LLKW-Reifen bei vielen Stop-and-Go-Fahrten richtig beurteilen
FT Praxiswelt – LLKW-Reifen
LLKW-Reifen bei vielen Stop-and-Go-Fahrten richtig beurteilen
LLKW im Liefer-, Service-, Kommunal- und Nahverkehr legen nicht zwangsläufig besonders viele Kilometer am Stück zurück. Ihre Reifen müssen dafür häufig beschleunigen, bremsen, lenken und wieder neu anfahren. Diese vielen kurzen Lastwechsel erzeugen ein völlig anderes Belastungsprofil als eine überwiegend gleichmäßige Fernverkehrsfahrt.
Deshalb sollte der Reifenverschleiß bei einem LLKW nicht nur anhand der Kilometerleistung beurteilt werden. Auch Anzahl der Stopps, Fahrzeuggewicht, Radlast, Antriebsart, Bremsvorgänge und Stadtanteil gehören zum tatsächlichen Einsatzprofil.
Wenig Kilometer können trotzdem sehr viel Reifenarbeit bedeuten
30.000 Kilometer im innerstädtischen Lieferverkehr können den Reifen vollkommen anders beanspruchen als dieselbe Laufleistung bei überwiegender Autobahnfahrt.
Anfahren, Bremsen, Lenken und wechselnde Achslasten wirken tausendfach auf Profil, Schulter, Karkasse und Aufstandsfläche.
Was bei jedem Stop-and-Go-Zyklus auf den Reifen wirkt
Antriebskraft
Beim Beschleunigen müssen die angetriebenen Reifen Motorkraft auf die Straße übertragen.
Bremskraft
Beim Verzögern werden hohe Kräfte über die Aufstandsfläche übertragen.
Lastverlagerung
Beim Bremsen und Beschleunigen verändern sich die tatsächlichen Radlasten kurzzeitig.
Lenkkräfte
Viele Stopps bedeuten häufig gleichzeitig Einparken, Abbiegen und Rangieren.
Profilverformung
Profilblöcke verformen sich bei jedem Kraftwechsel.
Walkarbeit
Der Reifen arbeitet unter Last bei jeder Radumdrehung.
Erwärmung
Mechanische Reifenarbeit und hohe Radlast können die Temperatur erhöhen.
Verschleiß
Viele kurze Kraftwechsel können Profil und Schulter anders abnutzen als gleichmäßige Fahrt.
Beim Bremsen steigt die Belastung der Vorderreifen
Während einer Verzögerung verlagert sich ein Teil der Fahrzeuglast nach vorne. Die Vorderreifen müssen dadurch kurzfristig mehr Radlast aufnehmen und gleichzeitig hohe Bremskräfte übertragen.
Mehr Radlast
Die Vorderachse wird während des Bremsens stärker belastet.
Bremskraft
Die Reifen übertragen einen großen Teil der Verzögerung auf die Fahrbahn.
Lenkarbeit
Beim Abbiegen und Bremsen können gleichzeitig Seitenkräfte wirken.
Schulterbelastung
Hohe Last und Lenkwinkel können Schulterbereiche zusätzlich beanspruchen.
Sie tragen, lenken und übertragen beim Bremsen hohe Kräfte. Deshalb kann ihr Verschleiß deutlich anders aussehen als an der Hinterachse.
Hinterreifen übertragen beim Anfahren hohe Antriebskräfte
Bei angetriebenen Hinterachsen muss die Lauffläche beim Beschleunigen hohe Antriebsmomente auf die Straße übertragen.
Hohe Nutzlast
Mehr Fahrzeugmasse verlangt entsprechend mehr Antriebskraft.
Steile Auffahrt
Rampen und Zufahrten erhöhen die erforderliche Zugkraft.
Kräftiges Anfahren
Hohe Drehmomentübertragung beansprucht Profilblöcke stärker.
Rutschiger Untergrund
Schlupf kann die Profiloberfläche zusätzlich mechanisch belasten.
Bei einem LLKW mit stark aufgerauten oder abgerundeten Profilkanten nicht nur auf den Reifen schauen. Das tatsächliche Fahrprofil mit häufigem Anfahren, hoher Nutzlast und Rampenbetrieb kann einen wichtigen Teil des Verschleißbildes erklären.
Schulterverschleiß hat nicht nur eine mögliche Ursache
Ein stark beanspruchter Schulterbereich kann bei LLKW im Stop-and-Go entstehen oder verstärkt werden. Trotzdem sollte niemals vorschnell nur eine Ursache angenommen werden.
Viele Kurven
Stadtverkehr erzeugt häufig hohe Seitenkräfte.
Häufiges Bremsen
Erhöht insbesondere an der Vorderachse die Belastung.
Luftdruck
Ein ungeeigneter Betriebsdruck verändert das Aufstands- und Verschleißbild.
Hohe Radlast
Mehr Belastung bedeutet stärkere Reifenarbeit.
Achsgeometrie
Spur- oder andere Fahrwerksabweichungen können Schiefverschleiß erzeugen.
Fahrwerk
Verschleiß an Lagern, Dämpfern oder Federn kann den Reifen beeinflussen.
Rangieren
Lenken bei geringer Geschwindigkeit kann die Schultern mechanisch aufrauen.
Bordsteine
Regelmäßiger Kontakt kann Schulter und Flanke zusätzlich beschädigen.
Schulterverschleiß ist ein Hinweis – keine eindeutige Diagnose
Ein neues Reifenpaar wird den Fehler nicht dauerhaft lösen, wenn die eigentliche Ursache in Achsgeometrie, Druck, Fahrwerk, Radlast oder Einsatzprofil liegt.
Profilkanten können bei intensiver Nutzung sichtbar aufrauen
Abgerundete Kanten
Können durch viele Antriebs-, Brems- und Lenkmomente entstehen.
Raue Oberfläche
Kann auf mechanisch intensiven Stadt- und Nahverkehr hinweisen.
Unregelmäßige Blockkanten
Auch Fahrwerk, Druck und Achsgeometrie mit berücksichtigen.
Unterschied Vorder/Hinterachse
Die jeweiligen Aufgaben der Achsen erzeugen unterschiedliche Verschleißbilder.
Reifentemperatur kann auch bei niedriger Durchschnittsgeschwindigkeit steigen
Stop-and-Go bedeutet nicht, dass die Reifen kalt bleiben. Hohe Radlast, viele Belastungswechsel und sommerliche Stadtbedingungen können die Reifentemperatur deutlich erhöhen.
Hohe Last
Erhöht die mechanische Reifenarbeit.
Viele Lastwechsel
Der Reifen wird immer wieder verformt und belastet.
Sommerhitze
Warmer Asphalt und hohe Umgebungstemperaturen erhöhen das Temperaturniveau.
Bremswärme
Auch die Bremsanlage kann den Radbereich zusätzlich erwärmen.
Bei auffälliger Temperatur sollte geklärt werden, wo die Wärme tatsächlich entsteht.
Reifenwärme und Bremswärme unterscheiden
Reifen links und rechts vergleichen
Technisch vergleichbare Reifen derselben Achse gegenüberstellen.
Felge berücksichtigen
Sehr warme Felge kann auf starke Bremswärme hinweisen.
Radnabe kontrollieren
Ist die Nabe besonders heiß, Bremse oder Lager als Ursache berücksichtigen.
Luftdruck prüfen
Ein zu niedriger Reifen kann durch stärkere Walkarbeit zusätzliche Wärme erzeugen.
Reifenbild ansehen
Verformung, Verschleiß und Schäden mit in die Diagnose einbeziehen.
Ein einzelnes sehr heißes Rad nicht nur als Reifenproblem behandeln
Eine schleifende Bremse oder ein auffälliges Radlager kann den gesamten Radbereich stark erwärmen und den Reifen zusätzlich thermisch beanspruchen.
Eine schwergängige Bremse kann das Reifenbild mit beeinflussen
Wenn eine Bremse dauerhaft leicht schleift, erhöht sich der Rollwiderstand einer einzelnen Radposition.
Mehr Wärme
Felge und Reifen können deutlich wärmer werden.
Mehr Rollwiderstand
Das betroffene Rad arbeitet anders als die übrigen.
Ungleichmäßiger Verschleiß
Der Reifen kann langfristig auffälliger werden.
Wenn nur ein LLKW-Rad nach vielen Stopps deutlich heißer ist als alle anderen, nicht einfach höheren Luftdruck vermuten. Bremse und Radlager gehören mit zur Kontrolle.
Lieferverkehr ist ein besonders intensives Reifenprofil
Ein typischer Zustell- oder Service-LLKW kann innerhalb eines Arbeitstages hunderte kurze Belastungswechsel erleben.
Kurze Fahrt
Nur wenige hundert Meter bis zum nächsten Ziel.
Bremsen
Last verlagert sich nach vorne.
Rangieren
Lenk- und Seitenkräfte wirken auf die Reifen.
Stillstand
Fahrzeug steht für Be- oder Entladung.
Erneutes Anfahren
Antriebsreifen übertragen wieder hohe Kräfte.
Wiederholung
Dieser Zyklus kann sich über den gesamten Arbeitstag vielfach wiederholen.
Wechselnde Beladung verstärkt das Stop-and-Go-Profil zusätzlich
Im Verteilerverkehr bleibt die Fahrzeugmasse über den Tag häufig nicht konstant.
Morgens voll beladen
Hohe Radlast und starke Belastung zu Beginn der Tour.
Während der Tour
Die Nutzlast kann schrittweise abnehmen oder bei Abholung wieder steigen.
Unterschiedliche Radlasten
Auch die Beladungsverteilung innerhalb des Fahrzeuges verändert sich.
Reifen werden abhängig von Ladung, Route und Fahrmanöver ständig unter anderen Lastbedingungen eingesetzt.
Elektrische LLKW beim Reifenbild mit berücksichtigen
Elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge können durch Batteriegewicht, Fahrzeugmasse sowie Antriebs- und Rekuperationscharakteristik ein eigenes Belastungsprofil besitzen.
Batteriemasse
Kann das Fahrzeuggewicht und die dauerhafte Radlast erhöhen.
Drehmoment
Hohe Antriebskraft kann bereits beim Anfahren zur Verfügung stehen.
Rekuperation
Verzögerung kann zusätzlich über den Antriebsstrang erfolgen.
Reifentragfähigkeit
Muss auch bei elektrischen LLKW zur tatsächlichen Achs- und Radlast passen.
Elektroantrieb bedeutet nicht automatisch höheren Reifenverschleiß
Fahrzeuggewicht, Reifenwahl, Luftdruck, Fahrweise, Achsgeometrie und Einsatzprofil entscheiden gemeinsam. Die Antriebsart allein reicht für eine Verschleißdiagnose nicht aus.
Luftdruck bleibt bei Stop-and-Go ein zentraler Faktor
Zu niedriger Druck bei hoher Last
- mehr Walkarbeit
- höhere Erwärmung
- größere Schulterbeanspruchung möglich
- höherer Rollwiderstand
Ungeeigneter hoher Druck
- veränderte Aufstandsfläche
- härteres Fahrverhalten
- ungünstiges Verschleißbild möglich
- stärkere Stoßübertragung
Stop-and-Go nicht mit pauschal höherem Luftdruck „behandeln“
Der Betriebsdruck muss weiterhin zu Reifen, Fahrzeug, tatsächlicher Achslast und den technischen Herstellerangaben passen.
Reifen achsweise und paarweise vergleichen
Ein Vergleich mehrerer Reifen desselben Fahrzeuges ist oft aussagekräftiger als die Betrachtung eines einzelnen Reifens.
- Vorderachse links und rechts vergleichen
- Hinterachse links und rechts vergleichen
- Profiltiefen dokumentieren
- Schulterbilder gegenüberstellen
- Luftdrücke vergleichen
- Reifentemperaturen nach gleicher Fahrt vergleichen
- bei Zwillingsbereifung Innen- und Außenreifen prüfen
Wenn drei Reifen ein ähnliches Bild zeigen und nur einer deutlich anders verschleißt oder wärmer wird, sollte nach einer technischen Einzelursache gesucht werden.
Zwillingsbereifung im Stop-and-Go vollständig kontrollieren
Bei LLKW mit Zwillingsbereifung kommen hohe Radlast und viele Lastwechsel zusammen.
Luftdruck
Innen- und Außenreifen einzeln messen.
Reifenhöhe
Große Profiltiefenunterschiede können die Lastverteilung verändern.
Erwärmung
Innen- und Außenreifen miteinander vergleichen.
Zwischenraum
Fremdkörper und Scheuerstellen kontrollieren.
Typische Beobachtungen bei Stop-and-Go-Einsatz
| Beobachtung | Mögliche Einordnung | Was prüfen? |
|---|---|---|
| Vorderreifen stärker verschlissen als hinten | Brems-, Lenk- und Radlastanteil möglich | Druck, Achsgeometrie und Fahrprofil prüfen |
| Hinterreifen mit aufgerauten Profilkanten | hohe Antriebskräfte möglich | Fahrprofil, Radlast und Druck berücksichtigen |
| beide Vorderreifen außen stärker abgenutzt | Kurven, Rangieren, Druck oder Achsgeometrie möglich | Gesamtursache prüfen |
| nur ein Reifen deutlich wärmer | Druck-, Brems-, Lager- oder Radlastproblem möglich | Radposition vollständig kontrollieren |
| gesamter Radbereich sehr heiß | starke Bremswärme möglich | Bremse und Lager berücksichtigen |
| Reifen im Lieferverkehr stark warm | hohe Radlast und viele Belastungszyklen möglich | Luftdruck und Tragfähigkeit prüfen |
| Schulterverschleiß kehrt nach Reifenwechsel wieder | Ursache im Fahrzeug oder Einsatzprofil wahrscheinlich | Achsgeometrie, Fahrwerk, Druck und Nutzung prüfen |
| ein Reifen verschleißt deutlich schneller | technische Einzelursache möglich | Radlast, Bremse, Lager und Achsstellung prüfen |
| Zwillings-Innenreifen deutlich wärmer | Druck- oder Lastunterschied möglich | Innenreifen und Zwischenraum kontrollieren |
Praxisablauf bei auffälligem Stop-and-Go-Verschleiß
Einsatzprofil erfassen
Stadtanteil, Stopps, Rangiermanöver und Beladung berücksichtigen.
Luftdruck kalt messen
Alle Reifen unter vergleichbaren Bedingungen prüfen.
Profiltiefen dokumentieren
Achsweise links und rechts vergleichen.
Schulterbild beurteilen
Innen- und Außenschulter getrennt ansehen.
Achsgeometrie berücksichtigen
Spur- und Fahrwerksprobleme ausschließen.
Radlast mitdenken
Hohe und einseitige Beladung berücksichtigen.
Nach einer typischen Tour Temperaturen vergleichen
Reifen, Felge und Radnabe gegenüberstellen.
Bremse und Lager bei Einzelauffälligkeit prüfen
Nicht jede Reifenwärme kommt vom Reifen selbst.
Bei Zwillingsbereifung beide Reifen prüfen
Innen- und Außenreifen als Paar beurteilen.
Kontrollliste für LLKW im Stop-and-Go-Einsatz
- tatsächliches Einsatzprofil bekannt
- Anzahl und Art der Stopps berücksichtigt
- hohe Nutzlast einbezogen
- Luftdruck kalt geprüft
- Vorderreifen achsweise verglichen
- Hinterreifen achsweise verglichen
- Profiltiefen dokumentiert
- Schulterverschleiß beurteilt
- Profilkanten auf ungewöhnliche Aufrauung kontrolliert
- Achsgeometrie bei Schiefverschleiß berücksichtigt
- Fahrwerk geprüft
- Temperaturen nach typischer Tour verglichen
- heiße Felge beziehungsweise Radnabe berücksichtigt
- Bremse bei Einzelauffälligkeit mitgeprüft
- Radlager als Wärmequelle berücksichtigt
- bei Zwillingsbereifung Innen- und Außenreifen kontrolliert
- bei Elektro-LLKW tatsächliche Fahrzeugmasse berücksichtigt
Wann ein Stop-and-Go-Verschleißbild genauer geprüft werden sollte
- nur ein Reifen verschleißt deutlich schneller
- nur ein Rad wird auffällig heiß
- Schulterverschleiß ist stark einseitig
- Verschleiß kehrt nach Reifenwechsel schnell wieder
- Fahrzeug zieht beim Bremsen oder Rollen auffällig
- Profilblöcke zeigen ungewöhnlich starken oder ungleichmäßigen Abrieb
- Luftdruck fällt regelmäßig ab
- Reifen verformt sich unter Last auffällig stark
- Zwillingsreifen zeigen deutlich unterschiedliche Temperaturen
- Achsgeometrie oder Fahrwerkszustand ist unbekannt
FT Wissenswelt
Weiterführendes Wissen zu Nutzfahrzeugreifen, LKW-Reifen, runderneuerten LKW-Reifen und dem technischen Reifenaufbau.
LLKW-Reifen und verwandte Nutzfahrzeugbereiche bei FT-Reifen
Bei Reifen für Liefer-, Service- und Nahverkehrsfahrzeuge sollten nicht nur Größe und Tragfähigkeit passen. Auch Achslast, Einsatzprofil, Stop-and-Go-Anteil, Geschwindigkeitsbereich und tatsächliche Fahrzeugmasse gehören zur Auswahl.
Häufige Fragen zu LLKW-Reifen bei Stop-and-Go
Warum kann ein LLKW mit wenig Tageskilometern trotzdem hohen Reifenverschleiß haben?
Viele kurze Fahrzyklen erzeugen ständig neue Antriebs-, Brems-, Lenk- und Lastwechsel. Die reine Kilometerzahl beschreibt diese mechanische Beanspruchung nur unvollständig.
Warum verschleißen Vorderreifen im Lieferverkehr oft anders als Hinterreifen?
Die Vorderreifen übernehmen Lenkkräfte und werden beim Bremsen zusätzlich stärker belastet. Hinterreifen können dagegen hohe Antriebskräfte übertragen. Dadurch entstehen unterschiedliche Belastungs- und Verschleißbilder.
Ist Schulterverschleiß automatisch ein Zeichen für falschen Luftdruck?
Nein. Luftdruck ist nur eine mögliche Ursache. Auch Achsgeometrie, Fahrwerk, Radlast, Rangieren, Kurvenfahrt und das gesamte Einsatzprofil müssen berücksichtigt werden.
Warum kann ein Rad im Stadtverkehr deutlich heißer sein als die anderen?
Neben Reifenarbeit kommen Bremse und Radlager als mögliche Wärmequellen infrage. Besonders wenn nur eine Radposition stark abweicht, sollte der komplette Radbereich kontrolliert werden.
Werden Reifen an elektrischen LLKW automatisch schneller verschlissen?
Nicht automatisch. Fahrzeugmasse, Reifenwahl, Luftdruck, Achsgeometrie, Fahrweise und Einsatzprofil entscheiden gemeinsam. Batteriegewicht und Antriebscharakteristik sollten jedoch in die technische Beurteilung einbezogen werden.
Technischer Hinweis
Reifenverschleiß im Stop-and-Go-Verkehr hat häufig mehrere Ursachen. Einsatzprofil, Luftdruck, Rad- und Achslast, Achsgeometrie, Fahrwerk, Bremsanlage, Lager und Reifenbauart sollten gemeinsam betrachtet werden. Ein einzelnes auffällig warmes oder stark verschleißendes Rad sollte nicht nur durch einen Reifenwechsel behandelt werden, solange die technische Ursache ungeklärt ist.
Stop-and-Go bedeutet für LLKW-Reifen viele Belastungen auf kurzer Strecke
FT-Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen zu LLKW-Reifen, Lieferverkehr, Stop-and-Go, Schulterverschleiß, Reifenwärme, Bremsbelastung und typischen Einsatzbedingungen leichter Nutzfahrzeuge.
FT-Reifen – der Reifenhändler, der sein Wissen teilt.