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Ganzjahresreifen im Winter richtig beurteilen – Schnee, Eis, M+S und Alpine-Symbol

FT Praxiswelt – PKW-Ganzjahresreifen

Ganzjahresreifen im Winter richtig beurteilen – Schnee, Eis, M+S und Alpine-Symbol

Ganzjahresreifen werden das ganze Jahr genutzt und sollen deshalb auch bei winterlichen Straßenverhältnissen funktionieren. Für die Praxis reicht es aber nicht, nur auf die Bezeichnung „Ganzjahresreifen“, „All Season“ oder eine ältere M+S-Kennzeichnung zu schauen.

Bei winterlichen Straßenverhältnissen in Deutschland ist insbesondere das Alpine-Symbol beziehungsweise 3PMSF entscheidend. Zusätzlich müssen Profiltiefe, Reifenalter, Verschleißbild, Luftdruck und das tatsächliche Winterfahrprofil berücksichtigt werden.

Wintertauglichkeit besteht aus Kennzeichnung, Zustand und Einsatz

Alpine-Symbol

Für die heutige Wintereinordnung in Deutschland ist das Schneeflockensymbol im Bergpiktogramm entscheidend.

Reifenzustand

Auch ein korrekt gekennzeichneter Reifen braucht ausreichend Profil und darf keine sicherheitsrelevanten Schäden besitzen.

Wintereinsatz

Stadtverkehr, geräumte Straßen, Schnee, Gebirge und Skiurlaub stellen sehr unterschiedliche Anforderungen.

FT Praxisgrundsatz

Nicht jeder Reifen mit M+S-Aufschrift ist heute automatisch für winterliche Straßenverhältnisse ausreichend. Bei PKW-Ganzjahresreifen muss für den Wintereinsatz insbesondere das Alpine-Symbol auf dem konkreten Reifen geprüft werden.

Ganzjahresreifen und Winterreifenpflicht

Die deutsche Regelung orientiert sich nicht an einem festen Kalenderzeitraum, sondern an den tatsächlichen winterlichen Straßenverhältnissen.

1. Ganzjahresreifen können grundsätzlich im Winter genutzt werden

Entscheidend ist, dass der konkrete Reifen die erforderlichen technischen und gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt.

Winterliche Straßenverhältnisse können unter anderem sein:

  • Glatteis
  • Schneeglätte
  • Schneematsch
  • Eisglätte
  • Reifglätte
Keine starre Winterreifen-Saison im Gesetz

Die häufig genannte Regel „O bis O“ ist eine praktische Orientierung, aber keine gesetzliche Datumsregel. Entscheidend sind die tatsächlichen Straßenverhältnisse.

2. Alpine-Symbol auf dem konkreten Reifen kontrollieren

Das Alpine-Symbol zeigt einen stilisierten Berg mit drei Spitzen und einer Schneeflocke.

Es wird auch bezeichnet als:

  • 3PMSF
  • Three Peak Mountain Snowflake
  • Alpine-Symbol
Reifenflanke prüfen

Nicht nur Produktbeschreibung oder Rechnungsbezeichnung verwenden. Die Kennzeichnung sollte direkt am montierten Reifen kontrolliert werden.

3. Reine M+S-Kennzeichnung reicht seit 1. Oktober 2024 nicht mehr

Ältere Reifen können noch Kennzeichnungen tragen wie:

  • M+S
  • M&S
  • M.S.

Diese Kennzeichnung allein reicht in Deutschland bei winterlichen Straßenverhältnissen nicht mehr aus.

Wichtig für ältere Ganzjahresreifen

Seit dem 1. Oktober 2024 ist für die Winterreifenpflicht das Alpine-Symbol maßgeblich. Ein Reifen nur mit M+S-Kennung erfüllt die heutige Anforderung bei winterlichen Straßenverhältnissen nicht mehr.

4. M+S und Alpine-Symbol können gleichzeitig vorhanden sein

Viele Ganzjahresreifen tragen beide Kennzeichnungen.

M+S

Kann weiterhin zusätzlich auf dem Reifen stehen.

Alpine / 3PMSF

Ist für die heutige Wintereinordnung in Deutschland entscheidend.

5. „All Season“ oder „All Weather“ ist keine technische Winterkennzeichnung

Produktnamen können unterschiedlich formuliert sein:

  • All Season
  • All Weather
  • 4Seasons
  • AllSeason
  • Ganzjahresreifen
Produktname ersetzt nicht die Reifenkennzeichnung

Für die Wintereignung zählt die Kennzeichnung des konkreten Reifens zusammen mit Zustand und geltenden Vorschriften.

Ganzjahresreifen bei Schnee

Auf Schnee muss der Reifen gleichzeitig Traktion, Bremskraft und Seitenführung übertragen.

6. Profilgestaltung spielt auf Schnee eine wichtige Rolle

Je nach Ganzjahresreifen können vorhanden sein:

  • Lamellen
  • Profilblöcke
  • Querrillen
  • Längsrillen
  • kombinierte Profilkanäle
Modelle unterscheiden sich

Nicht jeder Ganzjahresreifen besitzt dieselben Wintereigenschaften. Profilkonzept, Gummimischung und Konstruktion unterscheiden sich je nach Hersteller und Modell.

7. Schnee verlangt mechanische Verzahnung

Auf verschneiter Fahrbahn muss der Reifen Kräfte übertragen beim:

  • Anfahren
  • Beschleunigen
  • Bremsen
  • Lenken
  • Kurvenfahren

8. Weniger Profil bedeutet weniger Winterreserve

Ein Ganzjahresreifen kann die gesetzliche Mindestprofiltiefe noch erreichen und trotzdem bei Schnee deutlich weniger Reserven besitzen als im Neuzustand.

Gesetzliche Mindestprofiltiefe

In Deutschland beträgt sie 1,6 mm.

Praktische Winterreserve

Für winterlichen Einsatz ist deutlich mehr Profil sinnvoll; häufig werden mindestens etwa 4 mm empfohlen.

Gesetzliche Grenze und praktische Empfehlung nicht verwechseln

1,6 mm beschreibt die gesetzliche Mindestgrenze. Das bedeutet nicht, dass ein Ganzjahresreifen mit diesem Restprofil noch dieselben Reserven auf Schnee besitzt wie ein neuer Reifen.

9. Profil über die gesamte Lauffläche messen

Nicht nur einen einzelnen Messpunkt verwenden.

Innen

Kann bei ungünstiger Achsgeometrie stärker abgenutzt sein.

Mitte

Gibt einen wichtigen Hinweis auf den allgemeinen Verschleiß.

Außen

Kann bei anderer Belastung oder Fahrweise stärker verschleißen.

Wintereinsatz in Ebene und Gebirge unterscheiden

Schnee ist nicht überall dieselbe Fahrsituation.

10. Geräumte Stadtstraße und verschneite Steigung sind unterschiedliche Anforderungen

Anspruchsvoller können sein:

  • steile Auffahrten
  • verschneite Bergpässe
  • ungeräumte Nebenstraßen
  • Gefällestrecken
  • enge Serpentinen
Persönliches Winterfahrprofil betrachten

Wer regelmäßig in solchen Regionen unterwegs ist, sollte diese Nutzung bereits beim Reifenkauf berücksichtigen.

11. Anfahren an einer Steigung fordert besonders viel Traktion

Schwieriger kann es werden bei:

  • festgefahrenem Schnee
  • tieferem Schnee
  • steilem Anstieg
  • Anfahren aus dem Stand

12. Bergab sind Brems- und Seitenführungsreserven entscheidend

Wintereignung bedeutet nicht nur, dass das Fahrzeug eine Steigung hinauffährt.

Der Weg bergab gehört genauso zur Beurteilung

Kontrolliertes Bremsen, Lenken und Seitenführung sind auf Schnee und Glätte mindestens genauso wichtig wie reine Anfahrtraktion.

Eis und Reifglätte

Auf Eis sind die physikalisch verfügbaren Haftungsreserven grundsätzlich sehr klein.

13. Glatteis stellt besonders hohe Anforderungen

Auch ein korrekt gekennzeichneter Ganzjahresreifen kann die physikalischen Grenzen auf Eis nicht aufheben.

Reifenkennzeichnung ersetzt angepasste Fahrweise nicht

Glatteis bleibt eine besonders kritische Fahrsituation – unabhängig von Reifenart und Marke.

14. Geschwindigkeit und Abstand deutlich anpassen

Bei Glätte besonders wichtig:

  • Geschwindigkeit reduzieren
  • größeren Abstand halten
  • sanft lenken
  • sanft beschleunigen
  • abrupte Bremsmanöver vermeiden

15. Alpine-Symbol bedeutet nicht unbegrenzten Wintergrip

Die Kennzeichnung zeigt eine definierte Winterqualifikation des Reifens.

Sie bedeutet jedoch nicht:

  • kein Rutschen auf Eis
  • identische Eigenschaften aller Ganzjahresreifen
  • gleiche Leistung jedes Reifenmodells
  • Aufhebung physikalischer Grenzen
Reifenmodelle unterscheiden sich

Ganzjahresreifen können unterschiedliche Schwerpunkte bei Schnee, Nässe, Trockenheit und Sommerbetrieb besitzen.

Temperatur allein entscheidet nicht über Winterreifenpflicht

Die oft genannte 7-Grad-Regel sollte nicht mit einer gesetzlichen Grenze verwechselt werden.

16. Die 7-Grad-Regel ist keine gesetzliche Umschaltgrenze

Es gibt in Deutschland keine Vorschrift, nach der bei exakt sieben Grad automatisch Winterreifen vorgeschrieben sind.

Entscheidend sind winterliche Straßenverhältnisse

Schnee, Schneematsch, Eis und Reifglätte sind für die situative Winterreifenpflicht relevant.

17. Kalte trockene Straße ist nicht dasselbe wie Schnee oder Eis

Ein trockener Wintertag stellt andere Anforderungen als:

  • Schneematsch
  • Neuschnee
  • festgefahrener Schnee
  • Glatteis
  • gefrierende Nässe

18. Wetterwechsel ist ein praktischer Vorteil des Ganzjahreskonzepts

Ein Ganzjahresreifen bleibt über die Saison am Fahrzeug und ist deshalb nicht davon abhängig, ob bereits auf den saisonalen Reifensatz gewechselt wurde.

Trotzdem Zustand kontrollieren

Der praktische Vorteil funktioniert nur, wenn der Reifen technisch wintergeeignet, korrekt gekennzeichnet und in ausreichendem Zustand ist.

Schneematsch richtig einschätzen

Schneematsch kombiniert Wasser, Schnee und häufig stark wechselnde Fahrbahnoberflächen.

19. Schneematsch fordert Profil und Wasserableitung gleichzeitig

Der Reifen muss:

  • Wasser verdrängen
  • Schneematsch aufnehmen und auswerfen
  • Lenkkräfte übertragen
  • Bremskräfte übertragen

20. Geschwindigkeit beeinflusst die verfügbaren Reserven stark

Mit steigender Geschwindigkeit bleibt dem Profil weniger Zeit, Wasser und Schneematsch aus dem Kontaktbereich zu verdrängen.

Winterreifenkennzeichnung ersetzt Geschwindigkeitsanpassung nicht

Bei Schneematsch sollte die Geschwindigkeit den tatsächlichen Straßenverhältnissen angepasst werden.

21. Profiltiefe ist bei Schneematsch besonders wichtig

Mit zunehmendem Verschleiß steht weniger Profilvolumen zur Verfügung.

Dadurch können Reserven abnehmen bei:

  • Schneematsch
  • Wasser
  • tieferem Schnee

Reifendruck bei niedrigen Temperaturen

Starke Temperaturänderungen können den gemessenen Reifenfülldruck verändern.

22. Luftdruck bei kaltem Wetter regelmäßig kontrollieren

Sinkt die Temperatur deutlich, kann auch der gemessene Reifenfülldruck niedriger ausfallen.

Kaltdruck nach Fahrzeugvorgabe prüfen

Gerade beim Wechsel von mildem Herbstwetter zu deutlich niedrigeren Wintertemperaturen lohnt sich eine Kontrolle.

23. RDKS-Warnmeldung nicht automatisch nur dem Wetter zuschreiben

Ein starker Temperaturrückgang kann eine Warnschwelle auslösen.

Trotzdem sollten geprüft werden:

  • alle vier Reifen
  • sichtbare Beschädigungen
  • Ventile
  • möglicher Druckverlust
Erst messen – dann beurteilen

Eine RDKS-Warnung sollte nicht ohne Kontrolle ignoriert werden.

24. Keinen pauschalen „Winterdruck“ erfinden

Maßgeblich sind die Fahrzeugherstellerangaben für:

  • Reifengröße
  • Fahrzeug
  • Beladungszustand

Ganzjahresreifen vor dem Winter kontrollieren

Der richtige Zeitpunkt ist vor dem ersten ernsthaften Wintereinbruch.

25. Nicht erst beim ersten Schnee mit der Kontrolle beginnen

Vor der Winterperiode prüfen:

  • Alpine-Symbol
  • Profiltiefe
  • Verschleißbild
  • Seitenwand
  • Reifenalter
  • Beschädigungen
  • Reifendruck
Rechtzeitig entscheiden

Ist der Reifen für den kommenden Winter nicht mehr ausreichend, bleibt noch Zeit für Ersatz vor dem ersten Schneefall.

26. Der Sommer kann viel Profil gekostet haben

Ganzjahresreifen werden nicht saisonal geschont.

Frühjahr

Der Reifen besitzt möglicherweise noch gute Profilreserven.

Sommer

Hohe Laufleistung und warme Straßen können weiteren Abrieb verursachen.

Herbst

Vor dem Winter muss der aktuelle Zustand neu beurteilt werden.

27. Vorder- und Hinterachse getrennt kontrollieren

Je nach Fahrzeug und Antrieb können die Reifen unterschiedlich verschleißen.

Nicht nur den besten Reifen ansehen

Für die Winterbeurteilung sollten alle vier Reifen kontrolliert werden.

Alter und Zustand im Winter

Das Produktionsdatum ist nur ein Teil der Gesamtbeurteilung.

28. DOT beziehungsweise Reifenalter nicht isoliert bewerten

Zusätzlich prüfen:

  • Profiltiefe
  • Risse
  • Seitenwandzustand
  • Gummizustand
  • Beschädigungen
  • Nutzungsbedingungen
  • Lagerung

29. Ältere Ganzjahresreifen vor dem Winter besonders sorgfältig ansehen

Ganzjahresreifen erleben über mehrere Jahre unterschiedliche Belastungen:

  • Sommerhitze
  • Winterkälte
  • UV-Einwirkung
  • Streusalz
  • Laufleistung
Alter plus Zustand gemeinsam beurteilen

Ein altes Produktionsdatum allein ist ebenso wenig ausreichend wie die Aussage, dass der Reifen noch Profil besitzt.

Winterfahrten ins Ausland

Bei Reisen über die Grenze können andere Anforderungen gelten als in Deutschland.

30. Vor Auslandsfahrten aktuelle Wintervorschriften prüfen

Regelungen können je nach Land Unterschiede aufweisen, beispielsweise bei:

  • Winterreifenpflicht
  • Mindestprofiltiefe
  • Alpine-Kennzeichnung
  • Schneeketten
  • regionalen oder zeitlichen Vorgaben
Besonders vor Skiurlaub wichtig

Ein in Deutschland zulässiger Ganzjahresreifen sollte nicht automatisch als ausreichend für jede ausländische Winterregel angesehen werden.

Übersicht & Prüfreihenfolge

Typische Wintersituationen und die komplette FT-Winterkontrolle auf einen Blick.

31. Typische Wintersituationen mit Ganzjahresreifen

Situation Wichtigster Punkt Besonders prüfen
trockene Kälte Reifenzustand Luftdruck
Reifglätte geringe Haftungsreserve Fahrweise
Schneematsch Wasser und Schnee Profiltiefe
frischer Schnee Traktion Profil und Lamellen
festgefahrener Schnee Bremsen und Lenken Reifenzustand
Glatteis sehr geringe Haftung Geschwindigkeit und Abstand
Steigung Anfahrtraktion Profil
Gefälle Bremsreserve Zustand und Fahrweise
Skiurlaub anspruchsvoller Wintereinsatz Reifen und Landesregeln
starker Temperatursturz Druckänderung Reifendruck und RDKS

32. FT-Prüfreihenfolge vor dem Winter

Reifenbezeichnung kontrollieren

Technische Daten des montierten Reifens prüfen.

Alpine-Symbol suchen

3PMSF-Kennzeichnung auf der Reifenflanke prüfen.

Reine M+S-Kennung nicht mit aktueller Winterqualifikation verwechseln

Seit 1. Oktober 2024 reicht M+S allein in Deutschland nicht mehr.

Alle vier Reifen kontrollieren

Nicht nur einen Reifen stellvertretend prüfen.

Profiltiefe messen

Winterreserve realistisch beurteilen.

Profil innen kontrollieren

Einseitigen Verschleiß erkennen.

Profilmitte prüfen

Allgemeinen Abrieb beurteilen.

Profil außen kontrollieren

Ungleichmäßigen Verschleiß erkennen.

Verschleißbild beurteilen

Spur, Luftdruck und Fahrwerk mitdenken.

Seitenwände ansehen

Schnitte und Scheuerstellen suchen.

Schnitte kontrollieren

Beschädigungen vor Winterbetrieb klären.

Beulen ausschließen

Mögliche Karkassenschäden ernst nehmen.

Risse prüfen

Seitenwand und Profilgrund ansehen.

Reifenalter berücksichtigen

Alter und Zustand gemeinsam bewerten.

Reifendruck kalt messen

Fahrzeugvorgaben verwenden.

RDKS kontrollieren

Warnmeldungen nicht ignorieren.

Persönliches Winterfahrprofil beurteilen

Stadt, Land, Schnee und Gebirge unterscheiden.

Schnee- und Bergfahrten berücksichtigen

Steigungen und Gefälle mitdenken.

Regelmäßigen Skiurlaub einplanen

Anspruchsvollere Winterbedingungen berücksichtigen.

Auslandsfahrten prüfen

Aktuelle landesspezifische Vorschriften beachten.

Bei zu geringer Winterreserve rechtzeitig ersetzen

Nicht auf den ersten Schneefall warten.

Passendes Wissen aus der FT Wissenswelt

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Ganzjahresreifen unterscheiden sich je nach Hersteller, Profilkonzept, Gummimischung und konstruktiver Auslegung. Auch die Schwerpunkte bei Schnee, Nässe, Trockenheit und Sommerbetrieb können je nach Modell unterschiedlich sein.

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Häufige Fragen zu Ganzjahresreifen im Winter

Darf ich Ganzjahresreifen im Winter fahren?

Ja, sofern der konkrete Reifen die geltenden Anforderungen erfüllt. Bei winterlichen Straßenverhältnissen in Deutschland ist insbesondere das Alpine-Symbol beziehungsweise 3PMSF relevant.

Reicht M+S bei Ganzjahresreifen noch aus?

Nein. Seit dem 1. Oktober 2024 reicht eine alleinige M+S-Kennzeichnung in Deutschland bei winterlichen Straßenverhältnissen nicht mehr aus.

Was bedeutet das Alpine-Symbol?

Das Alpine-Symbol zeigt einen dreigipfligen Berg mit Schneeflocke und wird auch als 3PMSF bezeichnet.

Kann ein Reifen M+S und Alpine gleichzeitig tragen?

Ja. Viele moderne Ganzjahresreifen besitzen beide Kennzeichnungen. Entscheidend für die heutige deutsche Winterregelung ist das Alpine-Symbol.

Reicht die Bezeichnung „All Season“ für den Winter aus?

Nein. Die Produktbezeichnung allein ersetzt nicht die technische Reifenkennzeichnung.

Wie viel Profil sollte ein Ganzjahresreifen im Winter haben?

Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt in Deutschland 1,6 mm. Für den praktischen Wintereinsatz werden deutlich größere Profilreserven empfohlen; häufig wird etwa 4 mm als Orientierungswert genannt.

Warum ist Profiltiefe auf Schnee wichtig?

Mit zunehmendem Verschleiß nimmt das verfügbare Profilvolumen ab. Dadurch können Reserven bei Schnee und Schneematsch geringer werden.

Sind Ganzjahresreifen im Gebirge geeignet?

Das hängt vom konkreten Reifen, Zustand und Einsatz ab. Regelmäßige Fahrten auf verschneiten Steigungen und Gefällestrecken stellen höhere Anforderungen als geräumter Stadtverkehr.

Was ist beim Skiurlaub zu beachten?

Reifenzustand, Alpine-Symbol, Profiltiefe und die aktuellen Winter- beziehungsweise Schneekettenvorschriften des Reiselandes sollten vor Abfahrt geprüft werden.

Sind Ganzjahresreifen auf Eis sicher?

Auf Glatteis sind die verfügbaren Haftungsreserven grundsätzlich sehr gering. Auch ein korrekt gekennzeichneter Reifen kann die physikalischen Grenzen nicht aufheben.

Warum ist Schneematsch schwierig?

Der Reifen muss gleichzeitig Wasser und Schneematsch verdrängen und dennoch Brems- und Seitenführungskräfte übertragen.

Ist die 7-Grad-Regel gesetzlich vorgeschrieben?

Nein. Sie ist keine gesetzliche Temperaturgrenze für die deutsche Winterreifenpflicht.

Warum sinkt mein Reifendruck im Winter?

Sinkende Temperaturen können den gemessenen Reifenfülldruck reduzieren. Deshalb sollte der Kaltdruck regelmäßig kontrolliert werden.

Kann Kälte eine RDKS-Warnung auslösen?

Ein deutlicher Temperaturrückgang kann dazu beitragen, dass eine Warnschwelle erreicht wird. Trotzdem sollten alle Reifen tatsächlich geprüft werden.

Brauchen Ganzjahresreifen einen speziellen Winterluftdruck?

Es sollte kein frei gewählter Winterwert verwendet werden. Maßgeblich sind die Fahrzeugherstellerangaben für Reifengröße und Beladung.

Wann sollte ich Ganzjahresreifen vor dem Winter kontrollieren?

Am besten rechtzeitig vor der typischen Winterperiode und nicht erst beim ersten Schneefall.

Muss ich alle vier Reifen prüfen?

Ja. Vorder- und Hinterachse können unterschiedlich verschleißen. Deshalb sollten Profiltiefe und Zustand an allen vier Rädern kontrolliert werden.

Sind ältere Ganzjahresreifen automatisch ungeeignet?

Nein. Das Alter allein entscheidet nicht. Profil, Risse, Gummizustand, Schäden, Nutzung und Lagerung müssen gemeinsam betrachtet werden.

Gelten im Ausland dieselben Regeln wie in Deutschland?

Nein. Winterreifen-, Profiltiefen- und Schneekettenvorschriften können sich je nach Land unterscheiden und sollten vor einer Reise aktuell geprüft werden.

Wie finde ich passende Ganzjahresreifen für mein Fahrzeug?

Wenn die Reifengröße bekannt ist, kann direkt in der Ganzjahresreifen-Kategorie gesucht werden. Alternativ lassen sich passende Reifen über den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite auswählen.

Technischer und rechtlicher Hinweis

Diese Praxisinformationen ersetzen keine fahrzeug-, reifen- oder länderspezifische Prüfung. Maßgeblich sind die zulässigen Reifendimensionen, Last- und Geschwindigkeitsanforderungen, Herstellerangaben sowie die jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften. Bei Fahrten ins Ausland sollten Winterreifen-, Mindestprofil- und Schneekettenregeln vor Reisebeginn aktuell geprüft werden. Beschädigte, stark abgefahrene oder auffällige Reifen sollten vor winterlicher Nutzung fachkundig beurteilt werden.

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