Felgen bei Bagger- & Radladerreifen richtig kontrollieren
FT Praxiswelt – Bagger- & Radladerreifen
Felgen bei Bagger- & Radladerreifen richtig kontrollieren
Felgen von Baggern, Radladern und anderen schweren Arbeitsmaschinen werden durch hohe Radlasten, Stöße, Schmutz, Feuchtigkeit und harte Einsatzbedingungen stark beansprucht. Schäden an der Felge können nicht nur die Radbefestigung betreffen, sondern auch Luftverlust, Wulstprobleme oder Folgeschäden am Reifen verursachen.
Deshalb gehört bei auffälligem Reifenverschleiß, schleichendem Luftverlust, einem harten Hinderniskontakt oder einer Reifenmontage immer auch eine sorgfältige Felgenkontrolle dazu.
Reifen und Felge immer als Einheit betrachten
Ein beschädigter Reifen kann durch eine defekte Felge verursacht oder zusätzlich belastet werden. Umgekehrt kann ein harter Stoß gleichzeitig Reifen, Reifenwulst und Felge beschädigen.
Bei wiederkehrendem Luftverlust, Flankenschäden oder beschädigtem Wulst sollte immer geprüft werden, ob Felgenhorn, Felgenbett oder andere Felgenbereiche die eigentliche Ursache sind.
Welche Felgenbereiche müssen kontrolliert werden?
Felgenhorn
Auf Dellen, Kerben, starke Verformungen und scharfe Beschädigungen prüfen.
Felgenbett
Auf Risse, Haarrisse, Korrosion und auffällige Verformungen achten.
Ventilbereich
Ventilloch, Ventilsitz und angrenzendes Material auf Beschädigungen kontrollieren.
Radbefestigung
Schrauben- beziehungsweise Muttersitze auf Risse, Ausbrüche und ungewöhnliche Bewegungsspuren prüfen.
Felgenhorn besonders sorgfältig prüfen
Das Felgenhorn ist eine der Stellen, die bei einem harten Stein-, Kanten- oder Schlaglochkontakt direkt belastet werden können.
- sichtbare Dellen
- nach innen oder außen gebogene Bereiche
- scharfe Kerben
- Materialabtrag
- Risse oder Haarrisse
- starke Korrosion
- Beschädigungen im direkten Wulstbereich
Scharfe Felgenkante kann den Reifen weiter beschädigen
Eine stark beschädigte oder scharfkantige Felgenstelle kann Reifenwulst oder Seitenwand bei jeder weiteren Belastung zusätzlich beanspruchen.
Felgenbett auf Risse und Haarrisse kontrollieren
Nach einem starken Stoß oder bei unerklärlichem Luftverlust sollte nicht nur das Felgenhorn geprüft werden. Auch im Felgenbett können feine Materialrisse entstehen.
Haarriss
Kann sehr fein sein und auf einer verschmutzten Felge leicht übersehen werden.
Deutlicher Riss
Eine sichtbare Materialtrennung ist sicherheitsrelevant und muss fachgerecht beurteilt werden.
Riss mit Luftverlust
Bei schlauchlosen Systemen kann auch ein kleiner Felgenriss einen schleichenden Druckverlust verursachen.
Schmutz, Bremsstaub, Rost und Ablagerungen können feine Haarrisse verdecken. Verdächtige Bereiche müssen sauber und ausreichend beleuchtet sein.
Ein Haarriss darf nicht einfach überlackiert werden
Eine optische Beschichtung beseitigt keinen Materialriss. Bei einem möglichen Riss muss zuerst geklärt werden, ob die strukturelle Sicherheit der Felge noch gegeben ist.
Nach einem harten Stoß die gesamte Felge prüfen
Maschine sicher abstellen
Auf geeignetem Untergrund abstellen und gegen unbeabsichtigte Bewegung sichern.
Reifen kontrollieren
Flanke, Profil, Wulst und Luftdruck prüfen.
Felgenhorn ansehen
Nach Dellen, Verformungen und Schlagstellen suchen.
Felgenbett prüfen
Auf Risse, Haarrisse und unregelmäßige Form achten.
Ventilbereich kontrollieren
Beschädigungen und Undichtigkeiten ausschließen.
Radbefestigung prüfen
Auf Risse, ausgeschlagene Sitze und ungewöhnliche Bewegungsspuren achten.
Felge bei schleichendem Luftverlust gezielt prüfen
Wird am Reifen kein Einstich gefunden, kann die Felge selbst Ursache einer Undichtigkeit sein.
Felgenhorn
Korrosion oder Verformung kann den Wulstsitz beeinflussen.
Felgenbett
Haarrisse können langsam Luft abgeben.
Ventilloch
Beschädigung oder Korrosion kann die Abdichtung des Ventils beeinflussen.
Übergangsbereiche
Je nach Felgenbauart können auch konstruktive Übergänge oder Verbindungsbereiche kontrolliert werden müssen.
Dichtheitsprüfung abschnittsweise durchführen
Bei großen Felgen sollte die Prüfung systematisch erfolgen. Verdächtige Bereiche werden mit geeignetem Lecksuchmittel kontrolliert und auf langsame Blasenbildung beobachtet.
- Ventilbereich
- Wulstsitz außen
- Wulstsitz innen
- Felgenbett
- sichtbare Risse oder Haarrisse
- auffällige Korrosionsstellen
Bei einem sehr langsamen Luftverlust kann die Blasenbildung klein und verzögert sein. Verdächtige Stellen deshalb nicht nur kurz benetzen und sofort abhaken.
Korrosion richtig beurteilen
Korrosion ist bei Arbeitsmaschinenfelgen nicht nur ein optisches Thema. Sie kann Dichtflächen verändern, Material schwächen und die Montage von Reifen oder Felgenkomponenten erschweren.
Oberflächlicher Rost
Muss von tieferem Materialangriff unterschieden werden.
Korrosion am Wulstsitz
Kann die Abdichtung eines TL-Reifens beeinflussen.
Korrosion am Ventilloch
Kann den sicheren und dichten Sitz des Ventils beeinträchtigen.
Starker Materialverlust
Muss fachgerecht beurteilt werden und darf nicht nur oberflächlich gereinigt werden.
Nicht jede Roststelle einfach abschleifen und weiterverwenden
Entscheidend ist, ob nur oberflächliche Korrosion vorliegt oder bereits Materialstärke, Sitzflächen oder sicherheitsrelevante Felgenbereiche beeinträchtigt sind.
TL-Felgen: Wulstsitz und Dichtfläche prüfen
Bei schlauchlosen Reifen muss die Felge zusammen mit dem Reifenwulst zuverlässig abdichten.
- Wulstsitz sauber
- keine starken Rostnarben
- keine scharfen Kanten
- kein verbogenes Felgenhorn
- keine größeren Kerben
- kein sichtbarer Felgenriss
- Reifenwulst ebenfalls unbeschädigt
Wulstundichtigkeit kann von Reifen oder Felge kommen
Blasen am Übergang zwischen Reifen und Felge bedeuten nicht automatisch, dass nur der Reifenwulst beschädigt ist. Felgenhorn, Korrosion und Dichtfläche müssen ebenfalls geprüft werden.
TT-Felgen: Innenbereich auf Schlauchschäden prüfen
Bei Schlauchreifen muss der Felgeninnenbereich so beschaffen sein, dass Schlauch und Wulstband nicht durch scharfe oder stark korrodierte Stellen beschädigt werden.
Scharfe Kante
Kann den Schlauch über längere Zeit aufscheuern oder einschneiden.
Rostnarben
Raue Stellen können den Schlauch bei Bewegung beschädigen.
Beschädigter Felgenbereich
Kann zu wiederkehrenden Schlauchschäden führen.
Wulstband
Muss die vorgesehenen Felgenbereiche vollständig und korrekt abdecken.
Wird nur der Schlauch ersetzt, obwohl im Felgeninneren eine scharfe, korrodierte oder beschädigte Stelle vorhanden ist, kann auch der neue Schlauch wieder beschädigt werden.
Ventilbereich kontrollieren
- Ventilloch nicht ausgeschlagen
- keine starken Kerben
- keine tiefen Korrosionsstellen
- keine Risse oder Haarrisse
- Ventil sitzt spannungsfrei
- Ventilschutz beschädigt Ventil nicht
- keine Luftblasen am Ventilsitz
Radbefestigungsbereich nicht vergessen
Auch Schrauben- oder Muttersitze und die Bereiche um die Befestigungsbohrungen können bei schweren Maschinen stark belastet werden.
Risse
Besonders Übergänge um Befestigungsbohrungen sauber kontrollieren.
Ausgeschlagene Sitze
Ungewöhnliche Verformung oder Materialabtrag muss beurteilt werden.
Blank geriebene Stellen
Können auf Bewegung zwischen Felge und Befestigung hinweisen.
Verformung
Felge muss plan und sauber an ihrer vorgesehenen Anlagefläche sitzen.
Ungewöhnliche Bewegungsspuren ernst nehmen
Blank geriebene Bereiche, ausgeschlagene Sitze oder auffällige Verformungen können darauf hinweisen, dass die Felge nicht dauerhaft korrekt befestigt oder stark mechanisch belastet wurde.
Rundlauf und Verformung prüfen
Nach einem starken Stoß kann eine Felge verformt sein, obwohl kein großer Riss sichtbar ist.
- Felgenhorn läuft gleichmäßig
- kein deutlicher Höhenschlag
- kein auffälliger Seitenschlag
- keine lokale Delle
- Wulstsitz nicht deformiert
- Rad zeigt keine auffällige Bewegung
Fehlender Luftverlust bedeutet nicht automatisch, dass die Felgengeometrie in Ordnung ist. Dichtheit und Rundlauf sind zwei unterschiedliche Prüfbereiche.
Mehrteilige Felgen und Ring-Systeme sind sicherheitskritisch
Bei mehrteiligen Felgen stehen einzelne Komponenten unter hoher mechanischer Belastung. Sicherungs-, Seiten- oder Verschlussringe müssen deshalb sorgfältig auf Zustand und korrekten Sitz geprüft werden.
Demontage, Nacharbeit oder Korrektur an mehrteiligen Felgen darf nicht unter Druck erfolgen und gehört ausschließlich in fachkundige Hände mit geeigneter Ausrüstung und unter Beachtung der Herstellerangaben.
Ringe auf Beschädigungen prüfen
Bei Sicherungs-, Seiten- oder Verschlussringen ist nicht nur entscheidend, ob überhaupt eine Beschädigung vorhanden ist, sondern wie stark diese ausgeprägt ist und ob die sichere Funktion des Rings noch gewährleistet ist.
Leichte Gebrauchsspuren
Oberflächliche Spuren müssen von strukturellen Beschädigungen unterschieden werden.
Starke Kerben
Können den Querschnitt schwächen und müssen sorgfältig beurteilt werden.
Verformung
Ein sichtbar verbogener oder nicht mehr formgerechter Ring darf nicht einfach weiterverwendet werden.
Riss oder Materialverlust
Bei Rissen, deutlichem Materialverlust oder beeinträchtigtem Sitz ist ein Austausch erforderlich.
Wann ein Ring ausgetauscht werden sollte
- deutlich verformt
- Riss oder Haarriss erkennbar
- starke Kerben
- erheblicher Materialabtrag
- starke Korrosion mit Materialverlust
- Anlage- oder Sitzfläche deutlich beschädigt
- Ring sitzt nicht mehr sauber in seiner vorgesehenen Position
- sichere Funktion kann nicht eindeutig gewährleistet werden
Beschädigten Ring nicht „wieder passend machen“
Ein deutlich beschädigter, gerissener oder stark verformter Ring darf nicht durch starke Hammerschläge, Erwärmen oder andere improvisierte Maßnahmen wieder in Form gebracht werden.
Ist die sichere Funktion des Rings durch Verformung, Riss, starke Kerben oder Materialverlust beeinträchtigt, gehört der Ring ersetzt.
Korrosion an Ring-Systemen
Auch Korrosion muss danach beurteilt werden, ob nur eine oberflächliche Veränderung vorliegt oder bereits der sichere Sitz und die Materialstärke beeinflusst werden.
- Ringnut sauber
- keine starken Rostschuppen
- keine tiefen Korrosionsnarben
- Ring kann vollständig sitzen
- kein deutlicher Materialverlust
- keine Kombination aus Korrosion und Riss
Ring muss vollständig in seiner vorgesehenen Position sitzen
Ein Ring, der nicht sauber in der vorgesehenen Nut beziehungsweise Anlage sitzt, darf nicht durch Befüllen des Reifens „in Position gedrückt“ werden.
Komponenten nicht beliebig mischen
Bei mehrteiligen Felgen müssen Felgenkörper, Ring und weitere Komponenten zueinander gehören und für die jeweilige Felgenausführung vorgesehen sein.
Ein Ring darf nicht allein deshalb verwendet werden, weil er sich scheinbar montieren lässt. Bauform, Größe und Herstellerzuordnung müssen passen.
Felge nach der Reinigung erneut prüfen
Viele Schäden werden erst sichtbar, wenn grober Schmutz, Rost und Ablagerungen entfernt wurden.
Felge reinigen
Schmutz und lose Ablagerungen entfernen.
Felgenhorn prüfen
Dellen, Kerben und Risse suchen.
Felgenbett kontrollieren
Haarrisse und Korrosion beurteilen.
Ventilbereich ansehen
Risse, Korrosion und Verformung ausschließen.
Befestigung kontrollieren
Bohrungen und Sitzflächen prüfen.
Bei mehrteiliger Felge Ring-System prüfen
Ringe, Sitzflächen und Zustand der Komponenten beurteilen.
Typische Felgenschäden und mögliche Folgen
| Beobachtung | Mögliche Folge | Was prüfen? |
|---|---|---|
| Verformtes Felgenhorn | Wulstundichtigkeit oder Reifenbeschädigung | Wulstsitz, Rundlauf und Reifenwulst prüfen |
| Haarriss im Felgenbett | schleichender Luftverlust bei TL-Systemen | gezielte Dichtheitsprüfung |
| Scharfe Kerbe am Felgenhorn | Beschädigung von Wulst oder Seitenwand | Reifen und Felgenkante beurteilen |
| Starke Korrosion am Wulstsitz | Undichtigkeit | Materialzustand und Dichtfläche prüfen |
| Raue Stelle im Felgeninneren | Scheuerschaden am Schlauch | Schlauch, Wulstband und Felge prüfen |
| Korrosion am Ventilloch | Ventilundichtigkeit | Ventilsitz und Materialzustand kontrollieren |
| Blank geriebener Schraubensitz | mögliche Bewegung der Felge | Radbefestigung vollständig prüfen |
| Ring deutlich verformt | sicherer Sitz nicht gewährleistet | Ring nicht ungeprüft weiterverwenden |
| Ring mit Riss | strukturelle Beschädigung | Ring ersetzen |
| Ring stark eingekerbt | Querschnitt beziehungsweise Sitz beeinträchtigt | Beschädigungsgrad beurteilen, bei starker Beschädigung ersetzen |
| Ring sitzt nicht vollständig | sicherheitskritische Fehlmontage | System drucklos fachgerecht prüfen |
Praxis-Check bei auffälliger Baumaschinenfelge
Maschine sicher abstellen
Geeigneten Untergrund wählen und Maschine gegen unbeabsichtigte Bewegung sichern.
Reifen und Felge gemeinsam ansehen
Nach Stoßschäden, Luftverlust und Wulstproblemen suchen.
Felge reinigen
Verdächtige Stellen für eine genaue Sichtprüfung freilegen.
Felgenhorn kontrollieren
Verformung, Kerben und scharfe Stellen prüfen.
Felgenbett kontrollieren
Risse, Haarrisse und Korrosion suchen.
Ventil und Befestigung prüfen
Ventilloch und Radbefestigungsbereiche beurteilen.
Bei TL-System Dichtheit prüfen
Wulstsitz und verdächtige Felgenstellen mit Lecksuchmittel kontrollieren.
Bei TT-System Innenbereich prüfen
Auf scharfe Stellen, Wulstbandprobleme und Schlauchschäden achten.
Bei mehrteiliger Felge Ring-System kontrollieren
Nur drucklos und fachgerecht Zustand, Sitz und Beschädigungsgrad beurteilen.
Kontrollliste für einteilige Felgen
- Felgenhorn ohne starke Verformung
- keine scharfen Kerben
- kein sichtbarer Riss
- keine Haarrisse erkennbar
- Felgenbett ohne starke Korrosion
- Ventilbereich unbeschädigt
- Radbefestigungsbereiche unauffällig
- Wulstsitz sauber und gleichmäßig
- keine auffällige Undichtigkeit
- Rundlauf unauffällig
Zusätzliche Kontrollliste für mehrteilige Felgen
- System vollständig drucklos vor Arbeiten
- Ring auf Risse und Haarrisse geprüft
- keine starke Verformung
- keine tiefen Kerben
- kein erheblicher Materialverlust
- Korrosion beurteilt
- Ringnut sauber und unbeschädigt
- Ring sitzt vollständig
- Komponenten passen zur Felgenausführung
- bei zu starker Beschädigung Ring ersetzt
Wann eine Felge oder ein Ring nicht ungeprüft weiter eingesetzt werden sollte
- sichtbarer Riss oder Haarriss
- stark verformtes Felgenhorn
- starke Beschädigung des Wulstsitzes
- erheblicher Materialverlust durch Korrosion
- beschädigter Radbefestigungsbereich
- starker oder wiederkehrender Luftverlust aus dem Felgenbereich
- deutlich verformter Ring
- Ring mit Riss
- Ring mit starken Kerben oder Materialverlust
- Ring sitzt nicht vollständig in der vorgesehenen Position
FT Praxiswelt
Weiterführendes Praxiswissen rund um Montage und Kontrolle von Bagger- und Radladerreifen.
Passende Reifen und Radkomponenten bei FT Reifen
Reifen, Schlauch, Wulstband und Felge müssen technisch zusammenpassen. Bei beschädigten Radkomponenten sollte nicht nur das unmittelbar betroffene Bauteil betrachtet werden.
Häufige Fragen zur Kontrolle von Bagger- & Radladerfelgen
Warum sollte nach einem harten Stoß auch die Felge geprüft werden?
Ein harter Stein-, Kanten- oder Schlaglochkontakt kann Reifenwulst und Felge gleichzeitig beschädigen. Verformungen oder Haarrisse sind dabei nicht immer sofort sichtbar.
Kann ein Felgenriss zu schleichendem Luftverlust führen?
Ja. Bei schlauchlosen Systemen kann bereits ein kleiner Riss beziehungsweise Haarriss einen langsamen Druckverlust verursachen.
Warum ist Korrosion am Wulstsitz problematisch?
Starke Korrosion kann die Dichtfläche verändern und dadurch die Abdichtung zwischen Reifenwulst und Felge beeinträchtigen.
Warum muss bei einem wiederkehrenden Schlauchschaden die Felge geprüft werden?
Scharfe Kanten, Rostnarben oder ein beschädigtes Wulstband können den Schlauch immer wieder an derselben Stelle beschädigen.
Wann muss ein Ring einer mehrteiligen Felge ausgetauscht werden?
Bei deutlicher Verformung, Rissen, starken Kerben, erheblichem Materialverlust oder beschädigten Sitzflächen kann die sichere Funktion beeinträchtigt sein. Bei zu starker Beschädigung muss der Ring ersetzt werden.
Darf ein verbogener Ring wieder passend geschlagen werden?
Ein deutlich beschädigter oder stark verformter Ring sollte nicht durch improvisierte Maßnahmen wieder in Form gebracht werden. Ist die sichere Funktion beeinträchtigt, gehört er ausgetauscht.
Warum ist ein nicht vollständig sitzender Ring gefährlich?
Der Ring ist Bestandteil eines unter hohem Druck belasteten Felgensystems. Sitzt er nicht korrekt in seiner vorgesehenen Position, ist die sichere Funktion des Systems nicht gewährleistet.
Darf man an einer mehrteiligen Felge unter Druck arbeiten?
Nein. Arbeiten an Ring- und mehrteiligen Felgensystemen müssen drucklos und fachgerecht unter Beachtung der jeweiligen Herstellervorgaben durchgeführt werden.
Kann eine verformte Felge trotzdem dicht sein?
Ja. Dichtheit und geometrischer Rundlauf sind unterschiedliche Dinge. Eine Felge kann Luft halten und trotzdem deutlich verformt sein.
Warum sollte die Felge vor der Risskontrolle gereinigt werden?
Schmutz, Rost und Ablagerungen können feine Haarrisse und kleine Beschädigungen verdecken.
Technischer Hinweis
Mehrteilige Felgen und Ring-Systeme können bei unsachgemäßer Handhabung erhebliche Gefahren verursachen. Arbeiten dürfen nur im vollständig drucklosen Zustand und durch fachkundige Personen mit geeigneter Ausrüstung erfolgen. Risse, starke Verformungen, erheblicher Materialverlust, stark beschädigte Sitzflächen oder nicht korrekt sitzende Ringe dürfen nicht ignoriert werden. Bei zu starker Beschädigung sind betroffene Komponenten auszutauschen.
Felgen kontrollieren, bevor aus einem kleinen Schaden ein großes Problem wird
FT Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung mit verständlichem Wissen zu Bagger- und Radladerfelgen, Wulstsitzen, Felgenrissen, Korrosion, Schläuchen, Wulstbändern und mehrteiligen Ring-Systemen.
Wir verkaufen nicht einfach Reifen und Radkomponenten. Wir erklären sie.