sind zwei unterschiedliche technische Eigenschaften

Warum die Reifenbreite bei der Fahrzeugbreite relevant sein kann

Breitere Reifen benötigen mehr seitlichen Bauraum.

Bei einer anderen Dimension müssen daher unter anderem geprüft werden:

  • Abstand zu Fahrwerksteilen
  • Abstand zwischen Zwillingsreifen
  • Radabdeckung
  • Felgenposition
  • zulässige Fahrzeugbreite
Eine größere Reifenbreite ist deshalb immer auch eine Bauraumfrage

Warum Größe und Reifenfülldruck nicht verwechselt werden dürfen

Aus der Größenangabe kann nicht direkt abgelesen werden, mit welchem Betriebsdruck der Reifen gefahren werden muss.

Der erforderliche Reifenfülldruck hängt unter anderem ab von:

  • konkretem Reifen
  • Achslast
  • Lastindex
  • Einzel- oder Zwillingsbereifung
  • Herstellerangaben
Eine Reifengröße besitzt keinen universellen Luftdruckwert

Moderne und traditionelle LKW-Reifengrößen im Vergleich

Beispiel Breitenangabe Querschnitt Bauart Felge
315/70 R22.5 315 mm nominell 70 % Radial 22.5 Zoll
385/65 R22.5 385 mm nominell 65 % Radial 22.5 Zoll
295/80 R22.5 295 mm nominell 80 % Radial 22.5 Zoll
12 R22.5 traditionelle Zollbreite nicht ausdrücklich angegeben Radial 22.5 Zoll

Warum man traditionelle und metrische Größen nicht nur mathematisch vergleichen sollte

Eine reine Umrechnung von Zoll in Millimeter zeigt nur einen geometrischen Näherungswert.

Für einen echten technischen Vergleich müssen konkrete Herstellerdaten betrachtet werden.

Reifenbezeichnungen sind Norm- und Größenklassen – keine einfache Rechenaufgabe

Welche Angaben sollte man bei einem vorhandenen LKW-Reifen dokumentieren?

1. Reifengröße

Die vollständige Dimension exakt übernehmen.

2. Lastindex

Single- und gegebenenfalls Dual-Kennzeichnung dokumentieren.

3. Speed Index

Den Geschwindigkeitsbuchstaben mit aufnehmen.

4. Hersteller

Marke und vollständigen Profilnamen notieren.

5. Achsposition

Lenk-, Antriebs- oder Trailerachse berücksichtigen.

6. Felge

Felgengröße und Felgenbreite dokumentieren.

7. Kennzeichnungen

M+S, 3PMSF, Regroovable und weitere Angaben erfassen.

8. Fahrzeug

Fahrzeugausführung und Achslasten berücksichtigen.

Typische Irrtümer bei LKW-Reifengrößen

Behauptung Richtige Einordnung
„315 bei 315/70 R22.5 ist der Außendurchmesser.“ Nein. 315 bezeichnet die nominelle Reifenbreite in Millimetern.
„70 bedeutet 70 mm Seitenwandhöhe.“ Nein. 70 beschreibt das nominelle Querschnittsverhältnis in Prozent.
„R steht für das Profil.“ Nein. R kennzeichnet die Radialbauweise.
„22.5 beschreibt die Reifenhöhe.“ Nein. 22.5 ist der nominelle Felgendurchmesser in Zoll.
„Alle 22.5-Zoll-Reifen passen auf dieselbe Felge.“ Nein. Felgenbreite, Kontur und Tragfähigkeit müssen ebenfalls passen.
„Ein 385er Reifen ist automatisch größer als ein 315er.“ Er ist nominell breiter. Der Gesamtdurchmesser hängt zusätzlich vom Querschnitt und der gesamten Konstruktion ab.
„12 R22.5 lässt sich einfach in eine metrische Größe umrechnen.“ Nein. Eine Breitenumrechnung erzeugt keine technisch identische Alternativgröße.
„Gleiche Reifengröße bedeutet gleiche Tragfähigkeit.“ Nein. Lastindex und konkrete Reifenausführung können unterschiedlich sein.
„Gleiche Größe bedeutet gleiche Außenmaße.“ Nicht zwingend. Hersteller, Profil, Karkasse und Felgenbreite können reale Maße beeinflussen.
„Eine ähnliche Größe darf automatisch montiert werden.“ Nein. Felge, Tragfähigkeit, Freigängigkeit, Achslast und Fahrzeugfreigabe müssen geprüft werden.

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Häufige Fragen zu LKW-Reifengrößen

Was bedeutet 315/70 R22.5?

315 beschreibt die nominelle Reifenbreite in Millimetern, 70 das Querschnittsverhältnis, R die Radialbauweise und 22.5 den Felgendurchmesser in Zoll.

Was bedeutet 385/65 R22.5?

385 steht für die nominelle Reifenbreite in Millimetern, 65 für das Querschnittsverhältnis, R für Radial und 22.5 für den Felgendurchmesser.

Was bedeutet 295/80 R22.5?

295 bezeichnet die nominelle Breite, 80 das Verhältnis zwischen Seitenwandhöhe und Reifenbreite, R die Radialbauweise und 22.5 die Felgengröße.

Was bedeutet 12 R22.5?

12 ist bei dieser traditionellen Größenfamilie eine zollbasierte Breitenangabe, R steht für Radialbauweise und 22.5 für den Felgendurchmesser in Zoll.

Ist ein 315/70 R22.5 exakt 315 mm breit?

Nicht zwingend. 315 ist ein Nennmaß. Die tatsächliche Breite kann je nach Reifenmodell, Hersteller und verwendeter Felge abweichen.

Was bedeutet das R in einer LKW-Reifengröße?

R kennzeichnet die Radialbauweise des Reifens und beschreibt damit den Karkassenaufbau.

Warum wird die Reifenbreite in Millimetern und die Felgengröße in Zoll angegeben?

Das ist Teil des historisch gewachsenen Größen- und Normsystems für Reifen. Die Kombination beider Maßeinheiten ist bei modernen LKW-Größen üblich.

Sind alle 22.5-Zoll-LKW-Reifen untereinander austauschbar?

Nein. Breite, Querschnitt, Felgenbreite, Außendurchmesser, Tragfähigkeit und Fahrzeugfreigabe können unterschiedlich sein.

Haben zwei LKW-Reifen gleicher Größe immer dieselben Außenmaße?

Nicht exakt. Herstellerkonstruktion, Profil, Karkasse und Felgenbreite können die tatsächliche Reifenbreite und den Außendurchmesser beeinflussen.

Kann eine ähnliche LKW-Reifengröße einfach als Ersatz verwendet werden?

Nein. Neben der Dimension müssen Felge, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitsfreigabe, Freigängigkeit, Achslast und Fahrzeugfreigabe passen.

Technischer Hinweis

Diese FT Wissenswelt erklärt die grundlegende Größenlogik von LKW-Reifen. Nominelle Breite, Querschnitt und Felgendurchmesser dürfen nicht mit garantierten realen Außenmaßen oder einer vollständigen Fahrzeugfreigabe gleichgesetzt werden. Für Ersatzbereifungen und Umrüstungen sind die konkreten technischen Daten des Reifen-, Felgen- und Fahrzeugherstellers sowie Fahrzeugpapiere und Achslasten maßgeblich.

Bei LKW-Reifen muss die komplette Größenbezeichnung gelesen werden

Bei 315/70 R22.5 steht 315 für die nominelle Reifenbreite, 70 für das Querschnittsverhältnis, R für die Radialbauweise und 22.5 für den Felgendurchmesser.

Größen wie 385/65 R22.5 oder 295/80 R22.5 folgen derselben metrischen Grundlogik.

Traditionelle Größen wie 12 R22.5 verwenden dagegen eine andere Schreibweise und dürfen nicht einfach nach demselben Schema interpretiert oder mathematisch in eine moderne Größe umgerechnet werden.

Die eigentliche Reifenauswahl endet außerdem nicht bei der Dimension. Lastindex, Geschwindigkeitsindex, Felge, Achsposition, tatsächliche Außenmaße und Fahrzeugfreigabe gehören ebenso zur technischen Beurteilung.

Deshalb lautet die entscheidende Frage nicht nur: „Welche Größe steht auf dem Reifen?“

Sondern: „Welche vollständige Reifen- und Felgenspezifikation benötigt genau diese Achse und dieses Fahrzeug?“

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