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LLKW-Reifen mit Fremdkörpern, Nägeln und Schrauben richtig beurteilen

FT Praxiswelt – LLKW-Reifen

LLKW-Reifen mit Fremdkörpern, Nägeln und Schrauben richtig beurteilen

Schrauben, Nägel, Draht und andere Fremdkörper gehören zu den typischen Reifenproblemen im gewerblichen LLKW-Einsatz. Besonders Baustellen-, Handwerker-, Service- und Kommunalfahrzeuge bewegen sich regelmäßig auf Flächen, auf denen solche Gegenstände liegen können.

Eine sichtbare Schraube im Reifen bedeutet jedoch weder automatisch, dass der Reifen sofort ersetzt werden muss, noch dass der Fremdkörper einfach herausgezogen werden sollte. Entscheidend sind Schadensposition, Eindringtiefe, Luftverlust, Reifenaufbau und die Frage, ob der Reifen bereits mit deutlich vermindertem Luftdruck weitergefahren wurde.

Fremdkörper nicht einfach aus dem Reifen ziehen

Eine Schraube oder ein Nagel kann die beschädigte Stelle noch teilweise abdichten. Wird der Fremdkörper unvorbereitet entfernt, kann aus einem langsamen Luftverlust sehr schnell ein deutlich stärkerer Druckverlust werden.

Erst prüfen – dann entscheiden

Luftdruck kontrollieren, Position des Fremdkörpers markieren und die weitere Prüfung beziehungsweise Reparatur vorbereiten.

FT Praxistipp

Eine Schraube oder einen Nagel nicht auf dem Parkplatz einfach herausziehen. Erst Luftdruck prüfen und die weitere Vorgehensweise festlegen. Der Fremdkörper kann die Schadstelle noch teilweise abdichten.

Nicht jeder Fremdkörper hat den Reifen vollständig durchdrungen

Kurze Schraube

Kann nur im Profilgummi stecken, ohne den Reifen vollständig zu durchdringen.

Nagel

Kann gerade oder schräg durch den Reifenaufbau eingedrungen sein.

Drahtstück

Kann sich unterschiedlich tief und in verschiedenen Winkeln in den Reifen arbeiten.

Metallsplitter

Kann äußerlich klein wirken und im Inneren eine größere Verletzung erzeugt haben.

Als Erstes den Luftdruck kontrollieren

Der aktuelle Reifendruck liefert einen wichtigen ersten Hinweis darauf, ob bereits eine Undichtigkeit vorhanden ist.

  • aktuellen Luftdruck messen
  • mit dem vorgesehenen Betriebsdruck vergleichen
  • Reifen derselben Achse gegenüberstellen
  • bei bekanntem vorherigem Druck die Veränderung dokumentieren
  • prüfen, ob der Reifen sichtbar mit zu wenig Luft gefahren wurde
Ein stabiler Luftdruck beweist noch nicht, dass kein Schaden vorhanden ist

Der Fremdkörper kann nur teilweise eingedrungen sein oder den Stichkanal selbst noch abdichten. Für eine zuverlässige Beurteilung reicht die Druckmessung allein deshalb nicht aus.

Lecksuche an der verdächtigen Stelle

Eine geeignete Lecksuchflüssigkeit kann bei der ersten Kontrolle helfen festzustellen, ob an der sichtbaren Stelle Luft austritt.

Keine Blasenbildung

Eine Durchdringung ist dadurch noch nicht vollständig ausgeschlossen.

Langsame Blasenbildung

Hinweis auf einen schleichenden Luftverlust.

Deutliche Blasenbildung

Undichtigkeit an dieser Stelle sehr wahrscheinlich.

Lecksuchflüssigkeit ersetzt keine innere Reifenprüfung

Sie zeigt, ob Luft austritt. Sie zeigt jedoch nicht, wie groß die Beschädigung im Reifeninneren ist oder ob bereits Folgeschäden entstanden sind.

Die Position des Schadens ist entscheidend

Laufflächenbereich

Ein punktueller Einstich kann je nach Reifenbauart, Schadensgröße und Reparaturvorgaben grundsätzlich anders beurteilt werden als ein Flanken- oder Schulterschaden.

Schulterbereich

Dieser Übergangsbereich arbeitet stärker und muss deutlich kritischer beurteilt werden.

Seitenwand

Die Flanke verformt sich bei jeder Radumdrehung und ist für einfache Einstichreparaturen ein besonders kritischer Bereich.

Keine pauschale Reparaturfreigabe nur anhand der sichtbaren Position geben

Ob ein LLKW-Reifen fachgerecht repariert werden kann, hängt zusätzlich von Reifenbauart, Schadensgröße, tatsächlichem Schaden im Inneren und den Vorgaben des verwendeten Reparatursystems beziehungsweise Reifenherstellers ab.

Weiterfahrt mit zu wenig Luft kann schlimmer sein als der ursprüngliche Einstich

Ein zunächst kleiner Einstich kann möglicherweise begrenzt sein. Wird der Reifen danach mit stark vermindertem Luftdruck weitergefahren, können durch die zusätzliche Walkarbeit wesentlich größere Schäden entstehen.

Starke Walkarbeit

Seitenwand und Karkasse werden übermäßig verformt.

Erwärmung

Die stärkere Materialbewegung kann die Reifentemperatur deutlich erhöhen.

Innere Schäden

Im Reifeninneren können Bereiche geschädigt werden, die von außen nicht sichtbar sind.

Folgeschaden

Ein ursprünglich begrenzter Einstich kann dadurch zu einem nicht mehr sinnvoll reparierbaren Schaden werden.

FT Praxistipp

Wurde ein LLKW-Reifen mit stark vermindertem Luftdruck weitergefahren, bei der späteren Beurteilung nicht nur den Einstich betrachten. Die Weiterfahrt kann im Reifeninneren größere Schäden verursacht haben als der ursprüngliche Fremdkörper.

Nach einer Fahrt mit sehr niedrigem Druck nicht einfach aufpumpen und weiterfahren

Der Reifen kann äußerlich wieder normal aussehen, obwohl sein innerer Aufbau durch die druckarme Fahrt bereits stark beansprucht wurde.

Für eine seriöse Reparaturentscheidung muss der Reifen innen beurteilt werden

Von außen ist lediglich der Eintrittspunkt des Fremdkörpers sichtbar. Der tatsächliche Verlauf und mögliche Folgeschäden lassen sich erst nach fachgerechter Demontage zuverlässig beurteilen.

Innerliner

Auf Durchdringung, Scheuerspuren und weitere Beschädigungen prüfen.

Karkasse

Auf Hinweise einer strukturellen Überbeanspruchung achten.

Stichkanal

Verlauf, Richtung und tatsächliche Größe beurteilen.

Folgeschäden

Spuren einer Fahrt mit zu niedrigem Druck mit berücksichtigen.

Außen klein bedeutet innen nicht automatisch klein

Ein Fremdkörper kann schräg eingedrungen sein und im Reifeninneren eine größere oder anders verlaufende Beschädigung verursacht haben.

Provisorische Außenreparatur und dauerhafte Reparatur unterscheiden

Eine von außen eingesetzte Not- oder Provisoriumslösung ist nicht automatisch mit einer fachgerecht ausgeführten dauerhaften Reifenreparatur gleichzusetzen.

Provisorische Lösung

Kann je nach System lediglich zur kurzfristigen Wiederherstellung der Mobilität vorgesehen sein.

Fachgerechte Reparatur

Setzt eine Beurteilung von Schaden, Reifeninnerem, Position, Größe und technischer Reparierbarkeit voraus.

„Docht rein und weiter“ ist keine pauschale Lösung für LLKW-Reifen

Gerade bei Nutzfahrzeugen mit hoher Radlast sollte eine Reparatur nach den vorgesehenen technischen Reparaturverfahren und Vorgaben erfolgen.

Baustellen- und Handwerkerfahrzeuge besonders aufmerksam kontrollieren

LLKW in bestimmten Einsatzbereichen besitzen ein erhöhtes Risiko, mit metallischen Fremdkörpern in Kontakt zu kommen.

Baustellen

Schrauben, Nägel, Draht und Baustoffreste können auf Fahrwegen liegen.

Recyclinghöfe

Metallteile und scharfkantige Gegenstände erhöhen das Einstichrisiko.

Werkstätten

Schrauben und Kleinteile können auf Hof- und Rangierflächen gelangen.

Containerplätze

Metallreste und beschädigte Verpackungsmaterialien können Reifen gefährden.

Metallbaubetriebe

Späne, Drahtstücke und Schrauben sind typische Fremdkörper.

Betriebshöfe

Viele Fahrzeugbewegungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, einen liegengebliebenen Fremdkörper einzufahren.

Landwirtschaftliche Betriebe

Draht, Nägel und Metallteile können auch auf Hof- und Wirtschaftsflächen vorkommen.

Servicefahrzeuge

Häufig wechselnde Einsatzorte erhöhen die Zahl unterschiedlicher Risikoflächen.

Zwillingsbereifung bei Fremdkörperschäden besonders beachten

Bei einem LLKW mit Zwillingsbereifung betrifft ein Druckverlust nicht nur den beschädigten Reifen. Der Partnerreifen kann einen größeren Anteil der Radlast übernehmen.

Partnerreifen

Kann durch die zusätzliche Last stärker beansprucht werden.

Erwärmung

Der stärker belastete Reifen kann deutlich wärmer werden.

Verformung

Unterschiedliche Drücke verändern das gemeinsame Reifenbild.

Folgeschäden

Eine längere Fahrt mit nur einem tragenden Reifen kann beide Reifen des Paares betreffen.

Bei Druckverlust eines Zwillingsreifens immer den Partnerreifen mitprüfen

Der scheinbar unbeschädigte Reifen kann während der Fahrt einen deutlich höheren Lastanteil übernommen haben.

Innerer Zwillingsreifen kann einen Fremdkörper lange unbemerkt tragen

Der innere Reifen ist schlechter sichtbar. Gleichzeitig kann der Außenreifen einen Teil der Last weiter übernehmen.

  • Innen- und Außenreifen einzeln auf Luftdruck prüfen
  • beide Laufflächen soweit zugänglich kontrollieren
  • Temperaturen vergleichen
  • Innenflanken ansehen
  • Ventile und Ventilverlängerungen prüfen
FT Praxistipp bei Zwillingsbereifung

Wenn ein Zwillingspaar regelmäßig Luft benötigt, nicht nur den gut zugänglichen Außenreifen prüfen. Beide Reifen einzeln kontrollieren und den Druckverlust eindeutig zuordnen.

Fremdkörper zwischen Zwillingsreifen sind ein anderes Schadensbild

Nicht jeder Fremdkörper steckt in der Lauffläche. Steine, Metallstücke oder Holz können auch zwischen beiden Reifen eingeklemmt werden.

Scheuerwirkung

Der Fremdkörper kann bei jeder Radumdrehung an den Innenflanken arbeiten.

Druckwirkung

Unter Last kann ein Gegenstand punktuell stark gegen beide Reifen gedrückt werden.

Doppelschaden

Im ungünstigen Fall können beide Reifen desselben Zwillingspaares beschädigt werden.

Nach einem eingeklemmten Fremdkörper beide Innenflanken kontrollieren

Es reicht nicht, den Gegenstand zu entfernen. Die Bereiche, an denen er während der Fahrt anlag, müssen auf Scheuer-, Schnitt- oder Druckschäden beurteilt werden.

Wenn die sichtbare Schraube nicht die einzige Ursache ist

Ein Reifen kann gleichzeitig mehr als eine Undichtigkeit besitzen. Deshalb sollte bei weiter bestehendem Druckverlust nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass die sichtbare Einstichstelle die einzige Ursache war.

Ventileinsatz

Kann unabhängig vom Einstich undicht sein.

Ventilschaft

Beschädigungen können ebenfalls Luftverlust verursachen.

Ventilverlängerung

Bei Zwillingsbereifung können Verbindungen und Verlängerungen undicht werden.

Wulst / Felge

Dichtprobleme am Reifen-Felgen-Übergang können zusätzlich vorhanden sein.

Nach einer Reparatur weiterhin Druckverlust?

Dann nicht nur dieselbe Reparaturstelle erneut verdächtigen. Das gesamte Rad auf weitere Undichtigkeiten kontrollieren.

RDKS beziehungsweise Reifendruckkontrolle richtig nutzen

Ist ein LLKW mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet, kann ein schleichender Luftverlust früh auffallen.

Warnung ernst nehmen

Nicht nur zurücksetzen oder ignorieren.

Druck tatsächlich messen

Den angezeigten Zustand technisch kontrollieren.

Reifen auf Fremdkörper prüfen

Lauffläche und sichtbare Bereiche ansehen.

Nach dem Nachfüllen beobachten

Fällt der Druck erneut, Ursache suchen.

Eine Druckwarnung ist keine Reparaturdiagnose

Das System kann einen Druckverlust anzeigen, aber nicht zuverlässig erklären, ob Nagel, Ventil, Felge, Wulst oder ein anderer Schaden die Ursache ist.

Typische Beobachtungen bei Fremdkörperschäden

Beobachtung Mögliche Einordnung Was prüfen?
Schraube steckt im Profil, Druck stabil vollständige Durchdringung noch unklar Leckprüfung und fachgerechte Beurteilung
Blasenbildung an der Schraube Undichtigkeit wahrscheinlich Druckverlust dokumentieren und Reifen prüfen
Druck fällt langsam schleichende Undichtigkeit Reifen, Ventil und Felgenbereich kontrollieren
Reifen wurde fast drucklos gefahren innere Folgeschäden möglich Reifen demontieren und innen beurteilen
Fremdkörper im Schulterbereich kritischerer Schadensbereich Reparierbarkeit fachgerecht prüfen
Fremdkörper in der Seitenwand besonders kritischer Bereich nicht pauschal reparieren
Zwillingsreifen mit Druckverlust Partnerreifen kann stärker belastet worden sein beide Reifen prüfen
Stein zwischen Zwillingsreifen Innenflankenschaden möglich beide Reifenflanken kontrollieren
Druck fällt trotz Reparatur weiter weitere Undichtigkeit möglich gesamtes Rad erneut prüfen
sichtbares Loch klein, Schaden innen größer schräger Stichkanal möglich Innenprüfung erforderlich

Praxisablauf bei Schraube, Nagel oder Fremdkörper im LLKW-Reifen

Fremdkörper zunächst nicht entfernen

Position markieren und weitere Kontrolle vorbereiten.

Luftdruck messen

Aktuellen Zustand dokumentieren.

Schadensposition bestimmen

Lauffläche, Schulter oder Seitenwand unterscheiden.

Leckprüfung durchführen

Feststellen, ob an der sichtbaren Stelle Luft austritt.

Weiterfahrt mit Minderdruck berücksichtigen

Klärt, ob mögliche innere Folgeschäden zu erwarten sind.

Reifen für Reparaturentscheidung demontieren

Innenseite und tatsächlichen Stichkanal prüfen.

Reparierbarkeit technisch beurteilen

Schadensposition, Größe, Reifenbauart und Reparaturvorgaben berücksichtigen.

Bei Zwillingsbereifung Partnerreifen prüfen

Überlastung und Erwärmung ausschließen.

Nach Reparatur Luftdruck beobachten

Erneuten Verlust nicht ignorieren.

Kontrollliste bei Fremdkörpern im LLKW-Reifen

  • Fremdkörper nicht unvorbereitet entfernt
  • Position markiert
  • Luftdruck gemessen
  • Druckverlust dokumentiert
  • Schadensposition bestimmt
  • Lauffläche, Schulter und Seitenwand unterschieden
  • Leckprüfung durchgeführt
  • Weiterfahrt mit zu wenig Luft berücksichtigt
  • Reifeninneres bei Reparaturentscheidung kontrolliert
  • Stichkanal beurteilt
  • mögliche Walkschäden geprüft
  • Reifenbauart berücksichtigt
  • Reparaturvorgaben berücksichtigt
  • Ventil mitgeprüft
  • Felgen- und Wulstbereich berücksichtigt
  • bei Zwillingsbereifung Partnerreifen geprüft
  • Zwischenraum auf Fremdkörper kontrolliert
  • nach Reparatur Druck erneut überwacht

Wann ein Fremdkörperschaden besonders kritisch beurteilt werden sollte

  • Schaden liegt im Schulterbereich
  • Schaden liegt in der Seitenwand
  • Reifen wurde mit sehr niedrigem Druck weitergefahren
  • Reifen zeigt neue Beule oder Verformung
  • tragende Reifenbestandteile sind sichtbar
  • Stichkanal ist deutlich größer als zunächst erwartet
  • Reifen verliert schnell Luft
  • Reifen wurde unter hoher Last druckarm gefahren
  • Partnerreifen einer Zwillingsbereifung wurde möglicherweise überlastet
  • beide Innenflanken zeigen Fremdkörperspuren
  • Druckverlust besteht trotz Reparatur weiter
  • technische Reparierbarkeit ist nicht eindeutig
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FT Wissenswelt

Weiterführendes Wissen rund um Nutzfahrzeugreifen, LKW-Reifen, runderneuerte LKW-Reifen und den technischen Aufbau moderner Reifen.

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LLKW-Reifen und verwandte Nutzfahrzeugbereiche bei FT-Reifen

Wenn ein LLKW-Reifen nach einem Fremdkörperschaden ersetzt werden muss, sollten neben der Reifengröße auch Tragfähigkeit, Geschwindigkeitsbereich, Achslast, Radposition und die vorhandene Bereifung berücksichtigt werden.

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FT-Reifen auf Instagram und TikTok

Auf unseren Social-Media-Kanälen zeigen wir regelmäßig Reifen, Produkte, Praxistipps und Einblicke in die FT-Reifen Wissenswelt, Praxiswelt und Herstellerwelt. Unsere Reels verbinden kurze praktische Informationen mit weiterführendem Wissen auf unserer Website.

Häufige Fragen zu Fremdkörpern in LLKW-Reifen

Sollte eine Schraube sofort aus dem Reifen gezogen werden?

Nein. Der Fremdkörper kann die Schadstelle noch teilweise abdichten. Zuerst Luftdruck prüfen, Position markieren und anschließend die weitere technische Prüfung planen.

Kann ein kleiner Einstich im LLKW-Reifen repariert werden?

Das lässt sich nicht allein anhand der sichtbaren Größe entscheiden. Position, tatsächlicher Stichkanal, Reifenbauart, möglicher Druckverlust und der Zustand des Reifeninneren müssen berücksichtigt werden.

Warum ist die Weiterfahrt mit zu wenig Luft so problematisch?

Der Reifen verformt sich stärker und entwickelt mehr Walkarbeit. Dadurch können im Reifeninneren zusätzliche Schäden entstehen, die größer sind als der ursprüngliche Einstich.

Warum muss der Reifen für eine Reparaturentscheidung demontiert werden?

Erst dann lassen sich Stichkanal, Innerliner, Karkasse und mögliche Folgeschäden zuverlässig beurteilen. Von außen ist nur ein Teil des Schadens sichtbar.

Was ist bei einem beschädigten Zwillingsreifen besonders wichtig?

Neben dem beschädigten Reifen muss auch der Partnerreifen kontrolliert werden. Dieser kann während des Druckverlustes einen deutlich höheren Anteil der Radlast übernommen haben.

Technischer Hinweis

Ob ein Fremdkörperschaden reparierbar ist, hängt von Schadensposition, Schadensgröße, Reifenbauart, tatsächlicher innerer Beschädigung und den Vorgaben des jeweiligen Reparatursystems beziehungsweise Reifenherstellers ab. Wurde der Reifen mit deutlich vermindertem Luftdruck weitergefahren, müssen mögliche innere Folgeschäden besonders berücksichtigt werden. Eine reine Außenbetrachtung oder das bloße Wiederauffüllen mit Luft reicht für eine fachgerechte Beurteilung nicht aus.

Bei einer Schraube im LLKW-Reifen entscheidet nicht nur das sichtbare Loch

FT-Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen zu LLKW-Reifen, Fremdkörperschäden, Druckverlust, Reifenreparatur, Zwillingsbereifung und typischen Problemen im gewerblichen Nutzfahrzeugeinsatz.

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