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Profiltiefe bei Ganzjahresreifen richtig beurteilen – Sommer- und Winterreserve

FT Praxiswelt – PKW-Ganzjahresreifen

Profiltiefe bei Ganzjahresreifen richtig beurteilen – Sommer- und Winterreserve gemeinsam betrachten

Ganzjahresreifen werden über alle Jahreszeiten gefahren. Deshalb sollte ihre Profiltiefe nicht nur danach beurteilt werden, ob die gesetzliche Mindestgrenze noch erreicht wird. Entscheidend ist auch, welche Reserven bei Starkregen, Schnee, Schneematsch und den geplanten Fahrten der kommenden Monate noch vorhanden sind.

Ein Reifen kann im Sommer noch unauffällig wirken und zum nächsten Winter bereits deutlich weniger Profilreserve besitzen. Gerade bei Ganzjahresreifen lohnt sich deshalb eine regelmäßige Kontrolle aller vier Reifen über die gesamte Lauffläche.

Ganzjahresreifen brauchen Profilreserven für Sommer und Winter

Sommer

Bei Starkregen und Wasser auf der Fahrbahn muss das Profil ausreichend Wasser verdrängen können.

Winter

Auf Schnee und Schneematsch spielen Profilvolumen, Lamellen und der aktuelle Verschleißzustand eine wichtige Rolle.

Ganzjähriger Verschleiß

Ein Ganzjahresreifen übernimmt die komplette Jahresfahrleistung und sollte deshalb häufiger kontrolliert werden.

FT Praxisgrundsatz

Bei Ganzjahresreifen reicht es nicht, nur die gesetzliche Mindestprofiltiefe zu prüfen. Entscheidend ist, ob für den tatsächlichen Sommer- und Wintereinsatz noch genügend Profilreserve vorhanden ist.

Ganzjahresreifen verschleißen das ganze Jahr

Bei nur einem Reifensatz verteilt sich die Laufleistung nicht auf Sommer- und Winterbereifung.

1. Ein Reifensatz übernimmt alle Jahreszeiten

Der gleiche Ganzjahresreifen wird gefahren im:

  • Frühling
  • Sommer
  • Herbst
  • Winter
Ganzjahresnutzung bedeutet ganzjährigen Abrieb

Deshalb sollte die Profiltiefe nicht nur einmal jährlich, sondern regelmäßig kontrolliert werden.

2. Gesetzliche Mindestprofiltiefe ist nicht gleich optimale Reserve

Für PKW-Reifen gilt in Deutschland eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm.

Für die praktische Beurteilung eines Ganzjahresreifens sollten zusätzlich betrachtet werden:

  • Nässe
  • Starkregen
  • Schnee
  • Schneematsch
  • Winterfahrprofil
  • Restlaufzeit bis zur nächsten Saison
1,6 mm ist eine gesetzliche Untergrenze

Sie sagt nicht aus, dass ein Reifen bei allen Sommer- und Winterbedingungen noch dieselben Reserven wie im Neuzustand besitzt.

3. Vor dem Winter früher kontrollieren

Ein Reifen kann im Spätsommer noch problemlos gefahren werden und im Verlauf der nächsten Monate weiteres Profil verlieren.

Nicht erst beim ersten Schnee messen

Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, den aktuellen Zustand und die erwartete Restlaufleistung bis und durch den Winter zu beurteilen.

Alle vier Reifen richtig messen

Ein einzelner Messwert reicht für eine gute Beurteilung des Reifensatzes nicht aus.

4. Profiltiefe an allen vier Reifen kontrollieren

Vorder- und Hinterachse können unterschiedlich verschleißen.

Einfluss haben beispielsweise:

  • Antrieb
  • Lenkung
  • Bremskräfte
  • Achsgeometrie
  • Fahrzeuggewicht
  • Reifendruck

5. Nicht nur in der Profilmitte messen

Innen

Kann bei Spur-, Sturz- oder Fahrwerksauffälligkeiten deutlich stärker verschleißen.

Mitte

Zeigt einen wichtigen Teil des allgemeinen Abriebbildes.

Außen

Kann durch Fahrprofil, Luftdruck oder Achsgeometrie stärker beansprucht werden.

Der niedrigste relevante Messwert zählt für die Beurteilung

Ein Reifen ist nicht deshalb gleichmäßig gut, weil die Profilmitte noch ausreichend aussieht.

6. Mehrere Stellen über den Umfang prüfen

Auch innerhalb eines einzelnen Reifens kann der Abrieb unterschiedlich sein.

Erste Stelle messen

Innen, Mitte und außen kontrollieren.

Rad weiterdrehen

Weitere Stelle über den Umfang auswählen.

Messung wiederholen

Lokale Auffälligkeiten erkennen.

Niedrigste Werte dokumentieren

Reifen realistisch beurteilen.

Sommerreserve bei Ganzjahresreifen

Auch bei warmem Wetter ist ausreichend Profil wichtig – besonders bei starkem Regen.

7. Profil ist auch im Sommer sicherheitsrelevant

Sommerbetrieb bedeutet nicht ausschließlich trockene Fahrbahn.

Typische Situationen:

  • Starkregen
  • Gewitter
  • Wasseransammlungen
  • Autobahnfahrt bei Nässe

8. Mit abnehmendem Profil sinkt das verfügbare Profilvolumen

Das Profil muss Wasser aus dem Kontaktbereich zwischen Reifen und Fahrbahn verdrängen.

Weniger Profil bedeutet weniger Reserve

Wie stark sich das im konkreten Fall auswirkt, hängt zusätzlich von Reifenmodell, Geschwindigkeit und Fahrbahn ab.

9. Aquaplaning hängt nicht nur von der Profiltiefe ab

Weitere wichtige Einflussgrößen sind:

  • Geschwindigkeit
  • Wassermenge
  • Reifenbreite
  • Reifendruck
  • Fahrbahnzustand
Profiltiefe bleibt trotzdem ein wichtiger Faktor

Ein stark abgefahrener Reifen besitzt weniger Möglichkeiten, große Wassermengen über seine Profilkanäle abzuleiten.

10. Lange Autobahnfahrten mit wenig Restprofil genauer beurteilen

Bei höherer Geschwindigkeit und Starkregen können vorhandene Reserven besonders wichtig werden.

Vor Urlaubsfahrten nicht nur auf die gesetzliche Grenze schauen

Restprofil, Fahrstrecke und zu erwartende Wetterbedingungen sollten gemeinsam beurteilt werden.

Winterreserve bei Ganzjahresreifen

Der gleiche Reifen muss im Winter mit dem Profil auskommen, das nach Frühjahr und Sommer noch vorhanden ist.

11. Schnee benötigt ausreichend Profil

Auf verschneiter Fahrbahn unterstützt das Profil unter anderem:

  • Traktion
  • Bremsen
  • Lenken
  • Seitenführung
  • Aufnahme und Auswurf von Schnee

12. Schneematsch fordert besonders viel Profilvolumen

Der Reifen muss gleichzeitig:

  • Wasser verdrängen
  • Schneematsch aufnehmen
  • Matsch aus dem Profil auswerfen
  • Lenk- und Bremskräfte übertragen
Stark verschlissenes Profil besitzt weniger Reserve

Das gilt unabhängig davon, ob der Reifen weiterhin das Alpine-Symbol trägt.

13. Gesetzliche Mindestprofiltiefe und Winterreserve unterscheiden

Die gesetzliche Mindestgrenze beträgt 1,6 mm. Für den praktischen Wintereinsatz werden häufig deutlich größere Profiltiefen empfohlen.

Bei Ganzjahresreifen besonders wichtig

Der Reifen soll nicht nur rechtlich noch fahrbar sein, sondern auch ausreichend Reserve für das persönliche Winterfahrprofil besitzen.

14. Im Herbst nicht bis zur letzten Reserve planen

Wenn ein Ganzjahresreifen bereits deutlich abgefahren ist, sollten vor dem Winter mehrere Fragen beantwortet werden:

  • Wie viele Kilometer fahre ich noch bis zum Frühjahr?
  • Fahre ich regelmäßig auf Schnee?
  • Nutze ich Bergstrecken?
  • Plane ich einen Skiurlaub?
  • Bin ich häufig früh morgens bei Glätte unterwegs?

Ungleichmäßigen Verschleiß erkennen

Verschleißbilder können wichtige Hinweise liefern, ersetzen aber keine technische Diagnose.

15. Innenseite stärker abgefahren

Mögliche Zusammenhänge:

  • Spureinstellung
  • Sturz
  • Fahrwerk
  • fahrzeugspezifische Achsgeometrie
Von außen leicht zu übersehen

Ein Reifen kann außen noch gut aussehen und innen bereits deutlich weniger Profil besitzen.

16. Außenschultern stärker abgefahren

Mögliche Einflüsse:

  • zu niedriger Reifenfülldruck
  • Fahrstil
  • Kurvenbelastung
  • Achsgeometrie

17. Profilmitte stärker abgefahren

Ein stärkerer Abrieb in der Mitte kann unter anderem mit einem über längere Zeit ungünstig hohen Reifenfülldruck zusammenhängen.

Verschleißbild nur als Hinweis nutzen

Reifen, Fahrzeug, Fahrprofil und Druckwerte sollten gemeinsam betrachtet werden.

18. Beide Schultern stärker abgefahren

Ein stärkerer Abrieb an beiden Außenseiten kann unter anderem auf längerfristig zu niedrigen Luftdruck hinweisen.

Luftdruck kontrollieren und Ursache klären

Nicht nur den Reifen ersetzen, ohne das mögliche Grundproblem zu prüfen.

Vorder- und Hinterachse vergleichen

Ein Ganzjahresreifensatz kann über die Achsen sehr unterschiedlich altern und verschleißen.

19. Vorderreifen können stärker beansprucht werden

Besonders bei Frontantrieb wirken vorne gleichzeitig:

  • Antriebskräfte
  • Lenkkräfte
  • hohe Bremsanteile
Achsen miteinander vergleichen

Ein größerer Unterschied im Restprofil sollte nicht unbemerkt bleiben.

20. Weniger verschlissene Hinterreifen können trotzdem älter oder beschädigt sein

Mehr Profiltiefe bedeutet nicht automatisch besseren Gesamtzustand.

Zusätzlich prüfen:

  • Risse
  • Reifenalter
  • Seitenwand
  • Gummizustand
  • Fremdkörper

21. Achsweises Tauschen nur durchführen, wenn technisch zulässig

Vor einem Positionswechsel berücksichtigen:

  • Laufrichtung
  • asymmetrische Reifen
  • unterschiedliche Vorder- und Hinterachsgrößen
  • Mischbereifung
  • Fahrzeugherstellerangaben
Passendes Praxiswissen

Bei laufrichtungsgebundenen und asymmetrischen Reifen sollte vor einem Positionswechsel die Reifenkennzeichnung geprüft werden.

TWI und Profilmarkierungen richtig verstehen

Markierungen im Reifenprofil helfen bei der Orientierung, ersetzen aber keine vollständige Messung.

22. TWI zeigt die gesetzliche Verschleißgrenze

TWI steht für:

Tread Wear Indicator

Diese Verschleißanzeiger sitzen als kleine Stege in den Profilrillen.

23. TWI ersetzt keine Profiltiefenmessung

Ein TWI zeigt eine wichtige Orientierung, aber nicht die gesamte Profilentwicklung des Reifens.

Besser tatsächlich messen

Gerade bei Ganzjahresreifen ist interessant, wie viel Reserve bereits vor Erreichen der gesetzlichen Verschleißgrenze vorhanden ist.

24. Zusätzliche Winterindikatoren können vorhanden sein

Je nach Reifenhersteller oder Modell können weitere Profilmarkierungen verwendet werden.

Nicht mit der gesetzlichen Mindestprofiltiefe verwechseln

Herstellerspezifische Markierungen können zusätzliche Orientierung geben, ersetzen aber nicht die gesetzlichen Vorgaben.

Profiltiefe richtig messen

Eine saubere Messung ist einfacher und genauer als eine reine Sichtkontrolle.

25. Geeigneten Profiltiefenmesser verwenden

Geeignet sind beispielsweise:

  • mechanische Profiltiefenmesser
  • digitale Profiltiefenmesser
Messgerät gerade ansetzen

Die Messspitze sollte sauber bis zum Grund der Profilrille reichen.

26. Nicht auf dem Verschleißsteg messen

Der TWI liegt erhöht in der Profilrille.

Tatsächlichen Rillengrund verwenden

Nur so lässt sich die vorhandene Profiltiefe sinnvoll bestimmen.

27. Hauptprofilrillen berücksichtigen

Für die gesetzliche Mindestprofiltiefe ist das Hauptprofil relevant.

Mehrere Messpunkte vergleichen

So lassen sich lokale und einseitige Abweichungen besser erkennen.

28. Messwerte dokumentieren

Bei Ganzjahresreifen ist eine einfache Dokumentation besonders praktisch.

Vorderachse

VL und VR getrennt notieren.

Hinterachse

HL und HR getrennt notieren.

Entwicklung über das Jahr beobachten

Wer regelmäßig misst, erkennt schneller, ob ein Reifen oder eine Achse ungewöhnlich stark verschleißt.

Restlaufzeit realistisch einschätzen

Der aktuelle Millimeterwert allein sagt noch nicht, ob der Reifen bis zum nächsten Winter sinnvoll weitergefahren werden kann.

29. Nicht nur fragen: „Wie viel Profil habe ich noch?“

Die wichtigere Frage lautet:

Wie viel Profil werde ich bis zum nächsten Winter oder während des Winters noch verlieren?

Gerade bei hoher Fahrleistung kann sich der Reifen innerhalb weniger Monate deutlich verändern.

30. Jahres- und Restfahrleistung berücksichtigen

Geringe Restlaufleistung

Wer nur wenige Kilometer fährt, verbraucht bis zum Winter möglicherweise wenig zusätzliches Profil.

Hohe Restlaufleistung

Wer bis zum Winter noch mehrere tausend Kilometer fährt, muss den erwarteten Abrieb stärker einplanen.

31. Fahrstil und Fahrzeug beeinflussen die Restlaufzeit

Mehr Verschleiß kann begünstigt werden durch:

  • häufig hohe Geschwindigkeit
  • sportliche Fahrweise
  • hohes Fahrzeuggewicht
  • starke Beschleunigungen
  • viele Kurven
  • ungünstigen Luftdruck

32. Herbst ist ein wichtiger Entscheidungszeitpunkt

Vor dem Winter sollten Ganzjahresreifen nicht nur nach dem aktuellen Ist-Zustand, sondern auch nach der erwarteten Nutzung der nächsten Monate beurteilt werden.

Vorausschauend entscheiden

Ein Reifen, der heute noch genügend Profil besitzt, kann bei hoher Restfahrleistung mitten im Winter deutlich weniger Reserve haben.

Übersicht & Prüfreihenfolge

Typische Verschleißbilder und die komplette FT-Kontrolle der Profiltiefe auf einen Blick.

33. Typische Profil- und Verschleißbilder

Verschleißbild Möglicher Hinweis Besonders prüfen
gleichmäßiger Abrieb normaler Verschleiß möglich Restprofil
innen stärker abgefahren Spur oder Sturz möglich Achsgeometrie
außen stärker abgefahren Druck, Fahrprofil oder Geometrie Luftdruck
Mitte stärker abgefahren möglicherweise hoher Druck Fahrzeugvorgabe
beide Schultern stärker möglicherweise niedriger Druck Reifendruck
Vorderachse deutlich stärker Antrieb, Lenkung und Bremslast Achsvergleich
ein Reifen stark auffällig technisches Problem möglich Reifen und Fahrwerk
Sägezahnbildung Fahrwerk, Achsgeometrie oder Reifeneigenschaft Fahrverhalten
lokale Abnutzung Rundlauf oder technisches Problem möglich Reifen und Fahrwerk

34. FT-Prüfreihenfolge für die Profiltiefe von Ganzjahresreifen

Alle vier Reifen prüfen

Keinen Reifen stellvertretend für den gesamten Satz bewerten.

Vorder- und Hinterachse vergleichen

Unterschiedlichen Verschleiß erkennen.

Profil innen messen

Verdeckten Schulterverschleiß erfassen.

Profilmitte messen

Allgemeinen Profilzustand prüfen.

Profil außen messen

Schulterverschleiß erkennen.

Mehrere Stellen über den Umfang messen

Lokale Abweichungen feststellen.

Niedrigsten relevanten Messwert notieren

Reifen realistisch beurteilen.

Verschleißbild vergleichen

Gleichmäßigkeit prüfen.

Reifendruck kontrollieren

Mögliche Ursache für Abrieb mit berücksichtigen.

Reifenalter berücksichtigen

Profil und Alter gemeinsam betrachten.

Seitenwände prüfen

Risse, Beulen und Schäden ausschließen.

Sommerfahrprofil berücksichtigen

Starkregen und hohe Temperaturen einplanen.

Autobahnanteil berücksichtigen

Hohe Fahrleistung und Geschwindigkeit beachten.

Nässereserve beurteilen

Profiltiefe nicht nur nach Trockenfahrt bewerten.

Winterfahrprofil berücksichtigen

Schnee und Schneematsch einplanen.

Schnee- und Bergfahrten berücksichtigen

Zusätzliche Winterreserve einplanen.

Restlaufleistung bis zum Winter abschätzen

Erwarteten Abrieb mit berücksichtigen.

Laufrichtung und mögliche Achswechsel prüfen

Nur technisch zulässige Positionswechsel durchführen.

Ungleichmäßigen Verschleiß nicht ignorieren

Ursache an Luftdruck, Spur oder Fahrwerk klären.

Bei zu geringer Reserve rechtzeitig ersetzen

Nicht erst bis zur gesetzlichen Mindestgrenze warten, wenn das Einsatzprofil mehr Reserve verlangt.

Passendes Wissen aus der FT Wissenswelt

Weitere Grundlagen zu Ganzjahresreifen, Reifenkennzeichnungen, Verschleiß und Reifenmontage finden Sie in der FT Wissenswelt.

PKW-Ganzjahresreifen bei FT Reifen

Ist die vorhandene Profiltiefe für das persönliche Fahrprofil nicht mehr ausreichend oder steht vor dem nächsten Winter ein Reifenwechsel an, finden Sie bei FT Reifen Ganzjahresreifen für zahlreiche Fahrzeuge und Reifengrößen.

Ganzjahresreifen PKW-Ganzjahresreifen verschiedener Hersteller, Größen, Last- und Geschwindigkeitsindizes entdecken.

Passende Ganzjahresreifen über den Fahrzeug-Konfigurator finden

Welche Ganzjahresreifen technisch zu Ihrem Fahrzeug passen, hängt unter anderem von Reifengröße, Tragfähigkeitsindex, Geschwindigkeitsindex, Fahrzeugausführung und den jeweiligen Freigaben ab. Über den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite können passende Reifen gezielt für Ihr Fahrzeug gesucht werden.

Ganzjahresreifen über den Fahrzeug-Konfigurator suchen FT-Reifen Startseite öffnen, Fahrzeug auswählen und passende Ganzjahresreifen für Ihr Fahrzeug anzeigen lassen.
Zwei Wege zum passenden Ganzjahresreifen

Wer seine Reifengröße bereits kennt, kann direkt in der Ganzjahresreifen-Kategorie suchen. Wer die Auswahl über sein Fahrzeug vornehmen möchte, nutzt den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite.

Herstellerwissen aus der FT Herstellerwelt

Ganzjahresreifen unterscheiden sich je nach Hersteller, Profilkonzept, Gummimischung und Reifenkonstruktion. Auch Verschleißverhalten und Profilgestaltung können je nach Modell unterschiedlich ausfallen.

FT Herstellerwelt Hersteller, Marken, Reifenbereiche und weiterführendes Herstellerwissen bei FT Reifen kennenlernen.

Service rund um Ihre Bestellung

Von der Reifenauswahl bis zur Lieferung finden Sie bei FT Reifen weitere Informationen zu Bearbeitung, Versand und dem Ablauf Ihrer Bestellung.

Ablauf Bestellung Informationen zu Bestellung, Bearbeitung, Versand und dem weiteren Ablauf bei FT Reifen.

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Häufige Fragen zur Profiltiefe bei Ganzjahresreifen

Wie viel Mindestprofiltiefe brauchen Ganzjahresreifen?

Für PKW-Reifen gilt in Deutschland eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Für den praktischen Einsatz können je nach Wetter und Fahrprofil deutlich größere Reserven sinnvoll sein.

Warum sollte ich Ganzjahresreifen vor dem Winter früher prüfen?

Der Reifen verschleißt auch im Sommer. Ein im August noch ausreichendes Profil kann bis zum Winter deutlich weiter abnehmen.

Reicht eine Messung in der Profilmitte?

Nein. Innen-, Mittel- und Außenbereich sollten kontrolliert werden, weil Reifen ungleichmäßig verschleißen können.

Warum sollte ich mehrere Stellen über den Umfang messen?

Lokale Abnutzung oder ungleichmäßiger Abrieb können an einer einzelnen Messstelle übersehen werden.

Ist Profiltiefe auch im Sommer wichtig?

Ja. Besonders bei Starkregen und Wasser auf der Fahrbahn beeinflusst das verbleibende Profil die vorhandenen Reserven.

Hat die Profiltiefe Einfluss auf Aquaplaning?

Sie ist ein wichtiger Faktor. Zusätzlich beeinflussen Geschwindigkeit, Wassermenge, Reifenbreite, Reifendruck und Fahrbahnzustand das Aquaplaningrisiko.

Warum ist Profil auf Schnee wichtig?

Das Profil unterstützt Traktion, Bremskraft, Seitenführung sowie die Aufnahme und den Auswurf von Schnee.

Warum ist Schneematsch besonders anspruchsvoll?

Der Reifen muss gleichzeitig Wasser und Schneematsch verdrängen und dennoch Lenk- und Bremskräfte übertragen.

Sind 1,6 mm im Winter ausreichend?

1,6 mm ist die gesetzliche Mindestgrenze. Das bedeutet nicht, dass der Reifen damit noch dieselben Winterreserven besitzt wie mit deutlich mehr Profil.

Warum verschleißt ein Reifen innen stärker?

Mögliche Zusammenhänge können Spur, Sturz, Fahrwerk oder fahrzeugspezifische Achsgeometrie sein.

Warum verschleißen beide Reifenschultern stärker?

Ein möglicher Zusammenhang ist längerfristig zu niedriger Reifenfülldruck. Das Verschleißbild sollte jedoch immer im Gesamtzusammenhang beurteilt werden.

Warum verschleißt die Profilmitte stärker?

Ein möglicher Einfluss kann ein über längere Zeit ungünstig hoher Reifendruck sein. Auch hier sollte keine Diagnose allein aus dem Abriebbild abgeleitet werden.

Warum sind die Vorderreifen häufig stärker abgefahren?

Lenkung, Bremskräfte und bei Frontantrieb zusätzlich Antriebskräfte können die Vorderachse stärker beanspruchen.

Kann ich Vorder- und Hinterreifen einfach tauschen?

Nicht immer. Laufrichtung, asymmetrische Reifen, Mischbereifung, unterschiedliche Reifengrößen und Fahrzeugvorgaben müssen berücksichtigt werden.

Was bedeutet TWI?

TWI steht für Tread Wear Indicator. Die kleinen Verschleißstege im Profil dienen zur Orientierung an der gesetzlichen Verschleißgrenze.

Kann ich die Profiltiefe direkt am TWI messen?

Nein. Gemessen wird im tatsächlichen Profilgrund und nicht auf dem erhöhten Verschleißsteg.

Warum sollte ich die Messwerte notieren?

So lässt sich über mehrere Monate erkennen, welche Achse oder welcher Reifen besonders schnell verschleißt.

Wie kann ich beurteilen, ob das Profil noch bis zum nächsten Winter reicht?

Neben der aktuellen Profiltiefe sollten Restfahrleistung, Fahrstil, Fahrzeuggewicht, Autobahnanteil und das persönliche Winterfahrprofil berücksichtigt werden.

Sollte ich Ganzjahresreifen schon vor Erreichen von 1,6 mm ersetzen?

Das kann je nach Einsatz sinnvoll sein, wenn die verbleibenden Reserven für Starkregen, Schnee, Schneematsch oder die erwartete Laufleistung nicht mehr zum persönlichen Fahrprofil passen.

Wie finde ich passende neue Ganzjahresreifen?

Wenn die Reifengröße bekannt ist, kann direkt in der Ganzjahresreifen-Kategorie gesucht werden. Alternativ lassen sich passende Reifen über den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite auswählen.

Technischer Hinweis

Diese Praxisinformationen ersetzen keine fahrzeug- und reifenspezifische Prüfung. Maßgeblich sind die gesetzlichen Mindestanforderungen, Fahrzeug- und Reifenherstellerangaben sowie der tatsächliche Zustand des Reifens. Stark ungleichmäßig abgefahrene Reifen, Risse, Beulen, Schnitte oder andere auffällige Schäden sollten fachkundig beurteilt werden. Bei winterlicher Nutzung sind zusätzlich Kennzeichnung, Profiltiefe und die geltenden gesetzlichen Anforderungen zu berücksichtigen.

Über 35 Jahre praktische Erfahrung rund um Reifen und Felgen

FT Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen rund um PKW-Ganzjahresreifen, Profiltiefe, Reifenverschleiß, Sommer- und Winterreserve, Reifendruck, Reifenmontage und die richtige Reifen-Fahrzeug-Zuordnung.

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