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Räder richtig reinigen, pflegen und einlagern

FT Praxiswelt – Räderpflege und Einlagerung

Felgen nach dem Winter richtig kontrollieren

Winterräder sind über Monate Bremsstaub, Nässe, Streusalz, Frost, Schlaglöchern und starken Temperaturschwankungen ausgesetzt. Nach dem Radwechsel sollten die demontierten Räder deshalb nicht ungeprüft und verschmutzt in der Garage oder im Keller verschwinden.

Der wichtigste Ablauf lautet: zuerst gründlich reinigen, vollständig trocknen und erst danach Felgen und Reifen sorgfältig auf Schäden untersuchen. Auf einer sauberen Oberfläche lassen sich Steinschläge, Korrosion, Risse, Lackabplatzungen und Beschädigungen wesentlich besser erkennen.

Winterräder niemals verschmutzt einlagern

Bremsstaub, Streusalz, Straßenschmutz und Feuchtigkeit können auch während der Lagerung weiter auf Felgen, Ventile und Reifen einwirken. Besonders Salzreste fördern an beschädigten Lackstellen und offenen Metallflächen Korrosion.

Winterräder deshalb vor der Einlagerung gründlich reinigen, vollständig trocknen und anschließend von außen und innen kontrollieren. Erst wenn Schäden erkannt und beurteilt wurden, sollten die Räder eingelagert werden.

FT-Reifen Praxiswissen

Schäden werden auf einer sauberen Felge deutlich früher sichtbar. Bremsstaub und Schmutz verdecken häufig kleine Steinschläge, feine Risse, beginnende Korrosion oder Lackabplatzungen. Wer die Räder sauber einlagert, kann Probleme vor der nächsten Wintersaison rechtzeitig beheben.

Warum die Kontrolle nach dem Winter wichtig ist

Winterbetrieb belastet Felgen und Reifen stärker als viele Sommerfahrten. Streusalz bindet Feuchtigkeit, Bremsstaub lagert sich in Verbindung mit Straßenschmutz fest an und Schlaglöcher können Reifen, Felgenhorn oder Felgenbett beschädigen.

Viele Schäden entstehen zunächst unauffällig. Kleine Beschädigungen der Beschichtung können sich während der Lagerung durch Feuchtigkeit weiterentwickeln. Ein eingefahrener Fremdkörper kann im Reifen verbleiben, ein Ventil kann porös werden und ein verlorenes Auswuchtgewicht bleibt ohne Kontrolle möglicherweise unbemerkt.

Eine gründliche Prüfung direkt nach der Demontage schafft Planungssicherheit. Reparaturen, neue Reifen oder Ersatzfelgen können dann rechtzeitig vor der nächsten Wintersaison organisiert werden.

Die richtige Reihenfolge

  1. Position jedes Rades am Fahrzeug markieren.
  2. Groben Schmutz und Streusalz abspülen.
  3. Felgen außen, innen und im Felgenbett reinigen.
  4. Reifenflanken und Profilrillen säubern.
  5. Räder vollständig trocknen lassen.
  6. Felgen und Reifen bei gutem Licht untersuchen.
  7. Profiltiefe, Luftdruck und Reifenalter dokumentieren.
  8. Kleine Schäden schützen oder fachkundig beurteilen lassen.
  9. Räder trocken, kühl und lichtgeschützt einlagern.

Vor der Reinigung: Radposition markieren

Vor der Reinigung empfiehlt es sich, die bisherige Fahrzeugposition mit Kreide, Reifenmarker oder einem Anhänger zu kennzeichnen, beispielsweise vorne links, vorne rechts, hinten links und hinten rechts.

Die Markierung hilft später dabei, Verschleißbilder zuzuordnen. Unterschiedliche Profiltiefen oder einseitiger Abrieb können Hinweise auf Achsgeometrie, Luftdruck, Fahrwerk oder die bisherige Radposition geben.

Ob und wie die Räder bei der nächsten Montage achsweise getauscht werden dürfen, hängt von Laufrichtung, Reifentyp, Mischbereifung und Fahrzeugvorgaben ab.

Winterräder vor der Kontrolle richtig reinigen

  • Räder vollständig abkühlen lassen.
  • Im Schatten oder in einer gut belüfteten Halle arbeiten.
  • Groben Schmutz zunächst mit Wasser lösen.
  • Einen zur Felgenoberfläche passenden Reiniger verwenden.
  • Reiniger nicht antrocknen lassen.
  • Weiche Bürsten und Mikrofasertücher einsetzen.
  • Speichenzwischenräume und Felgenbett reinigen.
  • Reifenflanken und Profilrillen mit Wasser säubern.
  • Felgen gründlich abspülen.
  • Räder vollständig trocknen lassen.

Stark säurehaltige oder stark alkalische Reiniger können Felgenbeschichtungen angreifen. Matte, polierte, glanzgedrehte, verchromte oder pulverbeschichtete Felgen benötigen geeignete Pflegeprodukte.

Felgeninnenseite nicht vergessen

Auf der Innenseite der Felge sammeln sich besonders viel Bremsstaub, Streusalz und Straßenschmutz. Dieser Bereich wird bei der normalen Fahrzeugwäsche häufig kaum erreicht.

Gerade an der Innenseite entstehen deshalb erste Korrosionsstellen, Beschädigungen an der Beschichtung oder Ablagerungen rund um Auswuchtgewichte. Die Außenseite kann dabei noch nahezu einwandfrei aussehen.

Wichtiger Werkstattblick

Felgenbett, Speichenrückseiten, Ventilbereich und die Bereiche um Klebegewichte immer sorgfältig reinigen und kontrollieren. Dort bleiben Salz und Feuchtigkeit besonders lange haften.

Felgen nach der Reinigung Schritt für Schritt prüfen

1. Felgenhorn kontrollieren

Das äußere und innere Felgenhorn auf Bordsteinschäden, Kerben, Verformungen, Materialabtrag und Risse untersuchen. Beschädigungen am Felgenhorn können den Reifensitz und die Dichtheit beeinflussen.

2. Felgenbett untersuchen

Im inneren Felgenbett auf Risse, Korrosion, Verformungen und Beschädigungen der Beschichtung achten. Besonders Bereiche nahe dem Reifenwulst und den Auswuchtgewichten sorgfältig prüfen.

3. Speichen kontrollieren

Speichen, Übergänge und die Rückseiten auf Risse, Steinschläge, Abplatzungen oder auffällige Verfärbungen untersuchen.

4. Lack und Beschichtung prüfen

Auf Kratzer, Steinschläge, Klarlackablösungen, Blasenbildung, Unterwanderungen und matte oder verfärbte Stellen achten.

5. Korrosion erkennen

Weißliche Ablagerungen an Aluminiumfelgen oder rötliche Roststellen an Stahlfelgen können auf Korrosion hinweisen. Blasen unter der Beschichtung deuten häufig auf eine Unterwanderung hin.

6. Radschraubenbereiche ansehen

Radschraubensitze, Bohrungen und angrenzende Bereiche auf Korrosion, Risse und Beschädigungen kontrollieren. Diese Flächen nicht mit Lack, Fett oder Versiegelung überdecken.

7. Ventilbereich kontrollieren

Rund um das Ventilloch auf Korrosion, Risse, Lackabplatzungen und Undichtigkeiten achten.

8. Auswuchtgewichte prüfen

Kontrollieren, ob Klebe- oder Schlaggewichte locker sind, fehlen oder Korrosion im Befestigungsbereich entstanden ist.

9. Nabenanlage prüfen

Die Anlagefläche auf Korrosion, Schmutz und Beschädigungen untersuchen. Sie muss bei der späteren Montage sauber, eben und frei von Lack- oder Versiegelungsresten sein.

Kleine Lackschäden frühzeitig schützen

Kleine oberflächliche Steinschläge oder Lackabplatzungen können nach gründlicher Reinigung und vollständiger Trocknung vorsichtig mit einem passenden Lackstift geschützt werden.

Ziel ist nicht die optisch perfekte Reparatur. Entscheidend ist, blankes Aluminium oder Stahl gegen Feuchtigkeit und Streusalz abzuschirmen und eine weitere Korrosion unter der Beschichtung möglichst zu verhindern.

  • Nur kleine oberflächliche Schäden selbst ausbessern.
  • Schadstelle sauber, trocken und fettfrei vorbereiten.
  • Lose Beschichtungsreste nicht einfach überlackieren.
  • Lack dünn und gezielt auftragen.
  • Trocken- und Aushärtezeit beachten.
  • Große Abplatzungen und Unterwanderungen fachkundig prüfen lassen.

Wann ein Lackstift nicht ausreicht

Ein Lackstift repariert keine Risse, Verformungen oder tiefe Korrosion. Er darf nicht verwendet werden, um sicherheitsrelevante Schäden optisch zu verdecken.

  • großflächige Beschichtungsablösung
  • Korrosion unter dem Lack oder der Pulverbeschichtung
  • Risse an Speichen, Felgenhorn oder Felgenbett
  • starke Kerben oder Materialabtrag
  • sichtbare Verformung
  • Höhen- oder Seitenschlag
  • dauerhafter Luftverlust
  • starke Bordsteinschäden

Solche Schäden müssen durch einen qualifizierten Fachbetrieb beurteilt werden. Je nach Schaden ist eine professionelle Aufbereitung nicht zulässig oder wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Stahlfelgen nach dem Winter kontrollieren

Stahlfelgen sind im Winter robust, können aber an Steinschlägen, Kanten, Radschraubenbereichen und unter Radblenden rosten. Oberflächlicher Rost sollte früh erkannt und fachgerecht behandelt werden.

  • Felgenhorn auf Verformungen prüfen.
  • Schweißnähte und Scheibenbereich kontrollieren.
  • Rost an Radschraubenlöchern untersuchen.
  • Bereiche unter Radblenden reinigen.
  • Beschichtung auf Abplatzungen prüfen.
  • Ventilloch und Reifenwulstbereich kontrollieren.

Tiefe Korrosion, starke Materialschwächung oder Verformungen sind keine rein optischen Mängel und müssen fachkundig beurteilt werden.

Alufelgen nach dem Winter kontrollieren

Bei Alufelgen entstehen Korrosionsschäden häufig unter beschädigtem Klarlack oder einer beschädigten Pulverbeschichtung. Typische Hinweise sind weißliche Ablagerungen, Blasen, angehobene Beschichtungsränder und zunehmende Abplatzungen.

Besonders kritisch sind Beschädigungen am inneren Felgenhorn, am Reifenwulstsitz und an der Nabenanlage. Dort können Korrosion und Unebenheiten später Luftverlust oder Montageprobleme verursachen.

Reifen nach dem Winter gründlich prüfen

Profilfläche kontrollieren

Profilblöcke auf Schnitte, Risse, Ausbrüche, Fremdkörper und ungleichmäßigen Abrieb untersuchen. Kleine Steine können entfernt werden, eingefahrene Schrauben oder Nägel dürfen nicht unüberlegt herausgezogen werden.

Reifenflanken prüfen

Auf Schnitte, Risse, Scheuerstellen, Beulen und Quetschungen achten. Eine Beule kann auf einen beschädigten Reifenunterbau hinweisen und muss fachkundig geprüft werden.

Reifenschulter ansehen

Die Übergänge zwischen Lauffläche und Seitenwand auf Risse, Ausbrüche und einseitigen Verschleiß untersuchen.

Innenseite nicht vergessen

Die innere Reifenflanke ist am montierten Fahrzeug schlecht sichtbar. Nach der Demontage lässt sie sich auf Schnitte, Scheuerstellen und Schäden kontrollieren.

Fremdkörper prüfen

Nägel, Schrauben, Metallteile und tiefe Steineinschlüsse können einen schleichenden Luftverlust verursachen. Den Gegenstand nicht entfernen, bevor der Reifen fachkundig geprüft wurde.

Beulen, tiefe Schnitte und freiliegendes Gewebe

Reifen mit Beulen, tiefen Schnitten, freiliegendem Gewebe oder sichtbarer Karkasse dürfen nicht einfach wieder eingelagert und später weiterverwendet werden.

Solche Schäden können die tragende Reifenstruktur betreffen. Der Reifen muss vor einer weiteren Nutzung fachkundig beurteilt und gegebenenfalls ersetzt werden.

Profiltiefe messen und dokumentieren

Die Profiltiefe an mehreren Stellen über die Reifenbreite messen. Nur eine Messung in der Reifenmitte reicht nicht aus, da ungleichmäßiger Verschleiß sonst übersehen werden kann.

  • innen, mittig und außen messen
  • mehrere Stellen rund um den Reifen prüfen
  • niedrigsten gemessenen Wert dokumentieren
  • Reifen einer Achse miteinander vergleichen
  • auffällige Unterschiede fachkundig beurteilen lassen

Die gesetzliche Mindestprofiltiefe ist nicht automatisch eine Empfehlung für einen weiteren sicheren Wintereinsatz. Winterreifen verlieren mit abnehmender Profiltiefe an Reserven bei Schnee, Nässe und Schneematsch.

Ungleichmäßigen Reifenverschleiß erkennen

Stärkerer Abrieb in der Mitte

Kann auf dauerhaft zu hohen Reifendruck oder fahrzeugspezifische Belastungen hinweisen.

Stärkerer Abrieb an beiden Schultern

Kann durch zu niedrigen Reifendruck, hohe Belastung oder starke Kurvenbeanspruchung entstehen.

Einseitiger Abrieb

Kann auf Achsgeometrie, Spur, Sturz oder verschlissene Fahrwerksteile hinweisen.

Unregelmäßige Auswaschungen

Können mit Stoßdämpfern, Unwucht, Radlagern oder Fahrwerksproblemen zusammenhängen.

Sägezahnbildung ertasten

Bei einer Sägezahnbildung sind die Profilblöcke in einer Laufrichtung stärker abgenutzt als in der anderen. Die Lauffläche fühlt sich beim Darüberstreichen in eine Richtung glatt und in der Gegenrichtung deutlich kantiger an.

Mögliche Folgen sind zunehmende Abrollgeräusche und Vibrationen. Ursachen können Reifenkonstruktion, Achsgeometrie, Fahrwerk, Radposition, Luftdruck und Fahrweise sein.

DOT und Reifenalter kontrollieren

Die DOT-Kennzeichnung gibt unter anderem die Produktionswoche und das Produktionsjahr an. Die letzten vier Ziffern stehen beispielsweise bei „2322“ für die 23. Kalenderwoche des Jahres 2022.

Das Alter allein entscheidet nicht über die weitere Verwendbarkeit. Zustand, Lagerung, Beanspruchung, Risse, Verhärtung und Herstellerangaben müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

Bei älteren Reifen sollte die Kontrolle besonders sorgfältig erfolgen. Sichtbare Risse oder starke Verhärtung sind Gründe für eine fachkundige Beurteilung.

Ventile und RDKS prüfen

  • Gummiventile auf Risse und Porosität prüfen.
  • Ventil vorsichtig seitlich bewegen und auf Beschädigungen achten.
  • Ventilkappe auf festen Sitz und vorhandene Dichtung prüfen.
  • Metallventile auf Korrosion untersuchen.
  • RDKS-Ventile und Überwurfmuttern optisch kontrollieren.
  • Keine Gewalt an korrodierten Metallventilen anwenden.
  • Bei Luftverlust Ventil und Sensor fachkundig prüfen lassen.

Ventile altern und werden durch Salz, Feuchtigkeit, Bewegung und Temperaturschwankungen belastet. Ein äußerlich kleiner Schaden kann später zu schleichendem Luftverlust führen.

Auswuchtgewichte kontrollieren

Fehlende, lockere oder verschobene Auswuchtgewichte können später Vibrationen und Lenkradflattern verursachen. Klebegewichte sitzen häufig auf der Innenseite der Felge und werden dort leicht übersehen.

Rückstände oder freie Klebeflächen können darauf hinweisen, dass ein Gewicht verloren gegangen ist. Vor der nächsten Montage sollte das Rad bei Verdacht neu ausgewuchtet werden.

Radschrauben, Radmuttern und Zubehör prüfen

Nach der Demontage sollten auch Radschrauben, Radmuttern, Zentrierringe, Felgenschlösser und Radkappen kontrolliert werden.

  • Gewinde auf Beschädigungen prüfen.
  • Kegel- oder Kugelbund auf Verschleiß untersuchen.
  • Korrosion und starke Verschmutzungen erkennen.
  • Zentrierringe auf Risse und Verformungen prüfen.
  • Felgenschloss und Schlüssel vollständig lagern.
  • Radkappen reinigen und Halteklammern kontrollieren.

Unterschiedliche Felgen benötigen möglicherweise unterschiedliche Radschrauben oder Radmuttern. Befestigungsteile deshalb eindeutig dem jeweiligen Radsatz zuordnen.

Öl-, Fett- oder Bremsflüssigkeitsspuren ernst nehmen

Feuchte, ölige oder fettige Ablagerungen auf der Felgeninnenseite können auf Undichtigkeiten im Bereich von Bremse, Antriebswelle, Radlager oder Stoßdämpfer hinweisen.

Bremsflüssigkeit, Fett und Öl können Beschichtungen, Reifen und Bremswirkung beeinträchtigen. Die Ursache darf nicht nur abgewaschen, sondern muss fachkundig festgestellt werden.

Bremsen und Fahrwerk bei demontiertem Rad ansehen

Beim saisonalen Radwechsel sind Bauteile sichtbar, die sonst hinter dem Rad verborgen bleiben. Eine einfache Sichtkontrolle kann auffällige Schäden früh zeigen.

  • Bremsscheiben auf tiefe Riefen und starke Rostbildung prüfen.
  • Bremsbeläge nur bei ausreichender Fachkenntnis beurteilen.
  • Bremsschläuche auf Risse und Scheuerstellen ansehen.
  • Stoßdämpfer auf Ölspuren kontrollieren.
  • Federn auf Brüche prüfen.
  • Staubmanschetten und Gelenke ansehen.
  • auffällige Undichtigkeiten fachkundig prüfen lassen.

Felgen nach der Kontrolle versiegeln

Eine geeignete Felgenversiegelung kann auf einer intakten, sauberen und vollständig trockenen Oberfläche die spätere Pflege erleichtern. Die Oberfläche wird glatter, sodass Bremsstaub weniger schnell fest haftet und sich häufig leichter entfernen lässt.

Die Versiegelung darf nur zur jeweiligen Oberfläche passen. Matte, polierte, glanzgedrehte, verchromte, lackierte und pulverbeschichtete Felgen benötigen unterschiedliche Produkte.

Eine Versiegelung repariert keine Kratzer, Korrosion, Lackabplatzungen oder Risse. Schäden müssen vorher behandelt oder fachkundig geprüft werden.

Winterräder richtig einlagern

  • Räder nur sauber und vollständig trocken einlagern.
  • Reifen und Felgen auf Schäden kontrollieren.
  • Profiltiefe und Radposition dokumentieren.
  • Luftdruck nach Hersteller- oder Lagerungsempfehlung prüfen.
  • Ventilkappen montieren.
  • Räder kühl, trocken und lichtgeschützt lagern.
  • Kontakt mit Öl, Kraftstoff und Lösungsmitteln vermeiden.
  • Kompletträder liegend stapeln oder auf einem Felgenbaum lagern.
  • Reifen ohne Felge aufrecht lagern und gelegentlich drehen.
  • Keine schweren Gegenstände auf Reifen oder Räder stellen.

Keine feuchten Räder in geschlossene Säcke packen

Feuchtigkeit kann in geschlossenen Reifensäcken oder Folienbeuteln eingeschlossen werden. Dadurch bleiben Metallflächen, Beschichtungen und Ventile über lange Zeit feucht.

Räder deshalb erst vollständig trocknen lassen. Beutel dienen anschließend vor allem dem Schutz vor Staub und Schmutz, nicht dem Trocknen der Räder.

Was vor der nächsten Wintersaison erledigt werden sollte

  • beschädigte Reifen ersetzen
  • Felgen fachkundig prüfen oder ersetzen
  • kleine Lackschäden schützen
  • korrodierte Ventile erneuern
  • RDKS-Sensoren kontrollieren
  • fehlende Auswuchtgewichte prüfen lassen
  • Räder bei Vibrationen neu auswuchten
  • auffälligen Reifenverschleiß untersuchen lassen
  • Achse und Fahrwerk bei einseitigem Abrieb prüfen
  • passende Radschrauben vollständig bereitlegen

Die Prüfung direkt nach dem Winter lässt ausreichend Zeit, notwendige Ersatzteile oder neue Winterräder ohne Zeitdruck zu beschaffen.

Diese Schäden müssen fachkundig geprüft werden

  • Risse an Felge oder Reifen
  • sichtbare Felgenverformung
  • Beulen an der Reifenflanke
  • freiliegendes Gewebe oder Karkassenmaterial
  • tiefe Schnitte oder starke Quetschungen
  • großflächige Korrosion
  • Unterwanderung der Felgenbeschichtung
  • dauerhafter oder schleichender Luftverlust
  • starker einseitiger Reifenverschleiß
  • auffällige Vibrationen oder Lenkradflattern
  • fehlende oder lockere Auswuchtgewichte
  • Öl- oder Bremsflüssigkeitsspuren am Rad

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Typische Fehler nach dem Winter

  • Winterräder verschmutzt einlagern
  • Felgen nur außen reinigen
  • Räder feucht in Säcke verpacken
  • Schäden vor der Einlagerung nicht prüfen
  • Steinschläge und Lackabplatzungen ignorieren
  • Korrosion einfach überlackieren
  • eingefahrene Fremdkörper unüberlegt entfernen
  • Beulen und tiefe Schnitte übersehen
  • Profiltiefe nur an einer Stelle messen
  • innere Reifenflanke nicht kontrollieren
  • Radposition nicht markieren
  • Ventile und RDKS nicht prüfen
  • fehlende Auswuchtgewichte ignorieren
  • Radschrauben und Zentrierringe falsch zuordnen
  • Reifen und Felgen bei sichtbaren Schäden weiterverwenden

Checkliste: Winterräder vor der Einlagerung

  • Radposition markieren
  • Felgen außen und innen reinigen
  • Felgenbett gründlich säubern
  • Reifenprofil und Flanken reinigen
  • Räder vollständig trocknen
  • Felgenhorn auf Schäden prüfen
  • Felgenbett und Speichen kontrollieren
  • Lack, Klarlack und Pulverbeschichtung untersuchen
  • Korrosion und Unterwanderung erkennen
  • Radschraubenbereiche prüfen
  • Ventile und RDKS kontrollieren
  • Auswuchtgewichte ansehen
  • Reifen auf Schnitte, Risse und Beulen prüfen
  • Fremdkörper im Profil suchen
  • Profiltiefe an mehreren Stellen messen
  • Verschleißbild dokumentieren
  • DOT und Reifenalter notieren
  • kleine Lackschäden gegen Feuchtigkeit schützen
  • sicherheitsrelevante Schäden fachkundig prüfen lassen
  • Räder trocken, kühl und lichtgeschützt einlagern

Häufige Fragen zur Kontrolle von Winterrädern

Warum müssen Winterräder vor der Einlagerung gereinigt werden?

Bremsstaub, Streusalz und Feuchtigkeit können während der Lagerung auf Felgen, Beschichtungen und Ventile einwirken. Auf sauberen Rädern lassen sich Schäden außerdem wesentlich besser erkennen.

Sollte zuerst kontrolliert oder zuerst gereinigt werden?

Zuerst grob prüfen, dann gründlich reinigen und vollständig trocknen. Die eigentliche detaillierte Schadenskontrolle erfolgt anschließend auf der sauberen Oberfläche.

Muss auch die Innenseite der Felge gereinigt werden?

Ja. Dort sammeln sich besonders viel Bremsstaub, Salz und Schmutz. Erste Korrosionsstellen und Beschichtungsschäden entstehen häufig an der Felgeninnenseite.

Können kleine Lackabplatzungen ausgebessert werden?

Kleine oberflächliche Schäden können nach gründlicher Reinigung und Trocknung mit einem geeigneten Lackstift geschützt werden. Große Abplatzungen, Korrosion, Risse und Verformungen müssen fachkundig geprüft werden.

Wie erkennt man Korrosion an einer Alufelge?

Typische Hinweise sind weißliche Ablagerungen, Blasen unter der Beschichtung, angehobene Lackränder und zunehmende Abplatzungen.

Darf ein Nagel aus dem Reifen gezogen werden?

Nicht vor einer fachkundigen Prüfung. Der Fremdkörper kann die Schadstelle vorübergehend abdichten. Nach dem Entfernen kann der Reifen sofort Luft verlieren.

Wie wird die Profiltiefe richtig gemessen?

An mehreren Stellen rund um den Reifen und jeweils innen, mittig und außen. Maßgeblich ist der niedrigste gemessene Wert.

Was bedeutet eine Beule an der Reifenflanke?

Eine Beule kann auf einen beschädigten Reifenunterbau hinweisen. Der Reifen darf nicht ungeprüft weiterverwendet werden.

Wie sollten Kompletträder gelagert werden?

Kompletträder können liegend gestapelt oder auf einem Felgenbaum gelagert werden. Der Lagerort sollte kühl, trocken, sauber und lichtgeschützt sein.

Warum sollten Schäden sofort nach dem Winter geprüft werden?

Dadurch bleibt genügend Zeit für Reparatur, Ersatz oder Neubeschaffung. Außerdem können sich Korrosion und Beschichtungsunterwanderung während der Lagerung weiter ausbreiten.

Rechtlicher Hinweis

Diese FT Praxiswelt dient der technischen Orientierung und ersetzt keine fachkundige Prüfung. Risse, Verformungen, Beulen, tiefe Schnitte, Korrosion, Luftverlust und andere sicherheitsrelevante Schäden müssen durch einen qualifizierten Fachbetrieb beurteilt werden. Für Reinigung, Einlagerung, Reifendruck, Radbefestigung und weitere Arbeiten sind die Vorgaben der Fahrzeug-, Reifen-, Felgen- und Produkthersteller maßgeblich.

FT Reifen erklärt die Kontrolle nach dem Winter

Winterräder gehören sauber, trocken und sorgfältig geprüft eingelagert. Nur so lassen sich Beschädigungen früh erkennen und Korrosion, Luftverlust oder unangenehme Überraschungen vor der nächsten Wintersaison vermeiden.

FT Reifen verbindet über 35 Jahre Erfahrung im Reifenhandel mit echter Praxis aus Beratung, Montage und technischer Bewertung. Wir verkaufen nicht einfach Reifen. Wir erklären Reifen.