Ganzjahresreifen ungleichmäßig abgefahren – Spur, Luftdruck und Fahrwerk prüfen
FT Praxiswelt – PKW-Ganzjahresreifen
Ganzjahresreifen ungleichmäßig abgefahren – Ursachen an Spur, Luftdruck und Fahrwerk erkennen
Ganzjahresreifen werden über das gesamte Jahr genutzt. Wenn sich innerhalb weniger Monate deutliche Unterschiede zwischen Innen- und Außenschulter, Vorder- und Hinterachse oder einzelnen Reifen entwickeln, sollte das nicht einfach als normaler Verschleiß abgetan werden.
Ein auffälliges Abriebbild kann Hinweise auf Reifenfülldruck, Spur, Sturz, Fahrwerk, Stoßdämpfer oder andere technische Einflüsse geben. Wichtig ist deshalb, nicht nur den abgefahrenen Reifen zu betrachten, sondern das gesamte Fahrzeug und alle vier Reifen miteinander zu vergleichen.
Ungleichmäßiger Verschleiß ist ein Hinweis – keine Diagnose
Luftdruck
Über längere Zeit falscher Reifenfülldruck kann das Verschleißbild deutlich verändern.
Achsgeometrie
Spur und Sturz beeinflussen, wie die Reifen auf der Fahrbahn abrollen.
Fahrwerk
Spiel, verschlissene Lager oder Stoßdämpfer können ebenfalls zu ungewöhnlichem Abrieb führen.
Ungleichmäßiger Verschleiß ist kein normales „Ganzjahresreifen-Problem“, sondern häufig ein Hinweis darauf, dass Luftdruck, Achsgeometrie, Fahrwerk oder Nutzung genauer geprüft werden sollten.
Verschleißbild systematisch erfassen
Bevor nach einer Ursache gesucht wird, sollte klar sein, wo und wie der Reifen tatsächlich abläuft.
1. Gleichmäßiger Verschleiß ist das Ziel
Ein Reifen sollte über seine Lauffläche möglichst gleichmäßig ablaufen.
Auffällige Bilder sind beispielsweise:
- Innenschulter deutlich stärker abgefahren
- Außenschulter deutlich stärker abgefahren
- Profilmitte stärker abgefahren
- beide Schultern stärker abgefahren
- Sägezahnbildung
- lokale Auswaschungen
- ein Reifen deutlich anders als die übrigen
2. Immer alle vier Ganzjahresreifen vergleichen
Ein einzelner Reifen sagt nur einen Teil der Geschichte.
Achsvergleich
Vorderachse gegen Hinterachse vergleichen.
Seitenvergleich
Links gegen rechts vergleichen.
Ist nur ein Reifen betroffen, nur eine Fahrzeugseite oder eine komplette Achse, ergeben sich unterschiedliche Ansatzpunkte für die Fehlersuche.
3. Innen, Mitte und außen messen
Innen
Kann im montierten Zustand schwer sichtbar und trotzdem stark abgefahren sein.
Mitte
Zeigt den Verschleiß im zentralen Profilbereich.
Außen
Kann durch Druck, Fahrstil oder Achsgeometrie stärker beansprucht werden.
Lokale Abnutzung wird sonst möglicherweise übersehen.
Innenseite stärker abgefahren
Innenverschleiß gehört zu den häufig übersehenen Profilbildern.
4. Starker Innenverschleiß kann von außen unauffällig wirken
Gerade bei breiten Reifen oder tiefen Radhäusern ist die innere Reifenschulter schlecht einsehbar.
Ein Reifen kann außen noch ausreichend Profil zeigen und innen bereits deutlich stärker abgefahren sein.
5. Spur als mögliche Ursache berücksichtigen
Eine ungünstige Spureinstellung kann dazu führen, dass der Reifen nicht sauber in seiner vorgesehenen Rollrichtung läuft.
Mögliche Folge:
- erhöhter Abrieb
- einseitiger Verschleiß
- verändertes Fahrverhalten
6. Sturz nicht automatisch als Fehler ansehen
Die Radstellung besitzt je nach Fahrzeug konstruktiv vorgegebene Werte.
Negativer oder positiver Sturz ist nicht automatisch falsch. Relevant ist, ob die tatsächliche Achsgeometrie innerhalb der vorgesehenen Werte liegt und zum Verschleißbild passt.
7. Fahrwerk vor einer reinen Achsvermessung mit berücksichtigen
Mögliche Ursachen für veränderte Radgeometrie:
- ausgeschlagene Lager
- Querlenker
- Spurstangen
- Gelenke
- beschädigte Fahrwerksteile
Eine Achsvermessung allein kann wenig bringen, wenn die Radführung durch verschlissene oder beschädigte Teile nicht stabil ist.
Außenschulter stärker abgefahren
Auch äußerer Schulterverschleiß kann mehrere Ursachen haben.
8. Zu niedriger Luftdruck kann Schulterverschleiß begünstigen
Bei zu geringem Reifenfülldruck kann der Reifen stärker über seine Schulterbereiche arbeiten.
Den tatsächlichen Messwert mit der Fahrzeugvorgabe für Reifengröße und Beladung vergleichen.
9. Fahrprofil beeinflusst die Außenschulter
Zusätzliche Belastung kann entstehen durch:
- häufige Kurvenfahrten
- dynamische Fahrweise
- viel Stadtverkehr
- häufiges starkes Lenken
- hohes Fahrzeuggewicht
10. Ist nur eine Außenschulter auffällig, Geometrie genauer prüfen
Ein deutlich einseitiges Bild sollte nicht vorschnell nur dem Reifenfülldruck zugeschrieben werden.
Große Unterschiede zwischen den beiden Reifen einer Achse können auf eine lokale technische Ursache hinweisen.
Beide Schultern stärker abgefahren
Ein typisches Profilbild kann Hinweise auf die langfristigen Betriebsbedingungen geben.
11. Niedriger Reifenfülldruck ist ein möglicher Zusammenhang
Bei längerfristig zu niedrigem Druck kann der Reifen stärker über die Schulterbereiche arbeiten.
Mögliche Begleiterscheinungen:
- stärkerer Schulterabrieb
- höhere Walkarbeit
- stärkere Erwärmung
- höherer Rollwiderstand
12. Fahrstil und Fahrzeuggewicht mit berücksichtigen
Ein Verschleißbild sollte nie isoliert betrachtet werden.
Fahrweise, Streckenprofil, Achsgeometrie und Reifenfülldruck wirken gemeinsam.
Profilmitte stärker abgefahren
Auch der zentrale Profilbereich kann im Verhältnis zu den Schultern stärker verschleißen.
13. Ungünstig hoher Reifenfülldruck kann ein Faktor sein
Je nach Reifen und Betriebsbedingungen kann ein über längere Zeit ungünstiger Druck die Lastverteilung im Profil beeinflussen.
Zuerst Fahrzeugvorgabe, Beladungszustand und Kaltdruck prüfen.
14. Vorder- und Hinterachsdruck getrennt prüfen
Viele Fahrzeuge besitzen unterschiedliche Druckwerte für die Achsen beziehungsweise Beladungszustände.
- Normalbeladung
- volle Beladung
- Vorderachse
- Hinterachse
Sägezahnbildung erkennen
Sägezahn kann Verschleiß, Geräusch und Fahrkomfort beeinflussen.
15. Was bedeutet Sägezahn am Reifen?
Profilblöcke können sich so abnutzen, dass ihre Kanten in einer Richtung deutlich stärker ausgeprägt sind.
Fährt man vorsichtig über die Profilblöcke, kann sich eine Richtung glatter und die Gegenrichtung kantiger anfühlen.
16. Sägezahn kann deutlich hörbar werden
Mögliche Erscheinungen:
- Brummen
- Dröhnen
- geschwindigkeitsabhängige Laufgeräusche
- verändertes Abrollgeräusch
17. Mehrere Ursachen für Sägezahn sind möglich
Dazu können gehören:
- Achsgeometrie
- Fahrwerk
- Reifenkonstruktion
- Fahrprofil
- lange Geradeausfahrten
- unterschiedliche Achsbelastungen
Das gesamte Fahrzeug und die Nutzung sollten mit betrachtet werden.
18. Ein Achswechsel kann je nach Situation helfen – aber nicht jede Ursache beseitigen
Voraussetzungen sind:
- gleiche beziehungsweise zulässige Reifengröße
- korrekte Laufrichtung
- passende Radposition
- technisch intakter Reifen
Ist die Achsgeometrie fehlerhaft, läuft der Reifen an der neuen Position nicht automatisch dauerhaft wieder normal.
Lokale Abplattung und Auswaschungen
Nicht jede ungleichmäßige Abnutzung verläuft gleichmäßig über den gesamten Umfang.
19. Einzelne stark abgefahrene Stellen genauer untersuchen
Mögliche Zusammenhänge:
- Bremsproblem
- frühere starke Blockierbremsung
- Rundlaufproblem
- Fahrwerk
- längere Standzeit
Die Ursache sollte gezielt gesucht werden.
20. Vorübergehenden Standplatten von dauerhafter Auffälligkeit unterscheiden
Nach längerer Standzeit kann ein Reifen zunächst etwas unrund wirken.
Bleiben Hoppeln oder Vibrationen nach entsprechender Fahrt bestehen, sollte Reifen, Rad und Fahrwerk genauer geprüft werden.
Ein Reifen fällt deutlich aus dem Reifensatz heraus
Dann ist eine lokale Ursache wahrscheinlicher als ein allgemeiner Fahrzeugeffekt.
21. Einen deutlich stärker verschlissenen Einzelreifen gezielt prüfen
Zu kontrollieren sind:
- Reifenfülldruck
- Undichtigkeit
- Achsgeometrie
- Stoßdämpfer
- Lager
- Bremsanlage
22. Wiederholt dieselbe Fahrzeugseite auffällig
Wenn immer derselbe Radplatz ungewöhnlich verschleißt, sollte besonders nach einer lokalen technischen Ursache gesucht werden.
VL, VR, HL und HR helfen dabei, Verschleiß über längere Zeit nachvollziehbar zu machen.
23. Stärkerer Verschleiß der Vorderachse kann teilweise fahrzeugtypisch sein
Besonders bei Frontantrieb und viel Stadtverkehr ist eine stärkere Beanspruchung vorne nachvollziehbar.
Ein genereller Vorderachsverschleiß erklärt nicht automatisch, warum nur ein einzelner Vorderreifen stark abläuft.
Fahrwerk und Stoßdämpfer
Der Reifen kann nur sauber abrollen, wenn das Rad kontrolliert geführt wird.
24. Schwacher Stoßdämpfer kann die Reifenbelastung unruhig machen
Wenn das Rad nicht mehr gleichmäßig geführt wird, können ungewöhnliche Verschleißbilder entstehen.
Mögliche Erscheinungen:
- lokale Auswaschungen
- unruhiges Verschleißbild
- schlechtere Radführung
25. Neue Reifen beseitigen kein Fahrwerksproblem
Wird nur der abgefahrene Reifen ersetzt, kann der neue Reifen bei unveränderter Ursache wieder ähnlich verschleißen.
Das spart unnötigen Reifenverschleiß und verhindert, dass dasselbe Bild kurze Zeit später erneut entsteht.
Wann ist eine Achsvermessung sinnvoll?
Eine Vermessung kann ein wichtiger Schritt sein, wenn das Verschleißbild auf eine veränderte Radstellung hindeutet.
26. Typische Anlässe für eine Achsvermessung
- deutlicher Innenverschleiß
- deutlicher Außenverschleiß
- Schlaglochkontakt
- Bordsteinkontakt
- Fahrwerksreparatur
- Fahrzeug zieht deutlich zur Seite
- Lenkrad steht auffällig schief
27. Vor der Vermessung das Fahrwerk auf Spiel prüfen
Hat ein Lager, Gelenk oder anderes Radführungsteil deutlich Spiel, kann eine reine Einstellarbeit unzureichend sein.
Erst ein intaktes Fahrwerk ermöglicht eine zuverlässige Achseinstellung.
28. Vermessungswerte dokumentieren
Sinnvoll sind Angaben zu:
- gemessenem Ausgangswert
- Sollbereich
- eingestelltem Endwert
So bleibt nachvollziehbar, ob und welche Werte tatsächlich verändert wurden.
Luftdruck und Verschleiß gemeinsam betrachten
Ein falscher Reifenfülldruck wirkt oft über viele tausend Kilometer, bevor das Profilbild deutlich sichtbar wird.
29. Reifenfülldruck regelmäßig kalt messen
Die Kontrolle sollte stattfinden, bevor sichtbarer Fehlverschleiß entsteht.
Sinnvolle Zeitpunkte:
- regelmäßig im Alltag
- bei deutlichen Temperaturwechseln
- vor langer Autobahnfahrt
- vor hoher Beladung
30. Wiederkehrender Druckverlust kann Verschleiß verursachen
Ist ein Reifen immer wieder zu weich, kann sich über längere Zeit ein ungünstiges Profilbild entwickeln.
Mögliche Leckstellen:
- Reifenverletzung
- Ventil
- Felge
- Wulstsitz
- RDKS-Ventil
31. Regelmäßiges Nachpumpen ist keine Ursachenbehebung
Wenn derselbe Reifen immer wieder deutlich Druck verliert, sollte die Undichtigkeit gesucht werden.
Ein dauerhaft falscher Luftdruck kann nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Reifenlaufleistung beeinflussen.
Warum Ganzjahresreifen besonders genau beobachtet werden sollten
Ein technisches Problem kann sich über die komplette Jahreslaufleistung in das Profil einarbeiten.
32. Ein Reifensatz übernimmt Sommer und Winter
Ganzjahresreifen werden gefahren bei:
- Sommerhitze
- Winterkälte
- Autobahn
- Stadtverkehr
- Nässe
- Schnee
Eine falsche Spur oder ein dauerhaft ungünstiger Reifenfülldruck sollte deshalb möglichst früh erkannt werden.
33. Messwerte regelmäßig dokumentieren
Vorne links
Innen, Mitte und außen.
Vorne rechts
Innen, Mitte und außen.
Hinten
HL und HR ebenfalls getrennt erfassen.
Wer Messwerte über mehrere Monate vergleicht, erkennt früh, wenn eine Achse oder ein einzelner Reifen plötzlich schneller Profil verliert.
Reifen nicht einfach nur umsetzen
Ein Achswechsel ist sinnvoll für Verschleißmanagement – nicht zum Verbergen eines technischen Problems.
34. Achswechsel kann das Verschleißbild nur verschieben
Ist beispielsweise eine fehlerhafte Achsgeometrie die Ursache, wird der bereits einseitig abgefahrene Reifen durch eine andere Position nicht wieder gleichmäßig.
Zusätzlich kann ein anderer Reifen an der fehlerhaften Radposition ebenfalls beginnen, ungleichmäßig zu verschleißen.
35. Erst Ursache klären – dann Reifenpositionen neu planen
Profilbild und Profiltiefe dokumentieren.
Luftdruck, Fahrwerk und Achsgeometrie prüfen.
Defekte oder falsche Einstellungen korrigieren.
Restprofil und Beschädigungen prüfen.
Laufrichtung und Fahrzeugvorgaben berücksichtigen.
Übersicht & Prüfreihenfolge
Typische Verschleißbilder und die komplette FT-Fehlersuche auf einen Blick.
36. Typische Verschleißbilder bei Ganzjahresreifen
| Verschleißbild | Mögliche Ursache | Besonders prüfen |
|---|---|---|
| innen stärker | Spur oder Sturz | Achsgeometrie |
| außen stärker | Luftdruck, Fahrstil oder Spur | Druck und Geometrie |
| beide Schultern stärker | niedriger Druck möglich | Reifenfülldruck |
| Profilmitte stärker | hoher Druck möglich | Fahrzeugvorgabe |
| Sägezahnbildung | Fahrwerk, Geometrie oder Fahrprofil | Achse und Reifen |
| einzelne stark abgenutzte Stelle | Rundlauf, Bremse oder Fahrwerk | Rad und Fahrzeugtechnik |
| ein Reifen deutlich auffällig | lokales Problem | betroffene Fahrzeugseite |
| beide Vorderreifen stärker | Antrieb, Lenkung und Bremslast | Achsvergleich |
| unruhige Auswaschungen | Stoßdämpfer oder Fahrwerk möglich | Radführung |
| stark unterschiedlicher Abrieb | mehrere Ursachen möglich | Gesamtprüfung |
37. FT-Prüfreihenfolge bei ungleichmäßigem Verschleiß
Gesamtbild des Reifensatzes erfassen.
Verdeckten Schulterverschleiß erkennen.
Zentralen Abrieb erfassen.
Außenschulter kontrollieren.
Lokale Abnutzung erkennen.
VL, VR, HL und HR getrennt erfassen.
Achstypische Unterschiede erkennen.
Lokale Fahrzeugseite identifizieren.
Tatsächliche Betriebswerte prüfen.
Normal- und Beladungswerte unterscheiden.
Auffällige Einzelreifen untersuchen.
Gummi-, Metall- und RDKS-Ventile berücksichtigen.
Profilblöcke und Laufgeräusch beurteilen.
Ungewöhnliche Stellen dokumentieren.
Lenkverhalten mit einbeziehen.
Schiefstand kann ein zusätzlicher Hinweis sein.
Lager, Gelenke und Radführung berücksichtigen.
Unruhige Radführung als Ursache prüfen.
Lokale Belastung oder Schleifen ausschließen.
Spur und Sturz mit Herstellervorgaben vergleichen.
Messwerte dokumentieren.
Nicht nur Reifenposition verändern.
Restprofil und Beschädigungen prüfen.
Nur technisch intakte Reifen umsetzen.
Fehlverschleiß nicht bis zur gesetzlichen Grenze weiterfahren.
Passendes Wissen aus der FT Wissenswelt
Weitere Grundlagen zu Ganzjahresreifen, Reifendruck, Reifenkennzeichnungen und technischem Reifenverschleiß finden Sie in der FT Wissenswelt.
PKW-Ganzjahresreifen bei FT Reifen
Ist ein Ganzjahresreifen aufgrund von starkem Fehlverschleiß, zu geringer Profiltiefe oder Beschädigung nicht mehr sinnvoll weiterzuverwenden, finden Sie bei FT Reifen passende Ganzjahresreifen für zahlreiche Fahrzeuge und Reifengrößen.
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Welche Ganzjahresreifen technisch zu Ihrem Fahrzeug passen, hängt unter anderem von Reifengröße, Tragfähigkeitsindex, Geschwindigkeitsindex, Fahrzeugausführung und den jeweiligen Freigaben ab. Über den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite können passende Reifen gezielt für Ihr Fahrzeug gesucht werden.
Ganzjahresreifen über den Fahrzeug-Konfigurator suchen FT-Reifen Startseite öffnen, Fahrzeug auswählen und passende Ganzjahresreifen für Ihr Fahrzeug anzeigen lassen.Wer seine Reifengröße bereits kennt, kann direkt in der Ganzjahresreifen-Kategorie suchen. Wer die Auswahl über sein Fahrzeug vornehmen möchte, nutzt den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite.
Herstellerwissen aus der FT Herstellerwelt
Ganzjahresreifen unterscheiden sich je nach Hersteller, Profilkonzept, Karkassenaufbau und Fahrzeuganwendung. Auch Verschleißbild und Laufgeräusch können je nach Reifenmodell unterschiedlich ausfallen. Deutlich einseitiger oder ungewöhnlicher Abrieb sollte trotzdem technisch geprüft werden.
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Von der Reifenauswahl bis zur Lieferung finden Sie bei FT Reifen weitere Informationen zu Bearbeitung, Versand und dem Ablauf Ihrer Bestellung.
Ablauf Bestellung Informationen zu Bestellung, Bearbeitung, Versand und dem weiteren Ablauf bei FT Reifen.Häufige Fragen zu ungleichmäßig abgefahrenen Ganzjahresreifen
Warum läuft ein Ganzjahresreifen innen stärker ab?
Mögliche Zusammenhänge sind Spur, Sturz, Fahrwerk oder fahrzeugspezifische Achsgeometrie. Das tatsächliche Fahrzeug sollte geprüft werden.
Warum ist Innenverschleiß so schwer zu erkennen?
Der innere Schulterbereich ist im montierten Zustand häufig schlecht sichtbar, besonders bei breiten Reifen oder engen Radhäusern.
Kann falscher Luftdruck ungleichmäßigen Verschleiß verursachen?
Ja. Über längere Zeit ungünstiger Reifenfülldruck kann das Verschleißbild beeinflussen.
Was bedeutet es, wenn beide Reifenschultern stärker abgefahren sind?
Ein möglicher Zusammenhang ist zu niedriger Reifenfülldruck. Fahrstil, Fahrzeuggewicht und Achsgeometrie sollten aber ebenfalls berücksichtigt werden.
Warum ist die Profilmitte stärker abgefahren?
Ein möglicher Einfluss ist ein längerfristig ungünstig hoher Reifenfülldruck. Eine Diagnose sollte jedoch nicht allein anhand des Profilbildes erfolgen.
Was ist Sägezahnbildung?
Dabei nutzen sich die Kanten einzelner Profilblöcke unterschiedlich ab, sodass sich die Lauffläche in einer Richtung glatter und in der anderen kantiger anfühlt.
Kann Sägezahn Laufgeräusche verursachen?
Ja. Brummen oder Dröhnen kann mit ausgeprägter Sägezahnbildung zusammenhängen.
Kann ein Achswechsel Sägezahn beseitigen?
Je nach Reifen und Zustand kann sich das Laufbild verändern. Ein Achswechsel beseitigt aber keine technische Ursache wie fehlerhafte Achsgeometrie oder ein Fahrwerksproblem.
Was sind lokale Auswaschungen?
Das sind einzelne Bereiche der Lauffläche, die stärker als der übrige Umfang abgenutzt sind. Fahrwerk, Stoßdämpfer, Rundlauf oder andere technische Ursachen können beteiligt sein.
Kann ein Stoßdämpfer Reifenverschleiß verursachen?
Ein nicht mehr ausreichend arbeitender Stoßdämpfer kann die Radführung beeinflussen und ungewöhnliche Verschleißbilder begünstigen.
Wann ist eine Achsvermessung sinnvoll?
Zum Beispiel bei deutlichem Innen- oder Außenverschleiß, nach starkem Schlaglochkontakt, Bordsteinkontakt, Fahrwerksarbeiten oder auffälligem Ziehen des Fahrzeugs.
Sollte vor der Achsvermessung das Fahrwerk geprüft werden?
Ja. Hat ein Lager, Gelenk oder Radführungsteil deutlich Spiel, sollte diese technische Ursache zuerst geklärt werden.
Warum zieht mein Fahrzeug zur Seite und die Reifen laufen ungleichmäßig ab?
Achsgeometrie, Reifenfülldruck, Reifen, Fahrwerk oder andere technische Faktoren können beteiligt sein. Eine gezielte Prüfung ist sinnvoll.
Kann ein einzelner Reifen wegen Druckverlust schneller verschleißen?
Ja. Wird ein Reifen über längere Zeit mit zu niedrigem Druck gefahren, kann sich ein auffälliges Abriebbild entwickeln.
Warum sollte ich nicht einfach immer wieder Luft nachfüllen?
Wenn derselbe Reifen regelmäßig deutlich Druck verliert, sollte die Ursache an Reifen, Ventil, Felge oder Dichtbereich gesucht werden.
Kann ich einen einseitig abgefahrenen Reifen einfach auf eine andere Achse setzen?
Das löst die Ursache nicht. Zuerst sollte geklärt werden, warum der Reifen einseitig verschleißt.
Warum sind Vorderreifen bei manchen Fahrzeugen schneller abgefahren?
Bei Frontantrieb wirken vorne beispielsweise Antrieb, Lenkung und hohe Bremskräfte gleichzeitig.
Sind Unterschiede zwischen Vorder- und Hinterachse automatisch ein Problem?
Nein. Ein gewisser Unterschied kann fahrzeug- und nutzungsbedingt entstehen. Große oder einseitige Differenzen sollten jedoch genauer betrachtet werden.
Wann müssen ungleichmäßig abgefahrene Ganzjahresreifen ersetzt werden?
Wenn Profiltiefe, Beschädigung, ungleichmäßiger Abrieb oder verbleibende Sommer- und Winterreserven keine sinnvolle Weiterverwendung mehr erlauben, kann Ersatz erforderlich sein.
Wie finde ich passende neue Ganzjahresreifen?
Wenn die Reifengröße bekannt ist, kann direkt in der Ganzjahresreifen-Kategorie gesucht werden. Alternativ lassen sich passende Reifen über den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite auswählen.
Technischer Hinweis
Diese Praxisinformationen ersetzen keine fahrzeug- und reifenspezifische Prüfung. Ungleichmäßiger Reifenverschleiß kann mehrere Ursachen gleichzeitig haben. Stark einseitig abgefahrene Reifen, lokale Auswaschungen, auffällige Fahrwerksgeräusche, deutliches Ziehen, wiederkehrender Druckverlust oder andere technische Auffälligkeiten sollten vor weiterer normaler Nutzung fachkundig beurteilt werden. Bei Achsvermessung und Fahrwerksarbeiten sind die jeweiligen Herstellervorgaben maßgeblich.
Über 35 Jahre praktische Erfahrung rund um Reifen und Felgen
FT Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen rund um PKW-Ganzjahresreifen, Reifenverschleiß, Profiltiefe, Luftdruck, Spur, Sturz, Fahrwerk und die richtige Reifen-Fahrzeug-Zuordnung.
FT-Reifen – der Reifenhändler, der sein Wissen teilt.
Produktwissen, Praxiswissen, Herstellerwissen und Reifenhandel miteinander verbunden.