Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zum Menü springen

Lastindex bei Transporter-Sommerreifen – Achslast, Einzel- und Zwillingsbereifung richtig verstehen

FT Wissenswelt – Transporter-Sommerreifen

Lastindex bei Transporter-Sommerreifen – Achslast, Einzel- und Zwillingsbereifung richtig verstehen

Der Lastindex – kurz LI – gehört zu den wichtigsten technischen Angaben eines Transporter-Sommerreifens. Er zeigt über eine genormte Kennzahl, welche Tragfähigkeit der jeweiligen Reifenausführung zugeordnet ist. Gerade bei Transportern mit Zuladung, Einbauten oder hoher Achslast darf der Lastindex deshalb nicht nur als Zahl hinter der Reifengröße betrachtet werden.

Zusätzlich findet man bei vielen C-Reifen einen Doppel-Lastindex, beispielsweise 109/107. Dabei steht der erste Wert für die Verwendung in Einzelbereifung und der zweite für die Verwendung in Zwillingsbereifung.

Lastindex

Eine Kennzahl, der innerhalb des entsprechenden Normsystems eine definierte Tragfähigkeit zugeordnet ist.

Achslast

Die tatsächliche Belastung einer Fahrzeugachse muss zur Tragfähigkeit der montierten Reifen passen.

109/107

Der Doppel-Lastindex unterscheidet die Tragfähigkeitszuordnung bei Einzel- und Zwillingsbereifung.

Lastindex ≠ Kilogrammzahl – der LI ist ein Code mit einer zugeordneten Tragfähigkeit.

Was bedeutet der Lastindex bei einem Transporter-Sommerreifen?

Warum steht hinter der Reifengröße noch eine Zahl?

Eine Reifenbezeichnung endet nicht mit der eigentlichen Dimension. Hinter Angaben wie 215/65 R16C folgen häufig weitere Zahlen und Buchstaben.

Ein typisches Beispiel ist:

215/65 R16C 109/107T

Die Zahlen 109/107 sind in diesem Beispiel die Lastindizes. Sie dürfen nicht als Kilogrammwerte gelesen werden.

Jedem Lastindex ist innerhalb einer festgelegten Zuordnung eine bestimmte Tragfähigkeit zugeordnet. Dadurch lässt sich feststellen, für welche Last die betreffende Reifenausführung vorgesehen ist.

Ein LI von 109 bedeutet nicht 109 kg. Der Zahlenwert ist eine Kennzahl, die über die Lastindex-Zuordnung in eine Tragfähigkeit übersetzt wird.

Warum ist der Lastindex beim Transporter besonders wichtig?

Welche Last muss ein Transporterreifen tatsächlich tragen?

Bei einem Transporter besteht die Belastung nicht nur aus dem Leergewicht des Fahrzeugs. Je nach Nutzung können zahlreiche zusätzliche Gewichte hinzukommen.

  • Fahrer und weitere Insassen
  • Werkzeuge und Maschinen
  • Regalsysteme und feste Fahrzeugeinbauten
  • Ladung und Waren
  • Aufbauten und Zusatzausstattung
  • weitere betriebsbedingte Zuladungen

Diese Gewichte verteilen sich über das Fahrzeug auf Vorder- und Hinterachse und letztlich auf die einzelnen Räder.

Fahrzeuggewicht + Einbauten + Personen + Ladung → Achslasten → Belastung der einzelnen Reifen

Deshalb ist die Tragfähigkeit bei einem Nutzfahrzeug kein theoretischer Nebenwert, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Reifenbestimmung.

Was ist der Unterschied zwischen Gesamtgewicht, Achslast und Radlast?

Warum darf man diese drei Werte nicht miteinander verwechseln?

Fahrzeuggesamtmasse

Beschreibt die Masse des gesamten Fahrzeugs im jeweiligen Beladungszustand.

Achslast

Beschreibt den Anteil der Fahrzeuglast, der auf eine bestimmte Achse wirkt.

Radlast

Beschreibt die Belastung, die tatsächlich auf ein einzelnes Rad beziehungsweise den dort montierten Reifen wirkt.

Warum reicht das Gesamtgewicht für die Reifenbeurteilung nicht?

Weil sich das Fahrzeuggewicht nicht automatisch gleichmäßig auf alle Räder verteilt. Motor, Antrieb, Aufbau, Tank, Einbauten und Ladungsposition beeinflussen die Lastverteilung.

Ein Fahrzeug kann beim Gesamtgewicht unauffällig erscheinen und trotzdem eine einzelne Achse stärker belasten. Für die Reifen ist deshalb die Lastverteilung entscheidend.

Kann man die Achslast einfach durch zwei teilen?

Wie entsteht die theoretische Radlast bei Einzelbereifung?

Bei einer Achse mit zwei einzeln bereiften Rädern lässt sich die Achslast rechnerisch zunächst durch zwei teilen. Dadurch erhält man eine theoretische gleichmäßige Radlast.

Achslast ÷ 2 = theoretische Radlast bei gleichmäßiger Lastverteilung

In der Praxis muss die Belastung jedoch nicht auf beiden Fahrzeugseiten exakt gleich sein.

Unterschiede können beispielsweise entstehen durch:

  • einseitig angeordnete Regalsysteme
  • Werkzeuge oder Maschinen auf einer Fahrzeugseite
  • ungleichmäßig verteilte Ladung
  • besondere Auf- oder Einbauten
  • unterschiedliche Betriebszustände
Die rechnerische Halbierung der Achslast ist ein Grundmodell. Sie beweist nicht automatisch, dass beide Räder im realen Fahrzeugbetrieb exakt gleich belastet sind.

Was bedeutet ein Doppel-Lastindex wie 109/107?

Warum stehen bei vielen Transporterreifen zwei Lastindizes?

Bei entsprechenden C-Reifen kann die Reifenbezeichnung zwei Lastindizes enthalten. Das hängt mit der unterschiedlichen Verwendung bei Einzel- und Zwillingsbereifung zusammen.

109 – Einzelbereifung

Der erste Lastindex bezieht sich auf die Tragfähigkeitszuordnung, wenn der Reifen als Einzelreifen verwendet wird.

107 – Zwillingsbereifung

Der zweite Lastindex bezieht sich auf die Tragfähigkeitszuordnung bei entsprechender Verwendung in Zwillingsbereifung.

109/107 = Einzelbereifung / Zwillingsbereifung
109/107 bedeutet nicht Vorderachse/Hinterachse und auch nicht unbeladen/beladen.

Was ist Einzelbereifung?

Wie viele Reifen tragen die Achse?

Bei Einzelbereifung befindet sich auf jeder Seite der betreffenden Achse ein Reifen. Die Achse wird somit über zwei Reifen zur Fahrbahn abgestützt.

Einzelbereifung: 1 Reifen links + 1 Reifen rechts

Für diese Verwendung ist bei einem Doppel-Lastindex der erste Wert maßgeblich.

Ein Transporterreifen mit der Kennzeichnung 109/107 wird in entsprechender Einzelbereifung deshalb mit der Tragfähigkeitszuordnung des LI 109 betrachtet.

Was ist Zwillingsbereifung?

Warum werden auf einer Achsseite zwei Reifen nebeneinander eingesetzt?

Bei einer Zwillingsbereifung werden auf jeder Seite der betreffenden Achse zwei Reifen nebeneinander verwendet. Dadurch arbeiten auf dieser Achse insgesamt vier Reifen.

Zwillingsbereifung: 2 Reifen links + 2 Reifen rechts

Solche Systeme findet man bei bestimmten Nutzfahrzeug- und Transporteranwendungen, wenn die technische Fahrzeugkonstruktion dafür ausgelegt ist.

Bei einem Reifen mit Doppel-Lastindex ist für diese Anwendung der zweite Wert der entsprechenden Tragfähigkeitskennzeichnung vorgesehen.

Warum ist der Lastindex bei Zwillingsbereifung häufig niedriger?

Müssten zwei Reifen nebeneinander nicht einfach die doppelte Last tragen?

Die Lastverteilung zwischen zwei nebeneinander laufenden Reifen ist unter realen Betriebsbedingungen nicht in jedem Moment vollkommen identisch.

Unterschiede können beispielsweise beeinflusst werden durch:

  • unterschiedlichen Reifenverschleiß
  • Abweichungen beim tatsächlichen Reifendurchmesser
  • unterschiedliche Betriebsdrücke
  • Fahrbahnneigung
  • Unebenheiten der Fahrbahn
  • dynamische Belastungen während der Fahrt

Deshalb besitzt die Zwillingsbereifung eine eigene Tragfähigkeitszuordnung.

Bei Zwillingsbereifung darf nicht einfach die Tragfähigkeit eines einzelnen Reifens aus Einzelbereifung mit zwei multipliziert werden.

Warum müssen Zwillingsreifen technisch zueinander passen?

Was passiert bei unterschiedlichen Abrollverhältnissen?

Zwei Reifen einer Zwillingsbereifung arbeiten unmittelbar nebeneinander. Weichen ihre tatsächlichen Abrollverhältnisse deutlich voneinander ab, können sich die Belastungen innerhalb des Zwillingspaares ungünstig verteilen.

Deshalb sind bei einer solchen Bereifung unter anderem vergleichbare Betriebsbedingungen wichtig.

Reifengröße

Die verwendeten Reifen müssen zur vorgesehenen Zwillingsbereifung passen.

Verschleißzustand

Starke Unterschiede können die tatsächlichen Abrollverhältnisse verändern.

Fülldruck

Unterschiedliche Betriebsdrücke beeinflussen Verformung und Arbeitszustand der Reifen.

Die praktische Kontrolle und Bewertung einer Zwillingsbereifung gehört in die entsprechende Praxis- und Montagebetrachtung. Für das Verständnis des Lastindex ist entscheidend, dass beide Reifen als gemeinsames System auf einer Fahrzeugseite arbeiten.

Ist der Lastindex dasselbe wie die C-Kennzeichnung?

Warum müssen beide Angaben getrennt gelesen werden?

Nein. Die C-Kennzeichnung und der Lastindex erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

C

Kennzeichnet die entsprechende Commercial-Reifenausführung für leichte Nutzfahrzeuganwendungen.

Lastindex

Ordnet der konkreten Reifenausführung eine definierte Tragfähigkeit zu.

C = Reifenausführung   |   LI = Tragfähigkeitskennzahl

Die C-Kennzeichnung haben wir deshalb innerhalb der FT Wissenswelt Transporter-Sommerreifen bewusst als eigenes Fachthema getrennt behandelt.

Warum kann derselbe Reifen zwei unterschiedliche Lastindizes besitzen?

Ändert sich der Reifen, wenn er als Zwilling montiert wird?

Der Reifen selbst wird dadurch nicht zu einem anderen Reifen. Die Tragfähigkeitszuordnung unterscheidet jedoch zwischen den vorgesehenen Einsatzbedingungen in Einzel- und Zwillingsbereifung.

Deshalb kann auf derselben Reifenausführung beispielsweise 109/107 stehen.

Der Doppel-Lastindex beschreibt zwei vorgesehene Einsatzsituationen derselben Reifenausführung – nicht zwei verschiedene Reifen.

Kann man einen höheren Lastindex einfach als „besser“ betrachten?

Ist der Reifen mit der größeren LI-Zahl automatisch die bessere Wahl?

Nein. Ein höherer Lastindex ist zunächst eine technische Eigenschaft beziehungsweise Tragfähigkeitszuordnung. Er ist kein allgemeines Qualitätsurteil über einen Reifen.

Für die Reifenbestimmung müssen mehrere Angaben zusammenpassen:

  • Reifendimension
  • Reifenausführung
  • erforderlicher Lastindex
  • Speedindex
  • Felge und Radtragfähigkeit
  • Fahrzeuganforderungen
  • vorgesehener Einsatz
Mehr Tragfähigkeit allein macht einen Reifen nicht automatisch zum technisch richtigen Reifen für das Fahrzeug.

Welche Rolle spielt die Beladung für den Lastindex?

Warum ist die tatsächliche Nutzung des Transporters wichtig?

Ein leerer Handwerkertransporter und dasselbe Fahrzeug mit Werkzeugschränken, Maschinen und voller Zuladung können sehr unterschiedliche tatsächliche Radlasten aufweisen.

Der Lastindex muss deshalb zu den technischen Anforderungen des Fahrzeugs passen und darf nicht nur anhand des momentanen Leerzustands beurteilt werden.

Der Reifen wird für die erforderliche Belastbarkeit des Fahrzeugs bestimmt – nicht nur für die Fahrt im unbeladenen Zustand.

Kann falsche Ladungsverteilung einzelne Reifen stärker beanspruchen?

Ja. Wird schwere Ladung überwiegend weit hinten, weit vorne oder einseitig positioniert, verändert sich die Lastverteilung zwischen den Achsen beziehungsweise Fahrzeugseiten.

Genau deshalb sollten Gesamtmasse, Achslast und tatsächliche Radlast gedanklich voneinander getrennt werden.

Welche Verbindung besteht zwischen Lastindex und Fülldruck?

Bedeutet der Lastindex, dass der Reifen bei jedem beliebigen Druck dieselbe Last tragen kann?

Nein. Die Tragfunktion eines Luftreifens entsteht aus dem Zusammenspiel von Reifenkonstruktion und Luftfüllung. Die technische Belastbarkeit darf deshalb nicht losgelöst vom vorgesehenen Betriebsdruck betrachtet werden.

Bei steigender Radlast verändern sich die Anforderungen an den Betriebszustand des Reifens.

Der Lastindex ist kein Freibrief dafür, einen Reifen unabhängig vom vorgeschriebenen beziehungsweise technisch erforderlichen Fülldruck mit der zugeordneten Last zu betreiben.

Den Zusammenhang zwischen Tragfähigkeit, Fülldruck und Reifenverformung behandeln wir innerhalb dieser Wissenswelt bewusst in einem eigenen Fachthema.

Warum spielen Geschwindigkeit und Last zusammen?

Was passiert mit einem stark belasteten Sommerreifen bei längerer schneller Fahrt?

Ein Reifen wird während jeder Radumdrehung im Bereich seiner Aufstandsfläche verformt. Mit steigender Belastung und Geschwindigkeit können die mechanische und thermische Beanspruchung zunehmen.

Bei Transportern kommen insbesondere auf längeren Sommerfahrten mehrere Faktoren zusammen:

Hohe Radlast

Beansprucht die Reifenkonstruktion bei jeder Umdrehung.

Geschwindigkeit

Erhöht die Zahl der Belastungs- und Verformungszyklen innerhalb einer bestimmten Zeit.

Temperatur

Sommerliche Umgebung, Fahrbahn und innere Reifenarbeit beeinflussen gemeinsam den thermischen Betriebszustand.

Lastindex und Speedindex sollten deshalb nicht als vollkommen voneinander unabhängige Qualitätsangaben verstanden werden. Beide gehören zur technischen Auslegung und Verwendung des Reifens.

Warum reicht die Tragfähigkeit des Reifens allein nicht?

Welche Rolle spielt die Felge?

Reifen und Felge bilden gemeinsam das Rad. Ein ausreichend tragfähiger Reifen kann eine Felge mit unzureichender Radtragfähigkeit nicht technisch „verstärken“.

Deshalb müssen die Anforderungen an beide Bauteile separat erfüllt werden.

Reifen

Dimension, Reifenausführung, Lastindex, Speedindex und weitere Anforderungen müssen zum Fahrzeug passen.

Felge

Abmessungen, Fahrzeugzuordnung und erforderliche Radtragfähigkeit müssen ebenfalls geeignet sein.

Tragfähiger Reifen + ungeeignete Felge = keine technisch passende Radkombination

Warum kann die Hinterachse eines Transporters besonders relevant sein?

Wie beeinflusst die Position der Ladung die Achslast?

Bei vielen Transportern befindet sich ein großer Teil des nutzbaren Laderaums hinter den Vordersitzen. Schwere Ladung oder feste Einbauten können dadurch die Belastung der Hinterachse deutlich beeinflussen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Hinterachse grundsätzlich immer stärker belastet sein muss. Fahrzeugbauart, Antrieb, Motorposition, Aufbau und Beladung entscheiden über die tatsächliche Lastverteilung.

Die Reifenwahl sollte nicht auf der Annahme beruhen, welche Achse vermutlich schwerer ist. Maßgeblich sind die technischen Anforderungen der konkreten Fahrzeugausführung.

Wie liest man Lastindex und Reifengröße gemeinsam?

Beispiel: 215/65 R16C 109/107T

215/65 R16

Beschreibt wesentliche Bestandteile der Reifendimension und die Radialbauart.

C

Kennzeichnet die entsprechende Commercial-Ausführung.

109/107

Lastindizes für die entsprechende Einzel- beziehungsweise Zwillingsbereifung.

T

Speedindex beziehungsweise Geschwindigkeitskategorie der Reifenausführung.

Achslast

Muss mit der verfügbaren Tragfähigkeit der vorgesehenen Bereifung zusammenpassen.

Fahrzeugzuordnung

Bleibt die Grundlage dafür, welche Reifenausführung tatsächlich verwendet werden darf.

Reifengröße lesen → Reifenausführung prüfen → Lastindex prüfen → Speedindex prüfen → Fahrzeuganforderungen abgleichen

Welche typischen Denkfehler gibt es beim Lastindex?

„109 bedeutet 109 kg“

Falsch. Der Lastindex ist eine Kennzahl und keine direkte Kilogrammangabe.

„109/107 = vorne/hinten“

Falsch. Der Doppelwert unterscheidet Einzel- und Zwillingsbereifung.

„C reicht als Tragfähigkeitsangabe“

Falsch. Die Commercial-Kennzeichnung ersetzt den Lastindex nicht.

„Gesamtgewicht reicht“

Zu einfach. Auch Achslasten und deren Verteilung müssen berücksichtigt werden.

„Höherer LI ist immer besser“

Der Lastindex ist kein Qualitätsranking, sondern eine technische Tragfähigkeitskennzahl.

„Reifen trägt genug, also passt das Rad“

Auch Felge, Dimension und gesamte Fahrzeugzuordnung müssen technisch geeignet sein.

Häufige Fragen zum Lastindex bei Transporter-Sommerreifen

Was bedeutet der Lastindex bei einem Transporterreifen?

Der Lastindex ist eine genormte Kennzahl, der eine bestimmte Tragfähigkeit zugeordnet ist. Die Zahl selbst ist keine Kilogrammangabe.

Was bedeutet 109/107 bei einem Transporterreifen?

Bei einer entsprechenden C-Reifenkennzeichnung steht der erste Lastindex für die Tragfähigkeitszuordnung in Einzelbereifung und der zweite für diejenige in Zwillingsbereifung.

Ist der zweite Lastindex für die Hinterachse?

Nein. Ein Doppel-Lastindex wie 109/107 bezeichnet nicht Vorder- und Hinterachse, sondern die unterschiedlichen Tragfähigkeitszuordnungen bei Einzel- und Zwillingsbereifung.

Kann ich die zulässige Achslast einfach durch zwei teilen?

Bei Einzelbereifung ergibt die Halbierung zunächst eine theoretische Radlast bei gleichmäßiger Verteilung. In der Praxis können Einbauten und Ladung jedoch zu unterschiedlichen Radlasten auf beiden Fahrzeugseiten führen.

Reicht ein hoher Lastindex aus, damit der Reifen zum Transporter passt?

Nein. Zusätzlich müssen unter anderem Reifendimension, Reifenausführung, Speedindex, Felge und die technischen Anforderungen beziehungsweise die zulässige Fahrzeugzuordnung berücksichtigt werden.

Beim Transporter verbindet der Lastindex den Reifen mit der tatsächlichen Belastungsanforderung

Der Lastindex ist keine direkte Kilogrammangabe und darf nicht mit der C-Kennzeichnung verwechselt werden. Bei Transporterreifen kommt zusätzlich häufig der Doppel-Lastindex für Einzel- und Zwillingsbereifung hinzu.

Für eine technisch passende Bereifung müssen Reifengröße, Lastindex, Achslast, Reifenausführung, Speedindex und Fahrzeuganforderungen gemeinsam betrachtet werden.

FT-Reifen verbindet über 35 Jahre Erfahrung im Reifenhandel mit verständlichem Fachwissen und praktischer Erfahrung.

FT-Reifen – der Reifenhändler, der sein Wissen teilt.