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Motorradreifen-Größen verstehen – 120/70 ZR17, 180/55 ZR17 & Co. richtig lesen

FT Wissenswelt – Motorradreifen

Motorradreifen-Größen verstehen – was bedeutet 120/70 ZR17 oder 180/55 ZR17?

Eine Motorradreifen-Größe wie 120/70 ZR17 sieht zunächst wie eine einfache Zahlenfolge aus. Tatsächlich beschreibt sie mehrere grundlegende Eigenschaften des Reifens: nominelle Reifenbreite, Verhältnis von Reifenhöhe zu Reifenbreite, Bauart und Felgendurchmesser.

Zusammen mit weiteren Kennzeichnungen wie M/C, Load Index und Speed Symbol entsteht daraus eine technische Reifenbezeichnung. Gerade beim Motorrad ist wichtig, diese Angaben nicht einzeln zu betrachten: Reifengröße, Bauart, Tragfähigkeit, Geschwindigkeit sowie Vorder- und Hinterradzuordnung müssen zum Fahrzeug passen.

120

Nominelle Reifenbreite in Millimetern.

70

Querschnittsverhältnis: Die Reifenhöhe beträgt nominell 70 Prozent der Reifenbreite.

ZR17

Kennzeichnung innerhalb der Größenangabe für Bauart beziehungsweise Geschwindigkeitskategorie und einen Felgendurchmesser von 17 Zoll.

Eine Motorradreifen-Größe beschreibt nicht nur, ob ein Reifen auf eine bestimmte Felge passt. Sie gehört zur technischen Abstimmung zwischen Reifen, Felge und Motorrad.

Beispiel: 120/70 ZR17 M/C (58W) Schritt für Schritt erklärt

Kennzeichnung Bedeutung
120 Nominelle Reifenbreite in Millimetern.
70 Querschnittsverhältnis. Die nominelle Querschnittshöhe entspricht 70 Prozent der nominellen Reifenbreite.
ZR Z kennzeichnet die Zugehörigkeit zu einer hohen Geschwindigkeitskategorie; R bezeichnet die Radialbauweise. Die konkrete zulässige Höchstgeschwindigkeit wird zusätzlich über die vollständige Reifenkennzeichnung und insbesondere das Speed Symbol bestimmt.
17 Felgendurchmesser in Zoll.
M/C Kennzeichnung für einen Motorradreifen – Motorcycle.
58 Load Index, also die Kennzahl für die Tragfähigkeit des Reifens.
W Speed Symbol beziehungsweise Geschwindigkeitsindex.
Wichtig: Load Index und Speed Symbol werden in Nummer 2 der FT Wissenswelt Motorradreifen ausführlich behandelt. Hier geht es zunächst darum, die gesamte Größen- und Kennzeichnungssystematik zu verstehen.

Die erste Zahl – was bedeutet 120 bei einem Motorradreifen?

Ist ein 120er Reifen exakt 120 Millimeter breit?

Nicht zwingend.

Die Zahl 120 bezeichnet die nominelle Reifenbreite in Millimetern. Die tatsächlichen Abmessungen eines montierten Reifens können davon abweichen.

Einfluss haben unter anderem:

  • Reifenkonstruktion
  • Reifenmodell
  • Hersteller
  • vorgesehene beziehungsweise verwendete Felgenbreite

Können zwei Reifen der Größe 120/70 ZR17 unterschiedlich breit ausfallen?

Ja. Zwei Reifen mit derselben nominellen Größenbezeichnung müssen in ihren tatsächlichen Abmessungen nicht millimetergenau identisch sein.

„120“ bedeutet deshalb nicht, dass jeder Reifen dieser Größe im montierten Zustand exakt 120 Millimeter misst.

Die zweite Zahl – was bedeutet /70?

Ist 70 die Höhe des Reifens in Millimetern?

Nein.

Die 70 bezeichnet das Verhältnis der nominellen Querschnittshöhe zur nominellen Reifenbreite in Prozent.

Bei einer Größe 120/70 ergibt sich rechnerisch:

120 mm × 70 % = 84 mm

Die nominelle Querschnittshöhe beträgt damit rechnerisch 84 Millimeter.

Und bei 180/55?

Hier lautet die Rechnung:

180 mm × 55 % = 99 mm

Die Zahl hinter dem Schrägstrich ist also ein Verhältniswert und keine direkte Höhenangabe in Millimetern.

Warum 180/55 und 180/60 nicht einfach derselbe Reifen mit einer anderen Zahl sind

Wird bei gleicher nomineller Breite das Querschnittsverhältnis verändert, verändert sich auch die nominelle Querschnittshöhe.

180/55

180 × 0,55 = 99 mm nominelle Querschnittshöhe.

180/60

180 × 0,60 = 108 mm nominelle Querschnittshöhe.

Der Unterschied beträgt rechnerisch bereits 9 Millimeter pro Reifenquerschnitt.

Damit kann sich unter anderem der Gesamtdurchmesser des Reifens verändern.

Warum ist das beim Motorrad besonders interessant?

Ein anderer Reifenquerschnitt kann nicht nur die Abmessungen verändern. Motorradreifen besitzen außerdem eine gezielt entwickelte Kontur, die für das Fahrverhalten in Geradeausfahrt und Schräglage eine wichtige Rolle spielt.

180/55 und 180/60 sollten deshalb nicht als beliebig austauschbare Größen betrachtet werden.

Wie die Reifenkontur Einlenkverhalten, Schräglage und Aufstandsfläche beeinflusst, behandeln wir in einem eigenen Artikel der FT Wissenswelt Motorradreifen.

Was bedeutet R bei einem Motorradreifen?

Das R steht für die Radialbauweise.

Es beschreibt damit nicht das Profil oder die Reifenform, sondern den konstruktiven Aufbau der Karkasse.

Ist R Bestandteil der Reifengröße?

Ja. Die Bauart ist ein wesentlicher Bestandteil der vollständigen Größenbezeichnung.

Beispiele:

  • 120/70 R17
  • 180/55 ZR17
  • 190/55 ZR17
Radial-, Diagonal- und Diagonal-Gürtelreifen unterscheiden sich konstruktiv deutlich. Dieses Thema behandeln wir deshalb separat in Nummer 3 der Motorradreifen-Wissenswelt.

Was bedeutet ZR bei Motorradreifen?

Die Kennzeichnung ZR besteht aus zwei Bestandteilen.

Was bedeutet Z?

Das Z innerhalb der Größenbezeichnung weist auf eine Auslegung innerhalb einer hohen Geschwindigkeitskategorie hin.

Was bedeutet R?

Das R kennzeichnet die Radialbauweise.

Ist ZR allein die genaue Geschwindigkeitsfreigabe?

Nein.

Für die konkrete Geschwindigkeitszuordnung muss die vollständige Kennzeichnung des Reifens betrachtet werden, insbesondere das nachgestellte Speed Symbol.

Ein Beispiel ist:

120/70 ZR17 M/C (58W)

ZR und das nachgestellte Speed Symbol sollten deshalb nicht miteinander verwechselt werden. Die konkrete Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitskennzeichnung behandeln wir im nächsten Wissenswelt-Artikel ausführlich.

Was bedeuten Bindestrich und B in Motorradreifen-Größen?

Nicht jeder Motorradreifen trägt ein R in seiner Größenbezeichnung.

Je nach Konstruktion können beispielsweise Größen vorkommen wie:

130/90-16

oder:

150/80 B16

Was bedeutet der Bindestrich?

Ein Bindestrich innerhalb einer solchen Größenbezeichnung kennzeichnet die Diagonalbauweise.

Was bedeutet B?

B steht für eine Diagonal-Gürtelbauweise, häufig auch als Bias-Belted bezeichnet.

Beispiel Bauart
120/70 R17 Radialreifen
130/90-16 Diagonalreifen
150/80 B16 Diagonal-Gürtelreifen
Die Bauart ist kein nebensächlicher Buchstabe in der Größenbezeichnung. Sie beschreibt einen grundlegenden Teil der Reifenkonstruktion.

Was bedeutet die 17 bei 120/70 ZR17?

Die 17 bezeichnet den nominellen Felgendurchmesser in Zoll.

Damit treffen in derselben Größenbezeichnung zwei Maßeinheiten aufeinander:

120

Reifenbreite in Millimetern.

17

Felgendurchmesser in Zoll.

Kann ein 17-Zoll-Reifen auf eine 16- oder 18-Zoll-Felge?

Nein. Der Felgendurchmesser von Reifen und Felge muss zueinander passen.

Die letzte Zahl der Größenbezeichnung darf deshalb nicht mit der Reifenbreite oder dem Außendurchmesser verwechselt werden.

Was bedeutet M/C auf einem Motorradreifen?

M/C steht für Motorcycle und kennzeichnet den Reifen als Motorradreifen.

Warum ist diese Kennzeichnung wichtig?

Motorradreifen sind hinsichtlich ihrer Konstruktion und ihres Einsatzes speziell auf Zweiradfahrzeuge ausgelegt.

Dazu gehören unter anderem Anforderungen an:

  • Reifenkontur
  • Schräglagenverhalten
  • Lenk- und Seitenführungskräfte
  • Brems- und Antriebskräfte
M/C ist deshalb keine Modellbezeichnung eines Herstellers, sondern Bestandteil der technischen Reifenkennzeichnung.

Warum sind Vorder- und Hinterradgrößen beim Motorrad unterschiedlich?

Bei vielen Motorrädern besitzt das Vorderrad eine andere Reifendimension als das Hinterrad.

Ein typisches Größenpaar kann beispielsweise sein:

vorne 120/70 ZR17 – hinten 180/55 ZR17

Warum ist der Hinterreifen häufig breiter?

Vorder- und Hinterreifen übernehmen unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb des Gesamtsystems Motorrad.

Der Vorderreifen muss unter anderem:

  • Lenkkräfte übertragen
  • hohe Bremskräfte aufnehmen
  • präzise Seitenführung ermöglichen

Der Hinterreifen muss zusätzlich einen wesentlichen Teil der Antriebskräfte übertragen.

Ist deshalb einfach der breiteste Hinterreifen am besten?

Nein.

Reifenbreite, Kontur, Felgenbreite und Fahrwerksgeometrie gehören zur Fahrzeugabstimmung.

Ein breiterer Reifen ist deshalb nicht automatisch eine technische Verbesserung.

Warum die Felgenbreite zur Motorradreifen-Größe passen muss

Reicht der richtige Felgendurchmesser?

Nein.

Neben dem Durchmesser spielt auch die Felgenbreite eine wichtige Rolle.

Die Felgenbreite beeinflusst, wie sich der Reifen auf der Felge positioniert und welche Kontur er im montierten Zustand einnimmt.

Was kann bei einer unpassenden Felgenbreite passieren?

Die vorgesehene Reifenform kann verändert werden.

Beim Motorrad ist das besonders relevant, weil die Reifenkontur unmittelbar mit dem Verhalten beim Einlenken und in Schräglage zusammenhängt.

Ein Reifen sollte deshalb nicht allein deshalb montiert werden, weil Felgen- und Reifeninnendurchmesser übereinstimmen. Die Reifengröße muss für die betreffende Felgenbreite vorgesehen sein.

Warum gleiche Größen verschiedener Hersteller nicht völlig identisch sein müssen

Ein 180/55 ZR17 von Hersteller A und ein 180/55 ZR17 von Hersteller B tragen dieselbe nominelle Größenbezeichnung.

Trotzdem können sich die konkreten technischen Abmessungen und die Reifenkontur unterscheiden.

Warum?

Weil die Größenbezeichnung eine standardisierte nominelle Einordnung darstellt, aber nicht jedes konstruktive Detail des Reifens festlegt.

Unterschiede können beispielsweise entstehen durch:

  • Karkassenkonstruktion
  • Gürtelaufbau
  • Profilgestaltung
  • Reifenkontur
  • Herstellerauslegung
Gleiche Größenbezeichnung bedeutet deshalb nicht automatisch identische reale Abmessungen oder identisches Fahrverhalten.

Warum die Reifenkontur beim Motorrad so wichtig ist

Ein Motorradreifen fährt nicht nur auf der Mitte seiner Lauffläche.

Beim Einlenken und in Schräglage wandert der Kontaktbereich über die gekrümmte Lauffläche.

Was beeinflusst die Kontur?

Unter anderem:

  • Einlenkverhalten
  • Übergang in Schräglage
  • Handlichkeit
  • Stabilität
  • Kontaktbereich in unterschiedlichen Schräglagen

Warum sagt die reine Reifenbreite darüber wenig aus?

Zwei Reifen mit derselben nominellen Breite können unterschiedlich konturiert sein.

Beim Motorrad ist die Größenbezeichnung deshalb nur ein Teil der Reifencharakteristik. Die konkrete Reifenkontur ist ein eigenes technisches Thema.

Kann man einfach eine andere Motorradreifen-Größe montieren?

Eine andere Reifendimension kann verschiedene technische Größen verändern.

Dazu können gehören:

  • Reifenbreite
  • Reifenhöhe
  • Außendurchmesser
  • Abrollumfang
  • Reifenkontur
  • Freigängigkeit
  • Fahrverhalten

Was muss zusätzlich beachtet werden?

Eine andere Größe muss technisch und rechtlich für das betreffende Motorrad zulässig sein.

Eine Motorradreifen-Umrüstung ist deshalb nicht allein eine Frage davon, ob der Reifen mechanisch zwischen Schwinge, Gabel oder Schutzblech passt.

Reifenfreigaben, zulässige Reifenkombinationen und die Besonderheiten der rechtlichen Vorgaben behandeln wir in einem eigenen Artikel der FT Wissenswelt Motorradreifen.

Was sagen Load Index und Speed Symbol hinter der Größe?

Nach der eigentlichen Größenbezeichnung folgen häufig weitere Angaben.

Beispiel:

120/70 ZR17 M/C (58W)

Was bedeutet 58?

Die 58 ist der Load Index. Er ist eine Kennzahl für die Tragfähigkeit des Reifens.

Was bedeutet W?

W ist das Speed Symbol und kennzeichnet eine Geschwindigkeitskategorie.

Warum reicht die Größenangabe ohne diese Werte nicht?

Weil zwei Reifen derselben Dimension unterschiedliche technische Ausführungen besitzen können.

Die vollständige Reifenwahl berücksichtigt deshalb nicht nur 120/70 ZR17, sondern auch Tragfähigkeit und Geschwindigkeitsauslegung.

Was bedeutet TL oder TT bei Motorradreifen?

Neben der Größenbezeichnung können Motorradreifen als TL oder TT gekennzeichnet sein.

TL – Tubeless

TL kennzeichnet einen Reifen, der grundsätzlich für schlauchlosen Betrieb auf einer dafür geeigneten Felge vorgesehen ist.

TT – Tube Type

TT steht für Tube Type und kennzeichnet eine Reifenausführung für den Betrieb mit Schlauch.

Bedeutet TL automatisch, dass kein Schlauch verwendet wird?

Die tatsächliche Ausführung des Rades muss berücksichtigt werden. Entscheidend ist nicht nur die Reifenkennzeichnung, sondern auch die Konstruktion der Felge beziehungsweise des kompletten Rades.

Das ist insbesondere bei unterschiedlichen Speichenradkonstruktionen wichtig.

TL beschreibt die Reifenausführung. Ob ein Motorrad tatsächlich schlauchlos betrieben werden kann, hängt auch vom dafür geeigneten Rad- beziehungsweise Felgensystem ab.

TL, TT, Schläuche, Speichenräder und unterschiedliche Felgensysteme behandeln wir deshalb ausführlich in einem eigenen Wissenswelt-Artikel.

Wo findet man die Motorradreifen-Größe?

Die Größenbezeichnung befindet sich auf der Seitenwand des Reifens.

Dort stehen neben der Dimension weitere technische Kennzeichnungen.

Bei der Reifenbestellung sollte deshalb nicht nur ein Teil der Beschriftung abgelesen werden.

Welche Angaben sind für die Auswahl besonders hilfreich?

  • vollständige Reifengröße vorne
  • vollständige Reifengröße hinten
  • Load Index
  • Speed Symbol
  • gegebenenfalls weitere fahrzeug- oder reifenspezifische Kennzeichnungen
Gerade bei älteren Motorrädern, Umbauten oder abweichenden Dimensionen sollte zusätzlich geprüft werden, welche Bereifung für das konkrete Fahrzeug zulässig ist.

Die wichtigsten Motorradreifen-Kennzeichnungen auf einen Blick

Kennzeichnung Beispiel Bedeutung
Breite 120 Nominelle Reifenbreite in Millimetern
Querschnitt 70 Verhältnis der nominellen Querschnittshöhe zur nominellen Breite in Prozent
Radial R Radialbauweise
Diagonal - Diagonalbauweise
Diagonal-Gürtel B Bias-Belted-Bauweise
Hohe Geschwindigkeitskategorie Z Kennzeichnung innerhalb der Größenbezeichnung; konkrete Geschwindigkeitszuordnung über die vollständige Kennzeichnung beachten
Felgendurchmesser 17 Nomineller Felgendurchmesser in Zoll
Motorradreifen M/C Motorcycle
Tragfähigkeit 58 Load Index
Geschwindigkeit W Speed Symbol
Schlauchlos TL Tubeless-Reifenausführung
Schlauch TT Tube-Type-Reifenausführung für den Betrieb mit Schlauch

Motorradreifen-Größe richtig lesen – die technische Reihenfolge

Am Beispiel:

120/70 ZR17 M/C (58W)

ergibt sich:

120 → nominelle Reifenbreite

70 → Verhältnis von Querschnittshöhe zu Reifenbreite

Z → hohe Geschwindigkeitskategorie innerhalb der Größenkennzeichnung

R → Radialbauweise

17 → Felgendurchmesser

M/C → Motorradreifen

58 → Load Index

W → Speed Symbol

Für die tatsächliche Reifenwahl kommen anschließend weitere Fragen hinzu:

Vorderrad oder Hinterrad → Felgenbreite → Fahrzeugfreigabe → Reifenkombination → tatsächlicher Einsatz.

Die richtige Motorradbereifung entsteht deshalb nicht aus einer einzelnen Zahl auf der Seitenwand, sondern aus der vollständigen technischen Zuordnung von Reifen, Felge und Motorrad.

Motorradreifen bei FT-Reifen

Bei FT-Reifen finden Sie Motorradreifen in zahlreichen Größen und Ausführungen für unterschiedliche Motorräder und Einsatzbereiche.

Vor der Auswahl sollten insbesondere vollständige Reifengröße, Vorder- oder Hinterrad, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitsauslegung und die für das Motorrad zulässige Reifenkombination berücksichtigt werden.

Motorradreifen ansehen Motorradreifen nach Reifengröße, Hersteller und technischer Ausführung auswählen.

Häufige Fragen zu Motorradreifen-Größen

Was bedeutet 120/70 ZR17 bei einem Motorradreifen?

120 bezeichnet die nominelle Reifenbreite in Millimetern, 70 das Verhältnis der nominellen Querschnittshöhe zur Breite in Prozent, Z die Zugehörigkeit zu einer hohen Geschwindigkeitskategorie, R die Radialbauweise und 17 den Felgendurchmesser in Zoll.

Was bedeutet 180/55 bei einem Motorradreifen?

180 steht für die nominelle Reifenbreite in Millimetern. 55 bedeutet, dass die nominelle Querschnittshöhe rechnerisch 55 Prozent der Reifenbreite beträgt.

Ist ein 180er Motorradreifen genau 180 Millimeter breit?

Nicht zwingend. Die Zahl bezeichnet die nominelle Breite. Die tatsächlichen Abmessungen können je nach Hersteller, Reifenmodell, Konstruktion und Felgenbreite abweichen.

Was bedeutet ZR bei einem Motorradreifen?

Z kennzeichnet die Zugehörigkeit zu einer hohen Geschwindigkeitskategorie innerhalb der Größenbezeichnung, während R für Radialbauweise steht. Die konkrete Geschwindigkeitszuordnung ergibt sich aus der vollständigen Reifenkennzeichnung einschließlich Speed Symbol.

Was bedeutet M/C bei Reifen?

M/C steht für Motorcycle und kennzeichnet den Reifen als Motorradreifen.

Was bedeutet der Bindestrich in einer Motorradreifen-Größe?

Bei entsprechenden Größenkennzeichnungen steht der Bindestrich für Diagonalbauweise.

Was bedeutet B in einer Motorradreifen-Größe?

B kennzeichnet eine Diagonal-Gürtelbauweise, auch Bias-Belted genannt.

Was bedeutet 58W bei einem Motorradreifen?

58 ist der Load Index und W das Speed Symbol. Beide Angaben gehören zur technischen Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsauslegung des Reifens.

Kann ich statt 180/55 auch 180/60 montieren?

Das darf nicht allein anhand der Reifenbreite entschieden werden. Der geänderte Querschnitt verändert unter anderem Reifenhöhe und Außendurchmesser. Zusätzlich müssen technische und rechtliche Zulässigkeit für das konkrete Motorrad geprüft werden.

Warum haben Motorradreifen vorne und hinten unterschiedliche Größen?

Vorder- und Hinterreifen übernehmen unterschiedliche Aufgaben bei Lenkung, Bremsen, Antrieb und Seitenführung. Ihre Dimensionen und Konstruktionen sind Bestandteil der Fahrzeugabstimmung.

Die Motorradreifen-Größe ist mehr als Breite und Felgendurchmesser

Eine Größenbezeichnung wie:

120/70 ZR17 M/C (58W)

führt Schritt für Schritt durch die technischen Grundlagen:

Breite → Querschnitt → Bauart → Felgendurchmesser → Motorradkennzeichnung → Tragfähigkeit → Geschwindigkeit.

Für die richtige Reifenwahl kommen weitere Punkte hinzu:

Felgenbreite → Vorder-/Hinterradzuordnung → Fahrzeug → zulässige Reifenkombination.

Und gerade beim Motorrad spielt zusätzlich die konkrete Konstruktion eine große Rolle:

Reifenkontur → Karkasse → Profil → Fahrverhalten.

Deshalb sollte eine Motorradreifen-Größe nicht nur abgelesen, sondern als Teil der gesamten technischen Abstimmung zwischen Reifen, Felge und Motorrad verstanden werden.

FT-Reifen verbindet über 35 Jahre Erfahrung im Reifenhandel mit verständlichem Reifenwissen und praktischer Erfahrung.

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