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Reifengrößen bei Bagger- und Radladerreifen richtig lesen und verstehen

FT Wissenswelt – Bagger- & Radladerreifen

Reifengrößen bei Bagger- und Radladerreifen richtig lesen und verstehen

Bei Bagger-, Radlader- und OTR-Reifen begegnen einem Größen wie 17.5R25, 20.5R25, 23.5R25, 26.5R25, 14.00-24 oder 16.00R25.

Wer hauptsächlich Pkw-Reifengrößen wie 225/45 R17 kennt, muss bei diesen Bezeichnungen zunächst umdenken. Viele klassische Baumaschinenreifen verwenden eine zollbasierte Größenkennzeichnung, bei der nicht alle Informationen genauso dargestellt werden wie bei modernen Pkw-Reifen.

Trotzdem lässt sich die Grundstruktur gut lesen, wenn man weiß, welche Zahl und welcher Buchstabe wofür stehen.

Die Reifengröße ist nur der Anfang der technischen Auswahl

Zwei Reifen mit derselben nominellen Größe können sich bei Bauart, Profilklasse, Tragfähigkeit, tatsächlicher Breite, Außendurchmesser, Star Rating oder PR sowie Tube-Type- und Tubeless-Ausführung deutlich unterscheiden.

Breite

Die erste Größenangabe beschreibt bei klassischen Zollgrößen die nominelle Reifenbreite.

Bauart

R beziehungsweise der Bindestrich helfen bei der Einordnung von Radial- und Diagonalbauweise.

Felge

Die letzte Zahl beschreibt den nominellen Felgendurchmesser in Zoll.

Zusatzdaten

Profilklasse, Tragfähigkeit und TT/TL müssen separat berücksichtigt werden.

Beispiel: Was bedeutet 17.5R25?

17.5R25

Diese klassische OTR-Größe lässt sich in drei Hauptbestandteile zerlegen:

17.5

Die erste Zahl bezeichnet die nominelle Reifenbreite in Zoll.

R

Das R kennzeichnet die Radialbauweise des Reifens.

25

Die letzte Zahl bezeichnet den nominellen Felgendurchmesser in Zoll.

17.5R25 bedeutet nicht: Der Reifen ist an jeder Stelle exakt 17,5 Zoll breit

Die tatsächliche Gesamtbreite hängt unter anderem von Reifenmodell, Profil, Konstruktion und verwendeter Messfelge beziehungsweise Felgenbreite ab.

Warum die erste Zahl eine nominelle Breitenangabe ist

Bei einer klassischen Größe wie 20.5R25 steht die Zahl 20.5 für eine nominelle Größenangabe der Reifenbreite in Zoll.

Sie sollte jedoch nicht wie eine exakte Messangabe verstanden werden.

Profil

Schultergestaltung und Profilblöcke können die Gesamtbreite beeinflussen.

Felge

Die vorgesehene Felgenbreite beeinflusst die Form des montierten Reifens.

Konstruktion

Radial- und Diagonalkarkassen sowie unterschiedliche Herstellerkonstruktionen können abweichende Maße ergeben.

Für Bauraum und Maschinenfreigängigkeit immer die technischen Reifenmaße verwenden

Wenn wenige Zentimeter entscheidend sind, reicht die nominelle Größenbezeichnung nicht aus. Dann gehören tatsächliche Gesamtbreite und Außendurchmesser aus dem Datenblatt zur Prüfung.

Was bedeutet das R bei 20.5R25?

20.5R25

Das R bezeichnet die Radialbauweise.

Die tragenden Karkassfäden verlaufen bei dieser Konstruktion im Wesentlichen radial von Wulst zu Wulst. Der Laufstreifen wird zusätzlich durch einen Gürtelbereich stabilisiert.

R gehört zur Reifenkonstruktion – nicht zur Profilklasse

Ein 20.5R25 kann beispielsweise je nach konkretem Reifen als L2, L3, L4 oder L5 ausgeführt sein. R beschreibt die Karkassenbauweise, die L-Klasse dagegen Profil- und Einsatzcharakter.

Was bedeutet der Bindestrich bei 17.5-25?

17.5-25

Bei klassischen OTR-Größen kennzeichnet die Schreibweise mit Bindestrich eine Diagonalbauweise.

17.5R25

Radialreifen.

17.5-25

Diagonalreifen.

Ein einzelner Buchstabe verändert damit die komplette Reifenkonstruktion

17.5R25 und 17.5-25 gehören zur gleichen nominellen Größenfamilie, sind aber konstruktiv nicht derselbe Reifen.

Radial und diagonal nicht nur wegen der Größe austauschen

Wenn auf einer Maschine beispielsweise 17.5-25 montiert ist, sollte nicht allein wegen der ähnlichen Größenbezeichnung automatisch auf 17.5R25 umgestellt werden.

Vorher gehören unter anderem geprüft:

  • Felgenfreigabe
  • Felgenbreite
  • Tragfähigkeit
  • Reifenfülldruck
  • Außendurchmesser
  • Gesamtbreite
  • Abrollumfang
  • Maschinenhersteller-Vorgaben
  • Einsatzbedingungen
Gleiche Grundgröße bedeutet nicht automatisch Austauschbarkeit

Radial- und Diagonalreifen können innerhalb derselben nominellen Größe unterschiedliche technische Eigenschaften besitzen.

Was bedeutet die 25 bei 23.5R25?

23.5R25

Die Zahl 25 bezeichnet den nominellen Felgendurchmesser in Zoll.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jede 25-Zoll-Felge für jeden Reifen mit „25“ am Ende geeignet ist.

Felgendurchmesser ist nicht Felgenfreigabe

Zusätzlich zum Durchmesser müssen Felgenbreite, Kontur, Tragfähigkeit und die vorgesehene Reifen-Felgen-Kombination passen.

Warum 17.5R25 und 23.5R25 nicht auf dieselbe Felge gehören

Beide Reifen besitzen zwar einen nominellen Felgendurchmesser von 25 Zoll. Ihre Reifenbreite und die benötigte Felgenbreite unterscheiden sich jedoch erheblich.

Gleicher Durchmesser

Beide gehören zur 25-Zoll-Felgendurchmesserfamilie.

Andere Felgenbreite

Die erforderliche beziehungsweise freigegebene Felgenbreite richtet sich nach der jeweiligen Reifengröße.

Die letzte Zahl alleine reicht niemals zur Felgenauswahl

Das gilt sowohl bei der Reifenbestellung als auch bei einer geplanten Umrüstung.

Typische klassische Größen bei Radladerreifen

17.5R25

Radiale klassische OTR-Zollgröße für 25-Zoll-Felgen.

20.5R25

Breitere radiale OTR-Größe mit 25-Zoll-Felgendurchmesser.

23.5R25

Noch größere klassische Radialgröße der 25-Zoll-Familie.

26.5R25

Große Radialausführung mit entsprechend höherem Bauraum- und Felgenbedarf.

Die Zahlenreihe darf nicht als einfache Leistungsstufe gelesen werden

Größere Reifen können für größere Maschinen und Lasten ausgelegt sein, aber die konkrete Tragfähigkeit ergibt sich aus der tatsächlichen technischen Reifenausführung.

Warum bei diesen Zollgrößen keine zweite Zahl wie beim Pkw steht

Bei einem modernen Pkw-Reifen wie 225/45 R17 beschreibt die zweite Zahl nach dem Schrägstrich das Verhältnis von Flankenhöhe zu Reifenbreite.

Bei klassischen OTR-Zollgrößen wie:

  • 17.5R25
  • 20.5R25
  • 23.5R25
  • 26.5R25

ist eine solche Verhältniszahl in dieser Schreibweise nicht ausdrücklich angegeben.

Deshalb nicht versuchen, eine fehlende Querschnittszahl hineinzuinterpretieren

Für tatsächliche Außendurchmesser, Gesamtbreite und statischen Halbmesser sollten die technischen Daten des konkreten Reifenmodells verwendet werden.

Beispiel: Was bedeutet 14.00-24?

14.00-24

14.00

Nominelle Breitenangabe innerhalb dieses klassischen Zoll-Größensystems.

-

Die Schreibweise kennzeichnet eine Diagonalkonstruktion.

24

Nomineller Felgendurchmesser in Zoll.

Solche Größen findet man unter anderem bei älteren beziehungsweise klassischen Baumaschinen-, Grader- und anderen Nutzfahrzeuganwendungen.

14.00-24 ist nicht mit 14.00R24 identisch

Das R würde eine Radialkonstruktion kennzeichnen. Auch wenn Breiten- und Felgendurchmesserangabe gleich aussehen, handelt es sich konstruktiv um unterschiedliche Reifentypen.

Warum manche Größen 14.00 und andere 17.5 geschrieben werden

Bei klassischen Zollbezeichnungen begegnen einem unterschiedliche Schreibweisen wie:

  • 14.00-24
  • 16.00R25
  • 17.5R25
  • 20.5R25

Diese Schreibweisen stammen aus unterschiedlichen etablierten Größenfamilien innerhalb des Nutzfahrzeug- und OTR-Bereichs.

Die Anzahl der Nachkommastellen ist kein Qualitätsmerkmal

Sie gehört zur jeweiligen Größenbezeichnung und sollte exakt übernommen werden, wenn ein konkreter Reifen gesucht oder bestellt wird.

Auch metrische OTR-Größen gibt es

Neben den klassischen zollbasierten Größen werden moderne OTR-Reifen auch mit metrisch aufgebauten Größenkennzeichnungen angeboten.

Ein Beispiel für die Struktur ist:

650/65R25

650

Nominelle Reifenbreite in Millimetern.

65

Nominelles Verhältnis der Flankenhöhe zur Reifenbreite in Prozent.

R

Radialbauweise.

25

Nomineller Felgendurchmesser in Zoll.

Hier ähnelt die Logik stärker einer Pkw-Größenbezeichnung

Breite und Querschnittsverhältnis sind ausdrücklich angegeben, während der Felgendurchmesser weiterhin in Zoll bezeichnet wird.

Zollgröße und metrische Größe nicht eigenständig umrechnen

Es kann Größen geben, die sich hinsichtlich ihrer tatsächlichen Abmessungen ähnlich sind. Daraus sollte aber keine automatische Umrüstbarkeit abgeleitet werden.

Für eine mögliche Umrüstung gehören mindestens geprüft:

  • Gesamtbreite
  • Außendurchmesser
  • Abrollumfang
  • statischer Halbmesser
  • Felgenbreite
  • Tragfähigkeit
  • Betriebsdruck
  • Freigängigkeit
  • Maschinenfreigabe
Eine rechnerisch ähnliche Größe ist noch keine technisch freigegebene Alternative

Gerade bei angetriebenen Achsen kann der tatsächliche Abrollumfang entscheidend sein.

Warum der Außendurchmesser wichtig ist

Der Außendurchmesser bestimmt unter anderem die tatsächliche Höhe der Rad-Reifen-Einheit.

Er beeinflusst:

Freigängigkeit

Der Reifen darf nicht an Maschinenbauteilen anstehen.

Bodenfreiheit

Ein anderer Radius verändert die Fahrzeughöhe an der betreffenden Achse.

Abrollumfang

Ein größerer Außendurchmesser führt grundsätzlich auch zu einem anderen Weg pro Radumdrehung.

Außendurchmesser steht nicht vollständig in der Größenbezeichnung

Für genaue Werte gehört deshalb das technische Datenblatt des konkreten Reifenmodells zur Prüfung.

Warum die tatsächliche Reifenbreite wichtig ist

Besonders bei einer Umrüstung auf eine breitere Reifenausführung kann der seitliche Bauraum entscheidend werden.

Geprüft werden müssen beispielsweise Abstände zu:

  • Fahrwerksteilen
  • Achskomponenten
  • Kotflügeln beziehungsweise Abdeckungen
  • Karosserie- oder Maschinenbauteilen
  • anderen Reifen bei Doppelbereifung
Nominelle Breite und tatsächliche Gesamtbreite unterscheiden

Für eine Freigängigkeitsprüfung sollte die technische Gesamtbreite des konkreten Reifens verwendet werden.

Was ist der statische Halbmesser?

In technischen OTR-Datenblättern findet man häufig zusätzlich den sogenannten statischen belasteten Halbmesser.

Er beschreibt vereinfacht den Abstand zwischen Radmitte und Boden bei einem definiert belasteten Reifen.

Ein belasteter Reifen ist unten nicht vollkommen rund

Durch Last und Betriebsdruck bildet sich eine Aufstandsfläche. Deshalb ist der statische belastete Radius nicht einfach nur die Hälfte des unbelasteten Außendurchmessers.

Warum der Abrollumfang bei Allradmaschinen wichtig ist

Bei Maschinen mit mehreren angetriebenen Achsen kann der tatsächliche Abrollumfang der Reifen technisch wichtig sein.

Unterschiede können entstehen durch:

  • unterschiedliche Reifengrößen
  • verschiedene Herstellerkonstruktionen
  • unterschiedliche Profiltiefen
  • Radial- und Diagonalausführungen
  • unterschiedlichen Verschleiß
Die nominelle Größenangabe allein garantiert keinen identischen Abrollumfang

Bei entsprechenden Maschinen müssen die Vorgaben des Maschinenherstellers zu zulässigen Reifenkombinationen und Umfangsunterschieden beachtet werden.

Warum neue und abgefahrene Reifen derselben Größe unterschiedlich groß sein können

Ein neuer L4- oder L5-Reifen besitzt erheblich mehr Profilgummi als derselbe Reifen im stark verschlissenen Zustand.

Mit dem Profilabrieb verändert sich zwangsläufig auch der Außendurchmesser.

Neuer Reifen

Volle Profiltiefe und entsprechend größerer Außendurchmesser.

Abgefahrener Reifen

Weniger Profilgummi und kleinerer tatsächlicher Außendurchmesser.

Gleiche Seitenwandbeschriftung bedeutet nicht automatisch gleicher aktueller Umfang

Das wird besonders wichtig, wenn neue und deutlich abgefahrene Reifen gemeinsam auf angetriebenen Achsen verwendet werden sollen.

Warum die Felgenbreite zur Reifengröße passen muss

Für eine OTR-Reifengröße gibt der Reifenhersteller geeignete beziehungsweise freigegebene Felgenabmessungen an.

Die Felgenbreite beeinflusst, wie sich der Reifen nach der Montage formt.

Zu schmal

Kann die vorgesehene Reifenform verändern und ist ohne Freigabe nicht einfach zulässig.

Passend

Der Reifen arbeitet innerhalb der vorgesehenen geometrischen Auslegung.

Zu breit

Kann ebenfalls Form und Belastungsverteilung verändern und benötigt eine entsprechende Freigabe.

25 Zoll beschreibt nur den Durchmesser – nicht die Felgenbreite

Die vollständige Felgenbezeichnung gehört deshalb bei der Reifenprüfung dazu.

Reifengröße und Profilklasse sind getrennte Angaben

Eine Größe wie 23.5R25 sagt noch nicht, für welchen konkreten Untergrund der Reifen optimiert wurde.

23.5R25

Beschreibt die grundlegende Reifengröße und Radialbauweise.

L3 / L4 / L5

Beschreibt innerhalb der Loader-Kategorie Profilcharakter und relative Profiltiefe.

Die vollständige Beschreibung könnte deshalb beispielsweise Größe + Bauart + Profilklasse umfassen

Erst gemeinsam entsteht ein deutlich besseres Bild davon, was für ein Reifen tatsächlich vorliegt.

Auch Tragfähigkeit steht nicht vollständig in der Grundgröße

Zwei Reifen mit der Größe 23.5R25 können unterschiedliche Last- und Druckauslegungen besitzen.

Zusätzliche Angaben können beispielsweise sein:

  • Star Rating bei entsprechenden Radialreifen
  • PR beziehungsweise Ply Rating bei entsprechenden Diagonalreifen
  • Last-Druck-Zuordnungen des Herstellers
  • zulässige Betriebsarten
23.5R25 allein ist keine vollständige Tragfähigkeitsangabe

Für die Maschinenzuordnung müssen die technischen Daten der konkreten Reifenausführung verwendet werden.

TT oder TL gehört ebenfalls zur vollständigen Reifenbestimmung

TT

Tube Type – für ein entsprechendes System mit Schlauch vorgesehen.

TL

Tubeless – für schlauchlosen Betrieb auf einer geeigneten Felge vorgesehen.

Die Größenangabe allein zeigt die Systemausführung nicht in jedem Fall vollständig

Deshalb sollte beim Kauf immer die genaue Produktbeschreibung beziehungsweise Herstellerangabe geprüft werden.

Welche Angaben sollte man bei einer Reifenanfrage vollständig nennen?

1. Reifengröße

Zum Beispiel 20.5R25 oder 14.00-24 exakt ablesen.

2. Bauart

Radial oder diagonal nicht übersehen.

3. Profil

Hersteller und Profilbezeichnung notieren.

4. Profilklasse

Beispielsweise L3, L4 oder L5, sofern angegeben.

5. Tragfähigkeit

Star Rating, PR oder weitere technische Kennzeichnungen berücksichtigen.

6. TT / TL

Schlauch- oder Tubeless-Ausführung feststellen.

7. Maschine

Hersteller, Typ und gegebenenfalls Einsatz nennen.

8. Felge

Bei Umrüstungen oder Unklarheiten auch die Felgenausführung bestimmen.

Warum die alte Reifenbeschriftung beim Ersatz besonders hilfreich ist

Wenn die vorhandene Bereifung grundsätzlich zur Maschine passt, liefert die komplette Seitenwandbeschriftung viele wichtige Informationen.

Deshalb sollte nicht nur die größte Größenangabe abgelesen werden.

Am besten die gesamte Reifenflanke dokumentieren

Fotos von Größe, Hersteller, Profil, TT/TL, Star Rating beziehungsweise PR und weiteren Kennzeichnungen können helfen, die vorhandene Reifenausführung eindeutig zu bestimmen.

Warum bei einer Umrüstung technische Daten wichtiger sind als der optische Eindruck

Zwei Reifen können nebeneinander nahezu gleich groß aussehen und technisch trotzdem unterschiedliche Abmessungen besitzen.

Wichtig sind deshalb Herstellerdaten wie:

  • Overall Width / Gesamtbreite
  • Overall Diameter / Außendurchmesser
  • Static Loaded Radius / statischer belasteter Radius
  • zulässige Felgen
  • Tragfähigkeit
  • Last-Druck-Tabelle
  • Abrollwerte
Bei einer Baumaschine zählt nicht „sieht passend aus“

Freigängigkeit, Tragfähigkeit und Antriebsverhältnisse müssen technisch passen.

Typische Irrtümer bei Bagger- und Radlader-Reifengrößen

Behauptung Richtige Einordnung
„17.5R25 ist exakt 17,5 Zoll breit.“ Die erste Zahl ist eine nominelle Größenangabe. Die tatsächliche Gesamtbreite steht im technischen Datenblatt.
„17.5R25 und 17.5-25 sind dasselbe.“ Nein. R kennzeichnet Radialbauweise, der Bindestrich die klassische Diagonalbauweise.
„Wenn beide Reifen auf 25 Zoll enden, passen sie auf dieselbe Felge.“ Nein. Auch Felgenbreite und Felgenkontur müssen zur jeweiligen Reifengröße passen.
„23.5R25 sagt auch die Profilklasse aus.“ Nein. L3, L4, L5 oder andere Einsatzklassifizierungen sind separate Angaben.
„Gleiche Größe bedeutet gleiche Tragfähigkeit.“ Nein. Star Rating, PR, Bauart und konkrete Last-Druck-Auslegung können sich unterscheiden.
„Gleiche Größe bedeutet gleicher Außendurchmesser.“ Nicht zwingend exakt. Hersteller, Profil und technische Konstruktion können Maßunterschiede verursachen.
„Ein neuer und ein stark abgefahrener 23.5R25 haben denselben Abrollumfang.“ Nicht exakt. Durch Profilverschleiß reduziert sich der tatsächliche Außendurchmesser.
„Eine ähnlich große metrische Größe kann einfach montiert werden.“ Nein. Eine Umrüstung benötigt eine technische Prüfung der kompletten Rad-Reifen-Kombination.

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Häufige Fragen zu Bagger- und Radlader-Reifengrößen

Was bedeutet 17.5R25?

17.5 ist die nominelle Breitenangabe innerhalb des klassischen Zoll-Größensystems, R kennzeichnet die Radialbauweise und 25 den nominellen Felgendurchmesser in Zoll.

Was ist der Unterschied zwischen 17.5R25 und 17.5-25?

17.5R25 ist ein Radialreifen. 17.5-25 bezeichnet eine entsprechende klassische Diagonalausführung. Trotz ähnlicher Grundgröße unterscheiden sich die Karkassenbauarten.

Was bedeutet 14.00-24?

14.00 ist die nominelle Breitenangabe der klassischen Zollgröße, der Bindestrich kennzeichnet die Diagonalbauweise und 24 den nominellen Felgendurchmesser.

Warum steht bei 20.5R25 keine Querschnittszahl?

Die klassische OTR-Zollgrößenbezeichnung enthält kein ausdrücklich angegebenes Querschnittsverhältnis wie beispielsweise ein moderner Pkw-Reifen. Die tatsächlichen Reifenmaße müssen deshalb aus den technischen Daten entnommen werden.

Kann ein 17.5R25 auf jede 25-Zoll-Felge montiert werden?

Nein. Neben dem Felgendurchmesser müssen insbesondere Felgenbreite, Felgenkontur und Herstellerfreigabe zur Reifengröße passen.

Haben alle 23.5R25-Reifen denselben Außendurchmesser?

Die Reifen gehören zur gleichen nominellen Größenfamilie, die tatsächlichen technischen Maße können sich jedoch je nach Hersteller, Profil und Konstruktion unterscheiden.

Sagt die Größe auch etwas über L3, L4 oder L5 aus?

Nein. Die Größenbezeichnung und die OTR-Profilklasse sind unterschiedliche Angaben. Ein Reifen derselben Größe kann in verschiedenen Profil- und Einsatzklassen angeboten werden.

Reicht die alte Reifengröße für die Bestellung?

Nicht immer. Gerade bei Baumaschinenreifen sollten zusätzlich Bauart, Profil, Profilklasse, Tragfähigkeitsausführung, TT/TL sowie Maschinen- und Felgendaten berücksichtigt werden.

Technischer Hinweis

Diese FT Wissenswelt erklärt die grundlegende Lesart typischer Bagger-, Radlader- und OTR-Reifengrößen. Nominelle Größenangaben ersetzen keine technische Prüfung der tatsächlichen Reifenmaße. Für eine konkrete Montage oder Umrüstung müssen unter anderem Gesamtbreite, Außendurchmesser, Felgenfreigabe, Tragfähigkeit, Reifenfülldruck, Abrollumfang und die Vorgaben von Reifen- und Maschinenhersteller berücksichtigt werden.

17.5R25, 20.5R25 oder 14.00-24? Die Größe verrät viel – aber noch nicht alles

Die erste Zahl beschreibt die nominelle Größenbreite, R beziehungsweise der Bindestrich helfen bei der Einordnung der Bauart und die letzte Zahl bezeichnet den Felgendurchmesser.

Für die richtige Reifenwahl reicht diese Grundinformation jedoch nicht aus. Felgenbreite, tatsächliche Abmessungen, Tragfähigkeit, Profilklasse, TT/TL-Ausführung und Maschineneinsatz gehören ebenfalls zur vollständigen Beurteilung.

Gerade bei Baumaschinenreifen gilt deshalb: Nicht nur die große Zahl auf der Seitenwand lesen – sondern die komplette Reifenausführung bestimmen.

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