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Implement-Reifen bei Straßenfahrt richtig kontrollieren und beurteilen

FT Praxiswelt – Implement-Reifen

Implement-Reifen bei Straßenfahrt richtig kontrollieren und beurteilen

Ein Implement-Reifen wird auf der Straße anders belastet als im Feld. Bei längeren Transportfahrten kommen höhere Geschwindigkeiten, viele aufeinanderfolgende Walkzyklen, dauerhafte Radlast und zunehmende Erwärmung zusammen.

Ein Reifen, der im Feldeinsatz unauffällig funktioniert, muss deshalb nicht automatisch für jede längere Straßenfahrt unter derselben Last passend eingestellt sein. Luftdruck, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitsfreigabe, vorhandene Feldschäden und der Zustand von Felge und Radbefestigung sollten vor längeren Transportetappen kontrolliert werden.

Feldbetrieb und Straßenbetrieb sind zwei unterschiedliche Belastungen

Auf dem Feld stehen Bodenschonung, Einsinken, Fahrspuren und wechselnde Radlasten im Vordergrund. Auf der Straße steigt dagegen die Bedeutung von Geschwindigkeit, Erwärmung, dauerhaftem Rundlauf und korrektem Betriebsdruck.

Vor dem Wechsel auf die Straße neu beurteilen

Ein im Feld zulässiger Betriebszustand sollte nicht ungeprüft für eine längere Straßenfahrt übernommen werden.

Was sich bei längerer Straßenfahrt verändert

Geschwindigkeit

Mit steigender Geschwindigkeit folgen die Belastungszyklen des Reifens wesentlich schneller aufeinander.

Fahrdauer

Eine längere Strecke bedeutet mehr dauerhafte Reifenarbeit und mögliche Erwärmung.

Radlast

Volle Beladung erhöht die mechanische Beanspruchung jedes einzelnen Reifens.

Luftdruck

Ein für die Radlast und Geschwindigkeit unpassender Druck kann die Walkarbeit verändern.

Rundlauf

Standverformungen oder Reifenschäden werden bei höherer Geschwindigkeit deutlicher spürbar.

Erwärmung

Reifen können durch längere Straßenfahrt deutlich wärmer werden.

Straßenabrieb

Asphalt belastet Profil und Schulter anders als weicher Feldboden.

Kurvenfahrt

Bei Tandem- und Mehrachsgeräten entstehen zusätzliche seitliche Scherkräfte.

Vor längerer Straßenfahrt zuerst den Luftdruck prüfen

Der Luftdruck sollte möglichst am kalten Reifen kontrolliert und mit den technischen Vorgaben für tatsächliche Radlast und vorgesehene Geschwindigkeit abgeglichen werden.

Reifen eindeutig identifizieren

Größe, Bauart, Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitskennzeichnungen feststellen.

Beladung berücksichtigen

Leerfahrt, Teillast und volle Beladung unterscheiden.

Radlast berücksichtigen

Nicht nur das Gesamtgewicht des Gerätes heranziehen.

Straßengeschwindigkeit berücksichtigen

Die zulässige Belastung hängt auch vom vorgesehenen Geschwindigkeitsbereich ab.

Luftdruck kalt messen

Mit den Herstellerangaben für den jeweiligen Betriebszustand vergleichen.

Feldluftdruck nicht automatisch für die Straße übernehmen

Ein Betriebsdruck, der für langsamen Feldeinsatz innerhalb der technischen Vorgaben liegt, muss nicht automatisch für eine anschließende schnellere Straßenfahrt mit hoher Radlast geeignet sein.

Geschwindigkeit verändert die zulässige Belastung

Maßgeblich sind die Last-, Druck- und Geschwindigkeitstabellen des jeweiligen Reifenherstellers.

Tragfähigkeit und Geschwindigkeit immer gemeinsam betrachten

Bei Implement-Reifen reicht es nicht, nur auf eine hohe Tragfähigkeitsangabe zu achten. Entscheidend ist, welche Last der Reifen beim tatsächlichen Geschwindigkeitsbereich tragen darf.

  • Tragfähigkeitskennzeichnung prüfen
  • Geschwindigkeitskennzeichnung beachten
  • Herstellertabellen verwenden
  • tatsächliche Radlast berücksichtigen
  • keine Feldfreigabe pauschal auf Straßengeschwindigkeit übertragen

Hohe Last und hohe Geschwindigkeit gleichzeitig sind besonders anspruchsvoll

Je höher die Radlast und je länger beziehungsweise schneller die Straßenfahrt, desto wichtiger sind passender Luftdruck, intakter Reifenaufbau und ausreichende technische Reserven innerhalb der Herstellerfreigaben.

Feldschäden vor der Straßenfahrt suchen

Ein Reifen kann aus dem Feldeinsatz Schäden mitbringen, die bei langsamer Fahrt kaum auffallen, auf der Straße aber stärker beansprucht werden.

Stoppelschaden

Einstiche und Schnitte aus Ernterückständen genauer ansehen.

Flankenschnitt

Kann durch tiefe Fahrspuren, Feldkanten oder Fremdkörper entstehen.

Beule

Eine lokale Auswölbung kann auf eine innere Beschädigung hinweisen.

Fremdkörper

Nägel, Draht, Stoppeln oder andere Teile können noch im Reifen stecken.

Ein Feldschaden wird durch Straßenfahrt nicht harmloser

Bei längerer Straßenfahrt wirken höhere Geschwindigkeit, Erwärmung und viele zusätzliche Belastungszyklen auf dieselbe beschädigte Stelle ein.

Gesamten Reifen vor längerer Transportfahrt ansehen

  • Lauffläche vollständig kontrolliert
  • Schulterbereiche geprüft
  • Außenflanke angesehen
  • Innenflanke soweit zugänglich kontrolliert
  • keine neue Beule
  • keine tiefen Schnitte
  • keine Fremdkörper
  • Ventil unbeschädigt
  • Felge unauffällig

Auf Rundlauf und Hoppeln achten

Auf der Straße werden Unregelmäßigkeiten im Rundlauf häufig deutlich stärker spürbar als bei langsamer Feldfahrt.

Standabplattung

Kann nach langer Standzeit zunächst einen unrunden Lauf erzeugen.

Reifenverformung

Eine bleibende lokale Formänderung kann dauerhaftes Hoppeln verursachen.

Felgenschaden

Eine verformte Felge kann den Rundlauf ebenfalls beeinflussen.

Radproblem

Radlager oder Befestigung können ebenfalls Ursache von Vibrationen sein.

Hoppeln bei steigender Geschwindigkeit ernst nehmen

Wird der Lauf des Gerätes mit zunehmender Geschwindigkeit deutlich unruhiger, sollte nicht einfach schneller weitergefahren werden. Reifen, Felge und Radposition müssen kontrolliert werden.

Ungewöhnliche Erwärmung nach Straßenfahrt richtig beurteilen

Implement-Reifen erwärmen sich während längerer Straßenfahrt. Ein warmer Reifen allein bedeutet deshalb nicht automatisch einen Schaden.

Alle Reifen ähnlich warm

Kann bei vergleichbarer Belastung eine normale betriebsbedingte Erwärmung sein.

Ein Reifen deutlich wärmer

Luftdruck, Radlast, Reifenbild und Radposition genauer kontrollieren.

Wärme plus Verformung

Starke Flankenarbeit, Beule oder andere Auffälligkeiten zusätzlich beurteilen.

Vergleich ist wichtiger als der Handtest allein

Besonders hilfreich ist der Vergleich technisch gleicher Reifen derselben Achse beziehungsweise desselben Fahrwerks nach vergleichbarer Belastung.

Zu niedriger Luftdruck kann die Erwärmung erhöhen

Ist der Luftdruck für die tatsächliche Radlast und Geschwindigkeit zu niedrig, verformt sich der Reifen stärker. Dadurch steigt die Walkarbeit und damit häufig auch die Wärmeentwicklung.

Nach längerer Fahrt Reifen links und rechts vergleichen

  • Temperatur ähnlich?
  • Reifenform vergleichbar?
  • Schulterverschleiß ähnlich?
  • keine neue Beule?
  • kein auffälliger Luftdruckverlust?
  • Felgen vergleichbar unauffällig?

Tandemfahrwerke auf der Straße besonders beobachten

Bei Tandemfahrwerken folgen die Reifen in einer Kurve nicht exakt derselben Kreisbahn. Dadurch können Reifen seitlich über den Asphalt geschoben werden.

Scherkräfte

Beim engen Abbiegen werden die Reifen seitlich belastet.

Schulterverschleiß

Die äußeren Reifenbereiche können stärker ablaufen.

Abrieb

Auf griffigem Asphalt kann seitliches Schieben deutlich Material abtragen.

Erwärmung

Einzelne Radpositionen können durch unterschiedliche Belastung wärmer werden.

Enge Kurven mit Tandemfahrwerken erzeugen sichtbare Reifenarbeit

Seitliches Schieben in engen Kurven ist konstruktionsbedingt möglich. Auffällig wird es, wenn einzelne Reifen extrem schnell verschleißen, starke Schulterausbrüche zeigen oder sich deutlich von den übrigen Radpositionen unterscheiden.

Tridem- und Mehrachsgeräte vollständig vergleichen

Bei mehreren Achsen können Kurvenfahrt, Fahrwerk und Straßenunebenheiten zu unterschiedlichen Belastungen einzelner Reifen führen.

  • alle Radpositionen prüfen
  • vordere, mittlere und hintere Achse vergleichen
  • Schulterverschleiß gegenüberstellen
  • Luftdruck aller Reifen messen
  • auffällige Erwärmungsunterschiede beachten
  • Fahrwerksausgleich bei starken Abweichungen prüfen

Straßenverschleiß sieht anders aus als Feldbelastung

Auf Asphalt wirkt dauerhaft eine relativ harte und griffige Oberfläche auf den Reifen. Gerade bei hohen Straßenanteilen kann sich deshalb ein anderes Verschleißbild entwickeln als bei überwiegendem Feldeinsatz.

Gleichmäßiger Abrieb

Bei passendem Betriebszustand kann sich die Lauffläche relativ gleichmäßig abnutzen.

Schulterabrieb

Kann bei häufigen Kurven und Mehrachsfahrwerken stärker auftreten.

Einseitiger Verschleiß

Sollte Anlass zur Kontrolle von Radlast, Fahrwerk und Radstellung geben.

Einseitigen Verschleiß nicht nur dem Asphalt zuschreiben

Ist ein Reifen auf derselben Achse deutlich stärker oder nur einseitig abgefahren, können neben dem Straßenbetrieb weitere Ursachen eine Rolle spielen.

  • unterschiedlicher Luftdruck
  • Radlastunterschied
  • Fahrwerksproblem
  • Radlagerung
  • Achsausrichtung
  • häufig identische Kurvenrichtung

Neuen Reifen nicht montieren, ohne die Ursache starken Fehlverschleißes zu prüfen

Bleibt ein technisches oder einsatzbedingtes Problem bestehen, kann der neue Implement-Reifen dasselbe Verschleißbild erneut entwickeln.

Felgen vor längerer Straßenfahrt kontrollieren

Felgenhorn

Auf Verformung, tiefe Korrosion und Schäden kontrollieren.

Felgenkörper

Risse und Haarrisse bei sauberer Oberfläche suchen.

Ventilbereich

Bei Luftreifen auf Korrosion und Beschädigung achten.

Befestigungsbereich

Bewegungsspuren und ausgeschlagene Bereiche kontrollieren.

Straßenfahrt belastet auch Felge und Radbefestigung dauerhaft

Viele Kilometer mit hoher Radlast erzeugen wiederkehrende Kräfte. Auffällige Risse, Bewegungsspuren oder stark beschädigte Befestigungsbereiche sollten deshalb nicht ignoriert werden.

Radbefestigung vor Transportfahrten ansehen

  • alle vorgesehenen Radmuttern beziehungsweise Radschrauben vorhanden
  • keine sichtbaren Lockerungsspuren
  • keine blank geriebenen Sitzbereiche
  • keine ausgeschlagenen Bohrungen
  • keine Risse im Befestigungsbereich
  • Herstellervorgaben zum Anzug beachten

TT-Implement-Reifen bei Straßenfahrt mitbedenken

Bei Tube-Type-Ausführungen befindet sich zusätzlich ein Schlauch im Reifen. Probleme können deshalb auch auftreten, obwohl außen zunächst kein Schaden sichtbar ist.

Schlauch

Scheuerstellen oder Einstiche können schleichenden Luftverlust verursachen.

Ventilfuß

Eine auffällige Ventilstellung kann auf Bewegung im Schlauchsystem hinweisen.

Wulstband

Muss bei entsprechender Felge korrekt sitzen und unbeschädigt sein.

Reifeninneres

Fremdkörper können einen Schlauch auch bei längerer Straßenfahrt weiter beschädigen.

Schief stehendes Ventil bei TT-Reifen nicht einfach geradeziehen

Eine deutlich veränderte Ventilstellung kann darauf hinweisen, dass sich der Schlauch im Reifen verschoben hat oder unter Spannung steht. Die Ursache sollte geprüft werden.

Nach längerer Straßenfahrt eine kurze Nachkontrolle durchführen

Gerät sicher abstellen

Reifen und Räder ohne unnötige weitere Belastung kontrollieren.

Erwärmung vergleichen

Technisch vergleichbare Reifen gegenüberstellen.

Flanken ansehen

Auf neue Verformungen, Beulen und Scheuerstellen achten.

Profil und Schulter prüfen

Ungewöhnlichen Abrieb und vorhandene Feldschäden kontrollieren.

Ventile ansehen

Auf auffällige Stellung oder sichtbare Beschädigung achten.

Felgen und Radbefestigung prüfen

Neue Bewegungsspuren oder andere Auffälligkeiten berücksichtigen.

Warme Reifen nicht direkt auf einen vermeintlich zu hohen Druck reduzieren

Der Luftdruck steigt mit der Reifentemperatur. Druckbeurteilungen sollten nach den vorgesehenen Herstellerverfahren und möglichst unter vergleichbaren Bedingungen erfolgen.

Typische Beobachtungen bei Straßenfahrt

Beobachtung Mögliche Ursache Was prüfen?
Reifen hoppelt mit zunehmender Geschwindigkeit Standverformung, Rundlaufproblem oder Reifenschaden möglich Reifen, Felge und Radposition prüfen
Ein Reifen deutlich wärmer als andere Radlast-, Luftdruck- oder Reifenproblem möglich Druck, Belastung und Reifenbild vergleichen
Alle Reifen nach langer Fahrt warm betriebsbedingte Erwärmung möglich auf vergleichbare Temperaturen und weitere Auffälligkeiten achten
Starke Schulterabnutzung am Tandem seitliche Scherkräfte in Kurven möglich alle Reifen, Luftdruck und Fahrwerk vergleichen
Ein Reifen walkt sichtbar stärker Luftdruck oder Radlast kann abweichen technische Betriebswerte kontrollieren
Neue Beule nach Transportfahrt möglicher innerer Reifenschaden nicht ungeprüft weiterfahren
Schleichender Luftverlust Ventil, Einstich, Wulst, Schlauch oder Felge möglich Undichtigkeit systematisch suchen
Ventil bei TT-Reifen steht schief Schlauchbewegung möglich Schlauchsystem und Ventilfuß prüfen
Einseitiger Straßenverschleiß Radstellung, Lastverteilung oder Fahrwerk möglich Radposition technisch kontrollieren
Neue Bewegungsspuren an Felge mögliche Bewegung der Radbefestigung Felge, Sitzflächen und Befestigung prüfen

Praxis-Check vor längerer Straßenfahrt

Beladung kennen

Leerfahrt, Teillast und Vollbeladung unterscheiden.

Reifen kontrollieren

Feldschäden, Schnitte, Fremdkörper und Beulen ausschließen.

Luftdruck kalt messen

Mit den technischen Vorgaben für Last und Geschwindigkeit vergleichen.

Tragfähigkeit prüfen

Tatsächliche Radlast berücksichtigen.

Geschwindigkeitsfreigabe prüfen

Den zulässigen Betriebsbereich des Reifens beachten.

Felgen und Radbefestigung ansehen

Risse, Korrosion und Bewegungsspuren kontrollieren.

Bei Tandem und Tridem alle Reifen vergleichen

Luftdruck und Verschleißbilder gegenüberstellen.

Nach längerer Fahrt nachkontrollieren

Erwärmung, Reifenbild und Befestigung erneut ansehen.

Kontrollliste für Straßenfahrt mit Implement-Reifen

  • Reifengröße und Ausführung bekannt
  • tatsächliche Beladung berücksichtigt
  • Radlast mit einbezogen
  • Luftdruck kalt gemessen
  • Herstellervorgaben verwendet
  • Tragfähigkeit zur Radlast passend
  • Geschwindigkeitsbereich berücksichtigt
  • Feldschäden kontrolliert
  • keine neuen Beulen oder tiefen Schnitte
  • Ventile geprüft
  • Felgen kontrolliert
  • Radbefestigung angesehen
  • Tandem- oder Mehrachsreifen verglichen
  • Hoppeln und Vibrationen beobachtet
  • Erwärmung nach längerer Fahrt verglichen

Wann eine längere Straßenfahrt nicht ungeprüft fortgesetzt werden sollte

  • starkes Hoppeln oder Schlagen
  • neue Beule oder lokale Auswölbung
  • tiefer Flankenschnitt
  • sichtbare tragende Reifenbestandteile
  • starker oder zunehmender Luftverlust
  • ein Reifen deutlich stärker erwärmt als Vergleichsreifen
  • ungewöhnlich starke Flankenverformung
  • Felge gerissen oder stark verformt
  • deutliche Bewegungsspuren an der Radbefestigung
  • Tragfähigkeit oder Geschwindigkeitsfreigabe für den Einsatz unklar
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FT Praxiswelt

Praxiswissen rund um landwirtschaftliche Reifen, Montage, Luftdruck und den Einsatz von Implement-Reifen auf Feld und Straße.

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Implement-Reifen bei FT-Reifen

Für regelmäßige Straßenfahrt sollte ein Implement-Reifen nicht nur zur Felge und Reifengröße passen. Tragfähigkeit, Geschwindigkeitsbereich, Radlast und tatsächlicher Einsatz des Gerätes müssen gemeinsam berücksichtigt werden.

Häufige Fragen zu Implement-Reifen bei Straßenfahrt

Kann der Feldluftdruck einfach für die Straßenfahrt beibehalten werden?

Nicht automatisch. Der zulässige Luftdruck hängt unter anderem von Radlast und Geschwindigkeit ab. Vor längerer Straßenfahrt sollten deshalb die konkreten Herstellerangaben für den vorgesehenen Betriebszustand geprüft werden.

Warum werden Implement-Reifen auf der Straße warm?

Durch die fortlaufende Verformung des Reifens entstehen viele Belastungszyklen. Eine gewisse Erwärmung ist normal. Auffällig sind vor allem deutliche Temperaturunterschiede zwischen technisch vergleichbaren Reifen.

Warum verschleißen Tandemreifen auf der Straße häufig stärker an den Schultern?

Beim Kurvenfahren können die Reifen seitlich über den Asphalt geschoben werden, weil die Achsen unterschiedliche Kreisbahnen beschreiben. Dadurch entstehen zusätzliche Scherkräfte.

Warum sollte man Feldschäden vor längerer Straßenfahrt kontrollieren?

Schnitte, Fremdkörper oder andere Schäden werden auf der Straße durch höhere Geschwindigkeit, Erwärmung und viele zusätzliche Belastungszyklen weiter beansprucht.

Was bedeutet Hoppeln bei zunehmender Geschwindigkeit?

Ein unrunder Reifen, eine bleibende Verformung, ein Felgenschaden oder eine andere Auffälligkeit an der Radposition können die Ursache sein und sollten kontrolliert werden.

Technischer Hinweis

Die zulässigen Luftdrücke, Tragfähigkeiten und Geschwindigkeiten von Implement-Reifen richten sich nach Reifengröße, Reifenbauart, tatsächlicher Radlast und den Vorgaben des jeweiligen Herstellers. Werte aus langsamem Feldeinsatz dürfen nicht pauschal auf schnelle Straßenfahrt übertragen werden. Bei deutlichen Reifenschäden, starkem Luftverlust, ungewöhnlicher Erwärmung oder auffälligem Rundlauf sollte die Ursache vor weiterer Transportfahrt fachgerecht beurteilt werden.

Auf der Straße zählen Geschwindigkeit, Radlast und dauerhafter Rundlauf

FT-Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen zu Implement-Reifen, Straßenfahrt, Luftdruck, Tragfähigkeit, Tandemfahrwerken und typischen Belastungen landwirtschaftlicher Anhänger und Arbeitsgeräte.

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