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Transporter-Ganzjahresreifen bei Schnee und Winterbetrieb – Profilreserve, 3PMSF und Beladung beurteilen

FT Praxiswelt – Transporter-Ganzjahresreifen

Transporter-Ganzjahresreifen bei Schnee und Winterbetrieb – Profilreserve, 3PMSF und Beladung beurteilen

Ganzjahresreifen für Transporter müssen im Winter deutlich mehr leisten als nur niedrige Temperaturen auszuhalten. Schnee, Schneematsch, Nässe, Glätte, hohe Fahrzeugmasse und wechselnde Beladung wirken gleichzeitig auf Reifen und Fahrverhalten.

Die 3PMSF-Kennzeichnung ist dabei ein wichtiger technischer Punkt. Sie allein sagt jedoch noch nicht, wie groß die tatsächliche Winterreserve eines bereits gefahrenen Reifens ist. Profiltiefe, Verschleißbild, Reifenalter, Luftdruck, Achslast, Beladung und Einsatzgebiet müssen gemeinsam betrachtet werden.

Gerade bei Transportern ist das wichtig: Ein Fahrzeug kann morgens fast leer starten und wenige Stunden später stark beladen unterwegs sein. Auf Schnee oder Matsch verändert diese zusätzliche Masse die Anforderungen an Traktion, Seitenführung und Bremsverhalten deutlich.

Winterbetrieb beim Transporter richtig einordnen

3PMSF

Die Alpine-Kennzeichnung ist ein wichtiger Bestandteil der Beurteilung für winterliche Straßenverhältnisse.

Profilreserve

Ein bereits stark abgefahrener Reifen besitzt weniger Reserven als derselbe Reifen im Neuzustand.

Beladung

Hohe Fahrzeugmasse beeinflusst Traktion, Bremsweg und die Reifenbeanspruchung zusätzlich.

FT Praxisgrundsatz

Wintertauglichkeit nicht allein an einem Symbol festmachen. Kennzeichnung, Zustand, Profiltiefe, Beladung und tatsächlicher Einsatz müssen zusammenpassen.

3PMSF richtig verstehen

Die Kennzeichnung ist wichtig – ersetzt aber keine Zustandskontrolle.

1. Das Alpine-Symbol gehört bei winterlicher Nutzung zur grundlegenden Prüfung

Die 3PMSF-Kennzeichnung ist am Bergpiktogramm mit Schneeflocke erkennbar.

Bei der Kontrolle eines Transporter-Ganzjahresreifens sollten zusammen betrachtet werden:

  • 3PMSF-Kennzeichnung
  • Reifengröße
  • Lastindex
  • Geschwindigkeitsindex
  • Profiltiefe
  • Reifenzustand
Die Kennzeichnung ist nur ein Teil der Beurteilung

Sie sagt nicht automatisch, wie viel praktische Winterreserve ein stark gebrauchter Reifen noch besitzt.

2. M+S allein nicht mit 3PMSF gleichsetzen

Bei älteren Reifen findet sich häufig die M+S-Kennzeichnung. Für die heutige Beurteilung wintertauglicher Reifen ist die Alpine-Kennzeichnung entscheidend.

Kennzeichnung am tatsächlichen Reifen prüfen

Nicht nur nach Produktbezeichnung oder Erinnerung gehen. Die Seitenwand des montierten Reifens sollte kontrolliert werden.

3. 3PMSF bedeutet nicht unbegrenzte Winterleistung

Ein Reifen kann korrekt gekennzeichnet sein und trotzdem aufgrund seines Zustands deutlich weniger Reserve besitzen.

Zu berücksichtigen sind:

  • Restprofiltiefe
  • gleichmäßiger Abrieb
  • Reifenalter
  • Gummizustand
  • Beschädigungen
  • Einsatzgebiet

Profilreserve im Winter

Schnee und Schneematsch stellen andere Anforderungen an das Profil als trockene Fahrbahn.

4. Weniger Profil bedeutet weniger mechanische Reserve im Schnee

Mit zunehmendem Verschleiß verändert sich die Profilgeometrie des Reifens.

Dadurch können sich unter anderem verändern:

  • Schneeaufnahme
  • Verzahnung mit der Fahrbahn
  • Wasser- und Matschableitung
  • Traktion
  • Seitenführung
Winterreserve frühzeitig beurteilen

Bei Ganzjahresreifen mit hoher Jahreslaufleistung sollte nicht erst beim ersten Schneefall geprüft werden, wie viel Profil noch vorhanden ist.

5. Profiltiefe an mehreren Stellen messen

Eine einzelne Messung in der Profilmitte reicht bei einem Transporter nicht immer aus.

Sinnvoll ist die Kontrolle:

  • innen
  • mittig
  • außen
  • an mehreren Stellen des Reifenumfangs
Ungleichmäßiger Abrieb kann Reserven lokal stark reduzieren

Besonders die schlecht sichtbare Innenschulter sollte nicht übersehen werden.

6. Vorder- und Hinterachse getrennt betrachten

Bei Transportern können sich die Reifen beider Achsen unterschiedlich abnutzen.

Einfluss haben:

  • Antriebsachse
  • Lenkachse
  • Beladungsverteilung
  • Fahrprofil
  • Luftdruck
  • Achsgeometrie

Hohe Beladung im Winter

Mehr Gewicht bedeutet nicht automatisch mehr Sicherheit auf Schnee.

7. Ein schwerer Transporter benötigt mehr Reserve beim Bremsen

Mit zunehmender Fahrzeugmasse müssen Reifen beim Verzögern mehr Energie übertragen.

Auf winterlicher Fahrbahn kommen erschwerend hinzu:

  • reduzierte Haftung
  • Schnee
  • Schneematsch
  • Nässe
  • Eis
Mehr Gewicht ist kein Ersatz für Grip

Eine hohe Fahrzeugmasse kann zwar die Radlast erhöhen, gleichzeitig muss beim Bremsen und Ausweichen deutlich mehr Masse kontrolliert werden.

8. Hinterachslast bei beladenen Transportern besonders beachten

Werkzeug, Material und Ladung befinden sich häufig im hinteren Fahrzeugbereich.

Dadurch können:

  • Hinterachslast
  • Reifenbeanspruchung
  • Fahrzeugbalance
  • Bremsverhalten

gegenüber dem Leerzustand deutlich verändert sein.

9. Dauerhafte Einbauten gehören zur Winterbeladung

Auch ohne aktuelle Zuladung können bereits große Gewichte vorhanden sein:

  • Regalsysteme
  • Werkzeug
  • Maschinen
  • Ersatzteile
  • Zusatzbatterien
  • Werkstatteinrichtungen
Der scheinbar leere Handwerker-Transporter ist oft nicht leer

Diese Grundlast gehört bei Reifen, Achslast und Winterbetrieb immer zur tatsächlichen Fahrzeugmasse.

Luftdruck bei winterlichen Temperaturen

Temperaturänderungen können den gemessenen Reifenfülldruck beeinflussen.

10. Nach deutlichem Temperaturabfall den Luftdruck kontrollieren

Sinkt die Umgebungstemperatur, kann auch der gemessene Reifenfülldruck abnehmen.

Typischer Herbst-Winter-Effekt

Ein im milden Herbst korrekt kontrollierter Transporter kann nach einem starken Kälteeinbruch einen anderen gemessenen Druck zeigen.

11. Luftdruck am kalten Reifen beurteilen

Der vorgesehene Ausgangsdruck wird grundsätzlich am kalten beziehungsweise nicht stark warmgefahrenen Reifen kontrolliert.

Relevant sind:

  • Reifendimension
  • Fahrzeugausführung
  • Beladungszustand
  • Herstellervorgaben

12. Zu niedriger Luftdruck plus hohe Winterbeladung vermeiden

Auch im Winter kann zu wenig Reifenfülldruck zu stärkerer Walkarbeit und zusätzlicher Reifenbeanspruchung führen.

Winter bedeutet nicht automatisch geringe Reifentemperatur

Auch bei niedrigen Außentemperaturen erwärmt sich ein Reifen während längerer Fahrt durch Walkarbeit und Belastung.

Schnee ist nicht gleich Schnee

Winterliche Straßen können sehr unterschiedliche Bedingungen bieten.

13. Frischer Schnee stellt andere Anforderungen als Schneematsch

Frischer Schnee

Profil und Lamellen müssen möglichst wirkungsvoll mit der lockeren Schneedecke arbeiten.

Festgefahrener Schnee

Die Oberfläche kann deutlich glatter und anspruchsvoller werden.

Schneematsch

Wasser, Schnee und Fahrspuren können die Entwässerung und Seitenführung stark fordern.

14. Schneematsch kann besonders tückisch sein

Bei Schneematsch muss der Reifen gleichzeitig Wasser und Schnee aus dem Aufstandsbereich verdrängen.

Probleme können verstärkt werden durch:

  • zu hohe Geschwindigkeit
  • geringe Profiltiefe
  • Spurrillen
  • hohe Fahrzeugmasse
  • stark abgefahrene Reifen

15. Eis und überfrorene Nässe bleiben besonders kritisch

Auch ein guter Ganzjahresreifen kann die physikalisch stark reduzierte Haftung auf Eis nicht aufheben.

Fahrweise anpassen

Abstand, Geschwindigkeit, Lenkbewegungen und Bremsmanöver müssen den tatsächlichen Bedingungen angepasst werden.

Stadt, Land und Bergregion unterscheiden

Der tatsächliche Winteranteil entscheidet mit über die Eignung des Reifenkonzepts.

16. Stadtverkehr im Flachland ist ein anderes Winterprofil

Typisch sind:

  • häufig geräumte Straßen
  • geringere Höhenlage
  • kurze Strecken
  • Stop-and-go
  • wechselnde Nässe und Kälte

Auch hier können allerdings frühmorgens Glätte oder Schneematsch auftreten.

17. Ländliche Nebenstrecken können anspruchsvoller sein

Gerade im gewerblichen Einsatz fahren Transporter häufig:

  • vor dem Räumdienst
  • auf Nebenstraßen
  • auf Baustellenzufahrten
  • über ungeräumte Betriebsgelände
  • auf höher gelegenen Strecken
Einsatzgebiet realistisch beurteilen

Der Winteranteil des Fahrzeugs sollte nicht nur nach dem Wohn- oder Firmenstandort beurteilt werden.

18. Regelmäßige Fahrten in Bergregionen stellen höhere Anforderungen

Hier können häufiger zusammentreffen:

  • Schnee
  • Steigungen
  • Gefälle
  • enge Kurven
  • wechselnde Fahrbahnbedingungen
  • starke Beladung
Ganzjahreskonzept kritisch zum Einsatzprofil abgleichen

Bei regelmäßig anspruchsvollem Winterbetrieb sollte geprüft werden, ob eine saisonale Winterbereifung besser zum Fahrzeugprofil passt.

Traktion ist nur ein Teil der Winterbeurteilung

Auch Bremsen und Seitenführung müssen funktionieren.

19. Gute Anfahrtraktion sagt nicht alles

Ein Transporter kann auf Schnee noch gut anfahren und trotzdem beim Bremsen oder in Kurven wenig Reserve besitzen.

Nicht nur danach beurteilen, ob das Fahrzeug losfährt

Wintertauglichkeit umfasst Traktion, Bremsverhalten, Seitenführung und Fahrzeugkontrolle.

20. Antriebsachse und Lenkachse erfüllen unterschiedliche Aufgaben

Je nach Antriebskonzept übernehmen die Reifen unterschiedliche Hauptaufgaben.

Bei der Beurteilung wichtig:

  • Anfahrtraktion
  • Lenkpräzision
  • Bremskraftübertragung
  • Seitenführung
  • gleichmäßige Profiltiefen

Ungleichmäßiger Verschleiß wird im Winter besonders relevant

Ein Transporterreifen kann außen gut aussehen und innen deutlich stärker abgefahren sein.

21. Innenschulter kontrollieren

Mögliche Ursachen für erhöhten Verschleiß innen:

  • Spur
  • Sturz
  • Fahrwerksverschleiß
  • hohe Belastung
  • Luftdruck
Winterreserve muss über die gesamte Lauffläche vorhanden sein

Eine gute Profiltiefe an einer sichtbaren Stelle sagt wenig, wenn ein anderer Bereich bereits stark abgenutzt ist.

22. Unterschiedliche Profiltiefen zwischen den Achsen beobachten

Ganzjahresreifen können je nach Fahrzeug und Fahrprofil unterschiedlich schnell verschleißen.

Regelmäßig vergleichen

Besonders bei hoher Jahreslaufleistung sollten Vorder- und Hinterachse nicht erst zum Winterbeginn kontrolliert werden.

Hohe Jahreslaufleistung und Winterreserve

Der Reifen fährt Sommer und Winter auf demselben Fahrzeug weiter.

23. Sommerkilometer verbrauchen Winterprofil

Bei Ganzjahresreifen gibt es keine getrennte Profiltiefe für Sommer und Winter.

Ein Transporter kann:

  • im Frühjahr mit gutem Profil starten
  • über Sommer viele tausend Kilometer fahren
  • im Herbst deutlich weniger Profil besitzen
  • im Winter trotzdem weiter eingesetzt werden
Darum frühzeitig messen

Gerade bei Kurier-, Service- und Montagefahrzeugen mit hoher Kilometerleistung sollte die Winterreserve bereits vor dem Herbst bewertet werden.

24. Saisonaler Räderwechsel als Kontrolltermin fällt weg

Bei Ganzjahresreifen gibt es keinen automatischen Wechseltermin, bei dem jeder Reifen vom Fahrzeug genommen und genauer angesehen wird.

Eigene Winterkontrolle einplanen

Profiltiefe, Luftdruck, Flanken, Reifenalter und Verschleißbild sollten bewusst geprüft werden.

Alter und Winterbetrieb

Das Herstellungsdatum allein entscheidet nicht über die Verwendbarkeit.

25. Reifenzustand und Alter gemeinsam betrachten

Zu kontrollieren sind:

  • Risse im Profilgrund
  • Seitenwandrisse
  • Gummizustand
  • Beschädigungen
  • Profiltiefe
  • gleichmäßiger Verschleiß

26. Älterer Reifen plus geringe Profiltiefe ergibt weniger Reserve

Mehrere ungünstige Faktoren können gleichzeitig auftreten:

  • Alterung
  • hoher Abrieb
  • starke Jahreslaufleistung
  • Winterbetrieb
  • hohe Beladung
Nicht nur einen einzelnen Wert betrachten

Für die Entscheidung sollte der gesamte technische Zustand berücksichtigt werden.

Anhängerbetrieb im Winter

Transporter plus Anhänger stellt bei Schnee zusätzliche Anforderungen.

27. Stützlast und Hinterachslast berücksichtigen

Beim Anhängerbetrieb verändern sich:

  • Hinterachsbelastung
  • Fahrzeugbalance
  • Bremsverhalten
  • Seitenführung
  • Anforderungen an den Reifenfülldruck
Auf winterlicher Fahrbahn zusätzliche Reserven einplanen

Gespann, hohe Masse und reduzierte Fahrbahnhaftung können gleichzeitig wirken.

28. Seitenwind und Ausweichmanöver mit Gespann nicht unterschätzen

Bei winterlichen Straßenverhältnissen können zusätzliche Einflüsse hinzukommen:

  • Seitenwind
  • Spurrillen
  • Schneematsch
  • Lastwechsel
  • Überholvorgänge

Wann saisonale Winterreifen genauer geprüft werden sollten

Ganzjahresreifen sind nicht für jedes Transporterprofil automatisch die beste Lösung.

29. Regelmäßiger anspruchsvoller Winterbetrieb verändert die Bewertung

Eine getrennte Winterbereifung sollte besonders geprüft werden bei:

  • häufigen Fahrten in Schneeregionen
  • regelmäßiger Mittelgebirgs- oder Alpennutzung
  • frühen Fahrten auf ungeräumten Straßen
  • hoher Beladung
  • hoher Jahreslaufleistung
  • regelmäßigem Anhängerbetrieb
Entscheidend ist der tatsächliche Einsatz

Dass ein Transporter mit Ganzjahresreifen technisch betrieben werden kann, bedeutet nicht automatisch, dass dieses Konzept für jedes Einsatzprofil optimal ist.

30. Regionaler Einsatz kann anders zu bewerten sein

Bei moderater Laufleistung, überwiegend geräumten Straßen und wenig anspruchsvollem Wintereinsatz können Ganzjahresreifen dagegen eine praktische Lösung darstellen.

Keine pauschale Empfehlung

Fahrzeug, Reifen, Zustand und Einsatzgebiet müssen zusammenpassen.

Typische Wintersituationen im Überblick

Je nach Einsatz unterscheiden sich die wichtigsten Prüfpunkte.

31. Transporter-Ganzjahresreifen im Winter praktisch beurteilen

Situation Typische Anforderung Besonders prüfen
Stadt im Flachland Nässe, Kälte, gelegentlich Schnee 3PMSF, Profil, Luftdruck
Ländliche Nebenstraßen häufiger Schnee und Matsch Profilreserve und Traktion
Gebirge Schnee, Steigungen, Gefälle Winterkonzept kritisch prüfen
Voll beladener Transporter hohe Masse und Achslast Reifendruck und Tragfähigkeit
Frischer Schnee Traktion und Seitenführung Profiltiefe und Fahrweise
Schneematsch Wasser- und Schneeableitung Profilreserve und Geschwindigkeit
Eis sehr geringe Haftung Geschwindigkeit und Abstand
Anhängerbetrieb höhere Gesamtmasse Stützlast und Hinterachslast
Hohe Jahreslaufleistung schneller Profilabbau Winterreserve frühzeitig messen
Älterer Reifen mögliche Alterung Risse und Gesamtzustand

FT-Prüfreihenfolge vor dem Wintereinsatz

So lässt sich ein Transporter-Ganzjahresreifen systematisch auf den Winter vorbereiten.

32. Vor dem ersten Wintereinsatz vollständig kontrollieren

3PMSF-Kennzeichnung prüfen

Alpine-Symbol direkt am montierten Reifen kontrollieren.

Reifendimension prüfen

Zulässige und passende Dimension sicherstellen.

Lastindex kontrollieren

Tragfähigkeit muss zur Fahrzeugausführung passen.

Geschwindigkeitsindex prüfen

Technische Vorgaben berücksichtigen.

Profiltiefe innen messen

Verdeckten Verschleiß erkennen.

Profiltiefe mittig messen

Restprofil der Hauptlauffläche beurteilen.

Profiltiefe außen messen

Schulterverschleiß erfassen.

Vorder- und Hinterachse vergleichen

Unterschiedliche Abnutzung berücksichtigen.

Reifenflanken kontrollieren

Risse, Schnitte, Beulen und Scheuerstellen ausschließen.

Reifenalter einordnen

Herstellungsdatum mit dem tatsächlichen Zustand zusammen betrachten.

Luftdruck kalt prüfen

Nach Fahrzeugvorgabe einstellen.

Beladung berücksichtigen

Dauerhafte Einbauten und aktuelle Zuladung einrechnen.

Vorder- und Hinterachslast beachten

Besonders starke Heckbelastung nicht übersehen.

Einsatzgebiet bewerten

Flachland, ländliche Region oder regelmäßige Schneeregion unterscheiden.

Anhängerbetrieb mit einplanen

Stützlast und zusätzliche Hinterachsbelastung berücksichtigen.

Winterreserve realistisch beurteilen

Nicht nur fragen, ob der Reifen noch legal nutzbar ist, sondern ob Zustand und Profil zum vorgesehenen Wintereinsatz passen.

33. Während des Winters regelmäßig nachkontrollieren

Luftdruck nach starkem Temperaturwechsel prüfen

Besonders bei deutlichem Kälteeinbruch erneut messen.

Profilverschleiß beobachten

Hohe Kilometerleistung kann die Winterreserve schnell verändern.

Reifeninnenseite ansehen

Ungleichmäßigen Abrieb früh erkennen.

RDKS-Warnungen klären

Nicht nur zurücksetzen, sondern Ursache prüfen.

Nach Bordstein- oder Schlaglochkontakt kontrollieren

Winterliche Straßenschäden können Reifen und Felge stark beanspruchen.

Bei verändertem Fahrverhalten reagieren

Neue Vibrationen, Ziehen oder ungewohnte Geräusche untersuchen lassen.

Vor Winterreise neu beurteilen

Eine lange Fahrt in Schneegebiete kann höhere Anforderungen stellen als der tägliche Regionalbetrieb.

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Häufige Fragen zu Transporter-Ganzjahresreifen im Winter

Was bedeutet 3PMSF bei einem Ganzjahresreifen?

3PMSF steht für die Alpine-Kennzeichnung mit Bergpiktogramm und Schneeflocke. Sie ist ein wichtiger technischer Nachweis für Wintereigenschaften des Reifens.

Reicht eine M+S-Kennzeichnung für den Winter aus?

Bei der heutigen Beurteilung sollte auf die Alpine-Kennzeichnung 3PMSF geachtet werden. Die reine M+S-Kennzeichnung ist damit nicht gleichzusetzen.

Ist ein Reifen mit 3PMSF automatisch immer wintertauglich?

Die Kennzeichnung allein genügt nicht für die praktische Zustandsbeurteilung. Profiltiefe, Alter, Verschleiß und Beschädigungen müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

Warum ist die Profilreserve bei Ganzjahresreifen wichtig?

Der gleiche Reifen wird auch im Sommer gefahren. Hohe Sommerlaufleistung kann deshalb die Profilreserve für den folgenden Winter deutlich reduzieren.

Warum sollte die Profiltiefe innen und außen gemessen werden?

Transporterreifen können ungleichmäßig verschleißen. Eine einzelne Messstelle kann dadurch ein falsches Bild vermitteln.

Spielt Beladung auf Schnee eine große Rolle?

Ja. Mit zunehmender Fahrzeugmasse müssen beim Bremsen, Lenken und Ausweichen größere Kräfte übertragen werden.

Hat ein schwerer Transporter automatisch bessere Traktion?

Eine höhere Radlast kann einzelne Effekte beeinflussen, ersetzt aber keine ausreichende Reifenhaftung. Gleichzeitig muss beim Bremsen mehr Masse kontrolliert werden.

Warum ist die Hinterachslast wichtig?

Werkzeug, Material und Einbauten befinden sich bei Transportern häufig im hinteren Fahrzeugbereich und können die Hinterachse stark belasten.

Was hat der Luftdruck mit Winterbetrieb zu tun?

Der richtige Reifenfülldruck ist auch im Winter wichtig für Reifenform, Belastung, Fahrverhalten und Verschleiß.

Warum sollte nach einem Kälteeinbruch der Luftdruck geprüft werden?

Starke Temperaturänderungen können den gemessenen Reifenfülldruck beeinflussen.

Ist Schneematsch problematischer als trockener Schnee?

Schneematsch kann besonders anspruchsvoll sein, weil der Reifen Wasser und Schnee gleichzeitig verdrängen muss. Profiltiefe und Geschwindigkeit spielen dabei eine wichtige Rolle.

Warum ist Eis besonders kritisch?

Auf Eis ist die verfügbare Haftung stark reduziert. Auch gute Winter- oder Ganzjahresreifen können diese physikalische Grenze nicht aufheben.

Sind Ganzjahresreifen für Bergregionen geeignet?

Das hängt vom konkreten Reifen, Fahrzeug, Zustand und Einsatzprofil ab. Bei regelmäßig anspruchsvollem Schnee- und Bergeinsatz sollte eine saisonale Winterbereifung genauer geprüft werden.

Was ist bei hoher Jahreslaufleistung zu beachten?

Die Profilreserve sollte bereits vor dem Winter kontrolliert werden, weil die Sommerkilometer den gleichen Reifensatz abnutzen.

Was ist beim Anhängerbetrieb im Winter wichtig?

Stützlast, Hinterachslast, Gesamtmasse, Reifenfülldruck und die verringerte Fahrbahnhaftung sollten gemeinsam berücksichtigt werden.

Warum ersetzt 3PMSF keine Sichtkontrolle?

Die Kennzeichnung sagt nichts über aktuelle Schäden, ungleichmäßigen Verschleiß, Risse oder den tatsächlichen Restprofilzustand aus.

Wann sollte man statt Ganzjahresreifen Winterreifen erwägen?

Insbesondere bei hoher Winterfahrleistung, regelmäßigen Schneeregionen, Bergstrecken, hoher Beladung oder anspruchsvollem gewerblichem Wintereinsatz sollte eine getrennte Winterbereifung geprüft werden.

Technischer Hinweis

Diese Praxisinformationen ersetzen keine fahrzeug-, reifen- oder situationsspezifische Prüfung. Maßgeblich sind die zulässigen Reifendimensionen, Last- und Geschwindigkeitsanforderungen, Fahrzeug- und Reifenherstellerangaben, zulässigen Gesamt- und Achslasten, die vorgesehenen Reifenfülldrücke sowie die jeweils geltenden Anforderungen an Winterbereifung. Bei stark abgefahrenen, beschädigten oder auffälligen Reifen sollte vor weiterem Wintereinsatz eine fachkundige Beurteilung erfolgen.

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