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Ganzjahresreifen im Sommer richtig beurteilen – Hitze, Autobahn und hohe Belastung

FT Praxiswelt – PKW-Ganzjahresreifen

Ganzjahresreifen im Sommer richtig beurteilen – Hitze, Autobahn und hohe Belastung

Ganzjahresreifen müssen nicht nur bei winterlichen Straßenverhältnissen funktionieren. Wer sie das gesamte Jahr fährt, verlangt ihnen auch bei Sommerhitze, langen Autobahnfahrten, voller Urlaubsbeladung und Starkregen einiges ab.

Gerade deshalb sollte der Sommerbetrieb bei Ganzjahresreifen nicht als Nebenthema betrachtet werden. Reifendruck, Profiltiefe, Fahrzeugbeladung, Geschwindigkeit, Reifenalter und Fahrprofil beeinflussen gemeinsam, wie stark der Reifen auf einer sommerlichen Langstrecke beansprucht wird.

Ganzjahresreifen müssen auch den Sommeralltag bewältigen

Hitze

Hohe Außentemperaturen und warmer Asphalt erhöhen die thermische Belastung des Reifens.

Autobahn

Hohe Dauergeschwindigkeit erzeugt über längere Zeit Wärme und mechanische Belastung.

Beladung

Urlaubsgepäck, Mitfahrer und zusätzliche Last erhöhen die Beanspruchung der Reifen.

FT Praxisgrundsatz

Ein Ganzjahresreifen muss auch bei hohen Sommertemperaturen, voller Beladung und langen Autobahnetappen stabil funktionieren. Deshalb sollte der Sommerbetrieb genauso ernst genommen werden wie der Wintereinsatz.

Sommerhitze und Reifenbelastung verstehen

Temperatur, Geschwindigkeit und Fahrzeuglast wirken bei langen Fahrten gemeinsam auf den Reifen.

1. Ganzjahresreifen fahren auch bei großer Hitze

Im Sommer können Ganzjahresreifen mit Bedingungen konfrontiert werden wie:

  • stark aufgeheiztem Asphalt
  • hohen Außentemperaturen
  • langen Autobahnfahrten
  • Urlaubsreisen
  • voller Beladung
  • höheren Geschwindigkeiten
Ganzjahresbetrieb bedeutet Ganzjahresbelastung

Die praktische Beurteilung darf deshalb nicht nur auf Schnee und Wintereigenschaften reduziert werden.

2. Hohe Temperaturen erhöhen die Beanspruchung des Reifens

Während der Fahrt entsteht durch Walkarbeit und Reibung Wärme. Wie stark sich ein Reifen erwärmt, hängt unter anderem ab von:

  • Außentemperatur
  • Geschwindigkeit
  • Reifendruck
  • Fahrzeuggewicht
  • Beladung
  • Fahrweise

3. Reifendruck vor langen Sommerfahrten kalt kontrollieren

Besonders vor hoher Belastung sollte der Reifendruck rechtzeitig geprüft werden.

Zum Beispiel vor:

  • Urlaubsfahrten
  • langen Autobahnetappen
  • Fahrten mit voller Beladung
  • Anhängerbetrieb
Nicht erst nach mehreren hundert Kilometern messen

Der für die Fahrzeugvorgabe relevante Ausgangsdruck wird grundsätzlich am kalten Reifen beurteilt.

4. Beladungsdruck nach Fahrzeugvorgabe berücksichtigen

Viele Fahrzeuge unterscheiden zwischen Reifenfülldruck für normale und höhere Beladung.

Urlaubsfahrt kann ein anderes Druckniveau erfordern als der Alltag

Maßgeblich sind die Angaben des Fahrzeugherstellers für die jeweilige Beladung und Reifenkombination.

Ganzjahresreifen auf der Autobahn

Lange Fahrzeiten bei höherer Geschwindigkeit stellen andere Anforderungen als Stadt- und Kurzstreckenverkehr.

5. Lange Autobahnfahrten erzeugen hohe Dauerbelastung

Über viele Kilometer wirken gleichzeitig:

  • hohe Raddrehzahl
  • Reifenwärme
  • Fahrzeuggewicht
  • Beladung
  • dauerhafte mechanische Beanspruchung
Fahrprofil schon beim Reifenkauf berücksichtigen

Wer regelmäßig viele Autobahnkilometer fährt, stellt andere Anforderungen an einen Ganzjahresreifen als ein überwiegender Stadtfahrer.

6. Geschwindigkeitsindex ist wichtig – aber nicht die ganze Entscheidung

Ein passender Geschwindigkeitsindex gehört zur technischen Reifenwahl.

Für das tatsächliche Fahrprofil spielen zusätzlich eine Rolle:

  • Fahrstabilität
  • Bremsverhalten
  • Wärmeentwicklung
  • Verschleiß
  • Fahrzeuggewicht

7. Volle Urlaubsbeladung verändert das Einsatzprofil deutlich

Ein Fahrzeug, das im Alltag fast leer unterwegs ist, kann während einer Reise deutlich schwerer werden.

Zum Beispiel durch:

  • mehrere Insassen
  • Urlaubsgepäck
  • Dachbox
  • Fahrradträger
  • Anhängerbetrieb, sofern zulässig
Alltagsdruck nicht automatisch für die Urlaubsfahrt übernehmen

Die Fahrzeugangaben für höhere Beladung sollten vor Reisebeginn geprüft werden.

8. Reifen vor der Reise vollständig kontrollieren

Nicht nur die Profiltiefe ist relevant.

  • Reifendruck
  • Seitenwand
  • Fremdkörper
  • Risse
  • Beulen
  • Ventile
  • ungleichmäßiger Abrieb
Reisecheck nicht auf den Abfahrtstag verschieben

Auffälligkeiten lassen sich besser einige Tage vor einer längeren Reise klären als unmittelbar vor der Abfahrt.

Profiltiefe und Starkregen im Sommer

Ganzjahresreifen müssen auch bei Gewitter, Starkregen und großen Wassermengen zuverlässig arbeiten.

9. Stark abgefahrenes Profil reduziert Reserven

Auch wenn ein Reifen noch nicht seine gesetzliche Mindestprofiltiefe erreicht hat, kann ein deutlich reduziertes Profil weniger Reserven bei Nässe bieten.

Besonders relevant bei:

  • Starkregen
  • Autobahnfahrten
  • hoher Geschwindigkeit
  • tiefen Wasseransammlungen

10. Aquaplaning bleibt auch beim Ganzjahresreifen ein Sommerthema

Das Risiko hängt unter anderem ab von:

  • Profiltiefe
  • Geschwindigkeit
  • Wassermenge
  • Reifenbreite
  • Reifendruck
  • Fahrbahnzustand
Geschwindigkeit hat großen Einfluss

Bei starkem Wasser auf der Fahrbahn sollte die Geschwindigkeit entsprechend angepasst werden – unabhängig davon, ob Sommer- oder Ganzjahresreifen montiert sind.

11. Sommer bedeutet nicht automatisch trockene Straße

Ganzjahresreifen müssen auch bei typischen sommerlichen Wetterlagen funktionieren.

  • Gewitter
  • Starkregen
  • Wasseransammlungen
  • schnelle Wetterwechsel

Geschwindigkeit und Fahrweise

Je dynamischer das Fahrzeug bewegt wird, desto höher kann die Reifenbeanspruchung ausfallen.

12. Regelmäßig hohe Autobahngeschwindigkeit genauer abwägen

Wer häufig und lange schnell fährt, besitzt ein anderes Einsatzprofil als jemand, der überwiegend Stadt und Landstraße nutzt.

Das sollte bereits bei der Reifenwahl berücksichtigt werden

Nicht jeder Ganzjahresreifen ist für jedes persönliche Leistungs- und Komfortprofil gleichermaßen interessant.

13. Sportliche Fahrweise erhöht die mechanische Belastung

Starke:

  • Beschleunigungen
  • Bremsungen
  • Kurvenbelastungen
  • Lastwechsel

fordern Reifen zusätzlich.

Leistungsstarkes Fahrzeug mit berücksichtigen

Bei hoher Motorleistung sollte nicht nur geprüft werden, ob ein Reifen formal passt, sondern ob das konkrete Modell zum tatsächlichen Fahrprofil passt.

14. Ganzjahresreifen können im Sommer unterschiedlich verschleißen

Der tatsächliche Abrieb hängt unter anderem ab von:

  • Reifenmodell
  • Fahrzeug
  • Fahrstil
  • Luftdruck
  • Fahrstrecke
  • Achsgeometrie
  • Fahrzeuggewicht

Verschleißbild richtig kontrollieren

Die gesamte Lauffläche sollte beurteilt werden – nicht nur ein einzelner Messpunkt.

15. Vorder- und Hinterachse können unterschiedlich verschleißen

Je nach Fahrzeugkonzept und Nutzung können Reifen an den Achsen unterschiedlich beansprucht werden.

Beispielsweise wirken an der Vorderachse häufig zusätzlich:

  • Lenkkräfte
  • Bremskräfte
  • bei Frontantrieb auch Antriebskräfte

16. Profil über die gesamte Reifenbreite kontrollieren

Nicht nur in der Mitte messen.

Innenseite

Kann bei Spur- oder Fahrwerksauffälligkeiten stärker verschleißen.

Mitte

Zeigt einen wichtigen Teil des allgemeinen Verschleißbildes.

Außenseite

Kann bei Fahrprofil, Achsgeometrie oder bestimmter Belastung stärker betroffen sein.

17. Zu niedriger Luftdruck erhöht die Walkarbeit

Zu geringer Reifenfülldruck kann insbesondere bei Sommerhitze und hoher Belastung ungünstig sein.

Mögliche Folgen:

  • stärkere Erwärmung
  • höherer Rollwiderstand
  • höherer Kraftstoff- beziehungsweise Energieverbrauch
  • stärkerer Verschleiß
  • schwammigeres Fahrverhalten
Hohe Beladung plus zu niedriger Luftdruck vermeiden

Diese Kombination erhöht die Reifenbeanspruchung zusätzlich.

18. Zu hoher Druck ist keine pauschale Sommerlösung

Der Reifen sollte nicht einfach ohne technische Grundlage stärker aufgepumpt werden.

Fahrzeugvorgaben nutzen

Entscheidend sind die vorgesehenen Werte für normale beziehungsweise höhere Beladung.

19. Warmgefahrene Reifen nicht auf den Kaltdruckwert ablassen

Während der Fahrt erwärmt sich die Luft im Reifen und der gemessene Druck steigt.

Erhöhter Warmdruck ist nicht automatisch zu viel

Wird ein warmgefahrener Reifen auf den vorgeschriebenen Kaltdruckwert abgelassen, kann der Reifen nach dem Abkühlen zu wenig Luftdruck besitzen.

20. Nach langer Autobahnfahrt auf Veränderungen achten

Auffälligkeiten können sein:

  • ungewöhnliche Vibrationen
  • Hoppeln
  • plötzliches Ziehen
  • RDKS-Warnmeldung
  • sichtbare Beule
  • auffälliger Reifen- oder Gummigeruch
Auffälligkeit nicht einfach weiterbeobachten

Bei deutlichen Veränderungen sollte die Ursache geklärt werden.

Urlaubsfahrt und hohe Fahrzeugbelastung

Der Reisebetrieb ist für Reifen häufig eine deutlich größere Belastung als der normale Alltag.

21. Reifencheck rechtzeitig vor Reisebeginn durchführen

Profiltiefe prüfen

Restprofil nicht erst kurz vor Reisebeginn feststellen.

Reifendruck prüfen

Kaltdruck nach Fahrzeugvorgabe einstellen.

Seitenwände ansehen

Schnitte, Beulen und Risse ausschließen.

Verschleißbild kontrollieren

Innenseite, Mitte und Außenseite ansehen.

Ventile beziehungsweise RDKS prüfen

Auffälligkeiten vor Reisebeginn klären.

22. Voll beladenes Fahrzeug braucht besondere Aufmerksamkeit

Mit steigender Beladung steigt die Radlast.

Beladungsvorgabe des Fahrzeugs verwenden

Der Fahrzeughersteller kann für hohe Beladung andere Reifenfülldrücke vorgeben als für den normalen Alltag.

23. Dachbox und Zusatzlast mit einplanen

Eine Dachbox kann durch zusätzliche Beladung und veränderte Aerodynamik das Gesamtfahrzeug stärker beanspruchen.

Zusätzlich verändern sich möglicherweise:

  • Gesamtgewicht
  • Schwerpunkt
  • Luftwiderstand
  • Fahrverhalten

24. Anhängerbetrieb gesondert betrachten

Bei zulässigem Anhängerbetrieb können sich Belastungen an der Hinterachse verändern.

Zu berücksichtigen sind:

  • Stützlast
  • Fahrzeugbeladung
  • Achslast
  • Reifendruckvorgaben
  • Fahrzeugherstellerangaben

25. Fahrtpausen für kurze Sichtkontrolle nutzen

Bei einer längeren Reise kann bei einer Pause kurz geprüft werden:

  • sichtbare Reifenveränderungen
  • RDKS-Warnmeldungen
  • Fremdkörper
  • auffällige Beulen
Keine unnötigen Druckkorrekturen am heißen Reifen

Eine Sichtkontrolle während der Fahrt ersetzt nicht die Kaltdruckkontrolle vor Reisebeginn.

Reifenalter und Sommerbelastung

Auch der allgemeine Zustand eines älteren Ganzjahresreifens gehört zur Reisevorbereitung.

26. Reifenalter allein entscheidet nicht über die Weiterverwendung

Wichtiger ist der tatsächliche Gesamtzustand.

  • Restprofil
  • Risse
  • Gummizustand
  • Beschädigungen
  • Nutzung
  • Lagerung

27. Alterungserscheinungen vor hoher Sommerbelastung beachten

Prüfen auf:

  • feine Seitenwandrisse
  • Risse im Profilgrund
  • spröde Bereiche
  • sichtbare Beschädigungen
Hohe Sommerbelastung ist kein guter Zeitpunkt für ungeklärte Reifenschäden

Vor einer langen Autobahnreise sollten auffällige Reifen genauer beurteilt werden.

28. Ältere Ganzjahresreifen haben bereits mehrere Saisonwechsel erlebt

Über mehrere Jahre wirken auf denselben Reifensatz unter anderem:

  • Sommerhitze
  • Winterkälte
  • Streusalz
  • UV-Einwirkung
  • mechanische Laufleistung

Sommerbetrieb realistisch einordnen

Ganzjahresreifen sind für den ganzjährigen Einsatz entwickelt – trotzdem unterscheiden sich Fahrzeug und Nutzungsprofil erheblich.

29. Ganzjahresreifen sind keine reinen Winterreifen

Sie müssen sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Temperaturen funktionieren.

Trotzdem unterscheiden sich Reifenmodelle

Bei hoher Geschwindigkeit, sportlicher Fahrweise oder extremer Belastung können sich Modelle in ihren Eigenschaften deutlich unterscheiden.

30. Fahrzeugklasse und Reifenmodell müssen zusammenpassen

Die Anforderungen unterscheiden sich beispielsweise zwischen:

  • kleinem Stadtwagen
  • schwerem Kombi
  • leistungsstarker Limousine
  • Elektrofahrzeug mit hoher Fahrzeugmasse
  • voll beladenem Reisefahrzeug
Nicht nur nach der Bezeichnung „Ganzjahresreifen“ auswählen

Reifengröße, Last- und Geschwindigkeitsindex sowie das tatsächliche Fahrprofil müssen zusammenpassen.

Übersicht & Prüfreihenfolge

Typische Sommerbelastungen und die komplette FT-Kontrolle vor einer längeren Fahrt.

31. Typische Sommerbelastungen für Ganzjahresreifen

Einsatz Typische Belastung Besonders beachten
Stadtverkehr eher moderat Luftdruck
Landstraße wechselnde Belastung Fahrverhalten
Autobahn hohe Dauerbelastung Druck und Zustand
Urlaubsreise lange Fahrdauer kompletter Reifencheck
volle Beladung höhere Radlast Beladungsdruck
Sommerhitze höhere thermische Belastung korrekter Luftdruck
Starkregen Aquaplaningrisiko Profiltiefe und Geschwindigkeit
sportliche Fahrt hohe Dynamik Verschleiß und Reifeneignung
Anhängerbetrieb veränderte Achslast Fahrzeugvorgaben
älterer Reifen mögliche Alterung Risse und Gesamtzustand

32. FT-Prüfreihenfolge vor einer langen Sommerfahrt

Reifengröße prüfen

Technisch passende Dimension sicherstellen.

Lastindex kontrollieren

Tragfähigkeit muss zum Fahrzeug passen.

Geschwindigkeitsindex prüfen

Vorgaben für Fahrzeug und Reifen beachten.

Profiltiefe messen

Restprofil realistisch beurteilen.

Profil innen, Mitte und außen ansehen

Ungleichmäßigen Verschleiß erkennen.

Reifenflanken kontrollieren

Schnitte und Scheuerstellen suchen.

Risse prüfen

Seitenwand und Profilgrund ansehen.

Beulen ausschließen

Verdacht auf Karkassenschaden ernst nehmen.

Fremdkörper prüfen

Nägel, Schrauben und andere Gegenstände suchen.

Ventile ansehen

Gummi- oder RDKS-Ventile kontrollieren.

Reifendruck kalt messen

Vor längerer Fahrt kontrollieren.

Beladungszustand berücksichtigen

Alltags- und Urlaubsbeladung unterscheiden.

Beladungsdruck nach Vorgabe einstellen

Fahrzeugherstellerwerte nutzen.

RDKS-Warnungen prüfen

Fehlermeldungen vor Reisebeginn klären.

Gesamtbeladung kontrollieren

Insassen und Gepäck berücksichtigen.

Dachbox oder Zusatzlast einbeziehen

Gesamtfahrzeugbelastung beachten.

Anhängerbetrieb gegebenenfalls berücksichtigen

Stützlast und Achsbelastung prüfen.

Reifenalter mit Zustand abgleichen

Nicht nur das Herstellungsdatum betrachten.

Ungleichmäßigen Verschleiß beurteilen

Luftdruck, Spur und Fahrwerk mitdenken.

Auffälligkeiten vor Fahrtbeginn klären

Probleme nicht auf die Reise verschieben.

Während langer Fahrt auf Vibrationen achten

Neue Veränderungen ernst nehmen.

Fahrtpausen für Sichtkontrolle nutzen

Reifen auf sichtbare Veränderungen prüfen.

Warmgefahrenen Reifen nicht auf Kaltdruck ablassen

Reifendruck erst wieder kalt beurteilen.

Passendes Wissen aus der FT Wissenswelt

Weitere Grundlagen zu Ganzjahresreifen, Reifenkennzeichnungen und dem richtigen Reifenbetrieb finden Sie in der FT Wissenswelt.

PKW-Ganzjahresreifen bei FT Reifen

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Zwei Wege zum passenden Ganzjahresreifen

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Herstellerwissen aus der FT Herstellerwelt

Ganzjahresreifen unterscheiden sich je nach Hersteller, Profilkonzept, Gummimischung, Reifenkonstruktion und Fahrzeuganwendung. Gerade bei hoher Sommerbelastung können die Eigenschaften einzelner Reifenmodelle unterschiedlich ausfallen.

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Häufige Fragen zu Ganzjahresreifen im Sommer

Kann man Ganzjahresreifen auch bei großer Sommerhitze fahren?

Ganzjahresreifen sind für ganzjährigen Einsatz konstruiert. Trotzdem sollten Reifenmodell, Fahrzeug, Geschwindigkeit, Beladung und Fahrprofil zur tatsächlichen Nutzung passen.

Sind Ganzjahresreifen für lange Autobahnfahrten geeignet?

Grundsätzlich gibt es Ganzjahresreifen für unterschiedliche Geschwindigkeits- und Fahrzeugklassen. Wer regelmäßig lange und schnelle Autobahnetappen fährt, sollte dieses Fahrprofil jedoch bereits bei der Reifenwahl berücksichtigen.

Warum ist der Luftdruck im Sommer besonders wichtig?

Zu niedriger Luftdruck erhöht die Walkarbeit und damit die Reifenbeanspruchung. Bei Hitze, hoher Beladung und langen Fahrten ist ein korrekter Ausgangsdruck besonders wichtig.

Soll der Reifendruck bei voller Beladung erhöht werden?

Viele Fahrzeuge haben für hohe Beladung abweichende Druckwerte. Maßgeblich sind die entsprechenden Angaben des Fahrzeugherstellers.

Darf ich einen warmen Reifen auf den vorgeschriebenen Luftdruck ablassen?

Der vorgeschriebene Ausgangsdruck wird grundsätzlich am kalten Reifen beurteilt. Ein während der Fahrt erwärmter Reifen zeigt normalerweise einen höheren Druck und sollte nicht einfach auf den Kaltdruckwert abgelassen werden.

Warum ist die Profiltiefe bei Sommerregen wichtig?

Mit abnehmendem Profil können die Reserven bei großen Wassermengen und Aquaplaning geringer werden.

Können Ganzjahresreifen im Sommer schneller verschleißen?

Der tatsächliche Verschleiß hängt von Reifenmodell, Fahrzeug, Luftdruck, Fahrstil, Geschwindigkeit, Achsgeometrie und anderen Faktoren ab.

Sollte ich das Profil nur in der Mitte messen?

Nein. Innen-, Mittel- und Außenbereich sollten gemeinsam betrachtet werden, um ungleichmäßigen Verschleiß zu erkennen.

Warum verschleißen Vorder- und Hinterreifen unterschiedlich?

Lenkung, Antrieb, Bremskräfte, Fahrzeuggeometrie und Gewichtsverteilung können die Achsen unterschiedlich belasten.

Was sollte ich vor einer Urlaubsfahrt kontrollieren?

Profiltiefe, Reifenflanken, Luftdruck, Risse, Beulen, Fremdkörper, Ventile beziehungsweise RDKS und das Verschleißbild sollten rechtzeitig geprüft werden.

Warum muss die Urlaubsbeladung berücksichtigt werden?

Mit mehr Personen und Gepäck steigt die Fahrzeug- und Radlast. Dadurch können andere Reifendruckvorgaben gelten.

Spielt eine Dachbox für die Reifen eine Rolle?

Zusätzliche Beladung erhöht das Gesamtgewicht. Außerdem können sich Schwerpunkt und Fahrverhalten des Fahrzeugs verändern.

Was ist bei Anhängerbetrieb wichtig?

Stützlast, zusätzliche Hinterachsbelastung, Fahrzeugbeladung und die entsprechenden Fahrzeug- und Reifendruckvorgaben sollten berücksichtigt werden.

Sind ältere Ganzjahresreifen für lange Sommerfahrten problematisch?

Das Alter allein entscheidet nicht. Vor hoher Belastung sollten jedoch Restprofil, Risse, Gummizustand und mögliche Beschädigungen besonders sorgfältig kontrolliert werden.

Was mache ich bei einer Beule in der Reifenflanke?

Eine lokale Auswölbung kann auf eine innere Karkassenbeschädigung hinweisen und sollte vor weiterer normaler Nutzung fachkundig beurteilt werden.

Sind Ganzjahresreifen bei Starkregen geeignet?

Wie bei jedem Reifen hängen die verfügbaren Reserven von Profil, Reifenmodell, Geschwindigkeit, Reifendruck und Fahrbahnzustand ab. Bei starkem Wasser auf der Fahrbahn muss die Geschwindigkeit entsprechend angepasst werden.

Sind Ganzjahresreifen für leistungsstarke Fahrzeuge geeignet?

Es gibt entsprechende Reifenmodelle für unterschiedliche Fahrzeugklassen. Entscheidend ist, dass technische Kennwerte und die Eigenschaften des konkreten Reifens zum Fahrzeug und zum tatsächlichen Einsatz passen.

Wie finde ich passende Ganzjahresreifen für mein Fahrzeug?

Wenn die Reifengröße bekannt ist, kann direkt in der Ganzjahresreifen-Kategorie gesucht werden. Alternativ lassen sich passende Reifen über den Fahrzeug-Konfigurator auf der FT-Reifen Startseite auswählen.

Technischer Hinweis

Diese Praxisinformationen ersetzen keine fahrzeug- und reifenspezifische Prüfung. Maßgeblich sind die zulässigen Reifendimensionen, Last- und Geschwindigkeitsanforderungen, die Fahrzeug- und Reifenherstellerangaben sowie die vorgesehenen Reifenfülldrücke für den jeweiligen Beladungszustand. Auffällige Reifen mit Beulen, tiefen Schnitten, starkem Druckverlust, ungewöhnlichen Vibrationen oder anderen möglichen Schäden sollten vor einer längeren Fahrt fachkundig beurteilt werden.

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