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Ganzjahresreifen richtig tauschen – achsweise wechseln und Verschleiß ausgleichen

FT Praxiswelt – PKW-Ganzjahresreifen

Ganzjahresreifen richtig tauschen – achsweise wechseln und gleichmäßigen Verschleiß fördern

Ganzjahresreifen werden über das komplette Jahr genutzt. Dadurch können sich Unterschiede zwischen Vorder- und Hinterachse über viele Kilometer stärker entwickeln. Ein sinnvoller Positionswechsel kann helfen, den Verschleiß gleichmäßiger zu verteilen und den gesamten Reifensatz besser auszunutzen.

Reifen dürfen aber nicht einfach nach Belieben von einer Position auf eine andere gesetzt werden. Laufrichtung, asymmetrische Bauart, Reifengröße, Mischbereifung, Allradantrieb, Fahrzeugvorgaben und der tatsächliche Reifenzustand müssen berücksichtigt werden.

Achswechsel ist Verschleißmanagement – keine Reparatur

Verschleiß

Vorder- und Hinterachse können Ganzjahresreifen unterschiedlich stark beanspruchen.

Reifenbauart

Laufrichtung, INSIDE/OUTSIDE und unterschiedliche Achsgrößen können das Wechselmuster begrenzen.

Fahrzeugtechnik

Bei Allrad, RDKS oder Mischbereifung können zusätzliche Vorgaben zu beachten sein.

FT Praxisgrundsatz

Ein sinnvoller Achswechsel kann helfen, den Verschleiß eines Ganzjahresreifensatzes gleichmäßiger zu verteilen – aber nur, wenn Reifengröße, Laufrichtung, Fahrzeugvorgaben und Reifenzustand den Positionswechsel zulassen.

Warum Vorder- und Hinterreifen unterschiedlich verschleißen

Die Reifenposition am Fahrzeug bestimmt mit, welche Kräfte besonders häufig übertragen werden.

1. Ganzjahresreifen verschleißen nicht auf jeder Achse gleich

Je nach Fahrzeug wirken unterschiedliche Kräfte.

An der Vorderachse häufig:

  • Lenkkräfte
  • hohe Bremsanteile
  • Kurvenkräfte
  • bei Frontantrieb zusätzlich Antriebskräfte

Die Hinterachse besitzt wiederum eine wichtige Funktion für die Fahrstabilität.

2. Frontantrieb kann die Vorderreifen stärker beanspruchen

Bei einem frontgetriebenen Fahrzeug übernimmt die Vorderachse mehrere Aufgaben gleichzeitig.

  • Anfahren
  • Beschleunigen
  • Lenken
  • Bremsen
Typisches Ergebnis

Die Vorderreifen können schneller Profiltiefe verlieren als die Hinterreifen.

3. Heckantrieb erzeugt ein anderes Belastungsbild

Beim Heckantrieb wird die Antriebskraft über die Hinterachse übertragen.

Die Vorderachse bleibt trotzdem belastet durch:

  • Lenkung
  • Bremskräfte
  • Kurvenfahrt

4. Allradantrieb bedeutet nicht automatisch gleichen Verschleiß

Auch Allradfahrzeuge können deutliche Unterschiede zwischen den Achsen entwickeln.

Einfluss haben:

  • Verteilung der Antriebskräfte
  • Achsgewicht
  • Fahrwerk
  • Fahrstil
  • Reifendruck
  • Fahrzeugregelung
Bei Allrad zusätzlich den Abrollumfang beachten

Größere Unterschiede zwischen den Reifen können je nach Fahrzeug und Antriebssystem technisch relevant sein.

Warum Reifenpositionen überhaupt wechseln?

Ein Achswechsel kann sinnvoll sein, wenn er frühzeitig und technisch korrekt durchgeführt wird.

5. Ziel ist ein möglichst gleichmäßiger Reifensatz

Ein geeigneter Positionswechsel kann helfen:

  • Profilunterschiede zwischen den Achsen zu reduzieren
  • alle vier Reifen gleichmäßiger zu nutzen
  • den Reifensatz einfacher zu überwachen
  • starke Verschleißdifferenzen frühzeitig zu vermeiden

6. Nicht nur nach Kilometerstand tauschen

Vor einem Achswechsel sollten alle Reifen technisch geprüft werden.

  • ausreichende Profiltiefe
  • keine Beulen
  • keine tiefen Schnitte
  • kein auffälliger Luftverlust
  • kein außergewöhnliches Verschleißbild

7. Stark ungleichmäßigen Abrieb nicht einfach auf eine andere Achse verschieben

Ein Reifen, der ungewöhnlich stark oder einseitig verschleißt, kann auf ein anderes Problem hinweisen.

Mögliche Ursachen:

  • falscher Reifenfülldruck
  • Spureinstellung
  • Sturz
  • Fahrwerk
  • mechanischer Defekt
Achswechsel behebt die Ursache nicht

Er würde das auffällige Verschleißbild lediglich an eine andere Fahrzeugposition bringen.

Laufrichtung unbedingt berücksichtigen

Viele Ganzjahresreifen besitzen laufrichtungsgebundene Profilkonzepte.

8. Laufrichtungsgebundene Ganzjahresreifen erkennen

Typische Kennzeichnung auf der Reifenflanke:

  • ROTATION
  • Pfeilsymbol
Pfeil zeigt die vorgesehene Drehrichtung

Bei montiertem Reifen muss die Kennzeichnung zur Vorwärtsdrehrichtung des Rades passen.

9. Laufrichtungsgebundene Reifen nicht beliebig diagonal tauschen

Bei gleicher Reifengröße rundum ist häufig ein Wechsel möglich:

Links

Vorne links ↔ hinten links.

Rechts

Vorne rechts ↔ hinten rechts.

Drehrichtung muss erhalten bleiben

Ein einfacher Wechsel von links nach rechts würde bei einem laufrichtungsgebunden montierten Rad normalerweise die Drehrichtung verändern.

10. Seitenwechsel nur nach technischer Prüfung

Ein Wechsel von einer Fahrzeugseite auf die andere darf nicht automatisch durchgeführt werden.

Zu prüfen sind:

  • Laufrichtung
  • Reifenmontage auf der Felge
  • Herstellerangaben
  • Fahrzeugkonzept

Asymmetrische Ganzjahresreifen richtig einordnen

Asymmetrische und laufrichtungsgebundene Reifen sind nicht dasselbe.

11. INSIDE und OUTSIDE kontrollieren

Asymmetrische Reifen können auf der Reifenflanke tragen:

  • INSIDE
  • OUTSIDE
OUTSIDE gehört nach außen

Die vorgesehene Außen- und Innenseite darf durch einen Radpositionswechsel nicht verändert werden.

12. Asymmetrisch bedeutet nicht automatisch laufrichtungsgebunden

Nur asymmetrisch

INSIDE und OUTSIDE sind maßgeblich.

Nur laufrichtungsgebunden

ROTATION und Pfeil sind maßgeblich.

Kombination

Je nach Reifen können mehrere Montagehinweise vorhanden sein.

Immer die tatsächliche Reifenflanke lesen

Nicht vom Profilbild allein auf die Montagevorgabe schließen.

Unterschiedliche Reifengrößen auf Vorder- und Hinterachse

Bei Mischbereifung kann ein normaler Achswechsel ausgeschlossen sein.

13. Unterschiedliche Vorder- und Hinterachsgrößen verhindern häufig den Achswechsel

Beispiel:

Vorderachse

225/45 R18

Hinterachse

255/40 R18

Solche Reifen können nicht einfach zwischen den Achsen getauscht werden.

14. Gleicher Felgendurchmesser bedeutet nicht gleiche Reifengröße

Auch bei identischen 18 Zoll können unterschiedlich sein:

  • Reifenbreite
  • Querschnitt
  • Lastindex
  • tatsächlicher Abrollumfang
  • Felgenbreite

15. Fahrzeugfreigabe bleibt entscheidend

Eine Reifenposition darf nur verwendet werden, wenn die Rad-Reifen-Kombination für diese Fahrzeugachse vorgesehen ist.

Nicht nur prüfen, ob das Rad mechanisch passt

Die technische Fahrzeugzuordnung muss erhalten bleiben.

Profiltiefe vor dem Achswechsel dokumentieren

Ohne Messwerte lässt sich der Nutzen eines Positionswechsels nur schwer beurteilen.

16. Alle vier Reifen einzeln erfassen

Vorderachse

VL und VR getrennt notieren.

Hinterachse

HL und HR getrennt notieren.

Messwerte vergleichen

So wird sichtbar, welche Achse tatsächlich schneller Profil verliert.

17. Innen, Mitte und außen messen

Ein Durchschnittswert allein kann ungleichmäßigen Verschleiß verdecken.

Innen

Besonders auf einseitigen Verschleiß achten.

Mitte

Allgemeinen Profilzustand erfassen.

Außen

Schulterverschleiß kontrollieren.

18. Profilunterschied zwischen den Achsen beurteilen

Ist eine Achse deutlich stärker verschlissen, kann ein frühzeitiger Positionswechsel sinnvoll sein – sofern alle technischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Nicht erst warten, bis der Unterschied extrem wird

Ein frühzeitiger, geplanter Achswechsel ist meist sinnvoller als der Versuch, einen bereits stark ungleichmäßigen Satz später wieder anzugleichen.

Welche Reifen gehören auf welche Achse?

Die einfache Regel „beste Reifen auf die Antriebsachse“ greift zu kurz.

19. Gute Reifen nicht automatisch nur nach dem Antrieb verteilen

Die Antriebsachse ist wichtig für:

  • Anfahren
  • Beschleunigung
  • Traktion

Für die Fahrstabilität muss aber die Hinterachse besonders berücksichtigt werden.

20. Die besseren Reifen werden häufig auf der Hinterachse empfohlen

Der Hintergrund ist die Seitenführungsreserve der Hinterachse.

Haftungsverlust hinten kann besonders kritisch sein

Verliert die Hinterachse deutlich früher die Seitenführung, kann das Fahrzeug zum Übersteuern neigen und schwerer kontrollierbar werden.

21. Große Unterschiede zwischen den Reifen besser vermeiden

Das Ziel sollte ein möglichst homogener Reifensatz sein.

Bei großen Differenzen sollte geprüft werden:

  • Positionswechsel
  • paarweiser Ersatz
  • kompletter Reifenersatz
  • Ursache für den Verschleiß

Mögliche Wechselmuster

Es gibt kein einziges Schema, das für jedes Fahrzeug und jeden Reifen gilt.

22. Wechsel vorne und hinten auf derselben Fahrzeugseite

Bei gleicher Reifengröße und zulässiger Kombination kann beispielsweise gewechselt werden:

  • VL ↔ HL
  • VR ↔ HR
Besonders bei laufrichtungsgebundenen Reifen naheliegend

Die ursprüngliche Drehrichtung bleibt bei diesem Positionswechsel erhalten.

23. Kreuzweiser Positionswechsel nur bei geeigneter Reifenkombination

Ein diagonaler Wechsel kommt nur infrage, wenn:

  • Reifengrößen gleich sind
  • keine Laufrichtung entgegensteht
  • Felgenpositionen kompatibel sind
  • Fahrzeug- und Herstellerangaben dies zulassen

24. Wechselmuster immer am konkreten Fahrzeug festlegen

Zu berücksichtigen sind:

  • Reifenart
  • Reifengröße
  • Felgengröße
  • Antriebskonzept
  • Fahrzeugherstellerangaben
  • Reifenkennzeichnungen

Ganzjahresreifen und Allradantrieb

Bei Allradfahrzeugen kann gleichmäßiger Reifenverschleiß besonders wichtig sein.

25. Abrollumfang bei Allradfahrzeugen berücksichtigen

Unterschiedlich stark abgefahrene Reifen besitzen nicht exakt denselben tatsächlichen Abrollumfang.

Fahrzeugherstellerangaben haben Vorrang

Je nach Allradsystem können zulässige Unterschiede zwischen den Reifen begrenzt sein.

26. Profildifferenzen bei Allrad früh beobachten

Besonders sinnvoll sind:

  • regelmäßige Profiltiefenmessung
  • frühzeitiger Achsvergleich
  • korrekter Reifendruck
  • Beachtung der Herstellervorgaben

27. Reifenmodell möglichst einheitlich halten

Zwei Reifen gleicher Nenngröße müssen konstruktiv nicht völlig identisch sein.

Unterschiede können bestehen bei:

  • tatsächlichem Abrollumfang
  • Profilgestaltung
  • Karkassenkonstruktion
  • Fahreigenschaften
Besonders bei Allrad genau prüfen

Ein möglichst einheitlicher Reifensatz erleichtert die technische Abstimmung.

Nach dem Achswechsel

Die Montage ist erst abgeschlossen, wenn Reifendruck und Fahrzeugsysteme zur neuen Position passen.

28. Reifendruck nach dem Positionswechsel erneut einstellen

Vorder- und Hinterachse können unterschiedliche Druckwerte besitzen.

Alten Luftdruck nicht automatisch übernehmen

Nach dem Achswechsel sollte der Reifenfülldruck passend zur neuen Fahrzeugposition und Beladung nach Fahrzeugvorgabe eingestellt werden.

29. RDKS und Radposition berücksichtigen

Je nach Fahrzeug und Reifendruckkontrollsystem kann nach einem Positionswechsel erforderlich sein:

  • System neu initialisieren
  • Sensorpositionen neu zuordnen
  • Anlernprozedur durchführen
  • Kontrollfahrt durchführen
Systemabhängig

Nicht jedes Fahrzeug benötigt dieselbe Vorgehensweise.

30. Fahrverhalten nach dem Wechsel beobachten

Nach der Montage auf Veränderungen achten:

  • Vibrationen
  • Lenkradunruhe
  • ungewöhnliches Ziehen
  • neue Geräusche
  • RDKS-Warnungen

Wann Ganzjahresreifen nicht einfach getauscht werden sollten

Ein Achswechsel darf keine technische Auffälligkeit verdecken.

31. Beschädigte Reifen nicht durch Positionswechsel weiterverwenden

Kein normaler Achswechsel bei:

  • Beule
  • tiefem Schnitt
  • sichtbarem Karkassenschaden
  • starkem Luftverlust
  • anderen sicherheitsrelevanten Schäden

32. Stark ungleichmäßigen Verschleiß zuerst untersuchen

Ein Achswechsel ist keine Lösung für ein Fahrwerks- oder Achsgeometrieproblem.

Ursache vor weiterer Laufleistung klären

Sonst kann der Reifen an der neuen Position weiter ungleichmäßig verschleißen.

33. Zu wenig Profil wird durch Achswechsel nicht mehr

Ein stark abgefahrener Reifen besitzt auf einer anderen Achse dieselbe Profiltiefe.

Reifen ersetzen statt nur umsetzen

Ist die verbleibende Sommer- oder Winterreserve nicht mehr ausreichend, sollte der Reifenzustand entsprechend bewertet werden.

34. Unterschiedliche Achsgrößen nicht gegeneinander austauschen

Bei Mischbereifung bleiben Vorder- und Hinterachsreifen grundsätzlich in den für sie vorgesehenen Größenpositionen.

Übersicht & Prüfreihenfolge

Typische Situationen und die komplette FT-Kontrolle vor einem Achswechsel.

35. Wann ist ein Achswechsel möglich?

Situation Achswechsel Besonders beachten
gleiche Reifengröße rundum häufig möglich Laufrichtung und Felgenzuordnung
laufrichtungsgebundene Reifen häufig vorne/hinten gleiche Fahrzeugseite
asymmetrische Reifen häufig möglich OUTSIDE bleibt außen
unterschiedliche Größen vorne/hinten häufig nicht möglich Fahrzeugfreigabe
starker Profilunterschied genauer prüfen Ursache und Fahrstabilität
Allradfahrzeug genauer prüfen Abrollumfang und Herstellervorgaben
beschädigter Reifen nicht normal tauschen technische Prüfung/Ersatz
ungleichmäßiger Abrieb nicht einfach umsetzen Spur, Fahrwerk, Druck
direktes RDKS möglich Sensorzuordnung
unterschiedliche Achsdrücke möglich Druck nach Wechsel anpassen

36. FT-Prüfreihenfolge vor einem Achswechsel

Alle vier Reifen kontrollieren

Gesamtzustand vergleichen.

Reifengrößen vergleichen

Vorder- und Hinterachse auf identische oder unterschiedliche Dimension prüfen.

Lastindex prüfen

Technische Zuordnung erhalten.

Geschwindigkeitsindex prüfen

Reifenkennzeichnung kontrollieren.

Laufrichtung kontrollieren

ROTATION und Pfeil beachten.

INSIDE und OUTSIDE prüfen

Asymmetrische Bauart berücksichtigen.

Profiltiefe vorne links messen

Innen, Mitte und außen kontrollieren.

Profiltiefe vorne rechts messen

Werte dokumentieren.

Profiltiefe hinten links messen

Achsvergleich vorbereiten.

Profiltiefe hinten rechts messen

Kompletten Satz erfassen.

Verschleißbilder vergleichen

Einseitigen oder lokalen Abrieb erkennen.

Reifen auf Schäden prüfen

Beulen, Schnitte und Risse ausschließen.

Luftverlust ausschließen

Auffälligen Reifendruck vor Wechsel klären.

Fahrzeugvorgaben prüfen

Zulässige Reifenpositionen berücksichtigen.

Mischbereifung berücksichtigen

Unterschiedliche Achsgrößen nicht vertauschen.

Allradbesonderheiten prüfen

Abrollumfang und Profildifferenzen beachten.

Zulässiges Wechselmuster festlegen

Positionen vor Demontage bestimmen.

Radpositionen kennzeichnen

VL, VR, HL und HR eindeutig zuordnen.

Räder fachgerecht montieren

Radbefestigung und Drehmoment nach Fahrzeugvorgabe beachten.

Reifendruck an neue Position anpassen

Vorder- und Hinterachsdruck berücksichtigen.

RDKS gegebenenfalls initialisieren

Fahrzeugspezifische Vorgehensweise verwenden.

Fahrverhalten kontrollieren

Neue Vibrationen oder andere Auffälligkeiten beachten.

Profiltiefe später erneut vergleichen

Prüfen, ob sich der Verschleiß gleichmäßiger entwickelt.

Passendes Wissen aus der FT Wissenswelt

Weitere Grundlagen zu Ganzjahresreifen, Reifenkennzeichnungen und der richtigen Montage finden Sie in der FT Wissenswelt.

PKW-Ganzjahresreifen bei FT Reifen

Wenn ein Reifensatz aufgrund von starkem Verschleiß, großen Profilunterschieden oder Schäden ersetzt werden muss, finden Sie bei FT Reifen Ganzjahresreifen für zahlreiche Fahrzeuge und Reifengrößen.

Ganzjahresreifen PKW-Ganzjahresreifen verschiedener Hersteller, Größen, Last- und Geschwindigkeitsindizes entdecken.

Passende Ganzjahresreifen über den Fahrzeug-Konfigurator finden

Welche Ganzjahresreifen technisch zu Ihrem Fahrzeug passen, hängt unter anderem von Reifengröße, Tragfähigkeitsindex, Geschwindigkeitsindex, Fahrzeugausführung und den jeweiligen Freigaben ab. Gerade bei Mischbereifung oder unterschiedlichen Vorder- und Hinterachsgrößen ist die korrekte Fahrzeugzuordnung besonders wichtig.

Ganzjahresreifen über den Fahrzeug-Konfigurator suchen FT-Reifen Startseite öffnen, Fahrzeug auswählen und passende Ganzjahresreifen für Ihr Fahrzeug anzeigen lassen.
Zwei Wege zum passenden Ganzjahresreifen

Wer seine Reifengröße bereits kennt, kann direkt in der Ganzjahresreifen-Kategorie suchen. Wer über sein Fahrzeug auswählen möchte, nutzt den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite.

Herstellerwissen aus der FT Herstellerwelt

Ganzjahresreifen unterscheiden sich je nach Hersteller, Profilkonzept, Reifenkonstruktion und Fahrzeuganwendung. Auch Laufrichtung, asymmetrische Profilgestaltung und Vorgaben zum Reifenwechsel können je nach Modell unterschiedlich sein.

FT Herstellerwelt Hersteller, Marken, Reifenbereiche und weiterführendes Herstellerwissen bei FT Reifen kennenlernen.

Service rund um Ihre Bestellung

Von der Reifenauswahl bis zur Lieferung finden Sie bei FT Reifen weitere Informationen zu Bearbeitung, Versand und dem Ablauf Ihrer Bestellung.

Ablauf Bestellung Informationen zu Bestellung, Bearbeitung, Versand und dem weiteren Ablauf bei FT Reifen.

FT-Reifen auf Instagram und TikTok

Auf unseren Social-Media-Kanälen zeigen wir regelmäßig Reifen, Felgen, Produkte, Praxistipps und Einblicke in die FT-Reifen Wissenswelt, Praxiswelt und Herstellerwelt.

Häufige Fragen zum Achswechsel bei Ganzjahresreifen

Warum verschleißen Ganzjahresreifen vorne und hinten unterschiedlich?

Lenkung, Antrieb, Bremskräfte, Achslast, Fahrwerk und Fahrzeugkonzept können Vorder- und Hinterachse unterschiedlich beanspruchen.

Warum verschleißen Vorderreifen bei Frontantrieb häufig schneller?

An der Vorderachse wirken gleichzeitig Antrieb, Lenkung und hohe Bremskräfte.

Verschleißen Allradreifen automatisch gleichmäßig?

Nein. Auch bei Allrad können Achslasten, Fahrwerk, Fahrweise und Antriebssystem zu unterschiedlichen Verschleißraten führen.

Warum sollte man Ganzjahresreifen zwischen den Achsen tauschen?

Ein geeigneter Achswechsel kann dazu beitragen, Profilunterschiede zu reduzieren und den Reifensatz gleichmäßiger zu nutzen.

Kann ich Reifen mit starkem einseitigem Verschleiß einfach tauschen?

Das ist nicht sinnvoll, ohne die Ursache zu klären. Spur, Sturz, Fahrwerk oder Reifendruck können beteiligt sein.

Wie erkenne ich einen laufrichtungsgebundenen Reifen?

Typisch sind die Kennzeichnung ROTATION und ein Pfeil auf der Reifenflanke.

Kann ich laufrichtungsgebundene Reifen diagonal tauschen?

Nicht einfach. Die vorgeschriebene Drehrichtung muss erhalten bleiben. Häufig ist deshalb nur ein Wechsel vorne und hinten auf derselben Fahrzeugseite möglich.

Was bedeuten INSIDE und OUTSIDE?

Diese Kennzeichnungen werden bei asymmetrischen Reifen verwendet. OUTSIDE muss bei korrekter Montage außen sichtbar sein.

Ist ein asymmetrischer Reifen automatisch laufrichtungsgebunden?

Nein. Asymmetrie und Laufrichtung sind unterschiedliche Konstruktionsmerkmale.

Kann ich unterschiedliche Reifengrößen vorne und hinten tauschen?

In der Regel nicht. Bei Mischbereifung bleiben die jeweiligen Reifengrößen auf den dafür vorgesehenen Achsen.

Warum sollte die Profiltiefe vor dem Achswechsel gemessen werden?

Nur so lässt sich beurteilen, ob ein Wechsel überhaupt sinnvoll ist und wie groß die Unterschiede zwischen den Positionen tatsächlich sind.

Wo sollten die Reifen mit dem besseren Profil montiert werden?

Bei deutlich unterschiedlichen Reifenreserven wird häufig empfohlen, die besseren Reifen auf der Hinterachse zu verwenden, da deren Seitenführungsreserve für die Fahrstabilität besonders wichtig ist.

Warum ist der Abrollumfang bei Allradfahrzeugen wichtig?

Stark unterschiedlich abgefahrene Reifen können unterschiedliche tatsächliche Abrollumfänge besitzen. Je nach Allradsystem können dafür Herstellergrenzen gelten.

Kann ich unterschiedliche Reifenmodelle bei Allrad mischen?

Das sollte besonders sorgfältig geprüft werden, weil sich tatsächlicher Abrollumfang, Aufbau und Fahreigenschaften trotz gleicher Nenngröße unterscheiden können.

Muss der Reifendruck nach dem Achswechsel geändert werden?

Möglicherweise ja. Vorder- und Hinterachse können unterschiedliche Druckvorgaben haben. Maßgeblich sind die Fahrzeugangaben.

Muss RDKS nach einem Achswechsel neu angelernt werden?

Das hängt vom Fahrzeug und RDKS-System ab. Manche Systeme erkennen die Position selbst, andere benötigen eine Initialisierung oder neue Sensorzuordnung.

Kann ich einen beschädigten Reifen auf eine andere Achse setzen?

Ein Positionswechsel beseitigt keinen Reifenschaden. Beulen, tiefe Schnitte, Karkassenschäden oder auffälliger Druckverlust müssen technisch beurteilt werden.

Wann sollte ich Ganzjahresreifen statt Tauschen ersetzen?

Bei zu geringer Profiltiefe, Schäden, starkem ungleichmäßigem Verschleiß oder nicht mehr ausreichender Sommer- beziehungsweise Winterreserve kann Ersatz sinnvoll sein.

Wie finde ich passende neue Ganzjahresreifen?

Wenn die Reifengröße bekannt ist, kann direkt in der Ganzjahresreifen-Kategorie gesucht werden. Alternativ lassen sich passende Reifen über den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite auswählen.

Technischer Hinweis

Diese Praxisinformationen ersetzen keine fahrzeug- und reifenspezifische Prüfung. Ob und nach welchem Schema Räder zwischen den Fahrzeugpositionen gewechselt werden dürfen, hängt unter anderem von Reifengröße, Felgengröße, Laufrichtung, asymmetrischer Bauart, Mischbereifung, RDKS, Allradsystem und den Vorgaben des Fahrzeug- und Reifenherstellers ab. Stark ungleichmäßig abgefahrene oder beschädigte Reifen sollten vor weiterer Nutzung fachkundig beurteilt werden.

Über 35 Jahre praktische Erfahrung rund um Reifen und Felgen

FT Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen rund um PKW-Ganzjahresreifen, Achswechsel, Reifenverschleiß, Laufrichtung, Profiltiefe, Allrad, RDKS und die richtige Reifen-Fahrzeug-Zuordnung.

FT-Reifen – der Reifenhändler, der sein Wissen teilt.

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