Ganzjahresreifen nach mehreren Jahren beurteilen – Alter, Gummi, Risse und Restprofil
FT Praxiswelt – PKW-Ganzjahresreifen
Ganzjahresreifen nach mehreren Jahren beurteilen – Alter, Gummi, Risse und Restprofil richtig einschätzen
Ganzjahresreifen bleiben über Sommer und Winter am Fahrzeug. Dadurch erleben sie über mehrere Jahre hohe Sommertemperaturen, Frost, UV-Strahlung, Nässe, Streusalz und die gesamte Jahresfahrleistung. Bei älteren Ganzjahresreifen sollte deshalb weder das Produktionsdatum noch die Profiltiefe allein über die weitere Nutzung entscheiden.
Erst die Kombination aus Reifenalter, Restprofil, Gummizustand, Rissen, Beschädigungen, Verschleißbild, Luftdruck und tatsächlichem Einsatz zeigt, ob ein Reifensatz noch sinnvoll weiterverwendet werden kann.
Reifenalter immer gemeinsam mit dem Zustand beurteilen
DOT
Zeigt das Produktionsdatum und hilft, das Alter des Reifens einzuordnen.
Reifenzustand
Risse, Gummi, Seitenwand, Druckverlust und Schäden sind ebenso wichtig wie das Herstellungsdatum.
Restprofil
Der Reifen muss noch ausreichende Reserven für den geplanten Sommer- und Wintereinsatz besitzen.
Das Reifenalter allein entscheidet nicht über die Weiterverwendung. Entscheidend ist der Gesamtzustand aus Profiltiefe, Rissen, Gummizustand, Beschädigungen, Verschleißbild, Druckverlust und tatsächlichem Einsatz.
Ganzjahresreifen altern über alle Jahreszeiten
Anders als saisonal eingelagerte Reifen bleiben Ganzjahresreifen normalerweise das ganze Jahr im Einsatz.
1. Ganzjahresreifen erleben Sommer und Winter auf demselben Reifensatz
Über die Nutzungszeit wirken unter anderem:
- Sommerhitze
- Frost
- UV-Strahlung
- Regen
- Schneematsch
- Streusalz
- hohe Fahrbahntemperaturen
- mechanische Laufleistung
Deshalb sollte ein älterer Ganzjahresreifen regelmäßig neu beurteilt werden und nicht nur einmal beim Kauf oder bei der Montage.
2. DOT zeigt Produktionswoche und Produktionsjahr
Die DOT-Kennzeichnung enthält unter anderem Informationen zum Produktionszeitpunkt.
Beispiel:
2523
25
25. Kalenderwoche.
23
Produktionsjahr 2023.
3. DOT ist kein automatisches Ablaufdatum
Ein Reifen wird nicht an einem bestimmten Kalendertag plötzlich technisch unbrauchbar.
Produktionsdatum, Nutzung, Lagerung, Profiltiefe und tatsächlicher Zustand müssen gemeinsam betrachtet werden.
4. Alter und tatsächliche Laufleistung zusammen betrachten
Hohe Fahrleistung
Ein relativ junger Reifen kann bereits stark verschlissen sein.
Geringe Fahrleistung
Ein älterer Reifen kann noch viel Profil besitzen, aber trotzdem Alterungserscheinungen zeigen.
Profiltiefe allein reicht nicht zur Zustandsbewertung
Gerade Wenigfahrer können nach mehreren Jahren noch viel Restprofil besitzen.
5. Viel Restprofil bedeutet nicht automatisch einen guten Gesamtzustand
Zusätzlich sollten kontrolliert werden:
- Seitenwand
- Profilgrund
- Risse
- Gummizustand
- Beulen
- Druckverlust
- Verschleißbild
Ein Reifen kann noch deutliches Restprofil besitzen und trotzdem andere Auffälligkeiten zeigen.
6. Junge Reifen können durch hohe Laufleistung bereits verschlissen sein
Umgekehrt kann ein Reifen mit relativ aktuellem Produktionsdatum bereits wenig Profil besitzen.
Bei hoher Jahresfahrleistung kann die verbleibende Sommer- oder Winterreserve schon nach wenigen Jahren gering sein.
7. Restprofil für die kommenden Monate beurteilen
Vor allem vor dem Winter sollte nicht nur der heutige Messwert betrachtet werden.
Zusätzlich fragen:
- Wie viele Kilometer fahre ich bis zum Frühjahr?
- Fahre ich regelmäßig bei Schnee?
- Plane ich eine lange Reise?
- Fahre ich häufig Autobahn?
- Wie stark ist der aktuelle Reifenverschleiß?
Risse an älteren Ganzjahresreifen
Risse können an verschiedenen Stellen des Reifens auftreten und sollten genauer beurteilt werden.
8. Seitenwand sorgfältig kontrollieren
Prüfen auf:
- feine Oberflächenrisse
- tiefere Risse
- Risse im Bereich der Beschriftung
- Schäden nahe dem Felgenhorn
- ungewöhnliche Verformungen
9. Profilgrund zwischen den Profilblöcken ansehen
Nicht alle Alterungserscheinungen liegen direkt auf der sichtbaren Reifenflanke.
Zwischen Profilblöcken können Risse vorhanden sein, die bei einer schnellen Sichtkontrolle nicht sofort auffallen.
10. Oberflächliche Veränderungen und tiefe Schäden unterscheiden
Nicht jede kleine optische Veränderung bedeutet automatisch einen strukturellen Defekt.
Deutlich kritischer sind:
- tiefe Risse
- weit geöffnete Rissbereiche
- sichtbare Gewebestrukturen
- Beulen
- Materialablösungen
Tiefe oder strukturell wirkende Beschädigungen gehören nicht in die Kategorie normaler optischer Reifenalterung.
11. Reifenpflegeprodukte reparieren keine strukturelle Alterung
Produkte zur optischen Pflege können eine Reifenoberfläche anders aussehen lassen.
Eine beschädigte oder gealterte Reifenstruktur wird durch ein Pflegeprodukt nicht technisch wiederhergestellt.
Gummizustand richtig einordnen
Reifenmaterial verändert sich über Zeit, Temperatur und Nutzung.
12. Reifenmaterial kann sich im Laufe der Jahre verändern
Je nach Nutzung und Bedingungen kann Gummi:
- härter werden
- spröder wirken
- Risse entwickeln
Einfluss haben unter anderem:
- Temperatur
- UV-Einwirkung
- Nutzung
- Lagerung
- Reifenmischung
13. Ganzjahresreifen müssen besonders breite Temperaturbereiche abdecken
Der gleiche Reifen wird genutzt bei:
- Sommerhitze
- milden Übergangstemperaturen
- kaltem Herbst
- Frost
- Frühjahr
Ein älterer Ganzjahresreifen muss weiterhin sowohl im Sommer als auch im Winter zum tatsächlichen Einsatzprofil passen.
14. Verändertes Fahrverhalten kann ein Hinweis sein
Mögliche Auffälligkeiten:
- mehr Laufgeräusch
- weniger Komfort
- verändertes Verhalten bei Nässe
- verändertes Winterverhalten
Auch Luftdruck, Fahrwerk, Profilverschleiß und andere technische Faktoren können beteiligt sein.
Wenigfahrer und lange Standzeiten
Wenig gefahrene Kilometer bedeuten nicht automatisch, dass ein Reifen kaum altert.
15. Niedrige Jahresfahrleistung schützt nicht vor allen Alterungseinflüssen
Ein Fahrzeug kann nur wenige Kilometer fahren und trotzdem regelmäßig:
- in der Sonne stehen
- Frost erleben
- großen Temperaturwechseln ausgesetzt sein
- lange Standzeiten haben
16. Lange Standzeiten können Reifen zusätzlich beanspruchen
Mögliche Themen:
- temporäre Standplatten
- lokale Belastung
- schleichender Druckverlust
17. Vorübergehenden Standplatten von dauerhafter Unrundheit unterscheiden
Nach längerer Standzeit kann ein Fahrzeug zunächst leicht hoppeln oder unrund wirken.
Normalisiert sich die Auffälligkeit nach entsprechender Fahrt nicht, sollten Reifen, Rad und gegebenenfalls Fahrwerk kontrolliert werden.
Druckverlust bei älteren Ganzjahresreifen
Regelmäßiger Druckverlust sollte nicht automatisch auf das Reifenalter geschoben werden.
18. Wiederkehrendes Nachpumpen als Warnsignal verstehen
Mögliche Ursachen sind:
- Ventil
- Felge
- Wulstsitz
- Reifenverletzung
- RDKS-Ventil
Auch bei älteren Reifen sollte eine technische Undichtigkeit gezielt lokalisiert werden.
19. Mehrere Auffälligkeiten gemeinsam stärker gewichten
Besonders genauer prüfen bei Kombinationen aus:
- Rissen
- Beule
- wiederkehrendem Druckverlust
- wenig Restprofil
- auffälligem Verschleiß
Mehrere gleichzeitig vorhandene Auffälligkeiten verändern die Beurteilung stärker als ein einzelner kleiner optischer Punkt.
Ältere Ganzjahresreifen im Sommer
Der gleiche Reifen bleibt auch bei hohen Temperaturen und langen Urlaubsfahrten am Fahrzeug.
20. Hohe Sommertemperaturen gehören zum normalen Ganzjahreseinsatz
Über mehrere Jahre wirken:
- hohe Fahrbahntemperaturen
- lange Autobahnfahrten
- UV-Strahlung
- volle Urlaubsbeladung
- hohe Dauergeschwindigkeit
21. Ältere Reifen vor einer langen Sommerreise besonders genau prüfen
Vor Reisebeginn kontrollieren:
- Profiltiefe
- Seitenwand
- Risse
- Beulen
- Reifendruck
- Ventile
- Verschleißbild
Eine Auffälligkeit sollte nicht erst beim Beladen des Fahrzeugs unmittelbar vor der Abfahrt entdeckt werden.
Ältere Ganzjahresreifen vor dem Winter
Ein Reifen, der im letzten Winter noch ausreichend war, muss vor dem nächsten Winter neu beurteilt werden.
22. Vor jedem Winter eine neue Zustandskontrolle durchführen
Seit dem vorherigen Winter können hinzugekommen sein:
- weitere Sommerkilometer
- Profilverschleiß
- Sommerhitze
- neue Beschädigungen
- Alterung
23. Alpine-Symbol bleibt – Winterreserve kann trotzdem abnehmen
Das Alpine-Symbol beziehungsweise 3PMSF verschwindet nicht durch Reifenalter oder Profilverschleiß.
Profiltiefe, Gummizustand, Risse, Beschädigungen und das tatsächliche Winterfahrprofil müssen zusätzlich berücksichtigt werden.
24. Höheres Alter plus wenig Restprofil gemeinsam bewerten
Mehrere ungünstige Faktoren können gleichzeitig auftreten.
Praktisch wird die Argumentation für eine weitere anspruchsvolle Saison schwächer, wenn zusätzlich zum Alter auch wenig Profil oder andere Auffälligkeiten vorhanden sind.
Beschädigungen an älteren Reifen
Alterungserscheinungen und mechanische Schäden dürfen nicht miteinander verwechselt werden.
25. Beulen sind kein normales Altersmerkmal
Eine lokale Auswölbung kann auf eine Beschädigung der Reifenstruktur hinweisen.
Ein Reifen mit auffälliger Beule sollte nicht einfach deshalb weitergefahren werden, weil noch ausreichend Profiltiefe vorhanden ist.
26. Schnitte, Fremdkörper und ältere Verletzungen kontrollieren
Über mehrere Jahre können sich unterschiedliche Auffälligkeiten angesammelt haben:
- kleine Schnitte
- Nägel oder Schrauben
- alte Einstiche
- Reparaturstellen
- Scheuerstellen
27. Vorhandene Reparaturstellen in die Gesamtprüfung einbeziehen
Eine fachgerecht ausgeführte Reparatur kann je nach Schaden und Reparaturverfahren weiterhin technisch zulässig sein.
Die Reparaturstelle gehört zusammen mit Profiltiefe, Reifenalter und Gesamtzustand zur regelmäßigen Kontrolle.
Verschleißbild älterer Ganzjahresreifen
Alter und Fehlverschleiß sind zwei unterschiedliche Themen.
28. Gleichmäßiger Abrieb ist günstiger als ein technisch auffälliges Profilbild
Älter, aber gleichmäßig
Ausreichendes Profil, kein Druckverlust und keine sichtbaren Schäden ergeben ein anderes Gesamtbild.
Jünger, aber auffällig
Starker Innenverschleiß oder lokale Auswaschungen können bereits bei einem jüngeren Reifen technisch relevant sein.
29. Sägezahn und Auswaschungen nicht automatisch dem Reifenalter zuschreiben
Zusätzlich prüfen:
- Achsgeometrie
- Stoßdämpfer
- Reifendruck
- Fahrwerk
- Fahrprofil
30. Neue Reifen beheben kein Fahrzeugproblem
Wenn der alte Reifensatz aufgrund einer falschen Spur oder eines Fahrwerksproblems ungleichmäßig verschlissen ist, sollte die Ursache vor der Montage neuer Reifen geklärt werden.
Reifenwechsel und technische Ursachenbehebung gehören in diesem Fall zusammen.
Wann wird eine Weiterverwendung fraglich?
Die Entscheidung sollte immer aus mehreren Faktoren entstehen.
31. Mehrere Auffälligkeiten gemeinsam bewerten
Besonders genau prüfen bei Kombinationen aus:
- höherem Reifenalter
- geringem Restprofil
- Rissen
- wiederkehrendem Druckverlust
- Beule
- ungleichmäßigem Abrieb
- auffälligem Fahrverhalten
Der Gesamtzustand entscheidet darüber, ob die weitere Nutzung technisch und praktisch noch sinnvoll erscheint.
32. Geplante Nutzung der kommenden Monate berücksichtigen
Die Anforderungen unterscheiden sich beispielsweise zwischen:
- kurzen Stadtfahrten
- langen Autobahnstrecken
- voll beladenen Urlaubsreisen
- regelmäßigen Winterfahrten
- Skiurlaub
- Gebirgsfahrten
33. Nicht bis zum letzten möglichen Kilometer planen
Ein Ganzjahresreifen muss die kommende anspruchsvolle Saison noch mit ausreichenden Reserven bewältigen können.
Gerade vor Winter oder Langstreckenreise ist es sinnvoller, den erwarteten Zustand der kommenden Monate zu berücksichtigen als nur den heutigen Moment.
Übersicht & Prüfreihenfolge
Typische Alters- und Zustandsmerkmale und die komplette FT-Kontrolle älterer Ganzjahresreifen.
34. Typische Merkmale älterer Ganzjahresreifen
| Merkmal | Einordnung | Besonders prüfen |
|---|---|---|
| älterer Reifen mit viel Profil | nicht automatisch gut oder schlecht | Risse und Gummizustand |
| junger Reifen mit wenig Profil | Verschleiß entscheidend | Restreserve |
| feine Oberflächenrisse | genauer ansehen | Tiefe und Position |
| tiefe Seitenwandrisse | kritisch | Reifenstruktur |
| Risse im Profilgrund | genauer prüfen | Tiefe |
| Beule | kritisch | Karkasse |
| regelmäßiger Druckverlust | Ursache klären | Ventil, Reifen und Felge |
| Sägezahnbildung | nicht nur Altersfrage | Fahrwerk und Geometrie |
| starker Innenverschleiß | technisches Problem möglich | Spur und Sturz |
| gleichmäßiger Verschleiß | günstigeres Gesamtbild | Restzustand |
| wenig Profil vor dem Winter | geringe Winterreserve | Wintereinsatz |
| älterer Satz vor Langstrecke | genau kontrollieren | Zustand und Reifendruck |
35. FT-Prüfreihenfolge bei älteren Ganzjahresreifen
Produktionswoche und Produktionsjahr bestimmen.
Nicht als alleinige Austauschgrenze verwenden.
Gesamtzustand des Reifensatzes beurteilen.
Restprofil dokumentieren.
Ungleichmäßigen Verschleiß erkennen.
Risse, Schnitte und Verformungen suchen.
Verdeckte Risse erkennen.
Schadentiefe beurteilen.
Mögliche Karkassenschäden ernst nehmen.
Mechanische Beschädigungen berücksichtigen.
Nägel und Schrauben beachten.
Reparatur in die Gesamtprüfung einbeziehen.
Alle vier Reifen vergleichen.
Undichtigkeit technisch klären.
Gummi-, Metall- und RDKS-Ventile prüfen.
Warnmeldungen nicht ignorieren.
Achs- und Seitenunterschiede erkennen.
Profilblöcke und Laufgeräusch beachten.
Lokale Verschleißstellen dokumentieren.
Technische Ursache nicht dem Reifenalter zuschreiben.
Hitze, Autobahn und Beladung einplanen.
Schnee, Schneematsch und Gebirge berücksichtigen.
Hohe Belastung der kommenden Monate berücksichtigen.
Erwarteten Verschleiß mitdenken.
Gesamtzustand statt Einzelwert entscheiden lassen.
Nicht bis zur letzten denkbaren Reserve warten.
Passendes Wissen aus der FT Wissenswelt
Weitere Grundlagen zu Ganzjahresreifen, Reifenkennzeichnungen, Reifenalter und der technischen Zustandsbeurteilung finden Sie in der FT Wissenswelt.
PKW-Ganzjahresreifen bei FT Reifen
Ist ein älterer Ganzjahresreifen aufgrund von wenig Restprofil, Rissen, Beschädigung, Druckverlust oder ungünstigem Gesamtzustand nicht mehr sinnvoll weiterzuverwenden, finden Sie bei FT Reifen passende Ganzjahresreifen für zahlreiche Fahrzeuge und Reifengrößen.
Ganzjahresreifen PKW-Ganzjahresreifen verschiedener Hersteller, Größen, Last- und Geschwindigkeitsindizes entdecken.Passende Ganzjahresreifen über den Fahrzeug-Konfigurator finden
Welche Ganzjahresreifen technisch zu Ihrem Fahrzeug passen, hängt unter anderem von Reifengröße, Tragfähigkeitsindex, Geschwindigkeitsindex, Fahrzeugausführung und den jeweiligen Freigaben ab. Wenn ein älterer Reifensatz ersetzt werden soll, können passende Reifen über den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite gezielt gesucht werden.
Ganzjahresreifen über den Fahrzeug-Konfigurator suchen FT-Reifen Startseite öffnen, Fahrzeug auswählen und passende Ganzjahresreifen für Ihr Fahrzeug anzeigen lassen.Wer seine Reifengröße bereits kennt, kann direkt in der Ganzjahresreifen-Kategorie suchen. Wer die Auswahl über sein Fahrzeug vornehmen möchte, nutzt den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite.
Herstellerwissen aus der FT Herstellerwelt
Ganzjahresreifen unterscheiden sich je nach Hersteller, Profilkonzept, Reifenkonstruktion und Gummimischung. Auch Alterungsverhalten und Verschleiß können je nach Modell, Nutzung und Fahrzeug unterschiedlich ausfallen.
FT Herstellerwelt Hersteller, Marken, Reifenbereiche und weiterführendes Herstellerwissen bei FT Reifen kennenlernen.Service rund um Ihre Bestellung
Von der Reifenauswahl bis zur Lieferung finden Sie bei FT Reifen weitere Informationen zu Bearbeitung, Versand und dem Ablauf Ihrer Bestellung.
Ablauf Bestellung Informationen zu Bestellung, Bearbeitung, Versand und dem weiteren Ablauf bei FT Reifen.Häufige Fragen zu älteren Ganzjahresreifen
Ab welchem Alter müssen Ganzjahresreifen ersetzt werden?
Eine starre Altersgrenze allein beschreibt den Zustand eines Reifens nicht vollständig. Produktionsdatum, Profiltiefe, Risse, Schäden, Nutzung und Gummizustand müssen gemeinsam betrachtet werden.
Was sagt die DOT-Kennzeichnung aus?
Sie enthält unter anderem Angaben zum Produktionszeitpunkt. Bei einer vierstelligen Datumsangabe stehen die ersten beiden Ziffern für die Kalenderwoche und die letzten beiden für das Jahr.
Ist ein älterer Reifen mit viel Profil automatisch noch gut?
Nein. Zusätzlich sollten Seitenwand, Profilgrund, Risse, Gummizustand, Luftdruck und andere mögliche Schäden kontrolliert werden.
Kann ein relativ junger Ganzjahresreifen schon verschlissen sein?
Ja. Bei hoher Jahresfahrleistung kann das Restprofil bereits nach wenigen Jahren gering sein.
Wo entstehen Altersrisse am Reifen?
Sie können an der Seitenwand, im Profilgrund oder an anderen Bereichen der Reifenoberfläche auftreten.
Sind kleine Oberflächenrisse automatisch gefährlich?
Nicht jeder kleine optische Riss bedeutet automatisch einen strukturellen Defekt. Tiefe, Position und Ausprägung sollten aber geprüft werden.
Wann sind Risse besonders kritisch?
Tiefe oder weit geöffnete Risse, sichtbare Gewebestrukturen, Beulen oder Materialablösungen sollten fachkundig beurteilt werden.
Kann Reifenpflege alte Reifen wieder verbessern?
Pflegeprodukte können eine Oberfläche optisch verändern, reparieren aber keine strukturellen Risse oder gealtertes Reifenmaterial.
Warum kann Reifenmaterial mit der Zeit härter werden?
Alter, Temperatur, UV-Einwirkung, Nutzung, Lagerung und Materialzusammensetzung beeinflussen den Zustand der Gummimischung.
Sind Ganzjahresreifen stärker von Alterung betroffen als andere Reifen?
Sie werden normalerweise über alle Jahreszeiten genutzt und erleben deshalb sowohl Sommerhitze als auch Winterkälte. Wie stark ein Reifen tatsächlich altert, hängt jedoch von vielen Faktoren ab.
Altern Reifen auch bei geringer Fahrleistung?
Ja. UV-Strahlung, Temperaturwechsel, Standzeiten und andere Umwelteinflüsse wirken auch bei wenigen gefahrenen Kilometern.
Was ist ein Standplatten?
Nach längerer Standzeit kann ein Reifen vorübergehend etwas unrund laufen. Bleibt Hoppeln oder Vibration nach entsprechender Fahrt bestehen, sollte genauer geprüft werden.
Warum verliert ein älterer Reifen regelmäßig Luft?
Die Ursache kann am Reifen, Ventil, Wulstsitz, der Felge oder einem RDKS-Ventil liegen. Das Alter allein erklärt eine Undichtigkeit nicht.
Sollte ich ältere Ganzjahresreifen vor einer Urlaubsfahrt besonders prüfen?
Ja. Profiltiefe, Seitenwände, Risse, Beulen, Reifendruck, Ventile und Verschleißbild sollten vor längeren Fahrten kontrolliert werden.
Reicht das Alpine-Symbol bei einem älteren Ganzjahresreifen für den Winter aus?
Die Kennzeichnung allein beschreibt nicht den aktuellen Reifenzustand. Profiltiefe, Risse, Gummi und tatsächliches Winterfahrprofil müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Ist eine Beule ein normales Alterszeichen?
Nein. Eine lokale Auswölbung kann auf eine Beschädigung der Reifenstruktur hinweisen und sollte technisch beurteilt werden.
Muss eine alte Reifenreparatur erneut kontrolliert werden?
Bei der allgemeinen Zustandskontrolle kann es sinnvoll sein, auch vorhandene Reparaturstellen mit anzusehen.
Warum sollte ich Fehlverschleiß nicht dem Reifenalter zuschreiben?
Starker Innenverschleiß, Sägezahn oder lokale Auswaschungen können unter anderem mit Achsgeometrie, Fahrwerk oder Reifendruck zusammenhängen.
Wann sollte ein älterer Ganzjahresreifen eher ersetzt werden?
Wenn mehrere ungünstige Faktoren wie wenig Restprofil, tiefe Risse, Beulen, wiederkehrender Druckverlust, starker Fehlverschleiß oder eine anspruchsvolle kommende Nutzung zusammenkommen, sollte die weitere Nutzung besonders kritisch beurteilt werden.
Wie finde ich passende neue Ganzjahresreifen?
Wenn die Reifengröße bekannt ist, kann direkt in der Ganzjahresreifen-Kategorie gesucht werden. Alternativ lassen sich passende Reifen über den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite auswählen.
Technischer Hinweis
Diese Praxisinformationen ersetzen keine fachkundige Zustandsprüfung eines Reifens. Tiefe Risse, sichtbare Gewebestrukturen, Beulen, Materialablösungen, wiederkehrender Druckverlust, starke Beschädigungen oder ungewöhnlicher Verschleiß sollten vor weiterer normaler Nutzung technisch beurteilt werden. Reifenalter und DOT sind wichtige Informationen, ersetzen aber nicht die Prüfung von Profiltiefe, Gummizustand, Schäden und tatsächlichem Einsatzprofil.
Über 35 Jahre praktische Erfahrung rund um Reifen und Felgen
FT Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen rund um PKW-Ganzjahresreifen, Reifenalter, DOT, Profiltiefe, Gummizustand, Risse, Druckverlust, Reifenverschleiß und die richtige Reifen-Fahrzeug-Zuordnung.
FT-Reifen – der Reifenhändler, der sein Wissen teilt.
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