Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zum Menü springen

Luftdruck bei Ganzjahresreifen richtig prüfen – Beladung, Autobahn und Jahreszeiten

FT Praxiswelt – PKW-Ganzjahresreifen

Luftdruck bei Ganzjahresreifen richtig prüfen – Beladung, Autobahn und Jahreszeiten berücksichtigen

Ganzjahresreifen bleiben das gesamte Jahr am Fahrzeug. Dadurch erleben sie große Temperaturunterschiede, wechselnde Beladungen, Sommerreisen, Winterkälte und unterschiedlich lange Autobahnetappen. Der richtige Reifenfülldruck ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der ganzjährigen Reifenpflege.

Entscheidend ist nicht ein pauschaler Wert für Ganzjahresreifen, sondern die konkrete Fahrzeugvorgabe. Reifengröße, Vorder- und Hinterachse sowie der aktuelle Beladungszustand können unterschiedliche Druckwerte erfordern.

Der richtige Luftdruck kommt vom Fahrzeug – nicht aus einer pauschalen Reifenregel

Fahrzeugvorgabe

Sie bestimmt den vorgesehenen Reifenfülldruck für die jeweilige Rad-Reifen-Kombination.

Beladung

Bei voller Beladung können andere Druckwerte gelten als im normalen Alltagsbetrieb.

Temperatur

Sommerhitze und Winterkälte verändern den gemessenen Reifenfülldruck.

FT Praxisgrundsatz

Bei Ganzjahresreifen gibt es keinen pauschalen „Sommerdruck“ oder „Winterdruck“. Maßgeblich sind die Fahrzeugvorgaben, der Beladungszustand und die Kontrolle am kalten Reifen.

Fahrzeugvorgabe richtig finden

Der empfohlene Betriebsdruck ist fahrzeugspezifisch.

1. Reifenfülldruck nach Fahrzeughersteller einstellen

Die Angaben finden sich je nach Fahrzeug beispielsweise:

  • in der Tankklappe
  • am Türrahmen
  • an der B-Säule
  • in der Bedienungsanleitung
  • im Fahrzeugmenü

Dort können unterschiedliche Werte angegeben sein für:

  • Vorderachse
  • Hinterachse
  • Normalbeladung
  • volle Beladung
  • verschiedene Reifengrößen

2. Ganzjahresreifen brauchen keinen pauschal anderen Druck

Die Aussage „Ganzjahresreifen müssen grundsätzlich mit einem anderen Luftdruck gefahren werden“ ist zu pauschal.

Die zulässige Rad-Reifen-Kombination entscheidet

Der Reifenfülldruck richtet sich nach dem konkreten Fahrzeug und der jeweiligen Herstellerangabe.

Reifendruck möglichst kalt prüfen

Während der Fahrt erwärmt sich der Reifen und damit auch die eingeschlossene Luft.

3. Kaltdruck als Ausgangswert verwenden

Für eine vergleichbare Kontrolle sollte der Reifen möglichst kalt sein.

Praktisch bedeutet das:

  • Fahrzeug längere Zeit stehen lassen
  • möglichst vor Fahrtbeginn messen
  • keine lange Autobahnfahrt direkt vor der Messung

4. Warmen Reifen nicht auf den Kaltdruckwert ablassen

Nach längerer Fahrt liegt der gemessene Druck normalerweise höher als im kalten Zustand.

Warmdruck nicht mit Kaltdruck verwechseln

Wird ein warmgefahrener Reifen auf den vorgesehenen Kaltdruckwert abgelassen, kann er nach dem Abkühlen zu wenig Reifenfülldruck besitzen.

Jahreszeiten und Temperaturwechsel

Ganzjahresreifen durchlaufen dieselben großen Temperaturbereiche wie zwei saisonale Reifensätze zusammen.

5. Temperatur beeinflusst den gemessenen Reifenfülldruck

Bei sinkender Temperatur kann auch der gemessene Druck sinken. Bei steigender Reifentemperatur nimmt der gemessene Druck zu.

Ganzjahresreifen erleben beispielsweise:

  • Sommerhitze
  • kühle Herbsttage
  • Winterfrost
  • steigende Frühjahrstemperaturen

6. Im Herbst erneut kontrollieren

Ein im Spätsommer korrekt eingestellter Reifen kann nach deutlichem Temperaturabfall einen niedrigeren Druck anzeigen.

Typischer Kontrollzeitpunkt

Wenn die Temperaturen im Herbst deutlich sinken, sollten alle vier Reifen erneut kalt gemessen werden.

7. Auch im Frühjahr wieder prüfen

Eine Druckkontrolle im Winter ersetzt nicht die Kontrolle während der folgenden Monate.

Ganzjahresreifen regelmäßig kontrollieren

Temperatur, Fahrleistung und kleine natürliche Druckverluste verändern den Zustand über die Zeit.

8. RDKS-Warnung nach Temperatursturz nicht einfach löschen

Ein deutlicher Temperaturwechsel kann dazu beitragen, dass eine Warnschwelle erreicht wird.

Reifendruck messen

Alle Reifen kalt kontrollieren.

Messwerte vergleichen

Auffällige Unterschiede zwischen den Rädern beachten.

Reifen ansehen

Beschädigungen oder Fremdkörper ausschließen.

Druck korrigieren

Fahrzeugvorgabe verwenden.

RDKS gegebenenfalls initialisieren

Fahrzeugspezifische Vorgehensweise beachten.

Normalbeladung und volle Beladung unterscheiden

Die Reifenbelastung kann sich zwischen Alltag und Urlaubsreise deutlich verändern.

9. Fahrzeugbeladung beeinflusst den vorgesehenen Reifenfülldruck

Normalbetrieb

Wenige Insassen und geringe Gepäckmenge.

Hohe Beladung

Mehrere Insassen, viel Gepäck oder andere zusätzliche Lasten.

Fahrzeug-Aufkleber genau lesen

Viele Fahrzeuge zeigen separate Druckwerte für unterschiedliche Beladungszustände.

10. Vor der Urlaubsfahrt den Beladungsdruck prüfen

Vor einer längeren Reise sollten geprüft werden:

  • geplante Fahrzeugbeladung
  • Druckvorgabe für Vorderachse
  • Druckvorgabe für Hinterachse
  • Reifenzustand
  • Profiltiefe
Nicht automatisch den Alltagswert übernehmen

Eine voll beladene Urlaubsfahrt kann einen anderen Reifenfülldruck erfordern als der normale Pendelbetrieb.

11. Hinterachse kann bei Beladung stärker beansprucht werden

Zusätzliche Last entsteht unter anderem durch:

  • Kofferraumgepäck
  • Mitfahrer auf der Rückbank
  • Fahrradträger
  • Anhänger-Stützlast

12. Dachbox und zusätzliche Beladung mit einplanen

Eine Dachbox kann das Gesamtgewicht erhöhen und den Schwerpunkt sowie den Luftwiderstand des Fahrzeugs verändern.

Gesamtfahrzeug betrachten

Der Reifen trägt nicht nur das Leergewicht des Fahrzeugs, sondern die tatsächliche Belastung während der Fahrt.

Autobahn und hohe Dauerbelastung

Bei langen Autobahnetappen ist ein korrekter Ausgangsdruck besonders wichtig.

13. Lange Autobahnfahrt erhöht die Reifenbeanspruchung

Über viele Kilometer wirken gleichzeitig:

  • Geschwindigkeit
  • Reifenerwärmung
  • Fahrzeuggewicht
  • Beladung
  • dauerhafte Walkarbeit

14. Zu niedriger Luftdruck erhöht die Walkarbeit

Ein zu weicher Reifen verformt sich während jeder Radumdrehung stärker.

Mögliche Folgen:

  • stärkere Erwärmung
  • höherer Rollwiderstand
  • höherer Kraftstoff- oder Energieverbrauch
  • stärkerer Verschleiß
  • schwammigeres Fahrverhalten
Sommerhitze plus hohe Beladung plus zu wenig Druck vermeiden

Diese Kombination kann die Reifenbelastung deutlich erhöhen.

15. Geschwindigkeit und Fahrzeuglast gemeinsam betrachten

Je höher die Dauerbelastung des Reifens, desto wichtiger ist ein korrekt eingestellter Ausgangsdruck.

FT Praxiswissen

Vor einer langen schnellen Fahrt sollte nicht nur kontrolliert werden, ob „überhaupt Luft im Reifen“ ist. Der Wert muss zur tatsächlichen Fahrzeugbeladung passen.

16. Nicht vorsorglich beliebig mehr Luft einfüllen

Mehr Druck ist nicht automatisch besser.

Keine frei erfundenen Sicherheitszuschläge

Zu hoher Reifenfülldruck kann Fahrverhalten und Verschleißbild ebenfalls verändern. Maßgeblich bleiben die Fahrzeugangaben.

Anhängerbetrieb berücksichtigen

Ein Anhänger kann das Belastungsprofil des Zugfahrzeugs deutlich verändern.

17. Stützlast erhöht die Belastung am Zugfahrzeug

Bei Anhängerbetrieb berücksichtigen:

  • Stützlast
  • Fahrzeugbeladung
  • zulässige Achslasten
  • Reifendruckvorgaben
  • Fahrzeugherstellerangaben

18. Anhängerbetrieb nicht wie normalen Alltagsbetrieb behandeln

Ein Fahrzeug kann werktags fast leer unterwegs sein und auf einer Urlaubsreise zusätzlich einen Wohnwagen oder Anhänger ziehen.

Belastungszustand vor Fahrtbeginn neu beurteilen

Der passende Reifenfülldruck sollte für die konkrete Nutzung geprüft werden.

Ganzjahresreifen auf Elektrofahrzeugen

Fahrzeuggewicht und hohes Antriebsmoment können den Reifen stärker beanspruchen.

19. Höheres Fahrzeuggewicht berücksichtigen

Viele Elektrofahrzeuge besitzen durch ihre Batterie eine vergleichsweise hohe Fahrzeugmasse.

Besonders wichtig:

  • passende Reifengröße
  • ausreichender Lastindex
  • korrekter Reifenfülldruck
  • regelmäßige Verschleißkontrolle

20. Starkes Drehmoment kann den Reifenverschleiß beeinflussen

Häufige kräftige Beschleunigungen können Reifen zusätzlich beanspruchen.

Falscher Luftdruck kann den Verschleiß zusätzlich verschlechtern

Gerade bei schweren und leistungsstarken Fahrzeugen sollte der Reifenfülldruck regelmäßig kontrolliert werden.

Verschleißbild und Reifenfülldruck

Das Abriebbild kann Hinweise auf längerfristig ungünstige Betriebsbedingungen geben.

21. Beide Reifenschultern stärker abgefahren

Ein stärkerer Abrieb an beiden Schultern kann unter anderem mit längerfristig zu niedrigem Reifenfülldruck zusammenhängen.

Nicht allein aus dem Profilbild diagnostizieren

Auch Fahrstil, Fahrzeuggeometrie und andere Faktoren können das Verschleißbild beeinflussen.

22. Profilmitte stärker abgefahren

Ein überproportionaler Abrieb in der Profilmitte kann unter anderem mit einem ungünstig hohen Reifenfülldruck zusammenhängen.

Fahrzeugvorgabe überprüfen

Die Ursache sollte nicht allein anhand eines einzelnen Verschleißmerkmals festgelegt werden.

23. Ein Reifen verliert deutlich mehr Druck als die anderen

Dann sollte nicht nur nachgefüllt werden.

Mögliche Ursachen:

  • Nagel oder Schraube
  • Ventil
  • Reifenverletzung
  • Felge
  • Wulstsitz
  • RDKS-Ventil
Auffällige Differenz technisch klären

Ein einzelner Reifen mit wiederkehrendem Druckverlust hat möglicherweise eine Undichtigkeit.

24. Regelmäßiges Nachpumpen beseitigt keine Undichtigkeit

Wenn derselbe Reifen immer wieder deutlich Druck verliert, sollte die Ursache gesucht werden.

FT Praxisgrundsatz

Reifen, Ventil, Felge und Dichtbereich gehören gemeinsam zur Fehlersuche.

Wie oft sollte der Reifendruck geprüft werden?

Eine regelmäßige Kontrolle hilft, schleichende Veränderungen früh zu erkennen.

25. Regelmäßig und bei besonderen Belastungen kontrollieren

Sinnvolle Kontrollzeitpunkte sind beispielsweise:

  • regelmäßig im Alltag
  • etwa monatlich als praktische Routine
  • vor längeren Fahrten
  • nach deutlichen Temperaturwechseln
  • vor hoher Beladung
  • nach einer RDKS-Warnmeldung

26. Reisecheck einige Tage vor Abfahrt durchführen

So bleibt bei einer Auffälligkeit noch Zeit für:

  • Dichtheitsprüfung
  • Ventilprüfung
  • Reifenreparatur, soweit technisch zulässig
  • Reifenersatz
Nicht erst beim Beladen feststellen

Ein auffälliger Druckverlust sollte vor der eigentlichen Langstrecke geklärt werden.

Ventile gehören zur Druckkontrolle

Der Reifen kann nur dauerhaft seinen Druck halten, wenn auch das Ventilsystem dicht ist.

27. Gummi- und Metallventile kontrollieren

Prüfen:

  • Gummiventil auf Risse
  • Metallventil auf Korrosion
  • Ventileinsatz auf Dichtheit
  • Ventilkappe auf festen Sitz

28. Fehlende Ventilkappe ersetzen

Die Ventilkappe schützt den Ventileinsatz vor:

  • Schmutz
  • Feuchtigkeit
  • äußeren Ablagerungen
Ventilkappe ist kein eigentliches Dichtelement des Reifens

Ein undichter Ventileinsatz muss trotzdem technisch in Ordnung gebracht werden.

RDKS richtig einordnen

Reifendruckkontrollsysteme unterstützen die Überwachung, ersetzen aber nicht jede manuelle Prüfung.

29. Direktes und indirektes RDKS unterscheiden

Direktes RDKS

Sensoren im Rad messen den Reifenfülldruck beziehungsweise relevante Sensordaten direkt.

Indirektes RDKS

Das System erkennt Druckveränderungen indirekt über Fahrzeugsensorik und Unterschiede im Abrollverhalten.

30. RDKS ersetzt keine vollständige manuelle Kontrolle

Das System kann vor Druckverlust warnen.

Eine manuelle Kontrolle bleibt sinnvoll für:

  • exakten Kaltdruck
  • Anpassung bei voller Beladung
  • Vergleich Vorder- und Hinterachse
  • Sichtkontrolle des Reifens

31. Nach einer Druckkorrektur kann eine Initialisierung notwendig sein

Je nach Fahrzeug kann erforderlich sein:

  • Druckwerte speichern
  • RDKS initialisieren
  • Referenzwerte neu setzen
  • Lernfahrt durchführen
Fahrzeugspezifisch vorgehen

Die Vorgehensweise unterscheidet sich je nach Hersteller und RDKS-System.

Druckangaben auf der Reifenflanke richtig verstehen

Eine technische Reifenangabe ist nicht automatisch der richtige Betriebswert für das Fahrzeug.

32. Maximaldruck auf dem Reifen ist kein Fahrzeug-Sollwert

Auf der Reifenflanke können technische Angaben zu maximal zulässiger Belastung oder Druckwerten vorhanden sein.

Nicht als normalen Betriebsdruck verwenden

Der korrekte Reifenfülldruck für den Fahrbetrieb stammt aus der Fahrzeugvorgabe für die verwendete Rad-Reifen-Kombination und den jeweiligen Beladungszustand.

Übersicht & Prüfreihenfolge

Typische Situationen und die komplette FT-Kontrolle des Reifenfülldrucks.

33. Typische Situationen bei Ganzjahresreifen

Situation Was tun? Besonders beachten
normaler Alltag regelmäßig kalt prüfen Fahrzeugvorgabe
deutlicher Temperatursturz erneut messen alle vier Reifen
Sommerhitze warmen Reifen nicht auf Kaltdruck ablassen Warmdruck
Urlaubsfahrt Beladungsdruck prüfen Achslast
volle Beladung Herstellervorgabe anpassen Vorder-/Hinterachse
Autobahn korrekten Ausgangsdruck sicherstellen Reifenerwärmung
Anhängerbetrieb Fahrzeugvorgabe prüfen Stützlast
RDKS-Warnung Druck tatsächlich messen Ursache prüfen
wiederkehrender Druckverlust Undichtigkeit suchen nicht nur nachpumpen
ungleichmäßiger Abrieb Druck und Fahrzeugtechnik prüfen Verschleißbild
Achswechsel Druck neu anpassen neue Radposition
Elektrofahrzeug regelmäßig kontrollieren Gewicht und Lastindex

34. FT-Prüfreihenfolge für den Luftdruck bei Ganzjahresreifen

Reifengröße kontrollieren

Passende Fahrzeug-Reifen-Kombination sicherstellen.

Fahrzeug-Druckvorgabe suchen

Tankklappe, Türrahmen oder Bedienungsanleitung prüfen.

Vorder- und Hinterachswert unterscheiden

Achsspezifische Angaben beachten.

Beladungszustand festlegen

Alltag oder hohe Beladung unterscheiden.

Reifen möglichst kalt prüfen

Vergleichbare Ausgangsbedingungen schaffen.

Vorne links messen

Wert dokumentieren.

Vorne rechts messen

Unterschiede vergleichen.

Hinten links messen

Hinterachse separat beurteilen.

Hinten rechts messen

Gesamten Reifensatz prüfen.

Messwerte vergleichen

Einzelne auffällige Reifen erkennen.

Druck nach Fahrzeugvorgabe korrigieren

Keinen pauschalen Zuschlag erfinden.

Ventile kontrollieren

Gummi, Metall und Ventileinsatz prüfen.

Ventilkappen kontrollieren

Fehlende Kappen ersetzen.

Reifen auf sichtbare Schäden prüfen

Beulen, Schnitte und Fremdkörper suchen.

RDKS-Warnungen berücksichtigen

Nicht nur löschen oder zurücksetzen.

Bei starken Temperaturwechseln erneut messen

Herbst und Frühjahr besonders beachten.

Vor Urlaubsfahrt kontrollieren

Reisebelastung frühzeitig berücksichtigen.

Bei voller Beladung passenden Druck einstellen

Fahrzeugherstellerangaben nutzen.

Anhängerbetrieb berücksichtigen

Stützlast und Hinterachsbelastung einplanen.

Nach Positionswechsel Achsdruck anpassen

Neue Radposition berücksichtigen.

RDKS gegebenenfalls initialisieren

Fahrzeugspezifische Vorgehensweise verwenden.

Wiederkehrenden Druckverlust technisch klären

Reifen, Ventil, Felge und Dichtbereich prüfen.

Passendes Wissen aus der FT Wissenswelt

Weitere Grundlagen zu Ganzjahresreifen, Reifenkennzeichnungen und Reifenfülldruck finden Sie in der FT Wissenswelt.

PKW-Ganzjahresreifen bei FT Reifen

Ist ein Ganzjahresreifen aufgrund von Verschleiß, Beschädigung oder wiederkehrendem Druckverlust nicht mehr sinnvoll weiterzuverwenden, finden Sie bei FT Reifen passende Ganzjahresreifen für zahlreiche Fahrzeuge und Reifengrößen.

Ganzjahresreifen PKW-Ganzjahresreifen verschiedener Hersteller, Größen, Last- und Geschwindigkeitsindizes entdecken.

Passende Ganzjahresreifen über den Fahrzeug-Konfigurator finden

Welche Ganzjahresreifen zu Ihrem Fahrzeug passen, hängt unter anderem von Reifengröße, Tragfähigkeitsindex, Geschwindigkeitsindex, Fahrzeugausführung und den jeweiligen Freigaben ab. Über den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite können passende Reifen gezielt für Ihr Fahrzeug gesucht werden.

Ganzjahresreifen über den Fahrzeug-Konfigurator suchen FT-Reifen Startseite öffnen, Fahrzeug auswählen und passende Ganzjahresreifen für Ihr Fahrzeug anzeigen lassen.
Zwei Wege zum passenden Ganzjahresreifen

Wer seine Reifengröße bereits kennt, kann direkt in der Ganzjahresreifen-Kategorie suchen. Wer über sein Fahrzeug auswählen möchte, nutzt den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite.

Herstellerwissen aus der FT Herstellerwelt

Ganzjahresreifen unterscheiden sich je nach Hersteller, Reifenkonstruktion, Fahrzeuganwendung und Tragfähigkeitsklasse. Maßgeblich für den Betriebsdruck bleibt jedoch die jeweilige Fahrzeugvorgabe für die freigegebene Rad-Reifen-Kombination.

FT Herstellerwelt Hersteller, Marken, Reifenbereiche und weiterführendes Herstellerwissen bei FT Reifen kennenlernen.

Service rund um Ihre Bestellung

Von der Reifenauswahl bis zur Lieferung finden Sie bei FT Reifen weitere Informationen zu Bearbeitung, Versand und dem Ablauf Ihrer Bestellung.

Ablauf Bestellung Informationen zu Bestellung, Bearbeitung, Versand und dem weiteren Ablauf bei FT Reifen.

FT-Reifen auf Instagram und TikTok

Auf unseren Social-Media-Kanälen zeigen wir regelmäßig Reifen, Felgen, Produkte, Praxistipps und Einblicke in die FT-Reifen Wissenswelt, Praxiswelt und Herstellerwelt.

Häufige Fragen zum Luftdruck bei Ganzjahresreifen

Brauchen Ganzjahresreifen einen speziellen Reifenfülldruck?

Nicht pauschal. Der passende Betriebsdruck richtet sich nach dem Fahrzeug, der Reifengröße und dem jeweiligen Beladungszustand.

Wo finde ich den richtigen Reifenfülldruck?

Je nach Fahrzeug beispielsweise in der Tankklappe, im Türrahmen, an der B-Säule, in der Bedienungsanleitung oder im Fahrzeugmenü.

Sollte der Luftdruck am kalten Reifen geprüft werden?

Ja. Die Fahrzeugvorgaben beziehen sich üblicherweise auf einen kalten beziehungsweise nicht durch längere Fahrt stark erwärmten Reifen.

Warum steigt der Reifenfülldruck während der Fahrt?

Der Reifen und die eingeschlossene Luft erwärmen sich durch die Fahrt. Dadurch steigt der gemessene Druck.

Darf ich einen warmen Reifen auf den angegebenen Kaltdruck ablassen?

Nein. Dadurch könnte der Reifen nach dem Abkühlen zu wenig Reifenfülldruck besitzen.

Warum sinkt der Reifendruck im Winter?

Sinkende Temperaturen können dazu führen, dass der gemessene Reifenfülldruck geringer ausfällt. Deshalb ist nach deutlichen Temperaturwechseln eine Kontrolle sinnvoll.

Sollte ich im Herbst den Luftdruck neu prüfen?

Ja. Gerade ein deutlicher Temperaturabfall ist ein sinnvoller Zeitpunkt für eine erneute Kaltdruckkontrolle.

Brauche ich im Winter grundsätzlich mehr Luftdruck?

Es sollte kein frei gewählter pauschaler Winterwert verwendet werden. Maßgeblich bleiben die Fahrzeugherstellerangaben.

Muss der Reifendruck bei voller Beladung angepasst werden?

Viele Fahrzeuge besitzen separate Druckangaben für höhere Beladung. Diese sollten bei entsprechender Nutzung berücksichtigt werden.

Warum ist der Reifendruck vor einer Autobahnfahrt wichtig?

Bei langer Fahrt wirken Geschwindigkeit, Reifenerwärmung und Fahrzeugbelastung über längere Zeit zusammen. Ein korrekter Ausgangsdruck ist deshalb besonders wichtig.

Was passiert bei zu niedrigem Reifenfülldruck?

Die Walkarbeit kann zunehmen. Dadurch können sich Reifen stärker erwärmen, schneller verschleißen und einen höheren Rollwiderstand entwickeln.

Ist mehr Luftdruck automatisch sicherer?

Nein. Der Reifenfülldruck sollte nicht beliebig erhöht werden. Es gelten die vorgesehenen Fahrzeugwerte für den jeweiligen Beladungszustand.

Was ist bei Anhängerbetrieb zu beachten?

Stützlast, Fahrzeugbeladung, Achslast und die entsprechenden Druckvorgaben des Fahrzeugherstellers sollten berücksichtigt werden.

Warum ist der Reifendruck bei Elektrofahrzeugen besonders wichtig?

Viele Elektrofahrzeuge sind vergleichsweise schwer. Korrekter Lastindex, Reifenfülldruck und regelmäßige Verschleißkontrolle sind deshalb besonders wichtig.

Warum verliert nur ein Reifen immer wieder Luft?

Mögliche Ursachen sind Reifenverletzung, Ventil, Felge, Wulstsitz oder RDKS-Ventil. Die Ursache sollte gesucht und nicht nur regelmäßig nachgepumpt werden.

Wie oft sollte der Reifendruck geprüft werden?

Eine regelmäßige Kontrolle, beispielsweise etwa monatlich sowie vor Langstrecken, nach starken Temperaturänderungen und vor hoher Beladung, ist eine sinnvolle Praxisroutine.

Ersetzt RDKS die manuelle Luftdruckkontrolle?

Nein. RDKS kann vor Druckverlust warnen, ersetzt aber nicht die genaue Kaltdruckkontrolle und die Anpassung an unterschiedliche Beladungszustände.

Muss RDKS nach dem Nachfüllen neu initialisiert werden?

Das hängt vom Fahrzeug und System ab. Manche Fahrzeuge benötigen eine Speicherung, Initialisierung oder Lernfahrt.

Ist die Druckangabe auf der Reifenflanke mein richtiger Betriebsdruck?

Nein. Technische Maximalangaben auf dem Reifen sind nicht automatisch der empfohlene Betriebsdruck des Fahrzeugs. Entscheidend ist die Fahrzeugvorgabe.

Muss nach einem Achswechsel der Luftdruck angepasst werden?

Wenn Vorder- und Hinterachse unterschiedliche Druckwerte haben, muss der Druck nach dem Positionswechsel entsprechend der neuen Radposition eingestellt werden.

Wie finde ich passende Ganzjahresreifen für mein Fahrzeug?

Wenn die Reifengröße bekannt ist, kann direkt in der Ganzjahresreifen-Kategorie gesucht werden. Alternativ lassen sich passende Reifen über den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite auswählen.

Technischer Hinweis

Diese Praxisinformationen ersetzen keine fahrzeug- und reifenspezifische Prüfung. Maßgeblich sind die Reifenfülldruckangaben des Fahrzeugherstellers für die verwendete Rad-Reifen-Kombination und den jeweiligen Beladungszustand. Wiederkehrender oder starker Druckverlust, Beulen, Schnitte, auffälliger Verschleiß oder RDKS-Warnungen sollten vor weiterer normaler Nutzung technisch geklärt werden. Maximale Druckangaben auf der Reifenflanke sind nicht mit dem vorgesehenen Betriebsdruck des Fahrzeugs gleichzusetzen.

Über 35 Jahre praktische Erfahrung rund um Reifen und Felgen

FT Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen rund um PKW-Ganzjahresreifen, Reifenfülldruck, Temperaturwechsel, Beladung, Autobahn, RDKS, Reifenverschleiß und die richtige Reifen-Fahrzeug-Zuordnung.

FT-Reifen – der Reifenhändler, der sein Wissen teilt.

Produktwissen, Praxiswissen, Herstellerwissen und Reifenhandel miteinander verbunden.

Mehr über FT Reifen erfahren