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Reifengrößen bei Gabelstaplerreifen richtig lesen und verstehen

FT Wissenswelt – Gabelstaplerreifen

Reifengrößen bei Gabelstaplerreifen richtig lesen und verstehen

Bei Gabelstaplerreifen begegnen einem Größen wie 6.50-10, 7.00-12, 8.25-15, 18x7-8, 23x9-10, 180/60-10 oder 200/50-10.

Auf den ersten Blick wirken diese Bezeichnungen uneinheitlich – und genau das sind sie auch. Im Bereich der Industrie- und Gabelstaplerreifen existieren mehrere historisch gewachsene Größensysteme nebeneinander.

Einige Größen werden klassisch in Zoll angegeben, andere beschreiben Außendurchmesser und Breite, wieder andere verwenden eine metrische Größenlogik.

Entscheidend ist deshalb, welches Größensystem vorliegt und welche Felge tatsächlich zum Reifen gehört.

6.50-10

Klassische zollbasierte Industriereifengröße.

18x7-8

Größe mit nominellem Außendurchmesser, Breite und Felgendurchmesser.

200/50-10

Metrische Reifenbreite mit Querschnittsverhältnis und Felgendurchmesser.

Bandagen

Können wiederum mit eigenen Maßangaben für Außen-, Innen- und Breitenmaß bezeichnet werden.

Gleiche letzte Zollzahl bedeutet nicht gleiche Felge

Ein 6.50-10 und ein 200/50-10 besitzen beide einen nominellen Felgendurchmesser von 10 Zoll, benötigen aber nicht automatisch dieselbe Felgenbreite oder Felgenausführung.

Warum gibt es bei Staplerreifen so viele Größenschreibweisen?

Gabelstapler und Flurförderzeuge werden seit vielen Jahrzehnten gebaut. Entsprechend haben sich verschiedene Reifen- und Größenstandards entwickelt.

Heute findet man deshalb nebeneinander:

  • klassische Zollgrößen
  • Größen mit Außendurchmesser × Breite
  • metrische Größen
  • Radial- und Diagonalkennzeichnungen
  • Vollgummigrößen
  • Industrie-Luftreifengrößen
  • Press-On- beziehungsweise Bandagenmaße
Die Schreibweise darf nicht nach Pkw-Logik interpretiert werden

Eine Größe wie 6.50-10 funktioniert nach einer anderen Größenlogik als 200/50-10 oder 18x7-8.

Was bedeutet 6.50-10?

6.50-10

6.50-10 ist eine klassische Industriereifen-Größenbezeichnung.

6.50

Bezeichnet die nominelle Reifenbreite innerhalb dieses zollbasierten Größensystems.

-

Die klassische Schreibweise steht bei Luftreifen für eine Diagonalkonstruktion.

10

Bezeichnet den nominellen Felgendurchmesser in Zoll.

6.50 Zoll sind keine garantierte gemessene Gesamtbreite

Die tatsächliche Reifenbreite hängt von Reifenmodell, Konstruktion, Profil und verwendeter Felge ab.

Was bedeutet 7.00-12?

7.00-12

7.00

Nominelle Breitenangabe innerhalb des klassischen Zollsystems.

-

Klassische Kennzeichnung einer Diagonalkonstruktion bei entsprechendem Luftreifen.

12

Nomineller Felgendurchmesser in Zoll.

7.00-12 gehört zu den verbreiteten klassischen Größen im Bereich der Gabelstapler- und Industriebereifung.

Bei Vollgummireifen bleibt die Größenbezeichnung ebenfalls erhalten

Ein Superelastikreifen kann beispielsweise ebenfalls als 7.00-12 bezeichnet werden, obwohl er keine diagonale Luftreifenkarkasse besitzt. Die Größenbezeichnung dient dann zur Zuordnung der entsprechenden Abmessungs- und Felgenfamilie.

Warum der Bindestrich bei Vollgummi nicht als Bauartanweisung gelesen werden sollte

Bei einem klassischen pneumatischen Reifen kann der Bindestrich innerhalb einer Größe wie 7.00-12 auf die Diagonalbauweise hinweisen.

Bei einem Vollgummi- beziehungsweise Superelastikreifen wird dieselbe Größenfamilie übernommen, obwohl ein solcher Reifen konstruktiv keine Diagonalkarkasse wie ein Luftreifen besitzt.

Größenbezeichnung und Reifenbauart getrennt betrachten

Bei Gabelstaplerreifen muss deshalb zusätzlich geprüft werden, ob es sich um Industrie-Luftreifen, Vollgummi oder eine andere Bauart handelt.

Was bedeutet 8.25-15?

8.25-15

Auch diese Größe folgt der klassischen Zolllogik.

8.25

Nominelle Reifenbreite innerhalb dieses Größensystems.

15

Nomineller Felgendurchmesser in Zoll.

Die Größe allein sagt noch nichts über die Tragfähigkeit

Verschiedene Reifen gleicher Größe können sich bei Bauart, PR, Tragfähigkeit, Profil, Compound oder Vollgummiausführung unterscheiden.

Was bedeutet 18x7-8?

18x7-8

Diese Größenbezeichnung funktioniert anders als 6.50-10.

18

Beschreibt den nominellen Außendurchmesser des Reifens in Zoll.

7

Beschreibt die nominelle Reifenbreite in Zoll.

8

Beschreibt den nominellen Felgendurchmesser in Zoll.

Hier beschreibt die erste Zahl nicht die Reifenbreite

Das ist einer der wichtigsten Unterschiede zu einer Größe wie 6.50-10.

Das Prinzip hinter Größen wie 18x7-8, 21x8-9 und 23x9-10

Bei diesen Größen ist die Grundlogik:

Außendurchmesser × Breite – Felgendurchmesser

18x7-8

18 Zoll nomineller Außendurchmesser, 7 Zoll nominelle Breite, 8 Zoll Felgendurchmesser.

21x8-9

21 Zoll nomineller Außendurchmesser, 8 Zoll nominelle Breite, 9 Zoll Felgendurchmesser.

23x9-10

23 Zoll nomineller Außendurchmesser, 9 Zoll nominelle Breite, 10 Zoll Felgendurchmesser.

Diese Werte bleiben nominelle Größenangaben

Für tatsächliche Breite und tatsächlichen Außendurchmesser sind die technischen Daten des konkreten Reifenmodells entscheidend.

18x7-8 ist nicht dasselbe wie 7.00-8

Beide Größen enden auf 8 Zoll. Trotzdem handelt es sich nicht um dieselbe Reifengröße.

Die Unterschiede können betreffen:

  • nominelle Reifenbreite
  • Außendurchmesser
  • Felgenbreite
  • Tragfähigkeit
  • Abrollumfang
  • Freigängigkeit
Die letzte Zahl bezeichnet nur einen Teil der Felgendimension

Dass beide Reifen für einen 8-Zoll-Felgendurchmesser ausgelegt sind, bedeutet nicht, dass sie auf dieselbe Felge gehören.

Was bedeutet 200/50-10?

200/50-10

Diese Größe verwendet eine metrische Reifenbreite und ein Querschnittsverhältnis.

200

Nominelle Reifenbreite in Millimetern.

50

Nominelles Verhältnis der Reifenhöhe zur Reifenbreite in Prozent.

10

Nomineller Felgendurchmesser in Zoll.

Millimeter und Zoll werden innerhalb derselben Größenangabe kombiniert

Das ist auch aus anderen Reifenbereichen bekannt: Breite und Querschnitt werden metrisch beschrieben, der Felgendurchmesser bleibt in Zoll.

Was bedeutet das Querschnittsverhältnis?

Bei 200/50-10 bedeutet die Zahl 50 vereinfacht, dass die nominelle Flankenhöhe 50 Prozent der nominellen Reifenbreite entspricht.

Rechnerisch wären das bei 200 mm nomineller Breite etwa 100 mm nominelle Querschnittshöhe.

Das ist eine Größenlogik – keine exakte Messanweisung

Der reale Reifen kann konstruktionsbedingt von einer rein rechnerischen Geometrie abweichen. Für konkrete Abmessungen gelten die Herstellerdaten.

Weitere metrische Gabelstaplergrößen

Je nach Fahrzeug und Reifenprogramm begegnen einem beispielsweise Größen wie:

140/55-9

140 mm nominelle Breite, 55er Querschnitt, 9-Zoll-Felgendurchmesser.

180/60-10

180 mm nominelle Breite, 60er Querschnitt, 10-Zoll-Felgendurchmesser.

200/50-10

200 mm nominelle Breite, 50er Querschnitt, 10-Zoll-Felgendurchmesser.

225/75-10

225 mm nominelle Breite, 75er Querschnitt, 10-Zoll-Felgendurchmesser.

Auch hier gilt: Felgendurchmesser allein reicht nicht

180/60-10 und 200/50-10 gehören zwar beide zur 10-Zoll-Familie, können aber unterschiedliche Felgenbreiten benötigen.

Warum 6.50-10 und 200/50-10 nicht dieselbe Felge benötigen

Beide Reifengrößen besitzen am Ende die Zahl 10.

Das zeigt lediglich, dass beide für einen nominellen Felgendurchmesser von 10 Zoll vorgesehen sind.

Die erforderliche Felgenbreite kann trotzdem unterschiedlich sein.

Felgendurchmesser

10 Zoll kann bei beiden Größen gleich sein.

Felgenbreite

Kann aufgrund der unterschiedlichen Reifenbreite und Konstruktion deutlich abweichen.

Felge immer vollständig bestimmen

Bei Gabelstaplerreifen ist eine Bezeichnung wie 5.00F-10 oder 6.50F-10 wesentlich aussagekräftiger als nur „10-Zoll-Felge“.

Warum die Felgenbezeichnung anders aussieht als die Reifengröße

Ein typischer Fall wäre:

Reifen

6.50-10

Felge

5.00F-10

Die Felgenbezeichnung beschreibt eine andere Geometrie als die Reifenbezeichnung.

Vereinfacht enthält sie:

  • Felgenbreite
  • Felgenkontur beziehungsweise Felgenprofil
  • Felgendurchmesser
Reifengröße und Felgengröße dürfen deshalb nicht gleich aussehen müssen

Ein Reifen 6.50-10 kann auf einer technisch dafür vorgesehenen Felge 5.00F-10 montiert werden.

Was bedeutet der Buchstabe in einer Felgengröße?

Bei Industriefelgen begegnen einem Bezeichnungen wie:

  • 3.00D-8
  • 4.33R-8
  • 4.00E-9
  • 5.00F-10
  • 5.00S-12

Der Buchstabe gehört zur Felgenkontur beziehungsweise Felgenprofilbezeichnung.

Den Buchstaben nicht weglassen

5.00F-10 ist technisch genauer als „5x10 Felge“. Gerade bei Gabelstapler- und Industriebereifung kann die korrekte Felgenkontur für die Reifenfreigabe entscheidend sein.

Beispiele für Reifen- und Felgenzuordnungen

Die folgenden Beispiele zeigen das Grundprinzip. Für die konkrete Montage gelten immer die Freigaben des jeweiligen Reifenherstellers.

Reifengröße Beispiel einer zugeordneten Industriefelge Wichtig
18x7-8 4.33R-8 8 Zoll Felgendurchmesser, aber eigene Felgenbreite und Kontur
6.00-9 4.00E-9 9-Zoll-Industriefelge mit definierter Kontur
6.50-10 5.00F-10 Nicht mit jeder beliebigen 10-Zoll-Felge gleichsetzen
180/60-10 5.00F-10 Metrische Größenbezeichnung kann dieselbe Felgenfamilie nutzen
200/50-10 6.50F-10 Trotz 10-Zoll-Durchmesser breitere Felge erforderlich
7.00-12 5.00S-12 12 Zoll beschreibt nur den Durchmesser, nicht die komplette Felge
Die Tabelle ist keine Universal-Freigabetabelle

Sie zeigt typische technische Zuordnungen aus Herstellerprogrammen. Bei jedem konkreten Reifen müssen die freigegebenen Felgen des jeweiligen Herstellers geprüft werden.

Warum verschiedene Größen auf dieselbe Felge passen können

Umgekehrt kann eine bestimmte Industriefelge für mehr als eine freigegebene Reifengröße geeignet sein.

Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Reifengrößen am Fahrzeug beliebig gegeneinander austauschbar wären.

Felgenfreigabe ist nur eine von mehreren Prüfungen

Außendurchmesser, Breite, Tragfähigkeit, Fahrzeughöhe, Bodenfreiheit und Staplerfreigabe müssen ebenfalls passen.

Warum Vollgummi- und Luftreifen dieselbe Größenbezeichnung tragen können

Ein Stapler kann beispielsweise ursprünglich mit einem Industrie-Luftreifen 6.50-10 ausgerüstet sein.

Für entsprechende Fahrzeuge können je nach Felgen- und Herstellerfreigabe auch Superelastikreifen in der Größenfamilie 6.50-10 angeboten werden.

Industrie-Luftreifen

Besitzt Karkasse und Luftfüllung und benötigt den vorgesehenen Betriebsdruck.

Vollgummireifen

Besitzt keinen Luftinnenraum und arbeitet mit einer massiven elastischen Konstruktion.

Gleiche Größenbezeichnung bedeutet nicht gleiche Reifenart

Die Bauart muss zusätzlich eindeutig bestimmt werden.

Gleiche Größe bedeutet auch nicht automatisch gleiche Tragfähigkeit

Zwei Reifen mit der Größenbezeichnung 7.00-12 können technisch sehr unterschiedlich ausgelegt sein.

Unterschiede können bestehen bei:

  • Vollgummi oder Luftreifen
  • PR-Ausführung bei Luftreifen
  • Reifenkonstruktion
  • Compound
  • zulässiger Last
  • Geschwindigkeit
  • Einsatzintensität
Die Größe beschreibt Geometrie – nicht die vollständige Leistungsfähigkeit

Für die Staplerzuordnung muss die Tragfähigkeit separat geprüft werden.

Was bedeutet PR bei klassischen Industrie-Luftreifen?

Bei Diagonalreifen findet man häufig zusätzlich eine Angabe wie beispielsweise 10 PR, 12 PR oder 14 PR.

PR steht für Ply Rating und beschreibt eine Festigkeits- beziehungsweise Tragfähigkeitsklasse.

PR ist keine zusätzliche Reifengröße

Zwei Reifen können beide 6.50-10 heißen und aufgrund unterschiedlicher PR- beziehungsweise Konstruktion trotzdem unterschiedliche Belastbarkeiten besitzen.

Was bedeutet ein R in der Reifengröße?

Bei entsprechenden Industrie-Luftreifen kann statt einer klassischen Größe wie 7.00-12 eine Radialausführung als:

7.00R12

gekennzeichnet sein.

7.00-12

Klassische Diagonalbauweise bei entsprechendem Luftreifen.

7.00R12

Radialbauweise.

R verändert die Reifenbauart

Die Größenfamilie kann ähnlich sein, die Karkassenkonstruktion ist jedoch grundsätzlich unterschiedlich.

Was bedeutet SIT bei einer Vollgummigröße?

Bei bestimmten Superelastikreifen begegnet einem zusätzlich die Kennzeichnung SIT.

Sie beschreibt nicht die eigentliche Reifengröße, sondern eine bestimmte Sitz- beziehungsweise Montageausführung.

6.50-10 und 6.50-10 SIT dürfen nicht nur anhand der Zahlen verglichen werden

Das vorgesehene Felgen- und Montagesystem muss zur jeweiligen Reifenausführung passen.

Wie werden Press-On-Bandagen bezeichnet?

Bei Stahl- beziehungsweise Press-On-Bandagen ist die Größenlogik nochmals anders.

Hier sind insbesondere drei Maße wichtig:

Außendurchmesser

Gesamtdurchmesser der Bandage.

Breite

Breite der Bandage beziehungsweise Lauffläche.

Innendurchmesser

Durchmesser des Stahlrings und damit entscheidend für den passenden Radkörper.

Bei einer Bandage ist der Innendurchmesser besonders wichtig

Die Bandage wird auf einen dafür vorgesehenen Radkörper gepresst. Ein ähnlicher Außendurchmesser allein sagt deshalb fast nichts über die tatsächliche Passung aus.

Bandagengröße nicht mit klassischer Reifengröße verwechseln

Eine Press-On-Bandage ist konstruktiv etwas anderes als ein 6.50-10-Luft- oder Vollgummireifen.

Auch wenn die fertigen Räder ähnliche Außendurchmesser besitzen können, unterscheiden sich:

  • Radkörper
  • Innendurchmesser
  • Montageart
  • Reifenquerschnitt
  • Federeigenschaften
  • Tragfähigkeitsdaten
Bandagen gehören deshalb in ein eigenes Größensystem

Die genaue Bandagenbezeichnung muss vom vorhandenen Rad beziehungsweise der alten Bandage übernommen oder technisch ermittelt werden.

Warum der Außendurchmesser beim Gabelstapler wichtig ist

Der tatsächliche Außendurchmesser beeinflusst mehr als nur die Frage, ob der Reifen in den Radkasten passt.

Bodenfreiheit

Ein kleinerer Reifen reduziert die Fahrzeughöhe an der jeweiligen Achse.

Fahrzeuglage

Unterschiedliche Durchmesser können die geometrische Stellung des Staplers verändern.

Übersetzung

Bei angetriebenen Rädern beeinflusst der Abrollumfang den zurückgelegten Weg pro Radumdrehung.

Standsicherheit

Die Reifenabmessungen sind Bestandteil der vom Fahrzeughersteller vorgesehenen Geometrie.

Deshalb nicht allein nach „passt auf die Felge“ umrüsten

Der gesamte Außendurchmesser und die technische Fahrzeugfreigabe müssen berücksichtigt werden.

Warum die Reifenbreite ebenfalls wichtig ist

Ein breiterer Reifen benötigt entsprechend mehr seitlichen Bauraum.

Zu prüfen sind beispielsweise Abstände zu:

  • Fahrzeugrahmen
  • Lenk- und Achskomponenten
  • Brems- beziehungsweise Radbauteilen
  • Karosserie- und Schutzteilen
  • benachbarten Reifen bei Doppelbereifung
Nominelle Breite und tatsächliche Gesamtbreite unterscheiden

Für knappe Bauraumverhältnisse sollte immer die technische Breite des konkreten Reifens verwendet werden.

Warum neue und verschlissene Vollgummireifen unterschiedlich groß sind

Auch ein Vollgummireifen verliert während seines Einsatzes Laufflächenmaterial.

Dadurch reduziert sich sein tatsächlicher Außendurchmesser.

Neuer Reifen

Besitzt die volle Laufflächenstärke und den größeren Außendurchmesser.

Verschlissener Reifen

Hat einen entsprechend kleineren tatsächlichen Durchmesser.

Gleiche Größenbezeichnung bedeutet nicht automatisch gleicher aktueller Durchmesser

Das kann besonders beim Vergleich verschiedener Reifenpositionen relevant werden.

Warum ein Foto der kompletten Reifenflanke bei der Ersatzsuche hilft

Wenn ein vorhandener Staplerreifen ersetzt werden soll, sollte nicht nur die größte Zahl auf der Seitenwand fotografiert werden.

Sinnvoll sind Aufnahmen von:

Größe

Zum Beispiel 6.50-10 vollständig ablesen.

Hersteller

Hilft bei der Identifikation des vorhandenen Produkts.

Profil

Die Profilbezeichnung kann zusätzliche technische Informationen liefern.

Bauart

Vollgummi, Luftreifen, SIT, TT/TL oder weitere Angaben berücksichtigen.

Bei Unklarheiten zusätzlich die Felge dokumentieren

Felgenbezeichnung, Bauart und Ventil beziehungsweise Reifensitz können bei der eindeutigen Zuordnung entscheidend sein.

Warum Fahrzeugtyp allein ebenfalls nicht immer reicht

Ein Gabelstaplermodell kann je nach Ausführung mit unterschiedlichen Reifen- und Radkombinationen erhältlich gewesen sein.

Unterschiede können entstehen durch:

  • Tragfähigkeitsvariante
  • Hubgerüst
  • Fahrzeugausstattung
  • ursprüngliche Reifenoption
  • Felgenausführung
  • spätere Umbauten
Vorhandenen Reifen und vorhandene Felge immer mitprüfen

Nur aus Hersteller und Staplertyp eine Reifengröße zu vermuten, kann bei älteren oder umgebauten Fahrzeugen zu Fehlern führen.

Welche Angaben sollte man bei einer Reifenanfrage nennen?

1. Reifengröße

Vollständig und exakt übernehmen.

2. Reifenbauart

Vollgummi, Industrie-Luftreifen oder Bandage angeben.

3. Hersteller

Vorhandene Marke und Profilbezeichnung nennen.

4. Felgengröße

Bei Unklarheiten die vollständige Felgenbezeichnung ermitteln.

5. SIT / Standard

Bei Vollgummi die Sitz- beziehungsweise Montagesystem-Ausführung beachten.

6. TT / TL

Bei Luftreifen Schlauch- oder Tubeless-Ausführung berücksichtigen.

7. Staplertyp

Hersteller und genaue Fahrzeugbezeichnung nennen.

8. Einsatz

Halle, Außenbetrieb, Untergrund und Betriebsintensität ergänzen.

Typische Irrtümer bei Gabelstapler-Reifengrößen

Behauptung Richtige Einordnung
„Bei 6.50-10 bedeutet 6.50 den Außendurchmesser.“ Nein. Die erste Zahl ist innerhalb dieser klassischen Größenlogik die nominelle Reifenbreite.
„Bei 18x7-8 bedeutet 18 die Reifenbreite.“ Nein. Bei dieser Größenlogik steht die 18 für den nominellen Außendurchmesser.
„200/50-10 bedeutet 200 Zoll.“ Nein. 200 bezeichnet die nominelle Reifenbreite in Millimetern.
„Alle 10-Zoll-Reifen passen auf dieselbe Felge.“ Nein. Die Felgenbreite und Felgenkontur können sich deutlich unterscheiden.
„6.50-10 Luftreifen und 6.50-10 Vollgummi sind technisch derselbe Reifen.“ Nein. Sie gehören zwar zur gleichen Größenfamilie, besitzen aber völlig unterschiedliche Konstruktionen.
„Gleiche Größe bedeutet gleiche Tragfähigkeit.“ Nein. Konstruktion, PR, Compound und Reifenbauart können unterschiedliche Belastbarkeiten ergeben.
„Wenn der Reifen auf die Felge passt, darf er auf den Stapler.“ Nein. Außendurchmesser, Tragfähigkeit, Fahrzeuggeometrie und Herstellerfreigaben müssen ebenfalls passen.
„Eine Bandage kann nach der gleichen Größenlogik wie 6.50-10 bestellt werden.“ Nein. Bei Press-On-Bandagen sind insbesondere Außenmaß, Breite und Innendurchmesser des Stahlrings wichtig.

Gabelstaplerreifen bei FT-Reifen

Im FT-Reifen Sortiment finden Sie Gabelstaplerbereifung in unterschiedlichen Größensystemen, Bauarten und technischen Ausführungen.

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Auf unseren Social-Media-Kanälen zeigen wir regelmäßig Gabelstaplerreifen, Reifengrößen, Vollgummi, Industrie-Luftreifen, Montagewissen und technische Zusammenhänge aus der FT Wissenswelt und Praxiswelt.

Häufige Fragen zu Gabelstapler-Reifengrößen

Was bedeutet 6.50-10?

6.50 bezeichnet innerhalb des klassischen Zoll-Größensystems die nominelle Reifenbreite, während 10 für den nominellen Felgendurchmesser in Zoll steht.

Was bedeutet 18x7-8?

18 bezeichnet den nominellen Außendurchmesser, 7 die nominelle Breite und 8 den Felgendurchmesser – jeweils in Zoll.

Was bedeutet 200/50-10?

200 steht für die nominelle Reifenbreite in Millimetern, 50 für das Verhältnis der Querschnittshöhe zur Breite und 10 für den Felgendurchmesser in Zoll.

Passen alle Reifen mit der Endzahl 10 auf dieselbe Felge?

Nein. Die Endzahl beschreibt lediglich den nominellen Felgendurchmesser. Felgenbreite und Felgenkontur müssen ebenfalls passen.

Warum heißt eine Felge für einen 6.50-10-Reifen beispielsweise 5.00F-10?

Die Felgenbezeichnung beschreibt ihre eigene Breite, Kontur und ihren Durchmesser. Reifen- und Felgengrößen verwenden deshalb unterschiedliche Angaben.

Kann ein Vollgummireifen dieselbe Größe wie ein Luftreifen haben?

Ja. Größen wie 6.50-10 oder 7.00-12 werden auch bei entsprechenden Vollgummireifen verwendet. Die Reifenbauart und Felgenfreigabe müssen jedoch separat geprüft werden.

Was bedeutet SIT bei einem Vollgummireifen?

SIT bezeichnet eine besondere Sitz- beziehungsweise Montagesystem-Ausführung und ist keine eigentliche Reifengröße.

Warum reicht die Reifengröße nicht zur Bestellung?

Zusätzlich können Reifenbauart, Tragfähigkeit, PR, SIT-Ausführung, TT/TL, Felgengröße, Staplertyp und Einsatzbedingungen entscheidend sein.

Wie erkenne ich die richtige Größe einer Press-On-Bandage?

Bei Bandagen sind insbesondere Außendurchmesser, Breite und Innendurchmesser des Stahlrings wichtig. Die vorhandene Radkonstruktion muss zur Bandage passen.

Technischer Hinweis

Diese FT Wissenswelt erklärt die grundlegenden Größensysteme von Gabelstapler-, Vollgummi-, Industrie-Luft- und Press-On-Reifen. Nominelle Größenangaben ersetzen keine technische Reifen- und Felgenfreigabe. Für eine konkrete Montage oder Umrüstung müssen Reifenkonstruktion, tatsächliche Abmessungen, Felgengröße und -kontur, Tragfähigkeit sowie die Vorgaben von Reifen-, Felgen- und Staplerhersteller berücksichtigt werden.

6.50-10, 18x7-8 oder 200/50-10? Erst das Größensystem erkennen

Bei Gabelstaplerreifen gibt es nicht eine einzige Größenlogik. Bei 6.50-10 beschreibt die erste Zahl etwas anderes als bei 18x7-8 – und bei 200/50-10 kommen sogar Millimeter, Prozent und Zoll innerhalb einer einzigen Größenangabe zusammen.

Deshalb sollte die Auswahl niemals nur nach einer einzelnen Zahl erfolgen. Reifengröße, Bauart, Felgenbreite, Felgenkontur, Tragfähigkeit und Staplerfreigabe müssen gemeinsam passen.

Gerade bei Vollgummi, Industrie-Luftreifen und Press-On-Bandagen gilt: Eine ähnliche äußere Größe macht zwei Reifensysteme noch lange nicht austauschbar.

FT Reifen verbindet über 35 Jahre praktische Erfahrung im Reifenhandel mit verständlichem Produktwissen, Praxiswissen und Herstellerwissen.

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