Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zum Menü springen

LKW-Reifen Förderung verstehen – De-minimis bzw. Umweltschutz und Sicherheit

FT Wissenswelt – LKW-Reifen

LKW-Reifen Förderung verstehen – De-minimis bzw. Umweltschutz und Sicherheit

Viele Unternehmen kennen die Förderung noch unter dem Begriff De-minimis. Das heutige Förderprogramm trägt die Bezeichnung „Umweltschutz und Sicherheit“ und wird vom Bundesamt für Logistik und Mobilität – BALM – durchgeführt.

Das Programm unterstützt Unternehmen des Güterkraftverkehrs bei bestimmten Investitionen, die über gesetzliche Mindestanforderungen hinausgehen und dem Umweltschutz oder der Verkehrssicherheit dienen.

Auch bestimmte Investitionen in LKW-Reifen können förderfähig sein. Dabei spielen je nach Reifen und Achsposition unter anderem EU-Reifenlabel, Rollwiderstand, Rollgeräusch, 3PMSF-Kennzeichnung und Runderneuerung eine Rolle.

Umweltschutz

Effizientere Reifen können Rollwiderstand, Energieverbrauch und Emissionen reduzieren.

Sicherheit

Bestimmte zusätzliche Reifenausstattungen können die Verkehrssicherheit erhöhen.

Förderung

Förderfähig sind nur Maßnahmen, die die jeweils aktuellen Voraussetzungen erfüllen.

BALM

Anträge und Förderabwicklung erfolgen über das Bundesamt für Logistik und Mobilität.

Eine mögliche Förderfähigkeit sollte immer vor Bestellung und Maßnahmenbeginn geprüft werden

Förderbedingungen, Fördersätze und verfügbare Haushaltsmittel können sich von Förderperiode zu Förderperiode ändern.

Warum spricht man noch von De-minimis?

Der Begriff De-minimis ist im Transport- und Fuhrparkbereich seit vielen Jahren bekannt.

Das heutige Programm heißt offiziell „Umweltschutz und Sicherheit“. Die Förderung basiert weiterhin auf den europäischen Regelungen für sogenannte De-minimis-Beihilfen.

De-minimis ist also nicht verschwunden – der bekannte Begriff steckt weiterhin hinter der beihilferechtlichen Grundlage des Programms

Welches Ziel hat das Förderprogramm?

Das Programm soll Unternehmen dabei unterstützen, über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus in mehr Sicherheit und geringere Umweltbelastung zu investieren.

Zu den grundsätzlichen Zielen gehören:

  • Reduzierung von Emissionen
  • Reduzierung von Materialverbrauch
  • Verbesserung der Verkehrssicherheit
  • Verbesserung der technischen Fahrzeugausstattung
Die Förderung ist nicht als allgemeiner Zuschuss für jede normale Betriebsausgabe gedacht

Wer kann grundsätzlich antragsberechtigt sein?

Nach den Förderbedingungen kommen Unternehmen infrage, die Güterkraftverkehr im Sinne des Güterkraftverkehrsgesetzes durchführen und entsprechende schwere Nutzfahrzeuge in Deutschland halten beziehungsweise besitzen.

Als schwere Nutzfahrzeuge gelten im Programm Kraftfahrzeuge, die ausschließlich für den Güterkraftverkehr bestimmt sind und deren technisch zulässige Gesamtmasse mehr als 3,5 Tonnen beträgt.

Die tatsächliche Antragsberechtigung muss immer anhand der aktuellen Förderrichtlinie geprüft werden

Warum Reifen nicht automatisch förderfähig sind

Dass ein Unternehmen grundsätzlich am Förderprogramm teilnehmen kann, bedeutet nicht, dass jeder gekaufte LKW-Reifen gefördert wird.

Für die Reifenförderung können je nach Förderperiode und Reifenausführung beispielsweise relevant sein:

  • EU-Reifenlabel
  • Energieeffizienzklasse
  • externes Rollgeräusch
  • 3PMSF-Kennzeichnung
  • Achsposition
  • Neu- oder Runderneuerungsstatus
  • aktuelle Maßnahmenliste des BALM
„LKW-Reifen“ ist keine automatische Förderkategorie – entscheidend ist der konkrete Reifen in der konkreten Anwendung

Warum Rollwiderstand für die Förderung relevant sein kann

Ein Teil der Reifenförderung wird über den Umweltgedanken begründet.

Ein rollwiderstandsoptimierter Reifen benötigt beim Abrollen weniger Energie als ein technisch vergleichbarer Reifen mit höherem Rollwiderstand.

Bei hohen LKW-Laufleistungen kann dies dazu beitragen:

  • Kraftstoffverbrauch zu reduzieren
  • Energiebedarf zu senken
  • CO₂-Emissionen zu reduzieren
Der standardisierte Rollwiderstand wird über das EU-Reifenlabel vergleichbar gemacht

Warum auch das externe Rollgeräusch eine Rolle spielen kann

Zum Umweltaspekt gehört nicht nur der Energieverbrauch.

Auch das durch Reifen verursachte externe Rollgeräusch kann bei der Beurteilung bestimmter Fördermaßnahmen berücksichtigt werden.

Damit können sowohl Energieeffizienz als auch Geräuschentwicklung Teil der Reifenförderung sein

Warum das EU-Reifenlabel für die Förderung wichtig sein kann

Das EU-Reifenlabel liefert standardisierte Angaben zu wichtigen Reifeneigenschaften.

Bei LKW-Reifen gehören dazu unter anderem:

Energieeffizienz

Bewertung anhand des Rollwiderstands.

Nasshaftung

Standardisierte Bewertung der Bremsleistung auf nasser Fahrbahn.

Externes Rollgeräusch

Bewertung der Geräuschentwicklung außerhalb des Fahrzeugs.

Für die Förderung sind nur die in der aktuellen Maßnahmenliste ausdrücklich genannten Kriterien maßgeblich

Warum eine gute Labelklasse nicht automatisch eine Förderung garantiert

Ein Reifen kann technisch eine gute Energieeffizienzklasse besitzen und trotzdem nicht automatisch förderfähig sein.

Zusätzlich können relevant sein:

  • Achse
  • Fahrzeugart
  • konkrete Maßnahme
  • Förderperiode
  • Antragsstatus
  • verfügbare Fördermittel
Das EU-Reifenlabel liefert technische Daten – die Förderentscheidung erfolgt nach der jeweiligen Förderrichtlinie

Welche Rolle spielt 3PMSF bei der Reifenförderung?

3PMSF steht für Three-Peak Mountain Snowflake und bezeichnet das Alpine-Symbol mit Bergpiktogramm und Schneeflocke.

Bei bestimmten Achspositionen kann die Verwendung eines entsprechend gekennzeichneten Reifens eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme darstellen und dadurch förderrelevant sein.

Ob 3PMSF allein für eine bestimmte Förderung ausreicht, hängt von Achsposition und aktueller Maßnahmenliste ab

Warum die Achsposition für die Förderung wichtig sein kann

Beim schweren LKW gelten nicht für jede Achse dieselben gesetzlichen Anforderungen.

Dadurch kann eine Reifenausstattung auf einer Achse gesetzlich vorgeschrieben sein, auf einer anderen Achse aber eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme darstellen.

Lenkachse

Reifen müssen insbesondere Führung, Brems- und Seitenkräfte sicher übertragen.

Antriebsachse

Zusätzlich müssen hohe Antriebskräfte und Traktion übertragen werden.

Trailerachse

Hier können andere gesetzliche und fördertechnische Voraussetzungen gelten.

Ein identischer Reifen kann deshalb je nach Achsposition fördertechnisch unterschiedlich behandelt werden

Warum gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen grundsätzlich problematisch für die Förderung sind

Das Förderprogramm soll zusätzliche Maßnahmen unterstützen.

Maßnahmen, die bereits:

  • gesetzlich vorgeschrieben
  • durch Rechtsverordnung verpflichtend
  • durch Verwaltungsvorschrift zwingend vorgeschrieben
  • oder bereits serienmäßiger Fahrzeugbestandteil

sind, sind grundsätzlich nicht als zusätzliche Fördermaßnahme gedacht.

Förderung setzt regelmäßig voraus, dass über eine ohnehin bestehende Pflicht hinaus investiert wird

Warum Trailerreifen mit 3PMSF besonders interessant sein können

Bei Trailer- und Aufliegerachsen können andere gesetzliche Winterreifenanforderungen gelten als an den permanent angetriebenen und vorderen Lenkachsen eines schweren Motorfahrzeugs.

Dadurch kann ein 3PMSF-Reifen am Trailer je nach Förderperiode als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme berücksichtigt werden.

Die aktuelle Maßnahmenliste des BALM entscheidet – nicht allein die 3PMSF-Kennzeichnung

Können auch runderneuerte LKW-Reifen gefördert werden?

Ja, auch runderneuerte Reifen können grundsätzlich Bestandteil förderfähiger Reifenmaßnahmen sein, wenn sie die jeweils geltenden Bedingungen erfüllen.

Das ist fachlich besonders interessant, weil eine Runderneuerung:

  • eine geeignete vorhandene Karkasse weiter nutzt
  • Materialressourcen spart
  • den Reifenlebenszyklus verlängern kann
Runderneuerung verbindet damit Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung

Was bedeutet die maximale Förderquote?

Das Förderprogramm kann einen prozentualen Anteil der anerkannten Ausgaben übernehmen.

Für die Förderperiode 2026 nennt das Bundesministerium für Verkehr eine Förderung von maximal 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben einer Maßnahme.

„Bis zu 80 Prozent“ bedeutet nicht, dass jeder LKW-Reifen automatisch mit 80 Prozent gefördert wird

Die tatsächliche Förderhöhe richtet sich nach der jeweiligen Maßnahme und deren Förderkriterien.

Förderrahmen 2026 im Überblick

Fördermerkmal Stand Förderperiode 2026
Programm Umweltschutz und Sicherheit – vormals De-minimis
Förderstelle Bundesamt für Logistik und Mobilität – BALM
Maximale Förderquote Bis zu 80 % der anerkannten Ausgaben, abhängig von der konkreten Maßnahme
Fahrzeugsatz 2.000 Euro je berücksichtigungsfähigem schweren Nutzfahrzeug
Maximaler Förderbetrag Bis zu 33.000 Euro je Unternehmen und Förderjahr
Fördergegenstand Bestimmte Maßnahmen des Umweltschutzes und der Sicherheit, darunter unter Voraussetzungen auch Fahrzeugbereifung
Antrag Elektronisch über das BALM
Diese Werte beziehen sich ausdrücklich auf die Förderperiode 2026 und können sich künftig ändern

Warum der Antrag vor der Bestellung besonders wichtig ist

Eine der wichtigsten Förderregeln lautet: Mit einer förderfähigen Maßnahme darf grundsätzlich nicht begonnen werden, bevor die Fördervoraussetzungen erfüllt beziehungsweise die entsprechende Bewilligung vorliegt.

Als Beginn einer Maßnahme kann bereits der Abschluss eines:

  • Kaufvertrages
  • Liefervertrages
  • Leistungsvertrages

gelten.

Wer zuerst Reifen verbindlich bestellt und sich danach um die Förderung kümmert, kann die Förderfähigkeit gefährden

Warum ein Angebot etwas anderes sein kann als eine Bestellung

Für Förderanträge können vorab Informationen zu geplanten Kosten benötigt werden.

Ein unverbindliches Angebot beziehungsweise eine Kalkulationsgrundlage ist jedoch etwas anderes als ein bereits verbindlich abgeschlossener Kaufvertrag.

Vor einer verbindlichen Bestellung sollte geklärt sein, welche Unterlagen für den Förderantrag erforderlich sind

Warum verfügbare Haushaltsmittel entscheidend sind

Auch wenn ein Förderprogramm grundsätzlich für einen bestimmten Zeitraum geöffnet ist, stehen dafür nur begrenzte Haushaltsmittel zur Verfügung.

Bei sehr hoher Nachfrage können diese Mittel bereits vor dem regulären Ende der Antragsfrist gebunden sein.

Eine veröffentlichte Antragsfrist bedeutet deshalb nicht automatisch, dass bis zum letzten Tag tatsächlich noch Fördermittel verfügbar sind

Warum frühzeitige Planung für Fuhrparks wichtig ist

Unternehmen, die Reifeninvestitionen mit Fördermitteln verbinden möchten, sollten ihren Bedarf möglichst frühzeitig kennen.

Sinnvoll ist es, vor Förderstart zu prüfen:

Fahrzeugbestand

Welche förderfähigen Fahrzeuge gehören zum Unternehmen?

Reifenbedarf

Welche Größen und Achspositionen werden voraussichtlich benötigt?

Reifenmerkmale

Welche Label- und 3PMSF-Eigenschaften sind erforderlich?

Unterlagen

Welche Nachweise verlangt das BALM für Antrag und Verwendungsnachweis?

Förderplanung und Reifenplanung sollten deshalb frühzeitig miteinander verbunden werden

Warum nicht nur der Förderprozentsatz zählen sollte

Ein Reifen sollte nicht allein deshalb gekauft werden, weil für ihn eine hohe Förderung möglich erscheint.

Technisch müssen weiterhin passen:

  • Reifengröße
  • Lastindex
  • Geschwindigkeitsindex
  • Achsposition
  • Felge
  • Einsatzbereich
  • Reifenfülldruck
Die Förderung kann die Kaufentscheidung unterstützen – sie ersetzt keine technisch richtige Reifenwahl

Warum ein ungeeigneter geförderter Reifen wirtschaftlich trotzdem teuer sein kann

Ein Reifen mit hoher Förderung kann im falschen Einsatz Nachteile haben.

Beispiele:

  • zu geringer Verschleißwiderstand für Regionalverkehr
  • zu wenig Robustheit für Baustellen
  • ungeeignetes Profil für die Achsposition
  • unzureichende Tragfähigkeit
Förderquote und tatsächliche Kosten pro Kilometer sind zwei unterschiedliche Dinge

Warum die tatsächlichen Kosten pro Kilometer wichtig bleiben

Die Wirtschaftlichkeit eines LKW-Reifens setzt sich aus mehr zusammen als Kaufpreis minus Förderung.

Zu berücksichtigen sind unter anderem:

Kaufpreis

Ausgangskosten des Reifens.

Förderung

Möglicher Zuschuss zu den anerkannten Ausgaben.

Laufleistung

Tatsächlich erreichte Kilometer im Betrieb.

Energieverbrauch

Einfluss des Rollwiderstands über die Nutzungsdauer.

Nachschneiden

Mögliche zusätzliche Laufleistung bei geeigneten Reifen.

Karkassenwert

Möglicher wirtschaftlicher Restwert des Reifenunterbaus.

Runderneuerung

Weitere Nutzung einer geeigneten Karkasse.

Ausfallkosten

Stillstand und ungeplante Reifenprobleme können erhebliche Kosten verursachen.

Warum Förderung und Reifenlabel nicht dasselbe sind

Das EU-Reifenlabel ist ein technisches Informationssystem.

Das Förderprogramm ist dagegen ein staatliches Zuschussprogramm mit eigenen Förderbedingungen.

EU-Reifenlabel

Vergleicht bestimmte standardisierte Reifeneigenschaften.

Förderprogramm

Legt fest, welche Investitionen unter welchen Bedingungen bezuschusst werden können.

Ein Reifenlabel kann Förderkriterium sein – es ist aber selbst keine Förderzusage

Warum auch gebrauchte Reifen förderfähig sein können

Das Förderprogramm kann grundsätzlich auch gebrauchte Produkte berücksichtigen, wenn die jeweilige Maßnahme dem Grunde nach förderfähig ist und die aktuellen Bedingungen eingehalten werden.

Neu, gebraucht oder runderneuert beschreibt den Produktzustand – über die Förderfähigkeit entscheidet die aktuelle Maßnahmenliste

Warum Montagekosten ebenfalls relevant sein können

Im Zusammenhang mit dem Erwerb förderfähiger Gegenstände können je nach Maßnahme auch Ausgaben für Montage beziehungsweise Installation berücksichtigt werden.

Welche Kosten konkret anerkannt werden, sollte vorab anhand der aktuellen BALM-Unterlagen geprüft werden

Welche Unterlagen können bei der Förderung wichtig sein?

Je nach Maßnahme können unter anderem erforderlich sein:

  • Antragsunterlagen
  • Fahrzeugdaten
  • Reifendaten
  • EU-Reifenlabel
  • Rechnung
  • Zahlungsnachweise
  • Verwendungsnachweise
Die aktuelle BALM-Anleitung und der jeweilige Verwendungsnachweis sind maßgeblich

Warum Rechnungsdaten sauber zum Förderantrag passen sollten

Bei einem Förderverfahren müssen die tatsächlich beschafften Produkte nachvollziehbar dokumentiert werden können.

Bei Reifen sind dafür insbesondere hilfreich:

  • Hersteller
  • Profil
  • Reifengröße
  • Anzahl
  • Preis
  • technische Reifenmerkmale
Je eindeutiger der Reifen identifiziert werden kann, desto leichter lässt sich die tatsächliche Maßnahme dokumentieren

Welche Reifenmerkmale sollte ein Fuhrpark vor der Bestellung kennen?

Größe

Welche Dimension benötigt das Fahrzeug?

Achsposition

Steer, Drive, Trailer oder andere Verwendung?

Lastindex

Welche Tragfähigkeit wird benötigt?

Speed Index

Welche Geschwindigkeitskategorie ist erforderlich?

3PMSF

Ist das Alpine-Symbol vorhanden und für die Anwendung relevant?

Effizienzklasse

Welche Rollwiderstandsklasse besitzt der Reifen?

Rollgeräusch

Welche Geräuschklasse weist das Reifenlabel aus?

Karkassenkonzept

Ist Nachschneiden oder Runderneuerung vorgesehen?

Typische Irrtümer zur LKW-Reifenförderung

Behauptung Richtige Einordnung
„De-minimis gibt es nicht mehr.“ Das heutige Programm heißt Umweltschutz und Sicherheit. Die Förderung basiert weiterhin auf De-minimis-Beihilferegelungen.
„Jeder LKW-Reifen wird mit 80 % gefördert.“ Nein. Die Förderquote hängt von der konkreten Maßnahme und den aktuellen Förderbedingungen ab.
„3PMSF bedeutet automatisch 80 % Förderung.“ Nein. Achsposition, Maßnahmekategorie und aktuelle BALM-Vorgaben müssen ebenfalls passen.
„Eine gute Effizienzklasse reicht für die Förderung.“ Nicht automatisch. Die jeweils gültige Maßnahmenliste legt die Anforderungen fest.
„Ich kann den Reifen zuerst bestellen und anschließend Förderung beantragen.“ Das kann förderschädlich sein. Mit einer Maßnahme darf grundsätzlich nicht vor dem zulässigen Zeitpunkt begonnen werden.
„Die Antragsfrist garantiert, dass bis dahin Geld verfügbar ist.“ Nein. Fördermittel können bereits vorher vollständig gebunden sein.
„Nur Neureifen können gefördert werden.“ Nicht zwingend. Auch gebrauchte beziehungsweise runderneuerte Reifen können unter den jeweiligen Voraussetzungen berücksichtigt werden.
„Förderfähigkeit bedeutet, dass der Reifen technisch zum LKW passt.“ Nein. Technische Passung und Förderfähigkeit sind zwei getrennte Prüfungen.
„Der Reifen mit der höchsten Förderung ist wirtschaftlich automatisch der beste.“ Nein. Laufleistung, Rollwiderstand, Einsatz, Ausfallkosten und Karkassenwert müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
„Förderregeln bleiben jedes Jahr gleich.“ Nein. Fördermaßnahmen, Quoten, Fristen und Bedingungen können sich ändern.

Stand Förderperiode 2026

Für die Förderperiode 2026 wurde das Programm „Umweltschutz und Sicherheit“ fortgeführt. Die reguläre Antragsphase begann im April 2026.

Aufgrund der hohen Nachfrage können verfügbare Haushaltsmittel bereits vor dem regulären Ende einer Antragsfrist vollständig gebunden sein.

Vor jeder geplanten Beschaffung sollte deshalb direkt beim BALM geprüft werden, ob aktuell Anträge möglich sind und welche Maßnahmenliste gilt

Warum sich die Prüfung jedes Förderjahr erneut lohnt

Die Förderbedingungen können sich ändern.

Das betrifft beispielsweise:

  • Förderquote
  • förderfähige Reifenmerkmale
  • Antragsfrist
  • Fahrzeugsatz
  • Unterlagen
  • Verwendungsnachweis
Eine Förderentscheidung aus einem Vorjahr darf deshalb nicht ungeprüft auf das nächste Förderjahr übertragen werden

LKW-Reifen bei FT-Reifen

Bei FT-Reifen finden Sie LKW-Reifen für unterschiedliche Größen, Achspositionen und Einsatzbereiche – darunter Reifen mit 3PMSF-Kennzeichnung sowie unterschiedlichen EU-Labelwerten.

LKW-Reifen kaufen LKW-Reifen nach Größe, Achsposition, Tragfähigkeit, Profil und tatsächlichem Einsatz auswählen.

FT-Reifen auf Instagram und TikTok

Auf unseren Social-Media-Kanälen zeigen wir regelmäßig LKW-Reifen, Reifenkennzeichnungen, Produkte, Praxistipps und technische Zusammenhänge rund um Nutzfahrzeugbereifung und wirtschaftlichen Reifeneinsatz.

Häufige Fragen zur Förderung von LKW-Reifen

Gibt es die De-minimis-Förderung noch?

Das Förderprogramm wird heute unter der Bezeichnung „Umweltschutz und Sicherheit“ geführt. Die bekannte Bezeichnung De-minimis wird weiterhin häufig verwendet und beschreibt auch die beihilferechtliche Grundlage.

Können LKW-Reifen gefördert werden?

Ja. Bestimmte Reifenmaßnahmen können förderfähig sein, wenn sie die Voraussetzungen der jeweils aktuellen Förderrichtlinie und Maßnahmenliste erfüllen.

Wer ist für die Förderung zuständig?

Das Förderprogramm wird vom Bundesamt für Logistik und Mobilität – BALM – durchgeführt.

Wie hoch ist die Förderung 2026?

Das Bundesministerium für Verkehr nennt für 2026 eine Förderung von maximal 80 Prozent der anerkannten Ausgaben. Die tatsächliche Förderquote hängt jedoch von der konkreten Maßnahme ab.

Wie hoch ist der Fahrzeugsatz 2026?

Für die Förderperiode 2026 beträgt der Fahrzeugsatz 2.000 Euro je berücksichtigungsfähigem schweren Nutzfahrzeug.

Wie hoch ist die maximale Förderung je Unternehmen?

Für 2026 liegt die absolute Obergrenze bei 33.000 Euro je Unternehmen und Förderjahr.

Werden Reifen mit 3PMSF gefördert?

3PMSF kann je nach Achsposition und Maßnahmekategorie förderrelevant sein. Das Symbol allein garantiert jedoch keine Förderung.

Werden rollwiderstandsoptimierte Reifen gefördert?

Rollwiderstand beziehungsweise die Energieeffizienzklasse des EU-Reifenlabels kann ein Förderkriterium sein. Maßgeblich ist die aktuell geltende Maßnahmenliste.

Können runderneuerte LKW-Reifen gefördert werden?

Ja, runderneuerte Reifen können unter den jeweiligen Voraussetzungen Bestandteil förderfähiger Maßnahmen sein.

Darf ich die Reifen vor dem Förderantrag bestellen?

Das kann die Förderung gefährden. Vor einem verbindlichen Kaufvertrag muss geprüft werden, ab welchem Zeitpunkt die Maßnahme nach den aktuellen Förderbedingungen begonnen werden darf.

Ist Förderung bis zum offiziellen Fristende garantiert?

Nein. Die verfügbaren Haushaltsmittel können bereits vor Ablauf einer regulären Antragsfrist vollständig gebunden sein.

Sind die Förderbedingungen jedes Jahr gleich?

Nein. Maßnahmen, Fördersätze, Fristen und Anforderungen können sich von Förderperiode zu Förderperiode ändern.

Wichtiger Hinweis zur Förderberatung

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen technischen und fachlichen Orientierung zur LKW-Reifenförderung. Sie stellen keine verbindliche Förderzusage oder Rechtsberatung dar.

Ob ein Unternehmen, Fahrzeug oder konkreter Reifen förderfähig ist, entscheidet sich ausschließlich nach der zum Zeitpunkt des Antrags geltenden Förderrichtlinie, Maßnahmenliste und Entscheidung des Bundesamtes für Logistik und Mobilität.

Vor einer verbindlichen Bestellung sollte deshalb immer der aktuelle Förderstatus beim BALM geprüft werden.

Förderung kann LKW-Reifen wirtschaftlich interessanter machen – ersetzt aber keine technische Auswahl

Das Förderprogramm „Umweltschutz und Sicherheit“ – vielen weiterhin als De-minimis bekannt – kann bestimmte Investitionen in LKW-Reifen finanziell unterstützen.

Förderrelevant können beispielsweise Rollwiderstand, Rollgeräusch, 3PMSF-Kennzeichnung, Achsposition und Runderneuerung sein.

Doch eine mögliche Förderung ist nur ein Teil der Entscheidung.

Der Reifen muss weiterhin hinsichtlich Reifengröße, Tragfähigkeit, Geschwindigkeit, Achsposition, Profil, Felge und tatsächlichem Einsatz technisch zum Fahrzeug passen.

Hinzu kommen Laufleistung, Energieverbrauch und möglicher Karkassenwert.

Deshalb lautet die entscheidende Frage nicht nur: „Wie hoch wird dieser Reifen gefördert?“

Sondern: „Ist dieser Reifen technisch richtig für das Fahrzeug – und erfüllt er zusätzlich die aktuell geltenden Förderbedingungen?“

Erst wenn beide Fragen beantwortet sind, kann eine Förderung wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden.

FT Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung im Reifenhandel mit verständlichem Produktwissen, Praxiswissen und Herstellerwissen.

FT-Reifen – der Reifenhändler, der sein Wissen teilt.

LKW-Reifen ansehen

Runderneuerte LKW-Reifen verstehen

FT Praxiswelt LKW-Reifen

Mehr über FT Reifen erfahren