RDKS bei Sommer- und Winterrädern – zweiten Radsatz, Sensor-IDs, Klonen und Anlernen richtig verwalten
FT Praxiswelt – RDKS-Sensoren
RDKS bei Sommer- und Winterrädern – zweiten Radsatz, Sensor-IDs, Klonen und Anlernen richtig verwalten
Viele Fahrzeuge werden mit einem separaten Sommer- und Winterradsatz gefahren. Bei einem direkten Reifendruckkontrollsystem besitzen beide Radsätze eigene RDKS-Sensoren – und damit gegebenenfalls auch unterschiedliche Sensor-IDs.
Ob das Fahrzeug den jeweils montierten Radsatz automatisch erkennt, dessen Sensoren neu angelernt werden müssen oder mit geklonten Sensor-IDs gearbeitet wird, hängt vom konkreten Fahrzeug und RDKS-System ab.
Ein zweiter Radsatz braucht mehr als nur vier passende Räder
Sensoren
Der zweite Radsatz benötigt bei direktem RDKS technisch passende und funktionsfähige Sensoren.
Sensor-IDs
Sommer- und Winterradsatz können unterschiedliche oder bei geeigneter Anwendung geklonte IDs besitzen.
Fahrzeug
Entscheidend ist, wie das Fahrzeug den jeweils montierten Sensorsatz erkennt und verwaltet.
Ein zweiter Radsatz braucht bei einem direkten RDKS nicht nur passende Sensoren. Entscheidend ist auch, wie das Fahrzeug mit den Sensor-IDs beider Radsätze umgeht.
Zwei Radsätze und RDKS richtig organisieren
Sommer- und Winterräder können bei direktem RDKS zwei vollständig unterschiedliche Sensorkonfigurationen darstellen.
Sommer- und Winterradsatz können eigene Sensor-IDs besitzen
Bei einem direkten Reifendruckkontrollsystem besitzt jeder Sensor eine individuelle Identifikation.
Ein Fahrzeug kann deshalb beispielsweise mit zwei verschiedenen Sätzen arbeiten:
Sommerradsatz
- Sensor-ID A
- Sensor-ID B
- Sensor-ID C
- Sensor-ID D
Winterradsatz
- Sensor-ID E
- Sensor-ID F
- Sensor-ID G
- Sensor-ID H
Die entscheidende Frage: Wie verwaltet das Fahrzeug beide Sätze?
Je nach Fahrzeug kann der zweite Radsatz automatisch erkannt werden, ein neues Anlernen benötigen oder mit einer anderen Sensorstrategie betrieben werden.
Das konkrete Verfahren ist fahrzeugabhängig. Manche Systeme erkennen den montierten Radsatz selbstständig, andere benötigen ein festgelegtes Lern- oder Diagnoseverfahren.
Direktes und indirektes RDKS unterscheiden
Beim direkten RDKS befinden sich elektronische Drucksensoren in den Rädern. Beim indirekten RDKS gibt es keine klassischen Drucksensoren im Rad; das System arbeitet mit Fahrzeugsignalen und kann nach einem Räderwechsel eine neue Initialisierung benötigen.
Sensor-IDs, Klonen und Anlernen beim Räderwechsel
Für einen zweiten Radsatz gibt es je nach Fahrzeug unterschiedliche Möglichkeiten.
Fahrzeug erkennt den zweiten Radsatz automatisch
Bei geeigneten Systemen kann der montierte Radsatz nach einem vorgesehenen Fahr- oder Lernvorgang selbstständig erkannt werden.
„Einfach zehn Minuten fahren“ oder „nach 20 Kilometern ist alles angelernt“ ist keine universelle Regel. Dauer und Ablauf sind fahrzeugspezifisch.
Fahrzeug benötigt ein erneutes Anlernen
Bei anderen Fahrzeugen müssen die Sensor-IDs des montierten Radsatzes neu zugeordnet beziehungsweise ins System übernommen werden.
Je nach Fahrzeug kann das erfolgen über:
- Fahrzeugmenü
- definierte Lernprozedur
- RDKS-Servicegerät
- OBD- beziehungsweise Diagnoseverfahren
Ein Universal-Sensor kann technisch korrekt für das Fahrzeug programmiert sein und trotzdem noch vom Fahrzeug erkannt beziehungsweise angelernt werden müssen.
Sensor-IDs des vorhandenen Radsatzes klonen
Bei geeigneten programmierbaren Sensoren kann eine vorhandene Sensor-ID auf einen Sensor des zweiten Radsatzes übernommen werden.
Dann kann beispielsweise gelten:
Sommerräder
- ID A
- ID B
- ID C
- ID D
Winterräder
- ID A
- ID B
- ID C
- ID D
Unter geeigneten Voraussetzungen sieht das Fahrzeug nach dem saisonalen Wechsel weiterhin die bereits bekannten Identifikationen.
Ob geklonte Sensor-IDs für das jeweilige Fahrzeug und Sensorsystem sinnvoll sind, muss anhand der konkreten Anwendung geprüft werden.
Zwei Radsätze mit identischen IDs bewusst handhaben
Wenn Sommer- und Winterradsatz identische Sensor-IDs besitzen, sollte bei Diagnose und Service immer klar sein, welcher physische Sensor beziehungsweise Radsatz gerade geprüft wird.
Werden zwei Radsätze mit identischen IDs gleichzeitig unmittelbar im Fahrzeugumfeld geprüft, kann dies die Diagnose unnötig erschweren.
Sensoren vor Montage und nach Lagerung prüfen
Ein saisonal eingelagerter Radsatz sollte möglichst vor der Montage auf seine RDKS-Funktion kontrolliert werden.
Sensoren vor dem saisonalen Wechsel auslesen
Bei einem direkten RDKS können die Sensoren des einzubauenden Radsatzes vor der Montage einzeln geprüft werden.
Je nach Sensor und Servicegerät können unter anderem kontrolliert werden:
- Sensor-ID
- Funkreaktion
- Druckwert
- Temperatur
- gegebenenfalls Informationen zum Batteriestatus
Ein Sensor, der bereits im eingelagerten Radsatz nicht mehr sendet, sollte möglichst vor der Montage erkannt werden.
Ein Sensor fällt während der Einlagerungszeit aus
Wird ein Winter- oder Sommerradsatz nach mehreren Monaten wieder montiert und ein Sensor fehlt, bedeutet das nicht automatisch, dass beim Räderwechsel ein Schaden entstanden ist.
Der Sensor kann bereits vorher beziehungsweise während seiner normalen Alterung ausgefallen sein.
Saisonale Lagerung stoppt das Sensoralter nicht
Auch bei einem saisonal gelagerten Radsatz altert die interne Energieversorgung weiter. Die tatsächliche Beanspruchung kann sich jedoch je nach Sensorkonstruktion und Betriebszustand unterscheiden.
Alter, Nutzung und tatsächliche Funktion sollten gemeinsam betrachtet werden.
Vier neue Sensoren vor der Reifenmontage dokumentieren
Beim Aufbau eines neuen Sommer- oder Winterradsatzes ist ein sauberer Arbeitsablauf besonders hilfreich.
Vor Reifenmontage:
- Sensoren auswählen
- Fahrzeugzuordnung prüfen
- Universal-Sensoren gegebenenfalls programmieren
- Sensor-IDs dokumentieren
- Sensoren auslesen
Nach Reifenmontage:
- Sensoren erneut auslesen
- Sensor-IDs vergleichen
- Druckwerte prüfen
- Funktion dokumentieren
So lässt sich bei einem späteren Problem besser nachvollziehen, welcher Sensor verbaut wurde und ob er vor und nach der Montage reagiert hat.
Reifenfülldruck, Radpositionen und indirektes RDKS
Beim saisonalen Räderwechsel geht es nicht nur um Sensor-IDs. Auch Reifenfülldruck und mögliche Positionszuordnungen müssen zum montierten Radsatz passen.
Reifenfülldruck des montierten Radsatzes neu kontrollieren
Sommer- und Winterradsatz können unterschiedliche Reifengrößen oder Fahrzeugfreigaben besitzen. Deshalb sollte der Reifenfülldruck nach dem Räderwechsel entsprechend der tatsächlich montierten Rad-Reifen-Kombination eingestellt werden.
Maßgeblich ist die Fahrzeugvorgabe für die aktuell montierte Reifengröße und den jeweiligen Beladungszustand.
Radpositionen können eine Rolle spielen
Bei Fahrzeugen mit positionsbezogener Anzeige kann nach einem Rädertausch zusätzlich wichtig sein, wo sich welcher Sensor befindet.
Je nach Fahrzeug kann die Positionszuordnung erfolgen durch:
- automatische Erkennung
- Lernfahrt
- manuelle Zuordnung
- RDKS- beziehungsweise Diagnosegerät
Räder wurden achsweise oder diagonal getauscht
Dann kann ein Sensor physisch an einer anderen Fahrzeugposition sitzen. Ob das Fahrzeug diese Änderung selbst erkennt, hängt vom jeweiligen System ab.
Eine bekannte Sensor-ID bedeutet nicht automatisch, dass jedes Fahrzeug die neue Radposition ohne weiteren Lernvorgang korrekt darstellt.
Indirektes RDKS beim saisonalen Räderwechsel
Beim indirekten Reifendruckkontrollsystem befinden sich keine klassischen Sensoren im Rad.
Nach dem Räderwechsel sollte deshalb in sinnvoller Reihenfolge gearbeitet werden:
- Reifenfülldruck kontrollieren
- Reifendruck nach Fahrzeugvorgabe einstellen
- prüfen, ob das Fahrzeug eine Initialisierung verlangt
- System anschließend nach Fahrzeugvorgabe initialisieren
Ein falscher Ausgangsdruck sollte nicht als neue Referenz übernommen werden.
Neue Felgen, alte Sensoren und Serviceteile
Beim Aufbau eines neuen Radsatzes muss der Sensor nicht nur zum Fahrzeug, sondern auch mechanisch zur Felge passen.
Neue Felgen – vorhandene Sensoren nicht automatisch übernehmen
Ein elektronisch passender Sensor ist nicht automatisch für jede Felgenausführung mechanisch geeignet.
Je nach Anwendung sollten berücksichtigt werden:
- Ventilausführung
- Sensorbefestigung
- Felgengeometrie
- Ventilbohrung
- Freigängigkeit
- vorgesehene Sensoranwendung
Ein Sensor kann elektronisch zum Fahrzeug passen und mechanisch trotzdem nicht die richtige Lösung für jede Felge sein.
Alte Sensoren in neue Felgen übernehmen?
Eine Weiterverwendung kann je nach Sensor, Felge und Zustand möglich sein. Vor dem Umbau sollte jedoch geprüft werden:
- Sensoralter
- Funkfunktion
- Ventilzustand
- Dichtungen
- Korrosion
- Befestigung
- mechanische Kompatibilität zur neuen Felge
Einen älteren Sensor nur deshalb in eine neue Felge umzubauen, weil er heute noch sendet, kann bei deutlich fortgeschrittenem Sensoralter zusätzliche spätere Montagearbeit verursachen.
Nicht automatisch alle alten Sensoren ersetzen
Umgekehrt gilt ebenso: Ein vorhandener Sensor muss nicht allein aufgrund seines Alters ersetzt werden. Funktion, Zustand, Felgenanwendung und wirtschaftlicher Arbeitsaufwand sollten gemeinsam beurteilt werden.
Ventil- und Serviceteile mit beurteilen
Beim saisonalen Räderwechsel kompletter Räder ist der Sensor von innen normalerweise nicht sichtbar. Außen können jedoch Ventil, Ventilkappe und bei Metallventilen erkennbare Korrosion kontrolliert werden.
Wenn der Reifen ohnehin demontiert wird, können je nach Sensorausführung zusätzlich Dicht- und Servicekomponenten geprüft beziehungsweise bei Bedarf fachgerecht erneuert werden.
Winterräder besonders auf sichtbare Korrosion prüfen
Mehrjährige Winterräder sind Feuchtigkeit, Schmutz und Streusalz ausgesetzt. Gerade Metallventile und der Bereich rund um die Ventilbohrung verdienen deshalb besondere Aufmerksamkeit.
Fehler nach dem saisonalen Räderwechsel systematisch eingrenzen
Die Anzahl der fehlenden Sensoren und der Zeitpunkt der Warnung liefern wichtige Hinweise.
Nur ein Sensor fehlt nach dem Räderwechsel
Dann sollte der einzelne Sensor gezielt geprüft werden.
- Sensor triggern
- Sensor-ID auslesen
- tatsächlichen Reifenfülldruck kontrollieren
- Programmierung prüfen
- Sensoralter und Zustand berücksichtigen
Das Fehlerbild unterscheidet sich deutlich von vier gleichzeitig fehlenden Sensorwerten.
Alle vier Sensoren fehlen
Dann werden andere Prüfrichtungen wichtiger.
- richtiger Radsatz montiert?
- Sensoren passend programmiert?
- kennt das Fahrzeug die Sensor-IDs?
- vorgesehenes Anlernverfahren durchgeführt?
- automatische Lernphase abgeschlossen?
- allgemeines Systemproblem vorhanden?
Bei einem kompletten Ausfall nach dem Räderwechsel sollte die Fahrzeug- und Lernseite mit geprüft werden.
RDKS-Warnung nach dem Räderwechsel
Zusätzlich zum Sensorstatus sollte immer der tatsächliche Reifenfülldruck des montierten Satzes kontrolliert werden.
Sensor sendet, Fahrzeug erkennt ihn trotzdem nicht
Dann liegt nicht automatisch ein Sensordefekt vor. Sensor-ID, Fahrzeugprotokoll, Anlernstatus und Systemkommunikation gehören zur weiteren Diagnose.
Sensoren vor dem saisonalen Räderwechsel prüfen – nicht erst dann, wenn nach der Montage die Warnleuchte erscheint.
Beide Radsätze dokumentieren
Bei Fahrzeugen mit zwei Radsätzen kann eine saubere Dokumentation spätere Räderwechsel deutlich vereinfachen.
Sinnvoll dokumentierbar sind beispielsweise:
- verwendeter Sensortyp
- Sensor-IDs
- Sommerradsatz beziehungsweise Winterradsatz
- letzter Sensorcheck
- auffällige Sensoren oder Ventile
Das erleichtert Diagnose, Programmierung und eine mögliche Ersatzsensor-Auswahl.
Kompakte Praxisübersicht
| Situation | Mögliche Prüfrichtung |
|---|---|
| Zweiter Radsatz vorhanden | Sensorstrategie und Lernverfahren des Fahrzeugs prüfen |
| Fahrzeug erkennt neuen Satz automatisch | Vorgesehenen fahrzeugspezifischen Lernvorgang beachten |
| Fahrzeug erkennt Radsatz nicht | Sensor-IDs, Programmierung und Anlernen prüfen |
| Geklonte Sensoren | Identische IDs und verwendeten Radsatz sauber dokumentieren |
| Ein Sensor nach Lagerung fehlt | Sensor einzeln auslesen und Zustand prüfen |
| Alle vier Sensoren nach Wechsel fehlen | Radsatzzuordnung, Programmierung und Lernverfahren prüfen |
| Andere Reifengröße montiert | Passenden Reifenfülldruck nach Fahrzeugvorgabe kontrollieren |
| Indirektes RDKS | Reifendruck einstellen und anschließend korrekt initialisieren |
| Neue Felgen | Elektronische und mechanische Sensor-Kompatibilität prüfen |
| Alte Sensoren sollen übernommen werden | Alter, Funktion, Ventilzustand, Korrosion und Felgenanwendung beurteilen |
FT-Kurzcheck vor dem saisonalen Räderwechsel
- RDKS-Art des Fahrzeugs kennen.
- Sensoren des zu montierenden Radsatzes möglichst vorher prüfen.
- Sensor-IDs kontrollieren und dokumentieren.
- Bei Universal-Sensoren Fahrzeugprogrammierung prüfen.
- Reifenfülldruck des tatsächlich montierten Satzes korrekt einstellen.
- Fahrzeugspezifisches Lernverfahren beachten.
- Bei indirektem RDKS erst den Druck einstellen, dann initialisieren.
- Bei nur einem fehlenden Sensor lokal suchen.
- Bei vier fehlenden Sensoren System und Radsatzzuordnung prüfen.
- Alte Sensoren vor einer Übernahme in neue Felgen technisch und wirtschaftlich beurteilen.
Weiterführendes Wissen und Praxis
Ein zweiter Radsatz verbindet RDKS-Sensoren, Sensor-IDs, Reifenfülldruck, Felgenkompatibilität und den saisonalen Räderwechsel. Diese Bereiche helfen bei Auswahl, Montage und Fehlersuche.
RDKS-Sensoren für Sommer- und Winterradsätze kaufen
Wenn für einen zusätzlichen Radsatz neue Sensoren benötigt werden oder ein vorhandener Sensor ausgefallen ist, finden Sie bei FT-Reifen passende RDKS-Sensoren für viele Fahrzeuganwendungen.
RDKS-Sensoren bei FT-Reifen Passende Reifendrucksensoren für verschiedene Fahrzeuge, Felgen und Rad-Reifen-Anwendungen auswählen.Bei einem zweiten Radsatz müssen Fahrzeuganwendung, RDKS-System, Sensorunterstützung und mechanische Felgenpassform zusammenpassen.
Felgen- & Komplettradkonfigurator auf der FT-Reifen Startseite
Ein zusätzlicher Sommer- oder Winterradsatz ist einer der häufigsten Anwendungsfälle für neue RDKS-Sensoren. Über den Felgen- & Komplettradkonfigurator auf der FT-Reifen Startseite können passende Felgen und Rad-Reifen-Kombinationen für das Fahrzeug ausgewählt werden.
Felgen- & Komplettradkonfigurator auf der FT-Reifen Startseite Fahrzeug auswählen und passende Felgen sowie Rad-Reifen-Kombinationen finden.Herstellerwissen aus der FT Herstellerwelt
RDKS-Sensoren, Felgen und Reifen unterscheiden sich je nach Hersteller, Fahrzeugplattform und technischer Anwendung. Die FT Herstellerwelt ergänzt das Praxiswissen um Informationen zu Marken und Produkten.
FT Herstellerwelt Hersteller, Marken und technische Produktbereiche bei FT-Reifen kennenlernen.Bestellung und Service bei FT-Reifen
Wenn für einen Sommer- oder Winterradsatz neue Sensoren oder weitere Komponenten benötigt werden, finden Sie hier Informationen zum Bestellablauf bei FT-Reifen.
Ablauf Bestellung Informationen zu Bestellung, Bearbeitung, Versand und dem weiteren Ablauf bei FT-Reifen.Häufige Fragen zu RDKS bei Sommer- und Winterrädern
Muss RDKS nach jedem Wechsel zwischen Sommer- und Winterrädern neu angelernt werden?
Nicht grundsätzlich. Manche Fahrzeuge erkennen einen passenden Radsatz automatisch, andere benötigen ein manuelles oder diagnosegestütztes Lernverfahren. Maßgeblich ist das konkrete Fahrzeug.
Können Sommer- und Winterräder unterschiedliche Sensor-IDs besitzen?
Ja. Bei einem direkten RDKS kann jeder Radsatz vier eigene Sensor-IDs besitzen. Entscheidend ist, ob und wie das Fahrzeug den jeweils montierten Satz erkennt.
Kann man die Sensor-IDs des Sommerradsatzes auf die Winterräder klonen?
Bei geeigneten programmierbaren Sensoren und Fahrzeuganwendungen kann dies möglich sein. Ob diese Vorgehensweise für das konkrete Fahrzeug sinnvoll ist, sollte jedoch technisch geprüft werden.
Warum wird nach dem Räderwechsel nur ein Sensor nicht erkannt?
Dann sollte der einzelne Sensor auf Funkfunktion, Sensor-ID, Programmierung, Zustand und tatsächlichen Reifenfülldruck geprüft werden.
Warum fehlen nach dem Räderwechsel alle vier Sensoren?
Mögliche Ursachen sind ein noch nicht erkanntes Sensorset, falsche Programmierung, fehlendes Anlernen oder ein fahrzeugseitiges RDKS-Problem.
Was ist bei einem indirekten RDKS nach dem Räderwechsel wichtig?
Zuerst den richtigen Reifenfülldruck einstellen und anschließend das System entsprechend der Fahrzeugvorgabe initialisieren.
Kann ich alte RDKS-Sensoren in neue Felgen übernehmen?
Das kann je nach Sensor, Felge und Zustand möglich sein. Sensoralter, Funktion, Ventilausführung, Korrosion, Befestigung und mechanische Felgenkompatibilität sollten vorher geprüft werden.
Altert ein RDKS-Sensor auch im eingelagerten Radsatz?
Auch bei einem saisonal gelagerten Radsatz altert die interne Energieversorgung weiter. Die tatsächliche Beanspruchung kann sich jedoch je nach Sensorkonstruktion und Betriebszustand unterscheiden.
Muss der Reifenfülldruck nach jedem saisonalen Räderwechsel kontrolliert werden?
Ja. Maßgeblich ist die Fahrzeugvorgabe für die tatsächlich montierte Reifengröße, Achse und den jeweiligen Beladungszustand.
Technischer Hinweis
RDKS-Sensoren, Fahrzeugabdeckungen, Sensor-IDs, Positionszuordnungen und Anlernverfahren unterscheiden sich je nach Fahrzeug, Baujahr, Felge und Sensorhersteller. Diese Praxisinformationen ersetzen deshalb keine konkrete Fahrzeug- und Sensorzuordnung. Bei unklarer Sensorerkennung, wiederkehrenden Warnmeldungen oder einem geplanten Sensorumbau sollten Fahrzeug, Radsatz und RDKS-System fachkundig geprüft werden.
Über 35 Jahre praktische Erfahrung rund um Reifen und Felgen
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